Vereinzelt laufen Menschen am 15.03.2020 über die Oberbaumbrücke in Berlin. (Quelle: rbb/Martina Schrey)
Bild: rbb/Martina Schrey

Aktuelle Fallzahlen in Berlin und Brandenburg - Wie sich die Corona-Epidemie entwickelt

Nach wie vor steigen die Fallzahlen rapide. Seit 11. März schon liegt die Zahl in Berlin weit über 100, in Brandenburg ist sie auf dem Weg dort hin. Die neuesten Zahlen zum Corona-Virus - und was sie bedeuten.

Das Corona-Virus breitet sich sowohl in Berlin als auch in Brandenburg weiter aus. Die Zahl der Infizierten steigt aktuell von Tag zu Tag und das derzeit mit relativ schnellem Wachstum. Das zeigt die sogenannte Verdoppelungsrate.

Derzeit dauert es in Berlin zwei bis drei Tage, bis sich die Zahl der Fälle verdoppelt. Das ist ein deutlich schnellerer Anstieg, als die anfangs von Experten geschätzte Verdoppelungszeit von sechs bis sieben Tagen.

Auch in Brandenburg steigen die Zahlen weiter. Zwar ist das Land derzeit noch 3 bis 4 Tage hinter den Entwicklungen in Berlin. Doch auch hier ist das Wachstum der Fälle so groß, dass alle zwei Tage sich die Fallzahlen verdoppeln.

Da die Inkubationszeit bei bis zu 14 Tagen liegt und die Statistik natürlich nur die gemeldeten Fälle enthält, dürfte die tatsächliche Zahl der Infizierten deutlich höher sein.

Die neuen Einschränkungen im öffentlichen Leben und ihr möglicherweise verlangsamender Effekt auf die Ausbreitung des Virus, kann sich indes noch nicht in den aktuellen Fallzahlen widerspiegeln. Sei es nun, dass Schulen, Kneipen und Sportplätzen geschlossen bleiben, oder auch der Grenzverkehr massiv eingeschränkt wird, all das wird wohl erst in ungefähr einer Woche einen messbaren Effekt haben. Denn zwischen dem Anstecken und dem ersten Auftreten vergingen laut bisheriger Studienlage bei Covid19 in der Regel rund 6 Tage [Eurosurveillance].

Audio: Antenne Brandenburg, 16.03.2020, 14 Uhr

Was Sie jetzt wissen müssen

FAQ zum Umgang mit dem Coronavirus

  • Ich fürchte, infiziert zu sein. Was tun?

  • Was passiert mit möglichen Infizierten?

  • Was passiert mit Kontaktpersonen?

  • Welche Kapazitäten haben die Kliniken?

  • Welche Reisebeschränkungen gibt es?

  • Wie viele bestätigte Fälle gibt es?

  • Ist das Virus meldepflichtig?

  • Was ist das Coronavirus?

  • Woher kommt das Virus?

  • Wie kann ich mich anstecken?

  • Wie ansteckend ist das Virus?

  • Wer ist besonders gefährdet?

  • Wie funktioniert der Test?

  • Was sind die Symptome?

  • Wie kann ich mich schützen?

  • Welche Behandlung gibt es für Infizierte?

  • Gibt es Immunität gegen das Virus?

  • Wie hoch ist die Sterberate?

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

21 Kommentare

  1. 21.

    Auch hier kontraststark fehlendes Wissen dazu.

    Deshalb halten die Menschen nun zusammen, und stellt die Regierung konsequent auf klare Ansagen!

    Diskussionen mit Leuten wie Sie wird nicht enden, bis sie es selbst sehen werden! Andere planen voraus.

    Einfach zuhören und nachdenken!

  2. 20.

    @Karl: Wir übertreiben und liegen gerade mal bei 0,02%

    Im ernst der Lage und den bewiesenen Fakten der Virologie, Statistik und Virenverbreitung + 20% der Erkrankten, die in Krankenhäuser müssen...

    Der größte Aufwand ist, Ihnen das Grundwissen von trivialen Dingen abermals einstudieren zu müssen!

  3. 19.

    Wer bitte macht denn Panik?... Die Kommentatoren, die scheinbar Corona gut finden.

  4. 18.

    Der Vergleich ist leider berechtigt. Es heißt ja jetzt ständig, es ginge v.a. darum, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Dies kann aber ohne weiteres auch durch eine Grippewelle geschehen. Dass man sich gegen Grippe impfen lassen kann, spielt dabei insofern keine Rolle, als selbst viele Angehörige von Risikogruppen, denen dies dringend empfohlen wird, nicht tun (ich kenne einige davon).

    Was wollen Sie machen, wenn die alle die Krankenhäuser verstopfen? Sie abweisen, weil sie sich ja hätten schützen können?

    Abgesehen davon sollten Sie, wenn Sie sich so gut auskennen, wissen, dass die Grippeimpfung weniger Schutz verspricht als andere Impfungen, da man immer nur raten kann, welcher Stamm in der kommenden Saison besonders grassiert.

    Konsequenterweise müssten wir also die derzeitigen "drastischen Maßnahmen" künftig bei jeder Grippewelle veranstalten. Da geht es schließlich auch um Menschenleben.

  5. 17.

    Wieder so ein Kommentar der nur von Fallzahlen spricht aber nicht von exponentiellem Wachstum. Richtig, aktuell sind die Fallzahlen niedrig. Daher hat man jetzt die Chance das ganze noch zu verlangsamen.
    Die aktuelle Wachstumsrate in Deutschland (vor den in den letzten Tagen ergriffenen Maßnahmen, die sollten sich erst in 4-5 Tagen aufgrund der Inkubationszeit/ diagnostischen Lücke) zeigen deuten auf eine Verdoppelung alle 2-3 Tage hin.
    Damit sind wir, von ihren 0.02% ausgehend, in 20-30 Tagen bei ca. 10-60 % (0.02x2^(t/(2 bzw. 3))). Gleichzeitig brauchen Kranke wohl 1-2 Wochen um wider gesund zu werden. Allgemein scheinen 20 % der Kranken eine stationäre Behandlung zu benötigen. Rechnen wir Konservativ und sagen 10 % dann wären das in einem Monat ca. 800 000 - 4 800 000 Personen. Dies übersteigt die Zahl der vorhandenen Krankenhausplätze bei weitem. Schaffen wir es nun diese Verdoppelung zu halbieren sind das immerhin 40-60 Tage und die ersten Patienten sind schon wieder genesen.

  6. 16.

    @GB: ...grundsätzlich kann ich diese Forderung verstehen, denke jedoch auch an die, die auf einen Imbiss-Aufenthalt angewiesen sind .... z.B. Obdachlose Menschen, die nur in Notübernachtungen oder unter der Brücke leben müssen - wo bitte können diese sich derzeit im Warmen aufhalten (wenigstens ein paar Minuten am Tag, um sich aufzuwärmen)? Oder an Nachtdienste in Pflege und Co., die so früh quer durch Berlin "anreisen" müssen, um ggf. ausfallende Bahnen etc. ausgleichen zu können um DENNOCH pünktlich zur Arbeit zu kommen ..... 1,5 Meter Abstand zum nächsten Gast, ein heißer Kaffee und vll ein belegtes Brötchen ... das sind GUTE Bedingungen vor einem anstrengenden Dienst, nicht wahr?

  7. 15.

    An all die Panikmacher einfach mal die offiziellen Zahlen studieren und dann wird ein interessanter Fakt auffallen, das einzige Land in der Welt was extrem stark betroffen ist, ist tatsächlich Italien.
    Also hört bitte auf mit diesen Italien vergleichen, weil das einfach ein extrem Ausreißer ist, selbst China hat eine Quote weit unter 5%.
    In Deutschland liegt sie momentan übrigens bei 0,02%.
    Ich glaube dass wir durch diese ganzen Maßnahmen unser Leben mehr kaputt machen als wirklich jemanden helfen.
    https://www.worldometers.info/coronavirus/

  8. 14.

    Vielen Dank für diesen Ratschlag habe mir das Video angeschaut dieser Arzt hat Recht hört sich alles sehr danach an das vieles manipuliert wurde vor allen mit Dr. Droysen und die Test.
    Irgendwie habe ich jetzt weniger Angst.

  9. 13.

    @Alfred Neumann. Ob das was derzeit passiert eine Übertreibung ist, liegt im Auge des Betrachters. Je nachdem, was oder wen man verlieren kann, ist man entweder gelassen oder sehr besorgt. Egal, ob man nun direkt oder nur indirekt betroffen ist, ist Krankheit und Tod das Endstadium unseres Daseins, das man unbedingt verhindern oder verlängern sollte. Jedes Menschenleben ist einmalig und kostbar und Teil einer Familie, die durch Tod unwiderbringlich verändert oder auch zerstört wird.

  10. 12.

    Alle Restaurants zu machen!!! Es wird genauso wie es jetzt in Italien ist wenn wir das jetzt nich machen!!

  11. 11.

    Ich würde allen empfehlen sich ein Interview mit Dr. med. Wolfgang Wodarg auf Punkt.Preradovic you tube anzusehen und zwar in Gänze. Nehmen Sie sich 22 Minuten Zeit. Das ist kein Spinner, Verschwörungstheoretiker, etc, sondern ein Lungenarzt, Mitglied der SPD und Bundestagsabgeordneter von 1994 - 2009, danach im Europarat und im Vorstand von Transperancy International Deutschland.
    Das ist eine fundierte Meinung abseits des medialen Mainstreams, die aber sehr interessant ist und Gehör finden sollte.
    Es gibt daher sehr wohl gute Argumente, die dafür sprechen das die jetzige Vorgehensweise übertrieben ist. Es mag sich jeder seine eigene Meinung bilden. Ich werde mich auch den Maßnahmen unterwerfen und solidarisch sein, aber ein komisches Gefühl kann ich nicht verhehlen. Ruhe bewahren, sich umfassend informieren und nicht dem Mainstream nachhecheln. In diesem Sinn: bleiben sie gesund und kritisch

  12. 10.

    Sie haben offensichtlich die Brisanz der ganzen Lage nicht begriffen. Wenn man seinen Mund aufmacht, sollte
    man wenigstens so etwas wie "exponentielles Wachstum" verstanden haben...
    Oder wie D.Nuhr sagte: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!"
    Danke.

  13. 9.

    Wie schon so oft haben Sie auch hier einen klug durchdachten Kommentar abgeliefert. So ist es wenn man Zusammenhänge nicht mehr erkennen kann.

  14. 8.

    Wieso immer der Vergleich mit Influenza? Gegen Influenza kann man sich impfen lassen. Das kann jeder für sich entscheiden. Gegen Corona gibt es noch nichts. Sollen in Deutschland erst Zustände wie in Italien herrschen bis man reagiert? Oder ist vorbeugen die vielleicht bessere Variante? Schließlich verbreitet sich das Virus weltweit.

  15. 7.

    Ein neuartiger Virus der sich expotenzial verbreitet, für viele Menschen tödlich ist (auch wenn es "nur" unter 1% ist)...ist keine Übertreibung, denn ca. 84 Millionen, davon 60-70 Prozent Infizierte von denen 1% stirbt (angenommen durch die neusten Erfahrungen) sind?...übers Kreuz gebrochen eine halbe Million Tote, nur in Deutschland (wenn man nicht reagiert)....aber es ist ja Übertrieben. Wenn Sie noch so jung sind das Ihr Körper das schafft, ist es leicht sich so zu echauffieren...Gedanken an die Generation ihrer Eltern scheinen Sie ja nicht zu haben. Aber da Sie für immer jung und wohlhabend sind, werden Sie ja nie auf die Umsicht Anderer angewiesen sein...es wäre ja Übertrieben auf dass Leben solcher Egoisten zu achten.

  16. 4.

    Allerdings kann man in der "kurzen Schnupfenzeit" viele Menschen infiziert haben, die dann sogar daran sterben können.

  17. 3.

    An den Influenzaviren starben in manchen Jahren zehntausende Menschen allein in der Bundesrepublik. Wurde da so eine Hysterie verbreitet? Es ist eine maßlose Übertreibung was derzeit passiert.

  18. 2.

    In der Bundestagsdrucksache 17/12051 vom 03.01.2013 wird unter Punkt 2.3 die „Risikoanalyse Pandemie durch Virus Modi SARS“ aufgeführt (Seiten 5 u. 6). Die beschriebene Risikoanalyse „Pandemie durch Virus Modi-SARS“ wurde lt. Drucksache „unter fachlicher Federführung des Robert Koch-Instituts und Mitwirkung weiterer Bundesbehörden“ (13) durchgeführt. Danach wurde „zunächst ein entsprechendes Szenario durch die behördenübergreifende Arbeitsgruppe erarbeitet. Anschließend wurden die anzunehmende Eintrittswahrscheinlichkeit einer solchen Pandemie sowie das bei ihrem Auftreten zu erwartende Schadensausmaß bestimmt. Die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass Erreger mit neuartigen Eigenschaften, die ein schwerwiegendes Seuchenereignis auslösen, plötzlich auftreten können (z. B. SARS-Coronavirus (CoV), H5N1-Influenzavirus, Chikungunya-Virus, HIV)."
    Wurde die Entwicklung verschlafen?

Das könnte Sie auch interessieren

Verhüllungskünstler Christo (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
dpa/Britta Pedersen

Verhüllter Reichstag 1995 - Aktionskünstler Christo ist tot

Wer sich heute den Reichstag vorstellt und damals dabeigewesen ist, der bekommt die Bilder nicht mehr aus dem Kopf: Dick eingepackt in hellen Tüchern stand er da, wochenlang bestaunten ihn Gäste aus der ganzen Welt. Nun ist der Schöpfer dieser Idee gestorben.

Der verhüllte Berliner Reichstag schimmert 1995 in der Abendsonne (Quelle: rbb/Wolfram Leytz)

Christos Reichstagsverhüllung jährt sich zum 25. Mal - Alles begann mit einer Postkarte

Es war eine seiner spektakulärsten Aktionen - die Reichstagsverhüllung vom 24. Juni bis 7. Juli 1995. Fünf Millionen Besucher kamen damals nach Berlin, um sich das Spektakel anzusehen. Christos Projekte gehören zu den größten der Welt. Der 84-Jährige zählte zu den weltweit bekanntesten Künstlern. Er verhüllte Brücken, Landschaften und Gebäude - immer nur für eine gewisse Zeit.