Uckermark - SPD und CDU fast gleichauf

Um satte sieben Prozent legt die CDU in der Uckermark zu und zieht damit fast gleichauf mit den Sozialdemokraten. Wie in vielen anderen Landkreisen muss die Linke Verluste hinnehmen, wenn auch nicht so große. Die kleinen Parteien spielen hier kaum eine Rolle.

Ergebnisse Kreistagswahl

  2014 2008
Anzahl % Anzahl %
Wähler/Wahlbeteiligung 46.768 43,6 53.914 47,7
SPD 36.539 27,6 36.499 23,9
DIE LINKE 24.062 18,1 31.453 20,6
CDU 36.007 27,2 30.980 20,3
FDP 7.903 6 13.996 9,2
RdUM 3.467 2,6 11.187 7,3
BLR 8.066 6,1 9.614 6,3
NPD 4.125 3,1 6.103 4
GRÜNE/B 90 4.893 3,7 5.973 3,9
WBv 888 0,7 1.658 1,1
AfD 2.774 2,1 x x
BVB/FREIE WÄHLER 3.884 2,9 3.894 2,5

Ganz viel Land und ganz wenig Menschen: Wenn man vom Industrie-Zentrum Schwedt mal absieht, charakterisiert das die Uckermark schon sehr gut. In dem landschaftlich schönen Gebiet gibt es viel Tourismus, aber trotz der neuen Jobs, die hier entstanden sind, ist die Arbeitslosigkeit nach wie vor sehr hoch. Aktuell liegt sie um die 15 Prozent und zählt damit nach wie vor zu den höchsten Quoten nicht nur in Brandenburg, sondern in ganz Deutschland. Allerdings sind das zehn Prozent weniger, als zu den schlimmsten Zeiten als jeder Viertre auf der Straße stand.

Geld in die Region bringt die Energiewende - mit sehr vielen Windrädern unübersehbar. Für viele ein Ärgernis, aber es gibt auch Gemeinden, die sich darüber freuen - denn Windräder bringen Steuereinnahmen. Manchmal hat also die örtliche Kita etwas davon, wenn sich am Horizont ein Rotor dreht. Und in Dauerthal bei Prenzlau sitzt mit Enertrag einer der großen deutschen Windpark-Betreiber.

Am dünnsten besiedelte Region Deutschlands

Die Uckermark liegt zwischen Oder und Havel im nordöstlichen Zipfel Brandenburgs, etwa 80 Kilometer von Berlin und 30 Kilometer von Stettin entfernt, in direkter Nachbarschaft zu Mecklenburg-Vorpommern. Mit einer Fläche von etwas mehr als 3000 Quadratkilometern und etwa 122.000 Einwohnern gehört der Landkreis zu den am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands. Typisch für die Uckermark sind die zahlreichen kleineren Dörfer mit ihren Kirchen.

Nationale Naturlandschaften neben der Erdölraffinerie von Schwedt

Die Natur steht in der Uckermark unter ganz besonderem Schutz. Allein drei Nationale Naturlandschaften liegen hier: der Nationalpark Unteres Odertal, das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und der Naturpark Uckermärkische Seen. Der Landkreis hat mehr als 500 Seen, Flussläufe und Moore, er besitzt zudem jede Menge Wald, Felder und Wiesen. Klar, dass die Uckermark komplett auf Tourismus setzt.

Allerdings gehört zur Uckermark mit den Bilderbuchstädten Angermünde, Templin und dem Kreiszentrum Prenzlau auch die einst florierende Arbeiterstadt Schwedt. Auf dem Höhepunkt lebten hier weit mehr als 50.000 Leute, inzwischen sind es 20.000 weniger. Die meisten Schwedter, die Arbeit haben, sind in der Papierverarbeitungsindustrie und im Petrochemischen Kombinat beschäftigt, das eine direkte Erdölverbindung nach Sibirien besitzt.

Bei der letzten Kommunalwahl 2008 hatte die SPD mit 23,9 Prozent die höchste Stimmzahl erreicht, vor der Linken und der CDU. In 4 Wahlkreisen werden diesmal 50 Vertreter für den Kreistag gewählt, der seinen Sitz in Prenzlau hat.

Weitere Landkreise und kreisfreie Städte im Porträt

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  • Barnim 

    Kunstwerke 'Tanzende Frau und sitzender Mann', des Künstlers Paul Wunderlich zu sehen. Der nach dem 1927 in der Stadt geborenen Künstler Paul Wunderlich benannte Komplex wird mit Erdwärme versorgt. Quelle: dpa/ REPORT
    dpa-Zentralbild

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  • Brandenburg an der Havel 

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  • Dahme-Spreewald 

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    dpa-Zentralbild

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    Deutlicher Dämpfer für die Linke: In Dahme-Spreewald muss die Partei auf fünf Prozent verzichten. Die Sozialdemokraten behaupten ihre führende Stellung, die CDU legt leicht zu, ebenso wie die Grünen. Und auch hier findet die AfD aus dem Stand viele Wähler.

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    - CDU holt mehr Stimmen als SPD und Linke zusammen

    Vor sechs Jahren schon waren SPD und Linke gleichauf und sind es auch diesmal wieder - beide verlieren rund vier Prozent. Auch die Bauernvereinigung LUN bleibt zweistellig und legt noch einmal zu. Doch zum eigentlichen Paukenschlag hat die CDU ausgeholt.

  • Frankfurt (Oder) 

    - AfD-Hochburg im Osten

    In der einstigen Solar-Hochburg ist die LINKE mit 30,5 Prozent zwar immer noch deutlich stärkste Kraft, büßt aber fast 7 Prozent ein. Die CDU löst die SPD als Nummer zwei ab. Sorgen muss allen etablierten Parteien das Abschneiden der AfD machen: Sie holt aus dem Stand 11,6 Prozent.

  • Havelland 

    - Rot und Schwarz Kopf an Kopf

    Im Havelland liegt die SPD zwar vorn, doch die CDU folgt ihr nun dicht auf den Fersen. Zugewinne verzeichnen auch die Grünen, die mit 8,4 Prozent deutlich stärker als im Landesdurchschnitt sind. Die AfD kommt aus dem Stand auf 6,5 Prozent.

  • Märkisch-Oderland 

    - MOL bleibt Links

    Knapp 12.000 Stimmen für die AfD: Auch in Märkisch-Oderland kann die Partei massiv punkten. An der Spitze steht weiter die Linke, die aber auf fünf Prozent verzichten muss. Gefolgt wird sie von der SPD und der erstarkten CDU.

  • Oberhavel 

    Schloss Oranienburg mit Oldtimerclub Oberhavel (Quelle: rbb)

    - CDU schießt auf Platz zwei

    Mehr als sechs Punkte kann die CDU in Oberhavel dazugewinnen. Nicht viel und die Christdemokraten hätten die SPD vom ersten Platz verdrängt. Die Grünen bleiben hier vergleichsweise stark. Auch die Freien Wähler können zulegen.

  • Oberspreewald-Lausitz 

    Seenland, Quelle: rbb/Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV)

    - NPD erringt mehr Stimmen als die Grünen

    Die rechtsextreme NPD kommt in Oberspreewald-Lausitz aus dem Stand auf 4,3 Prozent - und erringt damit über 400 Wählerstimmen mehr als die Grünen. Stärkste Kraft bleibt die SPD, doch die Christdemokraten holen deutlich auf.

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    - SPD-Hochburg im Osten

    Im Landkreis Oder-Spree ist die SPD trotz leichten Verlusten klarer Wahlgewinner. Die LINKE verliert dagegen über 6 Prozent und liegt nur noch knapp vor der CDU, die sich um über 5 Prozent verbessern kann. Gleich sechs Parteien landen zwischen 4 und 6 Prozent, darunter auch AfD und NPD.

  • Ostprignitz-Ruppin 

    - SPD bleibt größte Partei im Kreistag

    Die CDU kann sich in Ostprignitz-Ruppin an der Linken vorbeischieben und wird so zur zweitstärksten Kraft nach der weiter führenden SPD. Kreisbauernband und Grüne legen weiter zu, während die FDP fast auf die Hälfte ihres Ergebnisses von 2008 schrumpft.

  • Potsdam 

    - Landeshauptstadt bleibt Links

    Obwohl die Linke deutliche Verluste hinnehmen muss, bleibt die Partei stärkste Kraft in Potsdam - gefolgt von der SPD. Die CDU kann hier zwar leicht zulegen, doch die eigtentlichen Gewinner sind vor allem kleinere Parteien.

  • Potsdam-Mittelmark 

    - CDU löst SPD als stärkste Kraft ab

    In Brandenburgs florierendstem Landkreis war die CDU schon länger stark. Nun legt sie noch eins drauf und schwingt sich an die Spitze. Große Verlierer in Potsdam-Mittelmark sind Linke und FDP -  während die Grünen weiter zulegen und die AfD auf mehr als vier Prozent kommt.

  • Prignitz 

    - Alles beim Alten

    Wechselwähler? Nicht hier: Der Wahlzettel in der Prignitz war mit nur acht Parteien nicht besonders lang. Und auch deren Rangfolge in der Wählergunst ist so gut wie unverändert: CDU vor SPD und Linken und einem starken Bauernverband.

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    Die CDU baut ihren Vorsprung in Spree-Neiße noch einmal deutlich aus und ist jetzt klar stärkste Partei. SPD und Linke dagegen verlieren tausende Wählerstimmen - bei vergleichsweise hoher Wahlbeteiligung. Die vielen kleinen Parteien haben kaum eine Chance.

  • Teltow-Fläming 

    - Deutlicher Dämpfer für SPD und Linke

    Linke und SPD können sich im Wirtschaftswunderkreis Teltow-Fläming zwar behaupten, müssen aber beide schmerzhafte Verluste hinnehmen. Profitieren können die CDU, aber auch Freie Wähler und AfD, während die FDP fast die Hälte der Wählerstimmen verliert.