Ein Pkw fährt am 23.01.2021 im trüben Winterwetter auf einer leicht verschneiten Allee im Landkreis Oder-Spree in Ostbrandenburg. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Weniger Kreise mit eingeschränktem Bewegungsradius - Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg unter 200

In vielen Teilen Brandenburgs waren zuletzt Ausflüge oder Bewegung im Freien nur noch im Umkreis von 15 Kilometern um die Kreise und Städte herum erlaubt. Nun sinken die Inzidenz-Zahlen in der Mark aber langsam unter den kritischen 200er-Wert.

Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert ist in Brandenburg am Wochenende unter 200 gesunken. Bei im Schnitt rund 187 von 100.000 Menschen wurde in den vergangenen sieben Tagen eine Infektion nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. 24 Stunden zuvor, am Samstag, lag der Wert bei knapp 194 Fällen. Vor einer Woche waren es noch rund 231 Infektionen.

Das Ziel der aktuellen Einschränkungen sowie der Vorsichts- und Kontrollmaßnahmen vom Bund und den Ländern ist es, die Inzidenz unter 50 zu bringen.

Spree-Neiße und Cottbus sinken unter 300er Inzidenz

Innerhalb eines Tages infizierten sich nach Ministeriumsangaben vom Sonntag 519 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus. Am Samstag ware es 724. Allerdings sind die Zahlen an den Wochenenden meist geringer als in der Woche, weil einige Werte nur verzögert gemeldet werden.

Erstmals seit dem Beginn des harten Lockdowns Mitte Dezember haben sich durchschnittlich weniger als 700 Menschen in Brandenburg in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert, zuletzt waren es am 11. Dezember weniger.

Zwar sank die Gesamt-Inzidenz in Brandenburg auf unter 200, doch liegen mehrere Landkreise noch deutlich darüber. In Ostprignitz-Ruppin stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 394,5. In Spree-Neiße wurden rund 283 von 100.000 Menschen innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert. Am Samstag lag der Wert bei 321,0 Fällen.

In Spree-Neiße und Cottbus sank der Wert dagegen im Vergleich zum Samstag unter den 300er-Wert, in Spree-Neiße auf 283 (zuvor 321), in Cottbus auf 245 (zuvor 311) pro 100.000 Einwohner.

In Brandenburg müssen Kitas schließen, wenn die Zahl neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche über 300 steigt. Ansonsten dürfen sie öffnen.

Landesweit sind insgesamt 559 von 705 Intensivbetten belegt, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom Sonntag hervorgeht. 146 Intensivbetten sind demnach noch frei, weitere 318 könnten binnen einer Woche aufgestellt werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.01.2021, 15:00 Uhr

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15 Kommentare

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  1. 15.

    Wertes rbb Team. Ich habe die aktuellen Inzidenzwerte (Woche vom 18.01.21 - 24.01.2021) folgendermaßen recherchiert: Spremberg 427,7, Guben 429,2, Forst 355,2, Döbern-Land 301,7. Die Berechnung erfolgte anhand der wöchentlichen Infektionen, hochgerechnet auf 100000 Einwohner.

  2. 14.

    Klar man kann auch alles ins Lächerliche ziehen und vor Tatsachen wegschauen.
    Aber so richtig kann ich bei Deiner Aussage nicht die Stelle zum Lachen finden.
    So reagieren eigentlich immer die mit dem großen Q.

  3. 13.

    Ebend nicht.gerade bei Obst und Gemüse und medikamenten zum Beispiel .wenn es da zu Engpässen in den Supermärkten kommt kippt ganz schnell die Stimmung in der Bevölkerung und das zu recht. Sie ddürfen nicht vergessen das zur Zeit die einzige Freude ein gutes essen zu hause ist.alle andere wird uns ja gerade verboten

  4. 12.

    Sehr geehrter Sebasian,
    hier die Nachrichten über die von Ihnen erwähnte Grenzschließung Schweden/Norwegen.
    Mit freundl. Grüßen

    https://www.aftonbladet.se/minekonomi/a/x3O5q8/granshandlare-om-forbudet-betydelselost

    https://www.aftonbladet.se/nyheter/a/0KLWQB/norska-halsochefen-om-svenska-inreseforbudet-det-ar-fornuftigt

  5. 11.

    Liebe Mercy,

    Laut sogenanntem Corona-Dashboard des Bundeslandes liegt die 7-Tage-Inzidenz im Spree-Neiße-Kreis derzeit bei 283. Evtl ist die Landkreisseite nicht aktuell. https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/corona/fallzahlen-land-brandenburg/

    Beste Grüße,

    Ihre Redaktion

  6. 10.

    Dieses Land ist sicherlich in der Lage einige Wochen sich alleine zu versorgen....

  7. 9.

    Lieber rbb, wo nehmen Sie die Zahlen her?
    Landkreis Spree-Neiße meldet heute, auf ihrer Homepage, eine Inzidenz von 323,6 und Cottbus, ebenfalls auf der Homepage, 232.

  8. 8.

    Dann sitzen wir aber bald auf dem Trockenen oder wie glauben Sie werden die Regale in den Supermärkten gefüllt. Der freie Warenverkehr muss laufen sonst gibt es Probleme mit der Versorgung der Bevölkerung. Spätestens dann lassen sie die Bürger das nicht mehr gefallen. Zu recht

  9. 7.

    "Abwarten was die englische Mutation aus Berlin und jetzt die südafrikanische Mutation aus Sachsen die nächsten Tage oder Wochen dazu sagen."
    Vergessen Sie nicht die japanische, die indische, die südafrikanische und die nordamerikanische Mutationen um nur die zu nennen, die letzte Woche durch die Presse gegangen sind. Und natürlich auch die neuseeländische Variante, über die man heute Berichtet hat.
    Von inzwischen in der Literatur beschriebenen 12 Tausend anderen Mutationen dieses Virus ganz zu schweigen.

  10. 6.

    Oh man, das wäre ja wirklich das letzte was wir brauchen. Es wäre so schön, wenn das alles vorbei wäre. Man sehnt sich so nach normalen Zeiten!

  11. 5.

    Sie haben in ihrem Beitrag die ASP vergessen. Vielleicht ist die Kombination aus chinesisch-englisch-südafrikanische Corona übertragen auf Wildschweine doch ansteckend für Menschen.

  12. 4.

    Genau! Ich bin auch dafür, dass die Brandenburger nicht mehr nach Norwegen fahren dürfen. Vielleicht sollte man auch einen Grenzposten an der Berliner Stadtgrenze aufstellen.

  13. 3.

    Abwarten was die englische Mutation aus Berlin und jetzt die südafrikanische Mutation aus Sachsen die nächsten Tage oder Wochen dazu sagen.
    Ich finde es naiv zu glauben daß die vor Landesgrenzen halt machen. Bedingt durch den Pendelverkehr wird es da sicherlich noch die eine oder andere Überraschung geben. Es würde mich wahnsinnig freuen wenn dem nicht so wäre.
    Hoffentlich wird jetzt nicht so schnell als möglich alles wieder gelockert. Wenn doch dann glaube ich sind wir wieder ganz schnell bei über 500 wenn nicht sogar noch höher. Ein schlimmes Beispiel wie es gehen kann gibt es ja gerade in Portugal. Da dachte man auch alles überwunden zu haben.

  14. 2.

    Ganz sicher hat die leicht verminderte Inzidenz (wer mag das Wort eigentlich noch hören?) mit den 15 km und Co. zu tun. Wir sollten jetzt noch schnell auf 5 km reduzieren, dann ist die Inzidings nächste Woche bei 20!

  15. 1.

    Na Gratulation, dann können wir ja schnell wieder zur Tagesordnung übergehen. Anschließend fliegt uns in 3 Wochen das Mutierte Virus um die Ohren. Schweden schließt die Grenze zu Norwegen, darüber sollten unsere Politiker auch mal Nachdenken die Grenzen zu sämtlichen Nachbarländern zu schließen!

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