"Coronik" einer Pandemie - Wie das Virus über Berlin und Brandenburg kam

Ein Mitarbeiter schließt im Impfzentrum den Vorhang einer Kabine, in der gegen das Coronavirus geimpft wird. (Bild: dpa/Jens Büttner)
Bild: dpa/Jens Büttner

Ende 2019 treten erste Fälle einer rätselhaften Lungenkrankheit im chinesischen Wuhan auf. Von dort breitet sich das Coronavirus über die ganze Welt aus - und verändert Berlin und Brandenburg nachhaltig. Eine "Coronik" der Ereignisse.

Seite 2 von 15

Januar 2021

28. Januar: Die aus Großbritannien bekannte Corona-Mutation B.1.1.7 wird erstmals auch in Brandenburg nachgewiesen. Bei einem Mann aus dem Landkreis Spree-Neiße wurde ein positiver PCR-Test bestätigt, teilt das Brandenburger Gesundheitsministerium mit.

24. Januar: Imfpstoffe sind weiterhin knapp. Dennoch teilt die Kassenärztliche Vereinigung in Brandenburg mit, dass nun wieder neue 7.500 Termine in einigen Impfzentren vergeben werden.

22. Januar: Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg sagt für Frühjahr und Sommer alle großen Veranstaltungen ab. Das betrifft auch das traditionelle Myfest und den Karneval der Kulturen. Die Organisatoren des Karnevals der Kulturen kündigten eine Woche später allerdings an, in diesem Jahr eine kleine, dezentrale Veranstaltungen durchführen zu wollen.

20./21. Januar: Berlin und Brandenburg beschließen neue Corona-Maßnahmen. Der Lockdown wird bis zum 14. Februar verlängert. Ein weiterer Hauptpunkt ist die Maskenpflicht: Künftig sind im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen medizinische Masken, also FFP2- oder sogenannte OP-Masken, Pflicht. Die bisherigen Alltagsmasken genügen nicht mehr. Mit den neuen Regeln folgen Berlin und Brandenburg weitgehend den Beschlüssen von Bund und Ländern. Einen Sonderweg geht Brandenburger aber bei den Kitas: Die bleiben weiter geöffnet.

17. Januar: In Brandenburg sorgen die Lieferprobleme des Impfstoff-Herstellers Biontech/Pfizer dafür dass Corona-Impfungen dort "deutlich gedrosselt" werden. Über die Impf-Hotline gibt es für einige Testzentren keine neuen Termine.

14. Januar: Das Berliner Abgeordnetenhaus beschließt das "Covid-19-Parlamentsbeteiligungsgesetz". Nach Kritik und Debatten über mangelnde Tranparenz und den Ausschluss der Beteiligung der gewählten Vertreter bei der Festlegung von Einschränkungen gilt nun für Berlin: Künftig muss beim Verhängen von Infektionsschutz-Maßnahmen das Parlament beteiligt werden.

14. Januar: Die Pandemie sorgt weiter für Unterrichtsausfall. Auch der diesjährige Berliner Abitur-Jahrgang muss darum teilweise auf Kurse in der Schule verzichten und zu Hause lernen. Politik, Eltern- sowie Schülervertreter fordern darum Anpassungen bei den Prüfungen.

14. Januar: In Berlin geht im Erika-Heß-Stadion das zweite Impfzentrum in Betrieb. 120 Über-80-Jährige erhalten am ersten Tag in dem Weddinger Zentrum ihre erste Impfdosis. Am Abend wird bekannt, dass das nächste Bund-Länder-Treffen vorgezogen wird. Ursprünglich wollten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs erst am 25. Januar treffen, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie zu beraten.

13. Januar: 76 Tote in 24 Stunden - so viele Corona-Opfer hatte Berlin noch nie zu vermelden. Auch die Bettenauslastung auf den Intensivstationen bleibt kritisch - und die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nur knapp unter dem Schwellwert, ab dem die Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden soll.

13. Januar: Beim Transport des Impfstoffes Moderna soll es Probleme bei der Kühlkette gegeben haben. Im Verlauf des Tages erklärt das Bundesgesundheitsministerium jedoch, dass die Qualität der Impfdosen durch den Transport nicht beeinträchtigt worden seien. Die vorgesehenen 2.400 Impfdosen für Berlin und die 2.400 Dosen für Brandenburg können also verimpft werden.

12. Januar: Unwörter des Jahres 2020 sind "Corona-Diktatur" und "Rückführungspatenschaften". Das teilt eine Jury aus Sprachwissenschaftlern und Publizisten mit. Mit der erstmaligen Wahl eines Unwort-Paares reagiert die Jury darauf, dass das Thema "Corona" im Jahr 2020 in der Öffentlichkeit wie in den Unwort-Einsendungen dominierte.

11. Januar: Erstmals seit der Einführung des Ampel-Systems im Frühjahr stehen in Berlin alle drei Corona-Ampeln auf Rot. Neben den seit Wochen rot leuchtenden Ampeln für die 7-Tage-Inzidenz und für die Belegung der Intensivbetten ist auch die Ampel für den R-Wert wieder umgesprungen. Er gilt als schwankungsanfällig und stand deshalb auch schon in der Kritik.

11. Januar: In Brandenburg wird ein drittes Impfzentrum eröffnet. Im Terminal 5 des in der Corona-Pandemie wenig genutzten Flughafens BER führt zunächst das medizinsiche Personal der Bundeswehr die Impfungen durch.

8. Januar: Eine neue Variante des Coronavirus' wird in Berlin nachgewiesen. Die Mutation B.1.1.7 war wenige Wochen zuvor in Großbritannien entdeckt worden und soll wesentlich ansteckender als bisher bekannte Covid-19-Formen sein.

6. Januar: Die EU-Kommission lässt den Impfstoff von Moderna zu. Damit können in Deutschland nun zwei Impfseren verwendet werden. Die erste Lieferung des Moderna-Vakzins wird in Berlin und Brandenburg am 12. Januar erwartet.

6. Januar: Es heißt, Berliner Schüler sollen ab Mitte Januar teilweise zum Präsenzunterricht zurückkehren. Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen, trifft diese Entscheidung des Senats auf heftigen Widerstand. Schüler, Lehrer und Eltern fordern, das Lernen von Zuhause aus zu verlängern. Kurz darauf verkündet der Senat: Die Schulöffnungen werden auf Ende Januar verschoben.

5. Januar: Die ersten beiden Impfzentren öffnen in Brandenburg - in der Metropolishalle Potsdam und in den Messehallen Cottbus. Da der Impfstoff zunächst knapp ist, werden weit weniger Menschen geimpft als zunächst geplant.

4. Januar: Ab 8 Uhr ist das Callcenter erreichbar, über das in Brandenburg Impftermine vergeben werden - allerdings nicht sehr lange. Der Ansturm ist zu groß, die Hotline bricht zusammen.

4. Januar: Der Schulbeginn nach den Weihnachtsferien beginnt in Berlin mit einem Systemcrash: Videokonferenzen brechen ab, Unterrichtsmaterial ist nicht erreichbar, etliche Schüler und Lehrer können sich gar nicht erst beim "Lernraum Berlin" anmelden. Erst am Nachmittag läuft es wieder problemloser. Allerdings wird klar, dass wohl kein Mangel an Serverkapazität für die Zuckungen der Plattform verantwortlich ist, sondern die Art und Weise, wie die Server organisiert wurden.

4. Januar: Über den Jahreswechsel war das Impfzentrum in Berlin-Treptow wieder geschlossen worden. Nun ist es wieder geöffnet und das bei deutlich höhrer Kapazität. 600 Impfungen sollen in der ersten Januarwoche jeden Tag verabreicht werden. Senioren über 90 wurden per Post zu einer Impfung eingeladen, außerdem wird ihnen eine kostenlose Taxifahrt zum Impfzentrum und zurück angeboten.

Auf der nächsten Seite: Dezember 2020

30 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 30.

    Neuseeland steht noch meilenweit weltmeistermäßig viel besser da: konsequentes MItmachen der GANZEN Bevölkerung Und wenn die Zahlen steigen: SOFORT harter, aber kurzer Lockdown mit empfindlichen Strafen gegen Zuwiderhandelnde. Wegen 3 Neuinfektionen wird dort jetzt kurz mal wieder zugemacht, keine Meckerei dort oder Verstöße und anschließend geht das unbeschwerte Leben weiter. Davon könnte die übrige Welt größtenteils lernen, will sie aber nicht. Eure Berechnungen könnt ihr euch sparen, das Virus interessiert sich dafür nicht, es will einfach nur wüten und dürfte sich besonders über die Uneinsichtigen und die Unvorhersichtigen freuen. DBDDHKP

  2. 29.

    Was wollen Sie eigentlich mit Ihrem ziemlich respektlosen Kommentar zum Thema des Artikels beitragen?
    "Coronik" einer Pandemie
    Wie das Virus über Berlin und Brandenburg kam"
    Was hat Ihre persönliche Antipatie gegen die Polizei/Kripo damit zu tun?
    Haben Sie Langeweile und müssen Ihren Pandemie- Frust loswerden.Da hilft auch kein Ironiehinweis.
    "Die Abstandsregeln scheinen für alle Menschen zu gelten. Nur die Polizei muss sie nicht einhalten. "
    1. Polizisten sind auch Menschen.
    2.Auf dem Markt wäre ich einfach an den Polizisten vorbeigegangen,hätte mich nicht provoziert gefühlt.
    3.Fensterputzende Kripobeamte sind eben multitaskfähig. Wenn das überhaupt Kripobeamte waren.
    Also,kommen Sie wieder runter und bleiben Sie gesund.

  3. 28.

    Wenn ich Ihr Kommentar richtig verstehe, dann liefen Sie und und zwei Polizisten aufeinander zu und Sie erwarteten, dass die Polizisten ausweichen, damit Sie es nicht tun müssen. Die Polizisten erwarteten vieleicht das selbe von Ihnen.
    Ergo, könnten Sie sich " auf eigenen Nase fassen ".

  4. 27.

    Ein informativer Bericht der durch eine Überschrift im Boulevard-Stil viel verliert. Ein Virus kommt über Berlin? Also, wenn das mal nicht Niveau einer Zeitung mit vier Buchstaben ist.... Gehts nicht einfach sachlich?

  5. 26.

    Jetzt mal jammern
    auf allerhöchstem Niveau, denn die Zusammenstellung ist schon sehr interessant und informativ. Auch die Öffnung nach vorne/„zukünftig“ ist logisch. Aber das ich erst nach unten scrollen, nach oben lesen, wieder nach unten scrollen (um „umzublättern“) muss, ist etwas störend. Hätte man vielleicht nutzerfreundlicher lösen können.

  6. 25.

    Machen sie doch Vorschläge, und warten Sie auf Antworten von anderen Usern.
    Politiker haben jetzt genug zur aktueller Corona - Lage zu besprechen, und das bleibt noch lange so.

  7. 24.

    "...so muss ich bei Seite 12 anfangen und mich rückwärts..."
    ist inzwischen schon bei 13.

    Vielleicht folgender Versuch einer Erklärung, der mir in Teilen bestimmt keine Freunde schaffen wird:
    Es handelt sich hierbei um eine Geschichte, die noch nicht abgeschlossen ist und in absehbarer Zeit auch nicht abgeschlossen wird, also eine "never ending story", die uns mittelfristig (bis Ende 2021 ?) auch weiter begleiten kann und wird.
    Die Fortschreibung und das Lesen angefügter neuer "Kapitel" ist einfacher, wenn man die vorne anhängen kann, woraus sich zwangsläufig ergibt, dass Kapitel 1 am Ende steht.

  8. 23.

    Es wäre bei dieser "CORONIK" hilfreicher, wenn auf Seite 1 der Beginn dieser Chronik starten würde, so muss ich bei Seite 12 anfangen und mich rückwärts durchklicken ...

    Ist vielleicht nicht wirklich wichtig ...

  9. 22.

    Genau! Und so allumfassend bis in das letzte Gebirgsdorf ist die Überwachung dort auch nicht. Da sterben Menschen ohne ärztliche Versorgung und mithin ohne jede Untersuchtung, an welcher Krankheit die armen Leute dort gestorben sind. Bei totalitären zentralistischen Staatsformen sind alle öffentlichen Zahlen immer als sehr relativ zu sehen.

  10. 21.

    " warum hat China seit März kaum noch Zunahme an Toten? "

    Ihre Meinung in allen Ehren aber gerade bei Zahlen aus Ländern wie China währe ich etwas vorsichtiger denn Wahrheit und Realität liegen dort nicht selten weit auseinander !!

  11. 20.

    Und doch wird immer nur über Infizierte geschrieben und gesprochen. Ist denn nicht hinlänglich bekannt, dass diese Zahl überhaupt nichts über eine Erkrankung aussagt? Lieber RBB Ihre journalistische Pflicht wäre es, bei jeder Infektionszahl zu erwähnen, dass sich die Anzahl der Tests erheblich erhöht hat, aber die Zahl der Infizierten nahezu bei 1% liegt. Es gibt kaum Zunahme an Erkrankten und keine Zunahme bei Belegung von Intensivbetten. Es wird immer nur die hohe Infektionszahl genannt. Warum? Wieso steht Schweden so gut da und warum hat China seit März kaum noch Zunahme an Toten? In Ihrer Aufzählung zur Demo am 29.08., wo entgegen Ihrer Zählweise ca. 100.000 Menschen teilnahmen, fehlt der Hinweis, dass sich danach die Infektionszahlen überhaupt nicht verändert haben. Objektiver Journalismus sieht anders aus.

  12. 19.

    "Wie sich das Coronavirus in der Welt verbreitet" 25.09.20 | 13:52 Uhr

    Lieber rbb,
    Kommentar 18 war von mir, den 18.09.2020. Mein Kommentar 18 passt nicht zu diesem Bild. Es war ein anderes Bild zu sehen, voller Dampfer mit Rentnern. Unter einem anderen Titel, Rentnerclub mit Masken.



  13. 18.

    Dieser Rentner Club, möchte eben noch ein bisschen Spaß vom Leben haben. Würden sie Abstand halten, bräuchten sie keine Nasen- Mundbedeckung im Freien. Auch Risikogruppen dürfen sich mit "AHA" regeln sich draußen frei bewegen.

  14. 17.

    Das Bild ist wirklich schockierend, dass Risikogruppen mit dem A* nicht zu hause bleiben.

  15. 16.

    Also dieses Bild ist wirklich schockierend. Schockierender als die Raucherlungen Bilder auf den Drogenpackungen .

    Schlimmer kann man nicht zeigen wie einem der Spaß verdorben wird.

  16. 15.

    Danke fürs Aktualisieren. Vor allem dafür, die 1.Mai-Demos korrekt zu beschreiben: Gaffer ohne Abstand und ohne Mundschutz, tausende...

  17. 14.

    Friede dem Lagerkoller! Wir wünschen Ihnen allen frohe Ostern - und putzen ab und an unsere Fenster, können die Bude langsam aber auch nicht mehr sehen.

    Beste Grüße und alles Gute,

    Ihre Redaktion

  18. 13.

    icke bins, warum so verbissen? Kündigt sich ein Lagerkoller an?

    Die Ironie zum Fensterputzen haben Sie auch nicht verstanden?

  19. 12.

    Doch, ich habe die atuell geltenden Regeln sehr wohl verstanden! Ich kritisierte nur Ihre Verallgemeinerung: 2 Polizisten verhalten sich nicht korrekt und schon heißt es "Nur die Polizei muss sie [die Regeln] nicht einhalten."

    Und dass die Kripo Fenster putzt - wen interessiert`s? Vielleicht haben die Ihre Mittagspause oder den Feierabend dafür genutzt, wer weiß das schon?

  20. 11.

    Sie haben die zur Zeit gültigen Regeln offenbar nicht verstanden. Sie dürfen Ihre privaten Fenster putzen. Jeden Tag. Zur Not auch mehrmals.

    "Gestichel" kann ich in meiner klaren Schilderung nicht entdecken.

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren