Ein Mann genießt das schöne Wetter und sitzt auf einer Mauer und schaut auf sein Smartphone, im Hintergrund steht der Fernsehturm. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Audio: Radioeins | 01.04.2020 | Interview mit Sophia Wetzke | Bild: dpa/Jörg Carstensen

Wie sich Tinder und Co. jetzt verändern - Virtuelle Liebe in Zeiten der Corona-Isolation

Dating-Apps waren bisher eine sichere Bank für schnelle Treffen und, nicht selten, schnellen Sex. Spontane Dates in der Bar sind in Zeiten von Corona kein Thema mehr. Dennoch suchen Singles digital nach Nähe - offenbar jetzt erst recht. Ein Selbstversuch von Sophia Wetzke

Was Sie jetzt wissen müssen

"Sophia, freut mich! Geht es dir mental gut zur Zeit?" Als Nick (Name von der Redaktion geändert) mir diese Nachricht schickt, müssen wir beide lachen. Dass so viel ehrliches Mitgefühl in einer ersten Chatnachricht stecken würde, und das ausgerechnet auf der als oberflächlich geltenden App Tinder, hätte ich mir bis vor wenigen Wochen nicht vorstellen können.

Tausende Menschen nutzen Dienste wie Bumble, Hinge, Grindr, Scruff oder OkCupid. Dating per App gehört heute zur Standardausstattung bei der Suche nach ein bisschen Körperlichkeit oder der großen Liebe. Vor allem in den Großstädten ist das schnelle Durchblättern durch die simpel gehaltenen Profile – ein paar ansprechende Fotos, Eckdaten zu Alter und Körpergröße, schmissiger Steckbriefsatz – zu verlockend, um sich nicht regelmäßig damit die Zeit auf der Couch zu vertreiben. Wenn zwei sich mögen, gibt es ein "Match" und die Möglichkeit zu chatten. Dann trifft man sich meistens nach ein paar knappen Nachrichten, trinkt sich gemeinsam die Nervosität weg, landet häufig miteinander im Bett und manchmal sogar in einer langen Beziehung.

Digitale Brieffreundschaft statt One-Night-Stand

"So viel habe ich hier bisher noch nie geschrieben, ich treffe mich sonst recht schnell", meint Nick. Das steht aber derzeit wegen der Einschränkungen durch das Coronavirus nicht zur Option, deswegen wird Tinder für uns innerhalb weniger Abende zur Plattform einer digitalen Brieffreundschaft. In stundenlangen Nachrichtenverläufen erzählen wir uns Details aus unseren Leben. Nach dem zweiten Abend weiß ich, wie seine Ex-Ehe war, wo seine Geschwister leben, wie sein Wohnzimmer gestrichen ist, welches Instrument er spielt und wo er Segeln gelernt hat. Ich schicke Fotos von meiner Katze, berichte von meiner Beziehungsvergangenheit, teile melancholische Songs, die wir uns zeitgleich auf Youtube anhören. Das wirkt unschuldig, seltsam vertraut und lässt fast vergessen, dass Apps wie diese normalerweise ein Ort sind, an dem vermutlich jeder und jede schon mal ungefragt Nacktbilder oder sexistische Anmachsprüche gedrückt bekommen hat.

Webcam-Date im Wohnzimmer

Isolation und Quarantäne stellen unsere Beziehungen zu anderen Menschen auf eine harte Probe. Das ständige Beisammensein auf engem Raum könnte zu mehr Scheidungen und Beziehungskrisen führen. Aber auch Singles leiden, und zwar am anderen Ende des Ausnahmezustandes. In der unfreiwilligen Askese wiegt das Alleinsein besonders schwer. "Ich habe viele Freunde und Kontakte, aber die körperliche Einsamkeit ist jetzt hart", sagt meine Bekannte Liza, die sich direkt auf einem neuen Datingportal angemeldet hat. "Die meiste Zeit ist es ok, aber wenn die emotionalen Tiefpunkte kommen, wäre es schön, wenn jemand da wäre, der einen aufmuntert."

Viele Freundinnen und Freunde von mir suchen jetzt auf Datingapps nach Anschluss. Und werden dabei kreativ, so wie Adriana. In den vergangenen Wochen habe sie sich mit ihren Dates zum Spazieren auf dem Tempelhofer Feld getroffen. Dann wurden die Kontaktbeschränkungen strenger und sie sei auf Webcam-Dates umgestiegen. Wein trinken vor der Laptopkamera und sich unterhalten. "Was ich jetzt schon sagen kann ist, dass das viel intimer ist als in einer Bar. Der Mensch schaut quasi direkt in deine Wohnung und man hat keine Ablenkung, wenn es irgendwie peinlich wird."

Vor allem in den Risikogebieten wird mehr und länger gechattet

Tatsächlich verzeichnet Tinder einen Anstieg in der Schlagzahl und Länge der verschickten Nachrichten. In der vergangenen Woche wurden 25 Prozent mehr Direktnachrichten versendet, bestätigt die Pressestelle die Datingdienstes. Dies sei ein europaweiter Trend. Vor allem in Gebieten mit besonders vielen Fällen von Covid-19 und besonders strikten Ausgangsbeschränkungen schrieben sich Menschen nicht nur häufiger, sondern insgesamt auch längere Nachrichten. Seit einigen Tagen warnen Dienste wie Tinder und Bumble aber explizit vor analogen Treffen und verschicken regelmäßige Warnhinweise an seine Nutzerinnen und Nutzer. "Wir wollen absolut klarstellen, dass es nicht der richtige Zeitpunkt ist, sich mit seinen 'Matches' persönlich zu treffen", heißt es da mit Verweis auf die aktuellen Empfehlungen der WHO. Am vergangenen Wochenende kommt mir die Tinder-App ausgesprochen langsam vor, stürzt immer wieder ab. Überlastete Dating-Apps durch Corona?

Ich habe viele Freunde und Kontakte, aber die körperliche Einsamkeit ist jetzt hart.

Liza

Der Reiz des heimlichen Treffens

All meine "Matches" bestätigen, sich bereits seit Wochen nicht mehr mit Fremden für Dates zu treffen. Geben aber zu, der Reiz sei groß und das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun, mache die Sache extra aufregend. Und es scheint auch weiterhin Menschen zu geben, die auf sexuelle Kontakte mit Fremden nicht verzichten möchten. "Suche Quarantäne-Partnerin, Klopapier, Gin Tonic und Dachterrasse vorhanden", schreibt ein gewisser Christoph auf Tinder. Eine Freundin erzählt, ein Mann habe sie in seinen Schrebergarten mit Laube zum Heimkino einladen wollen. Ein anderer Freund berichtet, wie eine Frau ihn zum Sexdate drängen wollte, obwohl sie kurz vorher aus NRW wiedergekommen war. "Ich will dich infizieren", sei der Spruch dazu gewesen. Als meine beste Freundin ein Sex-Angebot mit Verweis auf Social Distancing ablehnt, fällt dem Fragesteller ein, dass er ja selbst in Quarantäne sei.

Online-Dating für alle, die Online-Dating blöd finden

Doch das scheint die Ausnahme zu sein. Meine Chats der letzten Tage wirken überraschend respektvoll, tiefgründig, interessiert. Wer jetzt auf Tinder und Co. unterwegs ist, scheint Redebedürfnis zu haben und der Abwesenheit von echten Berührungen wenigstens virtuelle Streicheleinheiten entgegensetzen zu wollen. Vielleicht bricht jetzt die Ära an für jene, denen Dating-Apps sonst immer zu oberflächlich und triebgesteuert waren – endlich Zeit, sich in Ruhe mit Nachrichten und Telefonaten besser kennenzulernen, ohne Druck und falsche Erwartungen.

Als ich Tinder nach einer Woche wieder von meinem Handy lösche, schicke ich Nick noch meine Nummer. Der Einzige, den ich aus gut einer Woche digitalem Isolationsdating "mitnehme". Vielleicht treffen wir uns ja wirklich mal, wenn das alles vorbei ist und Anfassen wieder erlaubt. Sofern der Alltag nicht dazwischenkommt.

Sendung: Radioeins, 01.04.2020, 17:40 Uhr

Beitrag von Sophia Wetzke

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18 Kommentare

  1. 18.

    Leider kann ich dir nicht zustimmen. Ich bin ein Mann. Ja wir haben einen Trieb. Man kann sich sympatisch sein. Ohne den Trieb würde etwas fehlen oder erst gar nicht zustande kommen. Auch wenn du mir das nicht glauben magst , ich bin noch nie fremd gegangen. Zwischen meinen Beziehungen lagen teilweise Jahre.Die Männer oder Frauen die Bad sind sind aktiver und attraktiver. Ich bin mehr der schüchterne Typ , Die die merken das andere ihnen Blicke zuwerfen können zum Player werden ,Männer wie Frauen. Ich will das nicht obwohl ich blicke ernte , Hände im Haar und lächeln. Ich springe sie halt nicht an.Und die Frauen welchen einen aktiv anbaggern sagen sie haben keine lust auf ihren Vibrator , oder wollen wissen wie viel man verdient. Na toll ! Ich hatte mich auch voll verliebt , aber sie hat mich total verarscht. Du kannst dir nicht vorstellen wie sie dauernd neue Leute Datete und mich glauben liess wir wären zusammen. Mir Ins Gesicht gelogen mehrfach ,aus angst mich zu verlieren.

  2. 17.

    Ich finde, dass Frauen einen "Bad Boy" suchen, ist doch ein Klischee. Ich denke, die wollen eher einen selbstbewussten Mann, der seine Sexualität zeigen kann, der emotional und freundlich ist. Man sollte aber auch mal fragen dürfen, was der Mann möchte. Denn die Diskussion wird immer zu einseitig und zu sehr auf die Frau fokussiert. Warum sollen immer nur Frauen Erwartungen haben und Männer abliefern? Da fehlt mir die Balance.

    Und falls eine Frau z.B. mit einem lieben Mann zusammen ist, sich aber nach einem "Bad Boy" sehnt, sollte sie sich fragen, warum sie mit dem lieben Mann zusammen ist. Vllt weil er lieb ist und ihr das gefällt. Und vllt weil sie diese Seite des Mannes aus ihm herausholt und fördert? Aber könnte der liebe Mann nicht auch mal ein "Bad Boy" sein? Dann müsste sie das kommunizieren. Es besprechen oder sie sich ihm anderen verhalten, damit auch diese Seite mal gefördert wird.

  3. 16.

    Das was ich vermisse ist Charakter und der ist leider schwieriger zu finden als einen Mann in einer guten Position.
    Ich rauche keinen Mann mit einem Haus, Boot, Porsche der Champagner trinken an der Bar sitzt, im Gegenteil.
    Wenn das jetzt anspruchsvoll ist, na dann weiß ich auch nicht.

  4. 15.

    Mit Interesse habe ich all die Kommentare hier gelesen. Ich höre Frust und Enttäuschung auf beiden Seiten raus sowohl bei Männern, die Frauen suchen als auch umgekehrt (und vielleicht auch bei MM und FF). Da geht es um Bad Boys, die anziehen, aber nicht verstehen und genauso um liebe Kerle, die angeblich langweilig sind, aber doch gesucht werden (offenbar eher von den gebundenen Damen?!)

    Eine Logik dahinter ist wohl, dass man immer das sucht (bzw vermisst), was man gerade nicht hat. Bei mir war es z. B. umgekehrt: verheiratet mit dem "lieben Kerl" habe ich tatsächlich so etwas wie den Bad Boy vermisst. Es gibt also - so denke ich - auf beiden Seiten der Geschlechter eine gewisse Doppelmoral. Das soll kein Fremdgehen befürworten (hier soll jeder selbst entscheiden), aber für mich liegt die Herausforderung, den Spagat zwischen lieb und lustvoll zu schaffen. Also sowohl mal das Heimchen am Herd und die fürsorgliche Versorgerin zu sein als auch eine Sexnudel, die Spaß im Bett, im Club, auf dem Esstisch oder sonstwo hat. Und genau das würde ich mir auch in Zukunft von meinem Partner wünschen: lustvoll zu sein, ausgelassen, sich seiner Attraktivität bewusst.... Und doch verantwortungsvoll, verständigt, reflektiert....

    Viel zu viele Menschen entscheiden sich heute für nur einen ganz bestimmten Typ ("Ich bin so", "Ich suche jemand, der so ist"). Aber jede(r) Mensch hat doch das Potenzial, vielseitig zu sein und ich möchte Mut machen dazu, genau das zu entfalten!

  5. 14.

    Das sind die üblichen Vorurteile die komplett eins zu eins auf die Frauenwelt übertragbar sind.
    Was es da für schlimme Frauen gibt, das können sie sich gar nicht ausmalen.
    Also ich denke hier sollte sich jeder Mann wie Frau mal an die eigene Nase fassen und schauen wie schlecht man\frau teilweise ist.

  6. 13.

    Der langsame Beziehungsaufbau wird aber von den Internet Typen gar nicht gewollt, da ja im Internet genügend Auswahl und Nachschub von Frauen vorhanden ist, denen man dann wieder vorgaukeln kann eine Beziehung zu suchen.
    Der langsame Aufbau wäre auch mein Wunsch aber der erfüllt sich vielleicht eher als im Netz.

  7. 12.

    Ich kann ja, wenn das hier so unterhaltsam ist, noch einen Schwank zum Besten geben, der sich vor rund zehn Jahren auf einer Singleparty ("Fischt-sucht-Fahrrad-Party") ereignet hat. Da gehen die Solo-Frauen oft mit einer Freundin als moralische Stütze hin. Die Freundin ist meist gebunden. Ich verwickele also zwei anwesende Damen in ein freundliches Gespräch. Schnell stellt sich heraus, welche der beiden sucht, und welche nur die gebundene Begleiterin ist. Die Suchende sagt nach kurzer Unterhaltung den üblichen Frauensatz zu mir, also "bist nicht mein Typ". Im Weggehen höre ich ihre Freundin zu ihr sagen "aber wieso, der ist doch nett". Sie dann: "Nein, den will ich nicht".

    Inzwischen ist mir natürlich die Zeit davongelaufen. Wie soll ich denn heute, mit Mitte 40, auf die üblichen Fragen der Frauen unfallfrei antworten, wenn sie wissen wollen, wann meine letzte Beziehung war oder wie lang die letzte Beziehung lief? Da habe ich nichts vorzuweisen...

  8. 11.

    Im Prinzip gibt es doch für diese gebundenen Sucher die Portale wie seitensprung.de oder so, ich finde es einfach blöd, dass alle in einem Topf landen. Es müsste Auswahlkriterien für Seitenspringer, für JungundSorglosausMitte, für echte Partnersuche geben. Wenn man da das Pulldown im Auswahlkästchen näher definieren könnte, wäre das Matchen doch auch einfacher. Sozusagen immer ein Volltreffer - jedenfalls bei den Anschluss-Suchern, die nur eine Ex-und-Hopp-Sache suchen. Bei echter Partnersuche dauert der Vorgang ja eh länger, da müssen ja mehr Faktoren stimmen.

    Tip an Neuköllnerin: Zehlendorf mit Hund. Und NICHT Schlachtensee, KL oder Grunewaldsee. Da sind schon die ganzen anderen Berliner Blender unterwegs ;-)

  9. 10.

    Das ist nun nichts Neues, Frauen werden von Bad Boys angezogen, wundern sich dann aber was sie für dann für Machos daheim haben und „heulen“ sich bei braven netten Kerlen aus. Da gibt es ganze Studien drüber. Aber diese Frauen beneiden dann andere Frauen, die einen „netten“ Kerl genommen haben. Dennoch zieht jeder Bad Boy mehr Frauen an. Ich versuche immer heraus zu finden, ob mein Gegenüber beziehungsfähig, beziehungsunfähig oder beziehungsunwillig ist. Mich interessieren nur die erstgenannten. Und jemand, der seinen Partner betrügt, auch wenn es mit mir ist, der ist eh unten durch, zzt suchen aber viele einfach nur Kontakt. Das ist auch ok. Finde einen langsamen Beziehungsaufbau viel schöner. Bei mir hat die Ehe leider durch viel zu frühen unfallbedingten Tod geendet und ich hab lange gebraucht, um überhaupt wieder Kontakt zu suchen.

  10. 9.

    Ach Sebastian, das ist ja köstlich! ;-) Vielen Dank für die offenen Worte, auch an Gast! Obwohl auf der Suche habe ich noch nie online gesucht nach eher desaströsen Erfahrungen mit Tip Kontaktanzeigen vor 20 Jahren ... hat dann auch analog mal für eine lange Beziehung geklappt, die aber leider auch schon länger vorbei ist. Vielleicht sollte ich doch mal online ... oder mal in Zehlendorf spazieren gehen, wenn alles wieder normaler läuft ... . Ihr macht mir Mut.

  11. 8.

    P.S.
    Kein Wunder das man sich bei euch Männern was einfängt wenn man sich mit euch einlässt im Glauben, das man es ernst meint.
    Da wird Einem Interesse vorgegaukelt und tatsächlich ist es nur der Trieb der wieder mal befriedigt werden will und das finde ich abstoßend.
    Wieviele sich in den Netzwerken als Single präsentieren und eigentlich liiert sich und Kinder zu Hause haben ist wirklich immer wieder erschreckend.
    Ich suche auch einen anständigen Menschen, aber auf Affären habe ich überhaupt keine Lust und das was man hier liest bestätigt mir nur, mich nächsten weiter erstmal zurück zuhalten.
    Diese Virtuelle Online Liebe ist für mich das Letzte und fördert diese Massenabfertigung und Oberflächlichkeit weiterhin !!!

  12. 7.

    Tach Sebastian, Z'dorf Süd kann das weitestgehend bestätigen. Nett bleibt übrig, scharf kommt an. Und vor allem kommt Unverbindlichkeit an, also verheiratete Seitensprünge. Aber nach dieser Zeit der erzwungenen Zweisamkeit und den daraus resultierenden Trennungen sind ja vielleicht die Idioten nicht mehr so weit vorn und die netten, soliden ohne Macke im Vorteil? Wir werden sehen.. solidarische Grüße!

    (Die aus Mitte können ja weiter schwäbische Neuberliner daten *ironieoff* )

  13. 6.

    Seit mein Mann vor 7 Jahren verstorben ist, habe ich mich damals absolut unwissend auf diese Internet Plattform eingelassen und leider immer nur die Männer egal in welchen Portalen kennengelernt, die kein echtes Interesse an einer Beziehung hatten, sondern eigentlich nur sexuelle interessiert waren.
    Ich habe mir so oft vorgenommen mich von diesen Haifischbecken abzumelden, aber da ist immer wieder die Hoffnung doch mal einen vernünftigen Mann kennen zu lernen.
    Und virtuelle Dates brauche ich nicht !

  14. 5.

    "Bei mir ist es eben so, dass es mir früher immer zum Nachteil gereichte, dass ich stets lieb, nett und freundlich bin. Das finden die allermeisten Singlefrauen total langweilig und uninteressant."
    Dann haben die halt Pech gehabt. Was ist an "lieb" langweilig? Kann ich nicht nachvollziehen. Lieb sein, ist authentisch sein, man selbst sein. Frauen, die liebe Männer nicht mögen, sind dann halt einfach nicht mein Fall. Die haben halt Pech gehabt... mir ist meine Unabhängigkeit viel wichtiger, als Frauen hinterherzurennen und mich so zu Verhalten, wie sie es sich wünschen...

  15. 4.

    Bei mir ist es eben so, dass es mir früher immer zum Nachteil gereichte, dass ich stets lieb, nett und freundlich bin. Das finden die allermeisten Singlefrauen total langweilig und uninteressant. Aber genau diese Eigenschaften sind es, die mich wohl interessant für gebundene Frauen machen, die in ihrer Beziehung unglücklich sind. Und nun ist das alles erst mal unmöglich. Die Frauen hängen mit ihren blöden Kerlen zuhause rum und sie nerven sich gegenseitig an, und ich sitze komplett auf dem Trocknen. Natürlich werde ich nie ganz die Hoffnung aufgeben, doch mal eine vernünftige Frau für eine richtige Beziehung zu finden, aber in Berlin scheint das ziemlich aussichtslos zu sein. Man wird ja von den Frauen aus Kreuzberg, Friedrichshain oder Prenzlauer Berg schon deshalb abgelehnt, weil man in Zehlendorf wohnt. Und die Zehlendorferinnen suchen wohl nicht im Internet, jedenfalls habe ich in all den Jahren noch nie eine getroffen...

  16. 3.

    Ich kommentiere hier normalerweise nichts...
    In dem Fall möchte ich aber Sebastian sagen, dass seine "steile These " seehr realistisch ist...
    Sebastian : in vielen Fällen ist es tatsächlich so, wie du es dir vorstellst..
    Für - ich formulier s mal positiv - sexuell breit gefächerte Menschen in Beziehungen) ist es gerade sehr schwer, die entsprechenden Freiräume zu finden ...
    (Kommentare in Richtung Wertung dass so was ja auch "unmöglich" sei - gerne sparen... Soll jeder selbst wissen wie er / sie leben möchte)
    Liebe Grüße
    (weiblicher Gast)

  17. 1.

    Also meine persönlichen Erfahrungen sehen derzeit total anders aus. Ich bin ja schon sehr lange auf Partnerinnensuche, etwa 20 Jahre, und habe schon hunderte von Frauen zum Essen eingeladen. Leider konnte sich aber bisher keine Frau dazu durchringen, mit mir eine Beziehung zu versuchen. So habe ich mich seit einiger Zeit eher auf erotische Dates verlegt, und habe mich mehr mit Frauen getroffen, die keine Beziehung suchen, sondern nur mal ein paar schöne Stunden haben wollen. Das klappte viel besser, auch wenn es mich nicht grundsätzlich weiterbringt, aber für den Augenblick ist es ja besser als nichts. Derzeit jedoch kommen keinerlei Kontakte in den ganzen Börsen zustande, weil die Frauen ja wissen, dass eh keine Dates möglich sind, und daher haben sie auch kein Interesse an Kommunikation. Mein Erklärungsansatz: Die hocken jetzt mit Mann und Kindern den ganzen Tag zuhause, und haben gar keine Möglichkeit, unbemerkt zu kommunizieren...

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