Eine Frau mit Mundschutz ist im U-Bahnhof Turmstraße in einer U-Bahn zu sehen. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Bild: dpa/Christoph Soeder

Busfahrer bald hinter Plexiglas? - BVG rechnet mit lange anhaltender Maskenpflicht

Wer den Mund-Nasen-Schutz beim U-Bahnfahren als lästig empfindet, muss sich in Geduld üben: Die BVG geht davon aus, dass es noch "viele Monate" bei der Maskenpflicht im Nahverkehr bleiben wird. Für Bus-Passagiere deutet sich derweil eine Änderung an.  

Fahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen wohl noch eine lange Zeit Mund-Nasen-Schutz in U-Bahnen, Trams und Bussen tragen. "Ich gehe davon aus, dass die Maskenpflicht noch viele Monate gelten wird", sagte Rolf Erfurt, Betriebsvorstand des Landesunternehmens, am Dienstag der "Berliner Zeitung".

Ab wann darauf verzichtet werden könne, "liegt nicht in unserer Macht", fügte BVG-Sprecherin Petra Nelken auf Nachfrage von rbb|24 hinzu. "Aber so lange die Pandemie und die damit verbundenen Sicherheitsbestimmungen andauern, so lange wird dies auch in allen ÖPNV-Verkehrsmitteln gefordert."

"Im Zweifel muss die Ordnungsmacht eingreifen"

Bislang halte sich die überwiegende Mehrheit der BVG-Fahrgäste an die Maskenpflicht, so Nelken weiter: "Die Hinweise zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung werden nach Beobachtungen in allen drei Fahrbereichen Bus, Tram, U-Bahn bis zu 95 Prozent umgesetzt." Allerdings biete sich besonders abends häufig ein anderes Bild, räumte sie ein: "Wir bemerken insbesondere in den Abendstunden, dass deutlich weniger Mundschutz getragen wird. Allerdings sind in diesen Zeiten auch nur noch etwa 30 Prozent der üblichen Fahrgäste unterwegs", so die BVG-Sprecherin.

Zwar würden die Passagiere nicht gezielt von BVG-Mitarbeitern auf das Tragen von Mundschutz überprüft, aber durchaus darauf angesprochen. "Die deutlich meisten Menschen reagieren darauf einsichtig. Wenn es zu Ausschreitungen kommt, rufen auch wir die Polizei. Es handelt sich hier ja um eine Verordnung, und da muss im Zweifel die Ordnungsmacht eingreifen", betont Nelken.

Änderungen beim Bus-Einstieg geplant

Derweil können sich Bus-Passagiere womöglich schon bald auf Erleichterungen einstellen: Seit vielen Wochen ist der Einstieg in die BVG-Busse nur noch hinten möglich, der vordere Einstiegsbereich beim Fahrer wird entweder durch Flatterbänder oder einen Folienvorhang abgesperrt und ist nicht passierbar. Rolf Erfurt kündigte in der "Berliner Zeitung" an, dass schon bald wieder der Buseinstieg vorne möglich sein könnte, indem der Fahrer durch Plexiglas abgeschirmt werde.

"Wir arbeiten hier an einer technischen Lösung", bestätigte die BVG-Sprecherin Nelken. "Eine solche Kabine hätte den Vorteil, dass die Vordertür wieder zum Einstieg genutzt werden kann und auch wieder ein Fahrscheinerwerb möglich wäre." Da aber in den Abend- und Nachtstunden Verspiegelungen ausgeschlossen sein müssten, arbeite man noch an einer Lösung.

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Antwort auf [Serge] vom 20.05.2020 um 07:42
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56 Kommentare

  1. 56.

    es geht mir genauso ich lüfte die Maske öfters zum Luftschnappen ichverstehe die Leute nicht

  2. 55.

    Die Leute, die denken, dass die Masken wirklich nützen, glauben wohl auch an den Weihnachtsmann.

    Es gibt Leute, die haben Atemprobleme. Wer z.B. an Pollenallergie leidet, hat es schon schwer genug.
    Selbst wenn man sich ein Attest holen würde, die Leute im Bus schauen einen böse an, wenn man keine Maske trägt.
    Man hat auch keine Lust, den anderen ständig erklären zu müssen, warum man keine Maske trägt.

    Was ich und meine Bekannten gar nicht verstehen, ist, dass offensichtlich die meisten Menschen (auch Ältere oder Kranke, etc.) keine Probleme mit den Masken haben beim Atmen - auch nicht in der Hitze.
    Wenn das wirklich so ist, dann könntet ihr ab jetzt immer eine Maske tragen - auch wenn es irgendwann keine Maskenpflicht geben sollte.

    Wenn es euch nichts ausmacht, warum habt ihr denn früher keine Maske getragen?
    Ihr tut alle so, als ob das gar nichts ist eine Maske zu tragen.

    Für mich ist es eine sehr große Einschränkung!!!



  3. 53.

    Das wird wohl nicht passieren. Wir werden immer die sein die sich anpöbeln lassen müssen. Wenn ich sehe wie schwer es Menschen mit Krankheiten schon ohne Corona hatten wird einen jetzt doch das Leben zur Hölle gemacht. 3/4 Deutschland spielt sich auf als wären sie Hilfssheriff und müssten alle anderen maßregeln.

  4. 52.

    ich denke grad die "Maskenverweigerer" sind es die mometan ehr ihr auto nutzen um der pflicht so weit wie möglich aus dem weg zu gehen

  5. 51.

    Es ist mehr als fahrlässig, keine Maske zu tragen. Diese können immerhin einen Teil der eigenen ausgeatmeten Flüssigkeit aufhalten.
    Also sind bei ihnen alle die ein Attest haben grob fahrlässig oder wie soll ich den Satz verstehen. Und dann gibt es keine Pflicht zum Maske tragen es gibt eine Empfehlung. Und wenn in der Verordnung steht das das Pflicht ich ist das gesetzwidrig. Nur mal so am Rande.

  6. 50.

    Leider bringt der M-N-Schutz nichts, aber auch gar nichts, wenn gleichzeitig keinerlei Abstand zu halten ist ....

  7. 49.

    Ich hab Sie so verstanden, dass Sie zZt den ÖPNV nicht benutzen, weil Sie nicht einsehen, die einfache Maske zu tragen, da Sie Ihrer Meinung nach nicht schützt.
    Wenn ich das falsch verstanden und Sie daher mißverständlich zu den "Maskenverweigerer" gezählt habe, dann entschuldigen Sie.

    Zur Wirksamkeit von "Alltagsmasken" sagt das RKI (7.5.20):
    "Das RKI empfiehlt ein generelles Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum als einen weiteren Baustein, um Risikogruppen zu schützen und den Infektionsdruck und damit die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung zu reduzieren. Diese Empfehlung beruht auf einer Neubewertung aufgrund der zunehmenden Evidenz, dass ein hoher Anteil von Übertragungen unbemerkt erfolgt, und zwar bereits vor dem Auftreten von Krankheitssymptomen."
    https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/19_20.pdf?__blob=publicationFile

    Im link gibts umfangreiche Erläuterung.

  8. 48.

    Lesen und auch verstehen wäre hilfreich. Maskenverweigerer schrieb ich nicht. Bewiesen ist, dass eine einfache Maske nicht schützt. Genau das ist nämlich das Problem. Der Träger fühlt sich in Sicherheit, Sicherheit die nicht existiert.
    Also nicht nur klug schreiben, sondern erst klug machen.

  9. 47.

    Schön - dann wird es wenigstens etwas leerer, für die, die drauf angewiesen sind.
    Auf die Kurzstreckenfahrer, die sonst keine 3 Meter zu Fuß gehen können, wird der ÖPNV auch noch grade so verzichten können. Vielleicht steigen dann ja auch ein paar mehr Autofahrer wieder auf Öffis um, wenn die Maskenverweigerer draußen bleiben. Kommt dann auch wieder der Umwelt zugute.
    Also weiter so :)

  10. 46.

    Sehe ich genauso! Zumal viele von den Obdachlosen sogar einen Mundschutz tragen. Ich finde es auch nicht schön, wenn es unangenehm riecht, aber diese Menschen können nichts dafür. Schlimmer finde ich die absolut übertriebene Parfümwolke der "feinen" Herr-und Damenschaften, die dann die Nase rümpfen, wenn ein Obdachloser zusteigt und wenn möglich noch dumme Kommentare ablassen! Scheiß Egogesellschaft!

  11. 45.

    Maskenpflicht immer da, wo immer der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Ich bin zu Zeiten von Corona doch immer erstaunt, über die Rechtsverordnungen und Politiker die sich regelmäßig selbst widersprechen. Das tragen von Masken schützt nicht vor einer Infektion, jedenfalls wenn man nur eine OP Maske oder eine selbst gebastelte trägt. Das heißt somit, der Mindestabstand ist erforderlich, die Maske nicht.
    Wir und auch unser gesamter Freundeskreis haben uns folglich dessen dazu entschieden, sämtliche Nutzung des ÖPNV nicht in Anspruch zu nehmen, so lange speziell in den ÖPNV keine vernünftige Handhabung praktiziert wird.
    Auf die Aussage der BVG, sie habe keinen Einfluss auf die Tragezeit von Masken kann ich nur sagen: Wenn nicht sie, wer denn Dann? Wenn die Fahrgastzahlen massiv einbrechen sollte sich die BVG diese Aussage noch einmal überlegen.

  12. 44.

    Vielen Dank für Ihren Hinweis! Wir haben es angepasst, da einige aus der Redaktion noch die Flatterband-Methode gesichtet haben, haben wir es drin gelassen.

    Liebe Grüße,
    rbb24

  13. 43.

    Können Sie bitte mal kenntlich machen, was von Ihnen und was von der DB ist? Und welcher Text aus einer Verordnung? Drag and drop ist ja toll, aber so ergibt es Wirrwarr. Was ist denn nun von wem in den Zügen der DB vorgegeben?

  14. 42.

    Die Maskenpflicht sollte neu justiert werden. Nur dort, wo der Abstand nicht einzuhalten ist, sollte die Pflicht bestehen. In einen leeren oder fast leeren Wagon zB kann sie abgeschafft werden. Wer eine tragen möchte, bitte. Aber grundsätzlich den Menschen längerfristig diese Masken aufzuzwingen ist nicht verhältnismäßig. Und mit zunehmenden Temperaturen auch eine Zumutung

  15. 41.

    Es wäre hilfreich, wenn ein Verantwortlicher im ÖPNV etwas von Menschen mit einer Befreiung von der Maskenpflicht aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen schreiben würde mit einem ärztlichen Attest, am besten im TV-Sender, den viele Menschen sehen!!!
    Mit freundlichen Grüßen Steffi Wunderlich

  16. 40.

    Wenn die BVG einen Beitrag zum Infektionsschutz leisten möchte, könnte sie ja mal dafür Sorge tragen, dass nicht von gewissen (insbesondere weiblichen) Fahrgästen die Klappfenster geschlossen werden, weil Zugluft ja tödlich ist und eine kuschelige Wagentemperatur von deutlich über zwanzig Grad lebensnotwendig.

    Und nebenher, liebe Redaktion: Die Flatterleinen gibt es in den Bussen schon seit Wochen nicht mehr. Inzwischen wird der vordere Wagenbereich durch einen Folienvorhang abgeschirmt.

  17. 39.

    Doch, durfte es, denn die Busse, von denen Sie sprechen, waren nicht für den Einmannverkehr gedacht. Das heißt es gab noch einen Schaffner. Der Fahrer hatte nur die Aufgabe, zu fahren und konnte daher in einer abgeschlossenen Kabine sitzen. Fahrscheinverkauf, Kontrolle, Aufsicht, Auskünfte übernahm eine weitere Person, die dann wegrationalisiert (sparen, sparen, sparen ...) wurde.

  18. 38.

    Wenn Sie ein Zitat benutzen - in der dtsch. Schrift gibt es Anführungszeichen. Im übrigen auch Satzzeichen. Und ich muss nicht googeln. Über Verordnungen erwarte ich vom rbb|24 eine korrekte Aufklärung, was für Berlin gültig ist. Auch gerade deshalb, weil sich vieles schnell ÄNDERT.

  19. 37.

    Ich habe schon gelesen, dass das Interview mit der BVG gemacht wurde. Wenn Sie lesen könnten, ich habe geschrieben: "Ich lese immer nur...". Das bezieht sich auch auf andere Artikel von rbb|24. Ich kann mich nicht erinnern jemals gelesen zu haben, dass Maskenpflicht bei den Verkehrsmitteln der DB besteht. Und was soll Ihre Bemerkung über "aufregen". Ich trage auch eine Maske in der S-Bahn. Es wäre nützlicher gewesen eine evtl. Quelle zu benennen, wo Ihr Wissen über die Maskenpflicht bei der DB besteht zu nennen. Behaupten könnte ich auch Einiges. Ansonsten ist Ihr Kommentar für mich nutzlos.

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