Corona-Grafiken - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Fr 01.07.22 | 12:41 Uhr | Von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske
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Wie sich die Zahlen in den Kliniken entwickeln
Bild: rbb|24/Datawrapper

Die Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg: Wie viele Covid-19-Erkrankte liegen in den Kliniken? Wie entwickelt sich die Lage? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktualisierten Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske, Arne Schlüter und Sophia Mersmann

Aktuell

  • Das Wichtigste im Überblick

Krankenhausaufenthalte, Einweisungen auf die Intensivstation und Todesfälle – all das verursacht Corona nach wie vor, aber deutlich seltener als in früheren Phasen der Pandemie. Zu verdanken ist das den Impfungen, den besseren Therapiemöglichkeiten und auch den milderen Varianten des Virus. Und das zeigt sich auch im Vergleich der Klinikzahlen mit den Höhepunkten der Pandemie.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Entsprechend wollen wir bei rbb|24 noch mehr den Fokus verschieben - weg von den reinen Fallzahlen, hin zu den Vergleichen der klinischen Fälle. Das ist – neben dem Vergleich zu den Hochphasen der Pandemie – auch der Vergleich mit den Durchschnittswerten auf den Normalstationen, Intensivstationen und bei den Sterbefällen seit März 2020.

Darum finden Sie hier auch die Kurven zu den Fällen in den Kliniken, einmal für die letzten Monate und für die Zeit seit Beginn der Pandemie.

Und hier finden Sie die Kurven zu den Sterbefällen.

Der Vorteil dieses Vergleichs: die Definition und Statistik eines Covid-Falls im Krankenhaus oder auf dem Sterbebett hat sich seit dem Anfang der Pandemie nicht grundlegend geändert. Die Zählung der reinen Infektionen in gewisser Weise aber schon, weil viele Infektionen zwar per Schnelltest nachgewiesen werden, aber nur per PCR getestete Fälle in die Statistik eingehen.

Der Nachteil: Ganz genau sind die Zahlen zu den schweren Verläufen auch nicht. Denn zum einen gibt es Hinweise darauf, dass durch die mildere Omikron-Variante mehr Menschen mit als wegen Corona in die Klinik müssen oder gar versterben. Sprich die aktuellen Zahlen könnten in dieser Hinsicht das Problem überschätzen.

Zum anderen dauert es, bis Erkrankte in die Klinik kommen und mitunter sogar versterben. Entsprechend stellen diese Zahlen nur sehr verspätet die aktuelle Lage und Dynamik dar. Darum zeigen wir auch weiterhin, wie sich die reine Zahl der gemeldeten Fälle von Woche zu Woche verändert, nutzen aber als Kontext die Angaben des RKI zur Testzahl und Testpositivität für Berlin und Brandenburg.

Im Folgenden finden Sie weiterhin regional aufgeschlüsselt die Zahl der durch Covid-19-Patientinnen und Patienten belegten Intensivbetten, sowie die Hospitalisierungsinzidenz - trotz der bekannten Verspätungs- und Unterschätzungsphänomene, die zum Beispiel "Zeit Online" [zeit.de], "Der Spiegel" [spiegel.de] und NDR [ndr.de] thematisiert haben.

Hier finden Sie die Kurve der Fallzahlen, die allerdings durch die massiven Änderungen in der Teststrategie an Aussagekraft verloren hat und weniger relevant ist. Gleichwohl wollen wir sie aus Transparenzgründen nicht komplett streichen.

Ähnliches gilt auch für die Übersicht zu den Inzidenzen in den Landkreisen und Berliner Bezirken. Sie haben kaum noch Relevanz in der politischen Diskussion. Gleichzeitig könnten Sie frühzeitig auf eine andere Infektionsdynamik hinweisen.

Die Übersicht zu den Impfungen: Nach wie vor zeigen zahlreiche Studien, dass auch bei Omikron die Impfung der entscheidende Unterschied ist, wenn es um die Schwere der Verläufe geht.

Ganz verzichten wollen wir zumindest vorerst auf einige andere Grafiken. Das wären zum Beispiel die Grafiken zum Alter der Infizierten, eben weil die verschiedenen Altersgruppen höchst unterschiedlich getestet werden. Auch die Daten zum Anteil der verschiedenen Omikron-Varianten und die Berliner Corona-Ampel fallen künftig weg, sei es weil die Variante BA.2 klar das Geschehen dominiert oder weil sie schlicht schon lange kein Entscheidungskriterium mehr ist.

Weiterhin stellen wir die Entwicklung der Testpositivität und die Testzahlen dar, wenngleich auch das vor allem als Diskussionsgrundlage dienen soll.

Benutzt rbb|24 überall nur die Daten von Senat, Gesundheitsministerium und RKI?

Nicht ganz. Mehrfach gab es Änderungen bei der Teststrategie und Revisionen der Datenstände. rbb|24 versucht diese Veränderungen abzufangen, indem wir nachträgliche Korrekturen auf mehrere Tage verteilen.

Wie verlässlich sind die Daten am Wochenende?

Berlin, Brandenburg und auch das RKI haben ihr Datenangebot verringert. rbb|24 verzichtet darum vorerst auf eine Aktualisierung am Wochenende und führt nachträglich am Montag die Datenstände für Samstag und Sonntag fort.

Warum wählt rbb|24 einen Sieben-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen und Sterbefällen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der Sieben-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist ein Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zum Vergleichszeitraum mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen, Tests, Intensivfälle etc. gemeldet werden.

Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zum Vergleichszeitraum mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen, Tests, Intensivfälle etc. gemeldet werden.

Gleichbleibend ist der Trend, wenn der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?

rbb|24 verzichtet auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Klinikfälle, weil hohe Infektionszahlen oder gar hohe Belastungen in einer Klinik nicht notwendigerweise mit dem Infektionsgeschehen dort zu tun haben. Deshalb soll auch nur der Eindruck einer "Gefahrenkarte" vermieden werden.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen. Ferner impliziert der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen aktuell das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und im Idealfall isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle. Außerdem beachtet diese Rechnung keine Zeitverzüge durch Nachmeldungen oder einem Anstau der Proben. Daher verzichtet rbb|24 auf eine Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten.

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

1127 Kommentare

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  1. 1127.

    Atemprobleme habe ich nicht, will das Ding nur einfach wieder loswerden und bis dahin möglichst wenig dadurch gestört werden.

  2. 1126.

    Ja schade auch. Ich hatte ja gerne relativiert, wenn Sie mal wieder fehlende Daten kritisiert hatten, aber so langsam bin ich bei Ihnen. Kann ja wohl nicht sein, dass man das nach 2,5 Jahren noch immer nicht nachhält. Ob es vorrangig ungeimpfte Querdenker oder bereits doppelt geboosterte Vulnerable sind, wo man auf angepasste Impfstoffe wartet, ist doch wohl ein Unterschied. Auch im Hinblick auf die Akzeptanz diverser Schutzmaßnahmen, Maske bei 40 Grad beispielsweise.

  3. 1125.

    Solche Details gehen leider nicht aus der Veröffentlichung hervor.

  4. 1124.

    "stabile und dauerhafte Schutzwirkung bei Patienten zustande. " Das ist aber die Grundlage der Graphik oben zur Impfquote. Diese ewige Impfquote ist nur dann eine sinnvolle Zahl, wenn es zu einer dauerhaften oder zumindest sehr lang andauernden Schutzwirkung (mindestens über die Laufzeit der oben aufsummierten Impfquote)kommt.

  5. 1123.

    Neue Fälle pro 100.000 Einwohner (vergangenen 7 Tage) 472,7.
    Interessant wäre mal die Aufschlüsselung wie viel davon Geimpfte, Geboosterte, Personen mit Auffrischung und Ungeimpfte sind.

  6. 1122.

    Was sind das für Leute, die hospitalisiert werden? Ungeimpfte, vor einem Jahr Grundimmunisierte, (vor längerer Zeit) Geboosterte 1x/2x, Junge, Mittlere, Alte? Gibt es da besondere Tendenzen oder geht das quer durch die Bevölkerung?

  7. 1121.

    Es muss doch nun auch Deutschland akzeptieren…. die Maske schützt wenn…
    Und genau dieses wenn ist entscheidend. Und dieses wenn wird in der Realität wenig umgesetzt.
    Was sie gern hätten, ist das jeder sein Leben (zur Zeit) auf den Schutz der anderen ausrichtet. So ist der Mensch aber nicht, sonst wäre die Stadt der Garten Eden.
    Es spielt auf keine Rolle welche Masken noch erfunden werden und wie toll, einfach oder wenig störend sie sind. Man sieht es doch beim einkaufen … fast niemand trägt mehr eine… daran erkennt man doch freiwillig will sie keiner.
    Also geht es nur über Zwang. Und da wird es immer schwieriger…. man führt nur Vermutungen an… mal überspitzt gesagt weil Oma Kasupke im Wedding vielleicht schwer erkranken könnte sollen alle anderen aufpassen ? Das kann nix werden.

  8. 1120.

    "Wo ist denn das grundsätzliche Problem? "
    Vielleicht besteht das grundsätzliche Problem darin, dass man (mit einer erstaunlichen Vehemenz) sich weigert den Unterschied zwischen Impfung und einer prophylaktischen saisonalen Immunmodulation wahrzunehmen? Die Erweiterung des positiv wahrgenommenen Begriffes "Impfstoff" auf Substanzen, die nur partiell (oder gar nicht) das definitionsbedingt erforderliche Wirkungsspektrum abdecken um überhaupt von einer Impfung sprechen zu dürfen, haben wir den Bemühungen von Marketingabteilungen der Hersteller in den 70. Jahren zu verdanken. Diese wurden mit Erfolg gekrönt und nun haben wir den Salat und enttäuschte Erwartungen. Davon, dass wir ein "immunomodulating drug" als Impfstoff bezeichnen, kommt noch lange keine stabile und dauerhafte Schutzwirkung bei Patienten zustande.
    Was nicht bedeutet, dass diese Prozedur keinen Sinn ergibt. Sie ergibt einen Sinn aber von "Vollimmunisierung" oder "vollständiger Impfung" zu sprechen ist irreführend.

  9. 1119.

    Ja genau, relativer Schutz. Die Maske reduziert die Wahrscheinlichkeit von Infektionen.

    Je geringer die Erregerkonzentration in der Luft (durch Tragen von Masken) und je seltener Infizierte sind, desto weniger kommt es vor, dass geschützte Vulnerable sich anstecken und desto weniger Vulnerable sterben.

    Auch wenn die Studienlage zur Maske variieren, lässt sich das sagen. Wichtig scheint dabei zu sein dass durch ein Textil geatmet wird, welches den Großteil des Atemenebels aufnimmt und möglichst wenig daran vorbei geatmet wird.

    Und ich fände es gut, würde man im Alltag diese Erkenntnis nicht in Frage stellen sondern Wege diskutieren dies möglichst optimal umzusetzen, z.B. auch unter Berücksichtigung von Personen die Atemprobleme haben wie @OMG gestern 20:13. Also z.B.: einatmen ungehindert durch Ventil also ohne Textil, aber ausatmen in das Textil (kein Eigenschutz, weil nicht vulnerabel, aber Fremdschutz). Solche Maske wäre sogar gut f nichtvulnerable Asthmatiker.

  10. 1118.

    Ja, diese Formulierung fände ich besser. Vorllem mit Betonung auf FRISCHE, da viele der in der ewigen Impfquote (Aufsummierung seit den allerersten Impfungen!) mitgezählten Impfungen (das betrifft auch viele der Booster) schon sehr lange her sind.

  11. 1117.

    Sie machen es sich zu einfach. Theoretische Werte die nichts mit dem realen Leben zu tun haben.
    Wenn die Theorie sich 1:1 im realen Leben widerspiegeln würde wäre dies hier unmöglich.
    https://www.mdr.de/brisant/corona-anstecken-104.html
    Bei der Maske wurde ja nun endlich mal bestätigt das es nur ein relativer Schutz ist…. hätte man jetzt noch dazu untersucht wie viele vulnerable sind denn ständig mit dem ÖPNV unterwegs wäre der Effekt diese Gruppe zu schützen noch kleiner.

  12. 1116.

    Schon bald wird wohl die Hospitalisierungsinzidenz in Brandenburg die Schwelle zu Rot überschreiten:
    https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~01-07-2022-corona-faelle-stand-01072022
    Hat das noch irgendwelche Folgen nach aktueller Verordnungslage?

  13. 1115.

    Naja, so, wie es dort in den Kontext eingebunden ist, finde ich es erstmal nicht falsch. Wie hätten Sie es formuliert?
    Vielleicht so: Liebe Leute, bitte vor Reiseantritt auf frische Impfung oder Genesung achten! ;)

  14. 1114.

    https://www.rbb24.de/studiocottbus/panorama/coronavirus/beitraege_neu/2022/06/interview-peltroche-corona-urlaub-reisen.html
    Zitat: "Und egal, ob man seinen eigenen Schutz betrachtet oder den Schutz für andere: die Impfung sticht alles und ist immer besser als keine Impfung."

  15. 1113.

    "Das sind zwar in beiden Fällen 30 Infizierte, " Immer noch das gleiche Problem wie 2020. Da hatte ich auch schon mal die Frage nach der konkreten persönlichen Infektionswarscheinlichkeit in freier Wildbahn aufgeworfen bei gegebener Inzidenzdichte nach Alterskohorte (z.Bsp. als 7d-Inzidenz) in einem definierten Gebiet. Ich habe in den 2 Jahren keine Fachartikel dazu gefunden, der auf realen Daten aus Feldstudien basiert - höchstens findet man mal Simulationen, die sich teilweise noch widersprechen zwischen den Arbeitsgruppen.

  16. 1112.

    "Und was wird immer noch erzählt - auch auf Interviews auf rbb24 - zur grundsätzlichen Überlegenheit der Impfung?"
    Aktuelles Beispiel bitte. Impfung und Infektion schützen gleichwertig vor Krankheitsschwere, daher vor (erster) Infektion oder auch Reinfektion (mit anderer Variante) geimpft zu sein, ist sinnvoll, so kenne ich das. Wo schreibt das der RBB anders?

  17. 1111.

    "Jedes Jahr gibt es deshalb einen neuen Impfstoff." Warum schafft man das hier nicht? Mit der mRNA-Formulierung würde doch ein schnelles Entwicklungsinstrument zur Verfügung stehen? Für letzten Spätsommer/Herbst war angepaßte Impfstoffe angekündigt (ganz groß von der EU-Kommission), kamen aber nicht. Für dieses Frühjahr waren angepaßte Impfstoffe angekündigt, kamen aber nicht. Dann Einführung angepaßte Impfstoffe auf Herbst verschoben, dann Korrektur auf Ende Herbst. Wo ist denn das grundsätzliche Problem? Ist das in allen Regionen der Wlet so mit eigenen Impfstoffherstellern/eigener Impfstoffforschung? Man hört nahezu nichts dazu aus der Welt außerhalb unserer europäischen/amerkanischen Nachrichtenblase.

  18. 1110.

    Im Evaluierungsbericht steht doch, dass richtig getragene Masken wirksam schützen. Korrekt maskierte Vulnerable stecken sich demnach höchstwahrscheinlich nicht an und an dieser Stelle sollte dann auch mein Verantwortungsbereich enden. Ein Restrisiko gibt es natürlich immer. Aber es ist ein Restrisiko und keine Systemgefährdung mehr.

  19. 1109.

    "Aber vermutlich wird man auch die eigenen Ergebnisse ignorieren. " Macht man das nicht schon oft? Wie war das mit der Ak-Studie zu den Titern nach Infektion im Vergleich zu nur Impfungen? Und was wird immer noch erzählt - auch auf Interviews auf rbb24 - zur grundsätzlichen Überlegenheit der Impfung?

  20. 1108.

    "Der demnächst erscheinende Evaluierungsbericht wird evtl. einige Wellen schlagen und bestätigt viele Aussagen, die hier im Forum schon gemacht wurden. " Ja, hat er. Schon in der Zusammenfassung dazu ist die Aussage zur FFP2-Pflicht interessant. Die 160 Seiten des Gesamtberichts zu verdauen dauert aber länger. Lieder wird aber auch die hier schon oft geübte Kritik (eigentlich seit Anfang an) bestätigt, daß es grundsätzlich an validen und aussagekräftigen Datenmaterial in Deutschland fehlt - Simulationen sind halt keine Felddaten.

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