Nebenwirkungen und Schutz - Was Forscher zu Corona-Impfungen bei Kindern sagen

Symbolbild: Ein junges Mädchen erhält eine Corona-Impfung. (Quelle: dpa/K. Schmitt)
Video: Brandenburg aktuell | 16.08.2021 | Bild: dpa/K. Schmitt

Die Ständige Impfkommission spricht nun eine allgemeine Covid-19-Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige anstatt wie bisher nur für Kinder mit Vorerkrankungen aus. Ein Überblick darüber, welche Vorteile und Risiken sich gegenüberstehen, hat Haluka Maier-Borst

Seit Wochen wird über das Für und Wider von Kinderimpfungen gegen Corona diskutiert. Expertinnen und Experten scheinen immens unterschiedliche Meinungen dazu zu haben. Vielleicht darum erst einmal das Wichtigste vorab und einige Punkte, in denen sich alle weitestgehend einig sind.

Covid-19 ist eine ernste Krankheit. Und es ist eine Krankheit, die vor allem den Alten und Schwachen Sorgen machen muss. Das Risiko eines schweren Verlaufes steigt exponentiell mit dem Alter. Gewisse Vorerkrankungen vervielfachen die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit bleibende Schäden hinterlässt.

Umgekehrt heißt das auch, dass gesunde Kinder eine wesentlich geringere Wahrscheinlichkeit haben, einen schweren Verlauf zu durchleben. Dennoch gibt es Argumente für und gegen eine allgemeine Impfung von Kindern, welche die Ständige Impfkommission (Stiko) nun neu empfiehlt. rbb|24 versucht, diese Pros und Contras basierend auf der Studienlage darzustellen.

Krankenhaus und tödliche Verläufe bei Kindern

Schwere Verläufe, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, kommen laut einer RKI-Erhebung mit Daten bis Juni bei Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahren in etwa 1 Prozent der Fälle vor [rki.de] und bei Säuglingen unter einem Jahr in etwa 2 Prozent der Fälle vor.

Noch seltener ist, dass Corona für Kinder und Jugendliche tödlich endet. In der selben Auswertung, die nur Fälle beachtet, bei denen die Covid-19-Erkrankung explizit als Todesursache angegeben worden war, entfallen gerade einmal 12 Todesfälle auf die Altersgruppe unter 18. Die meisten davon mit erheblichen Vorerkrankungen.

Speziell letzterer Fakt zeigt, dass es eben bei den Impfungen von Kindern und Jugendlichen nicht darum geht, Todesfälle zu verhindern. Gleichzeitig lässt sich aber auch argumentieren, dass ein Prozent an Hospitalisierungen durchaus ein Problem werden kann bei einem hochansteckenden Virus wie Sars-CoV-2, das zwangsläufig entweder jeden einmal ansteckt oder bei dem dank Impfung genau das nicht eintritt.

Umgerechnet auf die Zahl der Kinder und Jugendlichen bedeutet das, dass ohne Impfung mehrere 10.000 Kinder und Jugendliche irgendwann wegen einer Ansteckung mit dem Corona-Virus ins Krankenhaus müssten. Und dadurch, dass die Delta-Variante ansteckender ist, bedeutet es auch, dass mehr dieser Kinder gleichzeitig behandelt werden müssten.

Long-Covid bei Kindern

Nur weil ein Kind oder ein Jugendlicher nicht ins Krankenhaus musste, schließt das Komplikationen wie Long-Covid nicht aus. Wie genau solche Langzeitfolgen aussehen ist derzeit noch schwer abzuwägen und auch eine Frage der Definition. Und auf den ersten Blick scheinen sich hier die Studien teils zu widersprechen. So zeigte eine britische Studie, erschienen im Fachmagazin "Lancet Child & Adolescent Health" [thelancet.com], dass im Mittel Kinder zwischen 5 und 17 Jahren nur 6 Tage krank waren, wenn sie sich angesteckt hatten.

Gleichzeitig verweist das statistische Bundesamt für Großbritannien darauf [ons.gov.uk], dass auch fünf Wochen nach der Infektion mehr als 13 Prozent der Kinder im Alter zwischen 12 und 16 über Symptome wie Erschöpfung und Kopfschmerzen klagten. In der Vergleichsgruppe, die sich nicht infiziert hatte, klagten rund 2 Prozent über ähnliche Beschwerden.

Vorsichtig lässt sich aber vielleicht Folgendes sagen: Long Covid scheint selten bei Kindern und Jugendlichen zu sein. Und wenn es auftritt, dann eher auch bei den älteren Jahrgängen. Dann scheint es sich über die Zeit wieder zu legen. In einer australischen Studie mit 171 Kindern mit Corona-Infektionen klagten zwar drei bis sechs Monate nach der Erkrankung noch etwa 8 Prozent über Beschwerden. Nach einem Jahr waren diesen jedoch gänzlich weg [nih.gov].

Nebenwirkungen der Impfungen bei Kindern und Jugendlichen

Hier gilt es zunächst einmal zu unterscheiden. Fieber, Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit und dergleichen direkt nach der Impfung sind keine Nebenwirkungen im klassischen Sinne. Sondern es sind Impfreaktionen, die darauf deuten, dass das Immunsystem reagiert.

Wichtig dagegen sind ernsthafte Komplikationen. Diese sind in den Studien mit einigen Tausend jungen Patientinnen und Patienten nicht aufgetaucht. Seit dem Start der Impfkampagnen mit mehreren Millionen Geimpften gibt es aber Berichte aus den USA und Israel dazu, wie häufig eine sogenannte Herzmuskelentzündung, Myokarditis, auftritt. Davon sind vor allem junge Männer betroffen.

Wichtig ist dabei zu beachten, dass diese Komplikation extrem selten ist und die israelischen Daten aufgrund der kleineren Größe der Bevölkerung potenziell größeren Schwankungen unterliegen können als die amerikanischen. So oder so deutet aber einiges darauf hin, dass die sehr seltene Erkrankung bei der Impfung tendenziell seltener auftritt als bei der Infektion.

Der Charité-Impfstoffforscher Leif Erik Sander fasste die Abwägung aus seiner Sicht vor einigen Tagen wie folgt zusammen: "Unterm Strich würde ich darum lieber dieses gut abzuschätzende, sehr kleine und auch gut zu beobachtende Risiko der Impfung eingehen als alle möglichen Folgen von Covid-19 bei Kindern."

Was alle anderen potenziellen Nebenwirkungen angeht, sei zudem darauf verwiesen, dass es noch viel seltener bei Impfstoffen zu Langzeitnebenwirkungen kommt, die sich aber anfangs nicht abzeichnen und erst verspätet auftreten. "In der Regel taucht der Großteil der Nebenwirkungen bei Impfungen eher zeitnah im Anschluss an die Impfung auf", sagte Carlos A. Guzmán, Impfstoffforscher am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig schon im letzten Jahr zu rbb|24.

Was ist der Effekt der Impfungen von Kindern und Jugendlichen auf die Infektionsdynamik?

Das ist eine hochkomplexe Frage. Zunächst einmal haben Kinder und Jugendliche mehr Kontakte jeden Tag und in dieser Hinsicht das Potenzial, einen Erreger mehr an andere weiterzugeben. Bei Sars-CoV-2 scheint aber dem womöglich entgegenzuwirken, dass die Jüngeren ein anderes Immunsystem und ein kleineres Lungenvolumen haben.

Konkret bedeutet dies zum einen, dass es zwar Ausbrüche in Schulen gibt, doch diese bei gegebenen Vorsichtsmaßnahmen wohl deutlich reduzieren lassen. Und dass sich in der Regel eher Lehrkräfte bei anderen Lehrkräften anstecken oder sie ihre Schüler anstecken anstatt dass das Virus innerhalb der Schülerschaft kursiert [cdc.gov]. Hauptsächlicher Treiber der Pandemie scheinen Kinder, vor allem Jüngere, vor diesem Hintergrund nicht unbedingt zu sein.

Gleichwohl argumentieren Epidemiologen und Virologen aus zwei Gründen dafür, die Ausbreitung des Virus bei Kindern und Jugendlichen einzudämmen. Zum einen, weil auch der kleinere Anteil den Kinder und Jugendliche zum Infektionsgeschehen beitragen dafür sorgen kann, dass die Zahl der Infektionen stetig exponentiell steigt. Zum anderen könnten die Kinder quasi als Reservoir für das Virus dienen, in dem sich neue Varianten entwickeln.

Der Virologe Julian Tang von der Universität Leicester plädierte darum im Fachjournal "Nature" für eine Impfung der Kinder [nature.com]. Die Biostatistikerin Ursula Berger von der Ludwig-Maximilians-Universität München dagegen sprach sich im Gespräch mit rbb|24 dafür aus, eher auf andere Methoden zu setzen, als die Kinder und Jugendlichen vorrangig zu impfen. Am Ende ist es also unter anderem eine Frage der Risikoabwägung und des Blicks auf andere Maßnahmen, wie Expertinnen und Experten Kinderimpfungen einschätzen.

So oder so sollte man aber vielleicht sagen, dass die Impfungen der Kinder und Jugendlichen sehr wahrscheinlich nichts fundamental ändern. Weder droht ihnen aufgrund der Seltenheit der Komplikationen große Gefahr durch eine Impfung. Noch sind sie eben die Treiber der Pandemie, ohne deren Impfung sich Covid-19 nicht stoppen lässt.

Was Sie jetzt wissen müssen

17 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 17.

    Klar wenn die liebe Kleinen Oma und Opa angesteckt hat und diese Tot sind werden die Impfgegner den Sinn von Impfungen verstehen. Alle nicht Geimpften sollten im Falle der Erkrankung die Kosten alleine tragen wer nichts für die Gesellschaft macht soll auch nicht auf Kosten anderer seinen Egoismus ausleben.

  2. 16.

    (2)
    ....zwar nicht abschätzen, die Vermutung hätte aber nur im Rahmen der Studien entkräftet werden können die es noch nicht gibt. Ich bin kein Impfskeptiker "vom Dienst" und halte Impfungen als zweckmäßig und sinnvoll wenn ich sehen kann, dass damit eine reale Gefahr die aus Erkrankung resultiert wirksam abgewehrt werden kann. Diese Gefahr sehe ich angesichts der Datenlage bei Kindern nicht.
    Sie haben gefragt woher ich die Informationen nehme, dass pädiatrische Infektiologen und Immunologen mehrheitlich viel kritischer sind als Epidemiologen und Virologen.
    Hier finden Sie die Antwort:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33643776/
    Mit herzlichen Grüßen
    SuS

  3. 15.

    Hallo Herr HMB,
    das Paper habe ich als Beispiel einer Betrachtungsweise zitiert, die viel vorsichtiger ist, als das was uns die Befürworter vermitteln. Den das Abstract endende Satz:
    "Only high-quality clinical trials would clarify the underlying immunological mechanisms of the newly implemented vaccines/adjuvants in patients living with AIIDs" verstehe ich als aktuellen Hinweis dass solche Studien (und ihrer Ausgang) ein Lied der Zukunft sind. Wir wissen immer noch extrem wenig darüber wie Autoimmunerkrankungen durch externe Faktoren e,g, virale Antigene getriggert werden können. Dass sie getriggert werden können wissen wir aber:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6723519/
    Nun bedeutet eine mRNA -Impfung, dass virale Antigene nicht nur von Zellen exponiert werden, die dass übliche Target der Viren sind, sondern undifferenziert auf allen Zellen, die das mRNA aufgenommen haben, also z.B. auf Oberflächen der immunkompetenter Zellen. Die darus resultierende Gefahr....

  4. 14.

    Wieder einmal ein toller Artikel, der mich inhaltlich ein gutes Stück schlauer macht. Ich danke! Fein getextet und recherchiert. Hut ab! Die Redaktion macht eh einen richtig prima Job!!

  5. 13.

    "Schließlich ergaben aktuelle mathematische Modellierungen, die die nun dominierende Delta-Variante berücksichtigen, dass für Kinder und Jugendliche ein deutlich höheres Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion in einer möglichen 4. Infektionswelle besteht. Unsicher bleibt, ob und wie häufig Long-COVID bei Kindern und Jugendlichen auftritt."

    Also weiß man nicht wirklich genaues? Modellierer hatten bisher sehr oft deutlich daneben gelegen und so erscheint doch die Entscheidung doch sehr nach: „Wir werden versuchen, der Politik ein bisschen entgegenzukommen.“

    Welche wirklich neuen Erkenntnisse bzw. belastbare Daten ließen die Stiko nun zur Empfehlung kommen?
    Gibt es dazu schon eine Veröffentlichung?

  6. 12.

    Klar wenn die liebe Kleinen Oma und Opa angesteckt hat und diese Tot sind werden die Impfgegner den Sinn von Impfungen verstehen. Alle nicht Geimpften sollten im Falle der Erkrankung die Kosten alleine tragen wer nichts für die Gesellschaft macht soll auch nicht auf Kosten anderer seinen Egoismus ausleben.

  7. 11.

    gibt es nicht weil die Politik sagt das es das nicht gibt, ...

  8. 10.

    Long-Covid bei Kindern
    Nur weil ein Kind oder ein Jugendlicher nicht ins Krankenhaus musste, schließt das Komplikationen wie Long-Covid nicht aus.

  9. 9.

    Hallo Icke,
    Kinder und Jugendliche konnten sich aufgrund von DIstanzunterricht etc. kaum anstecken. Zu sagen: "Bisher haben wir ja kaum Infektionen bei den Jungen gesehen, da wird nix mehr kommen", das ist zu simpel gedacht. Darum rechnen wir ja oben zB. mit Quoten von Hospitalisierungen. Es geht aber auch bei den Kindern und Jugendlichen nicht um die Maximallast der ITS sondern um die Frage, ob man einige 10.000 Kinder und Jugendliche einen Aufenthalt im KKH zumuten will, wenn man das, mit sehr wahrscheinlich geringem Risiko, durch eine Impfung das ersparen kann.

    Was die Myokarditis angeht, da wollten Sie sicher sagen, dass wohl mehr Kinder Covid-19 durchgemacht haben als wir durch positive Tests wissen und entsprechend nach Infektionen das Risiko noch geringer ist. Das ist ein valider Punkt. Aber selbst wenn wir mal mit der 165 auf 1 Mio. Myokarditis-Schätzung arbeiten, müsste man also das Ganze um einen Faktor 3 unterschätzen, damit Infektion und Impfung gleich "unriskant" sind.

  10. 8.

    Lieber Selbstundstaendig,
    ich würde gerne verstehen, wieso Sie sagen, "dass Infektiologen und Immunologen mehrheitlich viel kritischer sind". Woher nehmen Sie das *mehrheitlich*?

    Und in dem Paper wird nur gesagt, dass Autoimmun-Erkrankungen in gewissen Fällen durch eine Impfung getriggert werden könnten, aber auch durch die Infektion mit der jeweiligen Krankheit selbst. Man müsse jetzt bei den aktuellen Impfungen halt hinschauen. Quantifiziert wird da nichts an Häufigkeit. Und um mal einzuordnen, wie häufig es zu Impfschäden kommt. Wir reden für 2018 von nicht rund 3.500 Verdachtsfällen, obwohl da jede Form von Impfung reinzählt. https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/bulletin-arzneimittelsicherheit/2020/1-2020.pdf?__blob=publicationFile&v=2

    Am Ende bleibt die Frage: Kann ich Impfschäden absolut ausschließen? Nein, weil es in der Biologie immer seltene Fälle von etwas gibt. Aber das RIsiko würde ich als so viel geringer einschätzen als alles, was wir tagtäglich tun.

  11. 7.

    "So oder so deutet aber einiges darauf hin, dass die sehr seltene Erkrankung (Herzmuskelentzündung) bei der Impfung tendenziell seltener auftritt als bei der Infektion."
    Da die meisten Kinder hier zwar positiv getestet wurden, aber nicht erkrankt sind, scheint mir die Gefahr dieser Nebenwirkung bei einer Impfung doch deutlich höher zu sein.

  12. 6.

    "Umgerechnet auf die Zahl der Kinder und Jugendlichen bedeutet das, dass ohne Impfung mehrere 10.000 Kinder und Jugendliche irgendwann wegen einer Ansteckung mit dem Corona-Virus ins Krankenhaus müssten. Und dadurch, dass die Delta-Variante ansteckender ist, bedeutet es auch, dass mehr dieser Kinder gleichzeitig behandelt werden müssten."

    Ich finde, das ist etwas panisch formuliert. In 17 Monaten waren in der Altersgruppe 0-19 1 % also 6069 Kinder im Krankenhaus. Das macht im Durchschnitt 86,7 im Monat in ganz Deutschland! Da wir seit Delta die Krankenhäuser nicht mehr auslasten, scheint mir der Hinweis nicht angebracht.

  13. 5.

    Danke wieder an HMB für diese gute Analyse und den Schlusssatz vor allem :-)

    Übrigens finde ich es völlig une-ro-tisch, ein Jahr lang einen kränkelnden Long-Covid-Jugendlichen daheim zu haben, alleinerziehend nicht arbeiten zu können deswegen, die Großeltern nicht versorgen zu können in Pandemiezeiten - also wenn das alles vermeidbar ist durch eine Impfung mit wenig Nebenwirkungen, dann mache ich mit und mein Jugendliches Kind auch. Die Welt besteht nämlich nicht aus Friede-Freude-Eierkuchen-Haushalten in Friedenau mit 2 Elternpaaren, Liv und Greta (8 und 11 Jahre alt, Privatschule)und 4 gesunden 63jährigen Großeltern in Altersteilzeit!

  14. 4.

    Es ist bedenklich, dass die erstellten Studien zum Pandemie geschehen an Schulen immer noch nicht veröffentlicht wurden. Laut Aussage des Gesundheitsmts wird bei einem positiven PCR Test eines Schülerns keine Virus Anzucht gemacht. Damit bleibt unklar wie festgestellt wird ob die gefunden Gene noch vermehrungsfähig und somit die Person ansteckend ist.
    Leider wird in dem Artikel nicht klar das auch geimpfte das Virus weitergegeben können und die Impfung primär vor einem schweren Verlauf schützt der wie im Artikel beschrieben bei Kindern nicht vorkommt. Das immer noch wichtige Langzeitstudien fehlen wie diese sonst bei Impfungen üblich sind sollte such klar angesprochen werden.

  15. 3.

    Hallo Her Maier-Borst,
    vielen Dank für Ihren Beitrag und den Versuch das Dilemma objektiv und aus vielen Perspektiven zu betrachten. Eine exzellente Zusammenstellung, die einem interessierten Laien mit Sicherheit weiter hilft.
    Eine kritische Anmerkung hätte ich trotzdem. Sie schreiben wahrheitsgemäß dass Epidemiologen und Virologen mehrheitlich dafür sind Kinder zu impfen. Wäre es nicht fair zu erwähnen, dass Infektiologen und Immunologen mehrheitlich viel kritischer sind?
    Es gibt neben den von Ihnen erwähnten, festgestellten Nebenwirkungen, auch solche, die nicht hätten festgestellt werden können denn z.B. zwischen Induktion und dem Ausbruch einer Autoimmunerkrankung oft Jahre vergehen. Z.B. Rheumatologen sehen das Problem so:
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7846902/

  16. 2.

    Gibt es denn auch eine Statistik wie viele Menschen und wie lange über Schmerzen nach einer Impfung klagen? Außerdem, das Thema ist durch. Die aktuelle Tagespolitik hat Corona überholt.

  17. 1.

    Schade, dass die gesamte Diskussion mittlerweile vor allem auf der politischen Ebene geführt wird, anstatt auf Grundlage wissenschaftlich gegeneinander abzuwägender Aspekte von Risiko und Nutzen. Allein schon dieses "auf die Politik zugehen" seitens der STIKO hat einen fraglichen Beigeschmack.... schadet vor allem der Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit dieses so wichtigen Fach-Gremiums, wenn es zu "Handlangern" der Politik degradiert wird. DANKE für diesen fundierten Blick auf die med.-wissensch. Seite + die Notwendigkeit einer individuellen Abwägung, das macht viel mehr Sinn als der - wohlgemerkt von Nicht-Fachleuten - betriebene Aktionismus mancher Politiker.

Nächster Artikel