Video | Dr. Julia Fischer erklärt - Langzeitfolgen von Corona-Impfungen: "So selten, dass sie in Studien nicht auffallen"

Mi 20.01.21 | 14:39 Uhr
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Dr. Julia Fischer, Ärztin und rbb-Moderatorin (Bild: rbb)
rbb
Video: rbb|24 | 20.01.2021 | Material: rbb SPEZIAL | Bild: rbb

Klären wir zuerst ein häufiges Missverständnis: Langzeitfolgen heißen nicht Langzeitfolgen, weil sie erst lange Zeit nach der Impfung auftreten, sondern, weil sie noch lange nach der Impfung anhalten können. Anders als viele glauben, tritt der absolute Großteil aller Nebenwirkungen innerhalb weniger Tage, manchmal bis etwa sechs oder acht Wochen nach der Impfung auf.

Nebenwirkungen oft erst nach Millionen Impfungen bekannt

Wenn eine bestimmte Impf-Nebenwirkung in der Vergangenheit nicht entdeckt worden ist, lag das in der Regel nicht daran, dass die Dauer der Impfstoffstudie zu kurz war. Stattdessen sind Langzeitfolgen von Impfungen generell so selten, dass sie bei einer begrenzten Anzahl von Personen in Studien schlicht nicht auffallen, sondern erst, wenn viele 100.000 oder Millionen Menschen geimpft werden.

Studien von Moderna und Biontech liefern gute Datenbasis

Zu den Studien der aktuell zugelassenen Covid-19-Impfstoffe muss man aber sagen: Mit grob 43.000 Teilnehmer*innen bei Biontech und über 30.000 Teilnehmer*innen bei Moderna waren sie größer als viele andere Arzneimittelstudien. Dadurch liefern sie eine gute Datenbasis, anhand der man mit großer Wahrscheinlichkeit Nebenwirkungen entdeckt hätte, die in einem von 10.000 Fällen aufgetreten wären. Und wir wissen: Der Impfstoff wird nach etwa zwei Tagen komplett abgebaut - da bleibt nichts übrig, was Jahre später noch Schäden verursachen könnte.

Risiko für Langzeitfolge von Covid-19 deutlich größer

Klar, dass bei einer von 100.000 oder mehr geimpften Personen eine sehr seltene Nebenwirkung auftritt, kann aktuell nicht sicher ausgeschlossen werden. Expert*innen halten das aber für unwahrscheinlich und klar ist: Das Risiko für eine so seltene Nebenwirkung der Impfung ist deutlich geringer als das Risiko für eine Komplikation oder Langzeitfolge von Covid-19.

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5 Kommentare

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  1. 5.

    Corona gibt es in Massen erst seit ca. einem Jahr. Bei dem kurzen Zeitraum ist es kein Wunder, dass kaum Auswertungen über Langzeitfolgen vorliegen. Wie sollte das auch gehen ...

  2. 4.

    Sinnlos ist dieser Artikel sicher nicht. Er informiert über bisherige Studien.
    "...ohne Angabe von Studien und Statistiken ist das Schall und Rauch!"
    Antwort im Artikel:
    "Studien von Moderna und Biontech liefern gute Datenbasis
    Zu den Studien der aktuell zugelassenen Covid-19-Impfstoffe muss man aber sagen: Mit grob 43.000 Teilnehmer*innen bei Biontech und über 30.000 Teilnehmer*innen bei Moderna..." und weiter im Artikel...
    Sicher wäre es noch gut, einen Link zu diesen Studien zu finden. Aber ich bezweifle, dass Sie diese wissenschaftlich abgefassten bisherigen Studienergebnisse lesen wollen, wenn Sie schon die groben Daten in diesem Artikel nicht erfassen können oder wollen.

  3. 3.

    Das ließe sich erst durch eingehende Untersuchungen herausfinden. Im Grunde werden die Studien ja weitergeführt, was auch gut so ist.
    Mein Vater starb Anfang der Neunziger an Leukämie, ein halbes Jahr später gab es ein Medikament, welches diese Form im Zaum halten kann - er nahm auch an einer Medikamentenstudie teil und hätte diese auch mitgemacht um zu überleben - leider hat er das Ergebnis nicht mehr erleben dürfen - so sind Studien. Und bei Covid stehen wir wirklich erst am Anfang.

  4. 2.

    ... mir geht es eher um die Spätfolgen. Obwohl der Impfstoff nach 2 Tagen abgebaut sein soll, hat er jedoch eine Wirkung im Körper. Hier kann man nicht 100%ig ausschließen, dass es zu späteren Reaktionen kommt. Was wenn die angeregte Immunreaktion über das Ziel hinausschießt?

  5. 1.

    Sorry, ich hab noch niemals so einen sinnlosen Bericht gehört bzw. gelesen, ohne Angabe von Studien und Statistiken ist das Schall und Rauch!

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