Symbolbild: Ein Kind spielt auf einem Spielplatz im Volkspark Wilmersdorf. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
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Fragen und Antworten - Das sind die neuen Pläne für die Kita-Betreuung in Berlin

Rund ein Drittel der Berliner Kita-Kinder ist derzeit für die Notbetreuung angemeldet. Am Donnerstag dürfen auch Kinder in ihrem letzten Kita-Jahr zurückkehren. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Ab wann gilt in Berlin wieder ein Kita-Normalbetrieb?

Bis zum Sommer sollen alle Kinder wieder in die Kita gehen können. Das teilte der Berliner Senat Anfang Mai mit. Demnach sollen schrittweise die Notbetreuungsplätze ausgeweitet werden. Im rbb sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), dass die Ausweitung von der Entwicklung der Infektionszahlen und der Personalsituation abhänge. Ab dem 14. Mai sollen zunächst Kinder am Übergang zur Grundschule und ihre Geschwister wieder in die Kita gehen können, ab dem 25. Mai auch die Fünfjährigen. Für die meisten anspruchsberechtigten Kinder wird jedoch vorerst nur eine beschränkte Betreung angeboten. Wann jedoch alle Kita-Kinder wieder im vereinbarten Umfang in die Kitas gehen können, ist weiter offen.

Darf ich mein Kind zu den gewohnten Zeiten in die Kita geben?

Grundsätzlich sollen alle Mädchen und Jungen einen Betreuungsanspruch von maximal vier Stunden pro Tag haben. Eine Ausnahme gilt für Eltern mit systemrelevanten Berufen. Ihre Kinder dürfen in Absprache mit der Kita-Leitung länger in die Kita gehen. Die Senatsverwaltung und der Landeselternausschuss Kita (LEAK) haben immer wieder an Eltern appelliert, solidarisch zu sein und nur so viel Betreuung wie nötig in Anspruch zu nehmen.

Ich kann mich mit der Kita-Leitung nicht auf Betreuungszeiten einigen. Was kann ich tun?

"Sollte sich keine einvernehmliche Lösung zwischen Eltern und der Kita-Leitung finden, können sich Eltern ab Donnerstag an eine Hotline der Senatsverwaltung wenden", sagte Bildungssenatssprecherin Iris Brennberger am Mittwoch. Die Rufnummer +49 30 90227 6600 ist vom 14. Mai an täglich von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr erreichbar.

Wer hat aktuell einen Anspruch auf Notbetreuung in Kitas oder Tagespflegestellen?

Zuletzt waren laut Angaben der Bildungssenatsverwaltung 60.000 Kinder für die Notbetreuung angemeldet, das sind rund 36 Prozent aller Kita-Kinder. Einen Anspruch haben Alleinerziehende sowie Eltern, von denen mindestens eine Person in einem systemrelevanten Beruf arbeitet. Ab Donnerstag kommen alle Kinder in ihrem letzten Kita-Jahr sowie deren Geschwister hinzu, ab dem 25. Mai zudem alle Fünfjährigen.

Mein Kind gehört nicht zu den genannten Gruppen. Wann darf es wieder in die Kita?

Die Bildungssenatsverwaltung hat angekündigt, dass vor den Sommerferien alle Kinder einen Betreuungsanspruch haben sollen. Die nächste Stufe ist für den 25. Mai geplant. Dann sollen auch Fünfjährige in die Einrichtungen zurückkehren. "Das Datum gilt unter dem Vorbehalt, wie sich die Infektionszahlen entwickeln. Das Ziel ist aber, alle sieben bis 14 Tage eine neue Stufe anzugehen", sagte Brennberger. Elternvertreter und Kita-Leitungen kritisieren allerdings, dass es keinen langfristigen Plan gebe und Betreuungsstufen mit zu wenig Vorlauf angekündigt würden.

Was gilt für Eltern, die im Home-Office arbeiten?

Dazu sagt die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie auf Anfrage: "Eltern, die im Home-Office arbeiten, müssten glaubhaft darlegen, warum eine häusliche Kinderbetreuung nicht möglich ist und sie einen Anspruch auf Notbetreuung geltend machen möchten. Das hängt stark davon ab, wie flexibel man arbeiten kann, ob eine lockere Zeiteinteilung möglich ist, oder sehr starre Abläufe. Es ist dann letztlich eine Einzelfallentscheidung."

Sind alle Kitas verpflichtet, eine Notbetreuung anzubieten?

Grundsätzlich: Ja. "Wenn sich so viele Eltern melden, dass die Bildung kleiner Gruppen schwierig wird, muss man umorganisieren und zum Beispiel Lösungen wie Vormittags- und Nachmittagsgruppen bilden, oder tageweise Gruppen wechseln", so die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Wie wird die Hygiene in Kitas sichergestellt?

Die Bildungssenatsverwaltung hat bislang darauf hingewiesen, dass die Hygiene in der Verantwortung der Kita-Träger liege. Analog zum Muster-Hygieneplan für Schulen haben die Kita-Träger am Dienstag ein Empfehlungsschreiben der Senatsverwaltung erhalten. Darin heißt es unter anderem, dass Eltern eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen sollten, wenn sie ihre Kinder bringen oder abholen. Kita-Erzieherinnen und Erziehern soll das Tragen von Masken grundsätzlich möglich sein. Außerdem soll die Betreuung in möglichst kleinen Gruppen stattfinden. Denkbar seien Vormittags- und Nachmittagsgruppen oder eine Betreuung an versetzten Wochentagen. Dazu sagt die Bildungssenatorin: "Die konkreten Maßnahmen vor Ort hängen natürlich davon ab, wie viele Kinder tatsächlich in jeder einzelnen Einrichtung sein werden.

Was ist mit Betreuungspersonal, das den Risikogruppen angehört?

Wer einer Risikogruppe angehört, soll laut Empfehlung der Senatsverwaltung auf eigenen Wunsch und abhängig vom eigenen Gesundheitszustand in die Kinderbetreuung zurückkehren dürfen. Wie hoch der Anteil des Betreuungspersonals in der Risikogruppe ist, konnte die Bildungssenatsverwaltung nicht beantworten. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat jedoch schon in der vergangenen Woche darauf hingewiesen, dass wegen des wachsenden Betreuungsanspruchs immer häufiger Pädagoginnen und Pädagogen arbeiten müssten, die besonders gefährdet seien. "Arbeitsmedizinische Vorsorgegespräche finden nicht immer statt", sagte der Berliner GEW-Sprecher Markus Hanisch.

Welche Möglichkeiten haben Eltern, deren Kinder nicht in die Kita können?

In Berlin ist seit dem 27. April eine private Betreuungshilfe erlaubt, damit können sich etwa befreundete Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder abwechseln. Auch Nachbarn oder Verwandte können künftig wieder auf Kinder aufpassen. Eine solche "private, insbesondere nachbarschaftliche Betreuungshilfe" ist für maximal drei Kinder erlaubt - trotz der weiterhin geltenden Kontaktbeschränkungen.

Über eine Lockerung, die Bund und Länder Anfang Mai beschlossen haben, dürften sich Eltern von Kita-Kindern freuen: Es dürfen sich nun wieder zwei Haushalte gemeinsam draußen treffen - also zum Beispiel Nachbarn oder befreundete Familien. Das könnte die private Betreuung der Kinder eventuell erleichtern. Denn viele Kinder harren seit Wochen in der sozialen Isolation aus.

Sendung: Abendschau, 13.05.2020, 19:30 Uhr

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23 Kommentare

  1. 23.

    Nochmal ein kleiner Nachtrag - es ist der Senatsverwaltung für Jugend und Familie heute leider nicht !!! gelungen das groß angekündigte Schreiben zur Umsetzung ihrer Pläne an die Leitungen und Träger zu schicken. Daher haben wir immer noch keinerlei Handreiche wie es nun ab Donnerstag weitergehen soll. Dafür ist es aber gelungen bei Twitter ein "Heut ist Tag der Kinderbetreuung und da wollten wir mal Danke sagen" Tweet zu verfassen. Das können sie sich sparen. Das ist inzwischen wirklich mehr als lächerlich. In der Öffentlichkeit verkaufen sich die Damen und Herren als die großen Elternfreundlichen Macher aber hintenrum sieht es komplett anders aus. Da wird auf dem Rücken der Kinder, der Eltern und den Kitas Politik betrieben und sich damit gebrüstet, Berlin sei Vorreiter im Kita-Öffnungs-Konzept. Um nochmal auf die Überschrift dieses Artikels zurück zu kommen "So ist die Kita Notbetreuung in Berlin geregelt" hier die Antwort : Sie ist gar nicht geregelt !

  2. 22.

    Ja, das frage ich mich auch - denn dann sind plötzlich alle anderen nicht mehr systemrelevant? Vorallem wie lange soll dieser Zustand gehen?

  3. 21.

    Warum lese ich in diesem Bericht eigentlich nichts davon, dass ab dem Moment, in dem die Vorschüler in die Kitas kommen, alle Kinder nur noch einen Anspruch auf bis zu vier Stunden Betreuung in der Kita haben? Das gilt übrigens auch für Systemrelevante - für die sollen aber im Einzelfall (!) längere Betreuungszeiten vereinbart werden können.
    Allen berufstätigen Eltern einen schönen Start in die neue Woche, und den Kita-Leitungen viel Kraft beim Planen!

  4. 20.

    Ich bin Erzieherin und könnte ausflippen wenn ich miterlebe wie mit Gewalt jetzt wieder die Kitas vollgepropft werden. Ab Donnerstag sollen wir plötzlich 40 !!! Kinder mehr betreuen ( 30 Vorschulkinder + Geschwister). Zur Zeit sind es 20 Kinder, die im Wechsel vom überhaupt verfügbarem Personal betreut werden können (einige Kolleginnen gehören der Risikogruppe an). Wir werden von den Eltern angefeindet weil wir die Gruppengröße klein halten, die Spielbereiche aufteilen etc... . Und wieder gibt es für uns durch den Feiertag weder genug Zeit zur Planung, noch Schutzkleidung für die Kollegen oder auch nur eine Handhabe, wie mit Risikokollegen umzugehen ist (Homeoffice ist ja schlecht in dem Beruf). Es wird nicht das Gespräch mit der Basis gesucht, sondern wie immer von oben herab entschieden. Danke Frau Scheeres, gut gemacht.

  5. 19.

    In Parks werden die Kinder zurechtgewiesen, wenn sie zu laut sind beim Spielen oder anderen zu nahe kommen, in der Öffentlichkeit werden sie angeschrien, wenn sie eine Rasenfläche vor einem Mehrfamilienhaus betreten. Wehe sie bemalen den Bürgersteig mit Kreide! Im Hinterhof dürfen sie nicht spielen, weil die Tontöpfe Vorrang haben und in der Wohnung (kein Garten, kein Balkon) kommen die Nachbarn hoch und Beschwerden sich über den Lärm. Abgesehen davon: Welcher Arbeitgeber macht das noch lange mit? Der Gesellschaft ist nicht mit Millionen neuer ALG1 oder 2-Beziehen gedient.

  6. 18.

    Wollen Sie tatsächlich den Krieg als Vergleich heranziehen? Sie scheinen selbst keine Kinder zu haben (oder es ist zu lange her). Kinder, insbesondere die in der Stadt, die von jeglicher Art sozialem Kontakt abgeschnitten sind. Weder Freunde zu treffen, kein Spielplatz, auf dem sie sich austoben können, teilweise ist es sogar verboten, sie in Lebensmittelgeschäfte mitzunehmen. Super für Alleinerziehende mit Kleinkindern. Soll man die alleine Zuhause lassen?

  7. 17.

    Hat mal jemand nach früheren Epidemien, wo massenhaft Leute starben und zum Teil auf der Straße lagen, jemand danach gefragt, was das mit Kinderseelen macht? Oder, aus aktuellem Anlass: was war mit den Kindern, die Kriege erlebt haben und zum Teil tagelang in dunklen Bunkern oder in Häusern unter Beschuss sitzen mussten? Auch diese Kinder sind groß geworden und haben nicht alle ein lebenlanges Trauma erlitten. Kein Mensch hat Anrecht darauf, seine ganze Kindheit lang in Watte gepackt aufzuwachsen, wir müssen uns den Lebensumständen beugen und klarkommen. Esgibt eine Menge Selbstheilungskräfte, auch im seelischen Bereich. Wir haben jetzt einen absoluten Ausnahmezustand, eine Pandemie. Da muss es doch mal möglich sein, einzusehen, dass jetzt nicht alles normal laufen kann. Und kein Kind muss eingesperrt sein, wir dürfen schließlich raus und z.B. in Parks gehen. Das ist Jammern auf hohem Niveau.

  8. 16.

    Wir müssen reden und handeln:
    In Bezug auf die Kinder. Mit den Kindern. Für die Kinder.
    Mit den Politikern, die schlicht ohne ausreichende Datengrundlage falsche weil unangemessene Maßnahmen ergriffen haben und dem Deutschen Volk massiven Schaden zugefügt haben. Insbesondere den Kindern. Aus meiner Sicht ist das, was durch die Regierung(en) derzeit verordnet wurde die geschichtlich größte staatliche Kindswohlgefährdung seit Jahrzehnten.
    Untereinander, um wirkliche Demokratie zu leben.
    Artikel 20 GG: Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.[...]Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

  9. 15.

    Die Regeln der Vergangenheit bedeuteten Zwangsisolation aller kleineren Kinder von allen familienfremden wichtigen Personen. Was macht Massenpanik mit Maskentragen und sich von ihnen wegen des Sicherheitsabstandes entfernenden Erwachsenen mit Kinderseelen? Was die existenziellen Ängste und entsprechendes (Angst essen Seele auf) Verhalten der Eltern, wenn sie mit ihnen wochenlang eingesperrt sind? Was macht der Anblick eines demonstrativ abgesperrten Spielplatzes mit Kindern? Was, wenn alle im Herbst "Infektionsketten" verfolgen werden, sie Teil davon sind und sich mal nicht die Hände richtig gewaschen haben und sich nun schuldig fühlen.

  10. 13.

    Ich finde allein dieses inflationäre Wort 'Betreuung' hier deutlich fehl am Platz. Kinder benötigen jemanden der sich Ihnen annimmt, der ihnen Zeit widmet und der sie bildet. 'Betreuung', wie es hier oft verwendet wird, ist wie ein bisschen Pampe auf den Teller geklatscht um nur etwas satt zu werden. Anders ist es auch nicht, wenn man nebenbei im Home Office arbeitet und Kinder "betreut".
    Die Würde der Kinder ist in diesen Zeiten in der Tat angetastet! Und darum geht es. Das sollten eigentlich alle begreifen, auch diejenigen, die das nicht so anstrengend finden.

  11. 12.

    Entschuldigen Sie bitte, aber Mundschutz für Erzieherinnen? Wie wollen Sie denn das den Kinder beibringen? Es funktioniert so nicht und die Erzieherinnen sollen sich einfach einmal mehr die Hände waschen. Desinfektionsmittel oder Papierhandtücher kosten Geld und sind durch die Träger meist nicht leistbar, genauso wie Kleingruppen.

  12. 11.

    Das war doch der ewige Streit, zwischen Betreuungsgeld (Herd-Prämie)und Anspruch auf einen Kita Platz. Obwohl gar nicht sichergestellt war, dass für alle ein Kit Platz zur Verfügung steht hatte man sich dafür entschieden. Wer keinen Platz bekam durfte klagen. Ist doch gar nicht lange her.In Bayern hat man das dann, ohne den Bund auf Landesebene geklärt!
    Statt des als "Herdprämie" verspotteten Betreuungsgeldes und des Landeserziehungsgeldes sollen Eltern von ein- bis zweijährigen Kindern künftig ein Familiengeld bekommen – egal, wie ihre Kinder betreut werden. So ist das wenn alle recht haben, dann bleibt eben alles auf der Strecke, wenn keine Einigung besteht. Da ist der Platz kostenlos, da muss gezahlt werden. Jeder wie er will. Wie in einem Irrenhaus. Frauen fallen in alte Strukturen zurück, bei Herd-Prämie. Gehen dann nicht mehr arbeiten. Der Witz des Jahrhunderts, bei den paar "Kröten"!

  13. 10.

    Diese inkompetente Senatorin Fr. Scheeres sollte sich lieber erst mal Gedanken machen, wie sie ihr Personal vor Ort schützen kann. Es gibt Einrichtungen in denen die Fachberatung, Leitungen oder Träger dem Personal verbieten Mundschutz zum Selbstschutz zu tragen! Absolut verantwortungslos!

  14. 9.

    Ihr Sohn hat Sozialkontakte, oder lassen Sie ihn den ganzen Tag allein? Was fehlt, ist finanzielle Unterstützung für Familien, beispielsweise eine vom Bund finanzierte Freistellung mindestens einen Elternteils, damit man sich nicht zwischen Kind und Beruf zweiteilen muss.

    Alles andere wälzt die Krise auf die Schultern von Erzieherinnen ab, die oft selbst zu Risikogruppen gehören. In den meisten Kitas ist es schlicht unmöglich, sich an die Hygienevorschriften zu halten, wenn mehr als ein Viertel der Kinder da sind. Wir Eltern sollten uns dafür einsetzen, dass wir, unsere Kinder UND die Erzieher geschützt sind, und das geht im Moment nur, wenn so viele von uns wie möglich sich selbst um ihre Kinder kümmern.

  15. 8.

    Was ist aber mit den Eltern, bei denen ein Teil systemrelevant ist und der andere Teil im "starren" Home-Office arbeitet?
    Gilt dann auch die o.g. Einzelfallentscheidung? Oder ist der systemrelveante Beruf ausschlaggebend? In unserer Kita wird in dem Fall dann so entschieden, dass Home-Office als Betreuung gilt, auch bei einem Elternteil mit systemrelevanten Beruf. Das finde ich nicht richtig. Es muss für die KITAS deutlich gemacht werden, was für jeden einzelnen Fall gilt und es soll keine Willkür geben.

  16. 7.

    Hallo, es ist eine Frechheit wie mit unseren Kindern umgegangen wird. Kinder haben auch Bedürfnisse ob große oder Kleine. Die Kitas müssen unbedingt wieder aufgemacht werden. Das ist doch kein Zustand mehr für unsere Kinder. Unser Sohn ist 2,5 Jahre alt und für ihm ist es schwierig solange ohne Sozialkontakte usw klar zukommen. Es wird mehr als Zeit auch an unsere Kinder und an die Familien zu denken.

  17. 6.

    Wenn ich lese, dass einem vorgeworfen wir, ein paar Wochen Betreuung seien wohl zu viel, geht mir die Hutschnur hoch!!! Lieber Vater, dessen Tochter 4 Tage die Woche bei ihm ist: Bravo! Das macht 3 Tage "kinderfrei". Wir haben 3 davon. 11, 9, 3. Die Großen werden mit Schulaufgaben vollgehäuft, das Homeoffice soll Ergebnisse liefern und dazwischen saust der Dreijährige rum. Und das seit 6 Wochen ohne Aussicht auf Besserung, abgesehen davon dass wir vielleicht demnächst wieder außer Haus arbeiten dürfen... Nein, sollen. Ich persönlich unterschreibe die Notwendigkeit der getroffenen Maßnahmen aus Epidemieschutzgründen aber es ist verdammt nochmal richtig hart. Und zwar 7 Tage die Woche, 24 Stunden. Ohne Pause. Also halten Sie sich bitte mit solchen selbstgefälligen Kommentaren etwas zurück.

  18. 5.

    Die einzigste Ressource, die noch nicht völlig ausgeschöpft ist, mit der aber leider die Regierung täglich kalkuliert, ist die Leistung der arbeitenden Eltern, des Mittelstandes. Man fühlt sich wie Marionetten und hat keine Zeit zu verschnaufen, in jeder Hinsicht wird volle Leistung verlangt. Die Burnout- Fälle oder ähnliche psychische Erkrankungen häufen sich. Nur damit die Wirtschaft am Laufen gehalten werden kann.

  19. 4.

    Natürlich ist das aus Infektionssicht keine gute Lösung. Aber was ist denn die Alternative zur Kita wenn der Jahresurlaub aufgebraucht ist? Nicht die Betreuung ist anstrengend sondern die finanzielle Situation. Alle die sich bewusst gegen Kinder entschieden haben sollten sich mal lieber fragen, ob sie vielleicht auf die Rente über ALG2 verzichten wollen. Rentner haben 0% Finanzeinbußen, Angestellte in Kurzarbeit 20-50%, Selbstständige und Alleinerziehende bis zu 100%. Da würde ich mal eher nach dem Fehler suchen...

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