Eine Infotafel weist an einem Strand in Schweden darauf hin, Abstand zu halten (Quelle: imago images/TT)
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Schweden in Corona-Zeiten - Von einem Land, das die Welt nicht mehr versteht

In Schweden darf sich inzwischen jeder auf Corona testen lassen. Das treibt die Zahl der ermittelten Neuinfektionen nach oben. Das Land ist nun offiziell ein Risikogebiet. Ins Ausland reisen wird zur Kraftanstrengung. Das schwedische Selbstbild ist erschüttert. Von Anke Fink

Unser Ritual in Schweden besteht aktuell daraus, täglich die magische Zahl zu ermitteln. Dabei handelt es sich um die Covid-19-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Schweden ist laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) auf der Liste der Länder, die als Risikogebiete für eine Infektion mit dem Coronavirus eingestuft worden sind. In den vergangenen sieben Tagen lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner über dem kritischen Wert 50. Inzwischen gilt in sämtlichen deutschen Bundesländern, dass Reisende aus Ländern, die diese Zahl überschreiten in eine 14-tägige Quarantäne müssen. Brandenburg und Nordrhein-Westfalen haben als letzte ihre Regeln angepasst und nun lassen auch sie niemand mehr aus Schweden ohne Quarantäne rein.

Die Zahlen sammeln die Schweden selbst

Da am 10. Juni die schwedischen Sommerferien begonnen haben, tauschen sich die Deutschen in Schweden in Facebook-Gruppen intensiv über Reiseregelungen und eben die magische Zahl aus. Ein User präsentiert sie den Mitgliedern regelmäßig und erklärt, woher er sie kommt. Die Zahlen, aus der das RKI seine Liste mit den Risikogebieten erstellt, stammen vom "European Centre for Disease Prevention and Control", das passenderweise seinen Sitz nahe der schwedischen Hauptstadt Stockholm hat. Und auf deren Website lässt sich diese Zahl mit ein paar Klicks problemlos ermitteln.

Negatives Ergebnis kann Quarantäne beenden

Seit jeder Mensch in Schweden das Recht hat, sich testen zu lassen, ob mit Symptomen oder ohne, stieg die Zahl der registrierten Neuinfektionen in den vergangenen Wochen an. Da Schweden damit offiziell Risikogebiet geworden ist, bleibt nur die Vorlage eines negativen Corona-Tests, der nicht älter als 48 Stunden ist, um sich bei den deutschen Gesundheitsämtern von den Einschränkungen einer 14-tägigen Isolation zu befreien.

Der Ansturm der reisefreudigen Schweden hat dazu geführt, dass es zu langen Wartelisten kam. Die App, die man braucht, um sich einen Termin beschaffen zu können, ist immer wieder überlastet und bietet die Option streckenweise gar nicht mehr an. Unter den Deutschen werden unter der Hand Namen von deutschsprachigen Ärzten getauscht. Die Mediziner schlagen inzwischen die Hände über dem Kopf zusammen und wimmeln ab, man solle sich an die lokalen Gesundheitscenter (Vårdcentralen) wenden. Diese wiederum verweisen auf die App, die der einzige Weg sei, um einen Corona-Test zu bekommen.

Reihenweise Heimat-Reisen abgesagt

So bleibt den Deutschen, wenn sie im Sommer ihre Familien und Freunde besuchen wollen, nur die Möglichkeit eines Tests in Deutschland. Auch darüber wird sich seit Tagen in den Social-Media-Gruppen ausgetauscht. Sie schreiben über Kosten für den Test (die Angaben reichen von 100 bis 200 Euro pro Person), die Dauer, bis man das Ergebnis bekommt und über die Bedingungen, wie es bei der aktuellen Einreise mit der Fähre oder dem Flugzeug läuft. Aufgegeben haben die meisten noch nicht, eventuell in die Heimat reisen zu können. Aber bis auf Weiteres haben die in Schweden lebenden Deutschen ihre Urlaubspläne reihenweise verschoben, wie auch wir. Obwohl ein Mitarbeiter bei dem für uns zuständigen Gesundheitsamt in Brandenburg sehr freundlich auf die Option mit einem gültigen Negativ-Test hinwies, schrecken uns die von ihm genannten Kosten von 150 bis 200 Euro pro Person für eine vierköpfige Familie schon ab.

Rache für den schwedischen Sonderweg?

An vier Tagen der vergangenen Woche lagen die Zahlen nun unter dem magischen Wert von 50 Neuinfektionen, was unsere Hoffnungen weckt, die Test-Prozedur vielleicht doch nicht über uns ergehen lassen zu müssen. Über Sinn und Unsinn dieser Zwangsisolation wird in den sozialen Medien natürlich auch gestritten. Einige bezeichnen die Quarantäne als Rache dafür, dass in Schweden die Kinder weiter zur Schule gehen durften, andere sind komplett mit den deutschen Behörden d'accord und schimpfen auf den schwedischen Sonderweg.

Corona und Schweden sind eine inzwischen häufig erzählte Geschichte. Der Verzicht auf einen Lockdown, stattdessen der Appell an die Eigenverantwortung der Menschen hat dem Land viel Kritik eingebracht, vor allem weil die Todeszahlen im Vergleich zu den nordischen Nachbarn und auch Deutschland ungleich höher sind. Am vergangenen Mittwoch (24. Juni) überschritt das Land die Marke von 5.000 Toten.

Schweden setzt Corona-Untersuchungskommission ein

Mit Stand Montagabend lag der Wert laut Johns-Hopkins-Universität bereits bei 5.310. Die anfänglich sehr hohe Zustimmung der Bevölkerung zum schwedischen Sonderweg bröckelt. Vergangene Woche gab das Umfrage-Institut Ipsos bekannt, dass zwar immer noch 45 Prozent der Schweden hinter der Corona-Strategie ihres Landes stehen, im April aber waren es mit 56 Prozent deutlich mehr.

Die hohe Anzahl der Toten und die immer noch hohen Infektionsraten haben die Gesellschaft und das schwedische Selbstbild erschüttert. Eine Corona-Untersuchungskommission soll nun klären, wer sich zu verantworten hat.

Die Isolation, die die reisefreudigen Schweden jetzt erfahren, führt zu einer breiten Debatte über den schwedischen Sonderweg, dessen Erfolg oder Nicht-Erfolg noch nicht ausgemacht ist. Denn die Zahl der Intensivbetten soll in keiner Phase der Pandemie zu gering gewesen sein, wie der Facharzt Jan Gebel aus Südschweden im Gespräch mit tagesschau.de [externer Link] erklärte. Auch eine Altersgrenze für Patienten, die in Krankenhäusern behandelt werden, hat es Gebel zufolge nicht gegeben. Zudem geht die Zahl der Toten im Vergleich zu den Vormonaten kontinuierlich zurück.

WHO hat harte Kritik zurückgenommen

Trotzdem hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Schweden auf eine Liste mit elf Ländern gesetzt, deren Corona-Neuinfektionen so schnell steigen, dass deren Gesundheitssysteme schon bald wieder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommen könnte. Darüber hat sich der schwedische Staats-Epidemiologe Anders Tegnell furchtbar geärgert und von einem fatalen Irrtum gesprochen. Tatsächlich nahm die WHO die Einschätzung noch am selben Tag zurück. In Mails an schwedische Medien hieß es, der Anteil der positiven Tests sei insgesamt beständig bei zwölf bis 13 Prozent. Die Ansteckungsraten in Schweden seien also stabil. Darüber hinaus schrieb die WHO, dass es Schweden durch die Einbindung der Gesellschaft gelungen sei, die Verbreitung auf einem Niveau zu halten, das das Gesundheitssystem bewältigen könne. Nur von der Liste der Risiko-Länder gestrichen wurde Schweden nicht und berichtet über die Korrektur der WHO hat laut N-TV auch so gut wie kein internationales Medium.

Bleibt alles wie es ist

Was genau nun in Schweden künftig im Umgang mit Corona geschieht, ist noch nicht ausgemacht. Aber auch in den vergangenen Monaten hat sich die Regierung nicht von ihrem Weg abbringen lassen, die Einschränkungen eher moderat zu halten. Vermutlich wird dies auch vorerst so bleiben, zumal man in den zurückliegenden richtig heißen Sommertagen nicht mehr viel von einer Pandemie gespürt hat. Die Menschen genießen an den zahlreichen Stränden die langen hellen Tage und vielleicht sogar ein bisschen, dass sonst keiner da ist. Denn Touristen gibt es immer noch so gut wie keine. Schweden gehört jetzt fast nur den Schweden.

Beitrag von Anke Fink

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37 Kommentare

  1. 37.

    Ich wohne unweit der Schweizer Grenze. Wenn ich hier mit der DB fahre ist die auch bis zum Anschlag voll ! (dazu kommen noch die Urlauber).Ich habe hier ein Freibad fast vor der Nase, aber fast Niemand geht hin weil die Hürde dazu ganz massiv ist. Ein paar Km südlicher ist dies weniger problematisch. Ich fahre gerne einmal auf den Wochenmarkt nach Freiburg (Breisgau). Bedingt durch die Schlangen (Abstand ) ist der Wochenmarkt noch voller. Schwarzwald u. Bodensee sind wieder richtig überlaufen.
    In mancher Situation würde ich mir schon wünschen, es wäre etwas leerer, in etwa so wie in Schweden. (was im Fernsehen zu sehen war!) Viele Grüsse in den hohen Norden

  2. 36.

    Irgendwie versucht man das Ganze Thema zu verstehen! Ich wohne unweit der Grenze zur Schweiz. In der Schweiz hat man jetzt als die Zahlen auch in der Schweiz deutlich geringer sind als März / April nun eine Vorschrift, dass Schutzmasken auch im Öffentlichen Nahverkehr zu tragen sind! Wenn man ins Freibad will, ist es da auch wesentlich einfacher. In Dänemark ist man am 15. April zum Regelunterricht übergegangen. Abstandsregel 1 m. Der Schulbus ist wieder normal besetzt. (Quelle dän. Lehrer)
    In Deutschland hat das RKI eine Sondergenehmigung herausgegeben das auch infizierte Pfleger weiter arbeiten dürfen inmitten einer absoluten Risikogruppe. Bedingt durch die mitunter mangelhaften Schutzkleidung / Schutzmasken kam es natürlich zu Ansteckungen. <Hatte dies ein B. Palmer schon vorausgehen?
    Ein seltsames Wirrwarr. Aus dem u.U. Schweden mit den geringsten Problemen wieder neu starten kann°!

  3. 35.

    Einfach mal den link Tagesschau im Artikel anklicken und lesen, was der dt. Arzt Jan Gebel zum Thema Beatmung usw. sagt - besser als nur zu spekulieren;-)
    Mit freundlichen Grüßen aus Schweden

  4. 34.

    Also, da muss ich nun doch reagieren: das ist genau das Bild, das die dt. Medien gemalt haben: Leute in Cafés in Stockholm, immer wieder dieselben Bilder. Ich wohne in Südschweden und wir haben uns alle so gut es geht abgeschottet, Home-Office für alle, die es konnten. Klar waren die Kinder in Kita und Schule, welche Eltern hätte sonst in der Altenpflege, im Gesundheitswesen und in den Läden u.a. arbeiten sollen????
    Meine Töchter hatten Fern-Uni und Fern-Abitur, die Theater, Opernhäuser, Kirchen, Kinos, Tanzlokale, Sporthallen -alles geschlossen! Aber die dt. Medien erzählten immer wieder: in Schweden ist ja alles erlaubt und offen.
    Deutschland ist nach den Lockerungen genau da, wo Schweden die ganze Zeit war. Schweden hat sich als einziges Land in Europa an die gemeinsamen Pandemie-Pläne gehalten und dafür werden wir Bürger jetzt bestraft.
    Ich würde gern mal wieder in mein Heimatland reisen. Deswegen werde ich aber nicht gern als genussüchtig oder egoistisch bezeichnet.
    MfG

  5. 33.

    Hallo wer zu Lockdown zeiten mit dem Flugzeugb nach Deutschland eingereist ist hat einen Zettel bekommen wo man gebeten worde sich freiwillig in Quarantäne zu begeben und hier spielt ma verrückt weil Schweden das einzig richtige macht das jeder das Recht Hat auf einen Corona Test was in Deutschland nicht gemacht wird und wir deshalb so relativ wenig Fälle haben.
    Den Weg den Schweden geht ist in Ordnung nur so bekommt man einen richtigen Überblick.

  6. 32.

    Alleinige Quelle für die Gesundheitsämter ist diese Liste:

    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html;jsessionid=89B7CFC8EEB0D93342E7DADE59F6C2C1.internet092

    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Transport/Archiv_Risikogebiete/Risikogebiete_03072020_16_Uhr.pdf?__blob=publicationFile

    Stand: 03.07.2020 16:00

  7. 31.

    Jetzt hat Schweden nicht mehr wie 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einw. in den letzten 7 Tagen!
    Wird Schweden jetzt von der Risikogebietsliste des RKi genommen?

    Quelle:
    https://experience.arcgis.com/experience/09f821667ce64bf7be6f9f87457ed9aa

    bei einer Einwohnerzahl: 10.100.000

  8. 30.

    Da möchte ich mich im Großen und Ganzen anschließen, aber noch etwas zur oft zitierten hohen Sterblichkeit in Schweden anmerken. Dasselbe Virus hat auch immer dieselbe typische Sterberate. Natürlich ist diese noch abhängig von der Anzahl der Infizierten, der Verteilung der Infektionen auf die Alter- bzw. Risikogruppen und falls das Gesundheitssystem die Patienten nicht versorgen kann auch davon. Bestimmt hat Schweden Fehler im Testen und im Schutz der Risikogruppe der Alten und Pflegebedürftigen gemacht. Aber vergleicht man die Mortalitätsrate von Schweden (52 Tote pro 100.000 Einwohner) mit Deutschland (10 Tote pro 100.000) so ergibt sich Faktor 5:1. Wenn man die aktuellen Einschätzungen der Dunkelziffern vergleicht (Deutschland ca. 2%, Schweden > 7,5%) landet man bei dem Faktor 1:3.5. Das macht schon den größten Teil aus. Vergleich man dies mit Bayern (20 Tote pro 100.000), so steht Schweden sogar besser da. Es kommt zum Schluss also auf die Gesamtzahl der Infektionen an.

  9. 29.

    Wir sollten den schwedischen Weg etwas differenzierter betrachten. Natürlich sind dort Fehler entstanden. Die Betreuer
    in den Altenheimen hätten besser auf Covid 19 kontrolliert werden müssen. Auch ein Atem- und Mundschutz wären auch in Schweden sinnvoller gewesen.Nur die deutsche Überheblichkeit mit ihrem Lockdown und dem dahergehenden Abwürgen des gesellschaftlichen Lebens und der Wirtschaft waren unüberlegt. Was haben sie gebracht?
    Die Ansteckungsrate wurde in Deutschland nur verlangsamt, zugenommen haben aber häusliche Gewalt, Einsamkeit, psychische Probleme, Massenarbeitslosigkeit und eine exorbitante Verschuldung. Eine Verschuldung, die nun in Kauf genommen wurde, um die Wirtschaft überhaupt wieder in Gang zu bringen. Im Gegensatz zur deutschen staatlichen Bevormundung setzt Schweden auf Eigenverantwortung. Was letztlich besser ist, wird die Zeit zeigen.

  10. 28.

    Die Corona-Krise ist noch lange nicht überlebt. Solange keine Impfstoffe und keine wirksame Medizin vorhanden sind, kann nur eine Durchseuchung der jüngeren Bevölkerung zur Immunität führen, die das Virus vorerst stoppt. Diesen Weg verfolgt Schweden und wird schneller Corona-frei sein als alle andern Länder und dabei haben sie ihre Wirtschaft, ihre Schulen, das soziale Leben nicht ruiniert. Dank werden sie allerdings kaum bekommen, denn weltweit wurden zuviele Fehler gemacht, die niemand verantworten will.

  11. 27.

    Auf der mit Datum 01.07.20 aktualisierten Seite steht Schweden noch immer oder wieder auf der Liste...

    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

  12. 26.

    Schweden kann man absolut nicht mit Deutschland vergleichen. Auch haben die noch genug Intensivbetten und eine Beatmung ist nicht gleich Beatmung und das beherrschen auch die schwedischen Ärzte. So außergewöhnlich kompliziert ist das nun nicht. Richtig ist aber, dass sehr viele Schweden sich testen lassen und damit natürlich mehr Fälle aufgedeckt werden. Außerhalb der Ballungszentren (wie auch in Deutschland) gibt es so gut wie keine Ansteckungen. Richtigen Mist haben sie bei den Besuchsregeln für Alten- und Pflegeheime gemacht und auch die offenen Schulen tragen zur Verbreitung der Erkrankung bei.
    Übrigens hat eine Empfehlung in Schweden etwa die Wirkung wie ein Verbot in Deutschland. Nur mal so zum Verständnis der Mentalität in Schweden.

  13. 25.

    Nun, die haben 5000 Tote. Wir haben 82 statt 10 Mio Einwohner. Also hätten wir jetzt wahrscheinlich 40 000 Tote. Ich sehe nicht, was wir dann richtig gemacht hätten.
    Und so wie ich das mitbekomme, sind die jetzt mit den für Corona Patienten ausgelegten Intensivbetten bereits am Anschlag.
    Das heißt, das Ganze fängt jetzt an zu kippen. Was man hört, bekommt jetzt schon nicht mehr jeder, die notwendige Behandlung. Wie ein Stockholmer Arzt in einem Video erklärte, stirbt ein Corona Patient auf einer normalen Intensivstation innerhalb von 24 Stunden. Die Beatmung dieser Patienten ist so kompliziert, dass dies nur mit speziellen Beatmungsplätzen und gut ausgebildetem Personal funktioniert.

  14. 24.

    Im Frühjahr im Cafe in der Sonne Eis genießen, die eigenen Kinder in der Schule und Kita abgeben, (wo das Personal wesentlich weniger verdient als man selbst), da ist der schwedische Sonderweg gut. Aber wo jetzt der Urlaub gefährdet ist aufgrund der hohen Fallzahlen, wird an allen Ecken und Enden gejammert. Eine genusssüchtige und egoistische Lebenshaltung wird als das Natürlichste und Normalste getarnt.

  15. 23.

    Das RKI hat gerade um 12:15 die neue Liste der Risikogebiete veröffentlicht. Schweden steht drauf
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

  16. 22.

    ºOMG
    Schweden hat nichts getan um etwas tun zu müssen.... Ja das ist korrekt.
    Die Wirtschaft ist nicht vor die Wand gefahren worden, ob wir uns davon Erholen ist noch abzuwarten.
    Spanien wird es nicht, Italien auch nicht.
    Das was Sie Rettungspalket nennen ist eine Versklavung unserer Kinder und Kindeskinder
    Die Suizidrate ist nach oben geschnellt und der Seelische-Schaden an der Bevölkerung wagen selbst Psychiater
    noch nicht abzuschaetzen, aber sieht richtig Scjeisse aus.
    All das hat sich Schweden erspart---- Was haben wir so toll gemacht und die so schlecht?
    Jetzt aber nochmal anstrengen und Nachdenken.

  17. 21.

    Dann guck dir mal die Zahlen von Smaland an. Die Region Kalmar oder Beklinge habe niedrigere Zahlen als viele Landkreise in Deutschland. Da verstehe ich nicht warum ein Ferienhaus dort schlechter sein soll als ein Bauernhof in Deutschland.

  18. 20.

    Ich zitiere aus einem Intervies von Tagesschau.de mit einem Arzt, der aus Deutschland nach Schweden gegangen ist. http://www.tagesschau.de/interview-arzt-schweden-101.html

    War der Sonderweg dann im Ergebnis richtig?

    Gebel: Das lässt sich so pauschal nicht beantworten. Es war zumindest für meine Region nicht grundsätzlich falsch. Man muss vielleicht auch noch bedenken, dass das Institut, das man wohl mit dem deutschen Robert Koch-Institut vergleichen kann, eine Volksgesundheitsbehörde ist. Die schauen nicht nur auf das blanke Infektionsgeschehen. Die gucken sich auch an, welche Auswirkungen einzelne Maßnahmen auch auf die soziale Situation haben kann. Das mag bei der Entscheidung, etwa Schulen offen zu lassen, auch eine Rolle gespielt haben. Als Vater von drei Kindern bin ich froh, in Schweden zu leben.
    Ich denke, dass sagt eigentlich alles!

  19. 19.

    Meine Alternative ist es dieses Jahr ganz auf Urlaub zu verzichten. Ich kenne einige die mit Urlaub auf dem Bauernhof gute Erfahrungen gemacht haben. Es gibt viel grau zwischen schwarz und weiß. Ich würde mich übrigens selbst von Leuten fern halten die aus Gebieten kommen die von den Zahlen schlechter stehen wie wir. Davon abgesehen, was meinst du denn wo die Schweden dieses Jahr Urlaub machen. Vermutlich in ihren eigenen Urlaubsregionen.

  20. 18.

    Was gibt es da nicht zu verstehen?
    Andere Staaten kämpfen gegen die Ausbreitung des Virus und investieren Milliarden in den Schutz der Bevölkerung und in Maßnahmen, die die Wirtschaft retten sollen und Schweden tut nichts und wundert sich nun, dass diese Staaten ihre Erfolge nun schützen.
    Darüber sollten die Verantwortlichen mal nachdenken, die ihrer Bevölkerung das antun.

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