Gurkenernte im Spreewald, Quelle: picture alliance / dpa
Bild: dpa-Zentralbild

Dahme-Spreewald - CDU kann die Linke überholen

Deutlicher Dämpfer für die Linke: In Dahme-Spreewald muss die Partei auf fünf Prozent verzichten. Die Sozialdemokraten behaupten ihre führende Stellung, die CDU legt leicht zu, ebenso wie die Grünen. Und auch hier findet die AfD aus dem Stand viele Wähler.

Ergebnisse Kreistagswahl

  2014 2008
Anzahl % Anzahl %
Wähler/Wahlbeteiligung 70.218 50,6 73.971 53,8
SPD 54.241 26,9 55.885 26,6
DIE LINKE 36.777 18,3 49.432 23,6
CDU 44.635 22,2 41.897 20
UBL 9.937 4,9 16.050 7,7
FDP 8.819 4,4 12.905 6,2
Freie WG Bauern 10.273 5,1 11.318 5,4
NPD 6.912 3,4 9.731 4,6
GRÜNE/B 90 11.215 5,6 9.052 4,3
AfD 13.712 6,8 x x
PIRATEN 810 0,4 x x
Wir für KW 4.033 2 x x

Während sich andere märkische Regionen zusehends entvölkern, bleibt die Einwohnerzahl im Landkreis Dahme-Spreewald seit rund zehn Jahren stabil. Die Arbeitslosenquote liegt mit 7,1 (Stand April 2014) zweieinhalb Prozentpunkte unter dem Brandenburger Schnitt.

Der Norden des Kreises grenzt an Berlin und gehört zum Speckgürtel der Hauptstadt. In diesem Teil ist der Landkreis eher industriell geprägt. Politisch von Bedeutung ist hier vor allem der neue Flughafen Berlin-Brandenburg.

Sorge um den Spreewald-Tourismus

Der Süden des Kreises seinerseits erfreut sich eines gut laufenden Fremdenverkehrs. Vor allem der Spreewald mit seinen Fließen und Kanälen zieht jedes Jahr hunderttausende Besucher an - insbesondere Wasserfreunde, Wanderer und Radler. Die Bilanz für 2013: fast anderthalb Millionen Übernachtungen und Platz zwei im Ranking der beliebtesten Brandenburger Reiseziele.

Der Spreewald wurde gleich nach der Wende von der Unesco als Biosphärenreservat anerkannt - davon profitieren der Landkreis und seine Bürger. Sorge bereiten nur die Schadstoffe, die aus dem Lausitzer Braunkohlerevier in das Naturschutzgebiet gelangen und das Spreewasser rostrot färben.

Bei der diesjährigen Kommunalwahl bestimmen die rund 160.000 Einwohner des Landkreises in 5 Wahlkreisen unter anderem 56 Volksvertreter für den Kreistag. 2008 konnten sich die Dahme-Spreewälder nicht so recht für einen großen Favoriten entscheiden: SPD, Linke und CDU erreichten alle zwischen 20 und 27 Prozent der Stimmen.

Landkreise und kreisfreie Städte im Porträt

RSS-Feed
  • Barnim 

    Kunstwerke 'Tanzende Frau und sitzender Mann', des Künstlers Paul Wunderlich zu sehen. Der nach dem 1927 in der Stadt geborenen Künstler Paul Wunderlich benannte Komplex wird mit Erdwärme versorgt. Quelle: dpa/ REPORT
    dpa-Zentralbild

    - LINKE vorn, SPD mit deutlichen Verlusten

    Die LINKE im Landkreis Barnim bleibt trotz Verlusten weiterhin stärkste Kraft im Kreistag. Die CDU kann 5 Prozentpunkte zulegen und überholt die SPD deutlich – die Sozialdemokraten kommen nur noch auf 18,6 Prozent. Vierstärkste Kraft sind die Freien Wähler, die sich vor den Grünen platzieren. Die AfD kann kaum punkten und landet lediglich bei 1,2 Prozent.

  • Brandenburg an der Havel 

    - Alte Industriestadt wieder CDU-Hochburg

    Trotz Korruptionsskandal bei den Stadtwerken: Die Wähler bescheren der CDU in Brandenburg an der Havel einen überraschend klaren Wahlsieg. Viele Federn lassen muss dagegen die LINKE, während Grüne und AfD punkten können.

  • Cottbus 

    - SPD und Linke stürzen regelrecht ab

    Parteienbeben in Brandenburgs zweitgrößter Stadt: SPD und Linke verlieren beide jeweils rund 10.000 Wählerstimmen. Von dem Absturz profitiert vor allem die CDU. Und auch die AfD kann sich in Cottbus aus dem Stand vor die Grünen setzen.

  • Elbe-Elster 

    - CDU holt mehr Stimmen als SPD und Linke zusammen

    Vor sechs Jahren schon waren SPD und Linke gleichauf und sind es auch diesmal wieder - beide verlieren rund vier Prozent. Auch die Bauernvereinigung LUN bleibt zweistellig und legt noch einmal zu. Doch zum eigentlichen Paukenschlag hat die CDU ausgeholt.

  • Frankfurt (Oder) 

    - AfD-Hochburg im Osten

    In der einstigen Solar-Hochburg ist die LINKE mit 30,5 Prozent zwar immer noch deutlich stärkste Kraft, büßt aber fast 7 Prozent ein. Die CDU löst die SPD als Nummer zwei ab. Sorgen muss allen etablierten Parteien das Abschneiden der AfD machen: Sie holt aus dem Stand 11,6 Prozent.

  • Havelland 

    - Rot und Schwarz Kopf an Kopf

    Im Havelland liegt die SPD zwar vorn, doch die CDU folgt ihr nun dicht auf den Fersen. Zugewinne verzeichnen auch die Grünen, die mit 8,4 Prozent deutlich stärker als im Landesdurchschnitt sind. Die AfD kommt aus dem Stand auf 6,5 Prozent.

  • Märkisch-Oderland 

    - MOL bleibt Links

    Knapp 12.000 Stimmen für die AfD: Auch in Märkisch-Oderland kann die Partei massiv punkten. An der Spitze steht weiter die Linke, die aber auf fünf Prozent verzichten muss. Gefolgt wird sie von der SPD und der erstarkten CDU.

  • Oberhavel 

    Schloss Oranienburg mit Oldtimerclub Oberhavel (Quelle: rbb)

    - CDU schießt auf Platz zwei

    Mehr als sechs Punkte kann die CDU in Oberhavel dazugewinnen. Nicht viel und die Christdemokraten hätten die SPD vom ersten Platz verdrängt. Die Grünen bleiben hier vergleichsweise stark. Auch die Freien Wähler können zulegen.

  • Oberspreewald-Lausitz 

    Seenland, Quelle: rbb/Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV)

    - NPD erringt mehr Stimmen als die Grünen

    Die rechtsextreme NPD kommt in Oberspreewald-Lausitz aus dem Stand auf 4,3 Prozent - und erringt damit über 400 Wählerstimmen mehr als die Grünen. Stärkste Kraft bleibt die SPD, doch die Christdemokraten holen deutlich auf.

  • Oder-Spree 

    - SPD-Hochburg im Osten

    Im Landkreis Oder-Spree ist die SPD trotz leichten Verlusten klarer Wahlgewinner. Die LINKE verliert dagegen über 6 Prozent und liegt nur noch knapp vor der CDU, die sich um über 5 Prozent verbessern kann. Gleich sechs Parteien landen zwischen 4 und 6 Prozent, darunter auch AfD und NPD.

  • Ostprignitz-Ruppin 

    - SPD bleibt größte Partei im Kreistag

    Die CDU kann sich in Ostprignitz-Ruppin an der Linken vorbeischieben und wird so zur zweitstärksten Kraft nach der weiter führenden SPD. Kreisbauernband und Grüne legen weiter zu, während die FDP fast auf die Hälfte ihres Ergebnisses von 2008 schrumpft.

  • Potsdam 

    - Landeshauptstadt bleibt Links

    Obwohl die Linke deutliche Verluste hinnehmen muss, bleibt die Partei stärkste Kraft in Potsdam - gefolgt von der SPD. Die CDU kann hier zwar leicht zulegen, doch die eigtentlichen Gewinner sind vor allem kleinere Parteien.

  • Potsdam-Mittelmark 

    - CDU löst SPD als stärkste Kraft ab

    In Brandenburgs florierendstem Landkreis war die CDU schon länger stark. Nun legt sie noch eins drauf und schwingt sich an die Spitze. Große Verlierer in Potsdam-Mittelmark sind Linke und FDP -  während die Grünen weiter zulegen und die AfD auf mehr als vier Prozent kommt.

  • Prignitz 

    - Alles beim Alten

    Wechselwähler? Nicht hier: Der Wahlzettel in der Prignitz war mit nur acht Parteien nicht besonders lang. Und auch deren Rangfolge in der Wählergunst ist so gut wie unverändert: CDU vor SPD und Linken und einem starken Bauernverband.

  • Spree-Neiße 

    - CDU ist nun klar stärkste Kraft

    Die CDU baut ihren Vorsprung in Spree-Neiße noch einmal deutlich aus und ist jetzt klar stärkste Partei. SPD und Linke dagegen verlieren tausende Wählerstimmen - bei vergleichsweise hoher Wahlbeteiligung. Die vielen kleinen Parteien haben kaum eine Chance.

  • Teltow-Fläming 

    - Deutlicher Dämpfer für SPD und Linke

    Linke und SPD können sich im Wirtschaftswunderkreis Teltow-Fläming zwar behaupten, müssen aber beide schmerzhafte Verluste hinnehmen. Profitieren können die CDU, aber auch Freie Wähler und AfD, während die FDP fast die Hälte der Wählerstimmen verliert.

  • Uckermark 

    - SPD und CDU fast gleichauf

    Um satte sieben Prozent legt die CDU in der Uckermark zu und zieht damit fast gleichauf mit den Sozialdemokraten. Wie in vielen anderen Landkreisen muss die Linke Verluste hinnehmen, wenn auch nicht so große. Die kleinen Parteien spielen hier kaum eine Rolle.