Mobilität
Audio: Radioeins | 20.04.2020 | Interview mit Haluka Maier-Borst | Bild: rbb|24

Mobilitätsanalyse mit Handydaten - Wie der Lockdown-Effekt verpufft

Trotz aller Lockerungen: Nach wie vor dauert die bundesweite Kontaktsperre eigentlich an. Doch Mobilfunkdaten legen nahe, dass inzwischen die Wirkung des Lockdowns kaum noch vorhanden ist. Das könnte Folgen haben. Von Haluka Maier-Borst

Volle Straßen, Parks und Geschäfte. Gruppen, die zusammensitzen. Subjektiv haben viele den Eindruck, dass die Leute sich kaum noch an die nach wie vor geltende Kontaktsperre halten. "Seit Ostern ist es wieder so, dass jeder macht, wie er denkt", war bereits vergangene Woche das Fazit einer Berlinerin gegenüber rbb|24 [twitter.com]. Nun gibt es zusätzlich zu diesen Eindrücken Daten. Daten, die untermauern, dass der Effekt des Lockdowns fast verpufft ist.

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Aggregierte und damit anonymisierte Handydaten von der Firma Teralytics zeigen nämlich zwei Dinge:

1. Schon vor den Lockerungen beim Lockdown in der vergangenen Woche gab es eine Veränderung. Die Mobilität war in den zwei Wochen vor Ostern deutlich niedriger als in den zwei Wochen rundum Ostern. Also noch in der harten Phase des Lockdowns wurden die Menschen mobiler.

2. Seit den Lockerungen der vergangenen Woche stieg die Mobilität noch einmal. Inzwischen ist man bei der Mobilität sogar auf dem Niveau vor der Kontaktsperre angekommen – sowohl bundesweit als auch für Berlin und Brandenburg im Speziellen.

Das wird deutlich, wenn man sich für jede der Wochen seit dem 9. März die durchschnittliche Mobilität anschaut. Ausreißer wie die Osterfeiertage, Karfreitag und Ostermontag hat rbb|24 hierfür herausgerechnet.

Allerdings muss man beim Vergleich auf Wochenbasis beachten, dass die Woche vor der Kontaktsperre kein einheitliches Bild widerspiegelte. Während am Montag den 16. März die Mobilität nur geringfügig niedriger war als im Vorjahr zur gleichen Zeit, sank sie bis zum Wochenende vor dem Lockdown gewaltig. Schon bevor die Kontaktsperre offiziell ausgesprochen wurde, reduzierten viele ihre Bewegungen.

Aktuell liegen die Werte für Deutschland, Berlin und Brandenburg zwischen diesen beiden Extremen. Man könnte sagen, wir leben nur noch in einem halben Lockdown. Und das obwohl eigentlich der Status Quo nur erste Lockerungen darstellen sollte. Auch Frank Schlosser von der Humboldt-Universität Berlin kann das bestätigen: "Der Effekt ist nur halb so stark ist wie zum Höhepunkt."

Was genau das für die Ausbreitung des Virus bedeutet, ist schwer abzuschätzen. Es könnte sein, dass der gemessene Zuwachs der Mobilität kein Problem darstellt. Das könnte entweder der Fall sein, wenn die Leute mehr unterwegs sind, aber sich stets an die Abstandsregeln halten.

Oder weil die Gesundheitsämter aufgrund von gelernten Erfahrungen und niedrigeren Neuinfektionszahlen besser die Kontakte von Erkrankten nachverfolgen können. Beides würde dazu führen, dass die steigende Mobilität keinen zweiten Ausbruch verursacht. Erste Indizien deuten jedoch in die andere Richtung und sprechen eher dafür, dass Mobilität und das Risiko zur Infektion weiterhin zusammenhängen.

So konnte Schlosser zeigen [rocs.hu-berlin.de], dass die Risikowahrnehmung und die gemessene Mobilität sich von Anfang März bis Mitte April im Gleichklang veränderten. War der Anteil an Leuten höher, die in einer Umfrage der Aussage "Ich finde die Maßnahmen, die derzeit ergriffen werden, stark übertrieben" zustimmten, lag auch die Mobilität auf einem höheren Niveau. 

Allerdings gilt es bei der Umfrage zu beachten, dass zwar rund 1000 Teilnehmer befragt wurden, das aber bislang nur für sechs Wochen. Dennoch geht Schlosser davon aus, dass die Mobilität ein guter Indikator ist: "Es sollte weiterhin einen Zusammenhang geben zwischen Mobilität und sozialen Kontakten geben." 

Auch die Nachrichten vom Robert-Koch-Institut (RKI) sind nicht beruhigend. Seit dem 16.4. steigt die für Gesamtdeutschland errechnete Reproduktionszahl R langsam wieder. Anfang der Woche lag der mittlere Wert der Schätzung, der "Best Guess", erstmals wieder bei 1,0. Das Konfidenzintervall, das die Unsicherheiten mit einberechnet, lag bereits seit einigen Tage über dem Wert. Es sagt aber auch, dass auch ein Wert unterhalb 1 möglich wäre.

Zur Erinnerung: Nur wenn R nicht über 1 liegt, ist die Epidemie im Griff zu halten, weil jeder Infizierte im Schnitt nur eine Person ansteckt. Dabei gilt es aber zu beachten, dass R sich nur mit Zeitverzug ändert. Zum einen weil im Mittel 4 Tage vergehen, bis jemand der sich heute angesteckt hat, Symptome zeigt. Zum anderen weil für die Berechnung von R das RKI sich einen Zeitraum von 4 Tagen anschaut. Sprich: R verändert sich mit der Verzögerung von 4 bis 8 Tagen. Der aktuelle Anstieg würde also wohl nur die ersten Tage mit offiziellen Lockerungen reflektieren und er könnte noch teilweise den Effekt der nicht-offiziellen Lockerung nach Ostern zeigen.

Auch lokal zeichnet sich ab, dass womöglich die Zahl der Neuinfizierten wieder in Folge von mehr Mobilität steigen könnte. So ist zum Beispiel aktuell zu sehen, dass für Brandenburg der von rbb|24 errechnete Trend für die Neuinfektionen nicht mehr sinkt. Dabei muss aber beachtet werden, dass in Brandenburg durch den Ausbruch in einer Klinik vergangene Woche es einen lokalen, besonders großen Infektionsherd gab.

Interessant ist, dass der Lockdown nach wie vor eine klare Stadt-Land-Kluft zeigt. Die Bewegung in der Stadt nahm deutlich mehr ab als auf dem Land, als am 23. März die Kontaktsperre verordnet wurde. Auch jetzt, wo die Mobilität überall zunimmt, bleibt ein klarer Unterschied zwischen den Landkreisen in Brandenburg und Berlin bestehen. Welchen Effekt dieser Unterschied auf das Infektionsgeschehen hat, wird sich womöglich in den nächsten Wochen zeigen.

Und es gibt noch etwas, dass Schlosser und seine Kollegen bei ihren Analysen sehen konnten. Die kurzen Bewegungen innerhalb von Gebieten würden zunehmen, nicht aber so sehr die längeren Trips zwischen Landkreisen und Stadtteilen. Das könnte zumindest bedeuten, dass weniger Infektionen eingeschleppt werden, was ein wenig die Kontaktverfolgung erleichtern könnte. Doch ob das alleine reicht, bleibt fraglich.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben geschrieben, dass in den zwei Wochen nach Ostern die Mobilität höher lag. Das stimmt. Tatsächlich wollten wir aber sagen, dass zwischen den ersten 2 Wochen des Lockdowns und den 2 Wochen rundum Ostern (die Woche mit Karfreitag und die Woche mit Ostermontag) eine Differenz besteht. Und dann in der Woche mit Lockerungen nochmal die Mobilität stieg. Das haben wir oben angepasst. Verzeihen Sie bitte die Verwirrung.

Sendung: Radioeins, 29.04.2020, 12:10 Uhr

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72 Kommentare

  1. 72.

    Geile Karte!
    Den größte Mobilitätsanstieg gibt es in der Ostprignitz. Da steppt jetzt richtig der Bär...

    Wahrscheinlich hat man letzte Woche eine paar Wölfen Peilsender umgehängt.


  2. 71.

    Das sind die Aussagen, die dann eben tendenziös wirken. Die R-Zahl stiege weiter und/oder hielte sich bei 1? Dann ist sie schnell mal von einem auf den anderen Tag um 0.25 gefallen. :
    https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-rki-103.html
    Das ist wohl das Ergebnis der etwas fragwürdigen Berechnungsmethoden für diese Zahl, die auf der RBB-Fallzahlenseite schon weidlich diskutiert wurden. Wie sollen die Leute da Vertrauen haben?
    Ich finde es nicht gut, dass sie einerseits die Berechnungen selbst durchführen (github), andererseits auch gleich interpretieren. Ich rechne selbst mit den CSSEGISandData-Daten und komme zu anderen Schlüssen.

  3. 70.

    "Lockdown" = Ausgangssperre - Tja, das sind leider sprachliche Unschärfen, die m.E. zu unkritisch auch von Journalisten übernommen bzw. kreiert werden. Dieses "Homeschooling" nervt auch.

  4. 69.

    Ok, um es zu präzisieren. Herr Drosten ist insofern "exzellent", als dass sein h-index bei 89 liegt (wie oft wird er von anderen Forschern zitiert) https://scholar.google.de/citations?user=tOoiTq4AAAAJ&hl=de. Es ging hier nicht um eine kritiklose Fan-Betrachtung, sondern die Einschätzung, dass er als Forscher ganz offensichtlich gut ist.

    Ferner schauen Sie bitte gerne mal auf die Stellungnahme von Fraunhofer- Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft. Da äußert sich eben "eine hohe Zahl renommierter Wissenschaftler" recht ähnlich. https://www.mpg.de/14759871/corona-stellungnahme

    Trotzdem stimme ich Ihnen insofern zu, als dass eben verschiedene Stimmen zu Wort kommen müssen. Aber genau das versuchen wir ja zu leisten (weswegen ich gerade auch mehrere Dutzend Studien lese)

  5. 68.

    In diesem Fall ist es besser, wenn nicht..... die wahre Bedeutung des Begriffs würde machem die Beine weghauen.

  6. 67.

    Fortsetzung:
    KW 13: alle wunderten sich, warum man in Restaurants abends ansteckender ist als tagsüber - zack, Restaurants ab 22.3. zu, nur noch "to go". Besonders nervig: die, die sich nicht an die Abstandsregelungen halten (werden in Kommentaren meist als Senioren beim Einkaufen oder Feier-Berliner identifiziert). BVG und SBahn dünnen aus - Folge: es wird wieder eng, wie zuvor, trotz weniger Fahrgästen. Alle wundern sich, warum man sich in den Öffis quetschen muss und sich ansteckt.. Es folgt ein warmes Wochenende - alle sind draußen unterwegs. Schon fast nervig - vor Corona fuhr doch keiner Rad, warum jetzt???
    KW 14: Es gibt keine Schutzkleidung, Masken zu beschaffen erscheint wie ein Drama. Ansage seitens Regierung: Masken schützen nicht vor dem Virus! Es kursieren Filme und Zeichnungen über Aerosole, die sich schwallartig über Supermärkte ausbreiten. Dort aber ist keiner krank. Die gleiche Verkäuferinnen seit Wochen. Merkel: "Eine Pandemie kennt keine Feiertage" (F. f.)

  7. 66.

    Lockdown....Thema hin oder her...wo lebe ich eigentlich?
    Schafft man es nicht mehr was in deutsch zu schreiben ohne engliche Begriffe zu verwenden?

  8. 65.

    Lieber Herr Maier-Borst, einiges ist an Ihrer Antwort nicht seriös. Zum einen sollte ein neutraler Journalist niemals von "zweifellos exzellent" schreiben, wenn es um umstrittene Personen des öffentlichen Lebens geht. Es gibt schon lange massive Kritik an Herrn Drosten, nur taucht diese leider nicht in Ihren Kolumnen auf. Auch irreführend, ich hoffe nicht bewusst, ist der Vergleich mit dem Boot (ich persönlich empfinde schon das Mittel des Vergleichs als tendenziell kindisch, da solche Vereinfachungen selten den Kern treffen). Wahr ist doch vielmehr, dass die Wirkung der Massnahmen nicht abgewartet wurde! Es wurden beinahe täglich neue beschlossen, statt die berühmten zwei Wochen abzuwarten. Wie dem auch sei, es fehlt grundsätzlich "die andere Seite", die hohe Zahl renommierter Wissenschaftler, die viele interessante Aspekte einbringen könnten, wenn sie denn Gehör, sprich Präsenz auch in ÖR Medien, erhielten.

  9. 64.

    Man kann das Leben der Zahlen ja mal mit Beobachtungen ergänzen. Ich fang mal an
    Berlin:
    - KW 12. Schule in Berlin wird geschlossen. Verkehr in der Stadt geht zurück auf "sonntags in den großen Ferien"-Niveau. Man kann vorm Büro parken, ohne eine halbe Stunde zu kreisen. Geschäfte: Alle Läden schließen außer Lebensmittel, Apo, Drogisten. Hamsterkäufe! Kein Klopapier, keine Seife (was benutzten die Leute sonst so??) und keine Dauer-Grundnahrungsmittel. Wetter: trocken, sonnig, endlich! Bewegung draußen: 21./22.3, Gefühlt haben mit einem Mal alle Zeit und Freiheitsdrang! Parks überlaufen, Spielplätze sind bereits geschlossen. Weitere Möglichkeiten gibt es nicht.
    - KW 13: seit dem 23.3. herrscht Kontaktverbot. Irrsinnige Parkbank- und Picknickdeckenregelungen, Perso-Pflicht auch für Leute ohne dt. Staatsbürgerschaft etc etc. Das Wetter bleibt gut, alle strömen raus. Es war noch nie so viel draußen los, Rudel von Radlern, Rudel von Spaziergängern.
    - Fortsetzung folgt!

  10. 63.

    Egal ob Konjunktiv oder Präservativ, beim RKI heißt es dass es bis zu 14 Tage dauert um gewisse Ereignisse bewerten zu können. 7 + 14 ergibt 21.04. auf der Scala klar zu erkennen, die Zahlen gingen wieder nach oben.

  11. 62.

    Hat jetzt Herr Borst die Datenhoheit für den RBB und Berlin übernommen oder wie hat man dieses abstruse zusammen Geschreibsel hier zu interpretieren.
    Das stimmt hinten und vorne nicht, wird eigentlich nur seinem framing gerecht, wenn ich seine Kommentare hier richtig interpretiere.
    Sprich ihm geht das alles viel zu schnell und er hat große Angst.
    Dann noch der grausame Quellcode auf github, das sollte man wirklich dann doch eher Profis überlassen Herr Borst.
    Ich empfehle ihnen die Seite von worldometers, und versuchen sie das mal zu interpretieren, ohne Angst Brille, dann werden sie sehen dass die Zahlen tiefer und tiefer gehen.
    Aber klar wir können uns natürlich noch ein weiteres Jahr wegschließen, weil dann ist eh keine Wirtschaft kein Geld mehr für nichts da, so kann man natürlich auch herangehen, grausam.

  12. 61.

    Die Coronazahlen sind so niedrig, was soll die Panikmache?

  13. 59.

    Sicher nicht aber genau da wollte ich Sie hinbringen. Man kann nicht einfach aus Zahlenreihen Zusammenhänge herleiten ohne die Randbedingungen zu betrachten. Wenn man nicht weiß wo, wer, warum diese Mobiltitätsdaten generiert hat kann man das wissenschaftlich in die Tonne hauen. Deshalb bitte ich die Journalisten (nicht nur den rbb) darum uns weniger Hypothesen aufzustellen die in ihrer Tragweite und Komplexität eigentlich mit einer Promotion einhergehen. Bleibt bei den Fakten und wenn ausreichend Daten und Zusammenhänge bewiesen sind dürft ihr uns das Expertendeutsch gerne etwas verständlicher machen.

  14. 58.

    Ganz schön dünnhäutig! Ich habe Ihnen überhaupt nichts unterstellt und keinesfalls den ganzen Artikel in Frage gestellt. Was ich Ihnen glaube oder nicht glaube, spielt überhaupt keine Rolle.

  15. 57.

    Bin ich ja voll bei Ihnen. Wenn alle jetzt mit Fahrrad oder Auto ins Grüne rausfahren und 2 Meter Abstand voneinander halten, statt dicht gedrängt mit der U-Bahn zum ausverkauften Konzert zu fahren, dann kann die Mobilität fast die gleiche sein. Trotzdem wäre das Risiko ein vollkommen anderes. Das ist theoretisch so und das will ich nicht als Möglichkeit ausschließen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die meisten Bewegungen im Datensatz jetzt von fröhlichen Radfahrern kommen und keine/r in Malls und volle Läden drängt.

  16. 56.

    Wenn Sie Schlüsse ziehen aufgrund der Aussage eines Einzelnen, dann sollte dieser Bericht als Kommentar gekennzeichnet ein. Im Übrigen ist die Aussage, der Lockdown verpuffe so in der Absolutheit nicht begründet. Wie Sie selbst sagen, er könne verpuffen. Ist dies nun ein Bericht des RBB oder der Kommentar eines Einzelnen? Da ist ein gewaltiger Unterschied.

  17. 55.

    Hallo KB,

    Sie haben Recht. Das ist einer dieser ärgerlichen Fehler, die passieren, wenn man ein Radiointerview vorbereitet und noch x Kommentare beantwortet. Verzeihung. Was ich meinte, ist:
    Ab Ostern, der Woche vom 6.4. an, die Mobilität zunahm (siehe die erste Grafik und vielleicht nochmal deutlicher in der wochenweisen Grafik oben) Am 16.4., also 10 Tage später sinkt R nicht weiter. Ab dem 18.4. fängt es an, leicht zu steigen. Das wäre ungefähr das Zeitfenster von den 1-2 Wochen von dem ich sprach. Ich weiß, Sie werden mir jetzt nicht glauben, dass das ein Flüchtigkeitsfehler war. Sie werden mir unterstellen, dass ich das drehe und wende wie ich will. Aber ich kann nur sagen, dass ich wie alle gerade mal an meinem Limit bin und Fehler passieren. Und ich sage mit keinem Wort, dass meine die einzig richtige Interpretation ist. Ich erwähne explizit im Artikel und auch im Radiointerview, dass sich Mobilität und Infektionen entkoppeln können. Es sieht für mich halt nur nicht so aus.

  18. 54.

    Je mehr über eine Sache geschrieben wird, um so weniger weiß man darüber - klares Indiz, daß das bei Coronaviren auch so zu sein scheint. :) Ich sehe das am ehesten wie Matthias - wie will man ein Naturphänomen mit mathematischen Methoden beschreiben und sogar die Zukunft vorraussehen wollen? SARS1 und MERS, auch Coronaviren, sind so schnell verschwunden, wie sie gekommen sind - und keiner weiß warum. Hier eine Mutation, da ein unbekannter Wirtsfaktor. Man kann eben nur jeden Tag lernen und die Maßnahmen entsprechend anpassen - da ist nix mit zick zack Kurs.

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