Grundschülerinnen sind in einem Kinderhort mit Bastelarbeiten beschäftigt. (Quelle: dpa/Anspach)
Audio: Inforadio | 27.05.2020 | Kirsten Buchmann | Bild: dpa/Anspach

Ankündigung für Berlin - Notbetreuung endet: In den Ferien gibt's reguläre Hortbetreuung für alle

Mit dem Start der Sommerferien könnte für Eltern und Schulkinder in Berlin wieder mehr Normalität einkehren: Die Senatsverwaltung hat den Startschuss für eine reguläre Hortbetreuung gegeben. Die Notbetreuung würde damit enden.

In Berlin soll es in den Sommerferien für Schüler wieder eine reguläre Betreuung im Hort geben. Damit endet laut Bildungsverwaltung die Notbetreuung für die Kinder, heißt es in einer Ankündigung vom Mittwoch.

Im Ferienhort würden dann nicht mehr nur Kinder bestimmter Eltern etwa aus systemrelevanten Berufen oder Alleinerziehender betreut, sondern der Hort soll allen Schülern mit Betreuungsbedarf offenstehen. Sie müssen lediglich einen entsprechenden Bedarfsbescheid vorlegen. Eltern, die bisher die Notbetreuung in Anspruch genommen haben, aber keinen Bedarfsbescheid für eine Ferienbetreuung haben, erhalten die Möglichkeit, einen entsprechenden Antrag zu stellen, so die Senatsverwaltung.

Komplettes Schulangebot nach den Ferien?

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sieht das als weiteren Schritt zur Normalität an den Schulen. In einer Mitteilung erklärte sie: "Viele Eltern sind in den vergangenen Wochen in eine Ausnahmesituation geraten. Sie mussten in bisher nicht gekanntem Ausmaß Kinderbetreuung zu Hause und Erwerbstätigkeit miteinander verbinden. Ich freue mich, dass wir die Eltern mit der regulären Ferienbetreuung nun wieder stärker unterstützen können."

Dies lässt sich als Signal werten, dass es nach den Sommerferien auch insgesamt ein relativ komplettes Angebot an den Grundschulen geben könnte - immer vorausgesetzt, dass die Corona-Infektionszahlen nicht wieder in die Höhe schnellen.

Hygieneregeln bleiben

Zur Eindämmung des Coronavirus' sind auch in der Ferienbetreuung die Hygieneregeln, wie regelmäßiges Händewaschen und Lüften der Räume, zu beachten, heißt es in der Mitteilung der Bildungsverwaltung. Zudem sollen möglichst feste Gruppen gebildet werden, denen möglichst feste Erzieherinnen und Erzieher zugeordnet werden. Die Elternkostenbeteiligung wird ab 1. Juli wieder erhoben.

Laut Bildungsverwaltung sollen die Ferienangebote auch in diesem Jahr so gestaltet werden, dass die Kinder "viel Spaß und Erholung haben". Außerdem heißt es: "Die meisten öffentlichen Angebote können, wenn auch mit pandemiebedingten Einschränkungen, genutzt werden. Ausflüge in Parks und Bewegung an der frischen Luft werden dazu gehören."

Sendung: Inforadio, 27.05.2020, 15 Uhr

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32 Kommentare

  1. 31.

    Ich hab es EINMAL abgeschickt!

  2. 30.

    Verständnis zu bekommen, ist Ihr gutes Recht - ich bin der letzte, der KEIN Verständnis für die Situation der Eltern und Familien hat.
    Interessant ist jedoch, dass die Eltern dieses Recht für sich in Anspruch nehmen - für die Lehrer jedoch hat kein Mensch Verständnis. Hier werden wie so oft, alle über einen Kamm geschert, weil Lehrer ja verbeamtet und somit von Hause aus faul sind. So die Volksmeinung.
    Es gibt überall solche und solche. In meinem Beruf wie in Ihrem. Aber eine ganze Berufsgruppe pauschal zu verurteilen ist schlicht inakzeptabel.

    Nicht, dass ich beleidigt wäre - da steh ich drüber. Ich wundere mich jedoch über die Denkweise mancher Menschen.

    Alles Gute für Sie ...

    Dr. Martin Dreißig

  3. 29.

    Ja so arbeiten unsere Kolleginnen auch. Und ganz bestimmt dokumentieren auch Sie und Ihre Kollegen das was getan wird. Und diese Dokumentation ist jetzt viel umfangreicher als Arbeitsplan und Klassenbuch. Es ist aber sinnlos, dies den Lehrerhassern zu erklären. Zum Glück gibt es viele Eltern, die trotz der hohen zusätzlichen Belastung dies sehen und immer mal eine nette Mail schicken. Und die Pöbler - die überhören wir.

  4. 28.

    Ja so arbeiten unsere Kolleginnen auch. Und ganz bestimmt dokumentieren auch Sie und Ihre Kollegen das was getan wird. Und diese Dokumentation ist jetzt viel umfangreicher als Arbeitsplan und Klassenbuch. Es ist aber sinnlos, dies den Lehrerhassern zu erklären. Zum Glück gibt es viele Eltern, die trotz der hohen zusätzlichen Belastung dies sehen und immer mal eine nette Mail schicken. Und die Pöbler - die überhören wir.

  5. 27.

    Ja so arbeiten unsere Kolleginnen auch. Und ganz bestimmt dokumentieren auch Sie und Ihre Kollegen das was getan wird. Und diese Dokumentation ist jetzt viel umfangreicher als Arbeitsplan und Klassenbuch. Es ist aber sinnlos, dies den Lehrerhassern zu erklären. Zum Glück gibt es viele Eltern, die trotz der hohen zusätzlichen Belastung dies sehen und immer mal eine nette Mail schicken. Und die Pöbler - die überhören wir.

  6. 26.

    Im Artikel geht es um die Ferienbetreung der Berliner SuS. Was hat das damit zu tun, wie Sie die Schule Ihrer Kinder in MOL erleben? Wenn die wirklich so schlecht sein sollte, dann ist es Ihre Verantwortung für die Bildung Ihres Kindes, sich nach einer guten Schule umzusehen. Auch von Kolleginnen und Eltern aus Brandenburg hören wir, dass es gut läuft - vielleicht nicht immer perfekt- aber nicht so wie Sie es beschreiben. Außerdem hat jede Schule eine Schulleitung, die sich täglich oder zumindest wöchentlich mit den L in einer Videokonferenz oder in kleinen Gruppen austauscht. Die L dokumentieren doch, was sie für welche Lerngruppe erarbeiten, das ist in der Schule transparent. Ehrlich gesagt, kann ich Ihnen gar nicht glauben und verstehe ihr Bild vom Lehrberuf nicht.

  7. 25.

    Sehe ich auch so: die Erzieher*innen mussten sich solidarisch zeigen und die Kinder in der Notbetreuung beschulen. Nun sollten die Lehrer*innen sich revanchieren! Eine Schulung in IT-Kompetenz ist sicherlich auch nicht verkehrt.
    Warum sollen die Lehrer*innen 6 Wochen Urlaub machen, während die Eltern, die zur Beschulung ihrer Kinder Urlaub nahmen, nun während der Ferien arbeiten müssen?

  8. 24.

    Ja absolut falschen Beruf gewählt. Niemand möchte sein Kind von Menschen mit solcher Stimmungslage betreuen, geschweige denn erziehen und bilden lassen. Das sind ja völlig unreflektierte Äußerungen. Sie hätten doch Lehrerin werden können und dann mit Sicherheit die gleiche negative Position bezogen. Wenigstens den Namen der Senatorin kann man richtig schreiben. Und wer sind die Löwen, die Sie fressen würden? Auch das Sprachvorbild ist ein Kennzeichen des Erzieherberufs.

  9. 23.

    Ja absolut falschen Beruf gewählt. Niemand möchte sein Kind von Menschen mit solcher Stimmungslage betreuen, geschweige denn erziehen und bilden lassen. Das sind ja völlig unreflektierte Äußerungen. Sie hätten doch Lehrerin werden können und dann mit Sicherheit die gleiche negative Position bezogen. Wenigstens den Namen der Senatorin kann man richtig schreiben. Und wer sind die Löwen, die Sie fressen würden? Auch das Sprachvorbild ist ein Kennzeichen des Erzieherberufs.

  10. 22.

    Ist die Staatskasse leer? Denn der bisher ausgesetzte Hortbeitrag wird dann ab 1.7. wieder fällig ... auch wenn Eltern sich entschließen, den Hort nicht in Anspruch zu nehmen. Sie müssen zahlen. Schlau, schlau ...

  11. 21.

    Die Schulen werden in Berlin schon seit Jahren vernachlässigt und besonders unter dem Rot Rot Grünen Senat, die bauen lieber überflüssige Wippen, als das Geld in neue Schulen oder oder den Ausbau von Schulen und der Anstellung von neuen Lehrern zu stecken.
    Ein einziges großes Chaos und das schon ewig.

  12. 20.

    Vielen Dank, bei uns lief es genau so!

    Lehrer wäre ich den 8 Wochen gern gewesen.
    Keinerlei Existenzängste.

  13. 19.

    Da fühlt sich aber jemand angesprochen.
    Der (verbeamtete) Lehrer meines Kindes hat dem Elternsprecher ganze 3 Mails mit schlecht eingescannten Arbeitsblättern gesendet. Dieser hat dann alles umgeändert, die Blätter nochmals bearbeitet um sie dann an die Eltern der Klasse zu schicken.
    Desweiteren hat genau dieser Lehrer 1x in der gesamten Zeit die Kinder angerufen, nichts mit Onlineschule oder Bespassung der Kinder *bespassen kann ich meine Kinder alleine und unterrichten nun eigentlich auch)
    Übrigens waren bei den schlecht eingescannten AB auch gleich Lösungsblätter dabei, damit die Eltern dies gleich korrigieren können.
    So, u h kann sehr wohl behaupten, das dieser Lehrer wohl für seine 21 Schüler wohl so wenig Arbeit wie nie hatte.
    Das gleiche habe ich im übrigen auch über andere Schulen und andere Klassen gehört, sowohl aus Betlin wie Brandenburg.

    Ihnen einen schönen Tag.

  14. 17.

    Na, Dr. 30, mal geschaut, woher "Elternteil" kommt? MOL schon mal auf einem Nummernschild entdeckt und gegoogelt, was das ist? Genau, Märkisch Oderland. Und übrigens, "Nämlich darüber, wie man die Aufgaben für 25 Kinder vorbereitet und zusammenstellt, wie man den Kontakt zu den Familien hält, wie man die Arbeiten von 25 Kindern kontrolliert und korrigiert usw. " das ist ja wohl ein frommer WUNSCHtraum. Wie sah das aus bei uns im Brandenburgischen? Man bekam als Elter eine Mail vom Klassenlehrer mit eingescannten alten Arbeitsblättern der Fachlehrer, schon x mal kopiert, nahezu unleserlich/undruckbar. Anweisung, die Aufgaben zu lösen. Lösungen mussten nicht eingereicht werden. Danach NIE wieder was von dem Fachlehrer gehört. Und das ist kein Einzelfall.

    Das ist nicht das, was wir Eltern als "arbeitsintensiv" ansehen.

    Hiermit lobe ich ausdrücklich die (Klassen-)Lehrer, die stets Kontakt hielten, Aufgaben-PDFs erstellten, einsammelten, korrigiert zurückgaben etc etc

  15. 16.

    Nein wird sie nicht also die zweite Welle, können sie 100 mal heraufbeschwören, wird nicht kommen.
    Leider kann ich sie da nicht verstehen oder sie sind durch die diversen Horror Berichte dermaßen Angst infiziert, da ist ihnen leider nicht mehr zu helfen.
    Also ich verstehe dieses rumgejammer weder von Erzieherin noch von Lehrerin einfach nicht, jeder muss arbeiten und keiner kann über alles einhalten, aber diese Gruppe will sich immer über alles stellen.
    Und wenn ich das schon mit Risikogruppe höre, sowas von lächerlich, man sollte sich mal die entsprechenden Einstufung anschauen, da bleiben am Ende maximal 5 % übrig die wirklich eine Risikogruppe im arbeitsfähigen Alter darstellen.
    Also hört auf zu jammern und tut endlich alle euren Job!

  16. 15.

    Mein Vorschlag für die Ferienplanung der Lehrer:
    1. 2 Wochen Unterstützung der Erzieher durch Betreuung von Kindern
    2. 2 Wochen Digitalweiterbildung
    3. 2 Wochen Urlaub

    Damit würde man sowohl den zutage getretenen Engpässen/Mängeln als auch dem Erholungsbedürfnis nachkommen und es wäre ein Zeichen,dass der Begriff "unterrichtsfreie Zeit" eben nicht synonym mit Urlaub zu verstehen ist.

  17. 14.

    Lieber Dr. Dreißig,

    Mit einiger Verwunderung habe ich Ihren Beitrag ( Kommentar ) gelesen. Jeder arbeitende Mensch in unserer Gesellschaft hat in dieser schweren Zeit seinen Beitrag zu leisten. Das es gerade jetzt für Eltern die Kindererziehung , Kinderbetreuung und Broterwerb organisieren müssen besonders schwer ist, steht unzweifelhaft fest.
    Schön wäre es dann, wenn wir als Eltern nicht mit Lehrern*innen darüber diskutieren müssten welch harten Job sie sich ausgesucht haben.

    "Verständnis für die Sorgen und Nöte der Eltern wäre schön. Auch kreative Ideen zur Problembewältigung würden helfen"

    Mit freundlichen Grüßen

  18. 13.

    Und wieder werden wir ErzieherInnen den Löwen zum Fraß vorgeworfen! Ist irgendjemandem klar, WER in den Ferien die Betreuung der Kinder stemmt?? LehrerInnen nicht! Eine GANZE BERUFSGRUPPE verschwindet mit Beginn ALLER FERIEN wochenlang komplett von der Bildfläche! Und erzählt mir bloß nicht, dass da wochenlang zuhause gearbeitet wird. Ich kann die Kommentare HÖREN, die diverse VertreterInnen dieser Berufsgruppe sich gegenseitig erzählen, wenn sie plötzlich alle wieder auftauchen!
    WIR dürfen also nicht nur pünktlich mit Ferienbeginn die von einem Tag auf den anderen auslaufende Notbetreuung durch den Normalbetrieb ersetzen und die gesamte dafür notwendige Organisation ALLEINE stemmen, nein, wir dürfen uns auch dem Risiko einer neuafflammenden Infektionswelle ganz allein entgegen stellen.
    Diese nächste Welle WIRD kommen und sie startet in der Kinderbetreuung! Frau Scheres, Sie haben uns MAL WIEDER gründlich ins Messer laufen lassen und es ist Ihnen in Ihrer Arroganz komplett egal!

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