Kinderhände und ein Regenbogen sind an einer Kita zu sehen. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
Audio: Berliner Regierender Bürgermeister, Michael Müller (SPD) | Bild: dpa/Jens Kalaene

Verschärfung der Corona-Maßnahmen - Berliner Kitas bieten ab 8. April nur Notbetreuung an

Erst vor drei Wochen waren die Berliner Kitas zum eingeschränkten Regelbetrieb zurückgekehrt. Wegen der steigenden Corona-Zahlen aber sollen sie ab kommenden Donnerstag wieder nur einen Notbetrieb anbieten.

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen gehen die Kitas in Berlin ab dem 8. April wieder in einen Notbetrieb. Das hat der Senat am Donnerstag beschlossen.

Dann werden nur noch Kinder von Eltern betreut, von denen mindestens einer in einem systemrelevanten Beruf tätig ist. Ebenfalls die Notbetreuung in Anspruch nehmen können Eltern von Vorschulkindern, Alleinerziehende, die keine andere Betreuungsmöglichkeit organisieren können sowie Eltern, bei deren Kindern aus besonders dringenden pädagogischen Gründen eine Betreuung erforderlich ist, wie die Senatsbildungsverwaltung mitteilte.

Scheeres: "Müssen handeln und Kontakte deutlich reduzieren"

Die Bildungsverwaltung hat eine Liste der Anspruchsberechtigten für die Notbetreuung zusammengestellt. [berlin.de]

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) erklärte, es sei dem Senat bewusst, dass diese Entscheidung für Eltern und Kinder zu einer zusätzlichen Belastung führe. "Wegen des steigenden Infektionsgeschehens müssen wir handeln und die Kontakte deutlich reduzieren. Die weitgehende Schließung der Kitas ist ein wichtiger Schritt dazu", so Scheeres.

Eine Notbetreuung in Berliner Kitas gab es schon einmal, bis die Kinderbetreuung am 9. März wieder hochgefahren wurde. Allerdings ist der Kita-Betrieb aktuell eingeschränkt, weil die Organisation des Kita-Alltags auch weiterhin den Pandemiebedingungen Rechnung tragen muss.

Wegen der dritten Corona-Welle hat der Berliner Senat am Donnerstag auch schärfere Kontaktbeschränkungen beschlossen. Ab Karfreitag gilt das zunächst nur für die Nacht, ab Dienstag dürfen sich Angehörige eines Haushalts dann nur noch mit einer Person treffen.

Sendung: Inforadio, 01.04.2021, 16 Uhr

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34 Kommentare

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  1. 34.

    Dass das für die Eltern (und auch für die Kinder) eine hohe Belastung ist, steht völlig außer Frage. ABER haben Sie mal darüber nachgedacht, wer sich um Ihre Kinder kümmert, wenn man dem Ganzen freien Lauf lässt, die gesamte Bevölkerung sich in kürzester Zeit infiziert und viele danach nicht mehr in der Lage sind, sich auf Grund von Spätfolgen, Long-Cocid oder schlimmstenfalls Tod um ihre Kinder zu kümmern??? Viele halten Covid-19 leider noch immer für einen harmlosen Schnupfen dem ist aber leider nicht so. Es wird wirklich Zeit, dass die Menschen langsam aufwachen!!!

  2. 33.

    Na dann dürften Sie als "Freischaffender", der ja eh nicht arbeitet derzeit, ja immerhin genügend Zeit für ihr(e) Kind(er) haben, und nicht die Notbetreuungsplätze in Anspruch nehmen. Passt doch alles.

  3. 32.

    Der Berliner Senat zeigt seit mittlerweile einem ganzen Jahr, was er kann - nämlich nichts. Es ist kein Konzept zu erkennen, das reinste Chaos, ein Hin und Her zwischen Öffnen und Schließen,unklare Angaben, realitätsfremde Entscheidungen und am Ende muss der Bürger selbst sehen wo er bleibt. Es leiden alle Menschen drunter, egal ob groß oder klein, jung oder alt, systemrelevant oder nicht - sind nicht wir es alle, die die Pandemie alleine bekämpfen müssen? Agiert die Politik nicht schon längst auf Kosten der Bürger?
    Ich kann über die heutige Entscheidung einer weiteren Notbetreuung in den KiTas nur sprachlos den Kopf schütteln. Mir fehlen die Worte. Genauso über viele Kommentare die ich hier lesen muss.

  4. 31.

    Ich frage mich wirklich, wo sie ihre Realität hernehmen. In unserer Kita testen die Eltern seit Verfügbarkeit der Schnelltest weitestgehend freiwillig. Eltern organisieren sich in der Familie/ mit dem Partner. Arbeiten 16 Stunden durch, um die Kinder dafür einen Tag nicht in die Kita zu schicken.
    Vielleicht sollten Sie weniger von sich, auf Andere schließen. Ich kenne nur Eltern, die seit 12 Monaten am ihre Grenzen gehen, um kind / Beruf und #stay at home zusammenzubringen.

    Und treffen tut sich da niemand im großen Stil. Jeder hat EINEN Freund, der mal zu Besuch kommt, damit die jeweils Andere Familie arbeiten kann. Wer weiß, wo sie ihre Erfahrungen machen!? soll ja Brennpunkte geben, wo es so gehandelt wird. Aber auf 80% der Berliner Eltern trifft das garantiert NICH zu.

  5. 29.

    Dem kann ich mich nur anschließen. Leider schreien die Eltern am lautesten, die die Betreuung nicht nötig haben, sie aber trotzdem in Anspruch nehmen. Sie wissen ja nicht, dass die Kinder sehr offen erzählen, dass "Papa gerade gar nicht arbeitet".
    Und nachmittags treffen sich die Kinder dann noch munter mit anderen Kindern, weil "sie ja die sozialen Kontakte brauchen". Ich finde es einfach nur traurig

  6. 28.

    Vielleicht zählen Sie mal eins und zwei zusammen. Es gibt auch freischaffende Künstlerpaare die zufällig zudem auch noch Eltern sind.

    Ups... das passt wohl nicht in Ihr Gesellschaftsystem?

  7. 27.

    Und Jule, wer verdient bei Ihnen die Brötchen? Oder haben Sie vielleicht keine Kinder die betreut werden müssen? Oder sind die Hausfrau?

    Vermutlich haben sie keinen Beruf, der Sie und Ihre Fähigkeiten, schwer ersetzbar macht.

    ...einfach mal übern Tellerrand schauen. Es gibt viele Frauen, die einem Beruf haben, in dem man nicht einfach mal Monate nicht abliefern kann?

  8. 26.

    Ich finde es es ja echt "witzig", das die Eltern sagen eine Gehaltseinbusse wäre ihnen nicht zuzumuten. Haben die schon mal auf andere Berufszweige geguckt? Freischaffende Künstler, Wirte, Restaurantleiter, die Hotelerie...und und uund! Es haben gerade so viele Menschen weniger Geld zum Leben, für wie wichtig muss man sich selbst nehmen, um das für sich inakzeptabel zu finden? Nur weil man Kinder in die Welt gesetzt hat? Haben sicher auch die Leute, die seit faktisch einem Jahr ein Berufsverbot haben.
    Realität an Eltern: Wir müssen alle zurückstecken, ja auch ihr!!! Also reißt euch mal am Riemen, und organisiert die Betreuung selbst!

  9. 25.

    Volltreffer. Hier schreiben garantiert keine Leute, die während des Puzzles mit ihren kind, noch ein Headset aufn Kopf haben und parallel irgendeinen Meeting beiwohnen.
    Oder am Abend, wenn die Kinder im Bett sind,an den Schreibtisch ziehen und bis in die Nacht arbeiten.

    Nur diejenigen die hier texten kapieren nicht, dass unserer volkswirtschaft eins System ist. Ein Schweizer Uhrwerk.Die Erzieher jammern, wenn "die ausm Büro" ihr Kind bringt. Will aber Ende des Monats ihr Gehalt haben. Wer macht den die Abrechnung? Wer macht die Anmeldung? Wer bearbeitet Anträge?.... nicht jeder der Arbeiten muss und kein Arzt/ Krankenschwester ist, ist ein Faulpelz, der keinen Bock auf seine Kinder hat.

    Es wird Gründe geben, warum die Liste der systemrelevanten Berufe 31 Seiten fasst.
    Und auch mein Kommentar hier, wird übrigens jetzt, von jemandem systemrelevanten überflogen. Der notwendig ist, weil er freie Meinungsäußerung ermöglicht.

  10. 24.

    Resi, es geht hier nicht darum, sich um ein Kind zu kümmern. Wenn ich einfach zu Hause bleiben könnte, ohne das mein Arbeitgeber mir aufs Dach steigt und Sie vielleicht Ende April keine lohnabrechnung haben,weil ich einfach auf Kind krank mache, dann wäre die Welt fein.
    Ist wie Urlaub.

    Das Problem der Eltern ist, dass die Arbeit erledigt werden muss. Wann bucht der Buchhalter seine Rechnungen? Wann erstellt man Steuererklärungen, wann betreut man die Betriebsprüfung? Was ist mit Lohnabrechnungen?

    ...ich weiß nicht welchen Beruf sie nachgehen/ nachgingen, aber gehen Sie mal davon aus, dass es eine Reihe von Frauen gibt, die nicht Hausfrauen sind. So ziemlich Alle!

    Sofern die Regierung oder vielleicht Sie, liebe Resi, es schaffen,meine Auszeit III mit dem Finanzamt, meinem Chef abzustimmen, freue ich mich.
    Kind krank den Sommer durch und mit meiner Tochter spielen- find ich gut.. Die Gehaltseinbuße ist kein Problem


  11. 23.

    Was?: "Wenn eine Regierung schafft, jeden Berliner beliebig oft zu testen, aber nicht schafft, kitakinder zu testen, dann ist von mir nicht viel Verständnis zu erwarten." Hmmm...na, wenn dem so wäre, dann bringen Sie ihr Kind doch einfach zu der Teststelle hin! Oder ist ihr Kind kein "Berliner"?
    Die Realität sieht eben anders aus: die Teststellen sind überlastet, Termine gibt es in 2 Wochen! Spontan hin? Habe ich heute versucht: 3h Wartezeit - nein danke! Somit kann ich meine Eltern (Ü70, noch NICHT geimpft) an Ostern nicht sehen - wir haben schon Weihnachten auf einen Besuch verzichtet, weil zu gefährlich, lieber freiwillig zurückstecken. Und nun?
    ...nun darf ich mir stattdessen wieder das Gejammere der Eltern anhören, dass es unzumutbar ist die Kinder zu hause zu haben. Immerhin könnten diese ein schönes Osterfest mit ihren Kleinen haben, aber das Gejammere wird sicher wieder lauter sein...

  12. 22.

    Ich weiß ja nicht wo sie leben, aber unsere kita war ab der Woche vor Weihnachten bis Ende Februar zu und nur im Notbereuung. Wobei diese Maximal auf 50% gedeckelt war.
    Ich habe mein Kind allein zu Hause betreut und bin daran garantiert nicht zerbrochen. Aber ich arbeite in einer Branche mit Fristen und das Finanzamt reagiert wenig kulant, wenn auf den 10 des Monats bestimmte Anmeldungen nicht vorliegen. Um das zu stemmen, habe ich sieben Tage die Woche von 20- 1 Uhr gearbeitet.
    So, das ziehen Sie mal über 2,5 Monate durch und sagen dann nochmal: ist doch alles total easy!
    Ich werde mein Kind in die Notbereuung geben und dabei kein schlechtes Gewissen haben.

    Nur weil hier Rentner oder Hausfrauen meinen, die Helden der Welt zu sein, weil für sie diese Zeit easy ist, muss ich mich nicht schlecht fühlen, wenn ich noch eine 40 Stunden Woche in einem Beruf mit Verantwortung habe, die man nicht einfach mal über Monate parken kann.

  13. 21.

    Also, ich weiß ja nicht wo Sie wohnen. Unsere Kita hier in Berlin war von Anfang Dezember bis Anfang März dicht. Notbetreuung gab es nur für max. 50% der Kinder.

    3 Monate sind für einen 3-jährigen eine halbe Ewigkeit. Hat jetzt drei Wochen gedauert bis er sich wieder an den Kindergarten gewöhnt hat. Jetzt geht er wieder gerne und freut sich auf seine Freunde.

    Langsam bekomme ich das Gefühl, dass diejenigen die hier so sehnsüchtig die Kitaschliessungen gutheißen, ein gemütliches kinderloses Kurzarbeiterleben führen.

  14. 20.

    "Die Kitas und Schulen werden als letztes zu gemacht"
    Was schert mich mein Geschwätz von gestern, das letzte bisschen Glaubwürdigkeit geht damit auch den Bach herunter. Die Liste für die Burgbetreuung ist für den Großteil der in der freien Wirtschaft arbeitenden Menschen der blanke Hohn! Keine Frage, dass Mitarbeitern in Krankenhäusern und Pflegeheimen systemrelevant sind aber ein Großteil der öffentlichen Verwaltung unabhängig an sie im Home-Office arbeiten oder nicht!
    Schön, dass an den Beratungen des Senats wieder Virologen teilgenommen haben, wo waren die Kinderärzte und Psychologen?
    Wir werden noch eine Weile mit dem Virus leben müssen, unter anderem, will das Impfen nicht voran kommt, wenn wir nicht langsam andere Strategien entwickelt, als immer alles dicht zu machen, dann werden die langfristigen Auswirkungen verheerend sein! Die Prognosen für die Schulen lassen sich nichts Gutes erwarten! Aber Kinder und Familien haben schon lange keine Lobby mehr in diesen Land!

  15. 19.

    Und dort dann mit den öffis hin? Macht das Sinn? Mit Kleinkindern in der Wohnung sitzen bleiben? Mit Abstand im Freien: Ist nicht, was Probleme bereitet.

  16. 18.

    Es gibt keine Tests in den Kitas! Wovon reden Sie denn? Es gibt keinen politischen Willen Kinder täglich zu testen. Und haben Sie sich gefragt, wie sich 3 Jährige fühlen, wenn sie über sechs Monate keine Freunde sehen dürfen und die Sorgen, den Stress vielleicht sogar den Burnout ihrer Eltern mitbekommen? Wenn Erwachsene ins Büro fahren dürfen, aber Kinder auf ihren Alltag verzichten müssen. Und wenn man Erzieher*innen vor Ansteckung schützen will, muss die POLITIK Impfungen ermöglichen. Weder Kinder noch Eltern können das.

  17. 17.

    Was sie schreiben ist einfach nur beschämend! Können Sie oder wollen Sie nicht verstehen, dass Eltern sich gerne um ihre Kinder kümmern, dass aber parallel zu einem Vollzeitjob nicht möglich ist? Wo leben Sie denn? In der Wirtschaft bekommt man KEINEN Job geschenkt.

  18. 16.

    Sie scheinen selber nicht zu ‚kapieren‘, dass es auf jeden ankommt. ‚Jeder‘, das sind nun ein mal auch freischaffende Eltern, die auf Betreuung angewiesen sind.

  19. 15.

    Es wurde höchste Zeit und als nächstes müssen die Schulen schließen, es hält sich dort außerhalb vom Unterricht keiner an die Regeln und es haben viel zu viele eine Maskenbefreiung. Und die Notbetreuung dürfte es auch nicht geben, vielleicht kapieren die Menschen dann endlich mal, dass es auf jeden ankommt!

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