OP-Maske (Quelle: dpa/Fleig)
Audio: Inforadio | 25.01.2021 | Juliane Kowollik | Bild: dpa/Fleig

Berlin - Bezirke verteilen kostenlose Masken an Bedürftige

Damit der Schutz vor Corona-Infektionen nicht vom Geldbeutel abhängig ist, stellt Berlin Geringverdienern kostenlos Masken zu Verfügung. Die Verteilung erfolgt vor allem über die Bezirke.

Der Berliner Senat hat am Montag rund 3,5 Millionen OP-Masken an die Bezirke geliefert, wo sie seit Dienstag kostenlos an Menschen mit geringem Einkommen ausgegeben werden. Einige Bezirke haben mittlerweile ihr Angebot angepasst, so steigt beispielweise die Zahl der Ausgabestellen in Tempelhof-Schöneberg auf fünf, wie der Bezirk am Freitag mitteilte.

Der Senat hatte zuvor bekanntgegeben, dass die Bezirke allen Bedürftigen die Möglichkeit geben, kostenlos OP-Masken zu bekommen. Diese sind seit Sonntag Pflicht, etwa bei der Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel und im Einzelhandel.

Kostenlose OP-Masken auch für Bafög-Empfänger und Azubis

Einen Anspruch auf die kostenlosen Masken haben nach Senatsangaben nicht nur die rund 682.600 Bedürftigen mit sogenanntem Berlin-Pass, also Personen die Sozialleistungen beziehen, sondern zum Beispiel auch Bafög-Empfänger oder Azubis, die Ausbildungsbeihilfe erhalten.

Die Senatsverwaltung selbst organisiert die Ausgabe von Masken an Wohnungslose und Geflüchtete. So beliefere die Sozialverwaltung die Kältehilfe und das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), die die Masken dann in den entsprechenden Unterkünften verteilten, sagte Strauß.

In allen Fällen geht es überwiegend um sogenannte OP-Masken, zum Teil aber auch um FFP2-Masken, die in erster Linie an gefährdete Personengruppen wie Menschen mit Vorerkrankungen ausgegeben werden sollen, wie der Sprecher erläuterte.

Bezirke informieren über die Ausgabestellen

Zur Ausgabe berechtigen ein Berlin-Pass, ein Sozialleistungsbescheid oder ähnliche Dokumente, mit denen der Bedarf nachgewiesen werden kann. Bedürftige können zunächst jeweils fünf Masken kostenlos an den verschiedenen Ausgabestellen abholen. Wo die Masken ausgegeben werden, erfährt man bei den einzelnen Bezirksämtern.

Die Bezirke weisen darauf hin, dass Masken nur so lange ausgegeben werden, wie der Vorrat reicht. Bislang haben die Bezirksämter folgende Ausgabestellen angekündigt (Stand: 29.01.2021, 18:00 Uhr):

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Ausgabestellen in den Bezirken

  • Charlottenburg-Wilmersdorf

  • Friedrichshain-Kreuzberg

  • Lichtenberg

  • Marzahn-Hellersdorf

  • Mitte

  • Neukölln

  • Pankow

  • Reinickendorf

  • Spandau

  • Steglitz-Zehlendorf

  • Tempelhof-Schöneberg

  • Treptow-Köpenick

Sendung: rbb 88,8, 25.01.2021, 11:00 Uhr

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39 Kommentare

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  1. 39.

    Zitat: "... EU-Rentner mit geringer Rente bekommen mit dem Wohngeldbescheid auch den Berlin-Pass ..." - Wie denn bitte, wenn die Ämter geschlossen sind? Ansonsten, muss man den gesamten, unhandlichen, vielseitigen Wohngeldbescheid ständig mit sich herumtragen. P.S. Für den Berlin-Pass braucht man ein amtliches Lichtbild.

  2. 38.

    Mir wurde jetzt von der ikk versichert zum 8.2.21 hätte i ich den Bezugsschein für die 6 Masken für Januar. Ist doch logisch oder???

  3. 37.

    Na prima dann bekommen wenigsten diese Personengruppe die Masken. Die Masken, die Kranke u d Leute ueber 60,ueber Bezugsscheine von der Krankenkasse bzw vom Staat bekommen sollen, für Januar habe ich und viele Andere immer. noch nicht. Wahrscheinlich so um den 10.2 eventuell. Bis dahin erstmal teuer kaufen.

  4. 36.

    ... ja, und dann womöglich in einer Schlange stehen OHNE Maske, um die lächerlichen 5 Dinger zu bekommen - ja, besser als nichts, aber immerhin sollen das EINMAL-Masken sein! Wie oft soll denn der geneigte Hilfempfönger damit überleben?

    Meine Rede schon von Beginn: so, wie Herr Müller an jeden Haushalt Briefe versenden kann, so kann er auch am Hilfeempfänger Masken versenden.
    Nur die ohne Anschrift und festen Wohnsitz müssten sie sich dann abholen kommen können/dürfen. Oder paar Sozialarbeiter verteilen die an die ihnen schon bekannten Obdachlosen.

  5. 35.

    Wer wird sich die 5 Masken holen , wenn man als Hartz-IV Empfänger erstmal 6,00 für die BVG investieren muss? Damit ist den Armen überhaupt nicht geholfen.Wahrscheinlivh ist das von der Regierung so gewollt, damit sich nicht zu viele Arme Masken holen ,das Geld wird ja lieber in die Wirtschaft gepumpt. Unsere Regierung braucht sich nicht wundern wenn die Zahlen hoch gehen.

  6. 34.

    Ja unbedingt, meine Zustimmung zu Ihrem Statement hatte ich wohl zu gut im Kommentar "versteckt".
    Es ist wirklich sehr wenig Geld, vor allem wenn es eben nicht als vorübergehende Leistung bezogen wird (was oft als Begründung für die niedrigen Regelsätze herhalten muß, aber eben selten zutrifft) sondern bei z.B. den skandalös niedrigen Erwerbsunfähigkeitsrenten (von chronisch kranken Menschen!) plus dann notwendiger Grundsicherung.
    Diese Grundsicherung folgt der gleichen "Denke" wie ALGI und II, es gibt da kaum Unterschiede in den Gesetzen.
    Gerade wenn man vorerkrankt ist und sowieso schon selbst Medikamente zukaufen muß, reichen die dafür eingepreisten Euros hinten und vorne nicht. Da werden tatsächlich die erforderlichen Masken zu einer Frage der Finanzierbarkeit.

  7. 33.

    Der Brief an meine Mutter kam in einem neutralen weißen Umschlag. Als Absender stand im Fenster lediglich "Postzentrum, XXXXX XXXX"
    Erst beim Lesen des Briefes konnte ich erahnen, dass dieser von der KK kam.

  8. 32.

    Danke für diese interessante Info, das wusste ich nicht.
    Aber egal, wenn es bis jetzt eben das Existenzminimum darstellt, muss es erhöht werden, wenn zusätzliche finanzielle Belastungen angeordnet werden oder die Belastung muss bereitgestellt werden, oder ?

  9. 31.

    Also die Berechnung nach Warenkorb wäre ja und war immerhin in gewissen Grenzen so etwas wie realitätsnah - wurde aber abgeschafft! Inzwischen wird schon lange nach einem "Statistikmodell" berechnet, das nur die "Bedarfe" der untersten 15% der Einkommen berücksicht und selbst davon werden noch willkürlich Prozente abgezogen.
    Dieses Verfahren wurde seitens des Bundessozialgerichts aus vielen Gründen gerügt und war zur Überprüfung und Korrektur an die Bundesregierung verwiesen worden.
    Hier die Einzelheiten:
    http://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Sozialstaat/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIII43_Thema_Monat_12_2020.pdf

  10. 30.

    Alg 2 ist ja auf Grundlage eines "Warenkorbes" berechnet zur Sicherung eines menschenwürdigen Existenzminimums.
    Wenn nun Medizinprodukte zu verwenden angewiesen wird, sind, deren Kosten nicht mit einberechnet wurden ist der Warenkorb zu ergänzen und die Leistung zu erhöhen oder das Produkt kostenlos abzugeben, sonst sind die Leut doch unter dem Existenzminimum.
    Man, das ist einfache Mathematik !

  11. 29.

    Also es ist ja okay das bedürftige wenigstens 5-OP Masken kostenlos erhalten.

    Aber so nun möchte man sich die 5-OP Masken beim Bezirksamt abholen, geht aber nicht weil man selbst hat gerade mal nur diese Stoffmaske und es besteht ja schon die FFP2/OP Maskenpflicht und zwar in Behördlichen Gebäuden/ÖPNV/Geschäften/Ärzten usw.
    Die Stoffmaske darf also nicht mehr getragen werden.
    siehe hier:
    https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/aktuelles/hinweise/artikel.925913.php

    Also irgendwie ist das nicht zuende gedacht, man kann doch nicht etwas zur Pflicht machen wenn einige/viele Menschen noch nicht das jeweilige Schutzmittel besitzen bzw. damit versorgt sind.
    Und nirgends hab ich irgendwas davon gelesen das es sowas wie eine Kulanzwoche gibt bis die Menschen mit FFP2/OP Masken versorgt sind.
    Wäre schön wenn man das mal Aufklärt.

  12. 28.

    Die "Unterschicht" wird mit OP-Masken abgespeist, die laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nur "Fremdschutz" + "Schutz vor Tröpfchen, geringer Schutz vor Aerosolen" (FFP2:"Eigenschutz/Arbeitsschutz" + "Schutz vor Tröpfchen, Schutz vor Aerosolen") bieten (Quelle www.bfarm.de.) Ergo: Bedürftige sind anscheinend nur gering schützenswert. DAS ist definitiv ein Skandal, zudem ganze Kliniken wg. mehrfachem Mutations-Nachweis unter Quarantäne gestellt werden/wurden.

  13. 27.

    Geht es bitte wenigstens ein einziges Mal ohne zu meckern?
    Soloselbstständige können Sozialleistungen beantragen, EU-Rentner mit geringer Rente bekommen mit dem Wohngeldbescheid auch den Berlin-Pass also alles in Ordnung.
    "Harzer" fahren übrigens nicht mit Einzelfahrschein sondern laufen oder nutzen eine günstige Monatskarte. Welches Bezirksamt hat einen Radius von zehn Kilometern? Ich persönlich laufe übrigens locker eine Strecke von drei Kilometern zu Fuß.
    Liebe Paula W. Mich haben Sie sogar zu den Zeiten als ich nur 170 EUR zur Verfügung hatte nicht bei den Tafeln gesehen weil ich Systeme die Armut verfestigen nicht unterstütze!
    Und an die Meckerer die Harzern die Maske nicht gönnen: lebt mal konsequent nur drei Jahre freiwillig auf diesem Niveau. Dann wisst ihr wie locker man davon leben kann aber auch schön die Restaurantessen mit Freunden schön vom Regelsatz abziehen denn als Harzer lädt dich keiner ein.

  14. 26.

    Ein Schlaganfall und es ist ggf. aus mit arbeiten gehen! Grundsicherung kann jeden Treffen! Und wenn man dauerhaft davon überleben muss, ist es auch mit sparsamer Lebensweise nicht möglich Zusatzkosten für längere Zeit zu decken. Die Nörgler begreifen das aber leider erst wenn sie selbst davon betroffen sind! Am Anfang der Pandemie gab es für Bedürftige 2 Behelfsmasken für die gesamte Pandemie bis jetzt! Das war schon zu wenig aber wenigstens konnte man sie waschen. Die O.P.-Masken sind eigentlich Einmalprodukte und gehen schnell kaputt. 5 Masken sind daher zu knapp bemessen. Wie lange soll man die denn bitteschön benutzen?

  15. 25.

    05.01.2021 Pharmazeutische Zeitung
    "Abgabe von Schutzmasken
    Masken-Voucher kommen erst im Laufe des Monats
    https://www.pharmazeutische-zeitung.de/masken-voucher-kommen-erst-im-laufe-des-monats-122799/
    Ab Donnerstag müssen Risikopatienten in der Apotheke einen Gutschein ihrer Krankenkasse vorlegen, wenn sie ihren Anspruch auf kostenlose Atemschutzmasken geltend machen wollen. Erst Anfang der Woche allerdings hat die Bundesdruckerei damit begonnen, die Voucher an die Versicherer zu verschicken. Damit dürften die wenigsten Gutscheine rechtzeitig bei den Patienten eintreffen."
    Somit versenden die Krankenkassen die Gutscheine nach Erhalt von der Bundesdruckerei zusammen mit dem Anschteiben der Bundesregierung!

  16. 24.

    Wo Leben Sie denn?.... Ich habe noch nirgendwo OP Masken für 0,25 Euro gesehen....Sie können ja gerne mal eine Weile von Hartz-IV bzw.Grundsicherung Leben,wenn man davon noch Medikamente und den Differenzsatz zur Miete aus eigener Tasche zahlen muss

  17. 23.

    Auch mein Partner und ich (69 und 71Jahre) haben noch keine Kupons bekommen und dachten zuerst, es liegt an meiner oder seiner Krankenkasse. Es sind 2 verschiedene Kassen und beide Kassen haben auf Nachfrage mitgeteilt, dass es nicht an ihnen sondern daran liegt, dass von der Bundesdruckerei immer nur eine begrenzte Zahl Kupons kommt. Die 3 Masken vom Dezember sind langsam hinüber, jetzt haben wir in der Apotheke gekauft. Das ist nicht gut organisiert.

  18. 22.

    Die Schreiben kommen aber nicht von der Krankenkasse.

    Und welches System dahinter steckt, ist mir auch schleierhaft.
    Mein Mann mit der selben Diagnose wie ich hat seine Gutscheine schon längst erhalten. Meine kamen heute.
    Nur werde ich meine nicht nutzen, denn ich kriege darunter absolut keine Luft.

  19. 21.

    Zu den Coupons für die Ü60:
    Meine Mutter Ü80 mit Anfangsbuchstabe "H" hat ihr Schreiben Anfang Januar 2021 bekommen, Absender "Die Bundesregierung".
    Ich fürchte daher, ein richtiges System scheint es nicht zu geben, bzw. keiner weiß genau, wer nun tatsächlich für die Versendung zuständig ist.

    In dem Schreiben der Bundesregierung steht doch im
    2.Absatz :" Um Sie über das Nähere schnell und zuverlässig zu informieren,
    HAT DIE BUNDESREGIERUNG IHRE KRANKENKASSE GEBETEN,DAS HEUTIGE SCHREIBEN AN SIE ZU SENDEN."

  20. 20.

    Das seh ich auch so. Aber wir schützen wieder das Füllhorn des vom Steuergeld finanzieren Sozialstaates aus.

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