Fahrgast an der Haltestelle (Quelle: dpa)
Audio: Inforadio | 18.03.2020 | Miriam Keuter | Bild: dpa

Fahrgastrückgang - BVG schränkt Fahrpläne wegen Coronavirus ein

Busse und Bahnen sollen in der Corona-Krise weiter die Menschen durch Berlin transportieren. Doch seit Schulen, Kitas und etliche Gewerbe schließen mussten, sinken die Fahrgastzahlen. Nun schränkt die BVG ihr Angebot ein.

Was Sie jetzt wissen müssen

Berlin dünnt seinen Nahverkehr wegen der Folgen des Coronavirus stark aus. U-Bahnen sollen ab 23. März tagsüber mindestens im Zehn-Minuten-Takt fahren, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Dienstag mit. Bislang verkehren sie zu dieser Zeit auf den meisten Linien in dichterer Taktung.

Auf den Buslinien soll bereits ab Mittwoch (18. März) ein durchschnittlicher Zehn-Minuten-Takt gesichert sein, das Gleiche gelte für die Straßenbahn. "Berlinerinnen und Berliner können sich darauf verlassen: Der nächste Bus, die nächste Bahn kommt", versicherte Betriebsvorstand Rolf Erfurt.

Keine U55, Tramlinie 16/18 und 37/67

Das Unternehmen reagiert darauf, dass die Zahl der Fahrgäste deutlich gesunken sei. Sie liege 40 bis 50 Prozent unter dem Üblichen, hieß es. Die Fahrplanänderungen sei "in enger Abstimmung mit dem Berliner Senat" entschieden worden.

Deshalb fährt die U55 von diesem Donnerstag an nicht mehr. Die sogenannte Stummellinie zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor ("Kanzler-U-Bahn") wird vor allem von Touristen genutzt. Auch die Tram-Linien 16/18 sowie 37/67 werden von Mittwoch an nicht mehr bedient. Verstärkerfahrten für Schüler fallen weg. Beim Bus bleiben zunehmend die Doppeldecker zugunsten von kleineren Bussen im Depot.

BVG-Servicestützpunkte geschlossen

Die neuen Regelungen für den Einzelhandel wirken sich indes auch auf die BVG aus. Ab Donnerstag bleiben die Servicezentren geschlossen. Fahrscheine können laut BVG weiterhin an allen Automaten oder über die BVG Ticket-App gekauft werden.

Bis auf Weiteres geschlossen bleiben auch das Kundenbüro für erhöhtes Beförderungsentgelt und das Fundbüro. Zahlungs- und Nachzeigefristen werden entsprechend der Schließungsdauer verlängert. Mit dem Fundbüro kann im Notfall, beispielweise nach Verlust lebensnotwendiger Medikamente, unter der Telefonnummer 030/256 28343 ein Abholtermin vereinbart werden. In allen weiteren Fällen, dazu zählen auch der Verlust von Smartphones, Brieftaschen oder Ausweisdokumenten, hilft die BVG unter der Telefonnummer 19449 weiter. Die Fundsachen werden analog zur Dauer der Schließung länger aufbewahrt.

Ebenfalls werden bis auf Widerruf keine Musiziergenehmigungen erteilt

Ausfälle im Regionalverkehr

Die Berliner S-Bahn behält ihren bisherigen Fahrtakt bei. Es entfallen allerdings ab Donnerstag die Verstärkerfahrten für die Linien S1, S3 und S5, die sonst zu verkehrstarken Zeiten eingesetzt werden. 

Im Regionalverkehr kommt es auch zu Ausfällen bei Zügen Richtung Polen. Davon sind die Züge RE4, RB23, RB66, RB92, RB93 sowie der Kulturzug Berlin - Wroclaw Glowny betroffen.   

FAQ zum Umgang mit dem Coronavirus

  • Ich fürchte, infiziert zu sein. Was tun?

  • Was passiert mit möglichen Infizierten?

  • Was passiert mit Kontaktpersonen?

  • Welche Kapazitäten haben die Kliniken?

  • Welche Reisebeschränkungen gibt es?

  • Wie viele bestätigte Fälle gibt es?

  • Ist das Virus meldepflichtig?

  • Was ist das Coronavirus?

  • Woher kommt das Virus?

  • Wie geschieht die Krankheitsübertragung?

  • Wie ansteckend ist das Virus?

  • Wer ist besonders gefährdet?

  • Wie funktioniert der Test?

  • Was sind die Symptome?

  • Wie kann ich mich schützen?

  • Welche Behandlung gibt es für Infizierte?

  • Gibt es Immunität gegen das Virus?

  • Wie hoch ist die Sterberate?

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

92 Kommentare

  1. 92.

    Da Stimme ich Dir zu, ....ist vielleicht auch nur ein Test wer länger gegen Corona immun bleibt. Danke alle ohne Home Office.

  2. 91.

    Dass die BVG Zugrfequenz auf 1 U-Bahn pro 10 Minuten veringert, ist verantwortungslos. Was hilft es, wenn weniger Leute unterwegs sind, wenn diese sich dann aufgrund der seltenen U-Bahnfahrten doch wieder in überfüllten Wagons drängen?
    Hätte man den Fahrplan aufrecht erhalten, hätten die Fahrgäste eine Chance , Abstand zu wahren. So aber fährt nur noch jeder dritte Zug und das Gedränge ist wie zuvor.
    Dass Züge und Busse überhaupt nicht desinfiziert werden, finde ich ebenso unsinnig. Das Argument, dass Oberflächen ja im Betrieb sofort wieder kontaminiert werden, gilt nicht. Dann müsste man auch Krankenhäuser nicht desinfizieren. Weil Viren neu dazukommen, lasse ich die alten einfach drauf, damit sich auch Fahrgast Nr. 1 morgens im Bus infiziert?

  3. 90.

    Ja die BVG dünnt die Fahrpläne aus! Aber zum Beispiel der 131 in Spandau der fährt wann er will, nicht wie angekündigt im 20 Minuten Takt. Was vor allem morgens toll ist wenn man zur Arbeit will! Und was ist mit den 1,5 Metern mindest Abstand, wenn der Bus ausfällt und der nächste dadurch voller ist!!!!!! Hauptsache die Fahrer werden geschützt, die Fahrgäste sind der BVG doch egal! Und bestimmt können wir wieder mit Tariferhöhungen rechnen durch die Verluste die die BVG jetzt macht durch Corona! Naja immer ruff uff die keenen LEUTE

  4. 89.

    TJA STIMMT VOLL was aber gemacht wurde keine musik künstler mehr in u bahn? dabei müssen die ja auch von was leben,und auf die pelle rücken die einem auch nicht,schade auch um die fehlende kultur ,es ist als ob die mauer wieder steht,hoffen wir und beten LG

  5. 88.

    Ich warte gespannt auf den Montag . es gibt leider noch Menschen die früh zu Arbeit fahren und kein Homeoffice machen können . Auch der Slogan "BVG weil wir Dich Lieben Bitte Abstand Halten" würde Ich heute schon sagen, halte ich für einen Witz. Kleiner Vorschlag : haltet einfach mal den geforderten Abstand ein, dann würde keiner mehr der in Berlin noch arbeitet pünktlich sein. .... Nur mit Anwesenheit läuft eine Stadt nicht nur mit Homeoffice !!!!!!!

  6. 87.

    Dem kann ich mich nur anschließen. Morgens fuhr der 277 bei mir in Marienfelde auch erst ab 6.50 Uhr und ich stand ab 6 Uhr an der Haltestelle. Nachmittags auf dem Rückweg puzzelte ich mir anhand der Fahrzeiten dann selbst aus, dass es sich um den Samstagsfahrplan handelt, Eine Info vorab wäre hilfreich gewesen, um den Weg zur bzw. von der Arbeit zu planen. Aber die "serviceorientierte, kundenfreundliche" BVG kriegt nicht mal das hin.
    Wie heißt der uralte Witz: BVG = BIN VORSICHTSHALBER GELAUFEN
    Allerdings muss ich sagen, dass es heute erstaunlicherweise etwas leerer war.

  7. 86.

    Da hattet ihr noch Glück, dass überhaupt etwas fuhr.
    Wir standen hier die letzten beiden Tage morgens halb 5 und es fuhr kein 181er.
    Wir durften dann für 40 EUR TAXIKOSTEN berappen, um pünktlich zu sein.
    Da war kein Zettel, NICHTS. Auf der offiziellen BVG-Webseite steht bis heute Mittag „,..beim Bus fallen bis zum erneuten Schulbeginn alle für die Schülerfahrten zusätzlich in das Angebot genommenen Fahrten weg. Auch hier wird damit ein durchschnittlicher 10-Minuten Takt gesichert sein.“

    Welch dreiste Lüge !

    Nur zufällig fand ich heute einen UBahn!! tweet, dass SAMSTAGSFAHRPLAN gilt.

    Also der 181 hier erst ab 7 UHR morgens fährt.

    Das läßt tief blicken, in welch abgehobener Welt die Entscheider leben. Dabei nimmt man an, dass die BVG weiß, was Schichtbetrieb bedeutet, und dass man da nicht erst um 8 Uhr erscheinen kann.

    Aber, unser Geld haben sie ja. Staatl. Zuschüsse inkl. für Schülertickets auch.

    Da braucht’s keine Rücksicht mehr auf die Kundeninteressen.

  8. 85.

    Lieber Herr Neumann,was sind für Sie Fake News.....
    Sind Sie ein von der Regierung Beauftragter, der Morgens in Hakenfelde Stichproben machen muss, wie der Verkehr läuft, und sich dann hier als ganz schlauer Fuchs hinstellt?

    Desweiteren sollten Sie hier die anderen Kommentare lesen, dann wüssten Sie, welche Erfahrungen in Öffis gemacht worden sind.
    Vielleicht sollten, wenn Sie so viel Zeit haben, zu jeder Tageszeit überall in der Stadt Stichproben machen. Aber ganz wichtig ist, bleiben Sie dabei GESUND.

  9. 83.

    Die DD waren dem RBB immerhin so wichtig, dass er sie im Artikel erwähnt hatte und Sie auch mehrfach Fake-News verbreiteten.

    Bei meiner kleinen Stichprobe heute morgen waren die Busse hier in Hakenfelde Richtung Rathaus trotz ausgedünntem Takt sehr leer wie auch sehr viel weniger PKW unterwegs sind.

  10. 82.

    Ich musste gestern knapp 55min. nach Dienstschluss auf meinen 170er Bus warten, große Freude. Dafür war er dann entsprechend voll. Soviel zum Abstandhalten. Der Bus fährt ohnehin nur alle 20 min. Jetzt nach 19 Uhr stündlich???
    Eigentlich sollten doch die Bürger, die Arbeiten können und müssen, unterstützt werden. Es sollte für ihre (relative gesundheitliche Sicherheit) gesorgt werden. Etwas anderes wäre es, wenn die Ausdünnung des Fahrtaktes wegen massenhaft erkrankter Fahrer erfolgen würde. Das ist aber bisher nicht der Grund.

  11. 81.

    Guten Morgen, heute hat alles geklappt. Ich hoffe, dass man das auch in den nächsten Wochen beibehält.
    Gestern war’s mit dem Busverkehr in Spandau eine Katastrophe. Wie alle schon berichtet habe, Menschen dicht an dicht gedrängt. Es hatte etwas von einem Viehtransport. Ich höre noch in den Ohren aus der Politik „Wir versuchen nun Abstand zwischen die Menschen zu bekommen“.
    Den öffentlichen Nahverkehr einzuschränken macht Sinn, aber nicht zu Stoßzeiten. Zudem alles mit den Schülern zu argumentieren, die Früh zwischen 7 und 8 Uhr und Nachmittags im Schnitt zwischen 13 und 15 Uhr unterwegs sind? Ich für meinen Teil fahre meist zeitiger und später mit den ÖPNVs, daher hinkt diese Begründung...

  12. 80.

    Die Busse sind dermaßen voll das man nicht mal raus kommt...und das soll dazu beitragen die Infektion zu verlangsamen? Also bitte mal etwas logisch denken ok! So geht das nicht !

  13. 79.

    Genau, so sehe ich das auch. Der 1 m Abstand ist so schon nicht einzuhalten in Bussen und Bahnen, und nun wird es wieder enger.

  14. 78.

    Nun haben wir das Dilemma: Mein Sohn der nachts auf dem Großmarkt arbeitet kommt nicht mehr zur Arbeit. Der Bus um 00:12, den er sonst immer nimmt, ist nicht gekommen. Wenn das die nächsten Tage und Wochen auch so ist, dann kann er mit der Kündigung rechnen, da ein Arbeitgeber keine Arbeitnehmer gebrauchen kann, die nicht zur Arbeit kommen können.

    Da ist man froh Arbeit zu haben und dann macht die BVG einen alles kaputt - vielen Dank!

  15. 77.

    Es ist schon sehr paradox: Draußen an der frischen Luft darf man sich nicht in kleinen Gruppen aufhalten - wird aber in den Bussen und Bahnen gezwungen dicht an dicht zu sitzen und zu stehen.

    Kein Wunder, dass sich die Leute dann ver.....t fühlen und sich auch sonst nicht an irgendwelche Regeln halten wollen.

  16. 76.

    Der Doppeldecker Mangel ist nicht wichtig.... wichtig ist, das im Moment Menschen die arbeiten gehen vernünftig zur Arbeit kommen und nicht wie Ölsardinen im Bus oder der Bahn beisammen stehen.
    Und das interessiert die BVG nicht.

  17. 75.

    Wie informiert wurde, ist in der Tat akut verbesserungswürdig. Auch die Fahrplanauskunft ist noch nicht aktualisiert. Dass der Kutscher allerdings dreißig Minuten zu früh gefahren ist, sorgt dann für eine 90 minütige Lücke bis zum nächsten Bus. Er hat sich Ihrer erbarmt und die planmäßigen Gäste massiv verarscht.

  18. 74.

    Liebe BVG,
    wie kann es sein, dass ihr uns Kunden, die wir auf euch angewiesen sind um zur Arbeit zu kommen, einer solchen Gefahr aussetzt? Wir müssen uns in knallvolle Busse quetschen, stehen bzw. sitzen dicht an dicht, Mindesabstand nur wenige cm statt der empfohlenen 1,5 m. Wir alle sollten in dieser Krise verantwortlich miteinander umgehen. Aber was ihr da veranstaltet, ist das genaue Gegenteil. Es ist menschenverachtend und riecht nach Profitgier. Ich hoffe, dass Gesundheitsämter und das RKI schnellstmöglich auf diese unhaltbare Situation aufmerksam werden und euch zwingen, wieder mehr Busse einzusetzen bzw. anders einzusetzen.

  19. 73.

    Sie müssen nicht googlen, sondern nur Ihren eigenen Hinweis beherzigen und in die richtige Richtung schauen. Der Blick allein auf das Tyypenschild reicht nicht.

    Über den DD-Mangel berichteten Berliner Leitmedien in den letzten Wochen mehrfach. Man muss auch mal über die alte Stadtgrenze Richtung Hauptstadt schauen.

Das könnte Sie auch interessieren