An der Tanke in Brandenburg - "Ich möchte mein Steak essen, und mein Hühnchen, tut mir leid!"

Fr 22.12.23 | 06:14 Uhr
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Illustration: Serie "An der Tanke". (Quelle: rbb)
Bild: rbb

Fast jeder kommt mal an der Tanke vorbei. Zwei rbb|24-Reporter sprechen Leute an der Zapfsäule in Brandenburg an und fragen, was sie umtreibt. Heute ein Gespräch über viele Aufreger des Alltags: E-Autos, Vegetarier und Quereinsteiger im Lehramt.


rbb|24 will mit den Gesprächsprotokollen, die "An der Tanke" entstanden sind, Einblicke in verschiedene Gedankenwelten geben und Sichtweisen dokumentieren, ohne diese zu bewerten oder einzuordnen. Sie geben die Meinungen der Gesprächspartner wieder.

Wer: Reinigungskraft aus Dahme
Alter: 58
Fahrzeug: Silberner Ford
Getankt: Benzin für 25 Euro
Woher: Zu Hause
Wohin: Nach Hause

 

Was mich gerade beschäftigt? Zum Beispiel die Spritpreise, die Strompreise. Ölpreise sind auch nicht gerade gut. Dass mein Kind das Abitur schafft (lacht): Ansonsten - ja, Weihnachten steht vor der Tür. Da sollte man sich langsam mal drauf vorbereiten.

Man guckt wirklich nur noch nach Sonderangeboten. Gut, das Tanken gerade - das war wirklich nötig - ich hatte keinen Sprit mehr.

Sie lacht laut, zündet sich eine Zigarette an und zieht die Jacke etwas weiter zu. Die Temperaturen liegen nur knapp über null.

Ich bin Reinigungskraft. Es bringt Geld, sagen wir so. Ist zwar nur Mindestlohn, aber es ist ein bisschen was. Ich gehe auch nur ein paar Stunden, weil ich gesundheitlich nicht mehr machen kann. Mein Mann verdient - wenn man so will - kein schlechtes Geld.

Aber: Mein Vater hat ein Haus und ein Auto. Wohnt aber im Pflegeheim und kommt nie wieder nach Hause - aber er sieht es nicht ein! Deshalb muss ich jeden Monat für den Pflegeplatz was bezahlen. Nicht gerade wenig. Das sind über 500 Euro im Monat, die mir einfach flöten gehen.

Wir haben auch ein Haus, da ist die Finanzierung noch nicht ganz durch. Da haben wir noch ein paar Jährchen und die Jüngste - sie ist 18, aber sie geht halt noch zur Schule - hat noch keine Ausbildung. Also das kostet auch alles irgendwo Geld.

Ich habe schon immer hier in Dahme gewohnt. Wir haben jetzt unser Häuschen fast schon seit 25 Jahren. Und das soll eigentlich auch so bleiben, solange es möglich ist. Also wir fangen jetzt langsam an daran zu arbeiten, dass es dann mal altersgerecht ist. Dass man sagen kann, ich kann dableiben, auch wenn ich nur noch mit einem Rollator unterwegs bin.

Und das Nächste ist sicher: Wir haben dann zwar ein eigenes Haus, aber irgendwann wird es uns auf die Füße fallen und wir sollen dann eine neue Heizung einbauen, obwohl die alte noch funktioniert. Warum auch immer. Macht keinen Sinn. Meine Ölheizung funktioniert wunderbar!

Ich wüsste aber auch nicht, wo ich sonst woanders hin sollte. Sicher gefallen mir viele Sachen von unserer jetzigen Regierung nicht - also ich finde E-Autos scheiße. Tschuldigung, ist aber so. Sicher, ich fahre nicht so viel, aber wenn ich den Strom kaufen muss, dann kann ich auch an die Tankstelle fahren. Das ist der gleiche Preis. Und so umweltfreundlich ist ein E-Auto auch nicht. Es hat keine bessere CO2-Bilanz als Diesel zum Beispiel.

Sie nimmt hier kein Blatt vor den Mund. Es wirkt, als hätte das dringend mal raus gemusst. Ihre Stimme ist jetzt etwas höher geworden.

Alle quietschen sie, man soll Vegetarier oder Veganer werden. Nee, ich möchte mein Steak essen. Und mein Hühnchen. Tut mir leid.

In jeder Ecke steht, vegetarisch wäre angeblich so gesund. Also ich kenne einige Vegetarier, die ganz viele Nahrungsergänzungsmittel nehmen müssen, weil ihre Blutwerte und alles nicht gepasst haben. Ein Kollege von meinem Mann war drei Jahre Vegetarier. Da hat der Arzt gesagt, entweder isst er jetzt mal wieder ein Stück Fleisch oder wir müssen hier wirklich mit scharfen Sachen schießen, damit er wieder gesund wird. Er isst jetzt wieder Fleisch. Nicht in rauen Mengen, aber es geht im besser. Der Mensch ist nun mal ein Allesfresser.

Sie kommt nun alleine vom Hölzchen aufs Stöckchen - ganz ohne Nachfragen.

Das Nächste: Warum müssen so viele Ausländer hier rein? Ich verstehe es nicht. Und der Fachkräftemangel ist auch hausgemacht. Hätten wir Leute ausgebildet, hätten wir jetzt auch welche. Wir haben jahrelang keine Ärzte, keine Erzieher ausgebildet oder nur ganz wenig. Und jetzt haben sie halt das Problem, dass sie keinen haben. Sicher, es gibt Lehrer-Quereinsteiger, die sind top. Aber es gibt auch welche, die kann man gar nicht gebrauchen.

In der Grundschule haben wir das gemerkt. Wir hatten eine, die hatte angefangen Lehramt zu studieren, hat dann aufgehört. Hat 25 Jahre in einem Museum gearbeitet. Dann hat sie Stationen gemacht - Waldorfschule, Montessori-Schule - wer da drauf steht, soll's gerne machen. Ist mir völlig wurscht. Und dann kam sie zu uns an die Grundschule. Es ging gar nicht. Sie hatte keine Ordnung in der Klasse, nur noch Bambule und die Kinder haben nichts gelernt. Wenn wir uns zu Hause nicht hingesetzt hätten und alles nochmal neu aufgerollt hätten, wäre da gar nichts passiert.

Es fängt an zu nieseln, ihr wird sichtlich kalt. Gleich muss sie wieder ins Auto. Ihre Stimme ist ruhiger geworden. Sie überlegt jetzt länger, bevor sie etwas sagt.

Man kann gerade zu keiner Partei sagen, das ist eine gute Idee oder macht mal so. Die Konzepte sind alle nicht so der Brüller, im Moment. Die sind alle nur auf Öko. Wir müssen die Ukraine unterstützen, wir müssen Israel unterstützen. Wir müssen da, wir müssen da, wir müssen da.

Wir müssen mal bei unseren eigenen Leuten anfangen und nicht bei denen, die meinetwegen jetzt Bürgergeld bekommen - denen geht's gar nicht so schlecht. Doof dran sind die, die jetzt wirklich für Mindestlohn arbeiten gehen. Weil auch die Bürgergeld-Leute, die kriegen ja zum Beispiel die Klassenfahrt vom Amt bezahlt. Also, da kann das Kind mitfahren.

Wir hatten jetzt in der Klasse zwei Eltern, die gehen arbeiten - abgesehen davon, dass sie acht Kinder haben, aber das ist ihr Ding. Die konnten nicht zur Klassenfahrt mitfahren. Obwohl sie beide voll arbeiten gehen. Die haben keine Unterstützung bekommen.

Ich war damals froh, dass ich einen Minijob bekommen habe, weil die Agentur für Arbeit ist mir dermaßen auf den Sender gegangen. Ich habe keine Leistungen bekommen, weil ich aus dem Arbeitslosengeld raus war. Mein Mann hatte in dem Sinne zu viel verdient und ich musste alle vier Wochen antreten und jeden Monat sechs Bewerbungen von mir aus schreiben. Und habe noch jede Woche zwei Vorschläge bekommen, wo ich mich vorstellen musste. Und in einem Umkreis, der eigentlich nicht feierlich ist - das waren über 200 Kilometer am Tag!

Im Moment ist es also nur ein Minijob, es waren auch schonmal drei. Ich hab's auch versucht, mich woanders zu bewerben. Aber die wollen auch nicht alle mehr wie Mindestlohn rausrücken. Wenn ich dann zusammenrechne, was ich am Ende übrig aber, komme ich auch nicht besser raus. Deshalb gehe ich lieber nur meine paar Stunden, habe das sozusagen Cash, das ist auch schön und kann mich um andere Sachen kümmern.

So langsam wird es hier draußen zu kalt zum Sprechen. Sie geht zurück zum Auto und deutet auf den Sticker am Heck.

Zeit für Familie ist eigentlich nur noch am Wochenende. Wir fahren auch mal irgendwo hin. Gerne mal nach Leipzig, die Großeltern von meinem Mann stammen da her. Einmal im Jahr fahren wir dann in den Urlaub. Das gönnen wir uns (lacht). Vierzehn Tage. Und, nicht erschrecken: Wir fahren nach Sylt!

Das Gespräch führte Jonas Wintermantel, rbb|24

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    Fast jeder kommt mal an der Tanke vorbei. Zwei rbb|24-Reporter sprechen Leute an der Zapfsäule in Brandenburg an und fragen, was sie umtreibt. Heute: ein Wasserbauer, dem viele Politiker zu alt sind, um gute Ideen zu haben.

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    "Wenn sie die Leute vergessen, die hier vor Ort leben, das kann nicht sein"

    Fast jeder kommt mal an der Tanke vorbei. Zwei rbb|24-Reporter sprechen Leute an der Zapfsäule in Brandenburg an und fragen, was sie umtreibt. Heute: eine Frau, die ihre Schwiegereltern pflegt und mächtig Wut angesammelt hat.

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    "Schlecht geht's uns nicht"

    Fast jeder kommt mal an der Tanke vorbei. Zwei rbb|24-Reporter sprechen Leute an der Zapfsäule in Brandenburg an und fragen, was sie umtreibt. Heute: ein Rentner, der dem verlorenen Dorfzusammenhalt nachtrauert.

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    "Wenn die Ukrainer kommen, dann werden Türen und Tore geöffnet"

    Fast jeder kommt mal an der Tanke vorbei. Zwei rbb|24-Reporter sprechen Leute an der Zapfsäule in Brandenburg an und fragen, was sie umtreibt. Heute: eine Rentnerin, die links wählt, aber manchmal rechts denkt.

56 Kommentare

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  1. 56.

    Ich würde niemals über Raucher so texten, als gäbe es unter Raucher keine anständigen Menschen.
    Jeder kann leben wie er will, rauchen, trinken, essen was und wie einer möchte. Wer hat das Recht sich über andere Menschen zum Richter zu machen? Wenn der Mensch gegen ein Gesetz lebt, dass kann man kritisieren.

  2. 55.

    "Ein Kollege von meinem Mann war drei Jahre Vegetarier. Da hat der Arzt gesagt, entweder isst er jetzt mal wieder ein Stück Fleisch oder wir müssen hier wirklich mit scharfen Sachen schießen, damit er wieder gesund wird."

    Wenn ich solche Sätze lese, weiß ich die Leut leben in ihrer ganz eigenen Realität. Wissen und Fakten zählen da nichts.

    Bin selbst kein Vegetarier und ein bisschen Fleisch ist auch überhaupt nicht schädlich. Aber die Massen Fleisch, die viele essen ist viel zu viel. Vegetarier, das sind die die zumindest tierische Produkte essen, Eier, Milch usw. haben bei normaler ausgewogener Ernährung gar keinen Mangel. Geht sogar bei erhöhtem Bedarf bei Kindern oder Schwangeren.

  3. 54.

    Zitat: "Das mit den Hühnchen und Steak kann se vergessen... weil die „Umerziehung“ fast abgeschlossen ist? Einige wenige Widerständler sind noch zu zwingen... mit komischer, sehr komischer und ungesunder Moral."

    Ja klar, der geheime Vegetarier/Veganer Deep State hat die Umerziehung der Bevölkerung zur fleischlosen Ernährung fast abgeschlossen. Die Deutschen ernähren sich ja bereits zu 99% vegetarisch od. vegan und das eine Prozent an Widerständlern wird bald hart angegangen von denen da oben. FAKT!

  4. 53.

    Bei ihren Texten "auch darauf" oder auch "abziehende" Ärzte...

    Naja allzu viele wandern ja gar nicht aus (oder muss es abziehen heißen?), vor allem wandern noch viel mehr ein.

    Sie stimmten der Dame allerdings zu "Jedoch hat die Dame recht, wenn sie sagt, der Fachkräftemangel sei hausgemacht." Und die Dame hat sich sehr wohl ebenfalls über Ärztemangel aufgeregt: "...Fachkräftemangel ist auch hausgemacht. Hätten wir Leute ausgebildet, hätten wir jetzt auch welche. Wir haben jahrelang keine Ärzte, keine Erzieher ausgebildet..." mit direktem Ärztebezug. Haben Sie den Text gar nicht gelesen vor Ihrer Zustimmung?

    Das mit dem "es studieren zu viele" ist eben auch mal wieder nur ein rechtes Narrativ.

  5. 52.

    Menschen die kein Auto fahren?

    Sind das überhaupt richtige Deutsche?

    (Oder eben zum Zigaretten holen)

  6. 51.

    Bei der Begründung für den Standort der Interviews -jeder käme ja irgendwann einmal zu einer Tankstelle- musste ich auch zwei mal lesen.
    Es soll, so habe ich gehört, ja Menschen geben, die weder ein Auto fahren noch ihren wöchentlichen Einkauf an einer Tankstelle erledigen.
    Aber das habe ich nur gehört. Kann also auch ein Gerücht sein.

  7. 50.

    Leider scheint in dieser Reihe wirklich fast nur eine bestimmte Sorte Mensch angetroffen und befragt zu werden. Das ist ein wenig schade. Einen tatsächlichen Querschnitt der Bevölkerung bildet der Standort "Tanke in Brandenburg" wohl nicht ab.

    Alternativ könnte man sich als Journalist ja auch mal vor ein Jobcenter stellen. Ich bin mir sicher, da gibt es auch ganz unterschiedliche Geschichten und Sichtweisen, von Kunden wie von Mitarbeitern. Diese einzufangen wäre bei der heutzutage angesagten Pauschalverurteilung sicher hilfreich.

  8. 48.

    Das mit den Hühnchen und Steak kann se vergessen... weil die „Umerziehung“ fast abgeschlossen ist?"

    Tja, ansonsten erzählen Sie uns ja gerne was von Grammatik und so.
    Vllt. sollten Sie "unter" diesem.....Gesichtspunkt,....."Ihren " Beitrag nochmal überprüfen.
    Insbesondere auch, wann und "unter" welchen...."Umständen" ein Fragezeichen...."eingesetzt" wird?

  9. 47.

    Fehler gefunden. Wenn Sie schon auf Pisa anspielen, danke für Ihr Eigentor, hätten Sie das Gelesene auch verstanden (was in der aktuellen Pisa-Studie auch moniert wurde) wäre Ihnen aufgefallen dass ich Handwerksberufe meinte. Dass wir zu wenig Ärzte haben, liegt übrigens auch darauf, dass viele, hier gut ausgebildete Mediziner/Medizinerinnen wegen der schlechten Bedingungen abwandern. Es werden genug ausgebildet, nur es nützt nichts, wenn diese alle abziehen um zu besseren Bedingungen zu arbeiten. Und Fachkräftemangel besteht überwiegend nunmal im handwerklichen Bereich.

  10. 46.

    Wie sind Sie denn drauf!? Unglaublich. Sicher sind Sie auch nicht unfehlbar und haben bestimmte Prioritäten mit denn andere nichts anfangen können.

  11. 45.

    Darüber jammern, dass alle nur noch studieren wollen und gleichzeitig bemängeln, dass es zu wenig Ärzte und Lehrer gibt.

    Finde den Fehler.

    Ich mag die faktenbefreiten Zeiten nicht. Es wurden die letzten 30 Jahre fast konstant gleich viele Lehrer und Ärzte ausgebildet, sowohl relativ in % des Jahrgangs als auch absolut. Aber Fakten werden eh überbewertet...

  12. 43.

    Ganz viel Meinung, wenig Ahnung.

    Danke für diese Beiträge. Gut das es früher kein Pisa gab

  13. 42.

    Schon mal darüber nachgedacht, warum es so sein kann? Ich habe 6 Jahre in eine Eingangszone eines JC gearbeitet und weiß, was solchen Menschen mitunter durch den Kopf geht. Klar, jeder hat heute größere Chancen auf besser bezahlte Jobs, auch im ungelernten Bereich. Jedoch hat die Dame recht, wenn sie sagt, der Fachkräftemangel sei hausgemacht. Wenn ich mir die Generationen nach mir ansehe, die nur noch studieren will und mit wirkliche harter Hände Arbeit nix am Hut haben will, wundert mich nichts. Und leider hat die Migration in das Deutsche Sozialsystem zu sehr zugenommen und die verantwortlichen Institutionen machen nach außen wenig bis nichts. Was der AfD richtig in die Hände spielt, dann graut mir vor nächsten Wahlen.

  14. 41.

    Wie üblich über knappes Geld jammern, aber für Zigaretten reicht es komischerweise immer.
    Absolut lächerlich!
    Trifft man keine anständigen Leute mehr an der Tankstelle?

  15. 40.

    Genau es wird kaum jemand ausgebildet. Grund: Die Jugend hat keine Wünsche mehr und ist viel zu emanzipiert, lässt sich nichts sagen, Schuld ist das Internet. Verblendung pur.

  16. 39.

    Marcus T Cicerro sagte einmal:
    Der Arme- arbeitet und arbeitet
    Der Reiche- beutet die Armen aus
    Der Soldat- beschützt beide
    Der Steuerzahler- zahlt für alle 3
    Der Banker - beraubt alle 4
    Der Anwalt- führt alle 5 in die Irre
    Der Doktor- stellt Rechnungen an alle 6
    Der Schläger- erschreckt alle 7
    Aber der Politiker lebt glücklich auf Kosten aller 8
    Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber jeder hat das Recht eine zu haben.
    In diesem Sinne allen ein gesegnetes Weihnachtsfest.

  17. 38.

    Was das denn für eine Frage. Schon mal was von "frei nach Schnauze " gehört. Da wird Klartext geredet. Unisono. Zuhören und mit Menschen reden, .... das kann heutzutage wirklich nicht jeder. Danke rbb24 für so ehrlich liebenswerte Aktion. Die Farbe eines Auto ist mir völlig Banane. Meins ist weiß, und nu? Wess Farbe das Auto hat dess Geist ich trag? Ach Sebastian, komm runter.

  18. 37.

    Fairerweise kann man nicht behaupten eine 25 Jahre alte Ölheizung funktioniere noch gut. Die Regelungen zur Höchstlebensdauer kommen nicht von ungefähr.

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