Schreiben an Schulleitungen - Berliner Schulen sollen bis zu den Sommerferien im Wechselunterricht bleiben

Audio: Inforadio | 14.04.2021 | Kirsten Buchmann

An den Berliner Schulen soll es so bald keine Präsenzpflicht geben. Noch bis zu den Sommerferien sollen Schüler und Schülerinnen im Wechselunterricht unterrichtet werden. Lockerungen sind allerdings für Aktivitäten im Freien vorgesehen.

An den Berliner Schulen soll es bis zu den Sommerferien beim Wechselunterricht bleiben. Das geht aus einem Schreiben der Bildungsverwaltung an die Schulleitungen hervor, das dem rbb vorliegt. In den Wochen zuvor waren bereits alle Jahrgänge im Wechselmodell unterrichtet worden.

Die Schulen sollen ihre Schüler demzufolge weiter in halber Klassengröße unterrichten. Dabei gilt nach wie vor eine Corona-Testpflicht, ebenso müssen auch künftig die Regeln zu Hygiene, Abstand und Lüften beachtet werden. Die Präsenzpflicht bleibt vorerst ausgesetzt.

Neu ist, dass Exkursionen in halben Lerngruppen im Freien wieder möglich sind, etwa auch um die Fahrradprüfungen vorzubereiten. Schulische Betriebspraktika und Lernen an Orten außerhalb der Schule im Rahmen des Dualen Lernens können ebenfalls stattfinden, unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Zur Erläuterung: Beim Dualen Lernen lernen Schüler an mehreren Tagen pro Woche in der Schule, an den anderen Tagen außerhalb, etwa in einem Unternehmen.

Ferienbetreuung für möglichst viele Schüler

Zeugnisse können die Schulen gestaffelt bereits ab 21. Juni ausgeben. In den Sommerferien will Bildungssenatorin Sandra Scheeres möglichst vielen Schülern Ferienschulangebote machen. Wie bei bisherigen Ferienschulangeboten sollen sie laut der Bildungsverwaltung auch diesmal von Lehrern und Lehrerinnen für ein solches Angebot vorgeschlagen werden. Außerdem könnten Schüler und Eltern ihr Interesse signalisieren.

Für Schüler und Schülerinnen ab der Jahrgangsstufe neun seien auch Angebote zur Berufsorientierung geplant. Grundschüler sollen wieder eine Ferienbetreuung erhalten können. Mit den Regelungen wolle sie den Schulen die benötigte Planungssicherheit für die kommenden Wochen geben, so Scheeres.

Sendung: Inforadio, 14.05.2021, 16 Uhr

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38 Kommentare

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  1. 38.

    Mobile Impfteams an Schulen schicken, um Eltern und Lehrer*innen zu impfen als Schutzwall für die Kinder. Zweimal die Woche testen, Luftfilter einbauen und dann laufen lassen. Denn was ist Alternative? Alle Kinder bi 12 Jahren und ihrer Erstimpfung das Recht aus Bildung und soziale Kontakten weiter massiv einschränken?

  2. 37.

    Sorry, aber das ist wieder so ein Thema, das gern mal nur schwarzweiß betrachtet wird.

    Beispiel: eine sinnlose Testpflicht in der Form, wie sie IN Berliner Schulen stattfindet (an zwei von drei Tagen testen die Schüler SELBST), mit noch sinnloseren Konsequenzen (die Klasse lernt einfach weiter, nur "der Positive" wird in Quarantäne isoliert, weil eine Ansteckung ja total ausgeschlossen werden kann, in dem kurzen Moment, in dem die Maske fällt (warum dann aber bitte überhaupt ein Test, wenn die Hygieneregeln doch greifen? usw.)), werde ich meinem Kind nicht als was anderes verkaufen. Stattdessen lernt es gerade, Dinge, die einem vorgesetzt werden, auch mal zu hinterfragen und sich nicht, nur weil es sich selbst nicht wehren kann, nach dem Motto "Test gegen Schule" im Wechselmodell mit Maske und Abstand erpressen zu lassen. Das hat aber rein gar nichts damit zu tun, dass man Corona nicht ernst nimmt.

  3. 36.

    Schade, dass Sie die Kontaktminimierung in Schulen / Hort noch nicht richtig verstanden haben.

    Nicht umsonst gibt es Wechselunterricht und im Hort eine "Auswahl" nach systemrelevanten Eltern, Schüler in problematischem häuslichen Umfeld oder auch Schüler, die zu Hause kaum / garnicht lernen können.

    Und leider noch ganz provokant gefragt:
    Sind Sie als Mutter nicht in der Lage soziale Kontakte außerhalb von Schule / Hort für Ihr Kind zu schaffen?
    Sie können doch keinem erzählen, dass Ihr Kind außerhalb des Horts keine Spielkameraden hat! Wäre sonst ziemlich traurig!

    Vielleicht lesen Sie auch noch einmal Kommentar 34 von @JörgBB.

  4. 35.

    Ich finde es auch total mies das Kinder nicht in den Schulhort dürfen, und man ständig gesagt bekommt man ist ja eh zuhause. Sorry aber was hat das damit zutun?Kinder brauchen das Soziale Umfeld und die Kontakte die Sie jetzt schon kaum haben.Ich finde das nicht schön und auch nicht gerecht.Mein Kind besucht seit letztes Jahr Dezember den Hort nicht mehr was soll das.Und in den Sommerferien was ich mir total wünsche das mein Kind wenigstens für 3 Wochen den Hort besuchen kann.Was kann ich tun?

  5. 34.

    Das Problem liegt nicht bei den Politikern, sondern bei der Sorte Eltern, die ihren Kindern pausenlos einreden, dass sie angeblich gequält werden, statt den Kindern zielführender zu vermitteln, dass das Leben mehr oder weniger auch aus problematischen Abschnitten (wie hier Corona) besteht, die es wie sonst im Leben auch zu meistern gilt. Den Kindern das Leben (mit Niederlagen und Krisen) vorzuleben, mit Verständnis und Einfühlungsvermögen auf sie einzugehen usw., das müssen Eltern selbst auf die Reihe kriegen, dazu gehört auch diesbezügliches Talent. Kinder gehen unbeeinflusst sehr viel unbefangener und oft auf gutem Weg mit Problemen um. (Vorbild und Abbild).

  6. 33.

    Sie tun mir wirklich leid. Sie scheinen keine Familie zu haben. Sonst würden sie solch unsozialen Kommentar nicht abgeben!

  7. 32.

    Gebe Ihnen recht! Alles sehr merkwürdig und unausgegoren!

    Da können ja vielleicht die Erzieher in den Sommerferien die NEUEN Luftfilter ausprobieren, wenn dann evtl. und vielleicht mal einige in der Schule eintreffen sollten?!
    Oder bin ich zu optimistisch und diese kommen schön verpackt vom Weihnachtsmann?
    Einfach nur traurig!

  8. 31.

    Mich würde interessieren warum Eltern die hier so über die schlechte schulische Betreuung der Kinder schreibt ja sogar solldie Wiederholung eines ganzen Schuljahres fordern, nicht auf die Idee gekommen sind, ihren Kindern externe Förderung zukommen zu lassen?

    Ja, externe Lernförderung kostet Geld aber das sollte die Bildung des Kindes einem wert sein. Anstatt eventuell in den Urlaub zu fliegen, sollte dieses Geld in die Bildung des Kindes investiert werden.

    Ja, Urlaub ist auch wichtig! Aber hier muss man dann Prioritäten setzen und entscheiden was wichtiger ist Bildung oder Urlaub.

    Und für die, die es sich aus finanziellen Gründen nicht leisten können, gibt es die Möglichkeit der Förderung durch das Amt in Form der BuT, dazu ist nur ein Antrag erforderlich.

    Nicht immer alles auf andere abwälzen sondern als Eltern auch Eigeninitiative ergreifen.

  9. 29.

    Das Schuljahr ist eh schon am Ende und verloren. Notenschluss ist am 04.06., also was soll Regelbetrieb in den letzten Wochen noch reißen?

  10. 28.

    Ja klar. Direkt bis zum letzten Schultag ist alles noch ganz "gefährlich". Man muss mit Vorsicht rangehen. Halbe Klassen usw. Und direkt mit dem ersten Ferientag kommt man den Familien entgegen (Frau Scheeres als große Gönnerin): Alle können wieder in den Hort, Corona gibt's dann nicht mehr, wir tun so, als ob alles in Ordnung ist. Exakt einen Tag später.Ist doch egal. Hort ist nicht so wichtig. Genau das gleiche gab es im letzten Jahr auch: Erster Ferientag-keine Maßnahmen mehr. Die Erzieher und Kinder waren die Versuchskaninchen. Und plötzlich, nach den Sommerferien fiel dem Senat auf, dass man ja mal was machen muss. Und zack - erster Schultag - neuen Maßnahmen. Komisch, oder?

  11. 27.

    Sicher hat der RBB auch was zu Brandenburg recherchiert - ?

  12. 26.

    Anscheinend fehlt der Anreiz für echte Konzepte. Wenn jeder in diesem Land die gleichen Rechte und Chancen haben soll, müssen wir die letzten 13 Monate und so lange es noch bis zu einem normalen Bildungsalltag dauert kollektiv aus der Rente streichen. Den Kids nehmen wir das ganz selbstverständlich ohne sie einzubeziehen. Warum nicht auch bei allen anderen? Vielleicht interessiert sich dann auch mal wieder jemand für das Recht auf Bildung und überlegt, wie man statt um jeden Preis die Büros und Betriebe offen zu halten (und sich die Zeit für die Rente anrechnen zu lassen) sicher und nachhaltig Bildung gewährleisten kann...

  13. 25.

    Wie kann es sein, dass ALLE Öffnungsschritte von Zahlen abhängig gemacht werden, die der Schulen aber nicht? Worauf beruhen solche Senatsbeschlüsse? Es bräuchte altersbezogene Inzidenzen als Grundlage, die nennt oder kennt aber offenbar keiner. Ein Betreuungsangebot in den Ferien soll möglichst vielen Kindern gemacht werden? Warum soll Ferienbetreuung stattfinden, Präsenzunterricht aber nicht möglich sein? Das ist in sich nicht schlüssig! Wie immer werden bestehende Organisationsformen bis zu den nächsten Ferien beibehalten, weil es an Flexibilität und Dynamik in diesem trägen System fehlt! Für unsere Kinder zählt Jeder EINZELNE Schultag!

    Die Auseinandersetzung mit diesem Thema in der Politik und auch die Gewichtung in der Berichterstattung der Medien zeigen leider, dass Sommerurlaub und geöffnete Biergärten uns Deutschen wichtiger sind als die Bildung unserer Kinder. Ich bin darüber fassungslos.

  14. 24.

    Meine Neuköllner Schülerinnen und Schüler freuen sich auf jede (Sport)Stunde, die sie gerade bekommen können. Die Schulabstinenz reduziert sich momentan auf absolute Einzelfälle.

  15. 23.

    Gibt es schon Pläne für 2021-22 ?
    Ja !
    Wir warten auf die 4.Welle ! Dann sind Wahlen !
    Dann wird im ÖD Personal eingespart ! Und 2025 geht's dann gaannnz laaangsam los.

  16. 22.

    "Dieses Schuljahr muss komplett wiederholt werden."

    Und dafür hat meine Tochter z.T. sechs Stunden am Tag in Videokonferenzen verbracht und danach noch Hausaufgaben gemacht?

    "Und was die Ideen angeht....Frühling, Sommer.....was idtxdas Problem Offene Partyzettel aufzubauen und Unterricht draußen zu machen? "

    Dann hat man allerdings auch den Lärmpegel einer Party. Sagen wir, die Schule hat 20 Klassen - die machen dann alle nebeneinander parallel Unterricht, ohne Wände dazwischen? Könnten Sie beim Oktoberfest gut lernen?

  17. 21.

    Meine 3. Klässler in hat seit 3 Wochen keine Schule und das noch bis Ende Mai. Die Klassenlehrerin ist krank und die Schulleitung nicht Willens oder in der Lage eine Lösung zu finden. Es ist echt ein Trauerspiel auf Kosten der Jüngsten, die unsere Zukunft sind!

  18. 20.

    Als Fachlehrerin hätte ich gerne noch mal normalen Unterricht gemacht, als Kollegin UND Mutter schulpflichtiger Kinder kann ich die Regelung nur begrüßen. Schüler und Lehrer sind jetzt einfach "durch" nach diesem verrückten Jahr. An unserer Schule hat sich ein guter Alltag eingespielt - und jeder, der selbst mal Schüler war, sollte doch noch wissen, dass die letzten Wochen im Schuljahr im Normalfall ohnehin nur noch "Ausflüge und Filmegucken" statt Höchstleistungen dran war?

  19. 19.

    Armutszeugnis. Wenn wir in 1 Woche unter 50 sind werden hoffentlich immer mehr Eltern die Email-Postfächer der Politiker glühen lassen. Macht endlich die Schulen auf!

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