Ein Schild mit der Aufschrift "Stopp! Ab hier ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht!" (Quelle: dpa/Hauke-Christian Dittrich)
Bild: dpa/Hauke-Christian Dittrich

Infektionszahlen in Brandenburg steigen - Oder-Spree vor Ausweitung der Maskenpflicht

Am Sonntag treten die schärferen Corona-Regeln in Brandenburg in Kraft - und die werden offenbar sofort in Oder-Spree Anwendung finden müssen. Denn ein Covid-19-Ausbruch in einem Krankenhaus führt dort zu einer Überschreitung des Grenzwerts.

Nach der Verschärfung der Corona-Regeln in Brandenburg wird als erster Landkreis Oder-Spree die strengeren Maßnahmen anwenden müssen. Dort ist am Freitag die sogenannte 7-Tage Inzidenz auf über 35 pro 100.000 Einwohner gestiegen, wie der Leiter des Gesundheitsamtes, Ricardo Saldana-Handreck, dem rbb sagte. Demnach liegt der Wert bei 35,25.

Am Sonntag tritt brandenburgweit eine Neuregelung in Kraft, die beispielsweise das Tragen von Masken in Büros und Gaststätten vorschreibt, wenn 35 neue Covid-19-Infektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt übertroffen werden. Außerdem dürfen dann weniger Menschen als bislang an privaten Feiern teilnehmen.

Ausbruch in Krankenhaus treibt Zahl in die Höhe

"Nun haben wir ab Montag in unserem Verwaltungsgebäude überall Maske zu tragen", sagte der Bürgermeister von Fürstenwalde, Matthias Rudolph (BFZ), zu den Konsequenzen. Auch würden in der Verwaltung die Kontakte der Mitarbeiter untereinander reduziert.

Die hohen Zahlen im Landkreis Oder-Spree lassen sich mit dem Corona-Ausbruch im Krankenhaus Bad Saarow erklären. Dort sind 46 Leute positiv getestet worden, darunter 25 Mitarbeiter. Im Landkreis Oder Spree gibt es aber auch Gebiete, wo noch gar keine Corona-Fälle bekannt wurden, wie beispielsweise die Stadt Friedland.

Infektionszahlen steigen brandenburgweit

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Brandenburg in den vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Innerhalb eines Tages seien 90 bestätigte neue Fälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Potsdam mit. Tags zuvor waren es landesweit noch 55. Zuletzt war der Wert mit 91 am 25. April ähnlich hoch. Landesweit liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 13,2 pro 100.000 Einwohner, er lag am Donnerstag noch bei 11,2.

Die meisten Landkreise sind noch deutlich von dem Grenzwert für die schärferen Maßnahmen entfernt. Die zweithöchste 7-Tage-Inzidenz nach Oder-Spree weist den Zahlen des Gesundheitsministeriums zufolge Cottbus mit 24,1 auf, den niedrigsten Wert hat aktuell Ostprignitz-Ruppin mit 4,0. Aufgrund des Meldeverzugs wurde am Freitag der überschrittene Grenzwert im Landkreis Oder-Spree noch nicht auf der Internetseite des Landes Brandenburg zu den Corona-Infektionen [brandenburg.de] angegeben.

Angesichts der steigenden Infektionszahlen hatte die Brandenburger Landesregierung am Dienstag die neuen Maßnahmen verkündet. Die Regelungen gelten von Sonntag an zunächst bis zum 8. November.

Schwierige Gästesuche nach Corona-Fall in Cottbuser Lokal

Unterdessen sucht das Gesundheitsamt in Cottbus wegen eines Corona-Falls in einem Lokal nach Gästen. Melden sollen sich alle Gäste, die das Restaurant "Mosquito" am Altmarkt in der Zeit vom 28. September bis zum 8. Oktober besucht haben, teilte die Stadt am Freitag mit. Der Stadtverwaltung zufolge sind die Kontaktdaten fehlerhaft, so dass die Gesundheitsbehörde die Gäste nicht von sich aus kontaktieren kann.

"So haben die Stadtverwaltung Hinweise von Gästen erreicht, die sich in diesem Zeitraum im 'Mosquito' aufgehalten haben, sich aber weder ein eine Liste eintragen konnten noch sollten", hieß es von der Stadtverwaltung. Nach "eindringlichen Hinweisen des Gesundheitsamtes" habe die Geschäftsführung das Lokal vorübergehend geschlossen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 09.10.2020, 17:30 Uhr

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20 Kommentare

  1. 20.

    Geht's noch.... Ohhh ja ihr werdet alle an Corona sterben wirklich.. Wie blöd muss man sein um zu glauben "ja die Maske, die ich vorhin erst auf hatte, abgenommen hab und dabei mit Sicherheit nur die Bändchen berührt habe, schützt mich oder wem anders..."

    Ich hoffe ihr loft ich alle dann mit Helm rum wenn 2021 nen Komet die Erde treffen könnte....

  2. 19.

    Beherbergungsverbot für Berliner in abgeschlossenen Ferienwohnungen aber Tagesgäste sind erlaubt?? Das verstehe wer will... Diese Maßnahme ist so widersprüchlich und verdirbt letztendlich nur das Beherbergungsgeschäft mit entsprechenden wirtschaftlichen Folgen...

  3. 18.

    Ich habe versucht ihren Kommentar aufzuklappen, aber da war nichts. Was ist denn nun mit Prof. Dr. Streeck, sofern sie ihn meinen?
    Meinen sie das letzte Interview vom 02.10., wo er nochmal an die Vernunft der Menschen appelliert hat?
    "...Das Problem ist, dass eine Pandemie nur gemeinsam bewältigt werden kann. Da geht es nicht nur um eine Solidarität von allen Menschen in Deutschland, sondern auch weltweit und vor allem auch innerhalb Europas. Das Wichtigste hierbei ist in meinen Augen die Kommunikation. Dass jeder Mensch versteht, dass man Eigenverantwortung übernehmen und achtsam füreinander sein muss...."
    Ich kann mich dem nur anschließen. Das hat aber nicht im Entferntesten etwas mit dem Kommentar von @Chefalf zu tun.

  4. 16.

    Ich trage berufsbedingt Maske und das 8-10 Std. täglich. Es ist anstrengend und der Job macht nur noch halb so viel Spass.(Friseurin). Einkaufen reduziere ich aufs Mindeste aber ich halte mich an die nervigen Regeln. Nun hab ich mich überreden lassen mit zum Polenmarkt zu fahren ...selbstverständlich hab ich auch da Maske getragen. Umso entsetzter war ich was dort in den Friseurläden los war....überwiegend deutsche Kundschaft OHNE Maske auf dem Bedienstuhl und die Friseurkräfte auch ohne Maske. Am Eingang kleben zwar ordentlich Hinweise aber daran hält sich NIEMAND!!! Gut das die Leute dann alle (meistens)zurück nach Berlin
    und Brandenburg fahren....!!!! Ich fühle mich mittlerweile veräppelt von diesen Wirrwarr. Mein schwer verdienter nötiger Urlaub fällt auch aus...die Kosten für den Test sind sehr viel höher als der eigentliche Kurztrip. Mittlerweile hab ich auch Verständnis für die Demos!!!

  5. 15.

    Man sollte vielleicht vorerst den Begriff der Risikogruppen mal etwas näher verständlich machen, bevor hier noch mehr zweifelhafte Meinungen erscheinen, die ein völlig falsches Bild auf die Problematik werfen. Schon der Plural macht klar, dass es verschiedene Stufen gibt, die vom fortgeschrittenen Alter (mit Einschränkungen des Immunsystems) bis zu schwersten Erkrankungen reichen, bei denen eine Covid-19-Infektion mit höchster Sicherheit letale Folgen hat. Und es gibt irgendwann einen Punkt, wo der einzelne Betroffene das nicht mehr alleine geregelt bekommt, dass er diese schwierige Zeit überlebt. Insofern ist es schon richtig, dass hier der Staat (das Land) handelt und diese Personen schützt. Das ist seine Aufgabe.
    Und vielleicht noch etwas zu ihrem Beitrag. Die für meine Begriffe diffamierende Art wie sie sich äußern lässt den Schluss zu, dass sie sich der Tragweite des Problems nicht bewusst sind und ich bezweifele sehr stark, dass sie selber Betroffener sind.

  6. 14.

    Ich gehöre auch zur Risikogruppe und muss ihnen leider zustimmen. Viele ältere Mitbürger, zu denen ich auch zähle, laufen im Supermarkt mit Mundschutz unter der Nase oder tragen erst gar keinen. Ich gehe möglichst nur 1-2 mal in der Woche einkaufen und halte mich an die Regeln. So schütze ich mich und Andere. Ist nicht schwer und tut auch nicht weh.

  7. 13.

    Ich habe ehrlich schon lange nicht mehr so einen Mist gelesen bzw. gehört. Kriegen sie eigentlich Geld dafür, wenn sie hier öffentlich Kritiker der Gesundheitspolitik des Landes Brandenburg öffentlich angreifen und diffamieren? Sie sind alles andere als ein Angehöriger der Risikogruppen, sonst würden sie nicht so einen Schwachsinn äußern. Unter Regine Hildebrandt hätte es so etwas nicht gegeben.

  8. 12.

    Hier wird gefordert, dass sich Angehörige der Risikogruppen selber zu schützen haben. Ich denke mal, dass sie schon alles erdenkliche tun was mit ihren Mitteln möglich ist, weil sie um ihre Risiken wissen.
    Dieser Schutz ist aber alleine mit Masken nicht abgetan, zumal es auch keine FFP-3 bzw. echte FFP-2 zu kaufen gibt. Bei Menschen, die zu den Risikogruppen zählen, sollte man auch asymptomatisch testen, so wie in den Alten- und Pflegeheimen, damit Covid-19-Infektionen rechtzeitig erkannt werden und nicht erst nach Einlieferung in ein Krankenhaus, wie vor kurzem in Spremberg, wo der Patient dann verstorben ist. Angehörige der Risikogruppen haben die schwersten Verläufe. Wenn eine Covid-19-Infektion bei denen zu spät erkannt wird, gibt es kaum noch eine Chance. Ein Klinikleiter in Italien hat das im März in einem TV-Interview begründet.

  9. 11.

    Hier wird gefordert, dass sich Angehörige der Risikogruppen selber zu schützen haben. Ich denke mal, dass sie schon alles erdenkliche tun was mit ihren Mitteln möglich ist, weil sie um ihre Risiken wissen.
    Dieser Schutz ist aber alleine mit Masken nicht abgetan, zumal es auch keine FFP-3 bzw. echte FFP-2 zu kaufen gibt. Bei Menschen, die zu den Risikogruppen zählen, sollte man auch asymptomatisch testen, so wie in den Alten- und Pflegeheimen, damit Covid-19-Infektionen rechtzeitig erkannt werden und nicht erst nach Einlieferung in ein Kranken, wie vor kurzem in Spremberg, wo der Patient dann verstorben ist. Angehörige der Risikogruppen haben die schwersten Verläufe. Wenn eine Covid-19-Infektion bei denen zu spät erkannt wird, gibt es kaum noch eine Chance. Ein Klinikleiter in Italien hat das im März in einem TV-Interview begründet.

  10. 9.

    Es ist nur richtig und angebracht, gegen sinnfreie und aktionistische Maßnahmen zu protestieren. Masken tragen im Freien ist ein Beispiel dafür, wie sinn- und hilflos die Verantwortlichen handeln bzw. sind. Das ist pure Aktionismus, täuscht Handlungsfähigkeit vor, hilft aber überhaupt nicht, sondern trägt zum Frust und Unverständnis bei vielen Menschen bei.
    Außerdem ist die festgelegte Marke von 50 Neuinfizierten auf 100 000 Einwohnern in 7 Tagen vollkommen willkürlich festgelegt worden. Daran dann aber schwerwiegende Einschränkungen festzumachen, ist absurd, fahrlässig, schädlich und rechtlich nicht haltbar. Zudem sind Neuinfizierte nicht gleich Kranke. Wir brauchen endlich panikfreie und realistische Risikobewertungen, die dann in angemessene Maßnahmen gipfeln. Dann braucht es auch keine Verbote.

  11. 8.

    Wie wäre es, wenn sich Angehörige der Risikogruppen mal Gedanken darüber machen, wie man sich selbst schützt, bevor man die übrige Gesellschaft unter Kuratel stellt. Ich erwähne hier die FFP 2 und 3-Masken, die gegenüber den Gesichtswindeln wirklich Schutz bieten und das in 2 Richtungen. Die Gesichtswindel (Beipackzettel: dies ist KIN medizinischer Schutz und sie bietet KEINEN Schutz gegen Viren) ist ungefähr so wirksam wie ein Fussfalltornetz, das ich mir als Mückenschutz vors Schlafzimmerfenster hänge. Und bevor hier rumgemobbert wird: bin selbst Risiko und will NICHT, das sich irgend jemand wegen mir einschränkt!

  12. 7.

    Ich frage mich ernsthaft warum bei einem eindeutig nachgewiesenen Corona Ausbruch in einem Krankenhaus, Maskenpflicht im Büro und oder auch Einschränkungen bei privaten Feiern angeordnet wird. Das ist genauso daneben wie Maskenpflicht im Freien, wo sich im vorbei gehen eh niemand ansteckt. Das sind immer so Massnahmen wo man sagen kann, wir haben was gemacht, egal ob es sinnvoll ist.

  13. 6.

    Was für ein Unsinn ein Virus aufhalten zu wollen. Das wird nicht funktionieren, wie so vieles von den alten regierenden Funktionären festgelegt wurde. Energiewende, klappt nicht. Virus aufhalten oder ausrotten klappt nicht. Wer gegen Naturgesetze anrennt kann auch gleich gegen Windmühlen kämpfen wie Don Quijote. Physik, Mathematik, Biologie und die Evolution zu verleugnen ist starrsinnig und überholt. Wir werden uns demnächst wieder im nächsten Lockdown befinden weil hier keine Realisten am werkeln sind sondern Betonköpfe wie vor 30 Jahren.

  14. 5.

    „Warum denkt keiner an die chronisch Kranken, die noch nicht im Altenheim oder betreuten Wohnen leben?“ Eine sehr gute Frage, die ich auch schon mehrfach gestellt habe. Ich verstehe nicht, dass man das nicht verstehen will. Uns geht es genauso wie Ihnen.
    Ursache ist, dass es keinerlei Konzepte für Risikoruppen gibt. Deren Schutz spielt offensichtlich keine Rolle. Im Frühjahr gab es in einer parlamentarischen Fragestande dazu eine Anfrage einer MdL. Man antwortete mit 10 Minuten Erläuterung von Besuchsregeln in Altenheimen. Es sind nur ganz wenige, die in Alten- und Pflegeheimen sind. Was ist mit dem überwiegenden „Rest“?

  15. 4.

    Ich fordere die Landesregierung auf, sich jetzt endlich dem Schutz der Risikogruppen zu widmen. Es gibt immer noch keine Konzepte zum Schutz der Risikogruppen. Risikogruppen sind nur zu einem sehr geringen Prozentsatz in Alten- und Pflegeheimen untergebracht. Besuchsregelungen und Hygieneregeln für diese Einrichtungen sind also kein ausreichendes Konzept für den Schutz der Risikogruppen. So etwas hätte es unter Regine Hildebrandt nicht gegeben.

    Eine Möglichkeit wäre die Festschreibung (und Umsetzung) asymptomatischer Tests in den Teststrategien, damit Covid-19-Infektionen rechtzeitig erkannt werden und nicht erst bei einem Routinetest im Krankenhaus, wie im Krankenhaus Spremberg, wo dann jede Hilfe zu spät kam. Angehörige der Risikogruppen haben die schwersten Verläufe. Wenn eine Covid-19-Infektion bei denen zu spät erkannt wird, gibt es kaum noch eine Chance. Ein Klinikleiter in Italien hat das im März in einem TV-Interview begründet.

  16. 3.

    In Polen muss man ab heute überall in öffentlichen Bereichen , d.h. drinnen und draußen, Masken tragen- und alle halten sich daran.
    Und in Deutschland wird dagegen demonstriert und der Rest fordert mehr staatliche Kontrollen. Ein Volk ist nicht in der Lage Rücksicht aufeinander zu nehmen und eigenverantwortlich zu handeln.

  17. 2.

    Ich bin für einheitliche Regeln im Raum Berlin und Brandenburg.Berufspendler u.a.Personen sind Covid 19 Überträger stellen für chronisch Kranke wie mich u.meinen Mann eine akute Gefahr dar.Warum denkt keiner an die chronisch Kranken,die noch nicht im Altenheim oder betreuten Wohnen leben???

  18. 1.

    "...Infektionszahlen steigen brandenburgweit..."
    Solange wie sich an dem Problem nichts ändert werden sie Zahlen weiter steigen, hauptsächlich im berlinnahen Raum:

    #1 in
    https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/10/brandenburg-kabinett-beratungen-corona-regeln-infektionszahlen.html

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