Ansammlung von Großfamilie - Polizei muss Eingang zum Urban-Krankenhaus erneut sichern

Do 23.04.20 | 08:01 Uhr
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Polizei vor dem Urban-Krankenhaus (Quelle: rbb)
Audio; JOURNAL | 23.04.2020 | Ricardo Westphal | Bild: Morris Pudwell

Weil eine ältere Frau eines arabischstämmigen Clans im Kreuzberger Urban-Krankenhaus behandelt wurde, haben sich dort am Mittwochabend erneut Dutzende Clanmitglieder versammelt. Nach rbb-Informationen soll die Frau dann in der Nacht verstorben sein.

Zahlreiche Angehörige eines bekannten arabischstämmigen Berliner Clans haben sich am Mittwoch vor dem Urban-Krankenhaus in Kreuzberg eingefunden und dort nach Reporterangaben gegen die Corona-Regeln verstoßen. Wie die Polizei mitteilte, wollten sie einer älteren Frau die letzte Ehre erweisen, die seit Montag in der Klinik behandelt wurde.

Dutzende Polizisten bildeten laut DPA vor dem Haupteingang eine Kette, um den Zugang zum Krankenhaus zu kontrollieren und den Klinikmitarbeitern das ungestörte Arbeiten zu ermöglichen. Auf der Auffahrt standen mehr als zehn Einsatzwagen.

Wegen der Ansammlung wurden nach Angaben von Reportern die Abstandsregeln wegen der Coronavirus-Pandemie vielfach missachtet. Die Polizei machte zunächst keine Angaben zu Verstößen oder Anzeigen. Die ältere Frau soll nach rbb-Informationen in der Nacht zu Donnerstag gestorben sein.

Einsatzkräfte seien bereits den ganzen Mittwoch über vor Ort gewesen, gegen Abend habe die Zahl der Familienmitglieder zugenommen, sagte ein Polizeisprecher. Zahlen lagen ihm nicht vor. Die Menschen wollten einer Patientin des Krankenhauses, deren Zustand kritisch sein soll, die Ehre erweisen, sagte der Sprecher.

Polizeieinsatz bereits in der Nacht zu Dienstag

Bereits nach der Einlieferung der älteren Frau in die Klinik am Montagabend hatte die Präsenz zahlreicher Menschen vor der Klinik einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Stimmung sei aber nicht besonders angespannt gewesen, die Beamten hätten nur auf Einhaltung der Abstandsregeln geachtet, hieß es. Etwa 60 Angehörige des Berliner Remmo-Clans hatten die Rettungsstelle des Klinikums blockiert.

Außerdem war es in der Nacht zu Dienstag zu Verfolgungsjagden mit Autos zwischen der Polizei und flüchtenden Clan-Mitgliedern in Neukölln gekommen. Die Polizei überprüfe, ob die Autofahrer unterwegs zum Urban-Krankenhaus waren und ebenfalls zum Remmo-Clan gehören, wie ein Polizeisprecher sagte.

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36 Kommentare

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  1. 36.

    "Ob nun links oder rechts, Alles dieselbe"

    Womit sich eine Antwort erübrigt hat wenn man solchen Schwachsinn glaubt. Es geht btw. auch andersherum wie man an dem glühenden Antisemiten Gedeon sieht. Oder ehemalige SED Kader in der rechtsextremen AfD. Es liegt doch wohl eher an den Personen und deren Charakteren selbst wenn man vom Steinzeitkommunisten zum Rechtsextremisten mutiert.

  2. 35.

    "Mit Ihrem Totschlagargument können Sie niemanden aus der Reserve locken."

    Aha. Beides scheint ja nicht zu stimmen. Weder ist "Das war doch völlig klar dass sich Rechtsextreme und Rassisten auf diesen Artikel stürzen werden wie Fliegen auf ein Stück Schei... Beides halt schön braun." ein Totschlagargument und scheinbar reicht Sarkasmus aus um einige "aus der Reserve (zu) locken."

    Wo setze ich denn auf die "Zensur der Berichterstattung"? Und Verschwörungstheorien? Die basteln diese Wirrköpfe so oder so.

  3. 34.

    Mit ihrem Kommentar verorten Sie sich auf höchstens demselben Level derer, denen Sie mit ihren Vorwürfen etwas unterstellen wollen, so denn überhaupt Ihre Äußerung noch als Vorwurf zu sehen ist. Ob nun links oder rechts, Alles dieselbe ... Man denke an Horst Mahler.

  4. 33.

    Das geht gar nicht ich bin sprachlos wie Rücksichtslos ein Krankenhaus das in der Pandemie jedem Menschen versucht zu helfen zu Genesung so belagert wird. In Italien und anderen Länder sterben 1000te und kein Familienmitglied darf sich verabschieden. Jeder hat schon ein Familien Mitglied verloren und mann kann auch zuhause mit seinen lieben trauern.

  5. 32.

    Mit Ihrem Totschlagargument können Sie niemanden aus der Reserve locken. Es bringt nichts. Es sei denn, Sie setzen auf Zensur der Berichterstattung, damit Ihre Rechtsextremisten dann an Verschwörungstheorien basteln können.
    Der Zugang zu einer Rettungstelle sollte - mglw. auch in Ihrem Interesse - gewährt sein und nicht durch eine Trauergemeinde blockiert werden. Nicht mehr und nicht weniger.

  6. 31.

    Das war doch völlig klat dass sich Rechtsextreme und Rassisten auf diesen Artikel stürzen werden wie Fliege auf eine Stück Schei... Beides halt schön braun.

  7. 30.

    Ist schon echt beängstigend, wenn ich Ihren Kommentar lese. Nochmal hier. Auch Ihnen gilt mein Respekt.

  8. 29.

    Die Klientel, die sich dort vorm Krankenhaus versammelt hat, brauchen Sie ganz gewiss nicht in Schutz nehmen. Jeder, der in diesem Bereich beruflich tätig ist, weiß, dass Trauer für die oft nur ein Teil der Motivation ist, sich zur Klinik zu begeben. Die könnte man auch Zuhause beim nächsten Angehörigen zelebrieren. Das Personal hat nicht ohne Grund Angst vor solchen Mobbs und ruft die Polizei zu Hilfe. Die Klientel, über die hier wieder mal berichtet werden musste, sind ganz gewiss keine Opfer.

    Im übrigen bleibt hier nichts unmoderiert! Wenn Ihnen andere legitime Meinungen nicht passen, sind Sie hier im Forum leider falsch, hier herrscht Meinungsfreiheit. Als Alternative für Sie gibt es genügend extrem linke Foren, die Ihre Blase stützen.

  9. 28.

    Sie scheinen ein von Zurückweisung, Lieblosigkeit und Hass geprägtes Leben zu führen. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie Liebe, Achtung und positive Bestätigung finden, und zulassen können.

  10. 27.

    Der Gesetzgeber ist aufgefordert, das unsoziale Verhalten der Araber-Clans einzudämmen. Es ist ein Unding, dass derartige Praktiken, die auch erhebliche Kräfte in der Gesellschaft binden, faktisch folgenlos bleiben.

  11. 26.

    Sie arbeiten offenbar nicht in diesem Business. Wenn sie in Ausübung ihrer Tätigkeit von diesen ach so trauernden Familienmitgliedern schonmal bedroht worden wären, wie es leider häufiger vorkommt, weil sie die 90 jährige schwer kranke Oma nicht wieder " mache gesund", dann würden sie die Sache anders sehen. Das verläuft bei Leibe nicht immer so friedlich wie sie glauben. Wegen solcher " Familien" hatten wir nicht selten die Polizei auf Station, weil sie mit Mord drohten und rumschrien und wir hatten Angst nach dem Dienst im Dunkeln zum Bahnhof zu gehen, weil vor dem Haus alle rumlungerten.

  12. 25.

    Wir brauchen überhaupt nicht diese Kultur. Und wem es nicht in Deutschland paßt und meint, seine Kultur unbedingt durchsetzen zu müssen, dem würde ich raten, in sein ursprüngliches Land wieder zurückzukehren. Es hält ihn niemand in Deutschland.

  13. 24.

    Ein Krankenhaus ist ein Krankenhaus indem kranken Menschen geholfen werden soll und nicht ein Versammlungsort. Eine Notaufnahme zu blockieren geht garnicht.

  14. 23.

    Der Artikel induziert es schon mit seinem pauschalisierenden Stil, wenn von "arabischen Großfamlien" oder "Clans" gesprochen wird: eine Ansammlung des Hasses im Kommentarbereich, natürlich unmoderiert. Eine kriminelle Vereinigung ist nicht davon abhängig, ob sie blutsverwandte Mitglieder hat und umgedreht sind Blutsverwandte in größeren Familien nicht automatisch kriminell. Das kommt davon, wenn man Sundermeyer unkritisch übernimmt: Die Welt möge einfach sein.

    Der Vorfall besteht hier also im vorübergehenden Überschreiten des Kontakt- bzw. Sammlungsverbots nach Infektionsschutzgesetz. Wow, werte "Anständige", die Welt wird sofort untergehen. Natürlich muss anhand willkürlich gewählter Vorgänge ein Rechtsstaat abschaffendes Katastrophenszenario konstruiert werden - denn sonst würden alle künstlichen Unterscheidungen wie z.B. zw. "uns" und "denen" sowie die Abgrenzung gegen vermeintlich nicht hier Beheimatete als illegitim und gegen die fdGO gerichtet auffallen.

  15. 22.
    Antwort auf [Waldi Jürgens] vom 23.04.2020 um 13:32

    Sehe ich auch so.
    Wir leben in einer Demokratie, d.h. wir können diese Politiker auch mal abwählen.
    Es liegt in den Wählerhänden, etwas zu ändern oder alle so zu lassen wie es ist.

  16. 21.

    Auch wenn ich für die Trauer der Angehörigen der Verstorbenen und deren Ritualen durchaus Verständnis habe, muss ich doch grundsätzlich meinem Namensvetter zustimmen. Spätestens, wenn der Krankenhausbetrieb gestört wird und damit andere Menschen gefährdet werden, ist eine Grenze überschritten, die auch durch Kultur nicht gerechtfertigt werden kann. Das ist auch in der ursprünglichen Heimat weder üblich noch ungestraft zulässig. Es gibt aus gutem Grund Regeln und die sind von ALLEN einzuhalten. Unser Staat muss nicht für jede Befindlichkeit auf seine Kosten Alternativen bereit stellen. Die Zusammenkunft der Trauernden muss nicht zwingend am Krankenhaus stattfinden! Mir ist es egal, ob die zusammen kommen und sich ggf. infizieren, aber Unbeteiligte zu gefährden geht gar nicht.

  17. 20.

    Sicher kann man auch "anders seinem Schmerz Ausdruck geben"!! Die Frage ist aber, ob ich das Recht habe, dadurch meine Mitbürger im Weißkittel mindestens zu behindern, wenn nicht sogar zu nötigen. Aber man kann natürlich auch wie immer alles mit dem kulturellen Hintergrund der "Benachteiligten" entschuldigen... Das Ergebnis kann man dann spätestens besichtigen, wenn der Freude mal auf andere Weise Ausdruck verliehen wird: z.B. bei Hochzeiten, wo mit schweren Oberklasselimousinen die StVO außer Kraft gesetzt - und schlimmstenfalls mit Freudenschüssen gegen das Waffenrecht verstoßen wird!!

  18. 19.

    Unter meinem Namen wurde heute auch schon wieder geschrieben.

  19. 18.

    Wenn meine Omma stürbe, Steffen, stände ich da auch vor der Tür! Mein Clan ist aber etwas kleiner. Das muss mir ja keiner nachmachen, aber es muss möglich sein, und alle Rechtsaussen hier können ja meinetwegen die Omma alleine lassen, aber das passt dann auch schon wieder zur Gesinnung...

    Schafft raum für Angehörige! Sonst muss es, wie schon bei Geburtshäusern gegen den Klinik-Wahnsinn, auch Sterbehäuser geben! Angehörige lassen sich nicht wegrationalisieren. Und keiner will allein in einem piependen weißen Zimmer sterben. Sterben ist ein höchst menschlicher, intimer Prozess, der natürlich die Ärzteschaft überfordert. Deswegen müssen Angehörige dabei sein. In der Nähe. Zur Not auch alle...

    Alte, alleinstehende Männer haben natürlich keine Angehörige, nur die Parteifreunde...

  20. 17.

    Hallo Ronny,

    dieser Kommentar ist nicht von mir. Da hat jemand mit meinem Namen geschrieben. RBB24 bitte mal kontrollieren, müßte ja eine andere email-Adresse als meine sein. Danke.

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