Corona-Pandemie - Arena in Treptow setzt Arbeit mit 600 Impfungen pro Tag fort

Das Impfzentrum in der Arena in Berlin-Treptow am 27.12.2020. (Quelle: dpa/Markus Schreiber)
Video: Abendschau | 04.01.2021 | Bild: dpa/Markus Schreiber

Nach mehreren Tagen Stillstand sollen ab Montag in der Arena in Treptow wieder Impfungen durchgeführt werden. Mehrere tausend Hochbetagte wurden dazu eingeladen. Angesichts knapper Impfmittel-Ressourcen läuft der Start mit angezogener Handbremse.

Nach mehreren Tagen Unterbrechung werden seit Montagmorgen wieder Menschen in der Arena-Halle in Berlin-Treptow gegen das Coronavirus geimpft werden. Der Projektleiter des Zentrums, Detlef Cwojdzinski, rechnet mit täglich 600 Impfungen, die verabreicht werden können. So plane man für die erste Januar-Woche, sagte er am Montagmorgen im Inforadio des rbb.

Menschen über 90 Jahre eingeladen

Der Betrieb sei planmäßig um 9 Uhr in der Arena-Halle aufgenommen worden. Den Anfang machte seinen Angaben zufolge eine 99-jährige Frau. Auch die Aktion mit den kostenlosen Taxi-Transporten sei um 8:45 Uhr erfolgreich aufgenommen worden.

Sobald alle Berliner Impfzentren geöffnet seien, könnten noch deutlich mehr Menschen pro Tag geimpft werden, betonte Cwojdzinski: "Die planerische Zahl, ohne dass wir das ausprobiert hätten, liegt in allen sechs Impfzentren bei 20.000 Personen. Ob die dann tatsächlich auch erreicht wird, das ist ja von gewissen Rahmenbedingungen abhängig. Aber das ist zumindest unsere Planung, darauf bereiten wir uns vor und müssen schauen, wie sich das entwickelt."

Kostenloser Taxi-Service für Senioren ab 90

Berlinerinnen und Berliner, die mindestens 90 Jahre alt sind und einen Termin in dem ersten eröffneten Impfzentrum in Berlin haben, können kostenlos mit dem Taxi dorthin fahren. Ein Taxi kann über die Telefonnummer 030-202020 gebucht werden.

Die Impfung ist freiwillig und wird nur Patienten mit Termin verabreicht. Rund 15.800 Einladungsschreiben wurden bislang nach Senatsangaben an über 90 Jahre alte Berlinerinnen und Berliner verschickt. "Bitte achten Sie auf Ihre Gesundheit und nutzen Sie die Chance, sich mit der Impfung vor einer Covid-19-Erkrankung zu schützen", schreibt Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) in der Einladung.

Das Impfzentrum in Treptow, mit 80 Impfkabinen das Größte der Hauptstadt, war als erstes gestartet - aber wegen zu wenig verfügbarer Impfdosen und zu weniger Terminbuchungen über den Jahreswechsel bis einschließlich Sonntag geschlossen. Die übrigen fünf Berliner Impfzentren sind noch nicht geöffnet, weil es dafür noch nicht ausreichend Impfstoff gibt.

Die Impfungen in Berlin hatten am Sonntag nach Weihnachten begonnen. Bisher sind gut 14.600 Menschen geimpft worden, vor allem in Pflegeheimen.

Sendung: Inforadio, 04.01.2021, 9:05 Uhr

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43 Kommentare

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  1. 43.

    Wünsche den 90-jährigen, dass sie die Impfung ohne unerwünschte "Nachwehen", sprich Nebenwirkungen auf Dauer, überstehen. Die Spätschäden sind bei 90-jährigen kaum nachvollziehbar

  2. 42.

    Die zweite Dosis Impfstoff sollte sofort für die Impfung eines weiteren Menschen freigegeben werden. Die lagern jetzt da alle im Kühlschrank. Es könnten doppelt so viele geimpft werden.

  3. 41.

    @Immanuel
    Erstens: gewöhnen sie sich endlich mal einen anderen Schreibstil an. Die Art wie sie hier ihre "Angeklagten" vorführen erinnert irgendwie an den Verhörstil ehemaliger MfS-Untersuchungsoffiziere. Ich denke mal, dass diese Zeiten eigentlich vorbei sein sollten. Und in Großbuchstaben schreibt man im Netz gar nicht, das verbieten allgemeine Regeln.

    Zweitens: Wer gibt ihnen das Recht Aussagen anderer Kommentatoren als anmaßend zu bezeichnen? Vielmehr ist die von ihnen vorgenommene Unterstellung anmaßend.

    Sie sollten den Ball immer schön flach halten. Sie haben gegenüber anderen Nutzern keine herausgehobenen Rechte. Vielleicht denken sie über den Satz einfach mal nach.

  4. 40.

    Gut ist jedenfalls, dass der Staat noch genügend Geld hat, um Plakate kleben zu lassen und Fernsehspots zu schalten, mit denen dazu aufgerufen wird, sich impfen zu lassen.

    Ich werde mir diesen dringenden Aufruf merken und mich daran erinnern, wenn ich (bei dem jetzigen Tempo schätzungsweise 2053) impfberechtigt sein werde.

  5. 39.

    Ellen:
    "Kenne Personen mit Impfschäden, nur einer hat eine Entschädigung vom Staat erhalten. Der Vater war Staatsanwalt... Dann mal viel Erfolg dabei den Nachweis zu erbringen, dass die Schäden von der Impfung von vor Jahren verursacht wurden."

    Hm, und woher wollen SIE wissen, dass dies EINDEUTIG Impfschäden sind??? Die Feststellung einer Kausalität ist sehr schwierig. da ist es sehr viel einfacher alle nachfolgenden Erkrankungen auf irgendeine vergangene Impfung zu schieben, frei nach dem Motto: Ohne Impfung wäre ich NIE krank geworden und würde 200 Jahre alt.

    Es ist schon anmaßend einen Impfschaden bei anderen Menschen zu behaupten, wo es tatsächlcih wohl sehr schwer ist, vor Gericht eine Kausalität nachzuweisen. Letztendlich geht es hier wohl oft um Wahrscheinlichkeiten. Aber die Behauptung, man kenne Menschen mit - dank gottgleichem überlegnen Wissens - EINDEUTIGEN Impfschäden, die erfolglos um die Anerkennung kämpfen, ist doch wohl sehr spekulativ.

  6. 38.

    Hast du ernste Schäden, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können, ist es egal ob jemand haftet, dein Leben ist dann sowieso kaputt.
    Es bleibt zu erwähnen, dass es sehr lange dauert bis solche Prozesse verhandelt sind, es gibt Fälle in der BRD wo Kläger 22 Jahre vor Gericht sind, Experten mittlerweile verstorben oder pensioniert sind, und der Prozess noch nicht zu Ende ist.
    Kenne Personen mit Impfschäden, nur einer hat eine Entschädigung vom Staat erhalten. Der Vater war Staatsanwalt... Dann mal viel Erfolg dabei den Nachweis zu erbringen, dass die Schäden von der Impfung von vor Jahren verursacht wurden. Ehm.… sie haben schon mitbekommen das die Pharmafirmen sich (ich glaube) bereits im Oktober von jeglicher Haftung freisprechen lassen.

  7. 36.

    Mehr Einladungen sind seit Mittwoch letzter Woche wohl auch nicht verschickt worden.

  8. 35.

    Mehr Einladungen sind seit Mittwoch letzter Woche wohl auch nicht verschickt worden.

  9. 33.

    Ja, sehr ärgerlich. In der Arena scheinen mehr Helfer als Impfstoff zu sein und schon gleichmal wieder Probleme mit der Digitalisierung ala Terminvergabe. Mir zu Komplex...

  10. 32.

    Kein Mensch kann erklären, warum nicht im Dezember Einladungsschreiben an Ü80 verschickt wurden und nicht längst eine konkrete Impfreihenfolge feststeht. Die bräuchte man dann mit Rückfrage- bzw. Kontaktmöglichkeiten bei den Betroffenen nur abarbeiten. Wer nicht will, fällt raus und kann sich ggf. später impfen lassen. Diese Liste könnte dann tags zuvor fix und fertig geplant (mit ggf. geringen Pufferzeiten) stehen, wie die Termine im Bürgeramt. Dort gibt es auch kaum Wartezeiten.
    Dann werden die Termine abgearbeitet - fertig.
    So kurzfristig weiß man auch, wie viel Impfstoff man zur Verfügung hat. Das könnte längst stehen und gäbe den Leuten das Gefühl, dass etwas geschicht. Diese Ungewissheit und dieses Warten macht einen fertig, gerade wenn man alte Angehörige hat. Da helfen auch keine Aussagen wie - sei froh, dass es überhaupt eine Impfung gibt o.ä.
    Wenn tgl. Hunderte sterben, ist das Emfinden ein ganz anderes. Jeder Tag birgt ein Ansteckungsrisiko.

  11. 31.

    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/faq-covid-19-impfung.html?fbclid=IwAR3jWgbdOx6jNBjmeUt7lcpB6Tcah6yUQWqhcYtSFz4EWwj-i2AhXLranvs
    Wenn es durch die Anwendung des Impfstoffs zu einer Schädigung kommt, kommt je nach Fallgestaltung eine Haftung u.a. des pharmazeutischen Unternehmens aufgrund verschiedener gesetzlicher Grundlagen in Betracht. Haftungsregelungen können sich ergeben aus dem Arzneimittelrecht, dem Produkthaftungsgesetz sowie den allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Im Infektionsschutzgesetz (§ 60 Abs. 1 S. 1 IfSG) ist auch genau geregelt, wann jemand einen Antrag auf Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz stellen kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn jemand durch eine Impfung, die von einer zuständigen Landesbehörde öffentlich empfohlen wurde, gesundheitlichen Schaden erlitten hat.

  12. 30.

    Deshalb gibt es in Deutschland zusätzlich !
    das IfSG :
    Wer durch eine Impfung, die von einer Behörde öffentlich empfohlen und in ihrem Bereich vorgenommen worden ist, einen Impfschaden erlitten hat, erhält wegen der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen auf Antrag eine Entschädigung.
    § 60 IfSG Versorgung bei Impfschaden und bei Gesundheitsschäden durch andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe

  13. 29.

    Kein Mensch kann erklären, warum nicht im Dezember Einladungsschreiben an Ü80 verschickt wurden und nicht längst eine konkrete Impfreihenfolge feststeht. Die bräuchte man dann mit Rückfrage- bzw. Kontaktmöglichkeiten bei den Betroffenen nur abarbeiten. Wer nicht will, fällt raus und kann sich ggf. später impfen lassen. Diese Liste könnte dann tags zuvor fix und fertig geplant (mit ggf. geringen Pufferzeiten) stehen, wie die Termine im Bürgeramt. Dort gibt es auch kaum Wartezeiten.
    Dann werden die Termine abgearbeitet - fertig.
    So kurzfristig weiß man auch, wie viel Impfstoff man zur Verfügung hat. Das könnte längst stehen und gäbe den Leuten das Gefühl, dass etwas geschicht. Diese Ungewissheit und dieses Warten macht einen fertig, gerade wenn man alte Angehörige hat. Da helfen auch keine Aussagen wie - sei froh, dass es überhaupt eine Impfung gibt o.ä.
    Wenn tgl. Hunderte sterben, ist das Emfinden ein ganz anderes. Jeder Tag birgt ein Ansteckungsrisiko.

  14. 28.

    Eigentlich sollten die zuerst geimpft werde die noch Arbeiten gehen....Supermarkt Mitarbeiter oder Busfahrer zum Beispiel!!

  15. 27.

    Liebes RBB 24 Team, ich würde euch empfehlen der KV Berlin zu informieren, Von den 6 Impfzentren ist nur 1 mit Personal hinterlegt plus das mobile Team. Alles andere wurde storniert . Weil die KV erst kurzfristig vom Senat erfährt wieviel Dosen überhaupt zu Verfügung gestellt werden. Eine langfristige Planung ist also seitens der KV Berlin gar nicht möglich.
    Dann wäre Frage beim Seat sinnvoll wie man ohne Personal in den anderen 5 Impfzentren , Impfungen durchführen will. Es ist sinnfrei sich verstopfte Hotlines für Impfwillige zu ärgern wenn noch nicht einmal geklärt ist wer impfen soll und wann. Ärzte sitzen in der Regel nicht zu Hause und warten auf einen Anruf vom Senat.

  16. 26.

    Dann sollten Sie das vielleicht auch in der Überschrift korrigieren. Dort stellen Sie die 600 als Tatsache dar.

  17. 25.

    Klasse so ein Gerücht.....
    Wird eine Impfung vom Staat empfohlen, dann haftet der Staat und nicht der Hersteller egal wie zugelassen wurde.
    Kann man beim RKI nachlesen.
    Und die ganze Werbekampagne Einladungen usw. da wird man es schwer haben nicht von einer Empfehlung zu sprechen.

  18. 24.

    Das sehe ich anders. Ärzte (u.a. meine Frau) haben sich über Dienstvergabe der KV für Dienste einer der 6 Zentren eingeschrieben. Die wurde kurzfristig storniert bis Ende des letzten Jahres und gebeten sich neu einzuschreiben. Die wurden dann kurz vor Jahreswechsel ebenfalls storniert. z.Z. kann man sich nur für mobile Dienst oder Treptow melden. Laut Presse soll ja ab 08.01. 01. Berlin neue Impfdosen bekommen. Dann wird es wahrscheinlich an Ärzten mangeln. a) weil man sich zur Zeit nicht einschreiben kann für einen Dienst , b) weil die KV Kassenärztliche Vereinigung kurzfristig vom Senat erst erfährt wieviel Dosen zur Verfügung gestellt werden.
    Wenn es also schon daran hängt wer impft , wie so dann logistisch das klappen wer geimpft werden soll???? Vielleicht impft dann Frau Dilek Kalayci. Scheint beim Senat noch nicht durchgedrungen zu sein das Ärzte und ihr MfA auch Termine in ihren eigenen Praxen haben.

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