Archivbild: Auf dem Markt in Finsterwalde bieten am 22.07.2020 Händler ihre Waren an. (Quelle: dpa/Bernd Settnik)
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Neuinfektionen - Erstmals seit April mehr als 100 neue Corona-Fälle in Brandenburg

Nicht nur in Berlin, sondern inzwischen auch in Brandenburg steigen die Corona-Zahlen rapide an: Hier waren es in den zurückliegenden 24 Stunden erstmals wieder so viele wie Ende April.

Die Zahl neu festgestellter Ansteckungen mit dem Coronavirus schnellt auch in Brandenburg in die Höhe. Die Marke von 100 neuen Fällen wurde zum ersten Mal seit dem 24. April übertroffen.

Von Dienstag bis Mittwoch seien 112 zusätzliche Infektionen hinzugekommen, teilte die Landesregierung am Mittwoch mit. Die Zahl der registrierten Ansteckungen seit März übertraf die 5.000er-Grenze und liegt bei 5.083.

Die meisten neuen Infektionen meldete der Landkreis Oberhavel mit 17, gefolgt von Potsdam mit 12. Derzeit gelten 763 Menschen als erkrankt. Geschätzt 4.143 sind genesen.

In Berlin mehr als 700 neue Fälle

Auch in Berlin haben die Corona-Zahlen deutlich angezogen. Die Gesundheitsämter meldeten am Dienstag 706 neue Fälle, das ist der höchste Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Pandemie.

Weiterhin liegen acht der zwölf Stadtbezirke zum Teil deutlich über dem kritischen Schwellenwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Berlinweit liegt er nun bei 71,5.

Sendung: Brandenburg aktuell, 14.10.2020, 19:30 Uhr

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6 Kommentare

  1. 6.

    Seit den Sommermonaten warnen Politiker und Mediziner vor der zweiten Infektionswelle. Da müssten doch die Konzepte fertig in der Schublade liegen, es war Zeit dazu. Jetzt, wo es los geht, fangen die Verantwortlichen an, zu beraten. Etwas spät, finde ich.

  2. 5.

    Ich fordere die Landesregierung auf, sich jetzt endlich dem Schutz der Risikogruppen zu widmen. Es gibt immer noch keine Konzepte zum Schutz der Angehörigen der Risikogruppen und zwar aller und nicht nur der in Alten- und Pflegeheimen. „Echte“ Risikogruppen sind nur zu einem sehr geringen Prozentsatz dort untergebracht. Besuchs- und Hygieneregeln für diese Einrichtungen (im Frühjahr die einzige Antwort) sind also kein ausreichendes Konzept für den Schutz der gesamten Risikogruppen.
    Eine Möglichkeit wäre die Festschreibung (und Umsetzung) asymptomatische Tests in den Teststrategien, damit Covid-19-Infektionen rechtzeitig erkannt werden und nicht erst bei einem Routinetest im Krankenhaus, wie im Krankenhaus Spremberg, wo dann jede Hilfe zu spät kam. Angehörige der Risikogruppen haben die schwersten Verläufe. Wenn eine Covid-19-Infektion bei denen zu spät erkannt wird, gibt es kaum noch eine Chance. Ein Klinikleiter in Italien hat das im März in einem TV-Interview begründet.

  3. 4.

    Ja ich halte mich auch an die Regeln. Alles andere interessiert mich nicht mehr. Weil auch diese ganzen Widersprüche bestehen. Über 700 Neuinfektionen festgestellt in 24 Stunden. Na ja.

  4. 3.

    Anfang Mai wurde meine Frau Opfer eines vorsätzlichen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz (EindVO), dem sie schutz- und wehrlos ausgeliefert war. Eine beim Ordnungsamt der Gemeinde gestellte Anzeige wurde „platt“ gemacht. Eine beim zuständigen Gesundheitsamt des Landkreises gestellte Anzeige wurde nach fast 12 Wochen mit einem (gefälschten) Bescheid geschlossen. Auf deshalb an das MSGIV (Ministerin) gerichtete Beschwerden ließ sie mitteilen, dass man keinen Handlungsbedarf sieht. Als Begründung wurde uns durch einen Beauftragten mitgeteilt, dass ja nichts passiert ist - wir wurden ja nicht infiziert (und leben doch noch).
    Eine deshalb an den MP gerichtete Beschwerde, mit dem Vermerk "persönlich" versehen, hat er bis heute nicht beantwortet. Wir haben kein Vertrauen mehr in unsere Landesregierung. Wie wollen die die Pandemie in den Griff kriegen? Das ist doch alles nur Schauspielerei.

  5. 2.

    Aufgabe der Politiker ist aber auch regelmäßig vernünftige Zeitfenster zu nennen. Seit 7 Monaten werden die Menschen mit tausenden Nachrichten zugebombt. Da höre auch ich irgendwann nicht mehr hin. Und dieses ständige gedrohe jetzt auch noch mit Weihnachten lassen sich immer weniger gefallen bzw. nehmen das überhaupt noch ernst Unsere Medien sind daran auch mitschuldig mit den ständigen negativen Schlagzeilen. Mit ist das langsam egal was beschlossen wurde. Ich halte mich an die AHA regeln was ich bis auf die Maske vorher auch getan habe. Mehr aber auch nicht. Neue Verordnungen interessieren mich nicht.

  6. 1.

    Man kann nur immer wieder an die Vernunft der Mitmenschen appellieren sich an die Regeln zu halten und an die Politiker endlich kompromisslos durchzugreifen bei den unbelehrbaren Egoisten.
    Es funktioniert doch in Mecklenburg/Vorpommern.
    Wir sind auf Rügen. Alle achten auf Abstand, tragen, wo notwendig Masken und auch die Restaurants achten auf die penibel auf die Hygiene. Anders als wir das in Fürstenwalde erlebt haben.
    Warum geht das in LOS und Umgebung nicht?

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