Symbolbild: Kita in Berlin
Bild: dpa/Dorothée Barth

"Eingeschränkter Regelbetrieb" - Berliner Kitas öffnen ab Dienstag wieder für alle Kinder

Viele Eltern und Kinder werden sich über diese Nachricht freuen: Ab kommenden Dienstag kehren die Kitas in Berlin zum "eingeschränkten Regelbetrieb" zurück. Das Betreuungsangebot soll dann wieder für alle Kinder mindestens sieben Stunden täglich umfassen.

Nach wochenlangem Notbetrieb stehen die Kitas in Berlin ab kommenden Dienstag (9. März) wieder für alle Kinder offen. Aus dem Notbetrieb wird dann ein "eingeschränkter Regelbetrieb", wie die Senatsverwaltung für Bildung am Dienstag mitteilte.

Mit der Öffnung der Kitas endet auch die Beschränkung auf einzelne Zielgruppen, die Liste systemrelevanter Berufe findet keine Anwendung mehr. "Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund des stabilen, sehr geringen Infektionsgeschehens in den Berliner Kitas in den vergangenen Wochen", begründet die Behörde diesen Schritt.

Hygieneregeln bleiben bestehen

Grundsätzlich sollen alle Kinder zunächst ein Betreuungsangebot von mindestens sieben Stunden täglich erhalten. Jede Einrichtung soll mindestens eine Gruppe mit einer täglichen Betreuungsdauer gemäß Ganztagsgutschein (bis zu neun Stunden) anbieten, heißt es in der Mitteilung der Behörde weiter.

Der Regelbetrieb bleibt vorerst eingeschränkt, weil die Organisation des Kita-Alltags auch weiterhin den Pandemiebedingungen Rechnung tragen muss. Konkret heißt das: Die Betreuung muss möglichst in stabilen Gruppen stattfinden, die Hygienemaßnahmen gemäß Musterhygieneplan sind weiter zu beachten. So gilt beispielsweise für Erziehungsberechtigte auch weiterhin die Maskenpflicht beim Betreten des Kitabereichs.

Schnelltests und Impfungen sollen Lage sicherer machen

Zudem werden Eltern auch weiterhin dazu aufgefordert, sich beim Betreuungsbedarf auf den notwendigen Umfang zu beschränken und diesen regelmäßig mit den Einrichtungen abzustimmen.

Begleitet wird die Öffnung der Kitas von Schnell- bzw. Selbsttests, die vom Kita-Personal jeweils zwei Mal wöchentlich durchgeführt werden können. Außerdem erhalten in den kommenden Tagen die Beschäftigten in Förderschulen, Kitas und Kindertagespflegestellen Impf-Einladungen. Verimpft wird der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca. Geimpft werden die Kita-Beschäftigten im Impfzentrum Tegel (Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel) sowie ab 8. März auch im Impfzentrum in Tempelhof (Hangar 4 im ehemaligen Flughafen Tempelhof).

Sendung: Inforadio, 02.03.2021, 15 Uhr

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39 Kommentare

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  1. 39.

    Großen Dank! Es ist schön, dass soviele, ob als Eltern oder als ErzieherInnen, so eine geschlossene Haltung für einen sicheren notwendigen KitaBetrieb haben.
    Die Politik riskiert mutmaßlich unser aller Gesundheit. Man stell sich vor, es gab bereits eine erfolgreiche Klage gegen die Schulpflicht in der Pandemie... Gesundheitsschutz steht an erster Stelle, insbesondere, wenn dieser möglich wäre, aber verwehrt bleibt.

  2. 38.

    Das war zu erwarten. Kitas auf, niemand gestestet. Nur das ohnehin verängstigte Personal wird zum Infektionsherd erklärt und gestestet. Am besten noch mit den "Tief in die Nase" Tests, die dann von Kollegen durchgeführt werden?
    Liebes RBB, seit Pandemie an berichten sie gelegentlich klassenweise von Schulen und deren Konzepten. Doch Kitas verschwinden im Nebensatz. Gibt es zu Kitas und deren Strategien nicht genug zu berichten?
    Sogar Eltern kritisieren unabhängig ihres nachvollziehbaren Bedarfes diese Politik!
    Sobald die Kinder Corona mit Heim nehmen und es wirklich hart trifft, ist das Geschrei groß!

  3. 37.

    Bevor die Kita‘s öffnen, müssten erst die Erzieher und Erzieherinnen geimpft werden. Es werden auch keine Soldaten ohne Waffen in den Krieg geschickt. Wo bleibt da die Fürsorgepflicht vom Arbeitgeber (Berliner Senat)??? Ich wünsche den Erzieherinnen und Erziehern, dass sich die GEW (Gewerkschaft) dafür einsetzt, dass die Kita‘s erst vollständig öffnen, wenn die Impfung erfolgte. Vielleicht haben auch die Kitabetreiber den Po in der Hose und stellen sich gegen diese Entscheidung vom Senat. Das wäre auch mal eine Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber. Kita‘s so schnell wie möglich öffnen, aber bitte nur mit geimpften Personal.

  4. 36.

    Wenn sich ErzieherInnen nicht impfen lassen wollen, passiert erst einmal das Gleiche, wie "draußen in der Welt" auch. Die Durchimpfungsrate stagniert an der Stelle.... Was ich aber meinte ist, dass ErzieherInnen den gleichen Schutz erhalten müssen, wie die anderen Berufsgruppen. Mir geht es um Gleichbehandlung. Die ist derzeit nicht gegeben.

  5. 35.

    "Haben nur die Erzieher die Möglichkeit, sich zu testen oder gilt das auch für die Kinder? Da sich Kinder gerade mit den Mutationen ebenso wie Erwachsene anstecken und erkranken können, sollten die Kinder ebenfalls regelmäßig getestet werden, gerade auch vor dem Hintergrund, dass diese noch nicht geimpft werden können." Es geht nicht um Gesundheitsschutz von Erwachsenen und Kindern. Denn wenn es darum gehen würde, hätte jede Kita eine Personalaufstockung erhalten um Hygienepläne anwenden zu können sowie Luftfiltergeräte um die Virenlast effektiv zu senken. Berlin möchte keine Kitakinder testen. Es gibt aussagefähige Fallauswertungen die zeigen dass in Kitas 2,9 Prozent häufiger Coronainfektionen stattfinden als in Schulen. Aber ich sage es noch mal: es ist offensichtlich uninteressant ob sich Erzieher, Kinder und Familienmitglieder in der Kita infizieren.

  6. 34.

    Für berufstätige Eltern bedeutet Regelbetrieb endlich wieder Entlastung und für viele Kinder dringend benötigte Förderung und Schutz. Nur was bei dem Versuch Normalität wiederzugewinnen bewußt außer acht gelassen wird ist der Gesundheitsschutz. Warum können nicht die einfacher zu verwendenden Tests wie im vorderen Nasenbereich oder Spucktests verbindlich täglich für alle Kitabesucher (Personal und Kinder) festgelegt werden? Das ist keine unzumutbare Gesundheitsmaßnahme sondern ein ehrliches Retten von Gesundheit von Erzieher/Kindern und deren Familien. Aber darum scheint es wohl gar nicht zu gehen!

  7. 33.

    Ich begrüße das alle Kinder wieder Zugang erhalten. Nur wie soll ich eingeschränkten Regelbetrieb verstehen wenn alle Kinder mind 7 Std betreut werden u die mit längeren Betreuungsbedarf eine Öffnung von 6-17 Uhr benötigen. Wie soll ich mein Personal einsetzen das die Gruppen getrennt bleiben? Das bedeutet das Erzieher sehr viele Stunden alleine ca 15 Kinder betreuen müssen. Da ist Überforderung/Ausfall u das Ignorieren des Hygieneplans absehbar! Warum habe ich kein Extrabudget für "Hygieneaushilfe" und Luftreiniger im reichsten Land Europas? Hoffentlich erlebe ich nicht dass sich eine Kollegin schwer infiziert bzw. indirekt Familienmitglieder aller Beteiligten!

  8. 32.

    Irgendwann muss ja alles mal wieder normaler werden, sowohl für alle arbeitenden Eltern als auch für die Kinder. Nur was mich extrem wütend macht ist dass in Kitas Erzieherinnen mit vielen Menschen auf sehr engen Raum arbeiten können, aber Öffnung von Läden mit 20m2 Platz je Kunde ist nicht möglich. Was ist denn nun? Keine Gefahr durch Corona oder etwa doch? Nun ja die Entscheidungsträger im Senat arbeiten ja in Wechselschicht im Einzelbüro. Da verliert man schon mal den Reamitätssinn befürchte ich. Mir bleibt weiterhin nichts weiter übrig als konsequent kompletten Arbeitstag mit FFP2 zu arbeiten und zu beten.

  9. 31.

    Die große Frage ist, wollen sich alle Erzieher und Betreuer sich auch impfen lassen und was passiert wenn jemand sich weigert. Ist eine ernsthafte Frage

  10. 30.

    Die Impfung schützt zwei Wochen nach der ersten Impfung vor einem schweren oder tödlichen Verlauf. Den ja hoffentlich sowieso wenige haben - insbesondere in den jüngeren Altersklassen.

  11. 29.

    Nun machen Sie aber mal einen Punkt!
    Es ist ja wohl ein himmelweiter Unterschied, ob man selbst mit Maske Kunden bedient, die meist eh Abstand halten und Maske tragen und denen man nur kurz begegnet - oder ohne Maske stundenlang denselben Haufen quirliger Kinder (auch ohne Masken) beaufsichtigt, die in den Arm genommen, getröstet, umgezogen und gewickelt werden müssen! Das ist Körperkontakt ohne jeglichen Schutz!!!

  12. 28.

    Lieber Norbert,
    Ich bin mir sicher du wirst verstehen dass es ein Unterschied ist, ob Leute im Supermarkt, die sich deutlich weniger als 7 std., mit einer Maske und im besten Falle auch mit Mindestabstand im Supermarkt aufhalten oder aber in einer Kita, durchschnittlich 30 Kinder, ohne Maske, alles andere als Mindestabstand plus ggf. Kontakt zu Angehörigen.
    Noch dazu finde ich es völlig kontraproduktiv hier zwei systemrelevante Berufsgruppen gegeneinander aufzuhetzen, da doch alle gerade großes leisten.
    Ich denke auch es ist klar dass alle die sich impfen lassen möchten, dies so schnell wie möglich tun möchten.
    Zusammenhalt!

  13. 27.

    Normalerweise wischen Verkäuferinnen den Kunden nicht den Hintern ab oder putzen ihre Rotznasen. Erzieher schon und zwar mehrmals täglich.

  14. 26.

    Ist mir neu, dass die Kassiererin im Supermarkt weinende Kunden ohne Maske in den Arm nimmt, oder sich zwanzig Minuten lang neben sie setzt, um mit ihnen etwas auszuschneiden. Interessant auch, dass die Krippenkinder jetzt den ganzen Tag eine Maske tragen und jedes ja überhaupt nur ungefähr zwanzig Minuten bei mir verbringt! Natürlich kümmern die Kleinen sich komplett um sich selbst, und ich kann die ganze Zeit Abstand halten, meisten noch mit einem Plastikschutz zwischen mir und dem Kind.

    Supermarktpersonal sieht mehr Leute als ich, ich wage aber zu bezweifeln, dass die so engen kontakt zu ihren Kunden haben wie ich zu meinen Kindern und deren Eltern.

  15. 25.

    Dem kann ich nur zustimmen!
    Da wird der dritte Schritt vor den ersten beiden (impfen und tatsächlich vor Ort regelmäßig testen) gemacht und das Ganze bei steigenden Inzidenzwerten! Dann hätten die Kitas auch vor 3 Wochen schon geöffnet werden können. Die Ausgangssituation wäre die Gleiche gewesen. Das ist wirklich unglaubwürdig!

  16. 24.

    Sehe ich nicht so. Verkäuferinnen im Supermarkt haben das Privileg, Masken zu tragen und Abstand zu halten. ErzieherInnen nicht. Einfach mal informieren, bevor unsachlich kommentiert wird ;-)

  17. 23.

    Ich arbeite im Kindergarten...heute wurde gesagt das wir bald geimpft werden können...jeder Kollege soll sich einen Impftermin holen...und in die Impfzentren gehen. Wieso können die Impfteams nicht Bezirksmäßig in die Kitas kommen und die Erzieher dort Impfen...in der Demenz -WG meines Bruders geht das ja auch. So fällt erstmal wieder ein Kollege aus ,da er ja zum Impfen muß....Fahrtzeit noch dazu...usw. das hätte alles schon vorher passieren müssen und nicht jetzt wo nächste Woche alle Kinder wiederkommen. Verträgt dann einer die Impfung nicht fällt er evtl. noch aus...
    Der Senat sollte mal besser überlegen....

  18. 22.

    Seit 12 Monaten wird das Kitapersonal allein gelassen. Die versprochenen Test-Busse kommen nicht. Schreiben für die Impftermine gibt es erst ab der 10.KW und weil alle Kitas ja jetzt (seit Januar)Schnelltest haben ist es doch so sicher. Jetzt mal ehrlich ist das tatsächlich der Weg den der Senat beschreiten will - mutwillig wieder die Erzieher*innen alles ausbaden zu lassen - den Frust der Eltern - die Angst der Beschäftigten sich anzustecken - die Wut der Kitaleitungen, jede Woche neue Verordnungen umzusetzen und das brav an die Eltern zu kommunizieren. Eingeschränkter Regelbetrieb mit mind. 7 Stunden-Angebot, bedeutet alle Kinder wieder an Bord, denn 70% der Kitagutscheine sind so ausgestellt. Nun dann warten wir auf den nächsten positiven Covid19-Test und machen wieder zu.

  19. 21.

    Übrigens vor dem Lockdown im Dezember waren eine Lehrerin und ein Schüler infiziert. In der Klasse wurde keiner getestet. Fand es jetzt nicht schlimm, dass man nicht die Kapazitäten zum Testen hatte, aber ich kann dann nicht so argumentieren, es gäbe keine Infizierte in solchen Einrichtungen. Man sollte mal einige Kitas einfach vollständig Testen, damit man die unsichtbaren Fälle auch endlich mal registieren kann.

  20. 20.

    So lange die Zahlen steigen würde ich mein Kind nicht in die Kita oder Schule schicken. Sind ja noch einige Tage zeit, vielleicht fängt es an wieder zu fallen. Ansonsten ist es rücksichtloses Verhalten.

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