Archivbild: Polizisten begleiten bei einem Polizeieinsatz in der Kurfürstenstraße in Berlin eine Frau zu einem Kontrollpunkt. (Quelle: dpa/P. Zinken)
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Illegale Sexarbeit im Lockdown - "Viele Frauen haben keine andere Wahl, als arbeiten zu gehen"

Sexuelle Dienstleistungen sind seit Beginn des Lockdowns im November wieder verboten. Auch wenn sie bewusst ein hohes Risiko eingehen, arbeiten viele Berliner Sexarbeiter*innen trotzdem - um zu überleben. Von Naomi Noa Donath und Roberto Jurkschat

Vor der Pandemie wäre es für Jordan (Name von der Redaktion geändert) unvorstellbar gewesen, sich auf ein Fetisch-Treffen einzulassen und an ein Bett gefesselt zu werden. Doch die Pandemie und der Lockdown haben für Sexarbeiter*innen in Berlin viel verändert, erzählt Jordan. "Du akzeptierst solche riskanten Anfragen jetzt eher, weil es zu wenige Aufträge gibt."

Seit drei Jahren lebt Jordan von seinen Einnahmen als Escort. Jordan (27) ist trans*, kommt aus Neuseeland und studiert in Berlin. Seit dem Lockdown macht er auch Pornofilme - und bekommt weiterhin Anfragen über Escort-Portale. "Vor der Pandemie wurde ich zweimal pro Woche gebucht. Jetzt bin ich glücklich, wenn ich einmal pro Woche gebucht werde." Jordan besucht seine Kund*innen zuhause. "Das kann ein Studio-Apartment in Friedrichshain sein oder eine 150 Quadratmeter große Wohnung in Mitte."

Jordan ist Escort und Sexarbeiter in Berlin. (Bild: rbb/N.Donath)
Jordan ist Escort und Sexarbeiter in Berlin. | Bild: rbb/N.Donath

Sexarbeit verlagert sich in Wohnhäuser und Pensionen

Sexuelle Dienstleistungen sind seit dem zweiten Lockdown Anfang November wieder verboten. Die Polizei kontrolliert den Straßenstrich rund um die Kurfürstenstraße in Berlin-Schöneberg. Prostitution findet in Bordellen und auf der Straße inzwischen nicht mehr statt, wie Benjamin Jendro von der Berliner Polizeigewerkschaft GdP im Gespräch mit rbb|24 sagt. "Das Verlangen nach Sexarbeitenden ist aber nicht weniger geworden in der Pandemie, das Angebot hat sich ins Internet und in einzelne Wohnhäuser verlagert." Die Polizei sei deshalb auf Hinweise angewiesen.

Am Dienstag, den 9. Dezember meldet ein Zeuge der Leitstelle der Polizei, es gebe eine Pension in der Schöneberger Bülowstraße, dort würden die Zimmer "zweckentfremdet", wie ein Sprecher der Polizei später berichtet. Kurze Zeit später durchsuchen Beamte des Berliner LKA die Unterkunft, die ungefähr 100 Meter vom Straßenstrich entfernt ist. In elf Wohnungen der Pension finden Polizisten insgesamt 15 Frauen. Einige von ihnen sind der Polizei als Prostituierte bekannt.

Hinweise bekommt die Polizei außerdem zu zwei Wohnungen in der Schöneberger Zietenstraße, ebenfalls nur wenige Meter vom Straßenstrich entfernt. Dort finden die Beamten fünf Frauen im Alter zwischen 19 und 32 Jahren. Es werden Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet, wegen fehlender Erlaubnis zum Betreiben der Prostitution und wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung.

Mehr als 1.800 Sexarbeiter*innen in Berlin offiziell angemeldet

Seit Juli 2017 gilt eine Meldepflicht für Prostituierte. Sie sollen ihre Tätigkeit bei der Prostituiertenberatung und -anmeldung Probea im Rathaus Schöneberg anmelden. Aktuell verfügen 1.881 Sexarbeiter*innen über eine gültige Berliner Anmeldebescheinigung. Nach Angaben von Beratungsstellen ist das Berliner Prostitutionsgewerbe in Wirklichkeit aber deutlich größer, weil sich viele Sexarbeiter*innen nicht offiziell anmelden. Wie viel Prostitution mit Körperkontakt in Berlin noch im Verborgenen stattfindet, können weder die Polizei noch die Senatsverwaltung für Gesundheit genau sagen.

Die Gesundheitsverwaltung, die in ständigem Austausch mit den Berliner Beratungsstellen steht, erklärt auf Anfrage von rbb|24 aber, dass sich aufgrund des Kontaktverbots viele Sexarbeitende "in großer finanzieller Not" befinden. "Die Notstände, die im Rahmen der aktuellen Maßnahmen sichtbar werden, zeigen relevante Handlungsbedarfe auf."

"Für viele Frauen geht es ums Überleben"

Das bestätigt auch Lonneke Schmidt-Bink, die den Frauentreff Olga am Straßenstrich in der Kurfürstenstraße leitet. "Viele osteuropäische Frauen sind gerade in einer hoffnungslosen Lage. Für sie geht es ums Überleben. Sie haben oft keine andere Wahl, als arbeiten zu gehen", erzählt Schmidt-Bink. Viele der Frauen vom Straßenstrich seien obdachlos und nicht krankenversichert. Im Olga bekommen sie warme Mahlzeiten und Getränke, Kleidung und Hygieneartikel. Sie können duschen und werden auch ohne Krankenversicherung medizinisch versorgt. "Die Frauen haben nichts. Sie leben von Tag zu Tag, zur nächsten Mahlzeit oder, wenn sie drogenabhängig sind, zur nächsten Anschaffung von Suchtmitteln", sagt Schmidt-Bink.

Archivbild von 2020: Eine Sexarbeiterin an der Kurfürstenstraße in Berlin-Schöneberg. (Bild: rbb)
Eine Sexarbeiterin auf der Kurfürstenstraße in Berlin-Schöneberg (Archivbild von 2020). | Bild: rbb

Corona-Hilfen greifen nicht

Sexarbeiter*innen, die in Deutschland gemeldet sind, nach dem Prostituiertenschutzgesetz angemeldet sind sowie eine Steuernummer haben, können als Solo-Selbstständige Corona-Hilfe beantragen - die Grenze liegt hier bei 5.000 Euro. "Für unsere Frauen greift diese Hilfe nicht", sagt Schmidt-Bink. "Die meisten von ihnen bekommen nicht einmal Hartz-IV-Leistungen." Um Hartz IV zu bekommen, muss man nachweisen, seit mindestens fünf Jahren in Deutschland zu leben. Viele der Frauen vom Straßenstrich lebten zwar schon seit vielen Jahren in Deutschland, hätten sich aber nie behördlich angemeldet, sagt Schmidt-Bink. Sie vermutet, dass die Frauen überfordert sind mit der Bürokratie. Schmidt-Bink bescheinigt ihren Klientinnen, wenn sie seit fünf Jahren in Beratung sind - aber die meisten Hartz-IV-Anträge werden abgelehnt. Für einen Klageweg hätten die meisten Frauen nicht die Kraft.

Zunehmende Gefahr von Ausbeutung und Gewalt

Nach Auffassung der Berliner Beratungsstelle Invia birgt die finanzielle Not für Sexarbeiter*innen ein besonderes Risiko. "Viele leihen sich Geld von anderen Leuten, auch von Freiern", sagt die Invia-Beraterin Barbara Eritt. "Damit rutschen viele in eine Spirale aus neuen Abhängigkeiten und neuer Ausbeutung."

Die Arbeit in Hinterhäusern kann außerdem unsicher sein, betont Polizeigewerkschafter Jendro. "Die Sicherheitslage ist eine ganz andere, wenn die Betroffenen in irgendwelchen Hinterhäusern abgeschottet arbeiten. Da kann es passieren, dass es zu Gewalt kommt und niemand kriegt es mit."

Jordan ist Escort und Sexarbeiter in Berlin. (Bild: rbb/N.Donath)
Jordan ist bewusst, dass er sich einem hohen Risiko aussetzt, wenn er sexuelle Dienstleistungen anbietet. | Bild: rbb/N.Donath

Jordan berichtet, dass trans* Sexarbeiter*innen, die auf dem Straßenstrich in der Frobenstraße in Berlin-Schöneberg arbeiten, während des Lockdowns gezielt angegriffen wurden. "Wenn dich ein Klient bedroht oder dich nicht bezahlen will, kannst du das jetzt, während Sexarbeit illegal ist, nicht der Polizei melden. Und die Kund*innen wissen das."

Jordans größte Angst ist es aber, Covid-19 zu bekommen. "Mir ist bewusst, dass ich mich einem hohen Risiko aussetze", sagt er. "Ich dusche vorher und nachher, spüle meinen Mund. Ich versuche, nicht zu küssen, aber das ist schwierig, weil alle küssen möchten." Manchmal, erzählt Jordan, tragen seine Kund*innen beim Treffen eine Maske - das findet er gut. "Ich würde vor den Treffen gerne um einen negativen Corona-Test bitten. Aber dann würde ich keine Buchungen bekommen."

"Sexarbeit wird stigmatisiert"

Sarah Stöckigt, Projektleiterin der Beratungsstelle Hydra, sagt, dass Sexarbeit von vielen Menschen zu Unrecht mit Superspreading gleichgesetzt wird. "Das ist in vielen Bereichen der Sexarbeit weit weg von der Realität. Sexarbeit wird stigmatisiert, es gibt viel Unwissen und viele Vorurteile." Beispielsweise durften nach dem ersten Lockdown Massagepraxen schon ab 9. Mai wieder öffnen - erotische Massagen waren erst ab 8. August wieder erlaubt. Stöckigt sagt, sie hofft, dass der Berliner Senat die Sexarbeit mit anderen körpernahen Branchen, wie etwa Wellness-Massagen, gleichbehandelt, sobald es wieder zu Lockerungen der Corona-Regeln kommt.

Solange der Lockdown anhält, droht sich die Notlage der Sexarbeiter*innen zu verschärfen. Lonneke Schmidt-Bink vom Frauentreff Olga fordert deshalb, Sexarbeiter*innen sollten sich für die Dauer der Pandemie krankenversichern können. Außerdem sollten sie bedingungslos soziale Leistungen erhalten – um nicht auf ihre Arbeit angewiesen zu bleiben und um sich vor möglichen Gefahren zu schützen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Naomi Noa Donath und Roberto Jurkschat

27 Kommentare

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  1. 27.

    Absoluter Unsinn !
    Prostitution vermindert nicht Vergewaltigungen, sondern fördert sie durch ein falsches, toxisches Frauenbild.

  2. 26.

    Sehr richtig!
    Es gibt keine gleichberechtigte Gesellschaft, so lange Sexkauf akzeptiert wird. Viele wollen es nicht erkennen, dass das nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Auch hier in den Kommentaren werden falsche und patriarchale Mythen transportiert !
    Hier auch nochmal an alle anderen Mitlesenden: Nein, Prostitution vermindert nicht Vergewaltigungen, sondern fördert sie durch ein falsches, toxisches Frauenbild.

  3. 25.

    Die Länder sind Schweden, Frankreich, Kanada und Israel.

  4. 24.

    Daher müssen wir an die Menschen ran, die den Prostituierten das Leid zufügt: die Freier und Zuhälter!! Wir brauchen das Nordische Modell in Deutschland: Entkriminalisierung der prostituierten Menschen, Kriminalisierung der Freier und Zuhälter, Ausstiegshilfen für Menschen, die aus der Prostitution aussteigen wollen, Aufklärung der Gesellschaft!!!

  5. 23.

    "Jordan berichtet, dass trans* Sexarbeiter*innen, die auf dem Straßenstrich in der Frobenstraße in Berlin-Schöneberg arbeiten, während des Lockdowns gezielt angegriffen wurden. "Wenn dich ein Klient bedroht oder dich nicht bezahlen will, kannst du das jetzt, während Sexarbeit illegal ist, nicht der Polizei melden. Und die Kund*innen wissen das." - Klar, die prostituierten Frauen zeigen sonst ständig ihre Kunden an, wenn sie nicht zahlen oder sie bedrohen. Pffff! Niemals zeigen die Prostituierten die Freier an, sie haben viel zu viel Angst vor ihren Zuhältern und der Polizei. Die Zuhälter erzählen ihnen, dass die Polizei genau so korrupt ist, wie in ihren Heimatländern. Die Frauen können kaum Deutsch und wenn die Polizei mal anhält und fragt, ob sie freiwillig da stehen, sagen sie natürlich nichts, weil ihre Zuhälter hinter ihnen stehen. Regelmäßig kommen prostituierte Frauen von der Kurfürstenstraße in die Gewaltschutzambulanz der Charité

    In was für einer Welt leben wir eigentlich?

  6. 20.

    Es ist schon rührend wie Sie hier einen seit der Antike und wahrscheinlich noch älteren Berufszweig mit Ihrem moralischen Bann belegen. Gegen ausbeuterische Verhältnisse muss immer vorgegangen werde, ob in der Fleischindustrie, im Baugewerbe oder der Prostitution.
    Aber die Kunden der Prostituierten mit Ihrem Bann zu belegen wird vielen der dort Beschäftigten nicht gerecht. Denn in diesem Gewerbe arbeiten viele nette und anständige Frauen die ihrem Gewerbe völlig freiwillig und mit Freude nachgehen. Und ich gehöre zu diesen verantwortungslosen Subjekten die die Dienste dieser Damen in Anspruch genommen heben und ich werde es auch in Zukunft tun. Es hat immer Lust gebracht. Gruß von Roger.

  7. 19.

    Na dann, benennen Sie mal diese Länder, also mir fällt keins ein, wo anscheinend mit Schwarzarbeit, Prostitution anders umgegangen wird.

  8. 18.

    wird schon getan...aber es ist wie ein kampf gegen windmühlen..wer das geld zum überleben braucht, steht eine stunde später wieder dort! und wenn nach dem dritten platzverweis die person zunächst zur wache transportiert wird und ein gefahrenabwehrrecht-richter argumentiert, sie gehen zu lassen und dann aber beim 4. mal nochmal anzurufen, um sie in gewahrsam zu nehmen zur verhinderung der verstossfortsetzung..was soll man dazu noch sagen! ähnlich verhält es sich mit regelmässig anzutreffenden kellereinbrechern und fahrraddieben, die entsprechendes diebesgut oder drogen auch gern bei sich tragen..es wird überprüft, anzeige geschrieben und entlassen..ein konsequentes nachhaltiges vorgehen der justiz wäre mal wünschenswert

  9. 17.

    Das schlimmste Problem sind die Zuhälter. Diese scheinen viel zu ungestört ihrem üblen Treiben nachgehen zu können. Nicht "nur" in der BRD.
    Prostitution lässt sich nicht verbieten.
    Diese angeblichen "Frauenschützer" schaden den Frauen, wenn Prostitution nur noch im Verborgenen stattfinden kann. Dann sind die Frauen Zuhältern und Freiern schutzlos ausgeliefert. In diese hat sich der Staat nicht einzumischen. Mal abgesehen von steuerlichen Fragen, oder Hygieneaspekten bei ausgesprochen gewerblichem Charakter.




  10. 16.

    Es ist das älteste Gewerbe der Welt, wenn es das nicht geben würde, würden noch mehr Frauen im Privaten Bereich geschlagen und Vergewaltigt werden. Können Sie das mit ruhrigen Gewissen Verantworten.

  11. 15.

    Es ist unglaublich beschämend für den Berliner Senat, denn alle diese Fakten liegen bereits seit dem 1.Lockdown auf dem Tisch, und DAS bei milden Temperaturen.
    Schon seit März 2020 fordern Sexarbeitende, dass unbürokratisch Hilfe geleistet wird. Stattdessen wird bei größter Kälte & Schnee das Zeltlager an der Rummelsburger Bucht, in dem u.a. auch Sexarbeitende eine Zuflucht gefunden hatten, geräumt und zerstört.
    Schlimmer geht es nicht mehr...
    Es ist Zeit, dass endlich hingesehen wird. Verbote machen alles nur noch schlimmer.

  12. 14.

    In grossen Teilen haben Sie natürlich Recht, jedoch gibt es immer noch Frauen die dies tatsächlich freiwillig tun. Entweder aus Spass oder weil es zu einfach ist, so schnell, so viel Geld zu verdienen!
    Service Damen aller Länder vereinigt Euch!
    Ihr habt die Macht über den Saft!

  13. 13.

    Ich wohne auch in der Nähe der Kurfürstenstrasse (Seite Zwölf Apostel Kirche).
    Die Zustände haben sich kaum verändert. Der Berliner Senat hat sogar ne Bio Toilette aufgestellt, um die, vorsichtig formuliert, verunreinigung und Belastung der Gegend zu vermindern.
    Das Resultat war, wie man auch im Tagesspiegel lesen konnte, das Zuhälter die Toilette vermieten. Wofür kann man sich denken.
    In den Seitenstrassen, hier Zietenstrasse, stehen mehre Autos mit Bulgarischen Kennzeichen. Der Motor läuft, wg. der Kälte, in den Autos sitzen Männer, die die frierenden Frauen beobachten. Alles so richtig schön legal. So sieht die Realität aus.
    Bzgl. der Transfrau aus Neuseeland, würde mich interessieren, warum man sich sein Studium mit Prostitution finanzieren muss, und warum man nach fast 12 Monaten Corona nicht gecheckt hat, dass das so nicht läuft. Ich denke , es gibt viele Studenten, die auch jetzt in der Lage sind sich durch das vertikale Gewerbe zu finanzieren.

  14. 12.

    Die Frauen haben viele Möglichkeiten, wenn im Bericht die Situation so dargestellt wird, als hätten sie keine Alternative, dann ist das schlicht falsch. Deutschland ist halt ein Billiglohnland per Gesetz auch für Frauen bis Männer, die sich selbst verkaufen. Andere europäische Länder gehen mit Schwarzarbeit, Prostitution und Zwangsarbeit großenteils anders um und schützen die Frauen und Kinder und Männer und alle anderen. So konzentriert sich die "Sexarbeit" seit vielen Jahren auf Deutschland. Das wissen die meisten "SexarbeiterInnen" doch. Warum also klagen sie?

  15. 11.

    Diese verharmlosende Bezeichnung "Sexarbeit" macht mich immer wütend.

    Prostitution ist Ausbeutung und Sklaverei. Und dass im Jahr 2021 und einer angeblich zivilisierten Welt!
    Wer Prostituierte in Anspruch nimmt ist ein verantwortungsloses Subjekt, seinen Trieben wie ein Kaninchen ausgesetzt.
    Die Bestrafung muss für die Freier und Zuhälter sein, auch außerhalb von Corona.

  16. 10.

    Jeder ist für sich selber verantwortlich was er macht das hat nichts mit Moral zu tun.
    Da will man einfach das schnelle Geld machen.
    und wie @Alice schon schreibt die Triebe sind nun mal stärker als die Vernunft, egal in welcher Richtung.
    Ich habe zwischen 78 und 80 am Nollendorfplatz gewohnt und da war schon reger " Verkehr " , also hat sich nüscht geändert.

  17. 9.

    Als direkter Anwohner der Kurfürstenstraße kann ich davon berichten dass hier trotz Lockdowns durchgängig Sexarbeiter*innen munter auf und ab gehen und nicht davor zurückschrecken innerhalb weniger Minuten Passanten auch mehrmals zu fragen ob sie Lust hätten. Die Polizei fährt häufig durch die Kurfürstenstraße allerdings habe ich noch keine Streife gesehen die wegen der verbotenen Straßenprostitution eingeschritten wäre. Auf dem Fußweg zu den Lebensmittelgeschäften auf der Potsdamer Straße und beladen mit Klopapier und Küchenrollen zurück werde ich zumeist von 3-6 Sexarbeiter*innen gefragt ob ich Lust hätte. Warum geht die Polizei dem nicht wirklich nach?

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