Bundestagswahl 2021 | Wahlkreis 79 - Berlin-Steglitz-Zehlendorf

Mo 27.09.21 | 18:48 Uhr
Grafik: Bundestagswahl 2021 in Berlin. (Quelle: infratest dimap)
Bild: infratest dimap

Trotz einiger Verluste konnte Thomas Heilmann (CDU) in Steglitz-Zehlendorf wieder das Direktmandat für den Bundestag gewinnen. 2017 hatte er noch mit 35,4 Prozent der Erststimmen gewonnen.

Wahlkreis = Bezirk Steglitz-Zehlendorf

Ein paar Fakten

Im Wahlkreis Berlin-Steglitz-Zehlendorf leben etwa 293.900 Menschen, etwa acht Prozent der Berliner Gesamtbevölkerung, auf 11,5 Prozent der Fläche der Stadt.

Im WK 79 leben etwa

Im berlinweiten Vergleich leben hier unterdurchschnittlich viele Menschen mit einem ausländischen Pass. Sind es im Berlin im Schnitt 19,2 Prozent, so sind es im Wahlkreis 79 gerade einmal 14 Prozent.

Deutlich über dem Durchschnitt Berlins ist der Anteil der Menschen, die 65 Jahre und älter sind.

Der Anteil der Menschen, die 65 Jahre und älter sind:

Im Berliner Südwesten hat die Bürgerlichkeit ein Zuhause. Und die Natur. Und die Wissenschaft. Und die Kultur. Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, das Bildungsniveau der rund 280.000 Einwohner hoch, ebenso wie der Grünflächenanteil und das Durchschnittsalter. Kurzum: Wer unvoreingenommen in den Bezirk stolpert, stößt eher auf eine Mischung aus Idylle, Bildungsbürgertum und Kleinstadt-Beschaulichkeit als auf soziale und andere Nöte.

Zu diesem Bild tragen nicht zuletzt die sich großzügig hinziehenden Erholungsgebiete mit ihren Seen bei. Schlachtensee, Krumme Lanke und Grunewaldsee stehen als Ausflugsziele bei den Berlinern seit je her hoch im Kurs. Auch die Freie Universität prägt den Bezirk. Die U-Bahnlinie 3 von und nach Krumme Lanke ist die Studierenden-Route Berlins. Zur Wissenschaft zählt auch der Steglitzer Charité-Campus mit dem Universitätsklinikum Benjamin Franklin.

Probleme und Sorgen gibt es auch. Zumindest ein sozialer Brennpunkt findet sich auch im Südwesten, genauer in Lichterfelde-Süd. In der Thermometer-Siedlung mit ihren rund 60 Hochhäusern, die Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre gebaut wurden, ist die Sozialstruktur eine andere als im Rest des Bezirks. Die meisten der rund 6.000 Menschen, die hier zu Hause sind, haben eine Einwanderergeschichte und sind ärmer.

 

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