Ein Kommunikationsteam der Polizei geht Streife im Mauerpark. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Bild: dpa/Jörg Carstensen

Berliner Parks gut besucht - Polizei kontrolliert Kontaktverbot mit Hubschrauber

Sonne und milde Temperaturen: Bei diesem Wetter sind viele Berliner am Samstag draußen unterwegs. Die Polizei kontrolliert mit Hunderten Beamten und einem Hubschrauber die Einhaltung der Abstandsregeln. Am Rosa-Luxemburg-Platz mussten sie eingreifen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Die Berliner Polizei kontrolliert am Samstag mit 500 Beamten die Einhaltung des sogenannten Kontaktverbots. Außerdem ist ein Hubschrauber im Einsatz, der aus der Luft nach möglichen Menschenansammlungen sucht, wie die Polizei am Nachmittag auf Twitter mitteilte.

Das sonnige Wetter lockte am Samstag viele Berliner in die Parks der Hauptstadt - jedoch meist mit ausreichend Sicherheitsabstand zueinander. "Hin und wieder gibt es ein paar Verstöße gegen die Verordnung", sagte die Polizeisprecherin am Nachmittag. Für ein Fazit sei es noch zu früh. Am Sonntag wird die Polizei voraussichtlich in ähnlicher Stärke unterwegs sein.

Eine Demonstrationsteilnehmerin wird bei einer Demonstration unter dem Motto "Grundrechte verteidigen - Sage NEIN zur Diktatur!" auf dem Rosa-Luxemburg-Platz von einem Polizisten des Platzes verwiesen. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Polizeieinsatz am Rosa-Luxemburg-Platz | Bild: dpa/Jörg Carstensen

Nicht genehmigte Demo am Rosa-Luxemburg-Platz

Am Rosa-Luxemburg-Platz ging die Polizei gegen eine nicht genehmigte Demonstration vor. Die rund 40 Teilnehmenden kritisierten die durch die Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen wie das Kontaktverbot. Der Verein "Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand" und das sozialistische Magazin "Die Rote Fahne" hatten zu der Demonstration aufgerufen - verbunden mit der Bitte um Atemschutz und Mindestabstand. 

Die Beamten forderten die Demonstranten zunächst auf, den Platz zu verlassen, wie eine Polizeisprecherin am Abend auf Anfrage von rbb|24 sagte. Einige seien dem nachgekommen. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, wurde den anderen "zur Feststellung der Personalien kurz die Freiheit beschränkt". Es würden Anzeigen gestellt wegen Verstößen gegen das "Infektionsschutzgesetz in Verbindung mit der Eindämmungsverbotsverordnung", sagte die Sprecherin.

Polizei stellte keine "Corona-Partys" fest

Bei einer 24-stündigen Kontrolle von Freitagmorgen bis Samstagmorgen notierte die Berliner Polizei den Angaben zufolge 30 Strafanzeigen und 79 Ordnungswidrigkeiten. Illegal geöffnete Lokale mussten jedoch nicht geschlossen werden. Auch "Corona-Partys" von Jugendlichen stellte die Polizei nicht fest.

Der Berliner Senat hatte das wegen der Corona-Pandemie seit dem 23. März geltende sogenannte Kontaktverbot inzwischen bis zum 19. April verlängert. Außerdem hat der Senat einen Bußgeldkatalog beschlossen.

Für Brandenburger Polizei steht Aufklärung im Vordergrund

Auch in Brandenburg ist die Polizei mit Beginn des Wochenendes ausgerückt, um zu kontrollieren, ob die Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingehalten wird. Bislang steht für die Einsatzkräfte aber die Aufklärung im Vordergrund.

Wie ein Sprecher des Lagedienstes am Samstag der Deutschen Presse-Agentur sagte, wurde die Polizei im Land zu einigen Ansammlungen gerufen, bei denen die Mindestzahl der Teilnehmer überschritten worden sei. Meist bleibe es aber bei beratenden Gesprächen.

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76 Kommentare

  1. 76.

    Darf ich eigentlich als Berliner eine Motorradtour durch Brandenburg machen?
    ich trage einen Helm, beim tanken einen Mundschutz und wäre ja allein unterwegs.
    Dürfte doch eigentlich kein problem dar stellen, oder doch?

  2. 75.

    Sie haben zwar im Prinzip Recht, aber wenn die Ärzte (Virologen, Epedemiologen) Recht haben, dürfte sich, bei Einhaltung aller Maßnahmen, niemand und damit ist gemeint NIEMAND tatsächlich anstecken, d.h. jede einzelne Ansteckung wäre theoretisch zu verhindert gewesen. Nur unser Freiheitsdrang, unser Lebensstil mit all den eingefahrenen Gewohnheiten hat uns unsere jetzige Misere eingebracht. Böse ausgedrückt, könnte man sagen, der Mensch ist zu 98-99% selbst verantwortlich dafür, ob er angesteckt wird oder nicht (abgesehen natürlich von Personen, die es nicht selbst in der Hand haben, sich zu schützen, wie Kranke zum Beispiel). In diesem Sinne, schützt euch ab morgen wieder ... und bleibt gesund ...

  3. 74.

    Es ist toll auf dem Balkon, bequem, hellblauer Himmel, strahlender Sonnenschein,ganz viel Ruhe und gaaanz selten mal ein Flieger,weil Tegel ja fast ausgestorben ist. Unsere kinderreichen Familien sind mit Rollern und Fahrrädern, kinderwagen losgezogen.
    Leider wird es, wenn wir alles überstanden haben, sicher wieder viel Fluglärm,Unruhe und Hektik geben,weil die Menschen so weitermachen werden,wie vor den Einschränkungen. Dabei zeigt uns diese Zeit, dass eben nicht immer alles hier und sofort klappen und zu haben sein muss.

  4. 73.

    Mathe ist schon erst mal gut. Wie würde es aber aussehen wenn die gegenwärtigen Maßnahmen nicht existieren würden.? Ich erinnere an Ischigl in Austria. Dort begann Europas Durchseuchung. Trotz Hinweise ging der Zirkus der Skifrreunde abends in den Saufbuden weiter. Dann sah ich 1 Coronafall in Island; der war natürlich in Ischigl. Wenige Tage später waren es 10 in Island. Noch ein Tip: Der Zinseszins. Muss ich mehr schreiben ?

  5. 72.

    Ich glaube sie haben noch viel zu lernen und damit meine ich nicht einmal ihre Rechtschreibung. Nach 31 Jahren könnte man schon erwarten dass sie das GG der Bundesrepublik nicht mit der DDR Diktatur verwechseln.

    Dort passierte einem auch nichts wenn man immer schön alles machte was die Staatsmacht vorgab, gell?

  6. 71.

    Sollen sich doch alle mit ihren Decken auf den Wiesen und um leere Bänke in Parks kloppen.
    Das ist sowieso eine Endlosdiskussion,bei der es so manchem nur um Schlupflöcher in Regelungen geht und nicht um die Gesundheit der Bevölkerung.
    Ich lege mich jetzt auf die Liege und genieße die Ruhe auf meinem sonnigen Balkon,den ich schon seit 43 Jahren habe und genieße. Auch schon zu Zeiten, wenn es mir in West-Berlin in Parks zu voll wurde.

  7. 70.

    Die Leute haben dort für das Grundgesetz demonstriert.
    Populismus oder AfD kann ich da nicht erkennen.

  8. 69.

    "Warum begreifen einige Menschen nicht, dass es hier um unser aller Gesundheit, um die Existenz vieler kleiner Unternehmen und letztlich um auch um die persönliche Existenz geht, wenn diese Maßnahmen durch die Unvernunft einiger Unbelehrbarer unnötig länger dauern müssen.
    Was meinen Sie, wie lange unsere Gesellschaft das aushalten wird?"
    Tja das ist leider ein Problem in unserer Gesellschaft: über Jahrzehnte wurden Solidarität und Disziplin immer mehr abgebaut. So langsam verstehen die Bürger aber wieder das eine Gesellschaft ohne Vorschriften und Verordnungen nicht funktioniert. Leider gibt es immer noch einige unvernünftige Menschen die sofort schreien das wir eine Diktatur und einen Polizeistaat haben. Glücklicherweise ist diese Gruppierung eine Minderheit und nicht an der Macht!

  9. 68.

    Nun hängen Sie sich wieder an dem Bild auf, wo ein Polizist, übrigens zu recht, einer älteren Dame einen Platzverweis erteilt. Die vielen anderen, vor allem Jüngeren, die ebenso gegen staatliche Auflagen verstießen sind dann egal.
    Es gibt eben Regeln an die sich die Bürger zu halten haben und die die Polizei durchsetzen hat. Das ist ihre Aufgabe und ihr Recht.
    Warum begreifen einige Menschen nicht, dass es hier um unser aller Gesundheit, um die Existenz vieler kleiner Unternehmen und letztlich um auch um die persönliche Existenz geht, wenn diese Maßnahmen durch die Unvernunft einiger Unbelehrbarer unnötig länger dauern müssen.
    Was meinen Sie, wie lange unsere Gesellschaft das aushalten wird?

  10. 67.

    Bergamo, New York, Madrid ... schon mal die Nachrichten verfolgt?
    Wollen Sie die Toten auch vor der Charite aufgestapelt sehen? Es geht nur un ein bisschen Rücksichtnahme und das wird die Berliner Spaß Guerrilla wihl verkraften...

  11. 65.

    Diese ganze Diskussion um Abstände im Freien, auf einer Bank im Park oder mit einer Decke kurzzeitig auf einer Grünfläche ist doch völlig für die Katz..... und nur panisch überzogen. Schauen wir uns um, 3 Mann Besatzung auf engstem Raum im Hubschrauber, Streifenpolizisten nicht mal Armlänge auseinander mit Bürgern im Gespäch oder im Dienstfahrzeug unterwegs, Kleinbusse mit bis 8 Bauarbeitern auf der Autobahn, Feuerwehrfahrzeuge mit Staffel- oder Gruppenbesatzung, alle ohne Mundschutz und notwendigen Abstand zueinander !! Leben die alle in einem Haushalt??? Und der kleine unbescholtene Bürger darf nur mit einer im eigenen Haushalt lebender Person unterwegs sein??? Für mich eine echt komische Logik, aber wie es auch schon immer war.... Wasser predigen und Wein s......n...!!!!!

  12. 64.

    Das beruhigt mich: "Polizei kontrolliert Kontaktverbot mit Hubschrauber". Ein Kontakt mit einem Hubschrauber kann sehr unangenehm sein.

  13. 63.

    Interessante Wortwahl, es ist zwar das alte Mütterchen aber nicht das alte Väterchen? Und wer Mutter oder Vater ist, kann ich am Alter ja sowieso nicht festmachen. Also lieber "alte Frau" und "alter Mann"? Oder vielleicht "alte Person"?

  14. 62.

    Müssen diese armen Polizisten echt Westen tragen, auf denen "Kommunikationsteam" steht? Diese Drei wurden also darin ausgebildet, wie man mit dem Bürger spricht - die 25.150 anderen NICHT? Ich meine, damit würde sich durchaus Einiges erklären lassen... aber gibt es ein noch deutlicher sichtbares Armutszeugnis?!

  15. 61.

    Na sicher, natürlich mit dem Hubschrauber, unter dem macht´s die Berliner Polizei nicht, ist ja genug Steuergeld da !
    Energiesparende, umweltverträgliche kleine Drohnen machen natürlich nicht so viel her, obwohl für diese Zwecke sehr viel besser geeignet.
    Ich glaube man darf langsam am Verstand der Berliner Polizeiführung zweifeln !

  16. 59.

    Also, jetzt lassen Sie aber mal die Pferde im Stall! Keiner hat in den Parks die Menschen auseinander getrieben, schon gar nicht mit Hubschraubern! Ich habe den Hubschrauber am Nordufer und an den Rehbergen gesehen; und dieser flog in einer angemessenen Höhe! Betrachtet man das staatliche Eingreifen in die Grundrechte in anderen Ländern, so geht es hier zu Lande wirklich noch sehr human zu!

  17. 58.

    Danke für "Mielke hätte seine helleste Freude gehabt..." insbesondere bezüglich des Umgangs mit den kleinen Demos bei denen Mindestabstände eingehalten werden. (Gehts mehr um Grundrechtseinschränkungen als Infektionsschutz?!) Anders z.B. gestern auf den Wegen im Treptower Park - selbst auf den breiten geteilten Geh- und Radwegen wäre es aufgrund der hohen Dichte an Menschen kaum möglich gewesen Abstand zu halten. Weiß nicht, ob das Aufteilen nach Nutzung helfen würde, Sitzen, Spielen, Gehen, Rennen, Inline... Radfahren... Die verschiedenen Geschwindigkeiten führen offenbar zu "Stau" und engem "überholen" - im Ergebnis Gedränge mit weniger als 0,5 m Abstand.
    @rbb Mit ausgestreckten Armen durch einen gut besuchten Park laufen wäre ein interessantes Experiment.
    Sehenswert die aktuellen Beiräge bei "Monitor" zu Grundrechtseinschränkungen.

  18. 57.

    Auf dem Bild 3 Polizisten und nicht mal eine Armlänge Abstand? Also wirklich!

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