2. Frauen-Bundesliga - Turbine Potsdam sichert sich in Weinberg den vierten Sieg in Serie

So 15.10.23 | 18:54 Uhr
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Bianca Schmidt jubelt nach einem Treffer von Turbine Potsdam (Bild: IMAGO/Fotostand)
Bild: IMAGO/Fotostand

Die Fußballerinnen von Turbine Potsdam haben ihre Siegesserie in der 2. Frauen-Bundesliga ausgebaut. Am Sonntagnachmittag gewannen die Potsdamerinnen auswärts beim SV 67 Weinberg knapp mit 1:0 (0:0). Den einzigen und somit entscheidenden Treffer der Partie erzielte Potsdams Maya Ruby Hahn früh in der zweiten Halbzeit.

Turbine bestimmt das Spiel

Schon im ersten Durchgang konnten die Gästinnen aus Potsdam überzeugen. Während die Mannschaft aus Weinberg ihr Glück überwiegend in langen Bällen und der Schnelligkeit ihrer Offensivspielerinnen suchte, hatte Turbine etwas mehr von der Partie. "Wir haben das Spiel kontrolliert", sagte Trainer Dirk Heinrichs nach Spielende. Dennoch endeten die ersten 45 Minuten zwar mit einem Chancenplus, nicht aber mit einer Führung für seine Mannschaft.

Letztere erzielten die Gästinnen dann allerdings früh in der zweiten Halbzeit. Per Fernschuss bescherte Maya Ruby Hahn den Führungstreffer für die Turbine. Auch in dessen Folge waren Hahn und ihre Teamkolleginnen weiterhin die bessere Mannschaft. "Wir haben uns zahlreiche Chancen kreiert und hätten eigentlich höher gewinnen müssen", sagte Trainer Heinrichs. Zwar nutzten seine Akteurinnen ihre Möglichkeiten noch nicht mit der gewünschten Effizienz, allerdings doch besser als noch zum Saisonstart. Hatten die Brandenburgerinnen in den ersten drei Spielen noch kein einziges eigenes Tor erzielt, trafen sie in den vergangenen vier Partien jeweils mindestens einmal und blieben dabei jeweils auch noch ohne Gegentreffer.

Vierter Potsdamer Sieg in Folge

So auch am Sonntag in Weinberg. Zwar investierten die Gastgeberinnen in der Schlussphase nochmal viel, um doch noch zum Ausgleich zu kommen, allerdings ohne Erfolg. "Wir haben das gut wegverteidigt", sagte Turbine-Trainer Heinrichs. So stand schlussendlich der nun schon vierte Sieg in Folge für den Bundesliga-Absteiger aus der Vorsaison. Nach diesem steht Turbine in der Tabelle der 2. Frauen-Bundesliga aktuell mit zwölf Zählern aus sieben Spielen auf Rang fünf.

Sendung: rbb24 Inforadio, 15.10.2023, 16:15 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    ADRI wäre sicher eine mögliche Alternative im Sturm. Allerdings hat sie das Tore schießen leider auch nicht erfunden. Mit steigendem Punktekonto sollte nun eigentlich auch das Selbstvertrauen der Spielerinnen weiter zunehmen. Es zeigt sich auch etwas häufiger, dass die TURBINEN per Fernschuss den Abschluss suchen. Aber leider wird noch viel zu oft versucht, den Ball ins Tor zu tragen. Man muss nun einfach darauf setzen, dass sich die offensiven Spielerinnen noch öfter finden, und im entscheidenden Moment dann die Nerven behalten.

  2. 5.

    Ich denke hier wiegt auch die Kreuzband-Verletzung von Adrijana Mori schwer. Sie wäre genau der Typ Spielerin, der dem Kader im Moment abgeht, nämlich eine klare und ständig torgefährliche Stoßstürmerin. Das Niveau um eine Top-Stürmerin in der 2. Bundesliga zu sein, hätte sie definitiv. So spielt man mit Spielerinnen vorne im Sturm, welche entweder vom Können her scheinbar (noch) nicht bereit für die Ligaspitze sind (Lindner, Taslidza), oder die für die Stoßstürmerinnen-Position eigentlich ungeeignet sind (Deutsch, Kyokawa).
    Gegen die Spitzenteams wird man so immer nur einen Abwehrfehler von einer Niederlage oder maximal einem Unentschieden entfernt sein.

  3. 4.

    Bei 26 Begegnungen sind 3 Niederlagen durchaus kompensierbar. Allerdings waren es 3 unmittelbare Mitkonkurrenten um den Aufstieg. Deshalb, und weil es knappe und vermeidbare Niederlagen waren, sitzt der Stachel doch tief.
    Wir haben gestern in Hälfte Eins ein ausgeglichenes Spiel gesehen, wogegen die Zweite von TURBINE dominiert wurde.
    Weinberg hatte nur eine, Potsdam dagegen ein halbes Dutzend klarer Torchancen. Bei nur 5 Toren, haben wir immerhin 4 Schützinnen!

  4. 3.

    Herzlichen Glückwunsch zu dem 4. Sieg. Weiter so!

  5. 2.

    Dagegen steht: der weitere Weg zum Aufstiegsplatz kann nur gelingen, wenn Potsdam merklich mehr in aussichtsreichen Positionen den Abschluss sucht. Ich weiss, dass Tore zu schiessen viel einfacher aussieht, als es ist. Trotzdem werden Offensivspielerinnen an Toren gemessen. Diesem Druck muss sich der Rekordmeister stellen.

    Vergleiche ich es mit dem Training für Torhüterinnen, wo sehr spezifisch gearbeitet wird, gibts bei den Stürmerinnen noch Potenzial, das ausgeschöpft werden kann. Regelmässiges Torschuss-Training aus allen Lagen würde mehr Sicherheit und Vertrauen geben. Der beherzte Fernschuss von Maya Ruby Hahn an diesem Nachmittag im Stadion in der Gemeinde Sachsen bei Ansbach zeigte, wie es geht. Weiter so,

  6. 1.

    In Mittelfranken erwartete mit dem SV 67 Weinberg die Turbinen eine kampferprobte Mannschaft, die gegen den neuen Tabellenführer Hamburger SV zu Hause zwar mit 2:3 Toren verlor, aber dabei zeigen konnte, welches Format sie hat - mit Bodenständigkeit nie aufgeben und mit Stolz eine eigene Story aufbauen, ähnlich dem SC Sand aus der südbadischen Ortenau. Ein Dorf, ein Verein, eine Liebe

    Im Nordosten der Republik - berühmt für sein "Meckern" auf hohem Niveau - sollte man die "Tragik" über den Fehlstart nicht so hoch hängen - drei Niederlagen, davon zwei auswärts. Mittlerweile kann Turbine eine Serie von vier gewonnenen Zweitliga-Spielen aufweisen. Man höre und staune zum vierten Mal mit weißer Weste. Das ist doch was, oder?

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