Seenland, Quelle: rbb/Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV)

Oberspreewald-Lausitz - NPD erringt mehr Stimmen als die Grünen

Die rechtsextreme NPD kommt in Oberspreewald-Lausitz aus dem Stand auf 4,3 Prozent - und erringt damit über 400 Wählerstimmen mehr als die Grünen. Stärkste Kraft bleibt die SPD, doch die Christdemokraten holen deutlich auf.

Ergebnisse Kreistagswahl

  2014 2008
Anzahl % Anzahl %
Wähler/Wahlbeteiligung* 46.343 46,1 52.410 48,8
SPD 38.941 29,3 42.794 28,8
CDU 37.559 28,2 34.323 23,1
DIE LINKE 23.893 18 33.032 22,2
Freie WG Bauern 7.905 5,9 6.481 4,4
FDP 2.733 2,1 6.238 4,2
GRÜNE/B 90 5.312 4 5.205 3,5
SFB 2.038 1,5 2.901 2
AGSUS 2.331 1,8 2.588 1,7
DSU 1.248 0,9 2.432 1,6
FWS 1.466 1,1 1.956 1,3
BVB/FREIE WÄHLER 3.189 2,4 x x
EB Hurraß 693 0,5 x x
NPD 5.733 4,3 x x

Wie im Nachbarkreis Spree-Neiße hat die Braunkohle auch für Oberspreewald-Lausitz eine wichtige Bedeutung - jedoch inzwischen eher historischer Natur. Aktive Tagebaue gibt es hier seit den 1990er Jahren nicht mehr. Aus dieser Zeit haben sich jedoch noch viele Chemie-Standorte erhalten, die auch heute noch Jobs bieten. So stellt beispielsweise in Schwarzheide der Chemie-Konzern BASF Kunststoffe her und betreibt eine große Forschungsabteilung - die Wurzeln dafür liegen im Kohleabbau.

Größere Hoffnungen setzt der Kreis heute jedoch auf den Tourismus, der ebenfalls indirekt mit der Braunkohle zu tun hat. Die gigantischen, aufgegebenen Tagebaue füllen sich nach und nach mit Wasser: Hier entsteht eine gewaltige Seenlandschaft. Das Lausitzer Seenland soll, wie es heißt, einmal die größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas werden. Zehn Seen werden den Plänen nach durch schiffbare Verbindungen verbunden.

Noch brummt der Motor nicht

Auch wenn die Statistiker inzwischen steigende Touristenzahlen vermelden und die Branche in Gang kommt, verliert die Region dennoch dramatisch Einwohner. Im Jahr 2030 sollen rund 23,5 Prozent weniger Menschen im Kreis leben als noch 2009, so die Prognose. Nur für den Kreis Elbe-Elster sieht es noch düsterer aus. Die Arbeitslosenquote liegt bei fast 13 Prozent (April 2014). Jobs suchen und finden viele junge Menschen woanders als in Oberspreewald-Lausitz.

Rund 115.000 Menschen leben derzeit im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Bei der Kommunalwahl werden in fünf Bezirken 50 Vertreter für den Kreistag bestimmt.

Bei der letzten Kommunalwahl schnitt die SPD am besten ab, gefolgt von CDU und Linken. Die FDP bekam hier - verglichen mit dem Ergebnis in den anderen Brandenburger Landkreisen und kreisfreien Städten - die wenigsten Stimmen.

Weitere Landkreise und kreisfreie Städte im Porträt

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  • Barnim 

    Kunstwerke 'Tanzende Frau und sitzender Mann', des Künstlers Paul Wunderlich zu sehen. Der nach dem 1927 in der Stadt geborenen Künstler Paul Wunderlich benannte Komplex wird mit Erdwärme versorgt. Quelle: dpa/ REPORT
    dpa-Zentralbild

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    Die LINKE im Landkreis Barnim bleibt trotz Verlusten weiterhin stärkste Kraft im Kreistag. Die CDU kann 5 Prozentpunkte zulegen und überholt die SPD deutlich – die Sozialdemokraten kommen nur noch auf 18,6 Prozent. Vierstärkste Kraft sind die Freien Wähler, die sich vor den Grünen platzieren. Die AfD kann kaum punkten und landet lediglich bei 1,2 Prozent.

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    dpa-Zentralbild

    - CDU kann die Linke überholen

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    - CDU holt mehr Stimmen als SPD und Linke zusammen

    Vor sechs Jahren schon waren SPD und Linke gleichauf und sind es auch diesmal wieder - beide verlieren rund vier Prozent. Auch die Bauernvereinigung LUN bleibt zweistellig und legt noch einmal zu. Doch zum eigentlichen Paukenschlag hat die CDU ausgeholt.

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    - MOL bleibt Links

    Knapp 12.000 Stimmen für die AfD: Auch in Märkisch-Oderland kann die Partei massiv punkten. An der Spitze steht weiter die Linke, die aber auf fünf Prozent verzichten muss. Gefolgt wird sie von der SPD und der erstarkten CDU.

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    Schloss Oranienburg mit Oldtimerclub Oberhavel (Quelle: rbb)

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    - SPD-Hochburg im Osten

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  • Ostprignitz-Ruppin 

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    Die CDU kann sich in Ostprignitz-Ruppin an der Linken vorbeischieben und wird so zur zweitstärksten Kraft nach der weiter führenden SPD. Kreisbauernband und Grüne legen weiter zu, während die FDP fast auf die Hälfte ihres Ergebnisses von 2008 schrumpft.

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    - Landeshauptstadt bleibt Links

    Obwohl die Linke deutliche Verluste hinnehmen muss, bleibt die Partei stärkste Kraft in Potsdam - gefolgt von der SPD. Die CDU kann hier zwar leicht zulegen, doch die eigtentlichen Gewinner sind vor allem kleinere Parteien.

  • Potsdam-Mittelmark 

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  • Prignitz 

    - Alles beim Alten

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  • Teltow-Fläming 

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    - SPD und CDU fast gleichauf

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