Der Eingang zum Club Kater Blau (Bild: imago images)
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Coronainfizierter feierte im Club - Behörden suchen Kontaktpersonen aus Club "Kater Blau"

42 von mittlerweile 263 Coronainfizierten in Berlin hatten zuvor in Clubs gefeiert - diese Zahl nannte Gesundheitssenatorin Kalayci. Nun suchen die Behörden nach Kontaktpersonen eines Infizierten, der im Club Kater Blau zu Gast war.

Was Sie jetzt wissen müssen

Die Berliner Gesundheitsbehörden suchen nach möglichen Kontaktpersonen eines Coronainfizierten, der am 7. März in dem Club Kater Blau in der Holzmarktstraße gefeiert hat. Der Club hatte am Samstag bereits auf seiner Facebook-Seite darauf hingewiesen, dass die Person zwischen 04.00 Uhr und 21.00 Uhr dort gewesen ist.

Das Gesundheitsamt Friedrichshain-Kreuzberg bittet alle Gäste, die am 6. und 7. März im Kater Blau waren, zu Hause zu bleiben und sich per Mail [coronakontakt@ba-fk.berlin.de] beim Gesundheitsamt zu melden.  

Etwa ein Sechstel der erfassten Berliner Coronavirus-Infektionen hat mit Club-Besuchen zu tun. "Von 263 bestätigten Fällen in Berlin sind 42 auf einen Club zurückzuführen", erklärte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Samstagabend bei Twitter. Deshalb habe sie mit den Amtsärzten der Stadt die Schließung der Clubs und das Verbot von Veranstaltungen erwirkt.

Frühere Fälle in Trompete und The Reed

Bisher hatten die Behörden mehrfach den Club Trompete in Tiergarten im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen genannt. Nach einem positiven Test bei einem Mann, der dort Gast gewesen war, seien 16 weitere Infektionen bei Besuchern entdeckt worden, hatte es noch zu Wochenbeginn geheißen - und, dass die Zahl weiter steigen könne. Nach Bekanntwerden der Infektion bei dem Mann hatte die Gesundheitsverwaltung Clubbesucher, die wie der Infizierte am 29. Februar vor Ort waren, vorsorglich gebeten, zu Hause zu bleiben und sich beim Gesundheitsamt zu melden.

Nach rbb-Recherchen hatten außerdem neun Covid-19-Infizierte am 27. Februar im Berliner Club The Reed nahe dem Alexanderplatz gefeiert.

Mittlerweile 263 nachgewiesene Fälle

Die nachgewiesenen Coronafälle in der Hauptstadt nehmen weiter zu. Mit Stand Samstagnachmittag waren in Berlin 263 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, wie die Gesundheitsverwaltung am Sonntag mitteilte. 150 davon sind demnach Männer, 112 Frauen.

Bei einer Person wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt würden 15 Menschen, alle anderen seien häuslich isoliert, hieß es. Die Kontaktpersonen der neuen Fälle würden im Rahmen der Containmentstrategie ermittelt, kontaktiert und isoliert.

Die gemeldeten Zahlen vom Samstag lagen noch bei 216 Fällen (Stand Freitagnachmittag), die vom Freitag (Stand Donnerstagnachmittag) bei 160.

Mittlerweile gibt es auch einen Fall bei der Berliner Feuerwehr, wie diese per Twitter bestätigte. 24 Kollegen wurden unter Quarantäne gestellt.

FAQ zum Umgang mit dem Coronavirus

  • Ich fürchte, infiziert zu sein. Was tun?

  • Was passiert mit möglichen Infizierten?

  • Was passiert mit Kontaktpersonen?

  • Welche Kapazitäten haben die Kliniken?

  • Welche Reisebeschränkungen gibt es?

  • Wie viele bestätigte Fälle gibt es?

  • Ist das Virus meldepflichtig?

  • Was ist das Coronavirus?

  • Woher kommt das Virus?

  • Wie kann ich mich anstecken?

  • Wie ansteckend ist das Virus?

  • Wer ist besonders gefährdet?

  • Wie funktioniert der Test?

  • Was sind die Symptome?

  • Wie kann ich mich schützen?

  • Welche Behandlung gibt es für Infizierte?

  • Gibt es Immunität gegen das Virus?

  • Wie hoch ist die Sterberate?

Kommentar

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73 Kommentare

  1. 73.

    „Die Kontaktpersonen der neuen Fälle würden im Rahmen der Containmentstrategie ermittelt, kontaktiert und isoliert.„
    Kontaktiert - ja aber isoliert - nein

  2. 72.

    Na GsD waren nicht alle im Iran infizierte vorher in Berliner Clubs unterwegs. Ebenso möchte ich das für Littauer, Serbier und Österreicher fast sicher ausschließen. Nicht zuletzt ist es dem Südtiroler sicher nicht eingefallen, sich mutwillig in der Trompete, dem Reed oder dem blauen Kater anzustecken.

    Streng genommen interessiert es ab einer gewissen Häufung keinen mehr, WO er sich den verschärften Schnuppen geholt hat. Das fragt man bei der Grippe auch keinen mehr. Weil es ab einer bestimmten Fallhäufung nicht mehr zur Lösung des Problemes beiträgt.

    Dafür hätte man vor 14 Tagen schon Schulen und Clubs schließen müssen, auch die Unis. Hat man aber nicht. Insofern sch... drauf, wer sich was wo geholt hat - inzwischen kriegste es ÜBERALL.

    Nur "im Club" hört sich halt für gewisse Altersgruppen sehr viel hip(st)er an ;-)

  3. 70.

    Du sagst es, die Regierung ist schuld! Sie nimmt uns immer mehr unserer Freiheit und Eigenverantwortung ab.

  4. 69.

    42 von 263 hatten in Clubs gefeiert. Das bedeutet 221 hatten nicht in Clubs gefeiert, sondern?! Das bleibt wohl ein Rätsel.

  5. 68.

    Eigenverantwortung und Rücksichtnahme kennen doch viele - leider - gar nicht mehr. Es wird nur noch an sich selbst und an das eigene Vergnügen gedacht, egal ob andere dadurch gefährdet werden. Sei es Rücksichtlosigkeit im Straßenverkehr, Rauchen trotz Nichtraucherschutz in der Disko oder eben jetzt weiter Party machen (wollen) zu Corona-Zeiten. Es ist einfach nur traurig, wie verkommen unsere Gesellschaft mittlerweile ist. Vielleicht bedarf es ja so einer Pandemie, um den Menschen mal wieder zu zeigen, worauf es im Notfall wirklich ankommt: nicht auf Egozentrik, Geld, Spaß, Reisen oder Entertainment um jeden Preis, sondern auf Zusammenhalt, Rücksichtnahme und Gesundheit.

  6. 67.

    Ob´s nun ein Club und der Lucas sind oder Omma Karsubke und dat Cafe am Tauentzien, egal - man steckt sich an, wie bei jedem Rotz, da, wo Leute aufeinanderhocken. Es ist NICHT Noro oder Rota oder so, also das Essen oder das Bier an sich sind es nicht - es ist einfach die liebgewonnene Nähe :-) und die per se erstmal ja nix schlechtes. Es ist nicht so wie damals bei HIV, als man gleich an "das eine" dachte. Es ist eine ausgesprochen fiese Erkältungskrankheit, klassisch übertragbar. Im blauen Kater, im Edeka, in der Ubahn. In der Schule. In der Kirche. Ich seh da kein Sodom, kein Gomorrha, keine Chance für die Zeugen mit der schwarzen Umhängetasche und auch "drehen Sie sich um, Frau Lot" mit der Salzsäule hat auch schon ein anderer für sich genutzt.

    Bleibt mal moralisch auf dem Teppich, statt moralinsauer vorm Klopapierregal im Aldi!

  7. 66.

    Die meisten Clubs haben bereits in Eigenverantwortung geschlossen, noch bevor der Beschluss vom Senat kam. Kater Blau war meiner Meinung nach einer davon. Also vielleicht lieber den Ball Flach halten und Tee trinken... ich hör jetzt auf mit Kommentaren im Internet und Klingel mal beim Nachbarn, vielleicht braucht er ja Unterstützung in der Krise. Mehr Gemeinschaft, weniger Isolation hinterm Rechner. Tomaten und Klopapier teilen, statt hamstern und einsam im Konsum ertrinken und wer sich am Kapitalismus stört, einfach nicht mitmachen - weniger ist mehr. Ganz viel Liebe für Alle!

  8. 65.

    Auch an der frischen Luft kann man sich infizieren. Es genügt ein wenig Atem vom anderen Käufer. Wenn das so stimmt mit dem KaDeWe darf man das nur verurteilen. Obwohl dort nur die "Auslese" einkauft. Heute haben wir von den "kühlen Nordys" aus Island erfahren wer hier viel Viren der "Extraklasse" eingeschleppt hat: So viele waren in Ischlg. Es waren nicht die kleinen Bürger der Gesellschaft; die fahren da nicht hin. Wer macht nun seine Brieftasche locker ?

  9. 64.

    Der Berliner Trödelmarkt, an der Straße des 17. Juni musste abbauen. Trotz frischer Luft.
    Das noble KaDeWe muss aber offen bleiben.
    Typisch. Berliner Logik

  10. 63.

    Bestätigte Fälle in Kaufhäusern in Berlin.
    Um der Vorschrift zu genügen mussten wenige Kontaktpersonen nach Hause.
    Alle anderen müssen arbeiten wie bisher. Man wartet ab ob und was passiert.

    Wenn ja, haben Mitarbeiter und Kunden Pech gehabt.

    Also Leute überlegt ob ihr unbedingt sofort neue Sachen braucht.
    Das Managment macht Coronafälle nicht öffentlich.
    Die freuen sich darüber wenn andere mehr Zeit zum Geld ausgeben haben.

  11. 62.

    Genau so ist es. Ich verstehe überhaupt nicht warum ich die Politik davor scheut.
    Und wenn man dann so etwas hier liest fällt einem wirklich nix mehr ein.
    https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/feiern-trotz-corona-kit-kat-club-uebertraegt-party-als-livestream

  12. 61.

    "Virus für den normalen, gesunden nicht lebensbedrohlich ist" auch junge, gesunde, ohne Vorerkrankung hängen jetzt an Beatmungsgeräten und einige werden auch sterben. Es sind nur zahlenmässig sehr viel weniger als alte Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen. Aber einige gesunde, junge Leute erwischt es auch heftig.

  13. 60.

    "Behörden suchen Kontaktpersonen aus Club" Jetzt geht das grosse Gesuche los anstatt einfach mal kosequent die Clubs zu schliessen bevor es eskaliert.

  14. 59.

    Verbote, Anordnungen und Kontrollen....alles kommt zu spät....die Regierung ist schuld....usw.

    Leute! Schon mal an so etwas wie EIGENVERANTWORTUNG gedacht! Wir haben von Anfang an gewußt, dass das Virus für den normalen, gesunden nicht lebensbedrohlich ist, aber hochgradig ansteckend. Der gesunde Menschenverstand sagt, wo viele Menschen sind, ist die Chance groß sich anzustecken. Jeder weiß, ob er die letzten vier Wochen in einem Risikogebiet war. Jeder weiß, ob er sich krank fühlt. Dann bleibt man schlichtweg zu Hause oder rückt anderennicht auf die Pelle!

    Was nützt es, wenn die Kitas dicht machen und ca. 30 Kinder auf dem Spielplatz ums Eck herum toben.
    Was nützt es, wenn man den "gelben" Schein am Telefon bekommt und dann Party machen geht bzw draussen herum spaziert!

    Also wenn ich es mir so überlege, wie dicht an dicht wir hier in Berlin hocken, dann sind 260 Fälle nicht viel... Ich rechne damit, dass es noch ein paar mehr werden... Aber wenn alle



  15. 58.

    Ich möchte nur mal darauf hinweisen, dass es sich um einen anderen "Sebastian T." handelt und nicht um mich. Ich nehme das Thema ausgesprochen ernst und vermeide derzeit so ziemlich alle sozialen Kontakte. Ich kann auch nicht verstehen, warum Brandenburg nicht genau so konsequent wie Berlin vorgeht. In der Hauptstadt alles dicht, und ein paar Meter über die Landesgrenze geht der Wahnsinn weiter.

  16. 57.

    Dem kann man nur zustimmen. Es ist wirklich eine bodenlose Unverschämtheit von Herrn Trump sich eine deutsche Firma unter den Nagel reissen zu wollen, die Präparate gegen Corona entwickeln. Danach dann Weltweit für teures Geld verkaufen.

  17. 56.

    Als ich heute davon erfuhr mußte ich mich erst mal einlesen. CureVac kannte ich bisher nicht. Was der Trump da im Schilde führt ist widerlich. Es wird ein Impffstoff für alle Menschen benötigt. Das Paul-Ehrlich-Institut arbeitet mit CureVac eng zusammen. PEI ist staatlich gefördert. Die EU muss jetzt Kante zeigen und unser Staat hat alle Macht etwas zu verhindern.

  18. 55.

    Warum müssen andere Staaten erst vormachen wie es geht. Jetzt nur noch Luxemburg, Belgien und Niederlande, dann sind Grenzen dicht. Das hätte schon vor einer Woche passieren müssen. Und jeder der nach Deutschland einreist muß sofort isoliert werden, bis geklärt ist ob er infiziert oder nicht. Die Bitte von Herrn Spahn ist gut gemeint, glaube nicht das sich jemand daran hält. Also muß das Knallhart ( Östereich)angeordnet werden von der Regierung. Die Kontrolle gehört natürlich dazu.

  19. 54.

    Meine Güte! Wennich Kommentare lese wie eingeschränkt sich manche fühlen. Für mich Gehirn amputiert Zombies. Was ist denen denn wichtiger: Party machen, Geld scheffeln oder die Gesundheit. Mir ist meine Gesundheit wichtig und nehme daher gern die empfohlenen Einschränkungen in kauf - mitnehmen kann ich nichts.

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