Früher als geplant - Innengastronomie, Schulen, Hotels – Senat berät über weitere Lockerungen

Zahlreiche Menschen genießen am 09.05.2021 das frühsommerliche Wetter im Mauerpark. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Video: Abendschau | 01.06.2021 | Iris Sayram | Michael Müller im Gespräch | Bild: dpa/Jörg Carstensen

Die Inzidenzwerte in Berlin sinken rasant – das ermöglicht offenbar schnellere Lockerungen als bisher geplant. Am Dienstag berät der Senat über Schritte, die vor allem Schüler, Gastronomen, Hoteliers und Sportbegeisterte mit Erleichterung aufnehmen dürften.

Angesichts beständig sinkender Corona-Zahlen berät der Berliner Senat an diesem Dienstag über mögliche weitere Alltags-Erleichterungen. Es gilt als wahrscheinlich, dass weitere Regeln gelockert werden. Nach einem Stufenplan von Mitte Mai könnte etwa in Sport, Kultur und Freizeit mehr erlaubt werden, auch in Handel, Gastronomie und Hotellerie sowie an den Hochschulen.

Offene Innengastronomie ab 5. Juni

Es deutet sich an, dass private Hotelübernachtungen und Gastronomie in Innenräumen früher wieder erlaubt werden könnten. Nicht erst ab dem 18. Juni, sondern voraussichtlich schon am kommenden Samstag (5. Juni) darf wieder drinnen gespeist und getrunken werden, wie der rbb am Montag nach einer Vorbesprechung erfuhr. Bei Veranstaltungen im Freien dürfen den neuen Planungen zufolge maximal 500 Personen zusammenkommen. Noch nicht abschließend geklärt ist, ob für Veranstaltungen in Innenräumen die Personenobergrenze bei 100 oder bei 200 liegen soll.

Fitness- und Tanzstudios dürfen ebenfalls unter Auflagen wieder öffnen. Für Sportangebote im Freien ist geplant, dass die Personenobergrenzen sowohl für Kinder als auch Erwachsene wegfallen. Kinder in festen Gruppen mit bis zu 20 Teilnehmern können demnach in der Halle Sport treiben.

Deutlich mehr Kontakte ab Samstag

Bei den Kontakbeschränkungen läuft es wohl darauf hinaus, dass sich ab Samstag (5. Juni) zehn Personen aus fünf Haushalten draußen treffen dürfen. Für Innenräume würde dann gelten, dass maximal sechs Personen aus drei Haushalten zulässig sind.

In Berlin lag der Wert der Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen laut Robert Koch-Institut am Montag mit 32,6 leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Das war deutlich weniger als eine Woche zuvor, als die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 56 lag.

Rückkehr zum Präsenzbetrieb an Schulen

Bereits am Montagabend wurde bekannt, dass der Senat auch über eine komplette Rückkehr der Schulen zum Präsenzbetrieb noch vor den Sommerferien beraten wird. Nach einer Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts, das Eilanträgen von Grundschülern gegen Wechselunterricht stattgegeben hatte, wird dieser Schritt bereits für den 9. Juni angepeilt - und nicht wie bisher vorgesehen für die Zeit nach den Sommerferien. Details hierzu sollen bei der Senatssitzung beschlossen werden, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Montagabend ankündigte.

Sendung: Inforadio, 1.6.2021, 6 Uhr

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32 Kommentare

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  1. 32.

    Toll dass sich hier so viele mit zuwenig oder gar keiner Ahnung zu Wort melden, anstatt die Informationen der Fachleute lesen und verstehen (anwenden) zu wollen. In 3 Wochen sehen wir, wohin die "Freiheit" führt. Wie die Kurven im Herbst und Winter wieder ansteigen können, wissen wir ja vom Jahreswechsel 20/21. Dann gibts ja noch das "tolle" Vorbild Indien, wo KEINE Maßnahmen ergriffen werden (sollen).

  2. 31.

    Solange es solche Menschen wie Sie gibt brauchen wir uns über das Hin und Her bei der Pandemieentwicklung und deren Konsequenzen nicht zu wundern. Jede Maßnahme wird schlecht geredet und die, die sie erlassen und sich daran halten, sind in Ihren Augen nur blöd und werden von Ihnen nieder gemacht, SIE und nur SIE sollten sich was schämen.

  3. 30.

    "Es fehlt doch in Berlin die Kontrolle und der Senat schmeisst Geld zum Fenster raus und bezahlt den Betrug. "

    Die Kontrolle fehlt überall und die Tests werden vom Bund bezahlt aber RRG Hasser haben es ja nicht so mit Fakten, nicht wahr?

  4. 29.

    Ja ist klar ! Friseure sollen auf die .....gehen? Man hat sich was gedacht bei den Maßnahmen. Das nennt man solidarisches Verhalten. Sie können doch nach Polen zum Haare schneiden fahren. Man muss hier nicht immer auf die Straße gehen um etwas zu erzwingen. Die Demokratie verlangt auch mal etwas vom Bürger ab in diesen Zeiten.

  5. 28.

    Solange wir Leute wie sie haben werden wir bald den nächsten Lockdown haben.

  6. 27.

    Wäre gut, wenn ich im ÖPNV statt der ekligen Staubschutzmaske wieder die OP tragen dürfte, muß ab Donnerstag nämlich jeden Tag von Spandau nach Erkner fahren!

  7. 25.

    Ihre Stimme der Vernunft wird in einen Sumpf von Verschwörungstheorien (Kommentar 9) und der Ungeduld wie bei Kleinkindern ( Kommentar 7) untergehen... schade.

  8. 24.

    Nein, Schwachsinn ist es solche Vergleiche anzustellen und noch dazu einen gehörigen Schuß Covidioten Verschwörungstheorie "natürlich wird darüber nicht offen berichtet" draufzusetzen.

  9. 23.

    Es gibt überhaupt keinen Grund, weshalb Connifee sich schämen sollte. Sie reagiert einfach nur auf das, was die Politik verursacht. Wozu auch gehört: Statt mir von irgendwelchen Ex-Möbelpackern Stäbchen in den Schädel rammen zu lassen und zwei Minuten später zu erfahren, ich wäre angeblich negativ (eine Nachricht, die, wie man gestern im RBB sah, man auch bekommen kann, wenn man gar nicht beim Test war), kaufe ich eben weiter im Internet. Wenn der Senat möchte, dass die kleinen Läden nicht kaputtgehen, muss er entsprechend handeln. So einfach ist das.

  10. 21.

    Wir müssen jetzt nur noch ein klein wenig durchhalten. Beim aktuellen Tempo sind Mitte Oktober alle geimpft. Bis dahin heißt es: Solidarität zeigen.

  11. 20.

    Mich würde ja mal eine Umfrage interessieren,wie viele sich tatsächlich an die Kontaktbeschränkungen gehalten haben. rbb geht da was?

  12. 19.

    Der Sommer wird gut!

  13. 18.

    Ganz Ihrer Meinung, sofortige Abschaffung von Testpflicht. Es gibt sowieso nur noch 2 Bundesländer mit Testpflicht. Ich weiß nicht auf was Berlin noch wartet..... auf die nächste Wahl oder was. Notfallkrankenhaus Messe wird wieder abgerissen, hat ja nur 13,5 Mio. gekostet. Steuergelder in den Gulli kippen, das kann der Senat.

  14. 17.

    Hab den zweiten Teil, Ihres Betrages jetzt nicht verstanden.

    Aber nein, ich schäme mich nicht. Solange die Friseure und der Einzelhandeln diesen Unsinn mitmachen und dagegen nicht auf die Straße gehen, haben sie mich als Kunden eben verloren. Dann reicht der Umsatz ja offensichtlich auch so. Und ich werde wie viele andere auch mit den Rädern abstimmen und bis Brandenburg oder gar Polen fahren.

    Man muss halt auch mal Gesicht zeigen in dieser Zeit und nicht jeden Blödsinn mitmachen, der von oben kommt.

  15. 16.

    schämen sie sich für den Kommentar, die Berliner Friseure haben sich das auch nicht ausgesucht, müssen das durchführen und welche Umsätze man jetzt dank Kunden wie sie hat ist wohl auch geklärt

  16. 15.


    diese unsinnigen, freiheitseinschränkenden Maßnahmen müssen sofort beendet werden.

    In den USA (natürlich wird darüber nicht offen berichtet) gibt es seit Monaten zahlreiche freie Staaten, die keine Probleme haben.

    In Berlin dagegen muß man eine Maske tragen, die man - sobald man in der S-bahn in Brandenburg ist -absetzen kann

    SCHWACHSINN!!

  17. 14.

    Ab 18.6. soll es auch Lockerungen für den Handel in Berlin geben (ohne Test und Termin). Beim Friseur in Berlin reicht ein Selbsttest für 3€.

  18. 13.

    Genau! Das verstehen aber weder Politiker noch Bürger. In der Realität 2021 sind wir längst eine gemeinsame Region. Menschen pendeln zum Arbeien nach Berlin, andere zum Shoppen etc. raus. Die Länderfusion ist längst überfällig und sollte vom Berliner Abgeordnetenhaus jetzt schnell noch gemeinsam mit Brandenburg auf den Weg gebracht werden, damit zusammenwächst, was längst zusammengehört!

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