Ab 12 Jahren - Moderna beantragt Zulassung von Corona-Impfstoff für Jugendliche in EU

Symbolbild: Impfung von Jugendlichen (Quelle: dpa/Paul Hennessy)
Bild: dpa/Paul Hennessy

Für Erwachsene ab 18 Jahren ist der Covid-19-Impfstoff von Moderna bereits zugelassen. Nun will der US-Konzern das Mittel auch für Jugendliche in der EU freigeben lassen. Laut einer Studie des Unternehmens liegt die Schutzwirkung bei 100 Prozent.

Der US-Pharmakonzern Moderna hat eine bedingte Marktzulassung seines Covid-19-Impfstoffs für Jugendliche in der Europäischen Union beantragt. Auch bei der US-Gesundheitsbehörde FDA und anderen Zulassungsbehörden weltweit plane Moderna Anträge auf eine Notfallzulassung für diese Altersgruppe, teilte das Unternehmen am Montag mit.

In der Europäischen Union ist das Vakzin bislang erst ab 18 Jahren freigegeben. Nach dem Mittel von Biontech und Pfizer wäre es der zweite in der EU auch für Jugendliche genehmigte Impfstoff. Moderna hatte im Mai Daten aus einer Studie mit über 3.700 Zwölf- bis 17-Jährigen veröffentlicht, wonach sein Vakzin Jugendliche zu 100 Prozent schützt.

Impfung von Zwölf- bis Fünfzehnjährigen seit Montag

Seit Montag können in Deutschland auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen Corona geimpft werden.

Nach den bislang vorliegenden Daten zur Wirksamkeit und den Risiken der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und auch Moderna bei jungen Menschen werden die Impfungen von den Zwölf- bis 15-Jährigen gut vertragen. Die Nebenwirkungen seien mit denen bei älteren Menschen vergleichbar, so die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) unter Verweis auf zwei Studien. Die europäischen und US-Gesundheitsbehörden untersuchen derzeit mehrere Fälle von Herzmuskelentzündungen bei jungen Menschen, die nach einer Corona-Impfung aufgetreten waren. Bisher wurde noch kein Zusammenhang nachgewiesen.

Allerdings ist auch das Risiko, an Covid-19 zu sterben, bei jungen Menschen äußerst gering - die EU-Gesundheitsbehörde ECDC zählte bislang 98 Todesfälle bei insgesamt 1,1 Millionen infizierten Zehn- bis 19-Jährigen. Das Risiko einer schweren Erkrankung, die im Krankenhaus behandelt werden muss, beträgt 0,9 Prozent.

Sendung: Inforadio, 07.06.2021, 14 Uhr

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13 Kommentare

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  1. 13.

    Die Stiko hat eine Empfehlung gegeben. Nur, sie passt Ihnen. Ichs. Und Spahn ignoriert sie. Ebenso wie Berlin sie ignoriert. Sie kapieren es nicht, oder? Reden Sie doch bitte mit dem Kinderarzt. Medizinische Fragen sollten Sie mit Mediziner klären. Sie vertrauen einem Hersteller eines Impfstoffs? Na gut. Dann brauchen Sie ja keine Mediziner sondern nur Pharmakologen. Aber es geht um Ihr Kind. Dem müssen Sie es irgendwann mal erklären. Also bitte ab zum Kinderarzt.

  2. 12.

    Was hat das ganze mit Spahn zu tun? Wenn ich jemanden vertraue dann dem Hersteller des Impfstoffes! In Brandenburg dürfen keine 12 bis 15 jährigen ins Impfzentrum aber in Berlin schon. Fakt ist der Impfstoff von Biontech ist ab 12 freigegeben, also soll man auch bitte ab 12 im Impfzentrum Impfen! Wenn die ach so tolle STIKO ihre Empfehlung gegeben hätte würde das auch kein Problem sein!

  3. 11.

    Andersherum. Brandenburg will aufgrund wissenschaftlicher Empfehlungen vorgehen, Berlin macht es ohne. Was der bessere Weg ist wird sich erst hinterher zeigen.

  4. 9.

    Ja, Vertrauen. Sie vertrauen Spahn mehr als der Stiko. Ihre Sache. Ich würde eher einem Mediziner vertrauen als einem Politiker, wenn es um Impfungen geht. Sie umgekehrt. Aber Ihre Meckerei gegen die Stiko ist unsachlich.

  5. 8.

    1. Hier wurde zu keiner Zeit jemand "weggesperrt".
    2. Ist eine Quarantäne in diesen Zeiten ja wohl sinnvoll und hilft den ganzen Mist in den Griff zu bekommen.
    3. Die Stiko empfiehlt!
    Tut sich dies nicht, ist es jedem trotzdem selbst überlassen vor dem Impfen Risiko/Nutzen anzuwägen.
    Ein Arzt ist sicherlich hilfreich!

  6. 7.

    Vertrauen? Wenn der Impfstoff ab 12 zugelassen ist vertraue ich darauf, das hat nichts mit Politik zu tun. Die STIKO hat sich schon durch Astra sehr ins negative Licht gerückt!

  7. 6.

    Brandenburg ruht sich erstmal auf der Stiko aus, währenddessen man in Berlin mit Kindern ab 12 Jahren einen Termin in einem Impfzentrum machen darf. In Brandenburg sind Termine für Kinder erst ab 16 Jahren im Impfzentrum erlaubt, solange dürfen wir die Notwendigkeit mit dem Kinderarzt ausdiskutieren..ich möchte aber nicht diskutieren, unser Kind möchte geschützt nach den Sommerferien die Schule besuchen ohne Angst haben zu müssen sich anzustecken oder in Quarantäne zwei Wochen weggesperrt zu werden. Weggesperrt wurden die Kinder nämlich lange genug..ein Unding was die Stiko und dieses Land Brandenburg mit den Elterm und den geplagten Schülern abzieht..

  8. 5.

    Was soll der Hieb gegen die Stiko? Die empfiehlt auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Stiko betreibt keine Politik. Oder anders. Wem würden Sie eher in medizinischen Fragen vertrauen? Ihrem Arzt oder Ihrem Steuerberater?

  9. 4.

    Was nützt es das der nächste Impfstoff ab 12 Jahren freigegeben werden wird? Ab 16 Jahren bekommt man im Impfzentrum einen Termin die ja auch verfügbar sind, darunter müssen alle Kids zum Arzt. Das die Ärzte kaum Impfstoff haben ist ja kein Geheimnis mehr, ein herzlichen Dank an die schlauen Mitarbeiter bei der STIKO!!!

  10. 3.


    Ach nun will noch einer Kasse machen... die reinste Gelddruckmaschine und keiner merkts, wie nett.

  11. 2.

    Wie bei biontech 100% Schutz .... das dürfte interessant werden wie man da mit diesen Schülern an den Schulen verfährt.... Testen, Maske, Abstand .... das dürfte sich vielleicht schon nach den Ferien erledigt haben... zumindest für einige.

  12. 1.

    Ja danke für den letzten Textabsatz in ihrer Mitteilung, die Seiten der EMA sind auch recht informativ was die Datenlage aussagt .

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