Corona-Schutzimpfung - Kalayci rechnet mit Impfungen von Kindern und Jugendlichen in Berlin ab Mitte Juni

Archivbild: Dilek Kalayci (SPD), Gesundheitssenatorin, beantwortet am 22.04.2021 während einer Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses eine Frage. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Bild: dpa/Jörg Carstensen

Noch ist der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer nicht für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren zugelassen, doch Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) rechnet in Kürze damit. Dann könnten bereits Mitte Juni Impfungen von jungen Menschen starten.

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) rechnet damit, dass ab Mitte Juni auch Kinder und Jugendliche in Berlin gegen Corona geimpft werden können.

Derzeit prüfe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), ob zusätzliche Impfdosen ab diesem Zeitraum geliefert werden können, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Sobald der Impfstoff da sei, könne man starten. Die Menge sollte reichen, um zunächst rund 65 Prozent der 12- bis 18-Jährigen in Berlin ein Impfangebot zu machen.

Mobile Impfteams im Gespräch

Geimpft werden soll in Impfzentren und Arztpraxen. Daneben könnten auch mobile Teams losgeschickt werden, um in Förderschulen zu impfen, so Kalayci.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft derzeit noch die Freigabe des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab 12 Jahren. Kalayci rechnet damit, dass dies noch im Mai passieren könnte. Bislang ist das Mittel in der EU erst ab 16 Jahren zugelassen.

Zuletzt hatte auch die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) eine Impfkampagne für Kinder und Jugendliche gefordert. Die junge Generation habe sich in der Pandemie zum Schutz der Älteren stark eingeschränkt, sagte Pop. "Jetzt müssen wir alles dafür tun, um ihnen wieder so viel Freiheit wie möglich zurückzugeben. Mobile Impfteams an Schulen wären beispielsweise ein geeignetes niedrigschwelliges Angebot."

 

Geimpft werden soll in Impfzentren und Arztpraxen. Daneben könnten auch mobile Teams losgeschickt werden, um in Förderschulen zu impfen.

 

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft derzeit noch die Freigabe des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab 12 Jahren. Kalayci rechnet damit, dass dies noch im Mai passieren könnte. Bislang ist das Mittel in der EU erst ab 16 Jahren zugelassen.

 

 

Geimpft werden soll in Impfzentren und Arztpraxen. Daneben könnten auch mobile Teams losgeschickt werden, um in Förderschulen zu impfen.

 

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft derzeit noch die Freigabe des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab 12 Jahren. Kalayci rechnet damit, dass dies noch im Mai passieren könnte. Bislang ist das Mittel in der EU erst ab 16 Jahren zugelassen.

 

Impfen in sozialen Brennpunkten

Über das Pfingstwochenende gab es indes weitere Schwerpunktimpfungen in verschiedenen Berliner Stadtteilen. Laut Senatsverwaltung für Gesundheit wurden in Lichtenberg über Pfingsten rund 2.400 Dosen geimpft. In Steglitz waren es demnach mehr als 1.800 Dosen. Für das kommende Wochenende seien Schwerpunkt-Impfungen in Spandau sowie Friedrichshain-Kreuzberg geplant.

Sendung: Brandenburg aktuell, 24.05.2021, 19:30 Uhr

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102 Kommentare

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  1. 102.

    Viele der Kolleginnen in meinem Alter genauso wie Freundinnen,Bekannte und meine Schulfreundin haben sich bewusst für AZ entschieden ,weil Biontech und Moderna schon die ganze Zeit knapp ist. Seit AZ lt. Stiko für uns ü60 weniger Risiken birgt,wollten wir den Jüngeren den Vortritt für B und M lassen.Schließlich haben wir alle viele Jüngere in unseren Familien und dem restlichen Umfeld,die auch alle auf ihre Impfungen warten.

  2. 101.

    Genau! Das ist jetzt halt das "Luxusproblem" der Älteren in den Priogruppen, die sich zu fein waren Astra Zeneca zu nehmen. Mein Mitleid hält sich wirklich sehr in Grenzen!

  3. 100.

    Und dann gibt es auch noch den Hausarzt.
    Ich hatte auch Terminprobleme und habe mich nach der Beratung mit meinem Hausarzt Anfang April für den Start der Prio 3 für Astreazeneca auf seine Impfwarteliste setzen lassen. Mit fast 65 ist das Risiko mit AZ weitaus geringer als für Jüngere und eine Vollkasko gibt es weder im Leben noch in der Medizin. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.Am 12.05. bekam ich dann meine 1.Impfung,die ich gut vertragen haben. Ende Juli habe ich den Termin für die 2.Impfung,natürlich auch mit Astreazeneca.

  4. 99.

    Man schafft es nicht mal prio gruppe 3 zu impfen da lawern die schon von Kindern und Jugendlichen in welcher Welt leben die eigentlich es ist wie im Irrenhaus

  5. 98.

    Wenn es so dringend ist: Warum nehmen Sie nicht Astra?

    Ich war letzten Montag beim Arzt. Ich hatte die Wahl zwischen Biontech mit einer Warteliste mit 600 Leuten. Oder Astra 'morgen um 16 Uhr'. Ich habe nichts gemerkt von der Impfung.

    Ist Ihnen nur das Beste gut genug? Vielleicht mal Pobacken zusammenkneifen und etwas suchen, dann können Sie das Zeug noch diese Woche bekommen.

  6. 97.

    Warum soll ich als Pflegender Angehöriger warten bis Ihr Mann geimpft ist??? Ich habe Monate lang versucht einen Termin zu bekommen, ihr Mann ist Gruppe 1 also schon im Januar Impf berechtigt gewesen.... Solangsam reicht es jetzt, wir sind mittlerweile bei Gruppe 3 angekommen mit der Impfberechtigung.

  7. 96.

    Also WENN das wirklich stimmt, und ihr Mann in Gruppe 1(!!) ist, dann tut es mir leid, dann haben Sie und ihr Mann sich wirklich überhaupt nicht gekümmert. Sie hatten so lange Zeit gehabt, wo alle anderen noch die Füße stillhalten mussten! Wir können nicht ewig lang die Priorisierung halten, nur weil es Leute gibt die zu bequem waren sich kundig zu machen, und erwarten den Impftermin auf den Silbertablet serviert zu kriegen. DAS wäre nämlich allen anderen, die sich aktiv bemüht haben um einen Termin, gegenüber verdammt unfair.
    SO kann man es auch sehen, denken Sie mal darüber nach!
    Mit herzlichsten Grüßen, Katja aus Gruppe 4, mit BionTech Impftermin für Mitte Juni.

  8. 95.

    Reihenfolge der Priorisierung wird in Berlin NICHT eingehalten!!! Alleine schon aus dem privaten Umfeld habe ich mitbekommen, wie so einige schon eine Impfung haben obwohl mein Mann zur 1.Gruppe gehört und noch nicht dran war! Es gibt innerhalb der Risikogruppen keine Priorisierung und es werden auch schon Leute mit Biontech geimpft, die zu garkeiner Risikogruppe gehören. Da raste ich aus!!! Wir leben seit über einem Jahr jeden Tag mit der Angst und es wird vorgedrängelt ohne Ende! Mein Mann ist erst im Juli mit dem Impfen dran....ich hoffe, daß unsere Nerven und unser Leben das noch aushält! Wir leben in Quarantäne, außer, daß wir arbeiten gehen müssen...es ist zum Kotzen!!!

  9. 94.

    Komisch. Ich kenne in meinem Umfeld nicht ein Elternteil, welches sein Kind diesem Experiment aussetzen würde.
    Aber Ihr Beitrag ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Gesellschaft weiter spaltet und das Menschen, die eigentlich völlig befreit für sich selbst entscheiden sollten, ob sie geimpft werden wollen oder nicht, stigmatisiert werden. Harmlos noch als unvernünftig. Dem Kind in der Schule wird dann wahrscheinlich vorgeworfen, seine Eltern seien Querdenker oder Verschwörungstheoretiker.

  10. 93.

    Liebe Kerstin,
    vorab: ich bekomme im Juni meine 2. Impfung.
    Das es - noch - keinen Impfzwang gibt, ist mir bekannt. Ich habe mit dem Kommentar (Zitat)
    " Dann wollen wir mal hoffen, dass wir das zukünftig noch selbst entscheiden können. Für mich geht das zunehmend in Richtung Zwangsimpfung. Zur Not eben ungefragt mittels mobiler Impfteams in den Schulen."
    lediglich meine vorsichtige Einschätzung, in welche Richtung es im schlimmsten Fall gehen könnte, kundgetan. Zugegebenermaßen etwas provokativ, aber wenn es Richtung Schulbesuch geht (siehe meine Antwort an Paula um 11.23 h) sicherlich nicht völlig aus der Luft gegriffen. Selbst wenn es sich dann "nur" um einen passiven Impfzwang handelt.

  11. 92.

    Ich kann da nur beiüflichten. Ich habe im März für mich und mein Mann Impftermine für 8.Juni 1.Impf. und 18. Juli wir sind Priogruppe 2. Also auch noch nicht durch. Ich bin über 61 und habe eine Behinderung und kann leider nicht überall hin in der Stadt.Taxe kommt für mich aus finanziellen Gründen nicht infrage.
    Aber das die Kinder bald geimpft werden ist sehr wichtig und das die Schule wieder gemeinsam statt findet.

  12. 91.

    Ich würde sagen,je nehr Infos Eltern und Ärzte haben,desto sicherer können sie abwägen,egal was Politiker sagen. Bei Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen/ Handycab,wird die Abwägung zwischen Risiko und Nutzen einer Coronaschutzimpfung auch sicher eine ganz andere sein,als bei völlig Gesunden.
    Faktencheck: Wie sinnvoll sind Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche?
    COVID-19 | 24.05.2021
    https://www.dw.com/de/faktencheck-wie-sinnvoll-sind-corona-impfungen-f%C3%BCr-kinder-und-jugendliche/a-57615466
    "Nichtsdestotrotz spricht sich der deutsche Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) für Impfungen von zwölf- bis 16-Jährigen aus - auch im Hinblick auf die angestrebte Herdenimmunität. Voraussetzung sei, dass der BioNTech/Pfizer-Impfstoff von der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zugelassen wird
    und dass es dafür eine Empfehlung von der Ständigen Impfkommission STIKO gibt."

  13. 90.

    Vielen Dank für dein Youtube Hinweis. Ich habe mir die ersten 10 Videos angesehen und könnte heulen , dass es noch wirkliche Ärzte gibt! Danke

  14. 89.

    Lt. letzter Umfrage haben 57% der BerlinerInnen dafür gestimmt, ihre Kinder impfen zu lassen, also die Vernunft ist auf dem Vormarsch.

  15. 88.

    Also die Impfpflicht für den Kita - bzw Schulbesuch ist mir nur bei der Impfung gegen Masern bekannt.
    Die Meinung der Elternschaft klafft ja nicht nur bei diesem Thema und Corona sehr weit auseinander.
    Es muss sich also wohl noch zeigen,wie sich dann der Umgang mit Geimpften und nicht Geimpften bei Kindern
    gestaltet. M.E. kann es auch bei Kindern Genesene geben,weil sie die Erkrankung oft symptomlos durchgemacht haben.Müsste aber getestet werden,was auf Verdacht nicht geschehen wird. Ich finde die Diskussion über die Rückgabe von Grundrechten an alle Geimpften 14 Tage nach der 2.Impfung von Anfang an schädlich,weil es bei der Coronaschutzimpfung vorrangig darum geht,schwere Erkrankungen zu verhindern und nicht vordergründig um Teilhabe ohne Test. Das führt nicht nur in der Diskussion zu Ausgrenzungen.
    Ich hoffe,es wird nicht als Ausgrenzung empfunden aber wenn Getestete mit Geimpfte bzw. Genesene gleichgesetzt werden,muss das dann m.E. auch in Kits/ Horten und Schulen gelten.

  16. 87.

    Woher sollen denn die Impfstoffe und (logistisch) die Termine kommen???

  17. 86.

    Auch mobile Impfteams impfen niemanden ohne vorherige Zustimmung - bei Minderjährigen ist dafür die schriftliche Einverständniserklärung der/des Erziehungsberechtigten erforderlich. Eine Impfpflicht ist auch nicht in Sicht.
    Das wissen sie sicher auch, nur behaupten tun sie eben einfach etwas anderes. Warum eigentlich?
    Nur eins sollte dabei eben auch allen klar sein: Immunisiert werden wir wohl im Laufe der Zeit alle - entweder durch die Infektion oder durch die Impfung. Ich persönlich ziehe da eine Impfung vor, aber das muss schon jede:r selber entscheiden.

  18. 85.

    Oder warten noch auf ihre Termine....
    Es sind noch längst nicht alle dieser Gruppe geimpft.

  19. 84.

    "Mitte Juni" ? Habe heute Morgen mit dem Impfhotline telefoniert und nachgefragt welche Gruppe aktuell dran ist "ich glaube prio 3" hat man mir gesagt. Mal davon abgesehen das diese Aussage - "ich glaube" - unterirdisch ist für eine Infohotline aber Prio Gruppe 3 ist 60 plus. Wie will man die Gruppe 18-60 bis noch vor Mitte Juni impfen? Jugendlich ist unter 18.

  20. 83.

    Wenn die Senatorin Impfungen für Kinder ankündigt und damit der Prüfung durch die Stiko vorgreift, dann ist ihr die Schlagzeile wichtiger als die Gesundheit der Kinder. Ich bin kein Impfgegner, hätte aber sehr gerne eine fundierte Einschätzung von Experten in dieser Frage und kein durchsichtiges Wahlkampfgeschwätz von einer Frau, die leider nur wenig Ahnung hat.

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