Ein Mitarbeiter schließt im Impfzentrum den Vorhang einer Kabine, in der gegen das Coronavirus geimpft wird. (Bild: dpa/Jens Büttner)
Bild: dpa/Jens Büttner

"Coronik" einer Pandemie - Wie das Virus über Berlin und Brandenburg kam

Ende 2019 treten erste Fälle einer rätselhaften Lungenkrankheit im chinesischen Wuhan auf. Von dort breitet sich das Coronavirus über die ganze Welt aus - und verändert Berlin und Brandenburg nachhaltig. Eine "Coronik" der Ereignisse.

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Januar 2021

12. Januar: Unwörter des Jahres 2020 sind "Corona-Diktatur" und "Rückführungspatenschaften". Das teilt eine Jury aus Sprachwissenschaftlern und Publizisten mit. Mit der erstmaligen Wahl eines Unwort-Paares reagiert die Jury darauf, dass das Thema "Corona" im Jahr 2020 in der Öffentlichkeit wie in den Unwort-Einsendungen dominierte.

11. Januar: Erstmals seit der Einführung des Ampel-Systems im Frühjahr stehen in Berlin alle drei Corona-Ampeln auf Rot. Neben den seit Wochen rot leuchtenden Ampeln für die 7-Tage-Inzidenz und für die Belegung der Intensivbetten ist auch die Ampel für den R-Wert wieder umgesprungen. Er gilt als schwankungsanfällig und stand deshalb auch schon in der Kritik.

11. Januar: In Brandenburg wird ein drittes Impfzentrum eröffnet. Im Terminal 5 des in der Corona-Pandemie wenig genutzten Flughafens BER führt zunächst das medizinsiche Personal der Bundeswehr die Impfungen durch.

8. Januar: Eine neue Variante des Coronavirus' wird in Berlin nachgewiesen. Die Mutation war wenige Wochen zuvor in Großbritannien entdeckt worden und soll wesentlich ansteckender als bisher bekannte Covid-19-Formen sein.

6. Januar: Die EU-Kommission lässt den Impfstoff von Moderna zu. Damit können in Deutschland nun zwei Impfseren verwendet werden. Die erste Lieferung des Moderna-Vakzins wird in Berlin und Brandenburg am 12. Januar erwartet.

6. Januar: Es heißt, Berliner Schüler sollen ab Mitte Januar teilweise zum Präsenzunterricht zurückkehren. Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen, trifft diese Entscheidung des Senats auf heftigen Widerstand. Schüler, Lehrer und Eltern fordern, das Lernen von Zuhause aus zu verlängern. Kurz darauf verkündet der Senat: Die Schulöffnungen werden auf Ende Januar verschoben.

5. Januar: Die ersten beiden Impfzentren öffnen in Brandenburg - in der Metropolishalle Potsdam und in den Messehallen Cottbus. Da der Impfstoff zunächst knapp ist, werden weit weniger Menschen geimpft als zunächst geplant.

4. Januar: Ab 8 Uhr ist das Callcenter erreichbar, über das in Brandenburg Impftermine vergeben werden - allerdings nicht sehr lange. Der Ansturm ist zu groß, die Hotline bricht zusammen.

4. Januar: Der Schulbeginn nach den Weihnachtsferien beginnt in Berlin mit einem Systemcrash: Videokonferenzen brechen ab, Unterrichtsmaterial ist nicht erreichbar, etliche Schüler und Lehrer können sich gar nicht erst beim "Lernraum Berlin" anmelden. Erst am Nachmittag läuft es wieder problemloser. Allerdings wird klar, dass wohl kein Mangel an Serverkapazität für die Zuckungen der Plattform verantwortlich ist, sondern die Art und Weise, wie die Server organisiert wurden.

4. Januar: Über den Jahreswechsel war das Impfzentrum in Berlin-Treptow wieder geschlossen worden. Nun ist es wieder geöffnet und das bei deutlich höhrer Kapazität. 600 Impfungen sollen in der ersten Januarwoche jeden Tag verabreicht werden. Senioren über 90 wurden per Post zu einer Impfung eingeladen, außerdem wird ihnen eine kostenlose Taxifahrt zum Impfzentrum und zurück angeboten.

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28 Kommentare

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  1. 28.

    Wenn ich Ihr Kommentar richtig verstehe, dann liefen Sie und und zwei Polizisten aufeinander zu und Sie erwarteten, dass die Polizisten ausweichen, damit Sie es nicht tun müssen. Die Polizisten erwarteten vieleicht das selbe von Ihnen.
    Ergo, könnten Sie sich " auf eigenen Nase fassen ".

  2. 27.

    Ein informativer Bericht der durch eine Überschrift im Boulevard-Stil viel verliert. Ein Virus kommt über Berlin? Also, wenn das mal nicht Niveau einer Zeitung mit vier Buchstaben ist.... Gehts nicht einfach sachlich?

  3. 26.

    Jetzt mal jammern
    auf allerhöchstem Niveau, denn die Zusammenstellung ist schon sehr interessant und informativ. Auch die Öffnung nach vorne/„zukünftig“ ist logisch. Aber das ich erst nach unten scrollen, nach oben lesen, wieder nach unten scrollen (um „umzublättern“) muss, ist etwas störend. Hätte man vielleicht nutzerfreundlicher lösen können.

  4. 25.

    Machen sie doch Vorschläge, und warten Sie auf Antworten von anderen Usern.
    Politiker haben jetzt genug zur aktueller Corona - Lage zu besprechen, und das bleibt noch lange so.

  5. 24.

    "...so muss ich bei Seite 12 anfangen und mich rückwärts..."
    ist inzwischen schon bei 13.

    Vielleicht folgender Versuch einer Erklärung, der mir in Teilen bestimmt keine Freunde schaffen wird:
    Es handelt sich hierbei um eine Geschichte, die noch nicht abgeschlossen ist und in absehbarer Zeit auch nicht abgeschlossen wird, also eine "never ending story", die uns mittelfristig (bis Ende 2021 ?) auch weiter begleiten kann und wird.
    Die Fortschreibung und das Lesen angefügter neuer "Kapitel" ist einfacher, wenn man die vorne anhängen kann, woraus sich zwangsläufig ergibt, dass Kapitel 1 am Ende steht.

  6. 23.

    Es wäre bei dieser "CORONIK" hilfreicher, wenn auf Seite 1 der Beginn dieser Chronik starten würde, so muss ich bei Seite 12 anfangen und mich rückwärts durchklicken ...

    Ist vielleicht nicht wirklich wichtig ...

  7. 22.

    Genau! Und so allumfassend bis in das letzte Gebirgsdorf ist die Überwachung dort auch nicht. Da sterben Menschen ohne ärztliche Versorgung und mithin ohne jede Untersuchtung, an welcher Krankheit die armen Leute dort gestorben sind. Bei totalitären zentralistischen Staatsformen sind alle öffentlichen Zahlen immer als sehr relativ zu sehen.

  8. 21.

    " warum hat China seit März kaum noch Zunahme an Toten? "

    Ihre Meinung in allen Ehren aber gerade bei Zahlen aus Ländern wie China währe ich etwas vorsichtiger denn Wahrheit und Realität liegen dort nicht selten weit auseinander !!

  9. 20.

    Und doch wird immer nur über Infizierte geschrieben und gesprochen. Ist denn nicht hinlänglich bekannt, dass diese Zahl überhaupt nichts über eine Erkrankung aussagt? Lieber RBB Ihre journalistische Pflicht wäre es, bei jeder Infektionszahl zu erwähnen, dass sich die Anzahl der Tests erheblich erhöht hat, aber die Zahl der Infizierten nahezu bei 1% liegt. Es gibt kaum Zunahme an Erkrankten und keine Zunahme bei Belegung von Intensivbetten. Es wird immer nur die hohe Infektionszahl genannt. Warum? Wieso steht Schweden so gut da und warum hat China seit März kaum noch Zunahme an Toten? In Ihrer Aufzählung zur Demo am 29.08., wo entgegen Ihrer Zählweise ca. 100.000 Menschen teilnahmen, fehlt der Hinweis, dass sich danach die Infektionszahlen überhaupt nicht verändert haben. Objektiver Journalismus sieht anders aus.

  10. 19.

    "Wie sich das Coronavirus in der Welt verbreitet" 25.09.20 | 13:52 Uhr

    Lieber rbb,
    Kommentar 18 war von mir, den 18.09.2020. Mein Kommentar 18 passt nicht zu diesem Bild. Es war ein anderes Bild zu sehen, voller Dampfer mit Rentnern. Unter einem anderen Titel, Rentnerclub mit Masken.



  11. 18.

    Dieser Rentner Club, möchte eben noch ein bisschen Spaß vom Leben haben. Würden sie Abstand halten, bräuchten sie keine Nasen- Mundbedeckung im Freien. Auch Risikogruppen dürfen sich mit "AHA" regeln sich draußen frei bewegen.

  12. 17.

    Das Bild ist wirklich schockierend, dass Risikogruppen mit dem A* nicht zu hause bleiben.

  13. 16.

    Also dieses Bild ist wirklich schockierend. Schockierender als die Raucherlungen Bilder auf den Drogenpackungen .

    Schlimmer kann man nicht zeigen wie einem der Spaß verdorben wird.

  14. 15.

    Danke fürs Aktualisieren. Vor allem dafür, die 1.Mai-Demos korrekt zu beschreiben: Gaffer ohne Abstand und ohne Mundschutz, tausende...

  15. 14.

    Friede dem Lagerkoller! Wir wünschen Ihnen allen frohe Ostern - und putzen ab und an unsere Fenster, können die Bude langsam aber auch nicht mehr sehen.

    Beste Grüße und alles Gute,

    Ihre Redaktion

  16. 13.

    icke bins, warum so verbissen? Kündigt sich ein Lagerkoller an?

    Die Ironie zum Fensterputzen haben Sie auch nicht verstanden?

  17. 12.

    Doch, ich habe die atuell geltenden Regeln sehr wohl verstanden! Ich kritisierte nur Ihre Verallgemeinerung: 2 Polizisten verhalten sich nicht korrekt und schon heißt es "Nur die Polizei muss sie [die Regeln] nicht einhalten."

    Und dass die Kripo Fenster putzt - wen interessiert`s? Vielleicht haben die Ihre Mittagspause oder den Feierabend dafür genutzt, wer weiß das schon?

  18. 11.

    Sie haben die zur Zeit gültigen Regeln offenbar nicht verstanden. Sie dürfen Ihre privaten Fenster putzen. Jeden Tag. Zur Not auch mehrmals.

    "Gestichel" kann ich in meiner klaren Schilderung nicht entdecken.

  19. 10.

    Was soll das Gestichel gegen die Polizei? Nur, weil vielleicht zwei sich nicht korrekt verhalten haben, gleich auf alle schließen?
    Ich habe übrigens auch während meiner Homeoffice-Arbeitszeit Fenster geputzt. Auweia! Hoffentlich verpfeift mich niemand!

  20. 9.

    Die Abstandsregeln scheinen für alle Menschen zu gelten. Nur die Polizei muss sie nicht einhalten. Auf dem Markt am Wittenbergplatz kommen mir 2 junge Polizisten auf "meiner" Seite entgegen. Platz machen? Fehlanzeige. Ich bleibe also stehen und der eine Polizist merkt wohl sein Fehlverhalten. Ergebnis: Er pöbelt irgend etwas hinter mir her. Bravo, solche Schnösel haben Achtung und Rückhalt der Bevölkerung verdient. *ironieoff*

    Aber macht ja nichts, bei der Mordkommission in der Keithstraße werden Fenster geputzt. Das ist sicher systemrelevant. Schließlich muss die Kripo den Durchblick haben. Und schon wieder *ironieoff"

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