Internationale Ernährungsmesse - Organisatoren und Aussteller ziehen positive Bilanz der "Grünen Woche"

So 26.01.25 | 15:36 Uhr
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19.01.2025, Berlin: Besucher gehen in einer Halle vor Fahnen der Grünen Woche. (Quelle: dpa/Hannes P Albert)
Audio: rbb24 Inforadio | Stefanie Brockhausen | 26.01.25 | Bild: dpa/Hannes P Albert

Die Veranstalter der "Grünen Woche" ziehen eine positive Bilanz: Die Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau habe die Erwartungen im 99. Jahr ihres Bestehens übertroffen. "Die Grüne Woche 2025 war ein voller Erfolg", sagt Mario Tobias, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH. Mit 310.000 Besucherinnen und Besuchern sei die Resonanz überwältigend gewesen.

Zehn Tage lang präsentierten rund 1.500 Aussteller ihre Produkte, darunter 800 Essensstände. In vielen Podien und Vorträgen wurde über die Lebensmittelerzeugung gesprochen, auch diverse Spitzenpolitiker anwesend, darunter Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne).

Brandenburgs Landwirtschaftsministerium zufrieden

Die Brandenburg-Halle habe auch in diesem Jahr ihren Ruf als Schaufenster der heimischen Agrar- und Ernährungswirtschaft und Netzwerktreffen der Branche bestätigt, heißt es in einer Mitteilung des Brandenburger Landwirtschaftsministeriums am Sonntag. Dort waren rund 260 Aussteller zu Gast.

Viele der Aussteller berichteten von guten Gesprächen mit Messebesuchern und auch mit Fachkolleginnen und -kollegen aus der Lebensmittelwirtschaft und dem Handel, so das Ministerium. Dementsprechend rechneten viele mit einem guten bis sehr guten Nachmessegeschäft beziehungsweise Nachmessekontakten.

Eine Kurzumfrage unter den Ausstellern habe laut Ministerium ergeben, dass 91 Prozent der Aussteller im nächsten Jahr wieder in der Brandenburg-Halle ausstellen möchten. 73 Prozent rechnen in den nächsten Wochen und Monaten mit einer Zunahme im Verkauf.

Besucherzahlen können nicht an Zeit vor der Pandemie anknüpfen

Dennoch kann die "Grüne Woche" nicht an die Zeit vor der Coronapandemie anknüpfen. Zwar kamen nach Veranstalterangaben 13 Prozent mehr Besucher als 2024. Doch an Hochzeiten wie 2019 mit 400.000 Besuchern und 1.750 Ausstellern kann die Messe nicht anknüpfen. In diesem Jahr wurde die Großveranstaltung allerdings auch vom Ausbruch der Maul- und Klauenseuche im Landkreis Barnim überschattet.

Gegründet wurde die "Grüne Woche" 1926 in Berlin. Aussteller aus aller Welt präsentieren an zehn Veranstaltungstagen ein umfangreiches Produktangebot. Zudem werden auf der Messe aktuelle gesellschaftlichen Fragen wie Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und nachhaltige Landnutzung diskutiert. Veranstalter sind die Messe Berlin, der Deutsche Bauernverband (DBV) sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE).

Sendung: rbb24 Abendschau, 26.01.2025, 19.30 Uhr

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11 Kommentare

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  1. 11.

    Irgendwie ist man an allen(?) Ständen vorbeigekommen. Interessant war, dass etliche Länderstände ziemlich groß und z.T. sehr gut gestaltet waren.(v.a. die EU-Länder). Neu für mich war, dass sich die NL als Weinanbaugebiet versuchen und schon Weine ausstellen konnten. Bemerkenswert. Es sind so die kleinen Dinge am Rande, die mir gefielen.
    Aber dass die Passerelle/manch andere Übergänge auf dem Messegelände einfach Aufholebedarf in Sachen Sauberkeit /Beschriftung/Orientierungshilfen haben, war nicht zu übersehen. Fortschritte nur im Schneckentempo?. Man darf ja nun gespannt sein, wie die Messe mit dem großen Jubiläum umgehen wird. V.a. wünschte ich mir, dass die heimischen Nutzungen der Schafwolle nicht länger Nischenprodukte bleiben, denn schafprodukte dienen ja nicht nur zur Ernährung, Schafe helfen bei der Damm- u. Naturschutzpflege, liefern Wolle - sind also sehr vielseitige Gesellen. Die einzelen BL müssten sich mehr einbringen, die jg."Macherinnen" unterstützen!

  2. 10.

    Nach vielen Jahren habe ich die "Grüne Woche" wieder einmal ( und das letzte Mal) besucht.
    Allein der Weg durch diese räudige Unterführung.....
    Viele lieblos hingestellte Stände, Beschallung aus allen Richtungen,( kann das nicht vorab organisiert werden wer wann spielt?)
    In der "Tierhalle" sollte eine S-Dressur zum Goldenen Reitzeichen geritten werden. Von den meisten Zuschauern
    wurde keine Rücksicht darauf genommen. Der Moderator hat versucht, die Menschen dazu zu bringen, währen der Ritte ruhig zu sein und nicht aufzustehen und sehr laut zu sprechen. Keine Chance. Auch Luftballons haben während der Ritte geknallt. 2 Reiterinnen mussten aufgeben. Auch das Bedarf einer Organisation.
    Die "Blumenhalle".... Auf jeder Landesgartenschau besser!
    Der Stand der Tafel war klein in einen Durchgang untergebracht. Es wäre schön gewesen, eine typische "Tafel" Situation aufzubauen, um zu zeigen, wie die Abholung funktioniert.
    Nein, das ist keine Grüne Woche wie es mal war. Schade!!

  3. 9.

    Antwort auf "Dieselkraft " vom Montag, 27.01.2025 | 08:21 Uhr
    "Heißt also, ich muß auf dem Weg zur Messe, einen Ehrenkringel in irgendeinen U-Bahnhof drehen..." Der Kugel Mann baut vor; sicher sind Sie seit Beginn der Messe an irgendeinem U-Bahnhof oder Kundencenter vorbeigekommen.... wo ein Wille ist...

  4. 8.

    Ich hörte davon. Heißt also, ich muß auf dem Weg zur Messe, einen Ehrenkringel in irgendeinen U-Bahnhof drehen, um an einem Fahrkartenautomat ein Messeticket zu ziehen? Was für ein Fortschritt.

  5. 7.

    Selbstverständlich kann man hingehen und sich ein Tagesticket kaufen. Ohne anstehen, da die meisten Leute ihre Tickets online kaufen.

  6. 6.

    "Seit es keine Tageskassen mehr gibt, fühle ich mich ausgeschlossen...." die Karten gab es auch an den BVG-Automaten und in den BVG-Kundencentern.

  7. 5.

    Seit es keine Tageskassen mehr gibt, fühle ich mich ausgeschlossen und als Besucher/Gast auf dieser Messe nicht mehr erwünscht. Dann kriegt die Messe Berlin mein Bargeld eben nicht mehr.

  8. 4.

    Meine Frau und ich waren gestern sehr enttäuscht, wie sich Berlin als Gastgeber- auch im Vergleich mit den anderen Bundesländern - darstellte: lieblos, langweilig, profillos! Ist street Food wirklich das einzige, was zur Thematik nur einfällt? Einfach mal von Brandenburg lernen, von anderen ganz zu schweigen. Lieber weg bleiben anstelle eines derart phantasielosen Low Budget Profils.

  9. 3.

    Blumenhalle war ein Graus

  10. 2.

    Klar, daß die sich loben! Die sollten mal die Bevölkerung fragen, dann sähe es anders aus!

  11. 1.

    Ein trauriges Bild liefert Berlin als Gastgeber; versteckt in einer Ecke der Halle, die man fast übersieht. Unsere Spezialitäten sind Hummus, asian Streetfood und Currywurst :-(
    Das schlimmste ist, dass man nicht mal zu diesem Anlass diesen räudigen Tunnel wenigstens säubern konnte.....peinlich!