Ab 19. Mai - Senat beschließt erste Öffnungen für Berliner Kultur

Freiluftkino in Berlin-Friedrichshain (Quelle: imago images/Christian Behring)
Bild: imago images/Christian Behring

Die Berliner Kultur bekommt in einem ersten Schritt ein Stück Normalität zurück: Außenbereiche unter anderem von Kinos und Theatern dürfen in der nächsten Woche öffnen - vorausgesetzt, die Inzidenz bleibt niedrig genug.

In Berlin wird es von kommenden Mittwoch an (19. Mai) erste Öffnungen im Kulturbereich geben. Das hat der Berliner Senat am Freitag beschlossen. Voraussetzung sei ein fortgesetztes Unterschreiten der Sieben-Tage-Inzidenz von 100, um die bundeseinheitliche Notbremse zu lockern, wie die Kulturverwaltung im Anschluss mitteilte.

Konkret sind ab dann wieder Veranstaltungen im Freien mit bis zu 250 Besucherinnen und Besuchern möglich. Das heißt: Außenbereiche von Kinos, Theatern, Opernhäusern, Konzerthäusern und anderen kulturellen Veranstaltungsstätten wie Clubs oder Literaturhäusern dürfen öffnen.

Präsenzunterricht in Musikschulen erlaubt

Der Mindestabstand von 1,5 Metern darf dabei unterschritten werden, wenn Masken getragen und die Anwesenden negativ getestet, vollständig geimpft oder genesen sind.

Musikschulen und Jugendkunstschulen dürfen bei weiterhin niedriger Inzidenz von Mittwoch an wieder Präsenzunterricht anbieten und Museen, Galerien und Gedenkstätten wieder für den Publikumsverkehr geöffnet werden. In allen Fällen gilt eine Testpflicht sowie eine maximale Besucherzahl.

Über Perspektiven für Kulturveranstaltungen in Innenräumen werde in den kommenden Tagen weiter beraten und entschieden, hieß es. Zudem solle das Pilotprojekt "Testing" fortgeführt werden.

Deutsches Theater plant erste Premiere

Das Deutsche Theater plant bereits eine erste Premiere. Am 22. Mai soll "Tartuffe oder Das Schwein der Weisen" auf dem Vorplatz aufgeführt werden. Im Juni sind zwei weitere Open-Air-Premieren vorgesehen. Auch das Berliner Ensemble geht davon aus, sein Hof-Theater wieder Ende Mai zu öffnen. Es plant zudem für den Juni Premieren im Großen Haus. Das allerdings erlauben die neuesten Lockerungen noch nicht.

Die Freiluftkinos in Friedrichshain, Kreuzberg und Rehberge sollen am 20. Mai beziehungsweise 21. Mai öffnen, wie die Betreiber mitteilten. Die Yorck-Gruppe plant, Anfang Juni das Freiluftkino am Kulturforum und ein neues am Schloss Charlottenburg zu öffnen.

Auch Lockerungen für Berliner Gastronomie und Freibäder

Der Senat beschloss zudem auch Lockerungen der Corona-Auflagen für die Gastronomie. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 bleibt, dürfen ab dem 21. Mai Cafés und Restaurants im Außenbereich wieder öffnen.

Außerdem sollen in Berlin mindestens elf Freibäder ab dem 21. Mai wieder öffnen. Welche genau das sind, werde erst am kommenden Dienstag bekannt gegeben, teilte die Sportverwaltung mit.

Am Freitag lag der Inzidenzwert in der Hauptstadt nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 71,5, am Donnerstag bei 83,4 und zuletzt am Montag noch oberhalb der 100er-Marke. Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Neuinfektionen stieg demnach um 155 auf nun insgesamt 174.564.

Sendung: Abendschau, 14.05.2021, 19:30 Uhr

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14 Kommentare

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  1. 14.

    Die Anrede ist dreist. Viele infizieren sich bei ihrer Arbeit trotz Tests und Schutzkleidung. So auch bei uns im Pflegeheim. Und wer sich in überfüllten Öffis ansteckt ist wohl auch selbst schuld?
    Ihr Neid ist widerlich. Die Kranken hätten sicherlich gerne auf Corona verzichtet. Sein sie einfach froh, dass es sie nicht erwischt hat!

  2. 12.

    Ich kann Ihnen nur recht geben und Ihnen für Ihre Arbeit danken!
    Leider haben einige (viele?) immer noch nicht den Sinn des Testens verstanden.
    Mich würde wirklich einmal interessieren, wie oft die "Meckernden" so jährlich im Theater, Kino, Freibad, Museum oder nach 22.00 Uhr Spazierengehen oder die Hotels in Deutschland besuchen.

  3. 10.

    Liebe Tina, ich gehöre wohl zu der „undisziplinierten“ Gattung der Ex-Infizierten, die jeden Morgen brav um 06:00 Uhr brav den Dienst auf der COVID-19 Station antritt.

    Ich glaube alles zu pauschalisieren bringt niemanden voran.
    Ich arbeite seit Monaten als Krankenpfleger auf einer COVID-19 Station eines Berliner Krankenhauses. Dort habe ich mich nachweislich trotz Schutzmaßnahmen bei einem Patienten infiziert.
    Durch meine Arbeit ist mein soziales Leben immer noch bei 0. Ich trage Verantwortung gegenüber vielen anderen Menschen, die ich potentiell infizieren könnte.

    Ich glaube es ist keinem damit geholfen, alles zu pauschalisieren.

  4. 9.

    Auch allen Ex-Infizierten, die sich nicht an die Regeln hielten und jetzt ein weitgehend freies Leben ohne ständige und aufwendige Testerei führen dürfen, viel Spaß dabei! Ein leichter Gang ins Theater, schön mal wieder ins Kino. Gönnt euch!

    Genießt es! Lasst es wie eh und je krachen!

  5. 8.

    Boah, die Spandauer wieder, die haben ALLES selbst! Damit kann Südwest nicht dienen °|° nicht mit Bühne, nicht mit Burg, nix *seuifz*

  6. 7.

    Mhhh - leichte Vorfreude stellt sich ein ... Freilichtbühne, Zitadelle Spandau, Waldbühne "zum warm werden"... mal sehen wie sich das entwickelt

  7. 6.

    In Sachen Luca App.... mal schauen wer sich traut :D
    https://www.merkur.de/wirtschaft/ikea-corona-luca-app-pflicht-nachverfolgung-datenschutz-berlin-sicherheit-90461341.html

  8. 4.

    Im Freien einen negativen Test, was soll das denn, ich laufe doch auch nicht durch die Stadt mit einem negativen Test !

  9. 3.

    Ok. Freibad nur mit PayPal und Luca App. Theater vermutlich auch. Slot buchen. Und geimpft natürlich. Testen am Wochenende oder abends ist ja schwierig. Ungefähr so schwierig wie Testen im Betrieb oder einen Impftermin zu bekommen. Ich verkneife es mir einfach. Vielleicht nächstes Jahr. Wenn ich geimpft bin.

  10. 1.

    Ich liebe es. Ab dem 21. mit dem Kind jeden Tag shoppen und ins Kino. Mit dem Kind jeden Abend essen gehen. Gut, dass es fast nie Schule in die Schule muss. Toll.

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