Ein Radfahrer wird im Oktober 2020 bzgl des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes in der Berliner Bergmannstraße kontrolliert. (Quelle: rbb)
Audio: Inforadio | 26.10.2020 | Birgit Raddatz | Bild: rbb

Berliner Einkaufsstraßen - Maskenpflicht gilt doch nicht für Radfahrer

Im Rahmen von Kontrollen der Corona-Maßnahmen stoppte die Berliner Polizei am Wochenende in der Kreuzberger Bergmannstraße Radfahrende ohne Maske. Nun stellte sich allerdings heraus: Die Maskenpflicht gilt nur für Fußgänger.

Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum in Berlin gilt nicht für Radfahrer. Der Regierende Bürgermeister, Michael Müller(SPD), bestätigte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter am Dienstag, dass sich die neue Verordnung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum nur auf Fußgänger beschränkt. Zuvor hatte ein Polizeisprecher am Montag die neue Verordnung bestätigt.

Am Wochenende waren Fahrradfahrende in der Bergmannstraße angehalten worden, weil sie keine Maske trugen. Die Straße in Kreuzberg gehört zu den zehn sogenannten Hotspot-Straßen, auf denen eine Maskenpflicht herrscht.

Die Kontrolle rief Verwirrung bei den Radfahrenden hervor. Deshalb habe sich die Polizei bei der zuständigen Stelle erkundigt, so der Sprecher. Die Verordnung gelte demnach nur für Fußgänger.

Insgesamt überprüfte die Polizei am Sonntag gut 47.000 Menschen und leitete fast 70 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Mehrere größere Gruppen zum Beispiel in Parks wurden von der Polizei aufgelöst, weil die Menschen sich nicht an die Abstands- und Hygieneauflagen gehalten hatten.

Die Kommentarfunktion wurde am 26.10.2020 um 18:30 Uhr geschlossen

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66 Kommentare

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  1. 66.

    Radfahrende sind zu schnell für Erosole. Das ist das selbe wie mit der Sperrstunde für Bars etc. Bis 23 Uhr hat der Virus auch kein Bock auf einen Besuch in Bars.

  2. 65.

    Hallo??? Beim Fahrradfahren setze ich bestimmt keinen MNS auf.... Mir beschlägt schon so die Brille...

  3. 64.

    Ach die armen Radfahrer. Die tun mir jetzt aber wirklich leid, dass sie womöglich noch auf dem Bürgersteig fahrend wegen einer Maske angesprochen wurde.
    Meist fühle ich mich auf dem Bürgersteig von Radfahrern genötigt.
    Manchmal ist es tatsächlich so, dass diejenigen, die ein Gesetz auszuführen haben, sich Fragen: "Was will mir Autor damit sagen".
    Und da ist eine Maske wohl das kleinste aller Übel.

  4. 63.

    Mein Gott. Jeder kann sich mal irren. Seien Sie froh, dass überhaupt überprüft wurde. Lieber Überprüfung als Corona. Also wirklich. Bei solchen Kommentaren sollte man für's Lesen auch Schadenersatz bekommen.

  5. 62.

    Für welchen Schaden denn? Für die zwei Minuten Verzögerung, dass die ach so tolle Maske getragen werden musste oder für die Zumutung, von Polizisten angesprochen zu werden?
    Ein Blick in die Verordnung zeigt übrigens, dass die Polizisten gar nicht so falsch lagen, die bezieht sich nämlich ohne Unterschied auf jede Person. Warum die wie üblich freie Auslegung irgendwelcher Senatsverwaltungen jetzt so erfolgt ist, muss man nicht verstehen. Das öffnet wieder alle Möglichkeiten für die, die dagegen klagen wollen. Und man hätte, wenn die Zahlen doch so hoch sind, den Pass auch annehmen können...

  6. 61.

    Schön, dann sollte man von jedem Radfahrenden der den Gehweg nutzt, auch Schadensersatz fordern.

  7. 60.

    Wiso brauchen Radfahrer keine Maske ,die fahren in der Kolonne teilweise mit 15 Radfahrern hintereinander. Atmen die keine Luft von den anderen ein ? Unsere heilige Kuh ,der Radfahrer.das sollen erwachsene Menschen sein

  8. 59.

    Wenn Radfahrer in der Fußgänger Zone rumradeln , dann Maskenpflicht
    Keine Extrawurs

  9. 58.

    Was ist eigentlich mit einem Fahrradfahrer der an einer Kreuzung vom Rad steigt und mit den Fußgängern die Straße überquert?
    Dann sind natürlich Skater und andere auf Rädern dahin fahrende auch auf Gehwegen von der Maskenpflicht ausgenommen? Der Unfug kennt keine Grenzen! Leider hat der normale Menschenverstand schon sehr gelitten, für die Zukunft muss man Arges befürchten.

  10. 57.

    Neues aus Absurdistan. Fahrradfahrer, die nebeneinander an einer Ampel stehen, sind näher und gefährdeter als Passanten, die weiter voneinander entfernt aneinander vorbeigehen.

  11. 55.

    Danke an die Bundespolizei für ihre großartige Unterstützung! Nicht verhängte Auflagen kontrollieren kann schließlich nicht jeder. Wahrscheinlich bekommt man deshalb nach der Polizeischule 5.000 € mehr im Jahr als bei der Berliner Polizei...
    Wer bezahlt eigentlich solche Einsätze? Wird das Berlin in Rechnung gestellt?
    Der Vermittelbarkeit von den erforderlichen Maßnahmen hat das sicher nicht weitergeholfen. Ich hoffe dass das Konsequenzen hat.

  12. 54.

    "Schadenersatz "

    Tief Luftholen und überlegen: Schaden....ersatz....
    Und da sind wir nicht mal bei dem inhaltlichen Unsinn...

  13. 53.

    Dieser Kommentar ist ja völlig neben der Sache, immer fühlen sich die Radfahrer falsch behandelt und die fahren bei Rot usw und muß achten jegliche Verkehrsregel

  14. 52.

    Nötigen? ... naja man kann es auch übertreiben. Und zu dem Schadensersatz: Dafür müsste erst mal ein Schaden entstanden sein ... kontrolliert zu werden erfüllt das sicher nicht

    Ansonsten ist mir jetzt nicht klar warum Fahrradfahrer ausgeschlossen sein sollten ... ich beziehe mich auf §4 1a ... sind Fahrradfahrer keine Personen?

    Das ganz ohne Bewertung von Sinn und Unsinn der Maßnahmen im generellen.

  15. 51.

    Hallo Frederik, ich verstehe nicht, warum Sie so weit gehen müssen. Die Polizisten haben niemanden geschadet. Lieber einmal eine Maske zu viel aufgehabt als zu wenig. Wir sollten in dieser Zeit viel mehr den je zusammen halten (auch Bürger und Polizei) und uns nicht gegenseitig ständig Vorwürfe machen. Die Forderung nach Schadensersatz finde ich äußert kleinkariert. Trotzdem gebe ich Ihnen in Teilen recht, in Zukunft sollten die Regeln noch klarer kommuniziert werden, damit es nicht erneut zu solchen Missverständnissen kommt. Liebe Grüße, Jasper

  16. 50.

    Meine Güte. Gehts auch eine Nummer kleiner? In der Situation ist vieles neu und es gibt ständig Änderungen, um der Situation Herr zu werden. Radfahrer machen übrigens auch nicht immer alles richtig.

  17. 49.

    Hallo,
    Es ist für alle (besonders) die Polizei schwierig, mit der neuen Situation und den Regeln umzugehen.
    Ich bitte um Verständnis und darum, den Ball flach zu halten.
    Es bringt nichts, jetzt gegeneinander zu handeln.

  18. 48.

    Gehts noch? Wieso werden hier wieder Ausnahmen für diese verhätschelte Spezies zugelassen? Maskenpflicht für alle, sonst kann man es bleiben lassen

  19. 47.

    Und genau deshalb muß es nicht nur erlaubt, sondern selbstverständlich sein, daß man Polizeiaktionen hinterfragt, überprüfen läßt und kritisiert.

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