Symbolbild: Radfahrerin, Bus und PKW - Verkehrsteilnehmer an einer roten Ampel in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf. (Quelle: dpa/K. Sprembe)
Bild: dpa/Sprembe

Datenauswertung - Wie sich der Berliner Verkehr durch Corona entwickelt hat

Fahrrad, Kfz, ÖPNV: Es gibt viele Möglichkeiten in Berlin, sich auf Rädern fortzubewegen. rbb|24 hat aktuelle Daten ausgewertet und festgestellt: Die Pandemie hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf unser Verkehrsverhalten. Von Götz Gringmuth-Dallmer

Die einen gehen lieber zu Fuß, andere haben das Rad neu für sich entdeckt und manch ein Haushalt, der das eigene Auto bisher nur für Wochenendeinkäufe oder Ausflüge genutzt hat, fährt damit nun wieder zur Arbeit. Das Mobiltätsverhalten hat sich durch die Corona-Pandemie verändert. Dies zeigen Studien und Zahlen - und nicht zuletzt die eigene Alltagserfahrung.

rbb|24 hat Verkehrsdaten vom Juni 2020 für Berlin ausgewertet und festgestellt: Für die Fahrradnutzung im Juni zeigen sie eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, für den öffentlichen Nahverkehr hingegen einen deutlichen Rückgang.

Im Infas-Mobilitätsreport [bmbf.de, S.18] zur Alltagsmobilität während der Corona-Pandemie, der Ende Mai erschienen ist, hat jeder zehnte Befragte angegeben, aktuell den ÖPNV grundsätzlich zu meiden und stattdessen lieber auf Wege zu verzichten. Ein gutes Drittel weicht grundsätzlich auf das Auto aus. Und jede(r) Fünfte schwingt sich demnach lieber auf den Fahrradsattel, als auf Bus oder Bahn zu setzen. Auch zu Fuß werden mehr Wege als zuvor zurückgelegt.

26,5 Prozent mehr Fahrräder im Juni

Die vorliegenden Zahlen aus Berlin sprechen für die Ergebnisse des oben erwähnten Reports. So hat die Auswertung der 16 aktiven Fahrradzählstellen in Berlin [berlin.de] ergeben, dass im Juni 2020 dort 26,5 Prozent mehr Fahrräder gezählt wurden, als ein Jahr zuvor: von insgesamt 1.847.245 Fahrrädern im Juni 2019 stieg die Zahl ein Jahr später auf 2.251.967, also fast 490.000 mehr.

Jeweils mehr als verdoppelt hat sich der Radverkehr an der Yorckstraße (+115 Prozent) sowie an der Invalidenstraße (+109 Prozent). Lediglich am Kaisersteg wurde 0,8 Prozent weniger Räder als im Vorjahresmonat gezählt. Am Paul-und-Paula-Uferweg (+2,4 Prozent) und am Maybachufer (+5 Prozent) blieb der Zuwachs einstellig.

Zunahme an Wochentagen

Im Gegensatz zu unserer Auswertung für den April 2020 ist die Zunahme vor allem an Wochentagen zu beobachten. Den deutlichsten Zuwachs haben der Dienstag und der Mittwoch in der durchschnittlichen Nutzung. Im Vergleich zu 2019 wurden im Juni in der Wochenmitte 26.493 Räder mehr gezählt, gefolgt vom Dienstag mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 19.492 Rädern. Eher bescheiden fallen dagegen die Zuwächse an Freitagen (5.021) sowie an Samstagen (7.215) aus, die restlichen Wochentage liegen irgendwo dazwischen.

Über die Gründe kann an dieser Stelle nur spekuliert werden. Vermutlich sind wieder mehr Menschen aus dem HomeOffice oder der Kurzarbeit an ihren Arbietsplatz zurück gekehrt. Ähnlich wie beim motoristieren Verkehr muss bei diesen Zahlen immer beachtet werden, dass Baustellen dazu führen können, dass sich Radfahrerinnen und Radfahrer eine andere Strecke suchen, auf der möglichwerweise nicht gezählt wird.

Mehr Verkehr auf der Heer- und Müllerstraße

Etwas anders sieht es beim KfZ-Verkehr aus. Das Verkehrsaufkommen nähert sich wieder an die durchschnittlichen Werte der Zeit vor den Corona-Maßnahmen an [viz.berlin.de]. Das zeigt eine Auswertung der Daten zur täglichen Verkehrsstärke der Verkehrsinformationszentrale Berlin.

An der Heerstaße westlich der Jafféstr. (103,7 Prozent) sowie der Müllerstaße nördlich der Seestraße (101,8 Prozent) wurden an Werktagen im Juni 2020 etwas mehr Kraftfahrzeuge gezählt als im Durchschnitt im Jahr 2019. Auf der Berliner-, Ecke Potsdamer-Straße in Zehlendorf hat die Verkehrsstärke auf der Höhe Clayallee mit 98,3 Prozent fast wieder ihr Vorjahresniveau erreicht. Bislang deutlich hinter den Werten von 2019 zurück bleibt der KfZ-Verkehr auf der Leipziger Straße (78,2 Prozent) und auf dem Tempelhofer Damm (84,5 Prozent). Alle anderen betrachteten Straßen liegen etwa zwischen 88 und 95 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Verkauf von Einzelfahrscheinen und Tageskarten eingebrochen

Laut einer Studie der Initiative Agora Verkehrswende zur Mobilität in deutschen Städten wurden in Berlin vor Corona 15 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad gefahren. 27 Prozent wurden zu Fuß zurückgelegt, 22 Prozent (Fahrer) bzw. neun Prozent (Mitfahrer) entfielen auf den Autoverkehr und 26 Prozent auf öffentlichen Personenverkehr [Quelle: Agora Verkehrswende (2020), agora-verkehrswende.de, S. 32].

Das dürfte sich aktuell zu ungunsten des öffentlichen Personenverkehrs verschoben haben. Im Juni erreichte die Auslastung von Bussen und Bahnen nach Angaben der BVG nur etwa 70 Prozent des Vorjahreswertes. Deutlich eingebrochen ist bei der BVG im Juni 2020 der Verkauf von Einzelfahrscheinen und Tageskarten: zwischen dem 1. Juni und 29. Juni 2020 waren es 55 Prozent weniger Einzelfahrscheine und sogar 81 Prozent weniger Tageskarten als im Vergleichszeitraum Juni 2019. Das ist wenig überraschend, da im Moment auch nur wenige Touristen in der Stadt sind.

Rückgang zum Beginn der Sommerferien

Andreas Müer, Leiter der Verkehrsinformationszentrale, weist darauf hin, dass die Zahlen immer nur Momentaufnahmen seien. So habe etwa der Rückgang am Tempelhofer Damm mit einer Baustelle in Richtung Süden zu tun. "Generell haben die Baustellen in der Stadt einen großen Einfluss darauf, wieviel Verkehr an bestimmten Orten gezählt wird", so Müer.

Insgesamt habe sich die tägliche Verkehrsstärke in den letzten drei Wochen auf dem Niveau der Vorwochen fortgesetzt und liege auf den meisten untersuchten Abschnitten nur noch gering unter dem Durchschnittswert vor Beginn der Coronamaßnahmen. Mit Beginn der Schulferien ist der Verkehr jedoch ferienbedingt um etwa fünf Prozent zurückgegangen, so seine Analyse.

Boom fürs Auto und Fahrrad

Die enormen Anstiege bei der Fahrradnutzung hingegen führt Uta Bauer, Mobilitätsforscherin am Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) auf Corona zurück. Die Zahlen würden zeigen, dass die Menschen in der Innenstadt von Bussen, Bahnen und zum Teil vom Auto aufs Fahrrad umgestiegen seien und Pendler aus dem Umland noch mehr das Auto nutzen und vermutlich weniger den öffentlichen Nahverkehr. "Das schöne Wetter und Pop-Up Radwege unterstützen die Attraktivität des Radfahrens", sagt Bauer.

Wie stark die Menschen das Rad nutzen, hängt auch vom Wetter ab. An Regentagen gehen die Zahlen deutlich zurück. Im Juni wurden an der Jannowitzbrücke an Donnerstagen im Schnitt 12.835 gezählt. Am Donnerstag, 9. Juli, war es grau und regnerisch und der Zählerstand endete bei 9.620. Auch am ebenso regnerischen Freitag wurden dort etwa 3.000 Räder weniger als an Freitagen im Juni gezählt.

Berlin ist kein Einzelfall

Mobilitätsforscherin Uta Bauer geht davon aus, dass die Zahlen zurück gehen, wenn im Herbst das Wetter schlechter wird. Mit Blick auf die kalte Jahreszeit fürchtet Bauer, dass der ÖPNV sich noch nicht erholt hat, Leute vermehrt das Auto nutzen und der Verkehr in der Stadt dann an seine Leistungsgrenzen stößt.

Insgesamt sei Berlin kein Einzelfall: "In repräsentativen Erhebungen zum Verkehrsverhalten in großen Städten ist nachweisbar, dass über die letzten zehn Jahre der Radverkehr ansteigt".

Uta Bauer prophezeit für das Fahrrad einen Boom in der Zukunft. Doch sie warnt: Wenn das Auto in den Städten nicht gebremst werde, nähmen die Konflikte auf den Straßen drastisch zu.

Sendung:  

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Götz Gringmuth-Dallmer

54 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 54.

    Ich bin sonst immer mit dem ÖPNV zur Arbeit gependelt. Aber irgendwann reichte mir die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Bin daher auf das Fahrrad umgestiegen und kann die Pflicht nunmehr umgehen.

  2. 53.

    @RBB: In der 1. Grafik stehen für Juni 20 20 2.336.516 Fahrräder. Im Absatz unmittelbar danach stehen aber für denselben Monat nur 2.251.967 Fahrräder. Die Steigerung von fast 490.000 mehr besagt, daß die erste Zahl in der Grafik stimmt. Die Zahl im Absatz danach bitte ich deshalb zu berichtigen. @13: Wenn es keine nutzbaren Radwege gibt, müssen Fahrräder auf der Straße fahren und nicht auf Gehwegen. Aggressiv fahtren darf schon gar keiner, auch nicht, wenn die Fahrwege nicht ok sind. @50: Man kann eben nicht immer alles bekommen/tun, was man will.

  3. 52.

    Ich stimme Ihnen insoweit zu, als dass die Zusammenarbeit im Rahmen des so bezeichneten Umweltverbundes Fußverkehr - Radverkehr - ÖPNV eine recht einseitige geworden ist. Radverkehr auf Kosten des Fußverkehrs und der ÖPNV als Beförderer des Radverkehrs, als dass es umgekehrt wäre. Die einschlägige Werbung eines Fahrradherstellers, dann "doch lieber ein E-Bike" zu kaufen, als plakativ abgebildet virenbelastet mit Bus und Bahn zu fahren, spricht Bände. Umgekehrt, seitens der BVG oder der (S-)Bahn, ist mir dies noch nicht untergekommen. Analoges Motto wäre: Bei Platzregen dann doch lieber die Bahn.

    Es sollte mithin klare Ausschlusszeiten gegenüber Rädern geben:
    Innerhalb des S-Bahn-Rings auf U- und S-Bahnen, bei Tram und Bus ganztägig; beim RE insgesamt, bei U- und S-Bahnen, bei Tram und Bus außerhalb des S-Bahn-Rings Ausschlusszeit 6 - 9 und 15 - 18 Uhr.

  4. 51.

    Die Radfahrer sollten die währen Kosten für die Fahrradmitnahme im ÖPVN übernehmen und nicht uns Fußgänger zahlen lassen.

  5. 50.

    Das Symbolfoto zeigts doch wie immer: Viele viele Autos und ein Radfahrer. Es war nie anders. Jeden Sommer gibt es 2-3 Radfahrer mehr. Im Winter sind die Radwege vergeudete Fahrbahn. Das hat nichts mit Corona zu tun man versucht nur einen Rechtfertigung für den Rückbau der Fahrbahnen. Wir wollen Auto fahren - Ist das so schwer?

  6. 49.

    Mit der Maskenpflicht wird sich der ÖPNV nicht erholen. Warum auch?
    Wer jetzt ein Auto gekauft hat, wird es viele Jahre nutzen. Wer das Fahrrad entdeckt hat ebenfalls.
    Das ist die (ggf. nicht ganz unbeabsichtigte) Folge der Coronapolitik. Die Autoindustrie wirds freuen.
    Die Umwelt nicht aber wen interessiert die schon?

  7. 48.

    Ich frage mich, was Sie mir sagen wollen.
    Sie schreiben, dass es "klar" sei. So klar scheint das aber sehr Vielen, die von zeitlicher Eile getrieben sind, nicht zu sein. Gleich des Verkehrsmittels. Deshalb habe ich auf diesen Umstand verwiesen.

    Sie schreiben, dass auch Radfahrer Schäden anrichten können. Das habe ich nicht bestritten. Nur habe ich auf das Ausmaß von Schäden abgehoben. Und da gibt es nicht zu leugnende Unterschiede: Durch das Auto kraft Masse und Aufprallwucht am Stärksten, beim Radfahren mittelgroß, bei zu Fuß Gehenden am Geringsten.

    Deshalb müssen auch die staatlichen und städtischen Schutzmaßnahmen entsprechend dieser Auswirkungen ausgelegt sein. Der stärkste Schutz gegenüber den Schwächsten, den die zu Fuß Gehenden sind, danach dann die Radfahrenden. Die Autofahrenden schützen sich selber durch die Karosserie. Und sie können sich noch mehr schützen durch Einhaltung der angegebenen Geschwindigkeit als HÖCHSTmaß, nicht aber als praktiziertes Mindestmaß.

  8. 46.

    Die Leute aufzufordern im Straßenverkehr mehr Achtsamer unterwegs zu sein ist doch wohl mehr als klar, was hat das eine mit das andere zu tun es stimmt doch was Der Herr Fahrradfahrer geschrieben hat, jeder von uns hat mal kurz nicht aufgepasst und es kam vielleicht zu ein Unfall, Das Motorisierte Fahrzeuge ein viel größeren Schaden verursachen können als Ein Radfahrer oder Fußgänger steht ja nun nicht in Frage, trotzdem ist es im allem Interesse mehr auf sich wie auch auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht zunehmen & mal sein Kopf einzuschalten.
    Auch Ein Radfahrer kann eine andere Person sehr verletzten bei einem Zusammenstoß, ich habe es auch eigenen Leibe erfahren und er war grad nicht langsam unterwegs.
    Hat sich sein Fahrrad wieder genommen und ist einfach abgehauen, vielleicht wäre eine Kennzeichenpflicht für Fahrradfahrer gar nicht mal so verkehrt. Ist aber ein anderes Thema.
    Man kann keine bestimmte Verkehrsgruppe immer Die Schuld in die Schuhe schieben, Wir alle haben daran schuld!

  9. 45.

    Das klingt mir ein wenig nach Verrechnung gemäß des Mottos: Dann sind wir quitt.

    Einig sind wir vermutlich, dass die ganze Bandbreite, die es bei Autofahrenden gibt, es mittlerweile auch bei Radfahrenden gibt. Sogar bei zu Fuß Gehenden. Nur bei den Vorn-Sitzenden der öffentl. Verkehrsmittel ist der Personenbeförderungsschein Maßgabe einer defensiven Fahrweise, die einschlägige Konsequenzen und nicht nur ein "Du, du" zur Folge hat.

    Aus der besagten Bandbreite entspringen nun sehr ungleich große Wirkungen in Bezug auf den anderen. Das ist der zweite Teil der Wahrheit, der mit dem ersten Teil nicht verrechenbar ist. Zweifellos führt eine aggressive Fahrweise bei Autofahrenden tendenziell zu mehr Schaden als eine aggressives Fahrweise bei Radfahrenden. Und bei zu Fuß Gehenden führt es zu einem Anrempeln.

    Das Erstgenannte ist ein Appell an die defensive Fahrweise bei allen. Das Zweitgenannte verlangt den Schutz der Schwächeren. 1. der zu Fuß Gehenden 2. der Radfahrenden.

  10. 43.

    Eine Statistik Anzahl Autos vs Fahrräder wäre mir lieb.

  11. 42.

    Es wäre schön wenn man sich hier im Forum mal darauf einigen könnte das es bei allen Verkehrsgruppen "schwarze Schafe" gibt. Nobody is perfect, jeder hat irgendwann in seinem Leben schon einen Fehler im Verkehr gemacht. Ich finde das wäre ein Anfang für ein besseres Miteinander! Danke

  12. 41.

    Wenn Sie nach 2- 3 Stunden MNS mehrere Tage Beschwerden haben, bitte unbedingt zum Arzt gehen. Sie haben auf jeden Fall eine Erkrankung, die ihr Atemwegssystem erheblich beeinträchtigt. Gesunde Menschen können dauerhaft durch den regulären MNS atmen ohne beeinträchtigt zu sein. Nur ab ca. 28/30 Grad schwitzt man über der Oberlippe..aber tun viele auch ohne MNS.

  13. 40.

    "Ein Fahrrad benötigt aber bedeutend weniger Platz im Verkehrsraum,"

    Noch eine zweite Antwort ggf:
    Stellen Sie sich vor, es gilt, 1.000 Menschen in einer Std. von A nach B zu bewegen.
    Dazu brauchen Sie nach dem statistischem Durchschnitt ca. 900 Kfz. o. 950 Fahrräder.
    Mithin alle 4 Sek. ein Auto, alle 3,8 Sek. ein Rad. An ein Hinüberkommen über eine Straße von der einen Seite auf die andere ist also erstmal nicht zu denken.
    Oder Sie fahren per Straßenbahn: Bei kürzeren Zügen wären es 8, bei längeren Zügen 4 bis 5 Fahrzeuge pro Stunde, mithin alle 7 1/2 Min. bzw. großzügig gerechnet, alle 10 - 15 Minuten ein Zug. Da können Sie glatt einen Handstand auf der Fahrtrasse der Tram machen.

    Fußgängerbereiche wie in Erfurt und Freibung, doch auch am Berliner Alexanderplatz beweisen es, wie gut verträglich eine hochfrequentierte Straßenbahn und ein Fußgängerbereich ist. Die entsprechende Zahl von Menschen per Auto oder Rad bewegt, würde alle Passanten dort reißaus nehmen lassen.

  14. 38.

    Vielleicht fahren Autofahrer nicht so oft auf dem Gehweg dafür parken diese aber regelmäßig in allen Bezirken genau auf diesen wenn mal wieder auf der Straße nicht genug Platz ist und auch Ampeln werden immer mal wieder gerne ignoriert genauso wie ich auch schon gesehen habe das unsere lieben Autofahrer auch gerne mal vor Bussen oder Straßenbahnen halten oder deren Vorfahrt missachten . Und Sie werden staunen unter diesen Autofahrern gibt es nicht wenige die dieses Verhalten auch noch als Ihr gutes Recht betrachten !!

  15. 37.

    Es besteht allerdings zwischen "wir würden ja wenn .." und der Realität eine erhebliche Diskrepanz selbst in Städten wie Kopenhagen. Dort ist der MIV-Anteil höher als im bedeutend größeren Berlin mit seinen viel längeren Wegen. Im Amsterdam ist man stolz auf die Millionen Kilometer,die zig hundertausende Radler dort täglich zurücklegen. Bei deren durchschnittlicher Wegeslänge komme ich aber nichtmals zum nächsten S- oder U-Bahnhof, da die dort nur drei km weit fahren. Die Infrastruktur ist nur vorgeschoben, um nicht mit dem Rad zu fahren.

  16. 36.

    "Rücksicht tut allen gut, aber immerhin sind die allermeisten Autofahrer so rücksichtsvoll, nicht auf dem Gehweg zu fahren."

    Dafür wird in den meisten Wohnstraßen oberhalb des Kantsteins geparkt. Mal mit und auch mal ohne Schild. Im Vergleich zum Rad haben Behäbigkeiten beim Autofahren immer noch die größere Wirkung. Nur wer zu A nicht schweigt, kann beredt B kritisieren - die Behäbigkeit und das Nassforsche einiger Radfahrer, die diese Bezeichnung allerdings weit von sich weisen, weil sie ja schließlich ein "Bike" fahren.

  17. 35.

    Das wird definitiv nicht passieren. 1. Weil es von garnicht geht, und 2. weil es in Bezug auf die wertvollen städtischen Flächen kontraproduktiv ist, sie dem Individualverkehr zu opfern. AufentHALT ist da eher von Vorteil als Flächen einer möglichst schnellen Durchfahrt von A nach B zu widmen. bloß unter anderen Vorzeichen. Unter etwas anderen Vorzeichen sind ja in den ersten drei Nachkriegsjahrzehnten Menschen den Innenstädten regelrecht entflohen, weil sie die Durchgangsschleusen regelrecht satt hatten.

Das könnte Sie auch interessieren