Passanten mit Mund-Nasen-Bedeckung überqueren die weihnachtlich beleuchtete Straße Unter den Linden.
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Interview | Berliner Ärztin über Corona-Unwissenheit - "Die Leute wissen nicht, worum es bei dieser Pandemie geht"

Was muss ich tun, wenn ich Symptome spüre? Wie verhalte ich mich als Kontaktperson richtig? Das wissen die wenigsten ihrer Patienten, beklagt eine Berliner Ärztin. Ein Gespräch über Corona-Unwissenheit, langsame Gesundheitsämter und Arbeitgeber, die Druck machen.

rbb|24: Frau Müller*, Sie sind Ärztin in einer Praxis in Berlin-Neukölln. Wieviel Ahnung haben Ihre Patienten von den Corona-Regeln?

Corinna Müller*: Viele sind überhaupt nicht adäquat aufgeklärt: weder darüber, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie Husten oder Fieber - also mögliche Corona-Symptome - bei sich selbst bemerken. Noch darüber, was zu tun ist, wenn sie Kontaktperson von Infizierten sind. Das merken wir immer deutlicher in den letzten Wochen. Viele wissen überhaupt nicht mehr, worum es eigentlich geht in dieser Pandemie. Und deshalb verhalten sie sich oft falsch.

(*Name von der Redaktion geändert)

Wie zum Beispiel?

Neulich standen zwei Patienten mit Erkältungs-Symptomen bei uns in der Praxis – obwohl wir klar kommunizieren, dass niemand mit Husten oder Halsweh bei uns einfach reinspazieren darf. Die Leute sagten mir dann, sie seien doch schon vor drei Monaten getestet worden, und der Test sei negativ gewesen. Dann könnten sie jetzt doch kein Corona haben, meinten sie. An sowas merkt man: Viele Menschen haben nicht verstanden, was ein Test-Ergebnis aussagt – und was nicht. Da wird nicht klar kommuniziert.

In welchem Umfeld befindet sich die Praxis, in der Sie arbeiten?

In einem Gebiet in Neukölln, das eher nicht von Akademikern bewohnt wird. Wir machen dort täglich eine Infekt-Sprechstunde für Menschen, die Symptome haben, die auf Corona deuten könnten. Da kommen die Patienten durch einen separaten Eingang. Komplett in Schutzmontur machen wir dann Abstriche, also Corona-Tests. Aber ganz viele Patienten glauben, sie wüssten auch ohne Test, dass sie kein Corona haben – sie hätten ja kein Fieber. Dann könne das kein Corona sein. Quarantäne-Regeln sind vielen auch völlig unklar. Da ist die Ehepartnerin positiv getestet und deshalb zu Hause, aber der Ehemann geht munter weiter arbeiten. Denn er fühlt sich gut und solange sein Arbeitgeber nicht sagt: Bleib zu Hause - solange geht er arbeiten.

Wie oft begegnen Ihnen solche Fälle?

Fälle dieser Art begegnen uns leider jeden Tag mehrere. Das macht uns große Sorgen. Angesichts dieser schlechten Informationslage bei den Leuten wundern wir uns kaum noch darüber, dass die Infektionszahlen in Berlin nicht sinken. Es fehlt in der breiten Bevölkerung das Verständnis – zum Beispiel davon, was eine Inkubationszeit ist. Dass man jetzt negativ getestet sein kann, aber sich das innerhalb weniger Tage möglicherweise ändert. Ich glaube nicht, dass dieses falsche Verhalten aus bösem Willen entsteht, sondern weil viele Leute vor ihrem Wissenhintergrund nicht nachvollziehen können, was ihr Handeln in der Pandemie für Folgen hat.

Eigentlich ist es Aufgabe der Gesundheitsämter, das zu erklären, Kontaktpersonen von Infizierten zu informieren und in Quarantäne zu schicken.

Richtig, aber die Kollegen kommen überhaupt nicht mehr hinterher. Die Informationen, wie man sich richtig verhält, kommen zu langsam oder gar nicht bei den Betroffenen an. Was wir auch hören in der Praxis, ist, dass gerade im Niedriglohnsektor die Arbeitgeber sehr Druck machen, dass niemand ausfallen darf. Das Personal soll sich erst dann testen lassen, wenn sowieso der Urlaub ansteht – vorher bitte nicht. Teilweise erzählen uns Patienten, dass sie nicht zu Hause bleiben dürfen, obwohl ihre Kinder krank sind. Dass sie ihre kranken Kinder mit auf die Arbeit nehmen – und sich dann hinterher rausstellt, dass die Kinder positiv auf Corona getestet wurden.

Und damit ist die nächste Infektionskette in Gang gesetzt.

Ja, das ist zum Verzweifeln. Sehr aufgeregt hat mich eine Geschichte einer meiner Patientinnen. Sie arbeitet als Servicekraft in einem Berliner Klinikum, das ich hier nicht nennen will. Sie hat viel in den Zimmern von Covid-Patienten gearbeitet, hat dann selbst Symptome entwickelt - und ist in der Klinik nicht getestet worden, obwohl sie das wollte. Das würde jetzt zu viel Aufwand machen, hat man ihr gesagt. Also ist sie erstmal weiter arbeiten gegangen, hat sich aber an unsere Praxis gewendet, um sich testen zu lassen. Als das positive Testergebnis kam, habe ich sie sofort in Quarantäne geschickt. In solchen Jobs gibt es wirklich einen enormen Druck und gleichzeitig Angst, die Arbeit zu verlieren.

Beobachten Sie auch in Kreisen mit besser bezahlten Jobs Unwissenheit gegenüber der Pandemie-Lage?

Durchaus. Ich lebe in Prenzlauer Berg und die Klasse meines Sohnes in einem Gymnasium hier im Bezirk musste in Quarantäne. Da habe ich dem Schuldirektor angeboten, zu kommen und Abstriche zu machen, draußen auf dem Schulhof bei Schülern und Lehrern - weil ich wusste: Das Gesundheitsamt schafft sowas gar nicht mehr. Die kommen nicht hinterher. Aber ich bin mit diesem Vorschlag abgeblitzt beim Direktor. Der wollte auf das Gesundheitsamt warten. Die haben dann die Schule informiert - zum Ende der Quarantäne. Und erst zehn Tage später auch uns Eltern. Meinen Sohn hatte ich da schon längst selbst getestet: Er war negativ.

Woran liegt es, dass viele Leute so schlecht Bescheid wissen?

Erstens ist es schwer, sich Regeln zu merken, die sich so oft ändern und die von Region zu Region verschieden sind. Da ist der Landkreis sowieso, der zu Weihnachten Lockerung XY versprach und sie inzwischen längst zurücknehmen musste. Sowas ist unklug in einer Pandemie-Situation. Damit suggeriert man, die ganze Sache sei doch gar nicht so gefährlich. Problematisch sind auch solche Formulierengen wie: Jedes vierte Intensivbett ist von einem Corona-Patienten belegt. Da denken auch Leute in meinem Freundeskreis, die anderen drei Betten seien frei. Dass da Menschen liegen, die Unfälle hatten oder einen Schlaganfall – solche abstrakten Zusammenhänge haben viele nicht auf dem Schirm.

Wie müsste der Senat kommunizieren, damit es mehr Leute - am besten alle - verstehen, wie man sich in dieser Pandemie richtig verhält?

Es gab im Verlauf der letzten Monate schon mal einen Brief vom Regierenden Bürgermeister an alle Haushalte. Sowas könnte helfen, formuliert in einfacher Sprache mit ganz klaren Anweisungen und auch mit Bildern: Wie verhalte ich mich in welcher Situation? Wenn ich selbst Symptome spüre, dann... Wenn ich Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatte, dann… Wichtig ist, dass wir den Menschen klarmachen: Ihr könnt es nicht selbst fühlen, ob eure Symptome von Corona kommen oder nicht. Um das zu wissen, müsst ihr euch testen lassen. Im Zweifel: Verhaltet euch so vorsichtig, als wärt ihr infiziert, um andere nicht zu gefährden.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Anne Kohlick.

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72 Kommentare

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  1. 72.

    Da ist sie ja, die aufrichtige Solidarität und Vernunft in Form von: Jule. Herzlich willkommen.
    Meinerseits fehlt das Verständnis für Menschen, welche diesem Tunnelblick auf eine alles und jeden erlösende Impfung vollkommen erlegen sind. Beispielhaft: die Impfung soll - vorgeblich - allenfalls die Schwere des eigenen Krankheitsverlaufs beeinflussen. Weitere Infektiösität? Unbekannt. Wenn also Geimpfte weiterhin "infektiös" herumlaufen und andere anstecken (und Testpositive sind nicht gleichzusetzen mit Erkrankten), weshalb sollten diese privilegiert sein?
    Rennen Sie meinetwegen weiter im Hamsterrad und fordern solidarische Impfaktionen. Ich verzichte liebend gern - Stichwort Risiko-Nutzen-Verhältnis. Ist übrigens Teil von Wissenschaftlichkeit... Schöne Feiertage allen.

  2. 71.

    In Sachen Mutationen....
    Gleichwohl wurden laut einem Bericht in „Spektrum der Wissenschaft“ bis September bereits rund 12.000 einzelne Mutationen des Coronavirus katalogisiert. Ein Großteil davon blieb vermutlich ohne Folgen für die Infektiosität oder Gefährlichkeit des Virus.

  3. 70.

    Möglicherweise ist Ihnen verborgen geblieben, dass die Pandemie nur weltweit erfolgreich bekämpft / besiegt werden kann und muss. Denn selbst wenn die Impfungen jetzt früher beginnen als erwartet, werde der Effekt nur allmählich zu einer Verbesserung der Lage beitragen. "Corona besiegen wir nur weltweit oder gar nicht"

    Und die Mutation? Corona-Mutation in weiteren Ländern nachgewiesen
    Dann hoffen wir, dass der Impfstoff auch gegen das mutierte Virus aus Großbritannien wirksam ist - bislang wird das nur "vermutet" wahrscheinlich. Sollte der Impfstoff gegen die Mutation nutzlos sein, dann gute Nacht.

    https://www.waz.de/region/sauer-und-siegerland/testperson-berichtet-so-fuehlt-sich-die-corona-impfung-an-id231191432.html


  4. 69.

    Hoffentlich kommt er, der Hebel, denn nur wenn sich viele Menschen impfen lassen, haben wir die Chance die Pandemie zu überstehen und hoffentlich bald zur Normalität zurück zu kehren. Jedenfalls habe ich kein Mitleid und kein Verständnis, wenn sich Impfverweigerer auch noch diskriminiert fühlen wollen, weil man sie nicht in Flugzeuge läßt oder zu Veranstaltungen oder wohin auch immer. Selber schuld. Übrigens halte ich es für überlegenswert, nicht nur Herr seiner Sinne zu sein, sondern vielleicht auch mal daran zu arbeiten, Herr seiner Vernunft zu werden.

  5. 68.

    Ja, ich habe genau das Problem gestern auch von meiner Schwester, Erzieherin in Schöneberg, mitbekommen. Die Eltern sind rücksichtslos und halten sich nicht an die Vorgaben und sogar die Leistung lässt Personal weiterarbeiten, obwohl die Erzieherin gerade noch auf ein Testergebnis wartet ! Das läuft auch so in Pflege Heimen

  6. 66.

    Mit großer Bewunderung lese ich Ihre Kommentare. Auch hier haben Sie es wieder voll auf den Punkt gebracht. Danke. Manche Menschen können nur bis zu ihrer Nasenspitze schauen und tragen obendrein Scheuklappen. Frohes Fest wünsche ich Ihnen.

  7. 65.

    Betriebe die ihren Mitarbeitern die Tests verwehren müsste man Zwangsschließen...
    Oder am besten gleich die Gewerbeerlaubnis entziehen...

  8. 64.

    Erschreckend was hier geschildert wird.
    Ich hatte schon länger die Vermutung, dass ein Teil der Bevölkerung dumm wie Dosenbrot ist, wie man so sagt.
    Eigentlich unglaublich. So kann das leider nix werden....

  9. 63.

    Zitat von Mike > Und deshalb marschiert das Virus ungehindert durch die KKH und Pflegeheime. Wir haben deutschlandweit hochgerechnet Todesfälle auf US-Niveau, seit Wochen, trotz Lockdown.

    Bernau keine Fälle, andere Kreisstädte keine Fälle... in Kliniken wie Spremberg keine Fälle man muss nur mal anrufen und fragen

  10. 62.

    Was für eine Pandemie?

  11. 61.

    Erschütternd und ernüchternd ist, das dieses reiche Land nicht in der Lage dazu ist, Leute zu erreichen,
    - die der deutschen Sprache noch nicht mächtig sind.
    - die in ihrem kulturellen oder religiösen Mikrokosmos leben oder den "Oberern" eher wenig zugetan sind. Was in
    Grenzen durchaus verständlich ist, gemessen an dem was diese Leute ggf. durchgemacht haben.
    - irgendwo im Freien leben, eher dahinvegetieren, und deren geringste Sorge ein Schmartphone oder Netzanschluss ist
    und eine Zeitung, so sie denn aktuell ist, lieber als Kälteschutz verwenden.
    - die nicht lesen können, geschweige denn ein Radio haben.
    Dies würde sich noch weit fortsetzen lassen.
    Erschreckend dagegen ist, wenn sie über die Mehrheit der Menschen schreiben und einfachste Ideen nicht auf die Kette bekommen.
    Trotzdem
    Frohe Weihnachten

  12. 60.

    Aber das eben ist das Probem! Infolge der unterschiedlichsten Einschätzungen von Experten wurde öffentlich alles mögliche diskutiert, was in anderen Bereichen schon längst klarer Sachstand ist. Wenn man nicht zufällig Hobby-Virologe oder -Epidemiologe ist - dren Zahl nahm allerdings gewaltig zu-, dann schaltet man einfach ab! Das naturwissenschaftliche Verständnis ist in der BRD eh' nicht sonderlich ausgeprägt.
    Ich hatte vor Monaten in punkto Kommunikation schon genau desselbe gefordert, die die Ärztin oben. Den Brief von Müller fand ich ärgerlich, da nutzlos geschrieben. Regelmäßige "Flyer" mit klaren praktischen Verhaltensregeln wären sinnvoll gewesen. (Aber dazu hätte der Senat leider selbst wissen müssen, was sinnvoll ist. :-( )

    Aber jetzt erstmal Heiligabend zu Viert...

  13. 59.

    Wenn man das liest, fragt man sich, wie dumm eigentlich die Mehrheit der Menschen sein muss. Das ist zugleich erschütternd und ernüchternd.
    Werden wir denn nicht seit 10 Monaten Tag und Nacht mit Informationen geradezu erschlagen? Was tun denn die Leute, um all das Aufgezählt NICHT zu wissen?

  14. 58.

    Ich kenne bisher nur einen aussagekräftigen Beitrag über die "Förderung" von Heilmitteln. Der sagt aus, dass entsprechende Anträge mit dem Verweis auf die Impfmittelförderung ABGELEHNT wurden. D.h., dass Hilfe für die, die bereits im KKH sind, nicht gefördert wird.

    https://www.ardmediathek.de/mdr/video/umschau/forschung-an-corona-medikamente-geht-bislang-leer-aus/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy80ODg3MTYxMC00YjhmLTRhNjAtOGRkMC00YmYzZmFmNTRmMDI/

  15. 57.

    Selbst wenn der aktuelle Lockdown bis Ende Jan Wirkung zeigt, was kommt danach?

    Die Politik hat keinen Plan und scheint auch keinen entwickeln zu wollen, sie setzt alle Hoffnungen auf die Impfungen

  16. 56.

    Also die Entwicklung von Heilmitteln wird durch den Staat aktiv (Universitäten, Institute etc. ) als auch passiv (Förderung, Abnahmegarantien etc.) unterstützt. Was kann denn der Staat in der Richtung noch mehr machen? Nur weil keiner drüber redet, heißt nicht das nix passiert.
    Vielleicht bringt ja der rbb jemand zum reden über Heilmittel.

  17. 55.

    Ich denke,
    dass sich die Wirkung des lockdown
    (also der drastischere) erst zeitversetzt noch zeigen wird.

    Aber die Feiertage könnten alles wieder zunichte machen. :(
    Mir hat vorhin auch eine Freundin mit Kleinkindern geschrieben, dass bereits die Schwiegermutter
    aus Sachsen da ist. Ich verstehe die Leute nicht, sorry.

  18. 54.

    "...die ganze Welt, Deutschland, Berlin reißt sich den Ar... auf, um die Kranken und Alten zu schützen..."

    Und deshalb marschiert das Virus ungehindert durch die KKH und Pflegeheime. Wir haben deutschlandweit hochgerechnet Todesfälle auf US-Niveau, seit Wochen, trotz Lockdown.

    Ja, es wird ETWAS getan, aber scheinbar nicht das richtige. Es gibt noch immer kein schlüssiges Konzept. Lediglich ständig neue Verbote. Solange Papa weiter arbeiten gehen darf während der Rest der Familie in Quarantäne sitzt kann die ganze Sache nicht funktionieren.

    Warum unterstützt die deutsche Politik eigentlich nicht die Entwicklung eines Heilmittels???

  19. 53.

    Aber das ist doch genau das, was ich geschrieben habe: die Leute sind zu dumm für die Pandemie! Wenn man es wieder und wieder erklären muss und es doch nicht begriffen wird... Was willste da noch machen? Viele sind altersstarrsinnig (ich habe 2 Weltkriege überlebt blahblah), vordement oder einfach nur unverschämt (ich habe 2... blahblah..), wie sie es immer sind, weil sie es ungestraft sein dürfen in unserem Land der Grauköppe..

    Und der Brief vom Müller war viel zu "höflich" und ist längst vergessen... Das gehört drastisch!

    Fernseh-Spots wie Wahlwerbung oder "Der 7. Sinn" (wer den noch kennt..) wären auf ALLEN Kanälen sinnvoll. Bildsprache. Sendung mit der Maus-Niveau.

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