Symbolbild: Eine Frau mit zwei Kindern (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)
Bild: dpa/Julian Stratenschulte

Der Absacker - Suche Lebensqualität, biete Kinder

Viele Eltern mit Kita-Kindern spüren von etwaigen Verbesserungen durch die Lockerung der Corona-Maßnahmen kaum etwas: Sie müssen weiter Home-Office, Haushalt und Kinderbetreuung irgendwie unter einen Hut bringen. Ein Abnutzungskampf. Von Sebastian Schöbel

Ich wäre kürzlich vor den Augen meiner Frau fast einer Anderen um den Hals gefallen – wäre meine Tochter (3) nicht schneller gewesen. Es war nämlich ihre Kita-Erzieherin, die zufällig an unserem Haus vorbei spazierte. Seit Beginn des Corona-Lockdowns haben wir sie nicht mehr gesehen. Und mich störte es kein bisschen, dass meine Tochter mit ihrer Euphorie natürlich auch irgendwie uns Eltern zu verstehen gab, wie wichtig diese Frau für sie ist: Sie ist es nämlich auch für uns Eltern. Mit Liebe und Zuneigung für den Nachwuchs hat das nichts zu tun. Vielmehr hat mir Corona schonungslos vor Augen geführt, wie wenig ich selbst zum Erzieher tauge, wie schnell ich mit meinem Latein bei der Kinderbespaßung am Ende bin und wie müde mich ein ganzer Tag mit den Kindern macht – zumal nebenbei ja noch Haushalt und Home-Office warten.

Deswegen stehen die Packungen Pralinen für die Kita-Erzieherinnen meiner Kinder schon bereit: Am Donnerstag besprechen Bundesregierung und Länder den Vorschlag der Familienminister für eine behutsame Wiedereröffnung der Kitas – für mich der wichtigste Termin diese Woche.

1. Was vom Tag bleibt

Ebenfalls lange nicht mehr gesehen hat meine Tochter eine ihrer besten Kita-Freundinnen, Yining. Was hoffentlich nur daran liegt, dass sie mir ihren aus China stammenden Eltern einfach immer zu anderen Zeiten Fahrradtouren oder Spaziergänge macht als wir – und nicht an Diskriminierungserfahrungen, wie sie offenbar immer mehr asiatische Menschen in unserer Region machen. Jo Goll hat mehrere zum Teil erschreckende Beispiele zusammengetragen.

Den Familienurlaub auf dem Bauernhof haben wir bereits sausen lassen, und auch beim Sommerurlaub richten sich meine Frau und ich mental auf unseren Garten statt Spanien ein: Eine Rückkehr zur Normalität beim Tourismus ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht. Meine Kollegin Andrea Everwien hat Ihnen mal aufgeschrieben, welche Verbraucherrechte wir haben, wenn der Urlaub an Corona scheitert.

2. Abschalten

Kurz nachdem uns das Coronavirus alle zu Einsiedlern machte, hat ein interessanter Hype meine märkische Kleinstadt ergriffen: "Berkelstones" [Instagram]. Menschen bemalen Steine, legen sie aus, andere Leute nehmen sie mit, fotografieren sie für Facebook oder Instagram und legen die Steine wieder aus. Dabei kommen zum Teil richtige Kunstwerke heraus: japanische Landschaften, leuchtende Sonnenuntergänge, Gesichter von Fernsehstars der 80er Jahre, alles schon gesehen. Und aus Gründen, die ich unbedingt mal recherchieren muss, hat dieser Hype genau zwei Epizentren in Deutschland: das nordrhein-westfälische Stadtlohn an der deutsch-niederländischen Grenze … und Hennigsdorf, Landkreis Oberhavel. Distanz zwischen beiden Städten: 540 Kilometer. Was dahinter steckt, werde ich für Sie mal recherchieren, versprochen.

3. Und, wie geht's?

Am Anfang dieser Kolumne habe ich ja gemeckert, weil die geschlossene Kita meiner Kinder das Leben meiner Familie auf den Kopf stellt. Aber dann habe ich vor ein paar Tagen einen Facebook-Post gesehen, der mich ein wenig auf den Boden der globalen Tatsachen geholt hat. Da schrieb sich ein Deutscher, der auf Fuerteventura lebt, seinen Frust vom Leib – und zwar weil ihm das deutsche Gemecker auf den Geist geht.

Wir dürfen seit 40 Tagen unsere Häuser und Wohnungen nur für Einkäufe von Lebensmitteln und Medikamenten oder Arztbesuche verlassen. Wenn du draußen erwischt wirst und keinen Einkauf bzw. Kassenbon vorweisen kannst, zahlst du 600 Euro Strafe! Kindern ist es bis jetzt noch nicht mal erlaubt mit zum Einkaufen zu fahren.
Und in Deutschland werden die eh schon sehr milde gehaltenen Zügel gelockert und das Volk bekommt den Hals nicht voll und schreit direkt nach mehr!
Die Regierung wird beschimpft, obwohl der Deutsche Staat mit Abstand die besten Soforthilfen überhaupt raushaut.
Da können hier die Menschen nur von träumen!
Man sollte einfach mal damit zufrieden sein was good old Germany so alles macht und über den Tellerrand schauen wie es in anderen Ländern zugeht.

Den Post habe ich im umgehend geteilt – und ein anderer deutscher Auswanderer, der in Phuket, Thailand wohnt, teilte seine Geschichte.

Dort wo wir leben gibt es GAR NIX, wir haben ähnliche Ausgangssperren und Hilfe gibt es genau ZERO ....aber das sag ich ja seit Tagen, der Deutsche ist der geborene Meckerkopp, egoistisch bis sonst wohin.
Wir haben hier so ziemlich genau von Dezember bis März Zeit, um Geld zu verdienen, dann ist Hauptsaison. Seit Anfang Februar kommt nix rein... GAR NIX ... hier springen die Leute inzwischen reihenweise von Häusern, weil sie Hunger haben. In Deutschland heulen sie, dass sie nicht zum Frisör gehen können.. Luxusprobleme.

Fuerteventura, Thailand: Zwei Paradiese, in denen es jetzt offenbar alles andere als paradiesisch zugeht. Da erscheinen einem die eigenen Probleme vielleicht etwas kleiner.

Und wie geht es Ihnen? Schreiben Sie uns: sebastian.schoebel@rbb-online.de 

4. Ein weites Feld...

... ist die Funktionsweise meiner Ikea-Nähmaschine. Die schmeiße ich jetzt am vierten Abend in Folge an. Natürlich um Masken zu nähen. Als moderner Mann sage ich das natürlich nicht ganz ohne Stolz: Schaut her, ich habe Bartwuchs und kann eine Nähmaschine bedienen.

Sowas sage ich aber nicht, weil es nicht stimmt. Das mit dem Bartwuchs schon, aber der andere Teil nicht. Ich schaffe es nie, mal zwei Nähte nacheinander zu nähen, ohne den Faden komplett wieder einfädeln zu müssen. Und eine Bitte an all die tollen Schneiderinnen da draußen, die uns die vielen YouTube-Nähanleitungen geschenkt haben: Bitte so Handgriffe wie "absteppen" nochmal erklären. Ich vermute nämlich, dass das, was ich darunter verstehe, nicht stimmen kann... sonst würden meine Masken anders aussehen.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund.

Sebastian Schöbel

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38 Kommentare

  1. 38.

    Wenn Sie Ihre Kinder gerne mehr gesehen hätten, warum haben Sie Ihre süßen Zwei-, Drei-,Fünfjährigen nicht mal ein paar Wochen lang mit zur Arbeit genommen? Oder Ihre netten Teenager einfach mal zwei Monate lang von der Schule befreit und sie an Ihrem eigenen Arbeitsplatz in allen relevanten Fächern selbst unterrichtet? Dann hätten Sie jetzt auch eine Ahnung davon, was Homeoffice mit Kindern bedeutet. Mit Kindern, die auch nicht mehr zu Freunden, Omas, Spielplätzen und Sportvereinen gehen, sondern 24/7 auf Sie als einzige Kontaktperson angewiesen sind.

  2. 37.

    Der erste Kindergarten wurde 1840 in Bad Blankenburg (Thüringen) von Friedrich Fröbel gegründet. Er wollte Erwachsene anleiten und ihnen zeigen, wie sie Kinder begleiten können, ohne sie zu unterrichten oder "spielerische" Angebote zu machen. Es gab damals schon Betreuungseinrichtungen für kleine Kinder. Sie hießen "Warteschulen" oder "Kleinkinderbewahranstalten" oder "Kleinkinderschulen"! Die Bewahranstalten hatten einfach einen Betreuungsansatz. Es ging darum, Kinder vor Schaden zu bewahren solange die Eltern arbeiteten. Die Kleinkinderschulen wurden meist von der Kirche getragen. Da hatte man den Ansatz, Kinder möglichst früh religiös zu unterrichten. Und für die Erwachsenen sollte es ein Ort sein, an dem sie lernen, wie sie für die Kinder Bedingungen schaffen können, dass sie spielen können. Denn spielen bedeutet lernen. Fröbel ist der erste Pädagoge, der das erkannt und formuliert hat.

  3. 36.

    Ich frage mich wirklich wie Ihre Mutter ohne Arbeit die Miete und andere Fixkosten zahlen konnte und Ihr/e Kind/er durchzubringen ganz ohne Transfährleistungen? Ersthaft, woher kam das Geld ohne zu Arbeiten?

  4. 35.

    Absolut korrekt. Bei Ihrer Auflistung könnten Sie dann mit den Schulen weiter machen. Da sieht es nicht besser aus. Die Milliarden fließen übrigens im Großen und Ganzen als Kredit. Geld ist an sich aber sowieso virtuell.

  5. 34.

    Soweit ich informiert bin, ist die Situation in den Kitas, ähnlich wie in der Pflege. Oft zu wenig Erzieher/innen, für zu viele Kids. Hilfskräfte die überfordert sind. Übergriffe soll es auch schon gegeben haben, egal welcher Art. Und fast überall Wartelisten, weil es nicht genügend Plätze gibt. Wenn ich jetzt schreibe, es werden zu viele Alternativen geschaffen, wohl möglich bis zum Ende gedacht, aber nicht so finanziert. Am Ende fehlt es doch immer, um sagen zu können, ja, das ist es, da kann man mit leben. Weil der eine, für die Idee des Anderen wenig übrig hat, in seiner Position aber die Macht hat, wenn es um die Finanzierung geht, dann lässt man die Idee einfach schlecht aussehen, in dem sie unterfinanziert bleibt. Politisches Machtgerangel, auf dem Rücken der Kids. Die ja angeblich unsere Zukunft seihen sollen? Das es am Geld nicht unbedingt scheitern würde, sieht man jetzt, die Milliarden fließen, sogar noch mit der Aussage, wir haben genug!

  6. 32.

    Ab einem gewissen Alter bin ich für jedes handeln verantwortlich, da komme ich nicht raus. Es ist auch lange bekannt dass Deutschland nicht so kinderfreundlich ist. Bei zwei wird schon kritisch geschaut, ab drei ist man dann asozial. Jeder ist darüber informiert, was im blüht, wenn er ein Kind in die Welt setzt. 14 Monate gibt es Unterstützung vom Staat, Herd Prämie schimpfen dass einige. Die absolut nicht dafür waren dass man es finanzieren soll, wenn Eltern ihre Kinder selbst erziehen wollen, und wollten mehr Geld für den Kita-Ausbau. Am Ende ist es immer so, dass so viele Alternativen geschaffen werden und für keine genügend Geld da ist.Die Zeiten wo man sich auf eine Marschrute einigt, die anständig finanziert,ist lange vorbei, wegen Kluft zwischen Arm und Reich.

  7. 31.

    Warum muss den Eltern eigentlich immer noch mehr Zucker in den Allerwertesten gepustet werden? Menschen sollten vorab über die Konsequenzen des Handelns in Sachen Kinderkriegen bewusst sein. Stattdessen wird gevögelt und dann muss der Staat einstehen. Komisch. Als mein Sohn zur Welt kam habe ich mich nie auf den Staat verlassen sondern immer zugesehen, alles versorgungstechnisch selbst stemmen können. Ständig dem Staat die Verantwortung für das eigene Versagen zu geben, ist Egoismus pur.
    Gruß von einer Mutter, die mit ihrer Familie nie dem Staat auf der Tasche lag und alle Situationen gemeistert hat, auch zeitweise ohne Arbeit. Kommt raus aus Eurer Komfortblase.

  8. 30.

    Ich denke auch, dass die Elternzeit staatlich verordnet verlängert werden sollte und hierbei finanzielle Unterstützung der Eltern angeboten wird. Dann würden die Kinder nicht verfrüht aus der Familie ausgelagert und das Problem der fehlenden Kitaplätze/Erzieher würde sich auch erstmal reduzieren, weil nicht mehr so viele Kinder (so früh) in die Kitas gegeben werden. Vielleicht sollte die Politik das mal zum Thema machen.

  9. 29.

    Heute befinde ich mich im Homeoffice, nein diesen Zahn muss ich den Meckerlisen hier gleich ziehen. Ich habe Beruflich nochmal von vorne Angefangen. (Habe eine Vollwertige Ausbildung mit Note 2 bestanden bevor ich Toiletten putzen war. Die AGs weigern sich aber jemanden Tariflich zu bezahlen, daher musste ich eine Tätigkeit annehmen die eigentlich "jeder" könnte. Es geht auch nicht darum sich als Eltern beruflich zu verwirklichen oder ein Luxus zu erschaffen. Aber man möchte schon mal zumindest die Aussicht haben nicht sein Leben lang aufstocken zu müssen oder zum Assi Amt gehen und sich von denen fertig machen lassen. Deswegen geht man egal ob Single oderEltern doch Arbeiten, vor allem möchte man doch dass es die Kinder mal besser haben als man selbst und dies wird nunmal über die Arbeit der Eltern definiert. Ider wer zahlt ihre Miete und andere Notwendigen Dingen im Leben? Hygiene, Essen, trinken, mal einst in den Tierpark oder andere Unternehmen? Der reiche Onkel aus Amerika!

  10. 28.

    Also, von den überheblichen Wessis die hier die Eltern als Rabeneltern abstempeln, weil sie nun mal für einen Hungerlohn schuften müssen finde ich echt widerlich. Im Gegensatz zu denen weiß ich genau wie dass ist. Wenn dieses Besserwisser einen reichen Onkel aus Amerika haben, der alles für sie bezahlt und sie genug Freizeit haben um andere zu schickernieren, die es nicht so gut haben. Es geht nicht darum die Kinder abzuschieben,der Kiteralltag bietet den Kleinen Abwechslung und sie können gemeinsam mit anderen lernen. Kinder brauchen andere Kinder in ihrem Alter und dass können Eltern einfach nicht ersetzen. Außerdem habe ich öffentliche Toiletten geputzt auf die auch Obdochlose gegangen sind und ihre Ferkalien und andere Dinge sich entledigt haben. Ja, für solche Arbeit sind meine Kinder in der Kita gewesen, heute mache ich es nicht mehr.
    Weil sowas den wirklich sein ganzes Leben lang machen und denn noch einen Po tritt vom AG als Dankeschön? Nein heute befinde ich mich im

  11. 27.

    Ich weiß, wie kontrovers es diskutiert wird, ob es gut oder schlecht ist, Kinder frühzeitig in Fremdbetreuung zu geben. Massenhaft Studien.
    Folgenden Artikel grad gelesen:
    https://www.focus.de/familie/eltern/sehnsucht-kleiner-kinder-fremdbetreuung-wie-kleine-kinder-unter-der-trennung-von-den-eltern-leiden_id_10842434.html
    Auszug: "Ich möchte Sie ermutigen und bitten, die Seele ihres Kindes vor einem System der verfrühten Trennung zu schützen. Wäre es nicht gut und auch für uns als Eltern wohltuend, liebevoll abzuwarten, bis unser Kind die innere Reife erlangt hat, eine zeitweilige Trennung von uns zu verkraften?"

    Ich wünsche mir, dass "Kleinstkinder in Kitas" nicht einfach zur Regel wird, die gar nicht mehr hinterfragt zu werden braucht. Was wir in frühester Kindheit erleben, ist prägend. Ob 2Jährige wirklich schon *begreifen*, dass es nicht lebensbedrohlich ist, wenn Mama/Papa weggehen?

  12. 26.

    Ja, früher und heute gibt es Familien, in denen es mit nur einem Einkommen zu knapp ist und die auf ein zweites angewiesen sind.
    Doch ich bin sicher, dass grundsätzlich Ansprüche gewachsen sind und mehr Geld für Dinge ausgegeben wird, die wir heut als nötig empfinden, die es aber bei genauer Betrachtung nicht unbedingt sind. Wenn beide Eltern arbeiten gehen, steigt der Bedarf oft zusätzlich, zB wenn zur Entlastung dann nicht nur Kita-Gebühren gezahlt werden, sondern man zuhause evtl auch Putzhilfe hat, 2. Auto, mehr Fertig-Gerichte als Selberkochen, mehr Einweg-Kleidung als kaputtes auch mal reparieren.... usw. Das ganz normale Leben stellt ganz andere Anforderungen, wenn beide Eltern tagsüber außer Haus sind (selbst bei Teilzeit). Das heißt, alles was zu organisieren ist, ist oft ziemlich "auf Kante genäht". Unregelmäßigkeiten oder gar Ausfälle werden daher natürlich schwerer verkraftet. So wie jetzt.

    Bitte recht freundlich. Gruß vom Planeten Erde.

  13. 25.

    Jeder Einzelfall ist vielleicht, wenn man empathisch genug ist, nachvollziehbar. Aber generell sollte sich unsere Gesellschaft hinterfragen, denn es stimmt etwas nicht, wenn man nach ein paar Wochen mit dem/den eigenen Kindern, in denen sie nicht fremdbetreut wurden, schon an eine Grenze kommt. Ja, das Arbeiten ist schwer und nur begrenzt möglich, wenn das Kind anwesend ist. Aber von Bildungsdefiziten zu sprechen, weil das Kind nicht in die Kita geht, ist wirklich ein schwaches Argument und zeichnet ein trauriges, entmenschtest Bild von Erwachsenen.Max-Leonard und Marie-Luise sind nicht nur zum schön anziehen da!

  14. 24.

    Alle Meinungen pro und contra sind hier schon mehr oder weniger freundlich geäußert. Ja es ist eine Herausforderung für Eltern. Aber war Kindererziehung und Berufstätigkeit das nicht immer zu allen Zeiten und überall. Traurig finde ich, das es Eltern gibt, die ohne sich zu schämen, sagen, dass sie ihre Kinder nicht erziehen können und wollen. Das sehen wir in den Schulen seit langem. Und damit meine ich die wohlstandsverwahrlosten Kinder, die materiellen Überfluss haben, Vertrauensprobleme und sonst nichts. Viele berufstätige Gering- und Mittelverdiener strampeln sich täglich ab und schaffen es, ihre Kinder nicht zu verwöhnten Egomanen ohne Bindungsfähigkeit zu erziehen. Hinzu kommt, das genau diejenigen Eltern, die nicht bereit sind,
    Zeit für ihre Kinder aufzubringen, oft vehement Erzieherinnen und Lehrkräfte verantwortlich machen, wenn das Kind sich nicht in ihrem Sinn entwickelt. Das erlebe ich so oft in der Schule.

  15. 23.

    Weiß ja nicht auf welchem Planeten Sie leben, aber schon mal überlegt wie ein normaler Durchschnittsverdiener eine Familie ernähren soll? Das hat doch nichts mit großen Autos zu tun? Zumal Sie vielleicht in Berlin nicht auf ein Auto angewiesen sind in Berlin, fragen Sie doch mal die brandenburgische Landbevölkerung. Das Modell Vati ernährt 1950 die westdeutsche Familie und Mutti bleibt fein zuhause funktioniert schon laaaaaange nicht mehr.

  16. 22.

    Genau. So wie Sie schreiben! Es findet eine Zerstörung der Familienstrukturen statt. Vom Staat gewollt und gefördert. Dies führt zu gesamtgesellschaftlichen Problemen, die sich über Generationen hinziehen. Es gibt sicher Familien, da reicht ein Einkommen nicht aus. In meinem Umfeld sehe ich aber ganz viele die ihre Kinder in die Krippe stecken, weil "man das halt so macht", "man selbst da war", "man ja auch mal wieder arbeiten möchte". Was das mit den Kleinsten macht, wird nicht reflektiert.

  17. 21.

    Ja was hat das Kind noch mit denen zutun, wenn es wo anders aufwächst und erzogen wird. Ich habe es gezeugt, es sieht mir ähnlich, mehr nicht??

  18. 20.

    Für Sie auch gerne eine kausale Kette: Menschen vermehren sich, ohne sich im Klaren zu sein was es nach sich zieht. Sobald sie sich dann mehr kümmern müssen als ursprünglich geplant sind alle plötzlich komplett überfordert. Wenn man mit der Beschäftigung eines 3 jährigen überfordert ist, sollte man sich vielleicht vorher überlegen, ob man Kinder haben sollte/will...

  19. 19.

    Vielen Dank für diesen absolut gelungenen Kommentar.
    Ich kannn Ihren Argumenten und der kausalen Kette, die Sie detailliert dargestellt haben nur zustimmen. Weiter so.
    -Ironie aus-
    Schön wie einfach Ihre Welt zu sein scheint. Fast könnte man Sie darum beneiden. Es lebt sich bestimmt leichter wenn es immer eine einfache Meinung, frei von Fakten gibt .

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