Kommentar | Gersbeck-Rückkehr bei Hertha - Wenn Werte weich werden

Di 03.10.23 | 16:34 Uhr
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Hertha-Torhüter Marius Gersbeck steht mit Ball im Arm auf dem Trainingsplatz (Quelle: IMAGO / Nordphoto)
Bild: IMAGO / Nordphoto

Das Verfahren nach seiner Prügel-Attacke ist eingestellt und Hertha BSC ermöglicht Keeper Marius Gersbeck die Kader-Rückkehr. Für diese fast bruchlose Wiedereingliederung ist die Verfehlung zu groß, kommentiert Dirk H. Walsdorff.

Hertha BSC ist ein besonderer Verein. Vor allem in den verwirrten und verwirrenden Jahren des Big-City-Club-Wahns ging gelegentlich in der allgemeinen Wahrnehmung unter, dass die Charlottenburger einen ziemlich gut sortierten Wertekanon ihr Eigen nennen und diese Werte auch leben.

Fangruppierungen wie "1892 hilft" und die "Axel Kruse Jugend" sind bundesweit leuchtende Beispiele für Fußballanhänger, die soziales Engagement mit ihrer sportlichen Leidenschaft auf bewundernswerte Weise verknüpfen. Hertha BSC wird als Ganzes seit vielen Jahren dem Anspruch gerecht, die Buntheit und Vielfalt der Weltstadt Berlin im Verein zu spiegeln. Hertha BSC war der erste Bundesligist, bei dem queere Fans ihren sicheren und willkommenen Platz im Stadion hatten, einer der ersten Klubs der die Charta der Vielfalt unterzeichnete.

Hertha BSC, der Verein mit maximaler Konsequenz ...

Hertha, das ist der Verein, der vor zwei Jahren seinen Torwarttrainer kurzerhand feuerte, weil er in seiner ungarischen Heimat einer Zeitung ein Interview gegeben hatte, in dem homophobe und fremdenfeindliche Aussagen zu lesen waren. Statements, die sich mit dem Wertekanon der Blau-Weißen nicht vereinbaren lassen. Dem Torwarttrainer - Zsolt Petry - wurde fristlos gekündigt.

Genau wie später einem zuvor von ihm trainierten Torwart - Rune Jarstein - der den Nachfolger eben dieses Trainers auf dem Übungsplatz beschimpft hatte. Ein Ad-hoc-Rausschmiss wegen vereinsschädigenden Verhaltens galt selbst für den beinahe allmächtigen Geschäftsführer - Fredi Bobic - der nach dem verlorenen Derby gegen Union einem rbb-Reporter "ein paar aufs Maul" angedroht hatte.

Hertha BSC ist ein Arbeitgeber mit maximaler Konsequenz für diejenigen, die sich über die Werte des Vereins erheben. Die so verargumentierte Kündigung von Bobic dürfte einer juristischen Prüfung kaum Stand halten, aber das ist in dieser Diskussion nachrangig.

... bis zur Causa Gersbeck

Und dann kam Gersbeck. Der Torwart, der vor fast genau zehn Jahren für eine der schönsten Anekdoten in Herthas Bundesliga-Historie sorgte. Ein Junge aus der Ostkurve, gerade 18, muss ausgerechnet bei Borussia Dortmund in den Kasten und hält vor 80.000 Fans den Auswärtssieg fest. So schön kann Fußball kurz vor Weihnachten 2013 sein.

Im vergangenen Sommer holte Hertha jenen Marius Gersbeck zurück. Inzwischen ist er ein gestandener Profi mit 100 Einsätzen beim befreundeten Karlsruher SC auf der Habenseite. Und die geborene Identifikationsfigur für den Klub, der es mit dem "Berliner Weg" wieder langsam, aber sicher nach oben schaffen will.

Hertha-Torwart hätte ins Gefängnis gehen können

Der "Vorfall" im Trainingslager durchkreuzte Gersbecks und Herthas Ambitionen. Ein Vorfall, bei dem am Ende keiner etwas Dummes sagt, jemanden schwer beschimpft oder verunglimpft. Sondern ein Vorfall, bei dem ein Mensch durch einen anderen Menschen so schwer verletzt wird, dass er mehrere Tage im Krankenhaus bleiben muss. Es gibt zutiefst verstörende Berichte, die die Situation eines am Ende wehrlosen Opfers erzählen, aber diese sind nicht belegt.

Marius Gersbeck hätte dafür ins Gefängnis gehen können. Es bleibt ihm erspart. Eine Geldstrafe, eine Entschuldigung und offenbar eine unter den Beteiligten geregelte Schmerzensgeldzahlung später ist der Fall juristisch erledigt - via "Diversion", wie es in der österreichischen Rechtsprechung heißt.

Hertha BSC hat diesen ganzen Vorgang von Anfang an völlig anders bewertet als die nach allen gängigen Maßstäben viel weniger dramatischen Verfehlungen anderer Vereinsangestellter.

Hertha BSC hat diesen ganzen Vorgang von Anfang an völlig anders bewertet als die nach allen gängigen Maßstäben viel weniger dramatischen Verfehlungen anderer Vereinsangestellter. Das gemeinsame Bemühen um Resozialisierung, die Aussicht auf die zweite Chance, die Bereitschaft zu vergeben, der Wille eine Entschuldigung zu hören verbunden mit dem Glauben daran, dass diese Entschuldigung von Herzen kommt und die gelobte Besserung keine Floskel ist - dieses Bouquet der guten Aussichten für den reuigen Sünder bekommt Gersbeck exklusiv.

Und das nach einer Sünde, bei der viele der Auffassung sind, dass selbst hier die zweite Chance kommen kann und kommen soll. Aber nicht sofort. Und nicht bei Hertha, wo Gersbeck in kürzester Zeit vor seiner Ostkurve eingewechselt werden könnte und mutmaßlich von manchen aus alter Verbundenheit noch gefeiert würde.

Für die fast bruchlose Wiedereingliederung ins Team ist die Verfehlung zu groß, das dramatisch schlechte Beispiel nach innen und außen zu gewichtig.

Verbunden mit dem Mächtigsten auf der Tribüne

Ein Verein, der Menschen wegen irrlichternder Statements und verbaler Gewalt-Androhung fristlos entlässt, gibt demjenigen, der Gewalt in abstoßendster Art und Weise angewendet hat, quasi sofort die zweite Chance, die der Klub offenkundig von Anfang als präferiertes Szenario ausgemacht hatte. Weil es dem Verein sportlich nutzen kann. Und wohl auch, weil der Missetäter eine Vita hat, die ihn mit manchen Mächtigen in der Kurve verbindet - und, das gehört zur Wahrheit dazu, mit dem Mächtigsten auf der Tribüne, Hertha-Präsident Kay Bernstein.

An Werten konsequent festzuhalten, fällt immer wieder schwer. Jeder und jedem Einzelnen und ganzen Gesellschaften. Dem Fußball-Bundesligisten Hertha BSC übrigens schon zuletzt bei der Wahl des Brustsponsors. Weil es so schwer ist, können die, die es schaffen, für sich in Anspruch nehmen, besonders zu sein.

Hertha BSC ist nicht ganz so besonders, wie ich hoffte.

Dirk H. Walsdorff leitet seit 2013 die rbb-Sportredaktion und ist Moderator des Union- und Hertha-Podcasts "Hauptstadtderby".

Sendung: rbb24, 2.10.2023, 21:45 Uhr

34 Kommentare

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  1. 34.

    Der vom Landgericht Salzburg gewählte Weg, auf eine verbindliche Sachverhaltsfeststellung per Urteil zu verzichten, wird von Strafgerichten gern dann beschritten, wenn die Schuldfrage nicht so eindeutig zu beantworten ist, wie es den Anschein hat. Eine seriöse justizielle Bewertung kann - anders als der Kommentator - nicht auf „unbelegte verstörende Berichte“ abstellen. Auch das „Geständnis“ von Irgendetwas kann taktischer Natur sein. Deshalb darf Presse nicht zu einem Berufsverbot führen.


  2. 32.

    Bitte informieren Sie sich über den Spruch des Gerichts in Österreich. Gersbeck ist damit nicht vorbestraft. Sie müssen das nicht toll finden und können natürlich gerne ihre Mitgliedschaft kündigen. Ich finde das Verhalten des Spielers auch nicht akzeptabel, aber eine Versöhnung mit dem Opfer und die gezeigte Reue lassen für mich die zweite Chance zu. Dass jetzt nicht mehr passieren darf, dürfte selbstverständlich sein.

  3. 31.

    Diese beiden Taten können sie aber wohl kaum auf die selbe Stufe stellen.
    Ob sich Hertha BSC ein gefallen mit Gersbeck macht, müssen die selbst wissen.

  4. 30.

    Was diese ganze Angelegenheit noch peinlicher und für Hertha noch desaströser darstellt ist die Tatsache das Bernstein und seine Kumpanen Ultras von Anfang an einen Weg gesucht und vorbereitet haben um Gersbeck wieder einzubinden. Es sollten mal die Zuschauer und Mitglieder abstimmen indem sie nicht ins Stadion gehen um zu zeigen das dies nicht die Werte sind die sie verkörpern.

  5. 29.

    Ist das wirklich ihr Ernst? Sie stellen diese beiden Taten auf die gleiche Stufe?
    Und ja, der französische Jugendliche sollte schon während seiner Haft eine Chance zur Resozialisierung erhalten und nach Verbüßung seiner Haftstrafe eine 2. Chance erhalten.
    Ich weiß, wie sich das für die Angehörigen anhört/anfühlt.
    Aber zum Glück leben wir in einem Rechtsstaat, in dem nicht Volkes Zorn bestimmt, wie mit Straftaten umzugehen ist.

  6. 28.

    Diejenigen, die von der 2.Chance für einen erwachsenen Mann sprechen, der ja angeblich Vorbild sein soll, setzen sich doch bestimmt auch dafür ein, dass der französische Jugendliche, der einen Berliner jugendlichen Fussballer im Sommer mit Todesfolge zusammenschlug, auch weitere Chancen erhält. Oder steht dem etwas im Weg(Alter, Pubertät, nordafrikanische Herkunftfamilie). Das eine Opfer hat Glück gehabt und überlebt, das andere nicht. Wie ich an anderer Stelle schrieb: Gewalttat bleibt Gewalttat.

  7. 27.

    Meine Mitgliedschaft, sowie die meiner Tochter, wird diese Woche gekündigt. Die Identifizierung mit dem Verein, nach über 30 Jahren als Hertha Fan, fällt einem immer schwerer.

  8. 26.

    Wäre es nicht ein trauriges und für meinen Verein ein peinliches Thema, würde ich sagen: sehr schöner Artikel der es auf den Punkt bringt.
    Ich habe Sorge mich auf der Mitgliederversammlung, auf der Gersbeck sprechen darf, nochmal für Hertha zu schämen. Er wird Applaus bekommen und Leute (vorwiegend aus der Kurve) werden ihm die Ehre erweisen und aufstehen! Wetten?

  9. 25.

    Er wird spielen, die warteweiche Entscheidung ist kein Resozialisierungsakt.
    Es geht nicht darum, jemanden sein Leben zu verunmöglichen. Da Gersbeck jedoch als wichtiges Bindeglied zur Ostkurve gepriesen wurde, sehe ich gerade eine ganz gefährliche Message für diese, nämlich: "Egal, wie ihr euch benehmen, ihr könnt immer wieder zurück in den Schoß des Vereins."
    Die Sportgerichte, die nach jedem WE mengenweise neue Fälle aus den Amateurligen auf dem Tisch haben, können doch nur verzweifeln.

  10. 24.

    Ohne Worte, sehr geehrter Herr Bernstein &Co.

  11. 23.

    Fredi Bobic's Verfehlungen erfolgten als öffentliche Person im Namen und in Vertretung von Hertha BSC.
    Gersbeck hingegen war als Privatperson und gegen den Willen von Hertha BSC unterwegs. Dafür wurde er vom Gericht und vom Verein bestraft.
    Im Gegensatz zu Bobic hat er sich entschuldigt und zeigt Reue.
    Warum sollte also ein Arbeitsgericht auf den Fall Gersbeck Bezug nehmen.
    Ob die Entlassung von Bobic grundsätzlich rechtens war, steht auf einem ganz anderen Blatt.

  12. 22.

    Ein Fan, der diese Taten im Stadion verübt, hat lebenslanges Stadionverbot. Herr Gersbeck hat im Trainingslager auf einen Menschen eingetreten, der bereits hilflos am Boden lag. So viel zu den Werten Ihres Vereins.

  13. 21.

    Ultra - brutaler Schläger - haarscharf am Knast vorbei geschrammt = gute Prognosen für die von den Hertha-Fans propagierte 2. Chance.
    In den Ultra-Kreisen damit ganz weit vorne.

  14. 20.

    Er hat seine Strafe bekommen vor Gericht ist nicht vor bestraft, also hat er seine 2. Chance verdient wie jeder andere krimineller in Deutschland. Hört endlich
    Mit dieser Doppel Moral auf.

  15. 19.

    Er ist schuldig. Selbst zugegeben. Somit auch schuldig gesprochen worden. Es gab nur vorm Gericht hält ne Geldstrafe.
    Siehe Text oben. Wegen verbaler Sprüchen zu entlassen ist O.K.
    Aber bei körperlicher Gewalt zweite Chance ?
    Euer Wertekompass sitzt ganz schön schief.
    MITGLIEDSCHAFT WIRD GEKÜNDIGT.

  16. 18.

    Der Spieler ist nicht verurteilt worden, hat sich entschuldigt und sein Opfer hat ihm einen Handschlag gewährt. Wenn er nun unter strengen Auflagen auf Bewährung am Training teilnehmen darf, kann ich keine aufgeweichten Werte erkennen. Sollte er seine Chance nicht annehmen und wieder auffällig werden, dürfte es das für ihn gewesen sein. Natürlich kann man hier auch eine härtere Linie fahren, aber dann würde man sich ein Urteil anmaßen, das das Gericht genau nicht gefällt hat.

  17. 17.

    Der Kommentator hat sich viel Mühe gemacht das ganze Dilemma herauszuarbeiten.Nur zum Schluss wird's halt sehr süsslich moralisch.Reue,Entschuldigung beim Opfer,mehrfach, öffentliche Scham über diesen Ausraster ,der zur Folge hatte dass der Gegner dann schwer verletzt wurde.Er wird vom Verein bestraft, bekommt Auflagen und seine Chance .Ich kenne da ganz andere Fälle, wo keine Reue erfolgt und viele Juristen alle Hände voll zu tun haben um eine Entschuldigung und Wiedergutmachung zu vermeiden.Ich finde die Verantwortlichen bei Hertha haben sehr verantwortungsvoll und konsequent bei einem Angestellten gehandelt und ihm die Chance auf Bewährung gegeben.Warum soll ein Exempel statuieren, das nicht Mal in der Rechtssprechung praktiziert wird.

  18. 16.

    Von Gnaden eines völlig inkonsequent Präsidenten, der unsere Werte mit Füßen tritt. Erst das Desaster mit dem Wettanbieter und nun das. Und auf der Mitgliederversammlung liegen Gersbeck die Ultras zu Füßen, die ihn bei dem Suffgelage in die Sch... geritten haben. Ich werde ihm jedenfalls nicht applaudieren. HaHoHe

  19. 15.

    my god ist a god of second chances

  20. 14.

    Klingt eher nach einer Abrechnung mit Bernstein, als mit Gersbeck. Ja wie "unsauber" Fußball manchmal sein kann, wissen wir spätestens seit der letzten WM...

  21. 13.

    Das ist keine gute Entscheidung und schadet dem Sport, besonders Hertha!!!!!

  22. 12.

    Zweite Chance hin oder her. Der Punkt ist doch, dass auf einmal völlig andere Maßstäbe angewendet werden. Die Anwälte von Bobic kommen vor lachen nicht in den Schlaf.

  23. 11.

    Sie sind auch total unsympathisch und dürfen hier trotzdem immer weiter ihren Senf dazugeben.

  24. 10.

    Nun, es scheint an der Zeit, dass brutale Schläger wieder in die Ligen zurück kehren. Nicht nur in Bayern, auch hier in Berlin.
    Sympathischer macht es diese Vereine auch nicht.

  25. 8.

    Wir reden hier über einen Menschen der einen schweren Fehler begangen hat, dafür vor Gericht gekommen ist, sich vor der Verhandlung mit dem Opfer außergerichtlich geeinigt hat, sich klar zu seiner Schuld bekannt hat, und infolgedessen vor einem österreichischen Gericht durch Diversion zu einer Geldstrafe verurteilt wurde aber nicht als vorbestraft gilt.
    Ich sehe kein Problem damit, einem Menschen, der zuvor nicht negativ in Erscheinung getreten ist eine zweite Chance zu geben.
    Diese zweite Chance gibt es von seitens Hertha BSC ja auch mit Auflagen, eine Strafe wurde auch ausgesprochen.
    Es wird so oft von einer Zweiten Chance, die jeder verdient, gesprochen - dann muss man sie aber auch gewähren!
    Ich halte nichts von Exempeln, die man hier statuieren könnte.

  26. 7.

    Nach der sportlichen Talfahrt nun also die Vollendung in Form einer moralischen Talfahrt. Insofern ist dem Beitrag kaum etwas hinzuzufügen. Er trifft alles ausgezeichnet.

    Das ist jedenfalls nicht mehr „meine“ Hertha, der ich mich seit fast 60 Jahren verbunden fühlte. In diesem Sinne wünsche ich, dass Union es nicht nur sportlich besser macht und immer vorbildlich agiert. Vielleicht färbt das dann ja auch wieder auf die gar nicht mehr damenhafte „alte Dame“ ab.

  27. 6.

    Wen hören sie denn jetzt jubeln? Niemand jubelt.
    Er wird bis auf weiteres auch nicht spielen. Ernst ist und bleibt die Nr. 1 im Tor.
    Er hat sich mit dem Opfer geeinigt, wurde vom Gericht bestraft, vom Verein suspendiert, mit einer Geldstrafe belegt, muß sich jetzt sozial engagieren und steht bis auf weiteres unter Beobachtung.
    Wenn sie jedem Menschen, der mal straffällig geworden ist, mit einem Berufsverbot belegen wollen, werden sie sich wundern, wie wenig Leute dann noch arbeiten gehen werden.

  28. 5.

    Wirtschaftlich mag die Entscheidung, die ja ab Tag 1 in der Luft lag, noch nachvollziehbar sein. Einen Schläger wird man kaum verlustfrei los. Moralisch ist die Entscheidung eine Bankrotterklärung. Und sie spielt m.E. den sog. Fans in die Karten, die selbst an Spieltagen durch Beleidigungen, Sachbeschädigungen und Tätlichkeiten auffallen.
    Jemanden, der sich aus welchen Gründen auch immer, einer schweren Körperverletzung schuldig gemacht hat, kurz danach wieder zu bejubeln - einfach unglaublich!

  29. 4.

    Der Kommentar trifft es auf den Punkt. Man kann nur hoffen, dass es mit Bernstein bald ein Ende hat und wieder Vernunft in den Verein einkehrt. Gersbeck möchte ich nicht spielen sehen bei Hertha. Gewalttäter sind keine Vorbilder!

  30. 3.

    Es gibt ja schon lange über die Austria-Gerichtsbarkeit Gerüchte u. auch Beispiele der sogenannten Klassenjustiz. bzw. auch den Promi-Bonus (z. B. Köche, Politiker). Und auch hier gilt ja (wie auch in den USA) der Arme kommt schneller in den Knast (Statistiken, Untersuchungen sind ja auch dem RBB bekannt). Es gilt zwar natürlich, dass vor dem Gesetz alle gleich sind - mehr aber auch nicht, denn das Wichtigste regeln ja die Richter u. Anwälte und natürlich oft, ob nun berechtigt o. nicht, die Medien u. der 'Pleb'. Für mich ist das Führungsverhalten bei Hertha charakterlos bzw. mit einem verantwortungslosen Charakter.

  31. 2.

    Ja, die Entlassenen kommen nicht aus der Ostkurve! Irgendwie auffällig...
    Naja, wenn für "Fans", die nach einem verlorenen Derby voll Hass die Trikots fordern, Verständnis gezeigt wird und später in der Werbung von den weltbesten Fans geredet wird, zeigt die neuen Werte.
    LGBTIQ wurde zum Glück früh akzeptiert, aber der Hass wurde nun auf Fans anderer Vereine übertragen! Ich gehe gerne zur Hertha, aber die Ostkurve ist für mich ein Tabu!
    Gersbeck passt zu diesen Werten.
    Eisernes HaHoHe

  32. 1.

    Der Kommentar trifft die Situation bei Hertha leider nur zu gut.
    Beziehungen schaden nur dem, der keine hat. Und Herr Gersbeck hat scheinbar die besten Beziehungen zu den Vereinsbossen.
    Hertha hat leider mal wieder viele Sympathiepunkte verspielt. Leider ...

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