Symbolbild: Covid-Impfung (Quelle: dpa/Robin Utrecht)
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Fragen und Antworten - Was Sie über die Corona-Impfung wissen sollten

Berlin und Brandenburg haben mit den Impfungen von Menschen über 80 und medizinischem Personal begonnen. Aber wie gut schützt die Impfung? Wer wird zuerst geimpft? Und wie kommen Sie an einen Termin? Wir geben Antworten auf die häufigsten Fragen.

Wer kann sich in Berlin impfen lassen?

Grundsätzlich können in Berlin aktuell nur Menschen im Alter von mehr als 80 Jahren sowie Personal in der Pflege oder in Krankenhäusern geimpft werden. Wer in Berlin lebt, impfberechtigt ist und nicht in einem Pflegeheim lebt, wird per Brief der Gesundheitsverwaltung zur Impfung eingeladen. Diese Schreiben soll laut Senat alle wichtigen Informationen zur freiwilligen Terminbuchung enthalten. Seit dem 27. Dezember führen mobile Teams auch Impfungen in Pflegeeinrichtungen durch. [Der ersten in Berlin Geimpften, Gertrud Haase, geht es übrigens gut.]

Die Gesundheitsverwaltung weist darauf hin, dass sich aktuell ausschließlich Menschen impfen lassen können, die eine Einladung erhalten haben. Diese Einladung sei beispielsweise nicht auf Verwandte übertragbar.

Wer kann sich in Brandenburg impfen lassen?

Auch in Brandenburg werden derzeit nur Personen über 80, Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen sowie das Personal in der Altenpflege und in medizinischen Einrichtungen geimpft.

Anders als in Berlin erfolgt die Einladung für die Terminvereinbarungen zur Impfung in Brandenburg nicht automatisch. Stattdessen ist seit dem 4. Januar ein Callcenter der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zur telefonischen Terminvergabe an den Start gegangen. Es ist über die kostenfreie Patientenservice-Rufnummer 116 117 erreichbar - täglich von 8 bis 20 Uhr. Weil anfangs nur Termine an Impfberechtigte vergeben werden können, wird am Telefon die Impfberechtigung abgefragt und neben einem Termin auch das Impfzentrum, in dem die Impfung stattfinden soll, vereinbart. Später soll auch eine Online-Buchung möglich sein.

Wo gibt es in Brandenburg und Berlin Impfzentren?

In Brandenburg soll es insgesamt 18 Impfzentren über das ganze Land verteilt geben. Die ersten beiden in Potsdam (Metropolis-Halle im Filmpark Babelsberg) und Cottbus (Messehalle) sind am 5. Januar in Betrieb gegangen [mesgiv.brandenburg.de]. Das dritte Impfzentrum startete am 11. Januar in Schönefeld (Flughafen Schönefeld - Terminal 5 / Terminalbereich M). Bis Anfang Februar sollen dann neun weitere Impfzentren in Eberswalde (Sportzentrum Westend,) Brandenburg/Havel (An der Regattastrecke), Elsterwerda (Mehrzweckhalle), Frankfurt (Oder) (Messe), voraussichtlich Oranienburg (Standort in Abstimmung), Kyritz (Sport- und Kulturzentrum), Luckenwalde (Fläminghalle) und Prenzlau (Standort in Abstimmung) in Betrieb gehen.

Bislang sind nur diese Standorte offiziell bestätigt worden, ein weiteres soll nach Angaben des Landrats von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt (SPD), "an den Krankenhausstandort Strausberg angedockt" werden. Wann hier geimpft werden kann, ist noch nicht bekannt. Wo die übrigen sechs Impfzentren in Brandenburg entstehen sollen, wurde ebenfalls noch nicht mitgeteilt.

Die Berliner Impfzentren entstanden seit dem 30. November in der Messehalle 11 (Charlottenburg-Wilmersdorf), in den ehemaligen Flughäfen Tegel (Terminal C) und Tempelhof (Hangar 4) sowie im Erika-Heß-Eisstadion in Mitte, im Velodrom in Pankow und in der Arena in Treptow-Köpenick. Bislang sind letzteres und das Erika-Heß-Eisstadion in Betrieb. Ab Montag, 18. Januar, soll auch in der Messehalle 11 geimpft werden. Wann die anderen Berliner Impfzentren den Betrieb aufnehmen, ist noch unklar und hängt von den Impfstoff-Lieferungen ab, die in der Hauptstadt eintreffen.

Welche Impfstoffe gibt es und wie wirksam sind sie?

 

Bislang wurden zwei Impfstoffe in der EU zugelassen (Stand 06.01.2020), weil sie in der Studienphase III ausreichende Resultate vorgewiesen haben. Zum einen der Impfstoff von Biontech/Pfizer und der des Pharmakonzerns Moderna [tagesschau.de]. Auch das Produkt des Konzerns Astrazeneca soll demnächst folgen. Bei Biontech/Pfizer und Moderna liegt die Wirksamkeit für Doppelimpfungen nach vorläufigen Daten bei rund 95 Prozent [bmj.com].

Beim Impfstoff von Astrazeneca ist die Lage komplizierter. Bei brasilianischen Probanden, die zwei volle Dosen des Impfstoffs bekamen, lag die Effektivität bei 62 Prozent. Bei britischen Probanden, die versehentlich bei der ersten Impfung nur die halbe Dosis bekamen, lag die Effektivität bei 90 Prozent.

Wie funktioniert der Impfstoff?

Bei den Mitteln von Biontech/Pfizer sowie von Moderna handelt es sich um einen sogenannten mRNA-Impfstoff (messenger-RNA, Boten-RNA). Das Prinzip stammt aus der Krebsforschung, wo seit Jahren an personalisierten Impfstoffen gearbeitet wird. Die mRNA-Impfstoffe geben einigen Körperzellen Teile der Virus-Erbinformationen als RNA mit [zdf.de]. Sie liefern also den Bauplan für einzelne Virusproteine. Diese werden als Antigene bezeichnet. Sie aktivieren das Immunsystem und sollen so die schützende Immunantwort erzeugen.

Kann der mRNA-Impfstoff in unser Erbgut eingreifen?

Laut Paul-Ehrlich-Institut besteht keine Gefahr, dass mRNA ins Genom eindringt. Unser Erbgut lagert im Kern der Zelle. Dass RNA dort eingebaut werden könnte, sei wegen der unterschiedlichen chemischen Struktur unmöglich. mRNA unterscheidet sich chemisch von der eigentlichen DNA (Erbmolekül) [swr.de] und kann in diese nicht eingebaut werden.

Wie groß ist die Gefahr von Nebenwirkungen?

Es können für Impfungen übliche Nebenwirkungen auftreten: vorübergehende Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schmerzen an der Injektionsstelle, leichtes Fieber, Muskelschmerzen. Im Allgemeinen waren die Nebenwirkungen schwach bis mäßig und klangen nach kurzer Zeit ab. Sowohl bei Pfizer als auch Moderna entwickelten etwa zwei Prozent der Geimpfte ernsthafte Nebenwirkungen. Dazu gehört zum Beispiel ein hohes Fieber von 39 bis 40 Grad Celsius [sciencemag.de].

Was passiert bei dauerhaften Impfschäden?

Wie mit Impfschäden umgegangen wird, ist im Infektionsschutzgesetz in §60 geregelt [gesetze-im-internet.de]: Hier haften der Bund beziehungsweise die Länder gemäß des Bundesversorgungsgesetzes, weil die Impfung offiziell empfohlen wurde. Impfschäden sind allerdings extrem selten. Das Paul-Ehrlich-Institut wies in einer älteren Statistik für die Jahre 2005 bis 2009 zum Beispiel gerade einmal 169 anerkannte Fälle in Deutschland aus [saarland.de].

Welchen Einfluss haben Virus-Mutationen auf die Wirksamkeit?

Das Erbgut der Coronaviren verändert sich laufend, das ist an sich nicht ungewöhnlich. Die genetischen Veränderungen können auch die Eigenschaften des Virus verändern, etwa dafür sorgen, dass es sich deutlich schneller ausbreitet, wie das mit der Mutation in Großbritannien [wdr.de] der Fall ist. Experten schätzen die Gefahr als gering ein [apothekenumschau.de], dass der auch in Großbritannien eingesetzte Impfstoff gegen diese Variante nicht mehr oder schlechter wirkt.

Wie lange hält die Impfung?

Das weiß man noch nicht, schlicht weil nicht genügend Zeit seit den Impfungen der Probanden vergangen ist. Was sich aber sagen lässt, ist, dass auch noch einige Zeit nach der Impfung bei den Probanden die Menge an Antikörpern im Blut hoch ist. Ob jedoch eine jährliche Auffrischung notwendig ist oder der Schutz auf Jahre anhält, bleibt ungewiss.

Kann der Termin der Zweitimpfung aufgeschoben werden?

Nein, betont die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut (RKI). Der Abstand zwischen der Erst- und Zweitimpfung sollte nicht vergrößert werden, sondern sich an den Empfehlungen für die Impfstoffe orientieren, teilte die Stiko mit.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte die Behörde prüfen lassen, ob ein solches Vorgehen sinnvoll ist, um mit den derzeit begrenzten Impfstoff-Mengen möglichst schnell möglichst viele Menschen impfen zu können. Hintergrund ist, dass ein gewisser Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bereits nach der ersten Impfung gegeben ist.

Zur Begründung erläutern die Stiko-Experten, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt unsicher sei, ob man durch eine Verschiebung der zweiten Impfstoffdosis auf einen späteren Zeitpunkt tatsächlich mehr schwere Erkrankungen und Todesfälle verhindere als durch eine zeitnahe zweite Impfung der Hochrisikogruppen, welche dann zu einem nahezu vollständigen Schutz vor Erkrankung führt. Damit folgt die Stiko der Einschätzung vieler anderer Experten, darunter die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA).

Kann ein Geimpfter das Coronavirus weitertragen?

Das bleibt eine der großen Ungewissheiten. Ob die Impfung auch eine Ansteckung verhindert, lässt sich derzeit nicht abschließend beantworten: Die Datenlage ist dazu bisher noch unklar. Denn in den Moderna- und Pfizer/Biontech Studien wurde nur getestet, ob die Geimpften und die Ungeimpften eine symptomatische Form von Covid-19 entwickeln. Ob sie aber vielleicht asymptomatisch das Virus weitergeben können, das wurde nicht geprüft.

Was kosten die Impfstoffe?

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wird wohl pro Dosis 17 Euro kosten also rund 35 Euro pro Patient, weil es zwei Dosen des Vakzins braucht. 13 bis 21 Euro werden es wohl pro Dosis bei Modernas Impfstoff sein und somit ungefähr 25 bis 41 Euro pro Patient. Astrazenecas Impfstoff ist deutlich billiger und wird ungefähr 2,00 bis 3,50 Euro pro Dosis kosten [ft.com]. Das liegt daran, dass dieser Impfstoff eben einen anderen Wirkmechanismus nutzt. Darum muss er auch weniger kühl gelagert werden als die beiden anderen Impfstoffe. Bei Astrazeneca liegt die Temperatur bei 2 bis 8 Grad Celsius, bei Pfizer sind es minus 70 Grad Celsius [apnews.com].

Wird es eine Impfpflicht geben?

Nein, die Impfungen werden auf freiwilliger Basis durchgeführt, sie kosten den Impfling auch kein Geld. Die Kosten für die Impfung übernehmen die Krankenkassen. Die Kosten für die Einrichtung und Unterhaltung sowie den Betrieb der Impfzentren übernehmen Bund und Länder.

Was Sie jetzt wissen müssen

26 Kommentare

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  1. 26.

    Wer vom Staat eine Impfung gegen Covid-19 angeboten bekommt, kann sich den verabreichten Impfstoff vorerst nicht aussuchen. Eine solche Auswahl zu treffen, sei aufgrund der derzeit noch herrschenden Knappheit "im Moment und auch absehbar" nicht möglich, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Stand 09.01.2021
    "Wir werden in Deutschland genügend Impfstoff für alle verfügbar haben. Wir werden Monat für Monat mehr Menschen und schließlich jedem, der es möchte, ein Impfangebot machen können." Stand: 09.01.2021 "sagte Bundeskanzlerin Merkel."
    Der SPD-Politiker Lauterbach rechnet nicht mit einem Impfangebot für alle Bürger vor dem dritten Quartal dieses Jahres "Stand 9. Januar 2021 so seine Aussage.
    Frau Kalayci war zu diesem Zeitpunkt, noch nicht informiert. Wer hat Recht, schauen wa mal.
    Trotz allem werde ich mich nur mit einem Impfstoff meiner Wahl, und dem ich vertraue, impfen lassen. Oder ich gehe wieder.

  2. 25.

    In Berlin hat sich wohl das Problem der Impfstoffwahl erledigt, da laut Frau Kalayci (Bericht in der heutigen Abendschau im RBB) man in Berlin die Möglichkeit der Wahl des Impfstoffes haben soll.

    Bin gespannt, wie der Herr Spahn darauf reagiert.

  3. 24.

    Da es ja von vielen Seiten Kritik wegen des mangelnden Impfstoff gibt, und sogar einige Politiker mit Hilfe von Corona Wahlkampf betreiben (was unterste Schublade ist). Noch was Allgemeines dazu.

    Es stimmt das mehr Impfstoff zur Verfügung da sein könnte, wenn man mehr bestellt hätte. Aber wenn man von Vernunft redet, wäre das Vernünftigste erst zu impfen, wenn Langzeitstudien gemacht wurden. Ist somit sowieso ein zweischneidiges Schwert jetzt schon zu impfen. Wenn man aber die aktuellen Todeszahlen sieht, absolut nachvollziehbar jetzt schon zu impfen.

  4. 23.

    Das mit dem Alter seh ich auch nicht ein. Wir haben zu Hause einen 21-jährigen schwerst Herz- und Lungenkranken. Ein junger Mensch, der seit einem Jahr seinen sozialen Kontakte praktisch auf Null schrauben musste. Die Pflegepersonen gehen arbeiten, werden aber - weil privat und nicht in Einrichtungen - spät bis gar nicht beachtet. Aufgrund der medizinischen Historie ist die Wahrscheinlichkeit eines fatalen Verlaufes höher als bei vielen über 70-jährigen. Trotzdem werden junge Menschen zu spät beachtet. Geht es hier nur um Schutz vulnerable Gruppen oder wird hier auch nach Alter diskriminiert?

  5. 22.

    Es stimmt das Herr Spahn (und die Regierung) zugesagt hat allen im Sommer ein Impfangebot zu machen. Aber damit ist nicht der Impfstoff von Biontech und auch nicht der Impfstoff von Moderna gemeint, sondern der Impfstoff von Astrazeneca gemeint. Worauf sich ja unsere Regierung besonders konzentriert. Dies ist auch der Grund weswegen man von Hause aus nicht viel, bzw. nicht genügend Impfstoff von Biontech bestellt und gekauft hat. Denn es hätte bereits viel mehr Impfstoff zur Verfügung stehen können.
    Und nach jetzigen Stand der Dinge ist der Impfstoff von Astrazeneca der mit der geringsten Wirksamkeit (62 %) von allen. Aber von Preis her am billigsten von diesen Drei. Was einen wohl alles sagt.

    Und natürlich werde ich mich auch nur von den Impfstoff meiner Wahl impfen lassen (wenn überhaupt). Und falls man dann mit der Ausrede kommt, das dieser nicht vorrätig sei, oder einfach mal sagt das man ja gerade da wäre, würde ich mich nicht impfen lassen und sofort wieder gehen.

  6. 21.

    Ich teile ihre Auffassung und werde mich auch nur mit einem Impfstoff meiner Wahl impfen lassen. Ich gehe dabei auch davon aus, dass es zukünftig erforderlich sein wird nach einem (längeren) Zeitraum, denn man man noch nicht kennt, Auffrischungen zu verabreichen. Man wird dann vermutlich den nehmen, der zuerst geimpft wurde und aus diesem Kreis nicht mehr rauskommen.
    Was ich aber immer noch nicht verstehe iist, wieso stur nach "Alter" geimpft wird? Ich hatte dazu in meinem Kommentar 13 ein konkretes beispiel gebracht und ich bin selber Betroffener. Wenn 50% der Verstorbenen kritische Vorerkrankungen lt. Liste RKI hatten, muss man das doch beachten, egal ob sie schon 70 sind oder "erst" 69. Wo liegt denn da der Unterschied?
    Ich bin in dieser Situation (COPD und Herzinsuffizienz). Meine HÄ'in hat vor vier Wochen noch gesagt "dann werden sie Anfang Januar geimpft". Jetzt wird es vermutlich Mitte des Jahres in ihrer Praxis, wenn alles gut geht.

  7. 20.

    Danke für ihre Nachricht
    Verabreichung zweiter Dosis des Corona-Impfstoffs nicht aufschieben

    https://www.rnd.de/gesundheit/corona-impfung-zweite-dosis-aufschieben-keine-gute-idee-sagt-impfkommission-FXXDRYZZ7LDSSEUJTRPY55AGO4.html

  8. 19.

    Spahn sagte doch vor paar Tagen: "Allen im Sommer ein Impfangebot zu machen"; die Hoffnung hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach einem Treffen mit der Kanzlerin und weiteren Ministerkollegen in Berlin gegeben. "Wir haben genug, mehr als genug Impfstoffe bestellt", sagte Spahn. Das gelte auch für den Impfstoff des Herstellers Moderna, der kurz nach der Spahns Stellungnahme von der entsprechenden Behörde zugelassen wurde.
    Trotz allem werde ich mich nur mit einem Impfstoff meiner Wahl, und dem ich vertraue, impfen lassen. Und ich zahle gerne dafür selbst.

  9. 18.

    Der Begriff Auffrischung irritiert, da beide erforderlich sind. Ich hatte dazu schon mal geschrieben:

    "Lt. Impfempfehlungen der STIKO (FAQ / "Wie sollte gegen COVID-19 geimpft werden?“)

    Für eine vollständige Immunisierung sind mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech zwei Impfstoffdosen im Abstand von 21 Tagen notwendig. Eine Impfserie muss nicht neu begonnen werden, wenn zwischen der ersten und der zweiten Impfstoffdosis mehr als 21 Tage liegen sollten. Wird nach der 1. Impfstoffdosis eine SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch nachgewiesen (positive PCR), soll die 2. Impfung zunächst nicht gegeben werden.

    Eine begonnene Impfserie soll mit dem gleichen Impfstoff abgeschlossen werden, auch wenn zwischenzeitlich weitere Impfstoffe zugelassen worden sind. Die Vervollständigung der Impfserie bei Personen, die bereits die erste der beiden Impfstoffdosen erhalten haben, hat in der Phase limitierter Impfstoffkapazität Priorität gegenüber dem Beginn der Impfung weiterer Personen....."

  10. 17.

    Natürlich ist dass ein Glücksspiel die Auffrischungsimpfungen zu verschieben. Wenn es ganz dumm läuft, werden dann Wochen lang Menschen geimpft, ohne das man einen endgültigen Schutz hat. Da die zweite Impfung gar nicht, bzw. zu spät verabreicht wird.

    Oder ganz anders gesagt, werden Millionen von Impfdosen völlig umsonst und sinnlos verabreicht. Da diese dann auf diese Weise der Verabreichung gar keine endgültige Wirkung haben.

  11. 16.

    Das man durch eine Impfung selber keine andere Personen mehr anstecken kann, ist das eigentliche Ziel. Die Antwort darauf weiß noch keiner.
    Das einzige was man im Moment weiß, das man trotz Impfung weiterhin an Corona erkranken kann (in einigen Fällen).

    Im Grundprinzip weiß man noch gar nichts. Besonders deswegen, weil es noch keine Langzeitstudien gibt. Weswegen das einzige Mittel zum Schutz weiterhin heißt, Maske tragen und Abstand halten.

  12. 15.

    Ist das jetzt Wahnsinn oder pure Verzweiflung. Die EU-Kommission lässt also 6 Dosierungen anstatt der 5 Dosierungen aus einer Ampulle zu, obwohl der Hersteller davon abrät (Aussage von Frau Kalayci im Interview bei der Abendschau im RBB).
    Man redet also davon das man jetzt 20% mehr erreichen würde, obwohl in Wahrheit sich jetzt die einzelne Dosierung um 20% verringert. Also somit man nur noch 80% der möglichen Wirkung erreicht.

    Da dies kurioser Weise am selben Tag beschlossen wurde, wo die EU-Kommission bekannt gegeben hat weitere 300 Millionen Impfdosen bei Biontech bestellt zu haben, will man wohl damit nur wieder den Endpreis pro Dosierung drücken. Oder warum geht man so ein Risiko ein die Wirkung einer Spritze zu verringern, bzw. sinnlos zu machen.

  13. 14.

    Da ich mich mit den Punkt auch schon beschäftigt habe. Nein, es ist nicht erlaubt sich den Impfstoff auszusuchen. Dies wird vorgeschrieben.

  14. 13.

    2 Fragen
    1. Kann man sich aussuchen, womit man geimpft wird (ggf. auch bei Inkaufnahme eines weiten Weges)?
    2. Wieso wird stur nach "Alter" geimpft?

    Menschen Ende 60 (z.B. 69) und mehreren (!) der als kritisch eingestuften Vorerkrankungen (Liste RKI) fallen durchs Raster und landen dann in der Prio-Stufe 3 (Sommer bis Herbst beim HA), falls sie bis dahin nicht in einem Sarg landen.
    Es gab vor kurzem eine parlamentarische Anfrage in BB. Der rbb hatte berichtet. "....... 633 Corona-Toten ..........Bei 305 Verstorbenen gab es sogenannte Vorerkrankungen wie Herzerkrankungen (143 Fälle), neurologische Erkrankungen (61) und Diabetes (48)."
    Es gab also bei 50% der Verstorbenen kritische Vorerkrankungen. Wieso wird das nicht beachtet und trotzdem stur nach Schema "Alter" geimpft?

  15. 12.

    Aus Guben kein Durchkommen auf der 116117

  16. 11.

    "Bin ich nicht mehr ansteckend, wenn ich geimpft bin?"
    Die Studie hat untersucht, ob Comirnaty Covid-19-Erkrankungen verhindern kann. Es ist aber noch unklar, ob man sich trotz einer Impfung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 anstecken kann, dann aber ohne Beschwerden bleibt. Ob eine geimpfte Person das Virus trotzdem übertragen kann, muss ebenfalls weiter untersucht werden.

    Schutzmaßnahmen wie die Maske tragen und Abstand halten seien daher auch weiter vorübergehend nötig. Auch wie lange eine Corona-Impfung hält ist unklar, da noch keine Langzeitstudien vorliegen, die entsprechende Antworten liefern.

  17. 10.

    N'Abend,
    ansteckend ist man allein nach der Impfung auf keinen Fall! Es werden ja keine Viren geimpft. Wenn er (81) geimpft ist und sich weiter vorsichtig verhält, wird er ihr (79) hoffentlich das Virus nicht vom Einkaufen o.ä. mit nachhause bringen. Mit der Impfung hat eine Ansteckung gar nichts zu tun!
    Bleiben Sie gesund.

  18. 9.

    Weil Impfstoff noch knapp ist, denken Experten darüber nach, die Auffrischungsimpfungen zu verschieben, um die Impfkapazitäten zu verdoppeln.
    Die europäische Zulassungsbehörde EMA hält davon nicht viel.

    Die Schutzwirkung nach der ersten Impfung beträgt nur 50%. Ich halte das nicht für ausreichend, wenn man besonders gefährdete Menschen mir einer hohen Wahrscheinlichkeit schwerst zu erkranken z.b. in Altenheimen, impft
    Später, wenn man die Gesamtbevölkerung impft ist die einmal-gabe eine Option, da im Ansteckungsfall, das Risiko schwerst zu erkranken deutlich geringer ist.

  19. 8.

    Liebes rbb-Team, könnt ihr sagen, wie es sich im Folgenden Fall verhält:
    Mein Opa (81) möchte gern geimpft werden. Er wohnt jedoch mit meiner Oma (79 Jahre) zusammen. Sie kann ja keinen Impftermin wahrnehmen, weil sie noch nicht über 80 ist. Aber im Zweifel wäre mein Opa nach einer Impfung doch ansteckend, oder? Gibt es für derartige Konstellationen Ausnahmen? Vielen Dank

  20. 7.

    Schönefeld oder FFO sind keine 30 Min. entfernt. Ich fahre in Berlin zu Lidl viel länger.

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