Dr. Julia Fischer über Impfen und Schwangerschaft (Quelle: rbb)
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Video: rbb|24 | 28.01.2021 | Material: rbb SPEZIAL | Bild: rbb

Video | Dr. Julia Fischer erklärt - Sollten sich Schwangere gegen Covid-19 impfen lassen?

Laut Ständiger Impfkommission (Stiko) ist die generelle Impfung für Schwangere aktuell nicht empfohlen. Stattdessen sollten möglichst deren Kontaktpersonen geimpft werden. Grund dafür ist aber nicht, dass Expertinnen und Experten negative Folgen für Schwangere oder deren Babys erwarten, sondern es fehlen schlicht die Daten, weil Schwangere in den Impfstoffstudien nicht systematisch untersucht wurden.

Laut Stiko können aber Schwangere, die z.B. aufgrund von Vorerkrankungen, ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf haben, sehr wohl geimpft werden. Sie sollten eine Nutzen-Risiko-Abwägung mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt treffen.

Für die Stillzeit gilt: Frauen mit einem erhöhten Risiko für eine Covid-19-Erkrankung dürfen geimpft werden. Die Stiko hält es für unwahrscheinlich, dass eine Impfung während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt.

Durch Impfung gebildete Antikörper machen nicht unfruchtbar

Frauen mit Kinderwunsch können bedenkenlos geimpft werden. Bei der Behauptung, die durch die Impfung gebildeten Antikörper würden unfruchtbar machen, handelt es sich um haltlose Falschinformationen. Überlegen wir mal: Die Antikörper, die der Körper nach der Impfung bildet, sind die gleichen wie nach einer Corona-Infektion. Wären diese Antikörper gefährlich für die Fruchtbarkeit, wären sämtliche Frauen nach einer Corona-Infektion betroffen. Das ist nicht der Fall.

Es gibt aktuell keinen Anlass dafür zu glauben, dass die Impfung die Fruchtbarkeit oder spätere Schwangerschaft gefährden könnte. Deswegen gibt es laut Fachverbänden auch keinen Grund, eine Schwangerschaft für eine bestimmte Zeit nach der Covid-19-Impfung zu vermeiden.

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