Corona-Grafiken | Berliner Ampel - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Grafik-Collage: Corona-Neuinfektionen in Berlin seit März 2020 bis Oktober 2021. Grafik links oben: Corona-Neuinfektionen in Brandenburg seit März 2020 bis Oktober 2021. (Quelle: datawrapper/rbb24)
Bild: datawrapper/rbb24

Die Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg: Wie viele Neuinfizierte gibt es? Wie hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz? Und wie viele Menschen sind geimpft? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktualisierten Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske, Arne Schlüter und Sophia Mersmann

Aktuell

  • Das Wichtigste im Überblick

Die Neuinfektionen für Berlin und Brandenburg mit 7-Tage-Schnitt und die kumulierten Fallzahlen zeigen die folgenden Grafiken. Sie können dabei für die Neuinfektionen den Zeitraum auswählen: seit Anfang der Pandemie im März - oder ab 1. September, dem Zeitpunkt als ungefähr die zweite Phase begann. Das können Sie auch für alle weiteren Grafiken mit täglichen Updates.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Aktuell bildet der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen den Verlauf am besten ab. Diese Zahl schwankt stark mit dem Wochenrhythmus. Deswegen wählt rbb|24 eine eigene Art der Darstellung: den Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor.

Wie viele Menschen sind inzwischen geimpft

Hier finden Sie aktuelle Angaben zur Zahl der in den vergangenen 24 Stunden geimpften Menschen und welcher Anteil der Bevölkerung inzwischen mindestens eine Impfdosis erhalten hat.

Wie verbreitet sind die verschiedenen Virus-Varianten?

Der Wildtyp des Corona-Virus ist zunehmend von Varianten verdrängt worden, die sich besser ausbreiten und teilweise auch häufiger zu schweren Verläufen führen können. Teilweise wurde gezeigt, dass von einer Erkrankung mit dem Wildtyp Genesene an diesen neuen Varianten erkranken können.

Gleichwohl bieten die aktuellen Daten aus Studien zu Impfstoffen Hoffnung. Es sieht so aus, dass die Impfungen auch gegen diese Varianten helfen, sofern ein voller Impfschutz vorliegt. Die aktuelle Verbreitung der Varianten in Deutschland sieht wie folgt aus:

Für den Moment zeigt rbb|24 hier nicht die Zahlen für Berlin und Brandenburg aus den RKI-Berichten [rki.de]. Zum einen, weil nur die Stichproben auf Bundesebene repräsentativ gezogen werden. Auf Länderebene oder in Laborverbänden wie ALM wird dann sequenziert, wenn zum Beispiel durch Ausfall bestimmter PCR-Marker oder Reisehintergrund der Infizierten es Verdachtsmomente gibt [rki.de]. Zum anderen, weil es aktuell keine maschinenlesbare Version der in den Berichten gezeigten Tabellen gibt.

Gleichwohl zeigen wir an dieser Stelle auch die Verteilung der Varianten in Nachbarländern und wichtigen Urlaubsländern Deutschlands. Diese Auswertung basiert auf dem Projekt Covariants.org, das hierfür Daten der Sequenzierungsdatenbank GISAID benutzt. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass hier die Stichproben verzerrt sein können.

Wo ist die 7-Tage-Inzidenz wie hoch?

Hier finden Sie die aktuelle Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Berlin und seinen Bezirken, in Brandenburg, den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen. Außerdem die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern der letzten sieben Tage, wobei wir hier uns auf die RKI-Zahlen beziehen und nicht die Landeszahlen. Diese 7-Tage-Inzidenz ist ein Kriterium für die sogenannte Corona-Notbremse.

Zu beachten ist hierbei, dass es nicht nur um die Fälle geht, die binnen der letzten sieben Tage berichtet wurden, aber auch in den Meldezeitraum fallen. Was das genau bedeutet, haben wir hier erklärt.

Die Berliner Ampel

Für die Berliner Ampel gilt die simple Formel: Zwei Mal Gelb bedeutet für den Senat Redebedarf. Zwei Mal Rot heißt Handlungsbedarf. Allerdings sind die Werte, die der Senat für seine Ampel angibt, nicht immer deckungsgleich mit den Werten anderer Stellen. So benutzt der Senat für die Bettenauslastung das INEVA-Register, bundesweit gilt aber das Divi-Register als Maßstab. Wir geben hier beide Werte an, wobei der Wert des Senats die Ampelfarbe bestimmt.

Und zu beachten sind zwei wichtige Änderungen:

Zum 2. September 2021 änderte der Senat die Datengrundlage der Ampel: Sie berücksichtigt seitdem, wie viele Menschen nach einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden. Dieser Wert ersetzt in der Ampel den Wochentrend (relative Veränderung) der 7-Tage-Inzidenz.

Zuvor hatte der Senat sein System zur Auswertung des Infektionsgeschehens schon einmal zum 23. Juli 2021 verändert und dabei die relative Veränderung der 7-Tage-Inzidenz neu eingeführt und damit den 4-Tage-R-Wert als Indikator innerhalb der Corona-Warnampel ersetzt.

Die Corona-Ampel ist wie folgt aufgebaut:

1. Hospitalisierungs-Inzidenz (seit 02.09.2021)

Die Hospitalisierungs-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Ist ein Wert von 4 erreicht, zeigt das entsprechende Ampelsignal Gelb, bei 8 dann Rot.

(Die Hospitalisierungs-Inzidenz ersetzt seit dem 2. September den Wochentrend, der wiederum Ende Juli den bis dahin genutzten 4-Tage-R-Wert ersetzte.)

2. Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen (neue Grenzwerte seit 31.08.2021)

Liegt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen unter 35, ist dieser Teil der Ampel grün. Liegt diese Zahl über 35, so ist die Ampel gelb. Überschreitet die Zahl die Marke von 100, so wird hier die Ampel rot.

3. Anteil der für Covid-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen (neue Grenzwerte seit 31.08.2021)

Dieser Teil der Ampel ist grün, solange der Anteil an Covid-19-Patient*innen laut Senat unter 5 Prozent liegt. Steigt der Wert über 5 Prozent, ist die Ampel gelb. Ist der Anteil bei über 20 Prozent, schaltet die Ampel auf Rot.

Wichtig: Die gezeigte Ampel für die Intensivbetten zeigt sowohl die Daten des Senats als auch die Daten des Intensivregisters, Divi. Diese beiden Angaben können minimal von einander abweichen. Die Farbgebung richtet sich nach dem Wert des Senats. Weiter unten erklären wir, weshalb wir dennoch auch die Angabe des Divi-Registers zeigen.

Wie viele der Fälle sind im Krankenhaus?

Hier finden Sie die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Aufgeführt ist auch, wie viele intensivmedizinisch behandelt, beziehungsweise beatmet werden.

Die Zahlen für die Krankenhauspatienten und die Intensivpatienten hier stammen vom Senat beziehungsweise vom Ministerium für Gesundheit und nicht vom Divi-Register. Für die Auslastung der Intensivstationen in ganz Berlin und Brandenburg hingegen nutzen wir die Divi-Daten. Wieso erklären wir weiter unten.

Wie haben sich die Hospitalisierungsinzidenzen entwickelt?

Ferner finden Sie hier die Hospitalisierungsinzidenz, die nun vor dem Hintergrund der Impfungen als inzwischen wichtigerer als die reinen Inzidenzen gesehen werden. Allerdings gibt es bei diesem Indikator erhebliche Verspätungs- und Unterschätzungsphänomene wie zum Beispiel "Zeit Online" [zeit.de], "Der Spiegel" [spiegel.de] und NDR [ndr.de] zeigen.

Wie ist die Lage auf den Intensivstationen?

Wir listen hier für Berlin und Brandenburg auf, welcher Anteil an Intensivbetten durch Covid-19-Patieten belegt ist – und wie viele Intensivbetten noch frei sind.

Wie viele Menschen versterben mit Covid-19?

Hier finden Sie die Zahl der mit Covid-19-Befund verstorbenen Menschen in Berlin und Brandenburg. Auch hier zeigen wir den 7-Tage-Durchschnitt.

Zu beachten ist, dass die Totenzahlen den Infektionszahlen in etwa zwei bis vier Wochen hinterher laufen. Außerdem wichtig: Mehrere Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen, die mit Corona sterben, auch tatsächlich an Corona sterben [mehr Informationen: PDF von pathologie.de]

Welche Altersgruppe ist wie stark betroffen?

Der Berliner Senat und das Robert-Koch-Institut geben an, wie viele gemeldete Infizierte in welchem Alter sind. Dabei zeigt sich, dass die meisten Betroffenen jünger als 60 Jahre sind. Daten für das Land Brandenburg in ähnlicher Detailtiefe liegen rbb|24 nicht vor.

Ferner hat sich die Altersverteilung unter den Infizierten seit dem Frühjahr so verändert.

Die folgenden Grafiken zeigen, ergänzend zu den Zahlen der Neuinfektionen oben im Beitrag, den Vergleich der Neuinfektionen wochentagsweise. Sie zeigen, wie viele Neuinfektionen es zum Beispiel am Montag dieser Woche gab und wie viele am Montag der vorherigen Woche. In dieser Grafik sind Trendwenden mitunter schon vorab zu erkennen.

Im Kontext der Fallzahlen muss auch die Quote der positiven Tests beachtet werden. Je niedriger die Positivquote liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die meisten Fälle entdeckt und nachverfolgt werden können. Die Nachverfolgung ist personell aufwändig; ist die Positivquote hoch, können überlastete Gesundheitsämter mögliche infizierte Kontaktpersonen teilweise nicht mehr ermitteln.

Benutzt rbb|24 überall nur die Daten von Senat, Gesundheitsministerium und RKI?

Mehrfach gab es Änderungen bei der Teststrategie und Revisionen der Datenstände. rbb|24 versucht diese Veränderungen, abzufangen. Zum Beispiel haben wir Differenzen an Fallmeldungen auf mehrere Tage verteilt und nicht nur auf den einen Tag der Korrekturmeldung. Trotzdem weisen wir darauf hin, dass in der Regel der beste Indikator für die aktuelle Lage die Wochenvergleiche sind. Vergleiche über längere Zeiträume sind dagegen schwierig. Weil sich die Testkapazitäten, die Teststrategie, die Virusvarianten und die Durchimpfungsquote verändert haben.

Wie verlässlich sind die Daten am Wochenende?

Sowohl Berlin als auch Brandenburg haben ihr Datenangebot verringert. rbb|24 arbeitet darum mit einigen Ersatzlösungen, die sich wie folgt darstellen:

Berlin:

Der Senat meldet am Wochenende neue Fallzahlen, aber keine neue Zahlen zu Hospitalisierungen und Toten. Weil die Trends bei Hospitalisierungen und Totenzahlen träger sind, führen wir am Wochenende schlicht die Stände vom Freitag weiter. Die ITS-Auslastung führen wir allerdings basierend auf dem Divi-Register täglich aktualisiert weiter.

Brandenburg:

Brandenburg meldet weiterhin am Wochenende Neuinfektionen, darum nutzen wir diese auch weiterhin für unsere Trenddarstellungen. Hingegen werden inzwischen nur noch an Freitagen Zahlen für die Belegung der Krankenhäuser angegeben. Wir führen deshalb an den übrigen Tagen den bestehenden Stand fort. Auch hier liefert uns das Divi-Register aber zumindest für die Intensivstationen aktuellere Zahlen zu. Die Totenzahlen werden ebenfalls täglich aktuell gehalten.

Warum wählt rbb|24 einen 7-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der 7-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist der Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet werden.

Gleichbleibend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt. Gleichbleibend ist der Trend zudem, wenn der Unterschied zwar prozentual größer ist, aber die absolute Differenz weniger als fünf gemeldete Neuinfektionen beträgt. Damit wird bei niedrigen Fallzahlen der Einfluss von Schwankungen reduziert.

Wieso wählt rbb|24 zwei unterschiedliche Quellen für die Daten zu Krankenhaus- und Intensivbetten?

Für die Berliner Corona-Ampel nutzt rbb|24 sowohl die Angaben des Senats als auch das Divi-Intensivregister, für das eine bundesweite Meldepflicht gilt. Der Senat bezieht sich bei seinen Zahlen auf das Ineva-Register mit Datenstand vom Vortag 13 Uhr. Die Angaben des Divi werden jeweils jeden Tag um 15 Uhr aktualisiert. Um also aktueller und umfassender bei den intensivmedizinischen Daten zu sein, zeigen wir auch die Zahlen des Divi.

Dennoch nutzen wir bei der Grafik für die Krankenhauspatienten die Senatszahlen bzw. die Zahlen des Ministerium für Gesundheit in Brandenburg. Der Grund hierfür ist, dass das Divi-Register nur Auskunft über die Intensivplätze gibt. Um auch Daten zu "normalen" Covid-19-Klinikpatienten geben zu können, stützen wir uns darum auf diese beiden Quellen - auch wenn sie weniger aktuell sind.

Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Grafik für Berlin und der Grafik für Brandenburg. Während wir in Berlin die Intensivpatienten des Senats einzeichnen, sind es in Brandenburg die beatmungspflichtigen Intensivpatienten. Der Hintergrund ist, dass lange Brandenburg nur die beatmungspflichtigen Patienten angab, Berlin lange nur die Intensivpatienten allgemein. Um die Datenlage seit Anfang der Pandemie gleich zu halten, führen wir weiterhin diese leicht unterschiedlichen Metriken fort.

Warum zeigt rbb|24 keine Berechnung der Verdopplungszeit mehr?

Das Modell für eine Verdopplungszeit geht davon aus, dass nach x Tagen doppelt so viele, nach weiteren x Tagen vier Mal so viele Menschen infiziert sind. Diese Zahlen sind interessant, wenn sie exponentiell steigen. Inzwischen ist die Infektionsdynamik aber eine andere, die Verdopplungszeit hat damit keine wirkliche Aussagekraft mehr. Entsprechend haben wir uns entschieden, diese Grafik nicht mehr fortzuführen.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?

rbb|24 verzichtet auch auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Fallzahlen pro Einwohner auf Karten, denn laut Robert-Koch-Institut [rki.de] gilt: "Die Meldung hat an das Gesundheitsamt zu erfolgen, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt." Wenn sich also jemand infiziert und testen lässt, ist in der Regel das Gesundheitsamt seines Wohnorts zuständig. Das muss aber nicht der Ort sein, an dem er potenziell am meisten andere Menschen angesteckt haben könnte.

Über die Hälfte der Brandenburger pendelt, auch viele Berliner arbeiten außerhalb von Berlin und noch mehr bewegen sich zwischen den Bezirken. Sie könnten also an einem Arbeitsplatz in einem anderen Landkreis oder Bezirk wesentlich mehr Menschen angesteckt haben als am Wohnort. Trotzdem zeigen wir inzwischen neben den weiträumigeren Brandenburger Landkreisen auch für die Berliner Bezirke eine Tabelle. Der Grund ist, dass zeitweilig nur einzelne Bezirke aufgrund hoher Fallzahlen als Risikogebiet galten. Wir wollen aber weiterhin den Eindruck einer "Gefahrenkarte" vermeiden.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen, die sich in ihrer Berechnung noch dazu zwischen Berlin und Brandenburg unterscheiden.

Als genesen gelten in Berlin [berlin.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

- hospitalisierte Fälle 7 Tage nach Entlassung; bzw. bei fehlenden Daten 28 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

In Brandenburg dagegen gelten als genesen [msgiv.brandenburg.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Meldedatum

- zu hospitalisierten Fällen fehlt eine Angabe, wie sie in die Berechnung einfließen.

Weil die Zahl der Genesenen eben nur eine Schätzung ist und noch dazu eine, die nicht einheitlich gehandhabt wird, ist auch die Berechnung der aktiv Infizierten problematisch. Man würde dafür geschätzte Genesene von den genau gezählten Infizierten abziehen.

Ferner impliziert zudem der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen aktuell das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und bereits isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle. Außerdem beachtet diese Rechnung keine Zeitverzüge durch Nachmeldungen oder einem Anstau der Proben.

Daher verzichtet rbb|24 derzeit auf eine entsprechende Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten. Die Zahl der Neuinfizierten der letzten Woche und der Woche zuvor ist aber ein grober Richtwert für den derzeitigen Stand der Epidemie. Das ist auch medizinisch gesehen sinnvoll, da bei der Mehrheit der leicht verlaufenden Erkrankungen nach ungefähr 14 Tagen die Symptome abklingen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

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9160 Kommentare

  1. 9160.

    Zur Meldepflicht der KHs. Das RKI schreibt (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Empfehlung_Meldung.html): " Wird bei Aufnahme der betroffenen Person jedoch deutlich, dass die Krankenhausaufnahme in keinem Zusammenhang mit der COVID-19-Diagnose steht, z.B. bei einem Verkehrsunfall, dann besteht keine Meldepflicht."
    Das LAVG schreibt (https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b): "Anzahl hospitalisierter SARS-CoV-2 Infektionen nach Meldedatum in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner – unabhängig vom Hospitalisierungsgrund"
    Sehe nur ich da eine Differenz in der Umsetzung der Meldepflicht bei Hospitalisierungen?

  2. 9159.

    Das würde für wesentliche Verschleppungen über die offene Grenze sprechen. Dann wäre Austausch über die innereuroüäischen Grenzen doch wesentlich für die Aufrechterhaltung der Epidemie. Wenn man also die Grenzen offen halten will in Europa, dann sollte man vielleicht mal das Vorgehen auf EU-Ebene koordinieren und nicht mehr auf Ebene der Nationalstaaten. Dann hätte man einfach verschiedene Gebiete in der EU ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen und würde passende Maßnamen in diesen Gebieten treffen oder aufheben ohne auf innereuropäische Staatsgrenzen zu achten. Ich befürchte, daß es sonst wieder ein "Epidemie-Ping-Pong" zwischen unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Staaten wird mit diversen nationalen Eitelkeiten und Schuldzuweisungen.

  3. 9158.

    Spree-Neiße +278
    https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b
    Was war das? Irgendein großer Cluster?

  4. 9157.

    7d Inzidenzen für heute (22.10.21):

    Berchtesgadener Land: 429,8
    Bezirk Hallein: 596,8

    Österreichischer Bezirk Hallein grenzt direkt an den deutschen Landkreis BL. Und hat zweithöchste Inzidenz in ganz Österreich.

  5. 9156.

    "Kennen Sie dazu aktuelle Untersuchungen?"
    Nein, deshalb halte ich mich an die öffentlich kommunizierten naheliegenden Annahmen und stelle sie nicht in Frage, nur weil ich die Studien dazu nicht kenne. Die will ich auch gar nicht kennen. Wenn Ihre Fragen wissenschaftlich relevant sind, wurden sie sicherlich schon von anderen gestellt und beantwortet. Suchen Sie doch einfach mal, ich mache das nicht für Sie.

  6. 9155.

    Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht (oder gibt es sogar Untersuchungen) über die dauerhaft hohe 7d-Inzidenz im Berchtesgadener Land? In der Zwischenzeit hat sich von dieser Gegend am Alpenrand schon ein Hochinzidenzstreifen bis zum Böhmerwald gebildet. Spekuliert wurde hier schon, aber gibt es jetzt irgendwo dazu schon handfeste Untersuchungsdaten? Die Ergebnisse wäre auch interessant für die sich gerade bildenden Hochinzidenzgebiete in Thüringen und Sachsen - und von Sachsen ist es nicht weit ins Sendegebiet Brandenburg.

  7. 9154.

    Alles sehr richtig und gut geschrieben. Frage: Muss ich als 2 x mit Comyrnati geimpfter einen von mir selbst gewünschten Test selbst bezahlen ? Was sagt mir der Schnelltest und was der PCR-Test ? Letzterer findet doch auch Dinge, die " gar nicht da " sind. ? Vielen Dank.

  8. 9153.

    Das war nicht als Ausweichen gedacht. Der Sachstand zu den Geimpften ist auch meiner und der wird so allg. Formuliert auch stimmen, zumindest kenne ich da nicht wesentlich anderes. Mir ging es nicht um allg. naheliegende Annahmen zu den Infektionsketten, sondern um die Frage, wie der aktuelle Sachstand ist zur Nachverfolgung konkreter Infektionsketten. Also Fragen der Art: Wieviele Ketten starten bei Ungeimpften/Geimpften, Wie unterscheidet sich der Verzweigungsgrad bei den beiden Gruppen in einer Kette (das wäre auch die Frage: Ist der Flaschenhals durch Geimpfte in Ketten schon schmal genug, um zu mehr Kettenabbrüchen zu führen), Welche Rolle spielen noch ungeimpfte Kinder in konkreten aktuellen Ketten ... Kennen Sie dazu aktuelle Untersuchungen? Da sich an der Impfquote wohl nur langsam etwas ändert, wären Antworten hilfreich für ganz gezielte Maßnahmen und Verhaltensregeln.

  9. 9152.

    Mit Logik hat das alles nichts gemeinsam. Es wird übrigens an anderer Stelle geschrieben, dass die Zunahme der Hospitalisierungen nicht durch Impfdurchbrüche erfolgt sondern durch Ungeimpfte. Wie dem auch sei; es ist kein Raum für Nachlässigkeiten. Wenn ich richtig informiert bin hat die bayrische Regierung nichts übrig für die Erfolgstönerei des Ministers Spahn.

  10. 9151.

    Ich verstehe die Logik unserer Politiker nicht. Dem Grundsatz folgend "Geimpfte bekommen ihre Freiheiten zurück" verfolgen Sie eine Politik, die Stirnrunzeln verursachen muss. Es sind zwar nicht Infektionszahlen, die uns Angst machen müssen, eine Verachtfachung der Hospitalisiertenzahl innerhalb von zwei Monaten ist aber kein gutes Zeichen sondern, bei einer ständig wachsender Anzahl der Impfdurchbrüche, eine sehr besorgniserregende Entwicklung.
    Nun "belohnen" wir mit dem Verzicht aufs Testen die Geimpften anstatt an diejenigen zu denken, die von den ungetesteten Geimpften bei Massenveranstaltungen angesteckt werden. Fußballspiel, Party und Konzerte sind wichtig aber ein Grundrecht aufs Vergnügen gibt es nicht. Man sollte nicht auf alles Verzichten, aber auf den Testverzicht könnte und sollte man allemal.

  11. 9150.

    "da es 3G nur mit Auflagen gibt,"
    Allgemein gültige Auflagen/Erkenntnisse gibt es jetzt schon nicht und das wird zukünftig noch schlimmer werden.
    Man hangelt sich doch nur bis zu Frühjahr. Berlin braucht ja eine Übergangszeit, wobei man 1. nicht definiert wie lange diese wirklich sein soll und 2. erst recht nicht definiert was sich ändern sollte und womit man dies erreichen will.
    Und zu den 3G Auflagen...
    https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/I/_startseite/Artikel2021/III/210907_paradigmenwechsel_corona_pk.html

  12. 9149.

    "Haben Sie dafür Beweise? Ich habe bisher nur gehört, dass Geimpfte das Virus weniger stark verbreiten, siehe auch meine Antwort an Björn."
    Nein, ich habe keine Beweise. Allerdings die Tatsache, dass Sie von der oft geäußerten Vermutung gehört haben, dass Geimpfte möglicherweise das Virus weniger stark verbreiten ist ebenfalls kein Beweis. Man hat in der Tat mehrmals die Hoffnung geäußert dass es so sein könnte. Leider gibt es diesbezüglich keine eindeutige Studienlage.
    Die Beweisführung stelle ich mir übrigens extrem schwierig vor.


  13. 9148.

    "3G bedeutet, dass geimpfte und genesene Virusträger unerkannt bleiben und getestete anstecken."
    Das sehe ich nicht so, da es 3G nur mit Auflagen gibt, die Ansteckungen verhindern sollen. Ihre Logik weitergedacht würde dazu führen, dass wir nur noch getestet aus dem Haus dürfen.

    "Das Problem sind weder Geimpfte noch Ungeimpfte."
    Ungeimpfte sind in meinen Augen das Problem, da sie häufiger schwer erkranken. Wären alle geimpft, gäbe es gar kein Problem mehr bzw. keine größeren Probleme als bei der Grippe. Mit der Grippe leben wir ja auch, ohne uns einschränken zu müssen. Krankheit und Tod gehören zum Leben dazu, nur wenn es zu viele gleichzeitig sind, müssen wir einschreiten, wie bei Corona, weil der Virus für unser Immunsystem neu ist und noch zu viele krank werden, wenn sie nicht geimpft sind. Das wird aber hoffentlich noch besser und vielleicht klingt das hart, aber wir können nicht alle Leute retten.

  14. 9147.

    Ein weiterer Lockdown… der jeden ungeimpften zeigt, egal ob man sich impfen lässt, egal wie hoch die impfquote ist, wir schließen alles für alle. Welchen Grund gäbe es dann für irgendwen sich noch impfen zu lassen ?

  15. 9146.

    "tragen gleichermaßen zur Verbreitung des Virus bei"
    Haben Sie dafür Beweise? Ich habe bisher nur gehört, dass Geimpfte das Virus weniger stark verbreiten, siehe auch meine Antwort an Björn.

  16. 9145.

    Sie weichen meiner Frage aus!
    Mir ist klar, dass Tests nicht immer genau sind und auch geimpte das Virus in sich tragen können und auch weitergeben können. Geimpfte Leute verbreiten das Virus aber weniger stark, weil sie sich seltener anstecken und wenn sie doch infiziert sind seltener das Virus weitergeben. So ist der allgemeine Kenntnisstand bzw. habe ich das noch nicht anders gehört und davon leite ich meine Vorstellung ab, dass durch mehr Geimpfte in der jungen Bevölkerung sich weniger insgesamt und damit auch weniger alte anstecken können und krank werden.
    Welche Kenntnisse haben Sie, dass Sie das anzweifeln?

  17. 9144.

    Ich fürchte viele haben den weit propagierten Grundsatz: "Geimpfte erhalten Ihre Freiheiten zurück" bereits verinnerlicht ohne ihn auf logische Kohärenz zu prüfen. Das Problem sind weder Geimpfte noch Ungeimpfte. Beide Gruppen - wenn nicht getestet, also ungewiss ob gesund - tragen gleichermaßen zur Verbreitung des Virus bei. Eine relative Sicherheit erreicht man bei Massenzusammenkünften nur durch das Testen. Also - weder das 2G noch 3G, sondern 1G: wenn wir wirksam vorgehen wollen dürfen wir aufs Testen nicht verzichten. Impfung trägt nachweislich zur Entlastung der Krankenhäuser bei und das ist gut und richtig. Impfung schützt weder vor Infektion noch davor, dass man andere ansteckt. 3G bedeutet, dass geimpfte und genesene Virusträger unerkannt bleiben und getestete anstecken.

  18. 9143.

    " ... mehr Eintragungsmöglichkeiten ins Heim" Entschuldigen Sie die Nachfrage. Aber ist das Personal nicht geimpft - sollte jetzt bereits die Auffrischung bekommen haben. Und Besuch sollte doch mindestens nach 3G (vielleicht auch nur 2G) zugelassen sein. Die Bewohner sollten auch gerade die Auffrischung bekommen. Wo kommt bei Ihnen der Eintrag her? Wo sehen Sie da eine Lücke?

  19. 9142.

    Ja, das ist ein vorstellbare Möglichkeit. Meine Frage ist aber nach den ganz konkreten Erkenntnissen zum Ansteckungsweg der aktuell hospitalisierten älteren Patienten, nicht die abstrakte Möglichkeit von vorstellbaren Übertragungswegen. Wenn wir beicden vorstellbaren Möglichkeiten sind, kann man sich auch vorstellen, daß sie von den Enkeln angesteckt wurden, die noch jünger als 12 Jahre sind und noch gar keinen zugelassenen Impfstoff bekommen könnten - dann wäre es auch unabhängig von der Impfquote der Jahrgänge dazwischen. Ohne konkrete Informationen zu aktuellen nachgewiesenen Ansteckungswegen kommen wir nicht wirklich viel weiter.

  20. 9141.

    ich bin als Risikogruppen-angehörig klar wieder für einen Lockdown. Vllt. kotzt ein nochmaliger Stillstand ja sogar auch die bislang vorhandenen Impfgegner genügend an, um noch mal nachzudenken über ihre 'Clubmitgliedschaften'.
    Es werden nämlich auch für die Geimpften mehr und mehr Impfdurchbrüche geben, und 'irgendwann' muss mal Schluss sein mit diesem mehr als suboptimalen Zustand!

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