Symbolbild: SchülerInnen bei der Abiturprüfung. (Quelle: dpa)
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Corona-Hygienevorgaben - Wie Berliner Schulen die Abiturprüfungen durchführen wollen

Am 20. April sollen in Berlin die ersten Abiturprüfungen geschrieben werden. Das verlangt in Corona-Zeiten besondere Vorschriften: maximal zehn Schüler pro Raum, Handschuhe, Abstandsregeln. Noch fehlt manchen Schulen das Desinfektionsmittel. Von Ute Schuhmacher

Was Sie jetzt wissen müssen

Los geht es mit Latein. Alle Berliner mit Leistungskurs Latein schreiben nach bisherigem Stand am Montag, 20. April, ihre Abiturklausur.

So einfach wie das klingt, ist das in Corona-Zeiten natürlich nicht. Abiturienten und Lehrer müssen unter anderem sicherstellen, dass die Abstandsregeln von mindestens 1,5 bis zwei Metern in jedem Moment eingehalten werden. Das betrifft das "Guten Tag"-Sagen genauso wie die Abgabe der Arbeit.

Den Schülern wird gesagt, in welchem Zeitfenster sie in die Schule kommen müssen. Es dürfen nicht mehr als zehn Schüler gleichzeitig in einem Raum sein. Jeder darf nur seine eigenen Stifte und anderen Arbeitsmaterialien benutzen. Wer fertig ist mit der Prüfung, muss direkt nach Hause gehen.

Handschuhe tragen bei der Übergabe der Abituraufgaben

Die Liste der Verbote und Gebote ist lang. Die Abiturienten des Spandauer Hans-Carossa-Gymnasiums können sie sich online ansehen. Bevor es mit der Abiturprüfung losgeht, müssen sie unterschreiben, dass sie sich verpflichten, alle Regeln einzuhalten. Außerdem unterschreiben sie, dass sie nicht unter Quarantäne stehen und in ihrem Kontaktbereich auch kein Fall von Covid-19 besteht. Für alle minderjährigen Abiturienten müssen die Erziehungsberechtigten das Schreiben unterzeichnen.

Trotz der vielen neuen Regeln rund um die Abiprüfungen ist der Schulleiter des Hans-Carossa-Gymnasiums, Henning Rußbült, gelassen. Das könne man alles gut organisieren, sagt er.

In seiner Schule werden sie die große Sporthalle für die Abiturprüfungen nutzen. Da kann maximaler Abstand sichergestellt sein, können die Tische weit auseinander stehen. Die Prüfungsaufgaben werden in Umschlägen direkt auf die Tische gelegt, bevor die Prüflinge hereinkommen. "Wir werden darauf achten, dass auch bei der Übergabe der Arbeiten Schutzmaßnahmen getroffen und Handschuhe getragen werden", sagt Henning Rußbült. Das lasse sich alles organisieren. Er sehe den Abiturprüfungen, was diese Auflagen angehe, gelassen entgegen.

Noch fehlen ihm allerdings Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhe. Da ist er noch mit der Schulaufsicht im Gespräch. Der Sprecher der Vereinigung der Oberstudiendirektoren in Berlin, Ralf Treptow, berichtet von Schulträgern, die sich nicht in der Lage sehen, zur Abiturprüfung genug Desinfektionsmittel und Einweghandschuhe zur Verfügung zu stellen.

Anm. d. Redaktion: Als Reaktion auf diesen Beitrag hat sich bei dem Schulleiter inzwischen eine Ärztin gemeldet. Sie ist die Mutter eines ehemaligen Schülers. Sie hat angekündigt dem Hans-Carossa-Gymnasium die nötigen Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen. Damit wäre zumindest für die Schule dieses Problem gelöst.

Attest per Telefonanruf

Ralf Treptow ist selbst auch Direktor, er leitet das Rosa-Luxemburg-Gymnasium in Pankow. Er habe für seine Schule genug Desinfektionsmittel und Einweghandschuhe – durch Zufall, sagt er.

Die Abiturprüfungen dieses Jahr sieht er trotzdem kritisch. Da sind unter anderem die neuen Vorschriften zum Gesundheitszustand der Abiturienten: Die Schulen sind dieses Jahr nämlich verpflichtet, Abiturienten von der Prüfung auszuschließen, die beispielsweise innerhalb der vergangenen 14 Tage aus dem Ausland zurückgekehrt sind. Außerdem dürfen keine Schüler mitschreiben, die Kontakt zu Rückkehrenden oder Covid-19-Infizierten hatten, Erkältungssymptome haben, zu einer Risikogruppe gehören oder mehr als 37 Grad Körpertemperatur haben.

"Das ist eine ganz andere Auslegung des Prüfungsrechts als bisher", sagt Ralf Treptow. "Bisher wurde der Kandidat gefragt, ob er sich gesundheitlich in der Lage fühlt. Und dann hatte er an der Prüfung teilzunehmen." Wenn nicht, musste er ein ärztliches Attest vorlegen. Das muss bei diesem Abitur auch sein, wenn man aus gesundheitlichen Gründen eine Klausur nicht mitschreiben kann. Allerdings ist es aktuell leicht, so ein Attest auch telefonisch zu bestellen.

Fünf Prüfungen für ein reguläres Abitur

Wer eine Abiturklausur verpasst, muss nachschreiben. Dafür gibt es auch in diesem ungewöhnlichen Jahr Nachschreibetermine. Weil durch die Corona-Krise aber schon Abiturprüfungen verlegt wurden, die eigentlich vor den Osterferien hätten stattfinden sollen, gibt es deutlich weniger Spielraum als normalerweise.

Außerdem beginnen in Berlin die Sommerferien schon Ende Juni. Auch deshalb gibt es nicht viel Zeit zum Ausweichen. "Die Gefahr besteht natürlich, dass wir am Ende der Prüfungszeit keine komplette Durchprüfung des Jahrgangs haben werden", sagt Schulleiter Treptow.

Abiturienten, die nicht alle fünf Abiturprüfungen ablegen, hätten allerdings kein reguläres Abitur. Dieses Risiko sieht auch der Schulleiter des Hans-Carossa-Gymnasiums. Henning Rußbült sagt, er finde es trotzdem richtig, auch in diesem Jahr zu versuchen, die Abiturprüfungen regulär abzunehmen. Sollte das in Einzelfällen nicht gelingen, müsste dafür eben eine Lösung gefunden werden.

Berücksichtigung von Wissenslücken

Rußbült sieht derweil nach eigener Aussage seine Schüler auf das Abitur gut vorbereitet, auch wenn ihnen knapp drei Wochen Unterricht in der Schule fehlen: Sie hätten davor drei komplette Semester und noch einige Wochen mehr ganz normalen Unterricht gehabt, der für das Abitur relevant sei, sagt er.

Im Übrigen wissen die Lehrerinnen und Lehrer, dass die Abiturienten möglicherweise das eine oder andere im Unterricht nicht hatten. Das wiederum könne bei der Korrektur der Abiturklausuren berücksichtigt werden, sagt Rußbült: "Das kann man im Erwartungshorizont zur Klausur entsprechend ausweisen. Dann ist sowohl eine Vergleichbarkeit der Arbeiten gegeben als auch ein gerechtes Korrigieren."

Sendung: Inforadio, 07.04.2020, 16:30 Uhr

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Beitrag von Ute Schuhmacher

19 Kommentare

  1. 19.

    Die Schüler müssten unabhängig von einem Coronatest ausschließen können, dass sie selbst infiziert sind oder Kontakt zu einem Infizierten hatten. Da das nicht möglich ist, verbietet sich momentan ein längerer gemeinsamer Aufenthalt in geschlossenen Räumen unabhängig von Abstands- oder Hygieneregeln, sonst hätten auch Restaurants, Kneipen etc. nicht grundsätzlich innerhalb der Räumlichkeiten schließen müssen. Prüfungen darf es in diesem Jahr nicht verpflichtend geben, auch ein Abitur ohne die Abschlussprüfungen ist ein vollwertiges Abitur, dass der Stoff gelernt und verstanden wurde haben die Schüler, die zum Abitur zugelassen sind, in den Semestern vorher bewiesen. Liebe Schüler, toll, dass Ihr Euch wehrt gegen diese Senatsentscheidung. Das finde ich viel wichtiger als das Ablegen von Prüfungen. Ihr schafft das.

  2. 18.

    Ganz genau so ist es! Die Eltern bekommen das schon beim ersten Elternabend in der 7. Klasse mitgeteilt und am 07.01. 20 gab es für die Abis Halbjahreszeugnisse und damit war schon klar wer die Möglichkeit an an den Prüfungen teilzunehmen hatte und wer nicht! Wer das Lernziel nicht erreicht hatte wurde sofort eine Jahrgangsstufe zurückversetzt oder andere haben das Gymnasium verlassen und alle die nun angeblich bei der Landesschülervertretung weinend anrufen, drücken ganz schön die Krokodilstränen , weil die Prüfungen eh auf wackligen Füßen stehen würden! Der Vater meiner Tochter ist Hochrisikopatient durch Streukrebs, mit gerade in den letzten Monaten Chemo und Bestrahlungsblöcke und nicht mal er wird einfach so auf Corona untersucht und junge, gesunde Leute haben angeblich Angst sich in eine desinfizierte Schule zu setzen? Wohl eher nicht!

  3. 17.

    Das Abitur wurde früher einmal (bzw. wird auch heute noch) "Reifeprüfung" genannt. Wer mit 6-7 Jahren eingeschult und 13 Jahre zur Schule ging, machte die sogn. Reifeprüfung mit durchschnittlich 19+ Lebensjahren. Heute starten viele Schüler*innen teils mit 16 oder 17 Jahren in diese Prüfung. Mit Einschulung mit 5 Jahren und 11-12- Jahre Schulzeit. Die Prüfungsangst von so jungen Menschen ist nachvollziehbar, auch ohne Coronavirus. Deshalb lasst mal die Älteren bzw. "Reiferen" die Prüfung machen und die Jüngeren bzw. Ängstlicheren warten in Ruhe ab und starten ein Jahr später in die Prüfung. Das hat dann auch den Vorteil, dass Mama oder Papa bei der Unianmeldung nicht mitkommen müssen...

  4. 16.

    Ich sehe, zumindest Berline Ärzte scheinen inzwischen zuviel Schutzmaterialien zu haben...

    (Anm. d. Redaktion: Als Reaktion auf diesen Beitrag hat sich bei dem Schulleiter inzwischen eine Ärztin gemeldet. Sie ist die Mutter eines ehemaligen Schülers. Sie hat angekündigt dem Hans-Carossa-Gymnasium die nötigen Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel zur Verfügung zu stellen. Damit wäre zumindest für die Schule dieses Problem gelöst.)

  5. 15.

    Was passiert eigentlich, wenn ein Schüler während der Prüfung sagt, dass er sich fiebrig fühlt? Im Normalfall müsste er weiterschreiben, sonst wird das Abitur nicht anerkannt.
    In der Corona-Situation wird ihn keiner im Raum lassen. Aber es wird ihn auch keiner deshalb eine Nachprüfung oder ein Abitur verweigern. Anders: Als Schüler sieht man sich in Ruhe die Arbeit an - und wenn man die dann zu schwer ist, erzählt man was von plötzwydlichem Fieber.
    Oder, noch besser: Man geht ohnehin nur zu den Prüfungen, bei denen man sich fachlich sicher fühlt.

  6. 14.

    ... sorry seid mir nicht böse, wenn ich mich recht an meine Schulzeit erinnere, kommen in den Prüfungen nur Themen dran, die die gesamte Schulzeit vermittelt wurden. Es sind - aber nur nach meinem Kenntnisstand - keine Themen dran, die neu sind. Wenn sich jetzt die Schüler darauf berufen, daß sie sich jetzt nicht online genug vorbereitet sehen, kann ich das nicht nachvollziehen - wie meine kluge Oma schon sagte, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

  7. 13.

    Hallo! Die Abiturprüfungen wären am 25.03. hier in Berlin gestartet und mit Beginn der Abiturphase wären die Abiturienten auch nicht mehr in der Schule gewesen, unsere Tochter wäre dabei gewesen und die Informations- und Lernkette funktioniert auch ohne Bildungsserver sehr gut, denn selbst die ärmsten Kinder oder Teenager im Land haben eher ein gutes Handy, als vernünftiges Essen! Sie haben Informations- und Arbeitsmaterial mitbekommen , dass sie zur Auswertung an Lehrer schicken können! Ab Q1 müssen alle Schüler sich auf das Abiturvorbereiten und auch viel alleine machen, denn sie machen nach der 12 Jahrgangsstufe ihre Reifeprüfung und danach interessiert sich in einer Ausbildung egal welche keiner mehr wie die Schüler drauf sind oder nicht! Das scheinen viele Eltern und auch Schüler nicht zu bedenken!

  8. 12.

    Ich bin selber am Hans-Carossa-Gymnasium, allerdings nicht als Abiturient sondern als Zehntklässler.
    Herr Rußbült hat ja gesagt das die Schüler vorbereitet wären. Dies wird aber von den Schülern so nicht empfunden. Ich selber habe über WhatsApp mit einigen meiner Freunde gesprochen, welche jetzt das Abitur schreiben. Diese fühlen sich auch nicht zuletzt durch den ehr mangelhaften online Unterricht nicht gut vorbereitet.
    Wichtig ist aber das die Lehrer nichts, für den mangelhaften online Unterricht können. Denn Anbieter welchen wir nutzen, war einfach nicht auf einen so großen Ansturm vorbereitet. Die Folgen waren, das die Server zusammenbrachen (in den ersten zwei Tagen) oder einfach nicht genug Speicherplatz für alle Schüler einer Klasse vorhanden ist (500mb für die gesamte Klasse). Dieser kleine Speicherplatz hat dazu geführt das Neue Aufgaben, oder Hausaufgaben von uns nicht hochgeladen werden konnten.

  9. 11.

    zur Erläuterung: gemeint ist ein Raum in der Größe eines normalen Klassenraums

  10. 10.

    "Rußbült sieht derweil nach eigener Aussage seine Schüler auf das Abitur gut vorbereitet, auch wenn ihnen knapp drei Wochen Unterricht in der Schule fehlen"

    es sollte jedem klar sein, wie wichtig Prüfungsvorbereitungen sind. Die fehlen hier bzw. waren nur sehr eingeschränkt möglich. Dazu kommt noch die Belastung durch Corona bzw. deren Begleitumständen. Nicht zuletzt die der Benachteiligung ärmerer Schüler.

    Von "gut vorbereitet" kann also mitnichten die Rede sein.

  11. 9.

    Leute,
    es ist lächerlich , dass überhaupt die Rede von Prüfungen ist.
    Als ob Prüfungen in so einer Zeit das wichtigste im Leben ist, man kann sich auf den Weg zur Prüfung anstecken, vor der Schule oder auf den Weg zum Klassenraum, wo die Prüfungen stattfinden.
    Das man auch nicht darüber nachdenkt, dass die Schüler sich nicht so vorbereiten können wie geplant ( zb. Lerngruppen, Nachhilfe usw), darüber denkt auch niemand nach .

  12. 8.

    Es gibt immer noch Fächer, bei denen keine zentrale Aufgabenstellung erfolgt. Allerdings stehen natürlich die Erwartungshorizonte schon längst fest. Gemeint ist wohl, dass bei der Korrektur Punkte vergeben werden, auch wenn der EH nicht voll erfüllt wurde, weil eben einzelne Inhalte noch hätten unterrichtet werden sollen. Diese Möglichkeit gab es immer schon, z.B. wenn ein(e) Fachlehrer*in kurzfristig erkrankte und nicht vertreten werden konnte.Die Korrekturen haben zum Glück die einzelnen Lehrer*innen noch in der Hand. Im Zweifelsfall, z.B. bei unterschiedlichen Meinungen der Erst- und Zweitkorrektoren, entscheidet der Abi-Vorsitzende, meist der Schulleiter.

  13. 7.

    ich finde es schon langsam sehr nervig dass immer nur von Abiturprüfungen die Rede ist, als würden keine MSA Prüfungen stattfinden. Und zwei bis drei Wochen fehlende Unterrichtszeit können sehr wohl eine Menge ausmachen, vor allem bei Kindern wie meiner Tochter, die unter einer Legasthenie jedoch nicht unter einer Lernbehinderung leiden. Ich bin nicht in der Lage meine Tochter so zu unterstützen wie es ein Lehrer tun könnte bei der Prüfungsvorbereitung. Das aktuelle Schreiben der Schule meiner Tochter enthielt die Information das in Berlin BBR und BOR nicht stattfinden und anhand der Zeugnisnoten vergeben wird, jedoch die MSA Prüfung geschrieben wird! Was soll der ganze Nonsens???

  14. 6.

    Der 'geübte' Gymnasiast weiß, dass er "Abiferien" hat, während Abitursanwärter ihre Prüfungen ablegen. Dass nun ggf. weitere Räumlichkeiten und Aufsichtspersonen erforderlich werden, ändert zunächst nichts am Schulbetrieb (der in diesen Zeiten für alle anderen Klassen/Semester nicht stattfindet = unterrichtsfreie Zeit).
    Dies verstehe ich als Vorab-Info für die Prüflinge - unabhängig etwaiger Aufnahme des allgemeinen Schulbetriebs.

  15. 5.

    "Es dürfen nicht mehr als zehn Schüler gleichzeitig in einem Raum sein. " Darum wird "die große Sporthalle für die Abiturprüfungen" genutzt...

  16. 4.

    Da die Uni auch nach dem 20.4. weiterhin digital stattfinden wird, sieht es wohl in den Schulen ähnlich aus.

  17. 3.

    Es sind alles „kann“ Aussagen. Nichts Verbindliches, auf das man sich berufen wird.

  18. 2.

    Der geübte Zwischen-den-Zeilen-Leser weiß damit, dass ab 20.4. kein regulärer Unterricht für alle anderen Klassen beginnt.

  19. 1.

    Frage an Herrn Rußbült: Wie kann denn der Erwartungshorizont bei zentralen Aufgabenstellungen ausgelegt werden?

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