An der Tanke in Brandenburg - "Wer viel arbeitet, soll auch vernünftig Geld verdienen"

Fr 21.06.24 | 16:32 Uhr
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Illustration für "An der Tanke" Am Steuer.(Quelle:rbb)
Bild: rbb

Fast jeder kommt mal an der Tanke vorbei. Zwei rbb|24-Reporter sprechen Leute an der Zapfsäule in Brandenburg an und fragen, was sie umtreibt. Heute: eine Bankerin, die ihre Gemeinde liebt, aber dort nicht über Politik reden will.

Wer: Bänkerin aus Storkow
Alter: Ende 40
Uhrzeit: 13:43 Uhr
Fahrzeug: Schwarzer BMW
Getankt: Diesel für 86,55 Euro
Woher: von einer Kreditkompetenzprüfung
Wohin: auf dem Weg nach Hause

 

rbb|24 will mit den Gesprächsprotokollen, die "an der Tanke" entstanden sind, Einblicke in verschiedene Gedankenwelten geben und Sichtweisen dokumentieren, ohne diese zu bewerten oder einzuordnen. Sie geben die Meinungen der Gesprächspartner wieder.

Ich bin Banker. Gearbeitet habe ich lange in Potsdam und Königs Wusterhausen, ich bin viel unterwegs. Ab einer gewissen Größenordnung, wenn man Kunden betreut, gibt es die Jobs auf dem Land nicht. Ich mache Konzernbetreuung von Großunternehmen.

Zum Gespräch lädt sie in ihren BMW ein. Draußen fegt ein so herbstlicher Wind über die Tankstelle, dass ihr das Draußenstehen unangenehm ist. Schließlich ist Juni, sie trägt nur ein dünnes Shirt.

Ich habe bei der Wahl jetzt im Juni deutlich unterschieden, was mir kommunal wichtig ist und was mir im Großen und Ganzen wichtig ist. Im Ort war es mir wichtig, den zu wählen, von dem ich weiß, dass der mich gut vertritt. Dass es ums Wesentliche geht und nicht um irgendwelche Egoismen. Dass es dieser Gemeinde gut geht. Gibt es genug Kinderbetreuung? Was passiert mit der Straße, die zu uns führt? Mir ist einfach wichtig, dass wir eine Stimme haben, die sich traut zu sagen: Hey, ihr müsst an uns denken. Ihr baut hier eine Straße, dort eine Straße und benutzt zwischendrin immer unsere. Aber die wird nicht gemacht.

Wir haben jetzt ein zweites Wohngebiet gekriegt in Storkow, man spricht über ein drittes und wir haben ganz viele Kinder. Das ist toll, man sieht es bei den Dorffesten. Aber wenn du dann gucken musst, wo du dein Kind los wirst auf dem Weg zur Arbeit- das ist eine totale Herausforderung für die Familie. Wir Dorfis sind es zwar gewohnt, viel fahren zu müssen, aber trotzdem.

Ich bin offen, ich bin FDP-Wähler - schon immer und werde ich auch immer sein. Weil ich der Meinung bin, dass vieles einfach der Markt regeln muss und wer viel arbeitet, vernünftig Geld verdienen soll. Ich finde, dass es da teilweise viel zu viel Regulierung gibt. Für Europa habe ich deshalb entschieden, den Freien Demokraten meine Stimme zu geben. Hier draußen hat das keine Chance. Aber darum geht es auch nicht. Das sind nicht die Themen, die hier lokal wichtig sind.

Ich glaube, wichtig ist, dass wir eine Stimme haben. Je nachdem, wie gut es dem Einzelnen geht und wie gut er sich behandelt fühlt, sind die Entscheidungen sehr schwierig, die da getroffen werden. Das sind Debatten, denen ich in der Regel aus dem Weg gehe. Ich möchte nicht beim Lagerfeuer der Jugendfeuerwehr über Politik diskutieren, weil mir das dann zu hellblau wird. Es sind viele, die sich einfach vergessen fühlen. Es werden immer Regeln getroffen, die auf dem Land nicht ankommen. Was nutzt mir ein 49-Euro-Ticket, wenn hier nicht mal ein Bus fährt?

Beim Reden legt sie manchmal beide Hände mit den rot manikürten Nägeln ans Lenkrad und schaut dann geradeaus, als wären wir auf der Landstraße und nicht auf dem Parkplatz einer Tankstelle. Neben uns hat gerade ein blauer Traktor geparkt.

Ich habe ja Glück, materiell gesehen und mit der Familie. Aber ich verstehe auch, dass sich viele abgehängt fühlen. Du musst hier draußen Auto fahren, aber das Auto wird halt immer teurer, es gibt gar keine Alternative. Es wird immer gesagt, wir werden alle grün. Ja wundervoll, du musst es dir nur leisten können.

Es gab Zeiten, da bin ich 1.000 Kilometer die Woche gefahren. Jetzt habe ich den Job gewechselt und musste den Dienstwagen abgeben. Deshalb geht es jetzt darum, was ich mir als nächstes kaufe. Erstmal einen Diesel, habe ich entschieden, aber warte noch ab. Wir sind doch eigentlich gar nicht weit genug, dass du überall dein E-Auto laden kannst, damit das in deinen Alltag rein funktioniert. Damit du dich nicht dauernd fragen musst: Wo tanke ich?

Außerdem finde ich die Technik ein bisschen bedenklich. Ich schicke im Prinzip eine einzige Person mit einem riesigen Chemiebaukasten auf die Straße. Ich sitze also auf einer riesengroßen Bombe. Für mich ist das noch nicht die Technik der Zukunft, ich bin da eher ein Wasserstoff-Typ. Windräder müssen nicht abgeschaltet werden, wenn man den Strom nicht loswird. Sondern man erzeugt über eine Brennstoffzelle Wasserstoff und hat dann dezentral überall Tankstellen. Vielleicht eine verrückte Idee, vielleicht bin ich auch ein Revoluzzer, aber das ist für mich die Zukunft.

Theoretisch müsste ich mir ein Parteibuch holen und müsste da eintreten. Aber das ist vom Tisch. Ich würde mich nur streiten, das würde nicht funktionieren. Ich stelle mich total in den Sinn der Sache und heutzutage geht es um Egoismen, Populismus und Positionen. Wo ich kann, trage ich etwas bei. Ich mache auch bei den ganzen freiwilligen Sachen mit.

Wenn ich an die Landtagswahlen denke, habe ich ehrlich gesagt Sorge, weil ich genau weiß, was passieren wird. Die, die wütend genug sind, gehen wählen. Es gibt viele, die resigniert haben, die gehen nicht. Das sind die Stimmen, die fehlen. Und die, die immer pflichtbewusst wählen gegangen sind, werden nicht reichen, um das Hellblau aufzuhalten.

Bei uns wählen alle, meine Tochter, mein Schwiegersohn, nur mein Vater war nie wählen. Aber jetzt, wo ich das in der Hand habe, hole für alle Briefwahlunterlagen. Keiner muss irgendwo hingehen, keiner muss sich an Termine halten, Hauptsache die Stimme wird abgegeben. Welche, ist mir egal. Gerade komme ich aus Tegel, da habe ich eben meine Kreditkompetenzprüfung bestanden.

Sie kichert. Ihr kupferroter Pferdeschwanz wippt dazu lustig. Sie wirkt zufrieden.

Jetzt fahre ich nach Hause, ich habe eine Halsentzündung. Heute ausruhen, morgen dann wieder zur Arbeit. Ansonsten war ich am Wochenende mit unserem Verein in Brandenburg an der Havel. Wir sind nach 32 Jahren das zweite Mal eine Regatta gefahren mit dem Storkower Ruderverein. Ich bin da als Land-Crew mitgefahren. Wir sind vor drei Wochen schon in Rüdersdorf gefahren, das ist so gut gelaufen, dass wir gesagt haben, wir fahren zusätzlich in Brandenburg. Wir sind da mit acht Booten angetreten und vier haben die Bundesqualifikationen geschafft. Das war ein unglaubliches Wochenende. Davon werde ich noch zwei Wochen lang schweben.

Das Gespräch führte Anna Bordel, rbb|24

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    "Schlecht geht's uns nicht"

    Fast jeder kommt mal an der Tanke vorbei. Zwei rbb|24-Reporter sprechen Leute an der Zapfsäule in Brandenburg an und fragen, was sie umtreibt. Heute: ein Rentner, der dem verlorenen Dorfzusammenhalt nachtrauert.

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12 Kommentare

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  1. 12.

    Spontan kann einiges unüberlegt gesagt werden, wie lange war das Interview im Auto wirklich? Sie sprach von einer Halsentzündung und sprach so viel? Mal konnte ich mich der Frau anschließen, mal war ich weit von ihrer Aussage weg. Fazit, sie macht was sie will, unbekümmert spricht sie über ihre Familie. Wird die Familie ihr weiterhin folgen? Zu viel privates war im Gespräch. Ich habe das Gefühl bekommen, sind bestimmt, selbst macht sie was sie will.

  2. 11.

    Sehr angenehm, sachlich, überzeugend normal und von guter, alltagserprobter Wahrnehmung geprägt. Sympathisch die Bänkerin...

  3. 10.

    Aber schon seltsame Formulierung: "wenn du dann gucken musst, wo du dein Kind los wirst auf dem Weg zur Arbeit"

  4. 9.

    Wer kennt sie nicht, die berühmten Elektrobomben...
    Sehr eigenwillige Argumentation.

  5. 7.

    FDP-Wähler - … weil ich der Meinung bin, dass vieles einfach der Markt regeln muss und wer viel arbeitet, vernünftig Geld verdienen soll.

    Viele arbeiten sehr viel – unentgeltlich. Pflegen Familienangehörige. Was ist mit denen?
    Andere können gar nicht viel erwerbstätig sein – keine Kitaplätze. Was ist mit denen?
    Andere finden keinen passenden Arbeitsplatz oder haben ein schweres Erbe durch Bedingungen während der Schwangerschaft oder sonstige Misshandlungen. Was ist mit denen?

  6. 6.

    Sie empfindet Batterien als Bombe, aber Wasserstofftanks sind ok? Der Markt regelt alles, aber Kitas fehlen in Storkow? Ja, das Interview hebt sich doch etwas von den vorherigen ab. Aber so ein paar Sachen sind schon nochmal zu überdenken. Was allerdings bei jedem Menschen mehr oder weniger der Fall ist.

  7. 5.

    60% der Menschen in Berlin haben kein eigenes Auto. Viele haben sich dazu aktiv entschieden, viele haben einfach nicht das Geld für solch einen Luxus. Deshalb finde ich diese Serie schwierig, weil sie suggeriert es sei der Durchschnitt der Bevölkerung. Der findet sich aber eher in der Bahn. Weil jeder fährt mal Bahn. Sei es, weil man getrunken hat oder weil das Auto kaputt ist. An der Tanke ist echt nicht jeder find ick...

  8. 4.

    Sehr sympathisch.

  9. 3.

    Soziale Sicherheit spiegelt sich auch im Wahlverhalten wider.

  10. 2.

    Und überhaupt finde ich diese Artikelreihe so auf Volkes Mauls geschaut schon interessant und spiegelt auch die vielen unterschiedlichen Lebensverhältnisse und Meinungen aus meinem großen Bekanntenkreis wieder.
    Wie die Bankerin hier auch beschreibt, wählt sie so, wie die meisten es machen sollten: Kommunalpolitik ist Personenwahl, Land und Bund und EU ist Parteienwahl.
    Ansonsten passt ihre Meinung und Einstellungen zu vielen Alltagstehmen schon gut in die noch bestehende Mittelschicht hier im Ländle.

  11. 1.

    Es gibt sie noch, die vernünftig und sachlich denkenden Menschen. Angenehm zu lesender Artikel.

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