Sondersitzung in Potsdam - Landtag berät über Impfungen für ab 12-Jährige

Hans-Christoph Berndt (M), AfD-Fraktionsvorsitzender, spricht während der Sondersitzung des Brandenburger Landtages. Hinter ihm sitzt Ulrike Liedtke, Präsidentin des Landtages. Thema der von der AfD-Fraktion geforderten Aussprache war der Beschluss von Bund und Ländern, Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ein flächendeckendes Angebot an Corona-Impfungen zu machen. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Bild: dpa/Soeren Stache

Die Brandenburger AfD ist gegen Corona-Impfungen für 12- bis 17-Jährige und hat deshalb den Landtag zu einer Sondersitzung zusammengerufen. Dort wird seit dem Dienstagmorgen über das Für und Wider debattiert.

Der Brandenburger Landtag ist am Dienstagmorgen zu einer Sondersitzung zusammengekommen, um über Corona-Impfmöglichkeiten für 12- bis 17-Jährige zu debattieren.

Die AfD-Fraktion, die die Sitzung beantragt hat, wendet sich gegen Impfangebote für Kinder. In Brandenburg gehörten Kinder ohnehin nicht zu den Infektionstreibern, so AfD-Fraktionschef Hans-Christoph Berndt.

Noch keine grundsätzliche Empfehlung von der Stiko

Die Gesundheitsminister der Länder hatten in der vergangenen Woche beschlossen, Impfungen für diese Altersgruppe auch in Impfzentren anzubieten. In Arztpraxen gibt es dieses Angebot bereits.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte die Covid-19-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und von Moderna für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission bislang Impfungen in dieser Altersgruppe nur bei höherem Risiko für schwere Corona-Verläufe.

Sendung: Antenne Brandenburg, 10. August 2021, 9 Uhr

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13 Kommentare

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  1. 13.

    Diese HErrschaften allen voran der bayerische Maskenkönig, sollten sich was schämen.

    Zitat Söder: "wir wollen ja eigentlich unsere Freiheit zurück"

    Dabei ist er selber der jenige, der sie uns genommen hat!
    Und der das Versprochene" wenn jeder ein Impfangebot hat, werden die Maßnahmen fpür alle aufgehoben" gebrochen hat.

  2. 12.

    Mascha:
    "Antwort auf [Immanuel] vom 10.08.2021 um 13:34
    Leider werden wir von medizinischen Laien regiert, wie einem Bänker, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben."

    Die Regierung muss von der Medizin keine persönliche Ahnung haben. Es reicht, wenn sie die Expertise von den Fachleuten einholt.

  3. 11.

    Nein, es wird niemand dort hingeprügelt. Allerdings denkt sich die Politik neuerdings diverse kleine Gemeinheiten aus, die alle betreffen, die das aus welchen Gründen auch immer, nicht tun. Die Regierung behauptet ja immer, sie würde auf die Wissenschaft hören. Warum tut sie das dann hier nicht und versucht permanent, die Entscheidung der Ständigen Impfkommission in die eigene Richtung zu beeinflussen, um es mal vorsichtig auszudrücken. Die Impfung hat für Jugendliche und Kinder eben auch nicht unerhebliche Risiken. Es muss daher sehr genau abgewogen werden, ob die Risiken aus einer Corona-Infektion für diese Gruppe in Summe das Impfrisiko rechtfertigt. Das tut die Politik aber derzeit eben nicht. Deshalb ist es richtig, darüber zu diskutieren!
    (Sage ich als zweifach geimpfter Mensch einer Risikogruppe!)

  4. 10.

    also liebe AfD, was soll uns euer Gebrüll sagen."
    Das soll uns sagen, das die (das liebe lasse ich mal lieber weg) afd bei ihrem verzweifelten Themenhopping sich jetzt den Schutz der Ungeimpften vor der bösen Merkel-Diktatur auf die Fahne geschrieben hat.

  5. 9.

    Ich nehme mal an, auch in Brandenburg wird niemand - ob jung oder alt - zur Impfung geprügelt, also liebe AfD, was soll uns euer Gebrüll sagen.

  6. 8.

    Leider werden wir von medizinischen Laien regiert, wie einem Bänker, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben.

  7. 7.

    Weil die Gesundheitsminister ohne Empfehlung der Stiko Impfungen anbieten. Schöner Elfmeter für die AfD

  8. 6.

    Was in anderen Bundesländern bereits erfolgreich durchgeführt wird da wird in Brandenburg noch drüber debattiert. Einfach nur noch peinlich, Brandenburg ist und bleibt das Schlusslicht! Der AfD verbietet man sonst auch den Mund, bei diesem Thema sollte man es erst Recht tun. Man staunt auch wie lange sich Hr. Mertens noch als Oberhaupt bei der Stiko hält, ein Austausch ist längst überfällig!

  9. 5.

    Thomas:
    "Ich finde es komisch wenn ein Landtag über medizinische Themen debatiert. Es ist bestimmt nicht deren Kernkompetenz."

    Doch! Es ist deren Kompetenz, darüber zu entscheiden, und darum müssen sie auch darüber diskutieren!

    Thomas:
    "Vielmehr sollten sie sich in ihren Gremien sowie Ausschüssen gut beraten lassen und darauf basierend etwas beschließen."

    Genau das passiert doch, dass sich die Abgeordneten in den Ausschüssen und woanders informieren, bevor sie im Parlament diskutieren und beschließen.

  10. 4.

    Ich finde es komisch wenn ein Landtag über medizinische Themen debatiert. Es ist bestimmt nicht deren Kernkompetenz. Vielmehr sollten sie sich in ihren Gremien sowie Ausschüssen gut beraten lassen und darauf basierend etwas beschließen.

  11. 3.

    Ich bin dankbar, dass wenigstens eine Partei aktiv dagegen aufbegehrt, dass Politiker die Entscheidung eines eigens für die Beurteilung von Impfungen anerkannten Verbandes übergehen.

  12. 2.

    Na sowas auch,6 wochen ferien und jetzt wird beraten.brandenburg halt...

  13. 1.

    Warum wartet man nicht einfach die Stiko-Empfehlung ab und debattiert dann über das Thema? Blinder Aktionismus der AfD.......

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