Teaserbild_Fallzahlen_Intensivstationen
Bild: rbb|24

Corona-Grafiken | Berliner Ampel - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Die Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg: Wie viele Neuinfizierte gibt es - und wo? Werden Krankenhausbetten knapp? Und wo steht die Ampel? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktualisierten Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske und Arne Schlüter

Aktuell

Für Berlin sehen die Zahlen wie folgt aus (Stand 24.11.2020, 16.20 Uhr):

- Seit Anfang der Epidemie bestätigte Coronavirus-Infektionen: 58.924
- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 1.615
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 1.078, davon werden intensivmedizinisch 295 Personen behandelt und hiervon wiederum 226 beatmet.
- Gestorben mit dem Coronavirus infizierte Menschen: 492 (+36)

Berlins Gesundheitsämter konzentrieren sich seit dem 23.10.2020 bei der Kontaktverfolgung vornehmlich auf Risikogruppen. Insofern kann es sein, dass aufgrund dieser Strategieänderung die aktuellen Fallzahlen niedriger ausfallen und nicht aufgrund einer realen Änderung im Infektionsgeschehen.

 

Für Brandenburg sehen die Zahlen wie folgt aus (Stand 25.11.2020, 11:45 Uhr):

- Seit Anfang der Epidemie bestätigte Coronavirus-Infektionen: 17.807
- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 482
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 469, davon werden intensivmedizinisch 109 Personen behandelt und hiervon wiederum 67 beatmet (Stand: 25.11.2020, 11:45 Uhr).
- Gestorben mit dem Coronavirus infizierte Menschen: 334 (+11)

Die Grafiken im Text spiegeln den gleichen Stand wider. Teils dauert es ein wenig, bis die Änderungen nach der Aktualisierung auch angezeigt werden.

Die Neuinfektionen für Berlin und Brandenburg mit 7-Tage-Schnitt und die absoluten, kumulierten Fallzahlen zeigen die folgenden Grafiken.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Aktuell bildet der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen den Verlauf am besten ab. Diese Zahl schwankt stark mit dem Wochenrhythmus. Deswegen wählt rbb|24 eine eigene Art der Darstellung: den Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor.

Wie sieht es in meiner Stadt in meinem Landkreis aus?

Hier finden Sie die aktuelle Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Berlin und seinen Bezirken, in Brandenburg, den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen. Außerdem die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern der letzten sieben Tage. Das ist ein Kriterium für die sogenannte Corona-Notbremse. Wie sinnvoll diese bundeseinheitliche Regelung ist, können Sie hier nachlesen.

Die Berliner Corona-Ampel

Für die Berliner Ampel gilt die simple Formel: Zwei Mal Gelb bedeutet für den Senat Redebedarf. Zwei Mal Rot heißt Handlungsbedarf.

Die Corona-Ampel ist wie folgt aufgebaut:

1. Die Reproduktionszahl R

Ist der R-Wert unterhalb 1,1 steht die Ampel auf Grün. Ist er über 1,1 und das 3 Tage in Folge, springt die Ampel auf Gelb. Bei einem R-Wert drei Tage in Folge über 1,2 steht die Ampel auf Rot.

2. Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen

Liegt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen unter 20, ist dieser Teil der Ampel grün. Liegt diese Zahl über 20, so ist die Ampel gelb. Überschreitet die Zahl die Marke von 30, so wird hier die Ampel rot.

3. Anteil der für Covid-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen

Dieser Teil der Ampel ist grün, solange der Anteil an Covid-19-Patient*innen unter 15 Prozent liegt. Steigt der Wert über 15 Prozent, ist die Ampel gelb. Ist der Anteil bei über 25 Prozent, schaltet die Ampel auf Rot.

Wichtig: Wir zeigen hier nur noch den R-Wert des Senats und verzichten auf unsere eigene R-Wert-Berechnung. Das tun wir, weil inzwischen der Senat auch die Unsicherheit des R-Werts mit angibt, was unser zentraler Kritikpunkt war und Grund für die eigene Berechnung. Den Verlauf des R-Werts für Berlin mit oberer und unterer Schätzung sehen Sie hier:

Die obere und untere Schätzung als Angaben zur Unsicherheit der Berechnung sind wichtig. Inbesondere bei schnellen Veränderungen der Fallzahlen oder niedrigen Fallzahlen kann nämlich der R-Wert stark schwanken.

Wie viele der Fälle sind im Krankenhaus?

Hier finden Sie die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Aufgeführt ist auch, wie viele intensivmedizinisch behandelt, also etwa beatmet werden.

Wie viele Alte und wie viele Junge sind betroffen?

Der Berliner Senat und das Robert-Koch-Institut geben an, wie viele gemeldete Infizierte in welchem Alter sind. Dabei zeigt sich, dass die meisten Betroffenen jünger als 60 Jahre sind. (Daten für das Land Brandenburg liegen rbb|24 nicht vor).

Ferner hat sich die Altersverteilung unter den Infizierten seit dem Frühjahr so verändert.

Ein wenig detaillierter ist zudem der Vergleich wochentagsweise. Er zeigt, wie viele Neuinfektionen es z.B. am Montag dieser Woche gab und wie viele am Montag der vorherigen Woche. Damit kann dieser Grafik mitunter Trendwenden früher schon anzeigen.

Wie hoch ist die Positivquote bei den Tests?

Im Kontext der Fallzahlen muss auch die Quote der positiven Tests beachtet werden. Je niedriger die Positivquote liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die meisten Fälle entdeckt und nachverfolgt werden können.

Warum wählt rbb|24 einen 7-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der 7-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist der Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

- Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

- Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet werden.

- Gleichbleibend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt. Gleichbleibend ist der Trend zudem, wenn der Unterschied zwar prozentual größer ist, aber die absolute Differenz weniger als fünf gemeldete Neuinfektionen beträgt. Damit wird bei niedrigen Fallzahlen der Einfluss von Schwankungen reduziert.

Warum zeigt rbb|24 keine Berechnung der Verdopplungszeit mehr?

Das Modell für eine Verdopplungszeit geht davon aus, dass nach X Tagen doppelt so viele, nach weiteren X Tagen vier Mal so viele Menschen infiziert sind. Diese Zahlen sind interessant, wenn sie exponentiell steigen. Inzwischen ist die Infektionsdynamik aber eine andere, die Verdopplungszeit hat damit keine wirkliche Aussagekraft mehr. Entsprechend haben wir uns entschieden, diese Grafik nicht mehr fortzuführen.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?

rbb|24 verzichtet auch auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Fallzahlen pro Einwohner auf Karten, denn laut Robert-Koch-Institut [rki.de] gilt: "Die Meldung hat an das Gesundheitsamt zu erfolgen, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt." Wenn sich also jemand infiziert und testen lässt, ist in der Regel das Gesundheitsamt seines Wohnorts zuständig. Das muss aber nicht der Ort sein, an dem er potenziell am meisten andere Menschen angesteckt haben könnte.

Über die Hälfte der Brandenburger pendelt, auch viele Berliner arbeiten außerhalb von Berlin und noch mehr bewegen sich zwischen den Bezirken. Sie könnten also an einem Arbeitsplatz in einem anderen Landkreis oder Bezirk wesentlich mehr Menschen angesteckt haben als am Wohnort. Trotzdem zeigen wir inzwischen neben den weiträumigeren Brandenburger Landkreisen auch für die Berliner Bezirke eine Tabelle. Der Grund ist, dass zeitweilig nur einzelne Bezirke aufgrund hoher Fallzahlen als Risikogebiet galten. Wir wollen aber weiterhin den Eindruck einer "Gefahrenkarte" vermeiden.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen, die sich in ihrer Berechnung noch dazu zwischen Berlin und Brandenburg unterscheiden.

Als genesen gelten in Berlin [berlin.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

- hospitalisierte Fälle 7 Tage nach Entlassung; bzw. bei fehlenden Daten 28 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

In Brandenburg dagegen gelten als genesen [msgiv.brandenburg.de]

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Meldedatum

- zu hospitalisierten Fällen fehlt eine Angabe, wie sie in die Berechnung einfließen.

Weil die Zahl der Genesenen eben nur eine Schätzung ist und noch dazu eine, die nicht einheitlich gehandhabt wird, ist auch die Berechnung der aktiv Infizierten problematisch. Man würde dafür geschätzte Genesene von den genau gezählten Infizierten abziehen.

Ferner impliziert zudem der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und bereits isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle.

Daher verzichtet rbb|24 derzeit auf eine entsprechende Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten. Die Zahl der Neuinfzierten der letzten Woche und der Woche zuvor ist aber ein grober Richtwert für den derzeitigen Stand der Epidemie. Das ist auch medizinisch gesehen sinnvoll, da bei der Mehrheit der leicht verlaufenden Erkrankungen nach ungefähr 14 Tagen die Symptome abklingen.

Erläuterungen

Nach einer Umstellung in der Meldesoftware des Landes Berlin wurden für den 22. April zu wenig Fälle gemeldet. In der Grafik wurde das so ausgeglichen: Das Fallwachstum zwischen dem 21. und 23. April wurde auf beide Tage gleich verteilt. Das ist eine vereinfachende Annahme. Der Senat verweist nach wie vor darauf, dass die Daten aufgrund technischer Umstellungen in der Meldesoftware der Berliner Gesundheitsämter unvollständig sind.

Des Weiteren meldet Brandenburg keine Fallzahlen abends mehr. In der Berechnung der Fallzahlen am 19. April wurden daher die wahrscheinlich niedrigeren gemeldeten Infektionszahlen vom Morgen verwendet. Seitdem werden die Fallzahlen vom Morgen verwendet.

Zuletzt: Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat am 10.07.2020 eine Datenrevision durchgeführt. Bei der Überprüfung der Zahlen wurden 33 falsch klassifizierte Fälle in den Monaten April und Mai neu bewertet und rückwirkend korrigiert. rbb|24 hat, um diese Korrektur nachzubilden, für den Zeitraum 01.04.2020 bis 03.05.2020 jeden Tag eine Neuinfektion abgezogen. Die Überlegung dahinter ist, keinen falschen aktuellen Wochentrend wiedergeben zu wollen und gleichzeitig zu verhindern, dass die bereits vollzogene Dynamik der Infektionen zum Beispiel nicht durch einen einzelnen Tag mit negativen Neuinfektionen verzerrt wird.

 

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

2941 Kommentare

  1. 2941.

    Ist hier zwar OT, aber hat ja mit Fallzahlen zu tun: Alle Medien berichten dramatisch vom RKI, dass es seit gestern in der BRD 410 "Covid-Tote" gab - ein krasser Höchstwert. Jetzt gibt es leider noch keinen Download der Zahlen seit gestern, aber im RKI-Lagebericht vom 25.11. stehen 249 Todesfälle. Ich bin nun gespannt, ob es dabei bleibt. Die Todesfallzahlen der letzten 7 Tage: 100, 63, 50, 28, 13, 39, 14. Da wären 410 in der Tat ein neuer Rekord...
    WENN es dabei bleibt, dann wäre die Zahl ziemlich unerklärlich. Wenn nicht, dann hätte man unnötig Panik geschürt.
    Vielleicht lehne ich mich ja zu weit aus dem Fenster... mal sehen.

  2. 2940.

    Trump's world?
    Jain. Die Trumps dieser Welt sind eher ein Symptom einer neuen Welt wo jeder Trottel auf Tweetter unter Einsatz von 240 Zeichen der Relativitätstheorie oder Evolution publikumswirksam widersprechen. Wir dachten, Internet ist eine wunderbare Sache, weil jeder, jederzeit Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen finden kann.
    Dass er genauso leicht Zugang zum unwissenschaftlichen Unsinn finden wird und sich in seiner Informationsblase in seinen Irrtümern bestätigt fühlen wird, haben wir glatt übersehen.

  3. 2937.

    Teststrategie für Schulen und KiTas in Brendenburg verlängert (https://mbjs.brandenburg.de/aktuelles/pressemitteilungen.html?news=bb1.c.684150.de) - aber wenn man sich die Innanspruchnahme ansieht, scheint das kaum von den Berechtigten genutzt zu werden.
    Wie sieht das in Berlin aus?

  4. 2936.

    Die Klinik in der die Patientin starb, hat dies selbst gemeldet. https://www.moz.de/lokales/neuruppin/coronavirus-erste-tote-im-zusammenhang-mit-corona-in-ostprignitz-ruppin-53256694.html

  5. 2935.

    "Die einen stellen fest, das der PCR Test und das Virus Covid 19 nicht den Kochschen Postulaten entspricht, also kein Virusisolat als Beweis hergestellt werden konnte (...)"

    Wie kommen Sie darauf?

    Mit Stand 16. Februar 2020 gab es mehr als 40 vollständige Genomanalysen von SARS-CoV-2-Isolaten. Wenn 40 Arbeitsgruppen weltweit es schaffen ein Isolat zu gewinnen und anschließend eine vollständige Genomanalyse durchzuführen, dann kann man sich nur wundern dass immer wieder hartnäckig behauptet wird, es hat keinen Virusisolat gegeben.
    Zwei Beispiele, die das Gegenteil beweisen sehen Sie unten.
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/nuccore/MW281864.1
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/nuccore/MW280550.1

    Eine seltsame Welt, wo das Unwissen sich offenbar schneller verbreitet und/oder etabliert als das Wissen.

  6. 2934.

    Auch in der Coronalage OPR https://lkopr.maps.arcgis.com/apps/webappviewer/index.html?id=129c0cb80f5e4f6c88a75a02d6a28b92
    sind keine Todesfälle verzeichnet.
    Woher haben Sie die Information über Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 in OPR?

  7. 2933.

    OPR hat im offiziellen Bericht des Ministeriums 0 Sterbefälle (nach Wohnortprinzip) https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~24-11-2020-corona-faelle-stand-24112020
    auch in der Lagesicht des LAVG sind bei OPR keine Sterbefälle nach Wohnortprinzip verzeichnet https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b
    Warauf beruht Ihre Information über Sterbefälle?

  8. 2932.

    Warum wird OPR immer noch ohne Verstorbene geführt? Bereits letzte Woche ist diese leider auf 1 gestiegen.

  9. 2930.

    Was stellen Sie sich unter "Meinungsaustausch aller Experten, Politiker und Presseexperten" eigentlich vor? Wissenschaftliche Veröffentlichung sind offen und für jeden einsehbar - zumeist im hier interessierenden Bereich sogar kostenlos. Der Meinungsaustausch mit der Politik ist manchmal etwas einseitig, aber findet trotzdem doch statt. Var verstehen Sie bitte unter "Presseexperten", damit kann ich nicht in dem Zusammenhang anfangen.

  10. 2929.

    Das haben wir hier schon gefühlte hunderte Mal erläutert und mit Originalquellen unterlegt. Einfach mal weiter in die Vergangenheit zurück die beiträge ansehen. Vielleicht sollte die Redaktion mal einen Artikel mit allen Informationen dazu zusammenstellen, auf den man dann verweisen kann und nicht immer wieder alles nochmal von vorn anfangen muß.

  11. 2928.

    Virusisolat am RKI als Beispiel, sogar mit EM-Abbildung: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/NRZ/EM/Aktivitaeten/SARS_CoV_2_Diagnostik_EM.pdf?__blob=publicationFile

  12. 2927.

    Hallo Sascha,

    Wir orientieren uns bei der Flächengrafik an den Angaben des Senats, weil dort auch die nicht intensiv pflichtigen Krankenhauspatienten aufgeführt werden. Bei der Auslastung der Betten, wo es nur um Intensivpatienten geht, nehmen wir das aktuellere Divi-Register. Vielleicht sollten wir das die Tage nochmal ergänzend aufführen. Danke für den Hinweis.

    Grüße

    Hmb

  13. 2925.

    Die Zahlen hier sind vom Senat Berlin bzw. vom LAVG Brandenburg. Das steht auch als Quelle darunter. Die Zahlen vom RKI hinken meißt etwas wegen verspäteter Meldungen hinterher. Außerdem haben zumindest in Brandenburg auch nur die Zahlen vom LAVG Brandenburg Gültigkeit nach den geltenden Verordnungen.

  14. 2924.

    (2)...also die Zahlen zu senken. Die wissenschaftliche Kritik: "Eure Zahlen funktionieren nicht" oder sind so etwas wie im Nebel stochern, wie dort gesagt wird, bedeutet, dass sie so hoch sind, dass keine allzu verlässliche Aussagen mehr gemacht werden können. Genaues Wasserwirbelverhalten in einem kleinen Rinnsal, das sich so lange beurteilen lässt wie es ein kleines Rinnsal bleibt, lässt sich auch nicht mehr machen wenn alles Stürmisch überflutet ist. Das Versagen liegt aber dann nicht an den Meßgeräten, die nur für das Rinnsal konzipiert sind, sondern es ist eine Folge der Überflutung. Das RKI ist in der Tat eine Bundesbehörde, aber ob aufgrund dieser Lage welche Maßnahme getroffen werden muss, die Entscheidung das ist Politikerjob.

  15. 2923.

    Ihre Darstellung ist leider irreführend.
    Ja, mittels PCR-Test können auch nicht mehr vermehrungsfähige Virusstücke nachgewiesen werden, z.B. in Stuhlproben - das ist wirklich keine neue Erkenntnis.
    ABER: Zur Bestätigung einer akuten Infektion mit SarsCov2 wird ein Nasen- bzw. Rachenanstrich verwendet. Aus gutem Grund, denn eine hohe Viruslast dort lässt sogar Rückschlüsse über die Infektiosität zu. Darum ging es auch in der Meldung aus Portugal: Um die Viruslast und den Zusammenhang von Infektiosität und Quarantäne und darum, ab welcher Menge an Virus jemand noch bzw. nicht mehr infektiös ist und daher noch isoliert werden muss oder eben nicht.
    Frau Kalayci hat dem Abgeordneten Luthe übrigens nicht nur geantwortet, dass mittels PCR-Test natürlich auch nicht mehr vermehrungsfähige Virusstücke nachgewiesen werden können, sie hat ihm auch erklärt, dass eine Infektion mit dem Vorhandensein vermehrungsfähiger Viren korreliert usw.
    Also, immer schön bei der Wahrheit bleiben!

  16. 2922.

    Naturwissenschaftlich wird's jetzt interessant! Die einen stellen fest, das der PCR Test und das Virus Covid 19 nicht den Kochschen Postulaten entspricht, also kein Virusisolat als Beweis hergestellt werden konnte, die Anderen, die aufgrund einer RNA Sequenz eines entsprechenden Coronavirus einen PCR Test hergestellt und eingesetzt haben! Werden irgendwann die Gerichte entscheiden, da ein wie schon erwähnter Diskurs nicht stattfindet!

  17. 2921.

    Hallo Klaus Hoffmann, ich hatte mich eben zu dem Link in 2914 geäußert. Der andere Link der auf das ZDF verweist, also Konmentar 2919 stellt im Grunde genommen dar, dass wir wie der Interviewte Wissenschaftler richtig sagte, quasi im Nebel stochern. Die von der Politik viel zu hoch gesetzte Zahl von 50 / 100 000 Einwohner programmierte den Kontrollverlust der Gesundheitsämter vor. Die Zahl von mehr als etwa 5% SARS-CoV-2 positiven bei den PCR-test bedeutet dass die Zahlen höher sind, als dass man noch sehr valide epidemiologische Einzelaussagen machen kann (z.B. welche Personengruppe/Altersgruppe etc. wie stark betroffen ist) Durch den Anstieg der Zahlen sind zwei Kontrollmöglichkeiten/Analysemöglichkeiten verloren gegangen. Nun gibt es keine Kontrolle/Analysemöglichkeit - mehr es sind zu viele Fälle. Das ist der Kontrollverlust aufgrund zu hoher Zahlen. Die Schlussfolgerung kann nur sein, die Zahlen wieder in den Griff zu bekommen, also senken.

  18. 2920.

    Hallo Klaus Hoffmann, das ist ein schwieriger Link, da quasi um die Ecke versucht wird naturwissenschaftliche Tatsachen in Frage zu stellen. Das verwirrt Leute, die keinen naturwissenschaftlichen Hintergrund haben. Darüber hinaus ist es völlig egal, was Drosten so von sich gibt(über den wird dort ja auch geschrieben auf der Seite). Der ist Europas führender Virologe beim Thema Coronaviren (gibt ja verschiedene Coronaviren) und was Testqualität betrifft. Epidemiologisch ist er aber nicht gerade der, der immer die Nase vorne hat, denn er ist kein Epidemiologe. Und mit den Lockdowns etc. hat er schon gar nichts zu tun. Welche Maßnahmen beschlossen werden oder nicht da sind ausschließlich Politiker und vielleicht noch Juristen verantwortlich. Naturwissenschaftler entscheiden gar nichts, auch Drosten nicht.

  19. 2919.

    Beispiel mal ZDF https://www.zdf.de/nachrichten/zdfheute-live/videos/schrappe-corona-kritik-video-100.html ist interessant, ist nur ein Beispiel meines Kommentars der noch nicht veröffentlicht wurde.

  20. 2918.

    Gute Frage, liegt wohl daran, das es einen ob gewollt oder ungewollten Meinungsaustausch aller Experten, Politiker und Presseexperten zum Explosivthema Corona in der breiten Öffentlichkeit niemals gegeben hat!

  21. 2917.

    1. Das sind juristische Spitzfindigkeiten, die nichts über den naturwissenschaftlichen Teil der Sachen aussagen, also dass PCR und Schnelltests eine stattgefundene SARS-CoV-2 Infektion nachweisen und Infizierte ob symptomatisch oder ohne Symptome unter entsprechenden Bedingungen andere Personen anstecken können. 2. Wie Juristen und Politiker oder auch Künstler und Philosophen mit diesen naturwissenschaftlichen Tatsachen umgehen bleibt ihnen überlassen. Das ist dann nicht mehr Naturwissenschaft und Medizin.

  22. 2916.

    "Nein, die Realität ist für alle dieselbe, Wahrnehmung, Bewertung und Reaktion sind unterschiedlich."
    Recht haben Sie. Eine misslungene Metapher meinerseits.
    Könnten wir uns vielleicht darauf einigen, dass wir in der Realität, die wir nicht wahrnehmen können (oder wollen) nicht bewusst existieren können?
    Ein Obdachlose und ein Hauseigentümer leben scheinbar in derselben Realität. Wenn aber die Regierung anordnet, die eigenen vier Wände (unter Androhung der Strafe) nicht zu verlassen, dann unterscheidet sich das Alltags- und Realitätserlebnis der beiden gravierend, nicht wahr?
    "(...)Regeln gleich welcher Art 'nur' ein ethisches, gesellschaftlich akzeptiertes Minimum darstellen können."
    Ich glaube wir sind in dieser Hinsicht meinungskonform.

  23. 2915.

    DAS ist die Lösung: Tests für nicht gültig erklären, weglassen und das Problem ist vom Tisch! Warum nur sind unsere unfähigen Wissenschaftler und deren Lakaien, die Politiker, noch nicht auf diesen klugen und zielführenden Gedanken gekommen?!?

  24. 2914.

    Nachdem schon die Senatsverwaltung Berlin für Gesundheit den PCR Test nicht als Bestimmung für Infektionen laut Infektionsschutzgesetz erklärte, so hat in Portugal ebenso das Berufungsgericht https://www.corodok.de/portugiesisches-berufungsgericht-pcr/ den PCR Test ebenso diese Bestimmung verwehrt und die Quarantäne aufgehoben. Laut Pressemitteilungen werden schon weltweit mehrere Klagen gegen den PCR Test statt gegeben.

  25. 2913.

    Hallo Sigrid,

    Da haben Sie mir ja wirklich aus der Seele gesprochen, ich kann dem nix mehr zusetzen, danke für diesen Komentar :)

  26. 2912.

    Ja da hat die Bundesregierung vor der Macht der Autokonzerne den Kuezeren gezogen.
    Es ist halb einfacher bei den schwaechsten siehe Kinder
    seine Massnahmen durchzusetzen

  27. 2911.

    Warum sind die Fallzahlen für Potsdam Mittelmark und Teltow Fläming hier viel höher als auf der Karte der Tagesschau, der Bild, etc? Bezieht sich nicht alles aufs RKI?

  28. 2910.

    Darüber könnte man lange diskutiere, vor allem aus rechtstheoretischer und -philosophischer Sicht. Passt aber nicht hierher.

  29. 2909.

    Nein, die Realität ist für alle dieselbe, Wahrnehmung, Bewertung und Reaktion sind unterschiedlich. Ein Grund, warum Regeln gleich welcher Art 'nur' ein ethisches, gesellschaftlich akzeptiertes Minimum darstellen können.

  30. 2908.

    "Es geht darum das schon immer eine gewisse Anzahl an "Opfern" in kauf genommen wurde."

    Richtig, und das ist bei Corona nicht anders. Schließlich dürfen wir alle noch raus und uns kontrolliert anstecken.
    Um Feinstaub durch Verkehr zu verringern, gibt es beispielsweise Tempo-30-Zonen.
    Um Ansteckungen mit Corona zu verringern haben wir einen Teil-Lockdown.

  31. 2907.

    "Die Politik hat nun wohl auch verstanden, das man Ältere usw. am besten schützt, wenn sich diese selbst schützen oder warum soll es für diese ffp2 Masken geben ?"

    Es ist mein Kommentar auf Ihre Frage.
    Am besten wäre es, wenn z.B. in den Öffis alle eine FFP2-Maske tragen würden, aber dies klappt ja leider noch nicht einmal mit einfachem Mund-Nasen-Schutz. Einige Ältere können keine Maske tragen und sind daher auf die Solidarität anderer angewiesen, wenn diese sich doch einmal aus dem Haus trauen oder müssen.
    Soviel zum Thema "selbst schützen".

  32. 2906.

    Sehr geehrte Frau Sigrid B,
    vielen Dank für Ihren Kommentar. Er veranschaulicht sehr gut wo das eigentliche Problem und die Quelle aller Auseinandersetzungen liegt. Wir leben offensichtlich in unterschiedlichen Realitäten, wobei ich nicht behaupten will, dass meine die einzig richtige ist. Sie ist einfach anders. In meiner Realität ergeben die Sätze wie: "Wer durch das Virus schwer krank wird, kann vielleicht gar nicht mehr viel erreichen. Tote haben gar keine Chance. " wenig Sinn. Jeder, der schwer krank wird - und damit meine ich auch all die Leiden die 98% Erkrankungen ausmachen - kann vielleicht gar nicht mehr viel erreichen. Hier hat COVID-19 keine Sonderstellung. Tote haben in der Tat keine Chance. Das liegt in der Natur dieses gar nicht so ungewöhnlichen Phänomens und trifft jedes Jahr für beinahe eine Million Bundesbürger zu. Auch hier haben die C-19 Sterbefälle für mich keine Sonderstellung, für Sie und viele andere besorgte Bürger, schon. Bleiben Sie gesund.

  33. 2904.

    Den link nicht beachtet ?!
    Naja … es geht nicht um Regelverstöße oder so. Es geht darum das schon immer eine gewisse Anzahl an "Opfern" in kauf genommen wurde.
    Im Link zu sehen Tote durch Feinstaub.
    Auch hier nimmt man das in kauf bzw. wägt es gegen den Nutzen ab.

    Darum geht es … immer ….

  34. 2902.

    @rbb24:
    Ich möchte das auch nochmal hochholen - neuer Versuch. Dass die angegebene Zahl der Intensivpatienten den DIVI-Angaben hinterherhinkt, wäre noch verständlich. Warum aber steht da eine andere Zahl für die Beatmeten? Laut DIVI sind es nur 205, nicht 238. Woher kommt die Zahl? Das stimmt schon die ganze Zeit nicht überein.

  35. 2901.

    Ich kann den Unfug nicht mehr hören/lesen, das wäre alles vermeidbar gewesen!
    Überall in unseren Breitengraden gleichen sich die Fallzahlenkurven und die BRD steht vergleichbar gut da. Überall da wäre das vermeidbar gewesen? Ja, möglicherweise - falls Menschen Maschinen wären! Sind sie aber nicht. (In China vielleicht versucht man sie dazu zu bringen, welche zu sein.)
    Allmählich breitet sich unter Corona der Wahn aus, der Mensch müsste unverletzlich und perfekt sein. Aber offenbar im Sinne einer Maschine. "Perfekt" wären aber für mich auch Nachsicht und Verständnis, nicht nur ein stählener Körper.

  36. 2900.

    Das Problem ist ja vor allem die zu erwartende Entwicklung falls die Zahlen nicht niedrig sind. Nach zunächst langsam ansteigenden Fallzahlen kommt ab einem zuvor nicht genau bestimmbaren Punkt der rasante Anstieg der nur noch äußerst schwer zu stoppen ist. Da es sich um Menschen handelt ist das ganz auch noch schwer zu analysieren (Stichwort: wie hoch ist die sich aus verschiedenen Gründen immer wieder ändernde Dunkelziffer in welchen menschlichen Gruppen). Das geringste gesellschaftliche Risiko und der geringste wirtschaftliche Schaden entsteht m.E. wenn man eine Null-Fälle-Politik macht. Das tun wir seit Jahrzehnten bei der über die Luft übertragenen niemals zu besiegenden Tuberkulose ja auch. Und sind erfolgreich. Hätten wir hunderttausend Tuberkulosefälle gäbe es auch Lockdowns, aber wir halten die Tuberkulosezahlen auf nahe Null und müssen daher seit Jahren nur allerwinzigste Eingriffe machen (mal ein Schulklasse schließen, mal ein Büro, mehr nicht.).

  37. 2897.

    Sehr geehrte Sigrid B, ich kann Ihre Ansicht nachvollziehen, nur empfinde ich Ihre Betrachtungsweise sehr einseitig und in dem Glauben, dass man das Virus ausrotten kann. Kritik an den Maßnahmen heißt nicht im Gegenzug alles laufen zu lassen. Es gibt viele gute Vorschläge die vulnerablen Gruppen besser zu schützen ohne eine Gesamtgesellschaft in den Lockdown zu treiben. Darauf hätte man sich von Beginn an mehr fokussieren und v.a. mehr investieren sollen. Ich kenne mobile Pflegerinnen, die bis heute nicht getestet wurden. Kritik an den Maßnahmen heißt auch nicht unsolidarisch zu sein. Evidenzbasierte und langfristige Strategien sind gefragt. Existenzvernichtungen lapidar mit, da fangen sie halt was Neues an, wegzuwischen, finde ich da eher anmaßenden und auch hier nicht weit genug gedacht. Schützen Sie sich. Ich schütze Sie auch, aber bitte maßvoll.

  38. 2895.

    Ich würde auch Leitern im Haushalt abschaffen!
    Siehe Haushaltsunfälle.

    Vielleicht haben Sie auch schon gehört, dass nicht nur Ältere schwere - sogar tödliche - Covid-Verläufe haben.
    Sollte sich inzwischen rumgesprochen haben.
    Siehe #2808 von Roman W.

  39. 2894.

    Es wird Sie überraschen, aber auch die Freiheit des Autofahrens ist umfangreich reglementiert. Niemand behauptet, Regeln schlössen jedwedes Risiko aus. Das gilt genauso für die Corona-Regeln. Es liegt ein großer Unterschied zwischen Restrisiko und Fahrlässigkeit.

  40. 2893.

    Es wird sie überraschen aber durch die Freiheit einiger z.B. sich mit dem Auto durch die Gegend zu bewegen nimmt man schon sehr lange Tote in Kauf.
    https://www.umweltbundesamt.de/tags/vorzeitige-todesfaelle

    Die Politik hat nun wohl auch verstanden, das man Ältere usw. am besten schützt, wenn sich diese selbst schützen oder warum soll es für diese ffp2 Masken geben ?

  41. 2892.

    Ich habe schon lange nicht mehr, so einen tollen, richtigen Kommentar gelesen.
    Es freut mich sehr, das es Menschen gibt, die auch so denken wie ich.

  42. 2891.

    Sie schreiben nur über Ihr Unverständnis den Maßnahmen gegenüber, die wir haben und die zu erwarten sind. Das hört sich so an, als würden Sie die Regierung beschuldigen, an der Verbreitung des Virus' schuld zu sein???!!! Was glauben Sie denn, was passiert, wenn alles so laufen gelassen wird? Welche Vorschläge haben Sie eigentlich, wie man die Infektionen in den Griff bekommen kann? Nehmen Sie dann in kauf, dass noch mehr ältere Leute sterben, damit Sie ihre Freiheiten haben? Kann man wirtschaftliches Wohlergehen mit Leben erkaufen? Ich jedenfalls möchte noch eine ganze Zeit leben und mich nicht mit schweren Verläufen der Krankheit herumquälen müssen. Wer pleite geht, tut mir wirklich sehr leid. Aber er hat vielleicht noch eine Chance für einen Neuanfang.
    Wer durch das Virus schwer krank wird, kann vielleicht gar nicht mehr viel erreichen. Tote haben gar keine Chance. Wir brauchen jetzt alle noch eine Weile Kraft und Geduld und vor allem Solidarität.

  43. 2890.

    Interessanter Artikel zur partiellen Kreuzimmunität bei Coronaviren:
    https://www.the-scientist.com/news-opinion/common-cold-coronaviruses-tied-to-less-severe-covid-19-cases-68146

    Auf der Seite vom "Scientist" sind auch noch andere interessante Artikel zu COVID-19. Vielleicht als Abendlektüre für die Redaktion. ;-)

  44. 2889.

    Wenn man sich hier
    https://www.worldometers.info/coronavirus/
    mal Europa aufruft und die Tabelle nach Cases/1 Mio. absteigend sortieren läßt oder nach Deaths/1 Mio. steht Deutschland in Europa verhältnismäßig gut da (Cases/Mio. Platz 40 von 48, Deaths/Mio. Platz 33 von 48). Was auch immer der oder die Gründe im Endeffekt sind, es läuft gegenüber anderen Ländern in Europa eigentlich gut, trotz aller Probleme und Auseinandersetzungen. Das sollten wir hier als Hintergrund nicht vergessen.
    Daß es wesentlich bessere Länder auf der Welt gibt, wurde schon mehrfach erwähnt.

  45. 2888.

    Hallo,
    die Angabe "Stand 23.11.2020 16.20" in dem Aktuell-Fenster am Anfang ist nur zum Teil korrekt.
    Die Zahlen für die im Krankenhaus behandelten Patienten und die auf den Intensivstationen stammt z.B. heute immer noch vom 22.11., 13 Uhr (sog. Selbstauskunft der Krankenhäuser in IVENA, siehe Lagebericht der Senatskanzlei unter https://www.berlin.de/corona/lagebericht/).
    Das DIVI-Intensivregister, nach dem sie sich an anderer Stelle laut eigener Angabe richten, verzeichnet für Berlin weiter eine Zunahme, aktuell werden 309 Patienten intensivstationär behandelt, nicht 295.
    Wäre schön, wenn sie hier eine einheitliche Linie hineinbekommen würden.
    Freundliche Grüße und gute Gesundheit allen.
    Stefan

  46. 2886.

    Hallo Björn,

    Verzeihung, dass wir noch nicht darauf geantwortet haben. Wir haben lange diskutiert im Team, ob wir die Line-Charts auf die Bevölkerungsgröße normieren sollen und haben uns dagegen entschieden. Wieso? Das beste Argument für mich kam von John Burn-Murdoch von der Financial Times. "Now, we could, of course, still adjust for population, and give you sort of per capita or per million people numbers of cases or deaths. What that would do is essentially just make larger countries look like their outbreaks aren't quite as bad, and smaller countries look like theirs are much worse. With this chart, we're focusing on trajectory." https://www.ft.com/video/9a72a9d4-8db1-4615-8333-4b73ae3ddff8

    Es geht hier uns weniger um die absoluten oder normierten Zahlen, sondern um die Veränderung. Darum haben wir auch die ganzen Wochenvergleiche, weil das am Ende wahrscheinlich der beste Gradmesser ist. LG

  47. 2885.

    Mag so sein. Das Problem bei Covid19 ist allerdings wohl die Symptomlosigkeit bei Kindern im Unterschied zur Grippe. Die Fallzahlen sind klein, die Dunkelziffer entsprechend höher. Lässt sich ergo schlecht direkt vergleichen. Aber erscheint plausibel.
    Trotzdem gibt es keine _gesicherten_ Erkenntnisse zu den Übertragungswegen, auch wenn 511 * 55% der Epidemiologen Annahmen treffen.
    Ich werte ja nur die RKI-Zahlen aus, bin nicht vom Fach. Den Weg von den Kindern zur AK 60+ kann ich zeitlich nicht so direkt ablesen. Man sieht ja auch oben im Altersdiagramm eine weitgehend parallele Schwankung. Im Frühjahr war das noch anders.
    Ich rätsele dauernd, warum es nicht möglich sein sollte, die "Wanderungen" ähnlich zu analysieren, wie bei Wahlen. Da präsentiert die Forschungsgruppe ja auch die Wählerwanderung ziemlich genau...

  48. 2884.

    "Am Samstag.konnten wir mal wieder beobachten…Um unter Leute zu sein trifft man sich zum bummeln
    Nicht zum schnellen einkaufen…nur zum quatschen."

    Woher wissen Sie das so genau? Haben Sie die Leute verfolgt? Dann sind Sie Teil des von Ihnen beschriebenen Problems.
    Ansonsten ist Bewegung für Körper und Geist nun mal notwendig, in Verbindung mit (möglichem) Einkauf sicherlich nicht verwerflich und die gleichzeitige Kontaktpflege auf diesem Wege garantiert besser, als Freunde nach Hause einzuladen und vom Sofa aus online zu bestellen. Anstatt sich für das Leben der Anderen zu interessieren, gibt es doch auch für Sie bestimmt bessere Möglichkeiten, d Teil-Lockdown durchzuhalten. Wir waren nach unseren Samstagseinkäufen an der Müggelspree unterwegs und auch gestern mehrere Stunden spazieren und sind dabei keinen zehn Menschen begegnet. Und bestimmt gibt es auch in der Innenstadt Bereiche mit wenig Publikumsverkehr, in denen man gar nicht in die Versuchung kommt, andere zu beobachten...

  49. 2882.

    Im Sinne der Einstufung als Risikogebiet stimmt die 84 vom LAVG Brandenburg. Der andere Wert ist vom RKI und ist mit Meldeverzug und einer leicht abweichenden Berechnung behaftet (eher Richtung 6-Tage-Wert). Dazu gab es hier auch mal eine genauere Erläuterung und eine Verweis auf einen Report im "Spiegel" (?).
    Könnte vielleicht die Redaktion nochmal raussuchen, da die Frage wohl noch häufiger kommen wird. Vielleicht auch generell als kleine Erläuterung direkt am Plot und Verweis auf den Artikel dazu.

  50. 2881.

    Danke für die Antwort. Ja, kann man auch von der Seite sehen, kein Problem. War auch nur als Ergänzung gedacht für einen weiteren Blickwinkel auf die Daten, der für manche Fragestellungen was bringen könnte.

  51. 2880.

    Am Samstag.konnten wir mal wieder beobachten was soziale Kontakte vermeiden für manche so bedeutet.

    Um unter Leute zu sein trifft man sich zum bummeln
    Nicht zum schnellen einkaufen wie es laut Aussage der Politiker ja sein soll (schön wär's ) , Nein, nur zum quatschen.

    So dauert dieser Teil Lockdown noch ewig.
    Manche begreifen es nicht.

  52. 2879.

    Hallo Björn,

    Verzeihung, dass wir noch nicht darauf geantwortet haben. Wir haben lange diskutiert im Team, ob wir die Line-Charts auf die Bevölkerungsgröße normieren sollen und haben uns dagegen entschieden. Wieso? Das beste Argument für mich kam von John Burn-Murdoch von der Financial Times. "Now, we could, of course, still adjust for population, and give you sort of per capita or per million people numbers of cases or deaths. What that would do is essentially just make larger countries look like their outbreaks aren't quite as bad, and smaller countries look like theirs are much worse. With this chart, we're focusing on trajectory." https://www.ft.com/video/9a72a9d4-8db1-4615-8333-4b73ae3ddff8

    Es geht hier uns weniger um die absoluten oder normierten Zahlen, sondern um die Veränderung. Darum haben wir auch die ganzen Wochenvergleiche, weil das am Ende wahrscheinlich der beste Gradmesser ist. LG

  53. 2878.

    Auf NTV wird mit Stand 23.11. für PM eine 7-Tage-Inzidenz von 18 ausgewiesen. Hier bei rbb sind es 84. Woraus können solche Unterschiede resultieren. Welche Werte stimmen denn nun?

  54. 2876.

    Einen herzlich guten Morgen wünsche ich allen im Forum.

    Es gibt ein Leben ohne PCR-Test-Zahlen und vor dem Tod. Versuchen Sie es mal.

    Ich wünsche allen einen schönen Tag.
    Heute scheint die Sonne.

  55. 2875.

    Mein Post zu alternativen Plots war wohl untergegangen. Könnte man für die täglichen und kumulativen Zahlen neben den absoluten Werten auch noch beide Plots als normierte Darstellung pro 100000 in einem weiteren Tab machen? Dann könnte man Berlin und Brandenburg besser direkt vergleichen. Außerdem könnte man zum Vergleich in den normierten Plot auch den Verlauf von Gesamtdeutschland als Referenz eintragen.

  56. 2874.

    Neben dem kompletten ignorieren von Fachleuten, finde ich auch die Strategie der Politik "interessant": Erst Fachleute ignorieren und eigene Strategie fahren, dann scheitern und auf die Strategie der Fachleute lautstark umschwenken, die dann aber dann zu spät kommt und nicht mehr richtig funktionieren kann, dann groß herausstellen, daß die Strategie der Fachleute doch auch nicht besser funktioniert als die der Politiker - kommt "super" an in Fachkreisen und ist sehr "motivierend" für Fachleute in der Zukunft überhaupt noch die Politik zu beraten.

  57. 2873.

    Den Kindern wäre mehr geholfen, würden sie nicht ständig von den Erwachsenen für deren Ziele instrumentalisiert und als Projektionsfläche für deren Ansichten, Meinungen und Einstellungen missbraucht. Oder gar als Schutzschild bei Demos, wie in Leipzig geschehen...

  58. 2872.

    Wohl kaum, es sei denn, die Menschen hätten keinen privaten Bereich, sondern fristeten ihr Leben in Kneipen, Bars, Museen oder Kinos. Eine ziemlich gruselige Vorstellung... Es stellt sich eher die Frage, wie das Virus in diesen privaten Bereich gelangt ist. Es wird ja wohl nicht auf uns gewartet haben, während wir im Sommer alle draußen waren...

  59. 2871.

    Durch Studien ist lange bekannt, dass die jüngeren Kinder eher nicht das Virus im großen Stil weitergeben, die älteren aber vergleichbar zu den Erwachsenen sind. Das heißt: in Grundschulen ist das Risiko geringer als an weiterführenden Schulen. Antwort der Berliner Senatsverwaltung seit Ende der Sommerferien: alles Schulen auf, Business as usual, nur Maske auf den Gängen und im Treppenhaus!! Lächerlich! Und nun endlich wird gesagt: Maske auf auch im Klassenraum. Und die Zweiteilung von Klassen? Nö, is ja alles halb so schlimm. Hier wird mit der Gesundheit der Lehrkräfte/SchülerInnen gespielt! Und die tragen es dann übrigens in die Familien. Alles aus Angst vor dem Geschrei der Eltern, dass sie die Kinder betreuen sollen! Wie wäre es damit: GS geöffnet, ab Klasse 7 zu Hause lassen (mit Homeschooling), Abschlussklassen in die Schulen. Das wäre eine echte Entlastung. Und praktikabel! Kinder ab Klasse 7 brauchen keinen Aufpasser zu Hause! Eltern können arbeiten!!

  60. 2870.

    Da bin ich ja mal gespannt, welche schärferen Maßnahmen Frau Merkel am Mittwoch präsentieren wird. War ja von Anfang an klar, dass die Befristung auf November nicht eingehalten wird. Die Gerichte haben nach dem geänderten Infektionsschutzgesetz auch nichts mehr zu sagen. Da können die Politiker sich ja jetzt so richtig austoben. Schlimm nur für die vielen Existenzen, die vernichtet werden. An die Schulden, die den nachfolgenden Generationen aufgebürdet werden, mag ich gar nicht denken.

  61. 2869.

    Also mir war das völlig klar, dass die Zahlen nicht zurück gehen, wenn alle Menschen dorthin gedrängt werden, wo bisher der überwiegende Teil der Infektionen stattgefunden hat - im privaten Bereich! Und durch die kontinuierliche Erhöhung der wöchentlichen Tests, seit Ende Oktober zusätzlich die Schnelltest musste die Anzahl der positiven Ergebnisse zwangsläufig steigen. Wäre alles offen geblieben, wo man auf Masken und Abstand geachtet hatte, hätten wir sicher niedrigere Zahlen.

  62. 2868.

    Epidemiologen war das schon klar. Bei der Auswahl "schon bald", "in 3 bis 12 Monaten" und "bestenfalls in einem Jahr oder später" antworteten 55% von 511 befragten US-Epidemiologen als sie im Frühjahr 2020 gefragt wurden, wann sie ihre Kinder wieder in die Schule oder zu Schulausflügen lassen würden "in 3 bis 12 Monaten". Achtung! Im Frühjahr gab es nur wenige Fälle in den USA und schon da waren Epidemiologen vorsichtig. Auch Saskia Esken (SPD) sagte (richtig) dass es keine wissenschaftlichen Anhaltspunkte gäbe anzunehmen dass Kinder kein Problem seien. Es gab einen Haufen Studien, die auf den ersten Blick nach Entwarnung bzgl. diese Themas aussahen, aber bei genauer Betrachtung krankten sie daran dass Kinder keine Symptome haben und daher, weil bei den Studien symptombezogen ausgewählt wurde, es so erschien als seien Erwachsene häufiger betroffen. - 511Epidemiologen:
    https://www.nytimes.com/interactive/2020/06/08/upshot/when-epidemiologists-will-do-everyday-things-coronavirus.html

  63. 2867.

    Ich finde in den ganzen Diskussionen über die Schulen und die Ansteckungsgefahr, die von den Kindern möglicher Weise ausgeht wird das Entscheidende vergessen: es sind Kinder!
    Ihre Aufgabe ist nicht der Schutz der Erwachsenen. Die Erwachsene können, sollen und müssen sich selbst schützen. Wenn sie dies verantwortungsvoll tun brauchen sie keine Angst vor "Kindern" haben.
    Auch sollten die Großeltern, Tanten und andere Verwandte selbst entscheiden können wie sie ihr persönliches Risiko gegenüber dem Kontakt zu Kindern einschätzen. Als Erwachsene können sie sehr gut abwägen und persönlich entscheiden.
    Die Kinder jedoch sollten so lange wie möglich in d Schule gehen dürfen und Freunde treffen, auf Ihren Schultern die Last für Infektionsketten abzuladen ist definitiv zu viel!

  64. 2866.

    Schulen/Kitas: Bei Grippe wird diese aus Asien von Erwachsenen nach Europa gebracht.Dann wird sie eine Weile (Sept, Okt, Nov) unter Erwachsenen verbreitet, aber auf niedrigem Niveau. Irgendwann im Dezember/Januar gibt es genug infizierte Lehrer/Erzieher die tragen die Grippe in die Kita/Schule. Da der Nase-Nase-Abstand dort gering ist sind die Kinder die welche die Epidemie jetzt erst anheizen.Der R-Wert ist bei Kindern fast 3 mal so hoch wie bei Erwachsenen. Daher geht die Grippeepidemie mit den Fallzahlen im Januar richtig durch die Decke.Das alles hat man schon gewusst. (Auch andere Winter-Atemwegserkrankungen funktionieren ähnlich.) Da bislang verschiedenen derartigen Erkrankungen so funktionierten, warum sollte das bei SARS-CoV-2 mit d gleichen Übertragungswegen anders sein? Epidemiologen wussten es, jedenfalls solche, die sich mit infektiösen Atemwegserkrankungen beschäftigen. Dort ist das Grundlagenwissen, dass die Politik ignorierte. Virologen/Mediziner wissen das u.U. nicht.

  65. 2865.

    Wohl wahr. Leider ziehen diese schief gegangenen Versuche u. U. tragische Folgen nach sich. Try and horror sozusagen, wahrscheinlich für mehr Menschen, als jemals bekannt wird. Man kann nur hoffen, dass für die nächste Pandemie entsprechende Lehren gezogen werden. Das Heft des Handelns hat derzeit jedenfalls offensichtlich Sars-Cov2 in der Hand, aller menschlichen Hybris zum Trotz.

  66. 2864.

    KiTa/Schulen Regelbetrieb, volle Bahnen im Berufsverkehr... Daneben Kontaktverbote! Pädagogen arbeiten sich in ihre Infektion rein, während privat soziale Isolation folgt...
    Gekipptes Beherbergungsverbot, Pleitewellen in Kultur!

    Jan/Febr war es nicht möglich, dass Virus erst gar nicht in Flugzeug und Fernverkehr über diverse Ländergrenzen reinkommen zu lassen. Nun haben wir so oder so kaputte Fluggesellschaften, Möglichkeit auf Massentests und Quarantäne an Grenzen.

    Harte Maßnahmen zur Vermeidung und Verhinderung des Virus oder
    Demokratische Kompromisse für ein Leben mit einem kontrollierten Virus?!

    Wie wären halbvolle Schulklassen und möglichst draußen halbtags spielende KiTa-Kinder, Gestreckter Berufsverkehr und Kulturbetrieb mit Einhaltung aller Hygienemaßnahmen...

    Die Politik sollte erstmal Hausaufgaben machen, bevor nur Parties und Bürger beschuldigt werden...

  67. 2863.

    Naja, aber gerade zum Thema Schulen: Da waren sich die Epidemiologen lange nicht einig. Und sind es bis jetzt noch nicht ganz. Kinder infizieren sich lautlos, ja. Kinder infizieren andere weniger, eben weil sie keine Symptome haben; ok. Kinder sind in der Minderzahl; etc.
    Aber wie weit sind Erkenntnisse zu Übertragungswegen von Schulkindern bis hin zur Risikogruppe 60+ bekannt? Da wird auch nur hauptsächlich spekuliert, obwohl die Gesundheitsämter da inzwischen doch Genaueres sagen könnten. Das wurde aber noch nicht ausreichend ausgewertet. Bei dieser Lage ist es schwer die geeigneten Maßnahmen schon früh zu treffen. Später ist man halt immer klüger.

  68. 2862.

    Das trifft sicher auf die Leugner und Verweigerer zu.
    Nur sind die nicht wirklich das Problem, da sie vielleicht 1% der Bevölkerung stellen. Und Strahlkraft haben sie auch keine - eher schrecken die Pseudoargumentationen der rechtsaußen-verseuchten Demos ab.

    Irgendwie gehen alle davon aus, dass alle sich über's Internet informieren. Dem ist nicht so. Meine Schwiegermutter will mit dem ihr geschenkten Tablet nichts zu tun haben, sondern informiert sich über die Morgenpost (immerhin!). Hier etwa könnte der Senat regelmäßig größere Anzeigen schalten, die in ganz schlichten Worten die Sachlage erläutern und mit Spiegelstrichen die erforderlichen Verhaltensmaßnahmen auflisten. (Darunter z.B.: "Lassen Sie sich nicht zu Feiern im Familienkreis hinreißen.", "Warten Sie in einem Gang im Supermarkt ab, bis die entgegenkommende Person ihn verlassen hat. Aber halten Sie sich möglichst kurz dort auf". Ganz einfach eigentlich?)

  69. 2861.

    Könnte sein. Aber auf Seite 10 in der Tabelle sind die Klassenteilungen, Wechselunterricht und Maskenvorschriften bereits alle in Abhängigkeit der 7-Tages-Inzidenz vor Ort vollständig ausformuliert, was manche jetzt als ganz neuen eigenen Vorschlag verbreiten. Oft scheint das RKI einfach von der Politik komplett ignoriert zu werden und erst wenn das eigene Vorgehen schief gegangen ist, muß das RKI als Prügelknabe herhalten.

  70. 2860.

    Danke für den Link!
    "Warum hat die bisher denn niemand umgesetzt?" - Das ist leider die große Frage.
    Frau Scheeres hält sich ja nicht einmal selbst an ihren eigenen Stufenplan.
    Wie die Infektionen der vergangenen 7 Tage pro 100.000 aussehen müssen, um in "Rot - hohes Infektionsgeschehen" eingestuft zu werden, ist mir schleierhaft.
    Meiner Meinung nach, sollte man an alle Berliner Schulen die Klassen halbieren, Notbetreuung wie im Frühjahr aktivieren und evtl. die Weihnachtsferien schon am 15.12. beginnen lassen. So können sich alle noch in eine Art Selbstisolation begeben, um mit Oma und Opa unterm Baum sitzen zu können.
    Und dann im Neuen Jahr gaaanz langsam wieder hochfahren.
    Wäre doch ein Vorschlag für unsere "Entscheider"!

  71. 2859.

    Man kann eben nicht einfach eine Tablette schlucken und Covid-19 ist vorbei. Die Epidemiologie hat viele kleine differenzierte Maßnahme parat, die richtig angewandt fast gar nicht weh tun. Ein Runterfahren d Wirtschaft hätte vermieden werden können, Schulschließungen weitestgehend auch. Aber dazu muss man in Vorfeld die richtigen differenzierten Maßnahmen machen. (Grenzen kontrollieren mit Quarantäne, fähige Kontaktnachverfolgung, Masken, Abstand, geeignete Maßnahmen an Schulen/Kitas, Fiebermessungen, epidemiolog. Befragungen, Bevölkerung weniger unter Druck/Angst setzen, stattdessen fortgesetzte Aufklärung über Übertragungswege-denn dauerhaft wirken in d Breite nur Kopfentscheidungen d Einzelnen) Bei Schnelltests und viel PCR, kommen dann noch Möglichkeiten dazu und dann bräuchten wir keine Lockdowns und auch keinen Impfstoff.

  72. 2858.

    Ich fürchte dann käme ans Licht, dass die Schulen das weder baulich, noch logistisch oder personell hinbekommen. Und das viele Wochen ohne adäquate Vorbereitung vertan wurden. Da ist es leichter zu behaupten, die Schulen seien sicher. Das ist genauso wenig belegt wie der umgekehrte Fall, lässt sich also noch nicht widerlegen. Daher weiter so, wird schon gehen, irgendwie...

  73. 2857.

    Es gibt v.a. keine richtige Aufklärung durch die Politik, weil die Politiker selbst kaum begreifen wie epidemiologische Entwicklungen funktionieren. Virologe sind z.B. nicht die richtige Adresse in erster Linie.Nur Virologen mit einem epidemiologischen Verständnis. Z.B. hat Drosten in einem RBB-Interview Ende Januar die falsche Information verbreitet dass Masken nicht notwendig seien. Als europaweit führender Corona-Experte bezog er sich auf seine SARS-erfahrungen und lag aus dieser Sicht richtig: SARS aus 2002 / 03 vermehrt sich tief in der Lunge, also sind Masken nicht nötig. Epidemiologen hatten einen anderen Blickwinkel: sie schauten nach Wuhan und Südkorea und sahen dort eine schnelle Verbreitung. Daraus ergab sich schon im Januar aus epidemiolog. Sicht: Masken sind notwendig. Es handelt sich um eine Epidemie daher müssen Epidemiologen gefragt werden. (Virologen liefern lediglich wichtige Zusatzdaten für Epidemiologen um epidemiolog. Handwerkszeug eventuell noch zu optimieren.)

  74. 2856.

    Es gibt vom RKI schon länger eine Empfehlung für Schulen (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Praevention-Schulen.pdf?__blob=publicationFile). Warum hat die bisher denn niemand umgesetzt?

  75. 2855.

    Ich tendiere zu Mischung aus 1. und 2. (Maßnahmen nicht ausreichend und betreffen weitere relevante Bereiche nicht).

    Sieht man vielleicht auch am Berchtesgadener Land. Nachdem dort der strenge Lockdown beendet wurde, der klar gewirkt hat, gehen nun, unter dem "Lockdown light", die Zahlen wieder hoch. Klar, es könnten weitere Faktoren hinzukommen, wie Witterung, Nachholeffekte der Bevölkerung nach dem strengen Einschränkungen usw.

    Dort wurden, aus meiner Sicht, wieder einmal die Maßnahmen zu früh beendet, wodurch nicht langfristig davon profitiert werden kann. So laufen wir wirklich allgemein in die Gefahr, von Lockdown light zu Lockdown mittel zu Lockdown wasweisich zu hoppeln und kommen aus der Nummer nicht mehr heraus. Einmal kräftigst, österreichische Weg, hart runter mit den Zahlen, währenddessen Schnelltests ausrollen und Kontaktnachverfolgung optimieren, weitere Leute hierfür rekrutieren, Einhaltung von Quarantäne streng überwachen, Das wäre so eine Idee...

  76. 2854.

    Zitat aus Morgenpost vom 22.11.:
    "Konkret schlug er (Spahn) vor, dass beim Auftreten eines Infektionsfalls umgehend die betroffene Klasse in die häusliche Isolation geschickt wird. Bisher ist das teilweise nicht oder nur bei den unmittelbaren Sitznachbarn Infizierter der Fall. „Nach negativen Schnelltests am fünften Tag könnten die Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule zurückkehren“, sagte Spahn. Ob das aus Sicht der Länder vor Ort umsetzbar sei, darüber müsse man am Mittwoch sprechen."

    Traurig, wie die Politik nun den Geschehnissen in den Schulen hinterherläuft.
    Dies hätte doch alles in den Sommermonaten diskutiert und vorbereitet werden können!
    Jetzt wird erst wieder diskutiert, ob es UMSETZBAR ist.
    In Berlin werden, meines Wissens, gesamte Klassen in Quarantäne geschickt - auch sinnvoll!

  77. 2853.

    Meine Erfahrung mit Corona-Verharmlosern ist, dass sie sich generell gar nichts sagen lassen. Als wäre Renitenz eine Auszeichnung. Das gleiche Phänomen sieht man bei Trump-Anhängern (Maskenverweigerer und Corona-Leugner). Das ist das Resultat eingeschränkter Info-Quellen und der Verweigerung seriöser Medien (Lügenpresse/ Fake-News). Die erreicht man leider gar nicht. Die glauben ungeprüft, was sie lesen und lesen nur noch was sie glauben.

  78. 2852.

    Dito 2 und 3.
    Ich sehe ein Problem bei der Beratung der Politik: Virologen sehen vor allem das Virus. Epidemiologen sehen auch das Umfeld, schauen aber etwas technisch auf die Verbreitungswege. Daraus ergeben sich entsprechende Maßnahmen. In der Not dann eben auch Masken auf Straßen, obwohl jeder Epidemiologe wohl eingestehen würde, dass dies realistisch vielleicht nur 0,1% der Ansteckungen verhindern kann. Macht man eben, weil man auf das Verhalten im Privatbereich nicht wirklich Einfluss zu haben glaubt.
    Mit fehlen da zusätzlich Sozialwissenschaftler und Psychologen. Beim Thema Schule sind die (zum Glück) teilweise im Einsatz. Aber breitere Inormationskampagnen wären für den Privatbereich nötig. Die dann aber nicht in der Diktion mit erhobenem Zeigerfinder, wie Söder & Co. Da werden die Deutschen, bzw. ein Teil derer, nämlich gern renitent.

  79. 2851.

    Ich fürchte, es ist eine Kombi aus allen Punkten. Plus maskenlose Demo-Teilnehmer im ÖPNV. Ich finde es auch unmöglich, dass es über Monate nicht möglich ist, genug Bahnen fahren zu lassen, so dass es kein Gedrängel gibt. Und dann nicht mal Maskenkontrolle. Würde mich nicht wundern, wenn über Winter noch mehr Personal krank wird und ausfällt. Hat ja nicht jeder ein Auto als Alternative.

    Ich würde die Wirkung der generellen Antihaltung nicht unterschätzen und andere sind es einfach leid vernünftig zu sein oder auf Vieles zu verzichten. Und wer hat schon Fälle im Bekanntenkreis. Kenne ein Beispiel vom Land, wo sie niedrige Zahlen hatten und jetzt fast auf Berliner Niveau sind (>200/ 100.000, Todesfälle mehr als verdoppelt). Maskentragen, Kontakteinschränkungen hatten deutlich nachgelassen und trotzdem wurde Stadtfest gefeiert und Vereinsleben voll reaktiviert. Da braucht man dann nicht mal Corona-Demos.

  80. 2850.

    Da wir wahrscheinlich beide keine Volljuristen sind, würde ich es dabei belassen und einfach mal sagen: gucken wir mal, was man sich so noch ausdenkt.

  81. 2849.

    In Frankfurt/O. gab es die letzten Tage laut der Zahlen ein verstärktes Infektionsgeschehen. Leider gibt es weiterhin überhaupt keine Informationen dazu und zum Kontext der Infektionen von Seiten der Stadt. Ist irgendjemand über die Hintergründe für das Infektionsgeschehen mehr bekannt?

  82. 2848.

    Danke für das eindrückliche Bild aus dem Krankenhaus. Ich hoffe, das bewegt einige dazu AHA-Regeln zu beachten und Kontakte einzuschränken. Und sich post-Corona für eine Gesundheitsreform zu engagieren (Fallpauschalen, Personalschlüssel, Rentabilität,...)

    @hannah/sbl: Das gilt für die typischen Kinderkrankheiten. Da finde ich es auch angemessen. Und würde mir sogar wünschen, dass ich dann gezielt nur die offensichtlichen Impflücken schließen könnte (ähnlich: Tetanus, da ist eine Dreifachimpfung der Standard).

    Dies gilt aber nicht für Influenza, wo der Impfstoff saisonal angepasst werden muss. Habe mehrfach gelesen, dass das auch für Covid gelten könnte. Oder hat ihr Arzt da anderes gesagt?

    Es ist garantiert ein logistisches Problem, wenn alle vor dem Impfen noch schnell ihren Impfstatus erheben wollen.

    Ich lasse mich freiwillig impfen. Nicht wegen mir. Aber um diese Pandemie beenden zu helfen. Die Pflegekräfte werden es uns danken.

  83. 2846.

    Achso.... also wie die Maut für Ausländer ..... glaube das hat nicht so gut geklappt.
    Naja ist aber erstmal auch egal .... glaube aber gegen irgendwelche pauschalen Späße reagieren die Gerichte inzwischen etwas allergisch.

  84. 2844.

    Ja, das machen Hausärzte. Ist eine ganz normale Blutabgabe und Laboruntersuchung. Kosten zwischen 15 und 25€. Kann sinnvoll vor Auffrischimpfungen sein, z.B. noch hoher Tetanustiter. Andererseits testen Frauenärzte routinemäßig auf Rötelntiter, da hier im Erwachsenenalter oft nicht mehr ausreichend Schutz besteht. Das kostet dann aber nicht.

  85. 2843.

    Ok, jetzt verstehe ich, was Sie meinen. Nicht nachher gucken, ob es gewirkt hat, sondern vorher, ob man es braucht. Ja, vielleicht gar keine schlechte Idee.
    Mir kann das hoffentlich egal sein. Solange ich nicht dazu genötigt werde (Impfpass zur Vorlage bei gesellschaftlicher Teilnahme), lasse ich mich nicht impfen. Meine Frau und meine Kinder auch nicht.

  86. 2842.

    Übrigens lesenswert die Miniserie "Falsche Corona-Gewissheiten" im Tagesspiegel. Nicht vom Titel abschrecken lassen, die Informationen sind interessant.

  87. 2841.

    Das kann jeder für sich entscheiden. ;)
    Ich persönlich halte es nicht für sinnvoll, sich impfen zu lassen, wenn der Titer noch hoch ist, sprich genügend AK vorhanden sind. Ist ja schließlich kein Pfefferminzbonbon! War übrigens mal die Empfehlung eines Arztes (Allgemeinmediziner und Internist)

  88. 2839.

    Die Urteile wären nicht zutreffend, die Regelung würde ja über die generellen Einreisebestimmungen des Bundes laufen und die sind relativ frei festlegbar als Staat. Es wäre vergleichbar, als würden Sie eine Visapflicht für alle außer Ihren Staatsbürgern einführen.

  89. 2838.

    EU wäre nicht das größte Problem. Es besteht eine Notlage, da geht das - andere EU-Mitglieder haben es im Frühjahr vorgemacht.
    Es wäre ja keine Abriegelung vom Rest der Welt, die Regelung betrifft nur den Personenverkehr nicht den Warenverkehr. Da viele internationale Treffen sowieso schon online stattfinden seit Frühjahr, sehe ich da nicht das große Problem für die Wirtschaft. Da einzige Problem wären die Pendler aus dem nahen Ausland - und das sind viele und vorallem auch im medizinischen und pflegerischen Bereich.

  90. 2837.

    Ich bin Ihrer Meinung bei der Bewertung.
    Ich habe das auch nicht persönlich aufgefaßt. Ich hatte das ja auch nur nochgeschoben, weil ich vorher eine veraltete Regelung zitiert hatte und nicht wollte, daß hier etwas veraltetes steht.

  91. 2836.

    Auch eine pauschale Quarantäne wurde bereits im Frühjahr mindestens von zwei Gerichten (davon war eins das Berliner Gericht) gekippt. Der Senat hält sich nur nicht dran ... naja ist ja auch nix neues.

  92. 2835.

    Was am leichtesten zu verstehen ist .... Diplomaten samt Familie und Personal. Hier darf ein Polizist freundlich salutieren aber ganz bestimmt keine Quarantäne anordnen.
    Jeder Geschäftsmann der nach seiner Einreise in Quarantäne muss wird kein zweites Mal kommen.
    Ach und da Deutschland sein meistes Geld mit exporten verdient .... naja muss man schon auf ganz schön viel verzichten wenn man das umsetzen will.
    Und drittens ....ob das so,einfach mit EU recht konform geht .... weiß ich nicht.

    Sich vom Rest der Welt abzuriegeln ....naja das ist bisher noch nie eine gute Idee gewesen.

  93. 2834.

    Drei Möglichkeiten:
    1. Die Maßnahmen reichen nicht aus
    2. Die Maßnahmen umfassen die falschen Bereiche
    3. Die Maßnahmen werden unterlaufen
    Ich tippe auf eine Kombi aus ein bißchen 2. und viel 3., natürlich ohne das belegen zu können. Schlimmstenfalls liegt das Problem tatsächlich im privaten Bereich, d.h. irgendjemand fängt sich das Virus ein und verbreitet es im sozialen Umfeld. Family Spreader quasi. DAS wird man dann wohl staatlicherseits nur schwer unter Kontrolle bringen können.

  94. 2833.

    Ich weiß, mein Kommentar war auch nicht gegen Sie als Überbringer der Nachricht gerichtet :)
    Nur Interessehalber: Wie würden Sie die Diskrepanz zwischen den einzelnen Punkten der Veröffentlichung bewerten? Besteht hier Nachbesserungsbedarf?

  95. 2832.

    Noch nie gemacht, klingt aber recht sinnvoll. Bei den Standardimpfungen bin ich immer davon ausgegangen, daß da genug Titer aufgebaut wird ohne extra eine Bestimmung zu machen. Machen Sie das beim Hausarzt? Klingt wie eine Standarduntersuchung einer Blutprobe im Labor.

  96. 2831.

    Der Trend in Berlin und Brandenburg scheint weiter zu stagnieren (vielleicht sogar wieder leichte Tendenz nach oben). Wenn das die Folge des "Lockdown light" sein soll, die man ja jetzt sehen sollte, dann war das kontraproduktiv gegenüber der schon begonnenen Entwicklung am Monatsanfang. Ich hoffe, das ist nicht so, da mir eigentlich keine Kausalität einfällt, warum das Maßnahmenpaket kontraproduktiv wirken sollte und den begonnenen Trend stoppen könnte.

  97. 2830.

    Andere Variante, wenn man Einschleppungen aus dem Ausland verhindern möchte. Man läßt das ganze Konzept der Risikogebiete im Ausland fallen. Dafür: Generelles Einreiseverbot ins Bundesgebiet und dann wenige gut definierte Ausnahmen davon. Z.Bsp. Staatsbürger, Ständiger Wohnsitz im Bundesgebiet, Angehörige 1. Grades, Verheiratet mit einem Staatsbürger o.ä. Diese Ausnahmen dürfen einreisen, aber sie müssen beim Betreten des Bundesgebietes sofort in staatliche Quarantäne (also Quarantänehotels o.ä.) an den möglichst wenigen noch zu definierenden Einreisepunkten nach Deutschland. Das wäre eine klare einfach Regelung und sollte für einen Staat auf seinem Hoheitsgebiet rechtlich auch ohne Probleme durchsetzbar sein, schließlich hängt die Definition von Staat am Hoheitsgebiet.
    Wo ich da jetzt Anleihen genommen habe für den Vorschlag ist wahrscheinlich vielen hier klar. Aber was spricht eigentlich dagegen?

  98. 2829.

    Schön, endlich mal ein neues Thema. Besten Dank an Sie und Ihren Kollegen. Hier lernt man ja noch richtig was dazu :)
    Der erst beste Beitrag dazu im Netz:
    Eine Titer-Bestimmung kostet etwa 15–35 Euro, spezielle Titer auch deutlich mehr. Da die meisten Impfungen billiger oder ungefähr gleich teuer sind, ist es in den meisten Fällen sinnvoller, die Impfung einfach aufzufrischen.

  99. 2828.

    Ich wollte das nicht werten. Ich habe nur vom Ministerium aus der Veröffentlichung kopiert. Eigentlich ist schon der Name "Testpflicht" irreführent, da er nahelegt, daß sich der Einreisende aktiv um einen Test bemühen müßte. Das ist aber nicht so, es wird nach der Seite vom Bundesministerium keine aktive Handlung gefordert, der Einreisende muß nur auf eventuelle Anforderung ein Ergebnis vorlegen oder einen Test dulden, er ist also passiv und tut nur etwas auf explizite Anforderung.

  100. 2827.

    Welchen Sinn hat die Möglichkeit zur Verhängung einer Geldbuße bei Verweigerung der Testanordnung innerhalb von 10 Tagen, wenn nach 10 oder 14 Tagen die Quarantäne auch ohne Test automatisch endet? Ist doch irgendwie Quatsch bzw. dann ja doch letztlich eine Testpflicht bzw. ein Zwangstest für alle, die kein Bußgeld zahlen wollen. Wenn das von Gerichten gekippt wird, dann ja wohl zu recht.

  101. 2826.

    Sehr gute Frage - vielen Dank!
    Hab ich auch schon überlegt, da ich es bei jeder anderen evtl. Impfung so handhabe. Muss man aber selbst bezahlen.
    Ist im Grunde ein Antikörpertest.
    Bin mir aber sicher, dass das nicht offiziell empfohlen wird. Warum wohl?! ;)
    Alles Gute für Sie!

  102. 2825.

    Nachtrag zur Testpflicht. Diese ist so geregelt (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus-infos-reisende/faq-tests-einreisende.html):
    "Das Gesundheitsamt kann Sie innerhalb von 10 Tagen nach Einreise dazu auffordern, ein negatives Testergebnis vorzulegen, oder, wenn Sie über ein solches Ergebnis nicht verfügen, einen Test zu machen. Die Pflicht zur Vorlage eines Nachweises bzw. zur Duldung einer Testung entsteht erst mit der Aufforderung des Gesundheitsamtes."
    "Es sind keine Zwangstests geplant. Wer jedoch als Einreisender aus einem Risikogebiet innerhalb von 10 Tagen nach Rückkehr aus einem Risikogebiet auf Anforderung keinen Test duldet, muss mit einer Geldbuße rechnen."

  103. 2824.

    Teilweise Zustimmung, teilweise nicht. Warum teilweise nicht: Im Inland haben Sie wenigstens im Prinzip eine Chance eine Infektionskette eventuell nachzuvollziehen, aus dem Ausland kommt u.U. ein Start einer Kette aus dem Nichts. Deswegen würde ich beide Gebiete nicht vollkommen gleichbehandeln, wie das Gericht nahelegt. Was wäre die Alternative (mal Grenze komplett zu ausgenommen): Wenn man das Einschleppen neuer Infektionen verhindern will aber beide Gebiete gleichbehandeln müßte, dann müßte man in Deutschland das ebenso auf Kreisebene mit Quarantänen behandeln - Folge wäre dann ein nahezu kompletter Stillstand in Deutschland. Es besteht auch eigentlich keine Testpflicht, Sie könnten auch einfach in Quarantäne gehen und abwarten, ob es eine Erkrankung wird - da die meisten aber nicht einfach mal 14 Tage dranhängen werden, werden sie den Test wählen.

  104. 2823.

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Bitte bleiben Sie alle gesund.

    Ich hab eine Frage die ich bisher trotzt intensiver Recherche einfach nicht beantworten konnte... Vielleicht können Sie mir helfen.

    Ist beabsichtigt im Rahmen der Covid 19 Impfung eigentlich einen Titer-Test vorab durchzuführen?

    Wenn ja wo haben Sie die Informationen her und wenn nein... warum nicht?

    In Gedanken an all diejenigen, die mittelbar und oder unmittelbar betroffen sind.. Also alle!

    Bleibt gesund!

  105. 2822.

    Die Nummer mit den reiserückkehrern steht es auf sehr wackligen Füßen.
    Die Begründung ist schon sehr einleuchtend... wo liegt der Unterschied zwischen München und Rom wenn man nach Berlin zurückkommt..... beides Risiko Gebirge .... einmal Testpflicht und einmal nicht.
    Da muss man jetzt kein Jurist sein um zu erkennen .... ungleiche Behandlung.

  106. 2821.

    Ja, das ist hilfreich für die Auslastung der Krankenhäuser. Auch, wenn man bedenkt, daß an vielen Orten gar kein Influenzaimpfstoff mehr verfügbar ist seit schon einer Weile. Schon im Frühjahr gab es ja eine recht abrupt abgebrochene Influenzasaison und auf der Südhalbkugel ist sie großteils auch ausgefallen. Ich hatte das auch schon mal geschrieben. Die Wirksamkeit der Grundhygienemaßnahmen steht anhand der Wirkung auf solche anderen Keime (als unabhägiger Indikator) außer Frage - ich würde es eher nicht den zusätzlichen Maßnahmen des "Lockdown light" zurechnen.

  107. 2820.

    Das wäre es ja, Schließung der Aussengrenzen.... au weia, das Geheule von allen Seiten kann ich jetzt schon hören. Schließlich hatte TUI 50% Steigerung der Buchungszahlen nur nach der Presseankündigung (!) eines Impfstoffes.
    Was sagt das eigentlich über eine Gesellschaft?

  108. 2819.

    Die aktuellen Lock-Down-ähnlichen-Maßnahmen SIND erfolgreich. Es gibt NICHTS zu meckern. Wenn man nicht bloß wie gebannt auf Sars-Cov-2 schaut, als ob es nichts anderes gäbe, merkt man, dass Atemwegserkrankungen in dieser Saison im Vergleich zur den Vorjahren sehr deutlich abgenommen haben und auch momentan sinken. Die Eindämmung wirkt! Die Mensche verhalten sich offensichtich diszipliniert.

    Schauen Sie sich mal den Bericht des RKI an: https://influenza.rki.de/Wochenberichte/2020_2021/2020-46.pdf

  109. 2818.

    Finde das auch nicht befriedigend. Es gibt ein großangelegtes Testprogramm dort und niemand scheint das mal wissenschaftlich auszuwerten oder überhaupt fachlich zu betreuen.

  110. 2817.

    Gesehen. Ohne die genaue Begründung bisher zu kennen, wird das formaljuristisch schon ok sein. Finde ich aber nicht sehr hilfreich und verkompliziert nur mögliche neue Regeln als Antwort des Gesetzgebers darauf. Die extreme Antwort darauf wäre eine generelle Schließung der Außengrenzen.

  111. 2816.

    Erster Punkt. Wenn man der Strategie strikt folgt, würde das eigentlich nicht auftreten, daß Menschen in Hotspots viel Kontakt haben. In einem Hotspot gäbe es ja auch viele Kontakte von Erkannten Infizierten und die wären ja sofort in Quarantäne - damit würde die Kontaktrate automatisch auch ohne weitere Vorschriften stark nach unten gehen, es wäre ein Art Lawineneffekt durch stark ansteigende Quarantänezahlen.

  112. 2815.

    Ihrer Sicht kann ich folgen. Es gibt da schon länger eine RKI-Empfehlung zum Vorgehen (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Praevention-Schulen.pdf?__blob=publicationFile), sie wird nur nicht umgesetzt in den Ländern. Auf Seite 10 wäre das Vorgehen nach 7-Tages-Inzidenz, das Ihrem Vorschlag entspricht.

  113. 2814.

    Bitte einfach ignorieren - es bringt nichts, auch wenn man vor Wut platzen könnte!
    Wir brauchen SIE, Herr Roman W.!
    Passen Sie gut auf sich auf und meine ganze Achtung für Ihre Arbeit

  114. 2813.

    https://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/gerichtsurteil-reiserueckkehrer-aus-nrw-muessen-nicht-mehr-in-quarantaene-1576437.html

    Berlin hat die gleiche sinnvolle Regel in der Verordnung..... da wird man bestimmt abwarten bis ein Berliner Gericht die gleiche Entscheidung trifft.

  115. 2812.

    Grundsätzlich bin ich ja bei der Teststrategie dabei, aber wo Menschen in möglichen Hotspots zusammenkommen, da sollte man schon umfassender in der Testung unterwegs sein. Die Gefahr, dass die Infektion dann u.U. weiter streut, ist groß. Und ich kann es auch wirklich nicht verstehen, dass in 8 Klassen der Schule meiner Tochter 11 Schülern positiv getestet sind, 6 Lehrer in Quarantäne aber die Schule bekommt das Label GRÜN im Berliner Stufenplan. 11/850 Schülern in den letzten 7 Tagen, das sind nur die mit Symptomen. Bei der den Inzidenzen in der Gesamtbevölkerung würde komplett dicht gemacht werden, aber Schulen... Lehrer, Eltern und Schüler fühlen sich vera.... Bzgl. der Schule in Tegel stand doch für Anfang November 5-6 Fälle in der Woche bei 900 getesten Personen Anfang November, natürlich kein Ergebnis im Sinne einer Studie, aber ein Indiz, dass das Infektionsgeschehen in den Schulen deutlich höher ist, als allgemein behauptet.

  116. 2809.

    Dieses Unternehmen stellt aber nur die Tests zur Verfügung oder bezahlen die auch die Auswertung im Labor? Bei 900 Tests pro Woche kommt da ja ne hübsche Summe zusammen...

  117. 2808.

    @Klaus.Hoffmann,

    falls es Sie wirklich gibt, klingt Ihre Aussage die Pandemie mal locker zu überstehen für mich wie Hohn. Mein Team und ich haben heute einen jungen Mann (Mitte 20!) erfolglos reanimiert. Er ist schlicht und einfach an den Folgen einer Sars-Cov-2 Infektion gestorben, hier mitten in Berlin. Wir sollten nicht den Respekt gegenüber den Betroffenen verlieren. Mein tiefstes Beileid gilt den Hinterbliebenen.

  118. 2807.

    Wie die Tests ausgewertet werden, können wir Ihnen an dieser Stelle nicht beantworten. Gesponsert wird die Testreihe von dem deutschen Biotechnologieunternehmen Centogene.

  119. 2806.

    In Oesterreich sind mehr als die Hälfte aller in Pflegeheimen an SARS-CoV-2 gestorbenen seit dem 1. Oktober (!), also in den letzten 6 Wochen, gestorben. Soviel zur Herdenimmunität. Obwohl es in Oesterreich von Anfang an hieß "die Alten schützen" gelingt es nicht. Würde man in Oestereich Herdenimmunität anstreben wäre der Infektionsdruck noch größer und noch mehr nicht schützbare Alte gäbe es, die Covid-19 bekämen und sterben würden. Man kann sie derzeit auch in Oesterreich nicht schützen. Es müssten ja täglich vor Arbeitsbeginn und bei jedem Zutritt zum Pflegeheim eine PCR gemacht werden (Schnelltest habe immer eine geringe falsch negativ Rate, aber Schnelltests sind besser als gar nichts. Wenigstens die sollte man immer machen bevor man ein Pflegeheim besucht, aber es gibt sie nicht ausreichend).

  120. 2805.

    Liebe Redaktion,
    um auf das Humboldt Gymnasium in Tegel und deren kontinuierliche Testung zurück zu kommen. Sind aus diesem Testprogramm detailierte Auswertungen und Schlußfolgerungen bekannt? Wer begleitet diesen Dauergroßtest wissenschaftlich - an wen könnte man sich wegen Auswertungen wenden?

  121. 2804.

    Die Testkapazität ist laut RKI bei grob zweidrittel nur ausgelasten (genaue Zahlen s.RKI). Mittlerweile dürfen glaube ich auch Veterinärmediziner(neuerdings)auch ihre PCR für SARS-CoV-2 mitbenutzen. Das ging bis vor wenigen Wochen noch nicht, aus juristischen Gründen. Das verbessert die theoret. Testkapazität, aber die Labors brauchen dennoch die von mir erwähnte Sicherheit, sonst werden das auch nicht mehr PCR-Tests. Derzeit sind schon 7, 8 oder 9% der Gestesteten positiv, was bedeutet dass die Untersuchungstiefe in der Gesamtbevölkerung zu niedrig ist um genauere Aussagen über den wirklichen Verlauf der Epidemie machen zu können. Zunächst verlor man den Überblick bei den Gesundheitsämtern durch die viel zu hohe Zahl von 50 (pro 100 000), jetzt bei über 5% positiven verliert man auch bei der Epidemieeinschätzung per PCR die Kontrolle. Irgendwo bilden sich Subpopulationen die man nicht kennt. Kennenlernen wird man die dann erst zu spät im Krankenhaus und bei der Todesfallzahl.

  122. 2803.

    Sicherlich, es ist nicht schwer zu verstehen... und zu tun. Aber leider auch zu ignorieren. Nun, hoffen wir das Beste.

  123. 2802.

    Engpässe(2): Im Frühjahr hätte die Politik also Planungssicherheit schaffen können für die PCR-Labors: Personal wird quasi auf Rufbereitschaft gehalten um Labor auf Maximum (24 Stundenbetreib) hochzufahren falls mehr PCR-Tests nötig sind (wie jetzt). Wenn dann irgendwann weniger zu tun ist zahlt der Staat das Gehalt bis der 1,5 Jahresvertrag von Spätsommer 2020 bis Frühjahr 2022 vorbei ist. Und es gibt eine staatl. Abnahmegarantie für zu viel gekaufte chem. Komponenten der PCR. So können die Unternehmen sicher kalkulieren und massiv einkaufen und einstellen ohne das sie wirtschaftlichen Ruin befürchten, falls sie irgendwann dann doch nicht gebraucht werden (Impfung, Schnelltests etc). Normalerweise ist Markwirtschaft richtig, aber in dieser Notlage ist der Staat gefragt, den Unternehmen den Rücken freizuhalten.

  124. 2801.

    Ja es wäre gut gewesen Schnelltests die es schon seit Frühjahr gibt durch die Bundesregierung zu kaufen und zu verteilen. Jetzt hat man zudem das Dilemma dass wir viele PCR haben, aber da viele gewinnorientiert handeln müssen konnten sie nicht endlos die chemischen Komponenten kaufen, die benötigt werden. Sie sind länger als nur ein paar Wochen haltbar, mindestens ein halbes Jahr (auch wenn die Medien das anders schreiben). Staatliche Rücknahmegarantie gegen Ausgleichszahlung wäre nötig gewesen, damit im Notfall die Labors nicht drauf sitzen bleiben. Jetzt weiß doch kein Laborleiter wie viel er kaufen soll, wenn es sich bald nicht mehr lohnt (Preise gegenüber Großabnehmern fallen, weil viele PCR anbieten). Kommen Schnelltests / Impfung / Desinteresse hat man sich ins Minus gewirtschaftet. Gleiches gilt für zusätzliches Person, stellt man es jetzt ein, wird man es im Frühjahr nicht los und welcher Laborant fängt an, wenn im Frühjahr Enlassung droht.

  125. 2800.

    Ja, Kooperation muß da schon sein. Aber es ist eigentlich schon extra so einfach, daß das nahezu jeder verstehen und einhalten kann, oder? Als kleinen Nebeneffekt würde man auch die Kritik an zu aufgeblähten Zahlen durch Testungen zum Verstummen bringen, da man tendenziell nur symptomatische Personen mit der PCR erfaßt (alles andere wäre ja über Schnelltests und dort nur zur Überprüfung bei unklaren Ergebnissen eine PCR).

  126. 2799.

    Klingt ja zumindest in der Theorie plausibel, setzt aber viel Disziplin und Mitarbeit der Bevölkerung voraus. Wer veranlasst die Testung? Der Betroffene doch wohl. Und danach? Im Moment jedenfalls basiert das Ganze auf dem höchst wackeligen Mitwirkungswillen der Betroffenen, also genau genommen auf der Hoffnung, dass hinreichend viele Betroffene der Idee dahinter folgen wollen oder können. Oder sehe ich da 'mal wieder was falsch?

  127. 2798.

    Ich bleibe bei meiner Vermutung, dass der ÖPNV viel zur Verbreitung beiträgt, da die verwendeten Masken, und wie sie verwendet werden, keinen sicheren Schutz bieten. Aber der Senat verweigert sich, diesen testhalber komplett abzuschalten. Schon früher war dies bei anderen Infektionen die sichere Quelle, sich eine Anstellung einzufangen.

  128. 2797.

    Alles im Großen und Ganzen richtig. Aber wie umsetzen?
    Es wird immer auf die neue Teststrategie des RKI geschimpft, aber eigentlich finde ich die gar nicht so schlecht. Sie ist im Prinzip differtialdiognostisch motiviert. In Kurform: Wer im weitesten Sinne Symptome hat, wird auf mögliche Ursachen getestet - nicht nur SARS-CoV-2 - und wird erstmal isoliert, Kontaktpersonen kommen in 14 Tage Quarantäne. Kontaktpersonen ohne Symptome erstmal ohne Testung, wenn Symptome auftauchen Test. Wenn ohne Symptome, kann Quarantäne durch Test auf 10 Tage verkürzt werden. Wenn keine Symptome in Quarantäne, dann auch ohne Test nach 14 Tagen wieder "frei". Bei symptomatischer Erkrankung und Erregernachweis, nach 48 Stunden ohne Symptome und Negativtest auch wieder "frei". Testung hier = PCR. Alle anderen Testwünsche sollten mit Schnelltests abgedeckt werden. Das Problem scheint der letzte Satz in der Umsetzung zu sein. Eigentlich so, wie das Prof. Drosten vorgeschlagen hatte.

  129. 2796.

    "Frau Merkel darf sich nicht mit Polen anlegen, sonst bricht die Pflege vollends zusammen."
    Diese Erkenntnis gab es leider schon vor Corona.
    Es gibt richtige "Personalsucher", die in der ganzen "ärmeren" Welt unterwegs sind, um Personal für das deutsche Gesundheitssystem zu rekrutieren.
    In dieser Krise fehlt nun dort das Personal. Schon ein ziemlicher Irrsinn!

  130. 2795.

    > zu viele Menschen mit Fake-Attests, ohne Maske und vielen Kontakten.
    Ich sehe hier auch ein Problem von zu vielen Verweigerern und Ignoranten. In der Regeln lässt es sich ja sehr gut mit obskuren Gegenmeinungen, Faktenverweigerern, vollständig desinteressierten Egomanen usw. leben, das hält eine Demokratie bis zu einem gewissen Grade aus. Im Fall der Corona-Pandemie entsteht aber ein Problem, da eine kleine Minderheit durch ihr Sozialverhalten starken Einfluss auf das gesamte Infektionsgeschehen (Wort des Jahres) nehmen kann. Oftmals nicht einmal bewusst. Bei Erkältungserscheinungen geht's nicht zum Arzt - und schon gar nicht in eine selbstauferlegte Quarantäne. Im Falle einer Infektion läuft dann ein potentieller Superspreader durch die Gegend.

    Demos vermute ich nicht direkt als Infektionstreiber, problematisch dürfte eher die damit verbundene Mobilität sein: Anreisen in Zügen, Gruppentreffen danach oder davor usw.

  131. 2794.

    Wie die Bsp. zeigen haben wir wohl eher zu wenig Quarantäne/ Isolation. Wobei ich schon einsehe, dass man bzgl. Arbeitsfähigkeit Zeiten evtl. verkürzen könnte. Stichwort Schnelltests, die akute Ansteckungsgefahr erkennen. Glaube, davon erzählte auch Drosten. Wird aber nicht gemacht. Engpässe?

    Testen und Fallverfolgung sind entscheidend wichtig. Es wurde hier in der ersten Welle davon berichtet, dass Pflegepersonal nicht regelmäßig genug getestet und in Isolation geschickt wurde. Ist es wieder so, kann man Kitas und Heime nicht schützen. Asymptomatische müssen daran gehindert werden, das Virus zu verteilen. Deshalb bitte ein modernes, gut besetztes Tracking-Tracing-System und genügend Tests.

    US Medien berichten, dass so viele Mediziner infiziert sind, dass sie Rentner reaktivieren. Genug Betten, zu wenig Personal. Wussten sie, dass wir KH-Personal in Bosnien angeworben haben? Wir lassen sie nicht in die EU (Muslime, Serb/Kroaten blocken), aber als Hilfe gut genug.

  132. 2792.

    Vielen Dank für den Hinweis. Der Grund sind technische Verzögerungen. Wir hoffen, dass die aktualisierten Zahlen bald ausgespielt sind.

  133. 2791.

    Also die hier geführte Übersicht mit den Fällen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen für die einzelnen Berliner Bezirke, stimmen ja mit nicht einem einzigen Wert mit der, des Berliner Senats überein. Hat das einen bestimmten Grund?

  134. 2790.

    Hallo rbb24-Team,

    In euren Balkendigramm ( 7-Tages-Inzidenz )stimmen die Zahlen nicht, bei den Berliner Stadtbezirken.
    Beispiel: Senat: 237,8 ; bei euch 217,8 für Spandau

  135. 2789.

    Alle Kommentare hier spiegeln das wieder, was die Realität dem öffentlichen Leben entspricht: ! Kein Diskurs, wenig Wertschätzung und von Respekt mal ganz zu schweigen! Warum? Aus Angst vor einem Virus gefolgt von Angst vor Ausgrenzung und Diffamierung, Angst vor Verfolgung, Angst vor dem Nachbarn oder der eigenen Familie, oder Angst vor dem Tod? Wo bleibt das Selbstvertrauen eine Kriese mal locker zu überstehen! Unsterblich sind wir leider nicht und diese gedanklich durch "Angst zu erkaufen", ist absurd!

  136. 2787.

    Mit der gleichmäßigen Virusverteilung über den Sommer kann ich mir vorstellen. Ich glaube, Prof. Drosten hatte da mal einen ähnlichen Argumentationsweg. Die Demos würde ich nicht überbewerten - so ärgerlich da manche Vorkommnisse sind -, der tägliche ÖPNV hat da wahrscheinlich ein höhere Wirkung (siehe auch die deutschlandweiten Klagen über anahltend überfüllte Schulbusse u.ä.).

  137. 2786.

    Ich meinte diese Veröffentlichung:
    https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/11/corona-humboldt-gymnasium-berlin-tegel-schueler-tests.html

    3. Versuche den Link zu posten.

  138. 2784.

    "Warum?"
    Es ist eine der Strategien, derartige Diskussionen zu nutzen, Meinung zu verbreiten und nach Möglichkeit die Meinungsführerschaft zu übernehmen, indem die 'Gegenseite' in die Rechtfertigungsecke gestellt wird. Das funktioniert leider erstaunlich gut. Im Zweifel werden Fakten (schein)widerlegt, entstellt, aufgeweicht, ignoriert. Oder mit dem Grundgesetz gewinkt, das auszuhöhlen erklärtes Ziel weiter Teile der AfD ist.
    Und ja, ich Teile die Meinung, wir alle hätten die gegenwärtige Entwicklung verhindern können. Leider hat sich im Laufe des Sommers das Prinzip Hoffnung auf allen Ebenen durchgesetzt. "Wird schon nicht so schlimm werden, sterben ja nicht viele." Das könnte ein böses Erwachen geben, wir sind auf einem abschüssigen Pfad. Der Winter hat noch nicht einmal richtig angefangen...

  139. 2783.

    Nein. Wiedergefunden: Humboldt Gymnasium in Tegel https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/11/corona-humboldt-gymnasium-berlin-tegel-schueler-tests.html

  140. 2782.

    Also, wenn man in anderen Ländern schaut, dann hatten Lock- und Shutdowns immer positive Effekte. Ich denke, dass hat dazu geführt, dass Politiker im Sommer haben laufen lassen. Das sorgt für positive Umfragewerte und im Notfall kommt dann der Shutdown. In Berlin wurde auf die Vernunft der Leute gesetzt, obwohl auf der Straße kein vernünftiges Verhalten zu sehen war. Vielleicht wäre es klüger gewesen, die Kontakte nicht auf unbegrenzt zu setzen, sondern moderat zu erhöhen und dann die Maskenpflicht zu kontrollieren. Demos nur mit AHA-Regeln und in kleinerer Zahl. Dann hätte sich das Virus über den Sommer nicht so flächendeckend verteilen können.

    Ich denke bei uns ist es wie in den USA. Es gibt zu viele Menschen mit Fake-Attests, ohne Maske und vielen Kontakten. Mit Tausenden ohhne MNS und Abstand auf Demos gehen. Über Monate. Denken sie nicht, dass das Konsequenzen hat?

  141. 2781.

    https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/11/corona-humboldt-gymnasium-berlin-tegel-schueler-tests.html

  142. 2780.

    Sie glauben gar nicht wie oft andere und ich persönlich angegangen wurden, nur weil wir ähnliche Texte wie Peter schrieben. Habe ich z.B. das RKI und deren Daten zitiert, dann wurde damit gekontert, dass das RKI aus quasi nicht vertrauenswürdign Merkelmarionetten besteht. Da waren die Maskengegner/ Corona-Leugner aber noch in der Überzahl und haben alle lächerlich gemacht, die anderer Meinung waren. Spaltung über Monate. Behauptungen á la Trump statt Fakten. Schuld sind aber jetzt wir. Das kann ich so nicht stehen lassen.

    Ich habe es mit ganz viel Geduld und freundlichen Worten versucht (andere auch), aber uns wurde immer Panikmache vorgeworfen. Vor allem, wenn es um Todesfälle ging. Die meisten Evergreens kommen aber in Wellen: Maskendiskussion, Covidtote, Falschpositive, PCRfehler, Grippevergleich, Herdenimmunität, verkeimte Masken, nicht wirksame Masken. Es gibt bei vielen (nicht allen) keine echte Bereitschaft zu einer Diskussion. Deshalb haben einige aufgehört zu schreiben.

  143. 2779.

    "Mehrere Hundert Schüler und Lehrkräfte an 24 ausgewählten Berliner Schulen sollen Teil einer Corona-Studie der Charité werden. Die Untersuchung ist auf ein Jahr angelegt und soll am 15. Juni 2020 beginnen. "
    https://www.berlin.de/aktuelles/berlin/6202217-958092-coronaschulstudie-der-charite-beginnt.html

    Meinen Sie diese Teststudie?
    Ich konnte jedoch noch keine Ergebnisse finden.

  144. 2778.

    Darum alle zu testen, ging es mir auch nicht, sonder um eine (vielleicht auch subjektiv gefühlte) Häufung der Nichttestung, so bald Personen aus Kita und Schule betroffen sein könnten. P.S. Die Schule in der regelmäßig getestet wurde war, so glaube ich, eine aus Reinickendorf. Der rbb hat drüber berichtet.Ich Suche später danach

  145. 2777.

    Nein. Ich werde keine Ruhe geben. Gerhard schreibt hier seid Ewigkeiten mit vielen anderen immer exakt das, was in Amerika auch die Republikaner/ Trump-Wähler sagten. Und genau dieser Unwille zur Diskussion und Anerkennen von Fakten führt bei uns ebenfallss zu einem Infektionsgeschehen, das wir hätten verhindern können.

    Es geht auch nicht darum, dass man nicht diskutiert, bloß weil die AfD dasselbe sagt. Aber man muss doch auch mal gucken was andere Parteien dazu sagen. Bei wirtschaftlichen Bedenken, sieht man ja, dass die FDP eine ähnliche Sichtweise hat. Ok. Mit vielen Punkten steht die AfD aber total alleine da. Weil die Faktenlage anders ist. z.B. bei der Klima-Debatte, wo die AfD behauptet es läge an der Sonne. Manche Leute wollen gar nicht diskutieren und erkennen keine Fakten an. Damit ist eine Diskussion unmöglich. Hier im Kommentar kann man seit Monaten die aktuellen AfD-Themen und -Behauptungen finden. Warum?

  146. 2776.

    Wenn man mich negativ testen würde, könnte ich wieder arbeiten gehen!
    Langsam wird das Personal knapp, dann sind die Einrichtungen nicht wegen Corona geschlossen sondern wegen Personalmangel.
    Bei Fußballern, Berliner Philharmonikern und etlichen Film- und Fernsehdrehs usw. ist es möglich.
    Da stimmt doch etwas nicht, meine Meinung!

  147. 2775.

    Was ist denn in Brandenburg los, schon wieder viel zu viele Zahlen!?

  148. 2774.

    Darum ging es mir eigentlich weniger in dem konkreten Beispiel. Die erstmal verhängte vorsorgliche Quarantäne und Schließung geht für mich ok. Ich wollte etwas anderes verdeutlichen. In solch einem Fall wird dann von Gesundheitsamt eine Entscheidung binnen 24h (spätestens 48h) verlangt über das weitere Vorgehen bezüglich Quarantäne und Testung - Nebenbedingung: die lokale Testkapazität ist natürlich begrenzt, einfach alle denkbaren Personen testen bringt also nur eine längere Warteschlange.

  149. 2773.

    Gibt es da nicht in Berlin eine Schule, an der regelmäßig Test vorgenommen werden? Mir fällt der Name gerade nicht ein, aber rbb hatte dazu mal einen Bericht. Ich kenne aber keine Auswertung zu den bisherigen Ergebnissen.

  150. 2772.

    Sachlich ist die Analyse von Prof. Bergholz nachvollziehbar. Manche Formulierung würde ich anders wählen, da man sonst das aus politischen Gründen verdrehen kann. Vieles davon findet sich auch in Dokumenten des RKI. Mal nur aufs RKI bezogen ist dann aber das Problem, daß das RKI das nicht einfach so von sich aus anweisen und durchsetzen kann - teilweise gibt es ja regelrecht eine Blockade der Länder gegen Empfehlungen und Richtlinien des RKI.

  151. 2771.

    Es gab/gibt eine Schule, ich denke in Reinickendorf, in der Personal und Schüler wöchentlich im Rahmen einer Studie getestet werden. Wenn ich mich richtig erinnere lagen die Fallquoten um den Faktor 5 über den damals üblichen Quoten. Ich suche nachher nochmal nach der Quelle, muss jetzt aber erstmal los.

  152. 2770.

    Aber was sind geeignetere Maßnahmen, was lässt sich kontrollierter und weniger belastend einschränken als die Freizeit?
    Ich kann nur meine Familie und unsere Bekannten beurteilen, aber wir alle gieren danach, unsere gewohnten (Freizeit)-Aktivitäten wieder aufnehmen zu können. Wir waren am Wochenende vor dem Teil-Lockdown natürlich noch einmal in der Gaststätte, wir haben den Winterurlaub bereits gebucht und würden den natürlich antreten, wenn es erlaubt wird. Und natürlich haben wir dort überall zusätzliche, unvermeidbare Kontakte, egal, ob es Hygienekonzepte gibt und wie diese ausgestaltet sind. Uns persönlich kann man nur durch explizite Vorgaben bremsen, die wir zum Wohle anderer selbstverständlich einhalten, sonst machen wir das, was wir immer machen: Möglichst unbehelligt leben, denn die Wahrscheinlichkeit, dass wir persönlich schwer an Covid erkranken, ist nun mal ziemlich gering. Vielleicht vergleichbar mit einem 5er im Lotto? Nur "gewinnen" halt jede Woche 1.000 andere...

  153. 2769.

    Es werden von @Gerhard immer wieder offensichtliche Falschbehauptungen eingestellt, in diesem Fall Beitrag 2714. Das kann schon einmal vorkommen, nur kam es in letzter Zeit regelmäßig (fast täglich) vor - und so muss man leider die Seriosität der von ihm genutzten sonstigen Medien anzweifeln. Die Aussagen dienen nun mal fast immer ausschließlich der Provokation und darauf hinzuweisen, spaltet nicht, sondern klärt auf!
    Schauen Sie doch mal, inwieweit die geänderte Teststrategie bereits die von Ihnen verlinkten Fakten berücksichtigt.

  154. 2768.

    Es mag sein, dass es solche Fälle gibt.
    Jedoch wollen Sie warten bis dann die Infektionskette in der Kita weitergeht?
    Meiner Meinung ist es dann besser sofort - vielleicht eine Woche - den Kitabetrieb einzustellen, um auf diesen Einzelfällen einzudämmen und weitere Infektionen zu vermeiden.
    Ich bin gerade in Quarantäne. Es fing auch mit 1-3 Fällen an, inzwischen sind es 15 Fälle + X.
    Für eine symptomfreie Testung für Beschäftigte in Bildungseinrichtungen gibt es in Berlin erst wieder Anfang Dezember freie Termine. Das macht alles keinen Spaß mehr!
    Und wenn der Kita- bzw. Schulbetrieb mit aller Macht so weitergeführt wird, werden die Zahlen nicht runtergehen und einige vom Personal lässt man so "über die Klinge springen". Bravo, Frau Scheeres!

  155. 2767.

    Dachte ich so auch schon.
    Aber irgendwie scheint mir das auch nicht so plausibel zu sein: Es hieße, dass die Kinder die Eltern anstecken, und diese wiederum ihre Eltern. Anders wären die Zahlen in AK60+ nicht zu erklären. Denn so dermaßen großen Kontakt haben Großeltern mit ihren Enkeln nach meiner Erfahrung in der Regel nicht. (Aber die Großeltern mit ihren Kindern eigentlich auch nicht. Möglicherweise im Moment aber doch? Viele Alte gehen nicht mehr gerne raus und lassen sich von ihren Kindern versorgen - inkl. seelischer Betreuung. Ist bei uns mit der Omi auch nicht anders.)

    Tja, schon seit geraumer Zeit habe ich den Eindruck, dass auch die Experten bez. Infektionsketten und -gründen leider eher in der Luft herumstochern...

    Tja, schon seit geraumer Zeit habe ich den Eindruck, dass auch die Experten bez. Infektionsketten und -gründen leider eher in der Luft herumstochern...

  156. 2766.

    Das lässt sich wohl in diesem Fall nicht klar ermitteln ohne die weiteren Umstände zu kennen. Mal das von mir angesprochene Beispiel: Eltern in Quarantäne, weil sie nachweislich Kontaktpersonen ersten Grades sind. Kind darf und wird weiter in die Kita geschickt? Ist es notwendig bis zum Vorliegen des Testergebnisses der Eltern Kinder, Pädagogen unklarer gesundheitlichen Gefahren auszusetzen und damit die Kita der Gefahr auszusetzen, dass die komplette Kita geschlossen wird, weil man nicht handelt. Die Eltern sind sowieso zu Hause, müssen gerade nicht zu Arbeit und sowohl Eltern, als auch Gesundheitsamt bestehen darauf, dass das Kind bis zum Ergebniss nicht zu Hause bleibt. Hier reden wir nicht über Kindeswohlgefährdung, das geht in den Bereich der eventualvorsätzlichen Gefährdung der menschlichen Gesundheit. Was das mit den Menschen vor Ort macht, braucht man nicht zu reden. Hier geht es auch nicht um das Anliegen Kitas offen zu halten, sondern um verantwortungsvollen Umgang.

  157. 2765.

    Naja. Der RBB zeigt keine Karte, aber ein Balkendiagramm (Inzidenz). ;-) Der Unterschied leuchtet mir nicht ein. Die Mitte- und Neukölln-Balken sind exponiert. Dann gibt's eben keine Gefahrenkarte, sondern ein Gefahrendiagramm, oder?
    Die Argumentation ist für mich auch nicht so evident. Als Statistiker würden Sie doch sicher von der Wahrscheinlichkeit ausgehen, dass der weit überwiegende Teil der Meldungen auch am Wohnort erfolgte? Leider scheint es keine Zahlen dazu zu geben - also wie hoch das Verhältnis Meldeort/Wohnort ist.

  158. 2764.

    Ich verfolge sehr genau den Austausch zwischen Gerhard und Björn in Bezug auf PCR-Tests, weil auch ich mich die Aussage und Konsequenzen des ct-Wertes und die unterschiedliche Handhabung in den Laboren, schon seit langem interessiert.
    Ich finde es nochmal erschreckend und gefährlich , wenn dieser wichtige und faktenbasierte Diskurs zweier Kommentatoren, von @Steffi in eine politische Ecke und Ihnen zu "Strömungen" geschoben wird. Das trägt massiv zur Spaltung der Gesellschaft bei und bremst jegliche inhaltliche Debatte aus.
    Fakten: Prof. Werner Bergholz (Physiker und Fachmann für Qualitätsmanagement) zur PCR vor dem Gesundheitsausschuss des Bundestages: "Praxistaugliche und intelligente COVID-19-Teststrategie"
    https://www.bundestag.de/resource/blob/802668/28dabb19265f7b240fe2bbea253c12ba/19_14_0233-4-_ESV-Werner-Bergholz_Cov19-Teststrategie-1--data.pdf
    The New York Times: https://www.nytimes.com/2020/08/29/health/coronavirus-testing.html

  159. 2763.

    Bezüglich der Schulen in Brandenburg siehe auch diese aktuelle Mitteilung des Ministeriums: https://mbjs.brandenburg.de/aktuelles/pressemitteilungen.html?news=bb1.c.683792.de

  160. 2762.

    Die Infektiosität von Kindern ist ein schwieriges Gebiet. Die Datenlage dazu ist - positiv formuliert - durchwachsen.
    Mal ein lokales Beispiel zum Nachdenken. In einer KiTa wird ein Kind positiv getestet und 5 Erzieher - die Kita wird vorsichtshalber geschlossen, alle kommen vorsorglich in Quarantäne. Endgültige Ergebnisse der Nachverfolgung gibt es noch nicht. War das Kind nun so infektös, daß es mehrere Erzieher infiziert oder brauchte es mehrere infizierte Erzieher, um ein Kind zu infizieren - mal so als extreme Gegenpole; alternativ: es ist gar kein Cluster, es war nur Zufall, daß die an einem Ort waren und niemand hat vor Ort einen anderen angesteckt.

  161. 2761.

    Lockdown: Da bin ich ganz bei ihnen, ich wünsche mir aber mehr Ehrlichkeit im Umgang miteinander. Ich bezweifel, dass DIE Kinder unter einer Schliessung von Kitas und Schulen leiden würden. Nicht in Frage stelle ich, dass es Kinder gibt, die darunter leiden, die sind in den Blick zu nehmen. 8 Monate hat man geschlafen, um sinnvolle Konzepte zu finden: pädagogische (nicht unbedingt fachliche) Betreuung des "Homeschooling" in Jugendclubs, Kirchengemeinden oder anderen Trägern, die sozialpädagogische Fachpersonal haben oder ähnliches hätte man gut planen können. Oder man sagt ehrlich, es ist Wirtschaft und Eltern nicht zuzumuten, dass man Kitas und Schulen zu macht. Ich halte das für legitim, aber das müsste man genau so kommunizieren und das Risiko entsprechend minimieren. Maßnahmen wurden viel diskutiert, alles was (wirklich) Geld kostet, wurde/wird nicht umgesetzt. Stattdessen werden DIE Kinder als homogene Problemgruppe hervorgehoben, die es SO nicht gibt.

  162. 2760.

    Ich vermute nach der statistischen Verteilung der Neuinfektionen, daß symptomlose Kinder und ihre Eltern erheblich zur Verbreitung beitragen. Weiss jemand, ob es einfach mal komplette Durchuntersuchungen von Kitas und Schulen gegeben hat, um die Anzahl symtomloser Virusträger zu ermitteln?

  163. 2759.

    Teil II Ich bezweifel gar nicht, dass Kinder weniger infektiös sind als Erwachsene, dafür ist die Intensität des Kontaktes deutlich höher. Auf die hohe Dunkelziffer in diesem Bereich hatte ich sicherlich schon hingewiesen.

  164. 2758.

    Teil I Wenn dies stimmt, dass sich die Testwirklichkeit tatsächlich nicht wahrnehmbar verändert hat, dann ist meine bisher nur ganz subjektive Wahrnehmung, dass man Kontaktpersonen 1.Grades möglichst auch bei Symptomen nicht testet, wenn durch einen positiven Test dieser Personen Auswirkungen auf Kitas und Schulen zu befürchten sind, dann doch nicht mehr so subjektiv. Ich hoffe, es ist anders. Schon heute sind die Zahlen bei Schülern in BRB nur unwesentlich unter dem Gesamtschnitt, bei Lehrern sogar um ein vielfaches höher. Erst kürzlich wurde die Musterhygienevorschriften für Kindertagesstätten in BRB entschärft. Kinder deren Eltern als Kontaktpersonen 1.Grades in Quarantäne sind, aber auf ihr Testergebnis warten, dürfen weiterhin in die Kita. Das erschließt sich mir nicht und auch dem Personal in den Kitas nicht. Auch bei Kindern zwischen 0-4 liegen die Inzidenzen inzwischen deutlich über 50, eine hohe Dunkelziffer ist zu befürchten.

  165. 2757.

    Meine Alternative war nicht öffnen, sondern geeignetere Maßnahmen.
    Mal nebenbei. Ich mag den Begriff Lockdown nicht sonderlich für Deutschland, deshalb gern Anführungszeichen. Warum: Es gibt hier keine Ausgangssperren im Gegensatz zu manch anderem Land, wo dann auch der Begriff Lockdown paßt. Wir haben eher einen Shutdown einiger Wirtschaftsbereiche mit zusätzlichen Kontaktbeschränkungen.

  166. 2756.

    Die Teststrategie hat sich in der Empfehlung des RKI geändert. Ich sehe aber im Moment keine wesentliche Änderung in der Testwirklichkeit. Die Feststellung Stagnation bezieht sich auch vorallem auf Deutschland insgesamt. Wenn man einzelne Länder vergleicht seht man eine zunehmende Spreizung der Inzidenz und der 7-Tage-Inzidenz - würde heißen, daß die Entwicklungen in Deutschland zunehmend auseinander laufen. Als Beispiel für die Extreme: Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gegenüber Berlin.

  167. 2755.

    Ihre Argumentation finde ich erstmal vernünftig. Ich wollte auch keine Antwort nahelegen, da ich selbst keine kenne. Warum die ursprüngliche Abflachung auftrat, ist ja auch nicht zweifelsfrei geklärt und wird eher allg. Verhaltensänderungen zugeschrieben. Mein ursprünglicher Gedanke war auch, daß die Kontaktbeschränkungen mehr Effekt zeigen müßten. Aber zum Maßnahmenpaket gehört ja noch mehr. Vielleicht sollte man auch einen Teil der Maßnahmen nur gegen andere austauschen, die erfolgversprechender sind - und sei es nur, weil sie auch ohne zu großen Kontrollaufwand besser befolgt werden. Mit der Meinung zum bisherigen Niveau sehe ich ähnlich - nicht gut, zu hoch aber wahrscheinlich durchzuhalten, wenn keine großen Überraschungen bis zum Frühling kommen. Wenn man sich mal andere Staaten in Europa ansieht und deren Probleme damit, dann jammern wir eigentlich noch auf recht hohem Niveau - was auch immer der oder die Gründe letzendlich sind, es läuft vergleichsweise besser in Deutschland.

  168. 2754.

    "Alternativer Schluss: … Warum könnte das möglich sein?"
    Das kann eher nicht möglich sein, oder? Wie sollten zusätzliche Kontaktbeschränkungen der Entwicklung entgegenstehen können?

    Also eher Schluss 1: Die zusätzlichen Kontaktbeschränkungen brachten rein logisch sicherlich einen Effekt, dieser Effekt wurde aber durch die Witterung größtenteils kompensiert. Müsste ich entscheiden (zum Glück muss ich das nicht), würde ich die aktuellen Maßnahmen erstmal beibehalten und weiter beobachten. Sollten die Zahlen auf dem Niveau bleiben, sollte man mit den derzeitigen Einschränkungen ohne Überlastung des Gesundheitswesens durch den Winter kommen. Sollten sich die Zahlen relevant nach oben/unten entwickeln, muss man die Einschränkungen entsprechend anpassen.

  169. 2753.

    Mal eine andere kontroverse Idee: Die sich am Anfang abzeichnenden sinkenden Fallzahlen sind auf die geänderte Teststrategie zurückzuführen und täuschten eine Senkung der Fallzahlen vor. Jetzt haben wir wieder steigende Fallzahlen, welche auf eine deutliche höhere Dunkelziffer hinweist. Das sich der Lockdown light nicht wie gewünscht auswirkt, dem stimme ich zu, der mögliche Schluss daraus wieder zu öffnen wäre aber wohl in Hinsicht der Ausbreitung des Viruses kontraproduktiv, da so noch mehr Kontaktmöglichkeiten geschaffen würden. Mein Schluss: Kontakte weiter grundsätzlich verringern, was nicht heißt, dass man nicht auch in einigen Bereichen lockern könnte, wenn ÖPNV und beispielsweise Schulen entzerrt würden.

  170. 2752.

    "...nur weil die AFD sich dieser Erkenntnisse bedient."
    Ob und wie sich die AfD wissenschaftlicher Erkenntnisse bedient und welche Medien genau @Gerhard für seine Meinungsbildung heranzieht, kann ich nicht beurteilen. Nur scheint er Strömungen verfallen zu sein, die Fakten bewusst umdeuten und für nicht näher hinterfragende Menschen plausibel genau entgegen der eigentlichen Erkenntnis darstellen. Dies hier immer wieder zu korrigieren, insbesondere, wenn diese alternativen Fakten nicht als Meinung widergegeben, sondern einfach nur ungefiltert und unkommentiert hier reingekippt werden, ist auf Dauer tatsächlich langweilig und nervig. Wäre einfach ignorieren eine Lösung?

    "...ct-Werts für die Aussage eines PCR-Tests..."
    Auf die Hintergründe für die aktuelle Vorgehensweise hat doch @Björn deutlich und plausibel aufmerksam gemacht. Lesen Sie doch einfach mal nach, versuchen Sie die Dinge zu verstehen und dann können Sie noch immer Gegenargumente vorbringen. Aber halt Argumente...

  171. 2751.

    Weil leider der Senat schon seit einigen Wochen, die Angaben nicht dazu aktualisiert. Wir haken aber gerne nach.

    Beste Grüße

  172. 2750.

    Mal eine kontroverse Idee. Die Entwicklung zu niedrigeren Fallzahlen, die bereits vor dem "Lockdown light" einsetzte, scheint zu stagnieren. Eigentlich wären ab dieser Woche zusätzliche Effekte durch die zusätzlichen Maßnahmen ab Anfang des Monats zu erwarten gewesen. Schluß 1: Die Maßnahmen brachten keinen wesentlichen zusätzlichen Effekt? Sollte man dann verschärfen? Alternativer Schluß: Die Maßnahmen waren teilweise eher kontraproduktiv und haben die schon vorher sich abzeichnende Entwicklung eher gestoppt. Warum könnte das möglich sein? Dann müßte man nicht die Maßnahmen verschärfen sonder eher über einen anderen Mix an Maßnahmen nach denken.

  173. 2749.

    Etwas was in diesem Zusammenhang dann auch gern vergessen wird .... auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit wird Tag täglich eingeschränkt.
    Alles wird gegeneinander abgewogen.

  174. 2748.

    Liebe Redaktion,
    die Angabe zur Positivquote vom Senat wurde schon lange nicht mehr aktualisiert. Warum?

  175. 2747.

    Lesenswerte Stellungnahme der Leopoldina zur Entwicklung an den Schulen: https://www.leopoldina.org/presse-1/nachrichten/leopoldina-weist-erneut-auf-einhaltung-von-schutzmassnahmen-in-schulen-hin/

  176. 2746.

    "Als Arzt sollte doch auch Sie beunruhigen, dass Sie und Ihre Kollegen bei zunehmender Auslastung vielleicht nicht mehr alle Menschen adäquat behandeln können."
    Natürlich ist eine solche Entwicklung beunruhigend. Sie ist momentan noch hypothetisch, dies kann sich aber in der Tat schnell ädern. Die Vermeidung der Systemüberlastung (unabhängig von Ursachen der Misstände) ist in aktueller Lage wichtig und sollte uns alle zweifellos motivieren die Schutzmaßnahmen zu befürworten.
    Innerhalb der letzten zwei Wochen ist in Berlin die Zahl intensiv-medizinisch behandelten Patienten um 66 angestiegen (300 vs 234). Die Auslastung mit Covid-19-Patienten liegt immer noch unter 25%. Es gibt zwar keinen Grund zur Panik, aber die Lage ist trotzdem besorgniserregend weil man die Kapazitäten nicht beliebig schnell erhöhen bzw. ausweiten kann. Weder Intensivärzte noch Pflegepersonal wachsen auf den Bäumen. Sind Intensivbetten alle belegt, dann sind sie belegt.

  177. 2745.

    Lassen Sie doch mal den Gernhard in Ruhe, seine Beiträge kann man sachlich diskutieren, anstatt hier parteipolitisch zu werden, ohne ihn überhaupt parteipolitisch zu kennen. (Davon unabhängig zahlen Anhänger aller Parteien Rundfunkgebühren.) In der USA kann man übrigens sehen wie parteipolitische Präferenzen zu mehr Infektionen und sogar Todesfällen führen. Die Republikaner sind ja eher gegen Masken und Abstand gewesen, die Demokraten haben sich Masken und Abstand halten zur politischen Agenda gemacht: Glasklares Resultat: In republikanischen Wahlkreisen gibt es mehr Infizierte und mehr Tote, in demokratischen Wahlkreisen weniger Infizierte und weniger Tote. Glasklare Nebenaussage: Maske und Abstand hilft Leben retten.

    https://www.nature.com/articles/s41562-020-00977-7

  178. 2744.

    Was ich damit auch sagen wollte ist dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, sich auf den CT-Wert zu sehr zu versteifen. Der CT-Wert ist ja auch nochmal je Labor ein bisschen unterschiedlich bei gleicher Probe.
    Von den Abstrichmethodischen Fehlern und den davon dann unabhängigen extrem seltenen falsch negativen / extrem seltenen falsch positiven Resultaten mal abgesehen: Die PCR als Messmethode anzuzweifeln ist unzutreffend, sie weist SARS-CoV-2 zweifelsfrei nach (ist auch spezifisch genug). Die andere Seite ist schwierig: lässt man jemanden bei immer noch positivem Ergebnis nach 14 Tagen oder vielleicht 2 mal 14 Tagen Isolation raus, obwohl noch positiv(sehr seltener Fall). Das ist bzgl. Infektiösität schwieriger, wahrschl ist sie dann aber gering. Da es nicht Ebola ist, wird man den vielleicht irgendwann laufen lassen (müssen) und auf mehr Forschungsergebnisse ü Infektiösität warten.

  179. 2743.

    Hatte vergessen die Quelle anzugeben zu dem aufgearbeiteten Probenrückstau. Es ist im COVID-19-Lagebericht vom 18.11.2020 Seite 12. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Nov_2020/2020-11-18-de.pdf?__blob=publicationFile

  180. 2742.

    PCR-Test: Beim Abstrich kann es dazu kommen dass bei eigentlich infiziertem Rachen gerade an einer Stelle abgestrichen wurde wo gerade im Augenblick ganz wenig Virus ist. 2 cm weiter ist gerade viel. Wenn der Proband kurz vorher was gegessen/getrunken hat ändert das auch nochmal die Lage. Ein PCR-Test, wenn er positiv ist, weist nach dass es zur Infektion kam. Ob man am Beginn oder am Ende der Krankheit steht ist unklar. Inwiefern jemand der positiv ist andere ansteckt hängt von vielen auch ungeklärten Aspekten ab. Beschrieben wurde schon eine Jugendliche die zu etwa 70 Personen engen Kontakt hatte aber niemanden angesteckt hat und Fälle wo eine Einzelperson über mehrere Meter andere angesteckt hat. Auch Fälle wo eine Einzelperson 45 Personen in nur 2 Stunden in USA angeteckt hat, 2 sind dann ein paar Tage später an Covid-19 gestorben sind beschrieben worden. Wer das Zeug im Rachen hat sollte daher 10-14 Tage isoliert werden, da es eine teilweise tödlichen Krankheit ist.

  181. 2741.

    Genau das ist das erschreckende, diffamierende und gefährliche Problem, dass Menschen wie Sie, wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse, wie die des ct-Werts für die Aussage eines PCR-Tests, nicht annehmen und zur Debatte und Diskussion stellen können, nur weil die AFD sich dieser Erkenntnisse bedient.

  182. 2740.

    "Die Intensivbetten werden jedes Jahr um diese Jahreszeit knapp, auch bei uns in Deutschland. … Komischerweise hat es das breite Publikum bis jetzt nicht massiv beunruhigt."

    Das gegenwärtige breite Interesse liegt wohl daran, dass die Intensivbetten diesmal trotz Kapazitätsausweitung und Verschiebung möglicher OP knapp werden. Als Arzt sollte doch auch Sie beunruhigen, dass Sie und Ihre Kollegen bei zunehmender Auslastung vielleicht nicht mehr alle Menschen adäquat behandeln können.

  183. 2739.

    Die Idee mit den getrennten Statistiken ist sicher intern umsetzbar. Das wird aber alles zu kompliziert in der Darstellung für die Öffentlichkeit. Bedenken Sie dabei auch, daß viele Medien jetzt schon mit den Darstellungen überfordert wirken. So werden weiterhin immer wieder neue Höchststände in den täglichen Infektionen gemeldet, obwohl es bisweilen stark von Nachmeldungen vergangener Tage abhängt, wie groß der Sprung wird (z.Bsp. nach Wochenenden oder wenn der Probenrückstau wie gerade eben aufgearbeitet werden konnte). Die Darstellung oben mit der 7-Tage-Glättung für die täglichen Änderungen ist schon nicht ganz schlecht.

  184. 2738.

    Da gibt es ein Problem, das auch in den RKI-Dokumenten genannte wird. Neben allgemeinen Betrachtungen zur Probenqualität und damit höheren Ct-Werten, ist vorallem das Problem, daß ein Ct>30 auch auf eine präsymptomatische Phase hindeuten kann - also etwas platt: der Virusträger ist noch nicht infektiös, könnte es aber demnächst noch werden. Darum wäre trotzdem eine Isolation angeraten, um evtl. Symptome abzuwarten. Das wird aber eigentlich alles in den RKI-Unterlagen diskutiert.

  185. 2737.

    "Cut-off Ct-Wert für RT-PCR bei festgelegtem Restrisiko?" Genau das wäre der richtige Weg. Reglementierung. Vereinheitlichung: international verbindlich festgelegte Cut-Off Werte. Werte über sagen wir Ct 30 würden nicht mehr als positiv gezählt, zumindest nicht als infektiös (denn darauf kommt es ja an). Für Werte über 30 gäbe es eine extra Statistik (denn auch diese Funde sind immer noch interessant)Eine Statistik der Fast-Nichts-Fälle! (evtl. müssten die Werte je nach verwendeter Test-Methode variieren.

    "Wer legt dann das akzeptable Restrisko fest?" Die Politik auf europäischer Ebene. Die allermeisten Wissenschaftler sagen über Ct 30 keine Infektiosität. Die Politik legt ja laufend Restrisiken fest: in der Verkehrsplanung, bei Medikamenten, in der Umweltpolitik.

  186. 2736.

    Der Ct-Wert >30 steht auch möglicher Parameter für die Entscheidung der Entisolierung in den Empfehlungen für Ärzte vom RKI: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Entlassmanagement-Infografik.pdf?__blob=publicationFile
    Die immer wiederkehrende Diskussion mit den Ct-Werten wird langsam zur pseudo-Diskussion, da es schon bei den Entscheidungskriterien dabei ist.

  187. 2735.

    Alles rund um die PCR-Testung, Ct-Werte und Abwägungen der Quarantänedauer beschreibt das RKI sehr ausführlich im Epidemiologischen Bulletin 39/2020: https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/6984/EB-39-2020-Austausch_Abw%C3%A4gung%20der%20Dauer%20von%20Quarant%C3%A4ne%20und%20Isolierung.pdf?sequence=5&isAllowed=y

  188. 2734.

    ich kenne hier mehrere fälle. selbst in meinem aufgang. nachberin der sohn war 1. kontaktperson. laut ihrer aussage mir gegenüber 4 tage in Quarantäne. nur war sie die letzte zeit immer nur unterwegs??????? sie selbst maskenverweigrin. und der meinung, wenn es einen erwischt dann ist es auslese.

  189. 2733.

    Was auch immer auf politischer Ebene beschlossen wird, es steht und fällt mit der Mitwirkung der Bevölkerung. Das nicht alles immer schlüssig ist, gute Güte, wir haben nun 'mal kaum Übung im Umgang mit Katastrophen. Try and error also, im Augenblick wohl eher error.
    Vernunft und Vorsicht sind die Stichworte, nicht eben typisch Berlin. Stimmt, kaum jemand kennt einen Corona-Fall persönlich, gut so. Ich kenne auch keine Kinder, die vor Schulen über den Haufen gefahren wurden. Trotzdem fahre ich den Regeln entsprechend. Wo ist der Unterschied? ALLE Regeln schränken Grundrechte ein, mehr oder weniger, immer und jeden Tag. Und die meisten davon sind auf unbestimmte Dauer angelegt, ganz im Gegensatz zu den Corona-Regeln.

  190. 2732.

    Haben Sie den Beitrag 2706 gelesen und verstanden? Wollen Sie nicht lieber dabei helfen, diese Situation in Deutschland zu vermeiden?

    Ein wichtiger Hinweis. In der Schweiz gehen die Intensivbetten zur Neige und Ihre Sorge, ein solcher Zustand kann bei uns auftreten, ist berechtigt. Die Intensivbetten werden jedes Jahr um diese Jahreszeit knapp, auch bei uns in Deutschland. Ein Ergebnis des wirtschaftlich bedingten Abbaus (30% des Gesamtbestandes zwischen 1990 und 2020); die Intensivbetten sind die teuersten und wenn die Auslastung im Jahresdurchschnitt unter 80% liegt, sind sie eine Verlust-quelle für Kliniken. deshalb wurden sie wegrationalisiert mit den jedes Jahr spürbaren folgen, die an Notstand grenzen. Komischerweise hat es das breite Publikum bis jetzt nicht massiv beunruhigt. Vielleicht beruhigt Sie ein Bisschen, dass es trotz des Abbaus in Deutschland eine dreimal höhere I-Betten-Dichte als in der Schweiz gibt.
    https://link.springer.com/article/10.1007/s00134-012-2627-8

  191. 2731.

    So generell kann man das nicht sagen mit der Diagnostik. Z.Bsp. bei HI-Viren wird PCR durchaus valide für Diagnostik eingesetzt (http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/h/HIV-Diagnostik.htm)
    Ich denke, hier werden verschiedene Fragestellungen vermischt. Die diagnostische Aussage: Kontakt mit Virus stattgefunden, kann durchaus die PCR stellen - das ist Epidemiologie. Man sollte das klar von der Frage abgrenzen: Spielt der Mensch aufgrund von noch vorhandener Infektiosität für den weiteren Verlauf der Virusausbreitung eine Rolle? - Das wäre wichtig für die Isolation von der Umgebung. Akademisch ist das sicher allen klar. Aber wie soll man das praktisch umsetzen? Cut-off Ct-Wert für RT-PCR bei festgelegtem Restrisiko? Wer legt dann das akzeptable Restrisko fest?

  192. 2730.

    Gerhard, sie sind sicher kein Hobbyepidemiologe. Vielleicht Hobbydemagoge. Und ihre Beiträge wiederholen pausenlos die Aussagen von Politikern der AfD. Das ist langweilig und nervt. Die Ärzte wissen am besten wie die Lage einzuschätzen ist. Unser Problem sind nicht zuviel Quarantäne, sondern zu wenig Mitmachen von Bevölkerung. Die USA hat 250000 Tote, bei der Schweinegrippe war es ein Bruchteil. Dieses Virus ist ansteckender, gefährlicher und tödlicher. Und Masken, Abstand halten und Kontaktreduktion hilft. Punkt. Leute wie sie haben uns den Lockdown beschert, weil sie lieber Panikmache betreiben. Von wegen Masken machen krank oder der Staat will eine Diktatur errichten oder Merkel hat schon eine Diktatur errichtet und die Presse gleichgeschaltet. Nein, die drucken nur nicht jeden panischen Satz von ihrer Lieblingspartei.

  193. 2729.

    "Dass immer wieder behauptet wird, der PCR-Test sei unzuverlässig, obwohl er weltweit als Goldstandard bezeichnet wird, hat politische Gründe."

    Wissenschaft ist keine Ansammlung von Dogmen, die Zuverlässigkeit dieses diagnostischen Verfahrens ist momentan Gegenstand vieler Studien und Auseinandersetzungen mit oft unterschiedlichen Ergebnissen. Sie vermischen zwei Sachverhalte: den Erregernachweis im Untersuchungsmaterial mit Beurteilung der Infektiosität und/oder eindeutiger Klassifizierung des Erkrankung. PCR ist in der Tat ein differentialdiagnostischer Goldstandard - wir haben nichts besseres. Bedeutet: ist jemand sichtbar und spürbar krank, setzt man PCR ein um die Verdachtsdiagnose mit einem Laborbefund zu untermauern. Der Umkehrschluss, dass jeder PCR-positiver automatisch COVID-19-Kranker ist, ist hingegen mit Vorsicht zu genießen. Für sichere Diagnose bedarf es einer Virusanzucht, Ist Ihnen der Feine Unterschied zwischen Labordiagnostik und Differentialdiagnostik bekannt?

  194. 2728.

    Die Beispiele aus Schweiz/ Amerika zeigen
    doch was uns auch bevor steht, wenn nicht alle an einem Strang ziehen. Und es wird klar, dass man selbst auf dem Land nicht auf Dauer geschützt ist, weil sich auch dort die Krankenhäuser füllen. Die Botschaft ist klar: helft mit, damit die seit 8 Monaten stark belasteten Pfleger und Ärzte weiterhin ihre Arbeit tun können. Krankenschwestern, die an Kraft verlieren, Burnout haben oder sich infizieren, weil sie sich z.B. auf dem Arbeitsweg oder in der Familie anstecken. Das muss doch nicht sein. Können wir nicht aus den Fehlern lernen? So wie im Frühling von Italien?

    Exp. Wachstum ist anfangs sehr langsam und dann aber rasant schnell. Das wurde hier seit Monaten gebetsmühlenartig wiederholt. Leider fällt bei einigen Leuten der Groschen nur pfennigweise. Egal. Besser als gar nicht. Wer es noch immer nicht versteht: ich empfehle das Seerosenbeispiel aus dem Artikel von Haluka M.-B.

  195. 2727.

    Also wenn ich mal die Gesamtdaten vom Jahr durchsehe, dann war Berlin immerhin im Mittelfeld bei der Inzidenz im Frühjahr - etwa vergleichbar Rheinland-Pfalz - das war deutlich höher als alle Bundesländer im Osten und Schleswig-Holstein (also Berlin stach auch da aus seinem unmittelbaren Umfeld deutlich heraus). Das Jahr über lief Berlin schon etwas quer zu den anderen Bundesländern - ein Zeit lang mit Bremen, das ähnlich "quer" im Verlauf war und bei der Inzidenz einige andere Länder überholte. Alle Daten RKI tägliche Berichte.

  196. 2726.

    Der PCR-Test ist ein hervorragendes, zuverlässiges, hochsensibles Werkzeug, um nachzuweisen, ob ein Organismus, ein Tier, ein Mensch in der näheren Vergangenheit mit dem Sars-Cov-2 Virus in Berührung gekommen ist. Dies kann im Rahmen einer Diagnose wertvolle Dienste leisten. Sie sagen es: "Goldstandard". Als alleiniges Mittel für diagnostische Zwecke ist er aber ungeeignet (so steht es auch auf dem Beipackzettel: nicht für diagnostische Zwecke!)
    Es herrscht Einigkeit in der Wissenschaft, dass über einem bestimmten Grenzwert (z.B. CT 30) der Test nichts mehr über Infektiosität einer Person aussagt (sagt auch Herr Drosten). Bzw. bei hohen Ct-Werten ist die Person sogar sicher nicht infektiös. Gleichzeitig testen die meisten Labors munter und wild mit Ct-Werten bis 40 und es werden aufgrund eben dieser Tests Menschen in Quarantäne geschickt. Zum Glück hat ein europäisches Gericht diese Praxis gestoppt/hinterfragt.

  197. 2725.

    Eine Pressekonferenz von Krankenhaus-Führungspersonal aus Michigan. Sie berichten von exponenziellem Wachstum sowohl was Covid-Fälle betrifft, als auch Covid-Patienten im Krankenhaus (für alle, die das vielleicht Profis glauben, weil ihnen Diagramme nicht perfekt genug sind). Ihre Positivitätsrate stieg von 2-3% im Sept auf jetzt 15-20%. Kanal ist ein NBC-Ableger, also seriös. https://youtu.be/zrv-DRkKS4w

    Ein Appell an die Bevölkerung, die AHA-Regeln (Big 3) als einfaches, aber wichtiges Werkzeug zu verstehen und konsequent einzusetzen. Und auf einige Treffen (Social Gathering) zu verzichten oder auch dort Maske zu tragen. Weshalb Essengehen mit mehreren Personen nicht empfohlen wird. Organisiert, damit die Bürger das direkt von Fachleuten hören. Damit sie verstehen wie ernst es ist und Menschen tatsächlich sterben.

    Kein Bericht über PCR-Test-Versagen oder die Nichtunterscheidung von Erkrankten oder falsch gezählte Covid-Tote. ABER der eindringliche Aufruf, vernünftig zu sein.

  198. 2724.

    Ein Artikel von Herrn M.-Borst, der die immer wieder kehrenden Zweifler-Behauptungen diskutiert: https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/11/berlin-brandenburg-corona-covid19-tote-sterblichkeitsrate-mortalitaet.html
    Warum kein Hinweis vom RBB?
    Dass immer wieder behauptet wird, der PCR-Test sei unzuverlässig, obwohl er weltweit als Goldstandard bezeichnet wird, hat politische Gründe. Wer wissen will, wer genauso denkt wie Gerhard und Co.: https://rosenheim-alternativ.com/berufungsgericht-in-lissabon-stellt-in-urteil-fest-dass-der-pcr-test-ungeeignet-ist-um-mit-ihm-eingriffe-in-die-gesellschaft-zu-rechtfertigen/
    Deshalb sind bei der Demo gestern auch AfD und NPD mitmarschiert.
    Sie streuen immer wieder solche Informationen um verunsicherte Menschen davon zu überzeugen, dass Politik und Staat nicht vertrauenswürdig sind.Man kann der Regierung viel vorwerfen, aber NICHT sie hätten panisch, intransparent und ohne Risiko-Abwägung entschieden.

  199. 2723.

    Kaum Abflachung der Kurve in Berlin, aber deutliche im restlichen Deutschland .... Als Hobby-Epidemiologe würde ich sagen, in Berlin spielt gerade ein Nachholeffekt eine Rolle. Im Frühjahr war die Großstadt Berlin und Partymetropole erstaunlicherweise weniger als Gesamtdeutschland betroffen.

  200. 2722.

    Anmerkung: Wahrscheinlich wurde die Stelle "At Ct = 35, the value we used to report a positive result for PCR, <3% of cultures are positive." falsch verstanden. Es geht dabei nicht um die Richtigkeit der PCR, sondern um evtl. noch bestehende Infektiosität, die das Gericht als Begründung für die Quarantäne zu entscheiden hatte. Die <3% beziehen sich auf Anzuchtversuche, also die Einschätzung der Infektiosität bei bestehendem richtig positivem PCR-Test. Deswegen hatte ich auch geschrieben, daß ich die Entscheidung des Gerichts sachlich nachvollziehen kann bezüglich der Quarantäne solcher Fälle. Anzuchtversuche sind auch vom RKI vorgesehen neben der PCR, um die Infektiosität besser zu beurteilen.

  201. 2721.

    Bitte auch oben den Abschnitt "Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?" beachten. Wir sehen nur den Wohnort des Infizierten, da dort die Meldung zugeordnet wird - das wird in vielen Fällen nicht der eigentliche Ansteckungsort sein? Passend dazu wäre eigentlich die Frage: Aufgrund welcher weiteren Umstände haben Menschen mit einem bestimmten Wohnort eine höhere Ansteckungsrate als mit anderem Wohnort? Dafür müßte man Daten aus der Nachverfolgung haben - momentan etwas schwierig - da sicher oft, der geographische Wohnort, nicht die Ursache sein wird.

  202. 2720.

    Haben Sie den Beitrag 2706 gelesen und verstanden? Wollen Sie nicht lieber dabei helfen, diese Situation in Deutschland zu vermeiden? Warum wollen Sie weiterhin Zweifel schüren? Haben Sie die von Ihnen verlinkten Artikel überhaupt verstanden oder glauben Sie tatsächlich, dass 97% der C19-Patienten falsch positiv sind? Glauben Sie tatsächlich, dass das Virus weniger gefährlich ist, wenn bei Vollbelegung der IST der Anteil von C19-Patienten vielleicht nur tatsächlich 45% anstatt gemeldeter 47% beträgt? Glauben Sie, nur ein einziger hier seitenfüllend vorgetragener Einzelfall von vielleicht nicht korrekter Zuordnung hilft den Leuten, die aufgrund von Überbelegung der IST nicht mehr aufgenommen werden können - egal ob Sie wegen Blinddarm oder Covid was auch immer behandelt werden müssten? Glauben Sie das alles wirklich?

  203. 2719.

    Wenn es denn so einfach wäre!
    Wenn Sie die Stadt kennen, dann sollten Sie davon ausgehen, dass etwa in St.-Zehlendorf Leute mit den beschriebenen Eigenschaften eher weniger zu finden sind. Nur gibt es ausgerechnet dort sehr hohe Fallzahlen bei den über 60-jährigen. Das passt nicht so recht zusammen.
    Jetzt mal wirklich praktisch: Ein Demo-Teilnehmer in Mitte oder ein türkischer Jugendlicher in Neukölln gehen nach Zehlendorf und stecken dort einen 70-jährigen an? Kaum plausibel.
    Eher so, wie ich es beobachte: Am Montagvormittag ist es im Edeka voll mit Senioren, die den Mundschutz auch draußen fortwährend tragen, sich lange, lange dort aufhalten, und sich dauernd im Weg stehen. Abstandhalten stelle ich meist nicht fest. Das ist kein Vorwurf an die, könnte aber eine Erklärung sein. Die Wissenlage bez. Corona ist da auf ziemlich niedrigem Niveau und hat nichts mit unseren wissenschftl. Erörterungen hier zu tun.
    Auf eine jeweils altersgerechte Kommunikation des Senats käme es hier an!

  204. 2718.

    Nachtrag: Ich meinte damit die Begründung des Gerichts bezüglich der Aussagekraft von PCR-Test mit sehr hoher Zyklenzahl bezüglich einer Infektiosität der Person und damit der Quarantäneanordnung. Die PCR-Testung an sich ist schon ein Standardverfahren zum Erregernachweis, deswegen hält das Gericht PCR-Tests auch nicht generell für unzuverlässig - das ist in Ihrer Einleitung zu stark vereinfacht und kann mißverstanden werden.

  205. 2717.

    Paper durchgelesen. Begründung sachlich für mich nachvollziehbar. Interessanter als die Correspondence (1. Link) bzw. der Comment (2. Link) - die ja eigentlich nur die zitierten Quellen nochmal bestätigen-, finde ich die angegebenen Quellen in den beiden Dokumenten.
    Das Problem ist wahrscheinlich die unterschiedliche Fragestellung an die Untersuchungsmethoden aus epidemiologischer Sicht und aus klinisch medizinischer Sicht.

  206. 2716.

    "Ignoranz, Rücksichtslosigkeit, Besserwisserei, Unangreifbarkeitsphantasien, Sorglosigkeit..."

    In Berlin weiter verbreitet als sonstwo?
    Ihre Aufzählung ist nicht evidenzbasiert, sondern, wie ich es leider nennen würde, ressentimentgeladen.
    Leider wird überhaupt in dieser Krise zu sehr auf Schuldige und zu Bestrafende geschaut als mit kühlem Kopf nach den belegbaren Fakten, über die man dann immer noch dikutieren könnte. Dies führt zur viel zitierte Spaltung der Gesellschaft. Wir alle haben keine Vorstellung davon wie gefährlich diese ist.

  207. 2715.

    ...und daraus schließt man dann jeder der sich infiziert ist selber dran Schuld, denn die Ignoranten können ja nur die Sorglosen infizieren... es ist doch alles so einfach (Ironie Aus)
    Und dann ein Blick in die große weite Welt um festzustellen.... anderswo ist es auch nicht besser.

  208. 2714.

    Portugiesisches Berufungsgericht hält PCR-Tests für unzuverlässig und hebt Quarantäne auf.
    Unter Berufung auf Jaafar et al. (2020; https://doi.org/10.1093/cid/ciaa1491) kommt das Gericht zu dem Schluss, dass „wenn eine Person durch PCR als positiv getestet wird, wenn ein Schwellenwert von 35 Zyklen oder höher verwendet wird (wie es in den meisten Labors in Europa und den USA die Regel ist), die Wahrscheinlichkeit, dass diese Person infiziert ist, <3% beträgt und die Wahrscheinlichkeit, dass das Ergebnis ein falsches Positiv ist, 97% beträgt“. Das Gericht stellt ferner fest, dass der Schwellenwert für die Zyklen, der für die derzeit in Portugal durchgeführten PCR-Tests verwendet wird, unbekannt ist.
    Unter Berufung auf Surkova et al. (2020; https://www.thelancet.com/journals/lanres/article/PIIS2213-2600(20)30453-7/fulltext) stellt das Gericht weiter fest, dass jeder diagnostische Test im Kontext der tatsächlichen Krankheitswahrscheinlichkeit interpretiert werden muss.

  209. 2713.

    Was mich immer wieder ärgert ist das es in Bussen und Bahnen keine wirkliche Kontrolle gibt. Ich sehe so viele Menschen in den Nahverkehrsmittel die keine Maske tragen oder nicht richtig Mund und Nase verdecken und so die Gesundheit ihrer Mitmenschen in gefahr bringen

  210. 2712.

    "Andererseits meint Kanzleramtsminister Helge Braun am 1.11.2020, kurz vor dem Lockdown…"

    Klar, dass die meisten Politiker zu beschwichtigen versuchen und klar, dass der Bevölkerung vor dem Lockdown Hoffnung auf baldiges Ende in Form eines zu erreichenden Ziels gemacht werden sollte.
    Und natürlich kann es sein, dass die Gesundheitsämter bereits bei 5.000 Neuinfektionen alle Kontakte wieder nachvollziehen können. Ganz gewiss können sie es bei 500 Neuinfektionen noch viel besser – nutzt nur nix, da ja nur die ihnen bekannten Kontakte nachvollzogen werden können. Das Virus verbreitet sich aber offensichtlich meist undokumentiert. Irgendwann ging es bei 1 los und jetzt sind wir bei 20k, ohne Lockdown wären wir wohl noch viel höher. Hier irgendwo dazwischen eine gewisse Schwelle zu nennen und bis dorthin von Kontrolle zu sprechen ist irreführend, denn gäbe es eine solche Schwelle, wäre sie ja logisch nie erreicht oder gar überschritten worden.

  211. 2711.

    Ignoranz, Rücksichtslosigkeit, Besserwisserei, Unangreifbarkeitsphantasien, Sorglosigkeit.... suchen Sie sich was aus. Und dann ein kleiner Spaziergang durch die Innenstadt, nur so als Bestätigung.

  212. 2710.

    Vielleicht auch. Ich hatte wirklich keine bestimmte Antwort im Sinn, es war ins Blaue gefragt als Ideensammlung.

  213. 2709.

    Hm, vielleicht gibt es in anderen Bundesländern keine Massendemos bei denen 90% der Menschen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen und bei denen der Virus leichtes Spiel hat? Ist jetzt nur mal so eine Vermutung.

  214. 2708.

    "Die Gesundheitsämter hatten nie wirkliche Kontrolle,..."

    Das ist ernüchternd und wird noch Mitte Oktober von Karl Lauterbach bestätigt:
    "Grob geschätzt kann bundesweit bereits in der Hälfte der Fälle eine Infektionskette nicht mehr nachvollzogen werden. Und in der anderen Hälfte kommen die Gesundheitsämter mit der Ermittlung und Kontaktaufnahme viel zu spät". (tagesschau.de)
    Des Weiteren fordert er, die Gesundheitsämter von der "nicht mehr leistbaren Pflicht" zu entbinden, "jeden einzelnen Kontakt nachzuverfolgen".
    Andererseits meint Kanzleramtsminister Helge Braun am 1.11.2020, kurz vor dem Lockdown, dass bei täglich 5.000 Neuinfektionen die Gesundheitsämter die Kontaktverfolgung wieder schaffen könnten. ("Anne Will", ARD)

    Für mich als Normalverbraucher ist das nur noch verwirrend.

  215. 2707.

    Da muss ich leider zustimmen. Ich habe im Sommer Familie besucht, habe mit Freunden telefoniert. Und nirgends, wirklich nirgends waren die Leute bezügl. Corona so ignorant wie hier. In meinem Kiez, einer von den Top 2, hat sich schon seit Ostern die Mehrheit verhalten als wäre es noch 2019. Warum der Senat so stolz auf die Bürger an Feiertagen war, ist mir schleiberhaft. Oder sie sind nicht so oft in den Bezirken unterwegs. Sonst würden sie auch bemerken, dass es zum allgemeinen Brauchtum gehört mit Schmackes in die Menschenmenge zu niesen (oder wahlweise zu husten). Gute Nacht!

  216. 2706.

    Schweiz: In der Schweiz sind jetzt die Intensivbetten voll. Und die Kurve steigt weiter. Alle 876 Intensivbetten sind voll. In den vergangenen Wochen wurde in der Schweiz bereits auf nicht notwendige Eingriffe verzichtet um Intensivbetten freizuhalten.Auch wurden in den letzten Wochen die Triage-Regeln, also wer kein Intensivbett bekommt, wenn alle voll sind überarbeitet. es geht dabei nach "Fragilität"/Gebrechlichkeit. Sie wird auf einer Skala, ich glaube von 1 bis 10 bewertet. "Du bist zu gebrechlich - Du musst jetzt leider sterben" entscheiden dann die Ärzte. Noch hat man 600 sogenannte Nichtzertifizierte Betten, oder kann diese aufbauen. Das sind Intensivbetten, quasi mit erhöhter Sterberate, weil dort zwar eine Fachkraft abgestellt wird aber Nichtfachpersonal unterstützt. Die Leute verstehen nicht was Exponentieller Anstieg heißt, das Intensivstationen immer erst 3,4 Wochen nach der Diagnose sich füllen und dass Ärzte eben nicht wie Wirtschaftlobbiisten Stimmung machen können.

  217. 2705.

    ganz einfach:
    hier macht doch jeder was er will. egal ob im straßenverkehr, während der ruhezeiten oder
    eben wenns um eine pandemie geht.
    alter, bin ich froh, wenn ich nach anfang 2022 hier endlich abhauen kann!
    was rücksichtsloseres als das was so in berlin lebt, ist mir in meinem leben noch nicht unter gekommen.
    das ist doch hier mittlerweile ein sammelbecken...

  218. 2704.

    Irgendwie ist der Abflachungseffekt auf die Zahl der Neuinfizierten in Berlin bisher sehr mäßig - nicht nur im Vergleich zu Brandenburg, auch zu anderen Bundesländern. Gibt es dafür Erklärungen? Was könnte in Berlin so spezifisch anders sein?

  219. 2703.

    Vielleicht von allgemeinem Interesse hier für alle, die sich nicht nur für Reproduktionszahlen und deren Einfluß interessieren, sondern auch, was das im Zusammenspiel mit anderen wichtigen Kenngrößen für den sich ergebenden Verlauf bedeutet. Ist schon von 2009, aber trotzdem aktuell. Nicht von dem Stichwort Influenza irritieren lassen, da geht es um allgemeinere Modelle und nicht spezifisch um eine bestimmte Grippewelle.
    https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=66813

  220. 2702.

    Bei über 90% der Polioinfizierten (Kinderlähmung) kommt es zur "stillen Feiung", also die bilden Antikörper, aber sie haben nie Symptome. Auch die Grippe kann symptomlos verlaufen. Asymptotisch zu sein ist also nicht unbedingt ein Hinweis auf Kreuzimmunität. Durchgemachte normale Corona wird also vielleicht nicht dazu führen asymptomatisch zu werden, wenn man SARS-CoV-2 bekommt. Ob es Kreuzimmunität gibt wird wohl noch lange diskutiert werden, denn:1. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit von Symptomen und die Schwere v Covid an. Gleichzeitig nimmt aber die "Erfahrung" bzgl.normaler Coronaviren zu. 2.Jedes der normalen 4 Coronaviren des Menschen kann man mehrmals bekommen. Eine einmal durchgemachte Coronaerkrankung bei den normalen 4 Coronaviren schützt also nicht für immer. 3.Kleinkinder stecken sich ständig an allem an. Aus allem 3en kann man alles mögliche zur Kreuzimmunität schließen oder nicht schließen, leider.

  221. 2701.

    "Unsere 50 Fälle pro 100 000 ist an Dummheit kaum zu überbieten. Die Gesundheitsämter schaffen ja im Schnitt nur 25 Fälle pro 100 000 ( das haben die Gesundheitsämter klar gesagt) und man weiß zudem dass man fast alle aufklären muss. 50 ist der vorprogrammierte Kontrollverlust gewesen, und bei Kontrollverlust kommt der Lockdown."

    Die Gesundheitsämter hatten nie wirkliche Kontrolle, sonst wären die Werte nicht über 25/50 gestiegen. Nur der Sommer hatte das Virus unter Kontrolle.

    Bleibt also jetzt nur der Lockdown bis Ostern und damit noch viel Zeit, über die Wichtigkeit des genauen Anteils an Covid-Patienten in immer voller werdenden Hospitälern zu Philosophieren.

  222. 2700.

    Aus epidemiologischer Sicht finde ich das auch sinnvoll. In der Epidemiologie geht es doch primär um die Ausbreitung von Erregern und die Mechanismen der Übertragung. Inwieweit sowas als "offizielle" Fallzahl sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

  223. 2699.

    "Denken sie wirklich, dass unsere Ärzte im Krankenhaus eine Durchfallerkrankung nicht von Bauchkrämpfen unterscheiden können? Oder wollen sie sagen, dass die Profis völlig ignorieren, ob ein Symptom selten ist und einfach jeden, der halbwegs in das Diagnose-Schema passt, dann als Covid-Patienten einordnen und behandeln?"
    Es geht überhaupt nicht darum ob die Ärzte kompetent oder inkompetent sind. Es sind nicht die Ärzte, die darüber entscheiden wie die Daten statistisch erfasst und weiter gehandhabt werden. Ein PCR- positiver SARS CoV2 Befund wird automatisch zum Fall. Und bleibt es (aus epidemiologischer Sicht) bis zu einem der zwei möglichen Ausgänge: Genesung (wiederholt PCR-negativ) oder Ableben.
    Der Aufnahmegrund und Art der Behandlung sowie die eigentliche Diagnose spielen bei der Erfassung der hospitalisierten "Fälle" für die Epidemiologen keine Rolle und deswegen spiegeln sich in oft zitierten Corona-Statistiken nicht wieder.

  224. 2698.

    Hier ein interessanter Beitrag des NDR zur Überlastung der ITS. Untersuchter Zeitraum Sept 2019 bis Dez 2019

    https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Immer-mehr-Intensivstationen-ueberlastet-,intensivpflege106.html

    Kurz vor Beginn der Coronapandemie, im Februar dieses Jahres, hatte der NDR eine Datenauswertung publiziert. Danach waren zwischen September und Dezember 2019 die Intensivstationen in der Region Hannover in mehr als der Hälfte der Zeit überfüllt und mussten Patienten abweisen. In Bremen habe sogar in drei von vier Monaten ein solcher Notstand bestanden. Im Spätsommer 2019 warnte die DKG vor einem drohenden Kollaps: 37 Prozent aller Kliniken mussten bereits damals wegen fehlenden Personals Intensivbetten sperren, viele davon die Notfallversorgung zeitweise abmelden – Tendenz steigend.«

  225. 2697.

    Die Politik in Australien wäre besser gewesen für uns. In der Summe weniger Eingriffe i d Wirtschaft, glasklare für jeden nachvollziehbare Regelung: jeder Fall wird ausgetreten.Ohne dieses Durcheinander wie hier. Unsere 50 Fälle pro 100 000 ist an Dummheit kaum zu überbieten. Die Gesundheitsämter schaffen ja im Schnitt nur 25 Fälle pro 100 000 ( das haben die Gesundheitsämter klar gesagt) und man weiß zudem dass man fast alle aufklären muss. 50 ist der vorprogrammierte Kontrollverlust gewesen, und bei Kontrollverlust kommt der Lockdown. Es war absehbar. Außerdem wäre es besser anstatt Fälle zu zählen unverbundene Cluster zählen. Wichtig ist die Zahl dahin zu bekommen, dass die Gesundheitsämter es schaffen und dann die 0 anzustreben. In Japan läuft der Großteil des Erfolges überKontaktnachverfolgung, die dort ganz ausgeklügelt ist, man hatte schon Erfahrung von SARS 1. Finnland hat seine Kontaktnachverfolgung extrem ausgeweitet und keine zweite Welle, außerdem testen sie gut.

  226. 2696.

    Herdenimmunität ist ein blödes Wort. Sicherlich wird sie aber nicht gemacht oder gewollt, sie stellt sich irgendwann von alleine ein, entweder mit oder ohne Impfung. Sie ist also nichts, was man "fordern" kann, sie stellt sich ein, eine Impfung könnte den Prozess beschleunigen.
    Man darf sich die Sache nicht so vorstellen, dass die Wirkung erst bei 70 bis 80 % Immunisierten einsetzt.
    Sicherlich bedeuten z.B. 15 bis 20 % bereits einen deutlichen Bremseffekt. Außerdem sind nicht nur die nachgewiesenen Antikörper in der Bevölkerung ausschlaggebend. Kann nicht seit Beginn der Pandemie der angenommene hohe Prozentsatz asymptomischer C-19-Verläufe auf einen hohen Prozentsatz bereits Immunisierter deuten? Ist es nicht so, dass die Kreuzimmunität (durch andere Coronaviren erworben) die bedeutendere Rolle spielt? Dass es deshalb, aufgrund unseres Immunsystems, keine Übersterblickkeit gibt, obwohl das Virus "neu" ist?

  227. 2695.

    @rbb24: Vielleicht gab es ja eine entsprechene Frage und Anwort schon dazu, kann mich aber nicht erinnern:
    Haben Sie eine Erklärung dafür, warum die Zahl der Beatmeten auf Intensiv beim Senat soviel höher ist, als die, welche das DIVI angibt?

  228. 2694.

    Das ist sicher alles richtig. Vergessen wird hin und wieder aber die Alterspyramide. Die bis 14-jährigen machen nur ca. 9% der Bevölkerung in Berlin aus. Das ist beim Infektionsrisiko an Schulkindern zu berücksichtigen. Und deren Fallinzidenz bewegt sich aktuell bei gut 6%, auch wenn hier die Duktelziffer höher ist.

  229. 2693.

    Empfinde ich auch als Problem, daß es so gut wie nie einen Kontext für die Fälle aus der Nachverfolgung gibt Frankfurt/O. Bei den bisher vergleichsweise wenigen Fällen, würde ich da mehr Erkenntnisse erwarten.
    Heute KiTa "Parkschlößchen" bei uns in Güldendorf geschlossen wegen Corona - weiß aber nicht wieviele Fälle da wirklich sind und wieviel "nur" Quarantäne ist, soll aber in der MOZ kommen.
    Grüße aus Güldendorf

  230. 2692.

    Gerade in den Meldungen gesehen (https://www.gmx.net/magazine/news/coronavirus/corona-live-ticker-1707-corona-todesfaelle-usa-hoechster-tageswert-mai-35240220):
    Australien: "Australischer Bundesstaat verkündet sechstägigen Corona-Lockdown ... Der Schritt folgt zwei Tage nachdem die Metropole Adelaide im Süden des Landes mindestens 17 Virusfälle in Verbindung mit einem Quarantäne-Hotel meldete. ... Zuletzt war im August ein ähnliches Cluster entdeckt worden, das mit strikten Maßnahmen schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte."
    Wäre das ein Vorschlag für ein Vorgehen in Deutschland?

  231. 2691.

    Hallo
    Ich finde Ihr Kommentare nicht { gut}.????
    Mit den täglichen Zahlen kann ich nichst anfangen! Angst ist kein guter Ratgeber.
    Zb. Frankfurt oder
    Nicht die Stadt und auch nicht die Heimatzeitung gibt ifos, wo und wieso sich die Leute angesteckt haben.
    ACHTUNG
    Nur wenn der Buschfunk in Ffo zu laut ist.
    {Schulen, Altenheime ,Offene Grenze ,Slubice Studenten usw.}
    Angeblich kein Personal, in einer Stadt wo eine Verwaltug verkleinert werden soll.
    Für mich sind diese Infos wichtig .Heute 23 Personen erkrankt ............
    Lg.

  232. 2690.

    Hallo rbb-Team,
    warum gibt es keine Aufstellung über die Verteilung der Coronafallzahlen in den Stadtteilen, zB Wedding, Prenzlauerberg usw.? Die Bezirke sind ja Teilweise sehr groß.
    VG

  233. 2689.

    Danke für die Rückmeldung! Die Info vom Mai gilt allerdings nach wie vor. Forscher/innen gehen eher davon aus, dass die Notbremse eher hoch ist bei 50 pro 100.000.

  234. 2688.

    Mir platzt der Kragen wenn ich lese: Zahlen im Vergleich zur Vorwochen gesunken.
    ja klar , weil die Leute nicht mehr getestet werden da die Kapazität nicht ausreicht.
    P.S WIE KANN ES SEIN,DASS MAN ALS KITA DAS GESUNDHEITSAMT NICHT EREICHT,UM EINEN POSITIVEN cORONAFALL ZU MELDEN ????????

  235. 2687.

    Guten Morgen ans Team,

    mir ist was aufgefallen. Der „hier nachlesen“-Link der einen Einblick in die Entwicklungen bei den kreisfreien Städten und Landkreisen geben soll, führt auf einen Beitrag aus dem Mai diesen Jahres und nicht auf den gewünschten Überblick.
    Viele Grüße und Danke für die gute Aufbereitung der Zahlen hier

  236. 2686.

    (4) Das mit den Kindern ist aber ein ganz schwieriges Thema. Aus der Schwedenstudie kann man zumindest annehmen, dass Kinder bis 19 anders als teilweise behauptet, durchaus in etwa genau solche Rolle spielen wie Erwachsene. Auch in Schweden gab es aber bei höheren Kindern Homeschooling. Außerdem greift der Erreger bei symptomatischen Vorschulkindern + Grundschülern viel öfter als bei Erwachsenen den Verdauungstrakt anstatt die Atemwege an (Magen, Durchfall), d.h.: anderes Infektionsgeschehen könnte auch andere Infektiosität bedeuten. Vielleicht können jüngere Kinder sich zwar genauso schnell anstecken, aber seltener andere infizieren. Sind sie weniger gefährlich? Die i.d.R. mobilen Jugendliche bis 19 sind normalerweise wohl öfter infiziert und verbreiten dann wieder den Erreger besser weiter als Erwachsene (20 - 64), die Jugendlichen bis 19 waren aber in der Schwedenstudie im Homeschooling...

  237. 2685.

    "Patientinnen mit Schlaganfall oder Bauchkrämpfen ohne Atemwegssymptome als C19 Fälle zu zählen" Denken sie wirklich, dass unsere Ärzte im Krankenhaus eine Durchfallerkrankung nicht von Bauchkrämpfen unterscheiden können? Oder wollen sie sagen, dass die Profis völlig ignorieren, ob ein Symptom selten ist und einfach jeden, der halbwegs in das Diagnose-Schema passt, dann als Covid-Patienten einordnen und behandeln? Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme oder wozu?
    Aus der sehr phobischen Apothekenumschau :D
    "Ärzte beobachten bei vielen Patienten mit einem schweren Covid-19-Verlauf eine verstärkte Blutgerinnung. Die Betroffenen haben damit auch ein erhöhtes Thromboserisiko; tiefe Beinvenenthrombosen oder Lungenembolien treten häufiger auf."

    Auch von amerikanischen Ärzten höre ich seit Monaten, dass sie Lungenembolien, Herzinfarkte und Schlaganfälle bei Covid-Patienten verzeichnen. Es ist richtig, dass Ärzte das ernstnehmen.

  238. 2684.

    da "hakt" garnichts. Genau deshalb habe ich ja gesagt in den beiden vorhergehenden Posts dass es so gut wie unmöglich ist Herdenimmunität haben zu wollen. Auch die, die das fordern würden sich das u.U. nochmal überlegen, denn selbst wenn man das ohne zu sterben übersteht, ist es dennoch auch für manche eine sehr schwere Krankheit. Entzündungen der Blutgefäße und des Herzens, Lunge, Nieren, Gehirns teils mit Psychosen, Unklarheit ob in seltenen Fällen nicht auch im Nervensystem dauerhafte Schäden bleiben, keine absolute Sicherheit nicht vielleicht dauerhaft wie bei Windpocken/Gürtelrose im Alter irgendwelche Probleme zu bekommen, Blutgerinnungsstörungen mit erhöhter Schlaganfallwahrscheinlichkeit, Durchfall, sehr starke Kopfschmerzen. Danach teilweise monatelange Schwäche mit monatelangem Krankgeschrieben sein. Das muss man sich also in der Tat gut überlegen ob man an einem solchen Experiment das auch aus anderen noch nicht genannten Gründen nicht funktionieren könnten teilnehmen will.

  239. 2683.

    Richtig wäre: am Anfang Angst/Sorgen u dann aber mit Vernunft, also mit dem Kopf reagieren. So hat s bei HIV/AIDS jedenfalls gut geklappt.Daher ist wissenschaftliche Aufklärung (Übertragungswege, Gefahr der exponentiellen (!) Entwicklung) u Verantwortungsbewusstsein gefragt + die richtigen pol. Maßnahmen. Die derzeitigen Fallzahlen sind am heutigen Tag nicht beunruhigend, aber d Problem ist ein schneller Anstieg im Sinne eines mehr oder weniger exponentiellen Anstiegs. Die Todesfallzahlen schnellen dann nach oben: 9 von 10 Covid-Intensivstationspatienten werden gerettet, bei vollen ITS-Betten würde sich daher die Zahl der Toten in den Krankenhäusern verzehnfachen. Zusätzlich dann noch d. genannte exponentiellen Anstieg. Durch die derzeitigen Maßnahmen soll also eine gruslige Zukunft verhindert werden,(später ist alles nur noch schwerer zu stoppen-Exponentialität, Infektionsdruck) Vielen die "Dramatisierung" vorwerfen, ist oft nicht klar was Exponentialität bedeutet, rein zahlenmäßig.

  240. 2682.

    Mir fehlte dabei die Sicherheit, nicht vor die Hunde zu gehen. Ganz in meinem eigenen Interesse und dem meiner Kinder. Ich glaub', es hackt...

  241. 2681.

    (3) ...Kinder kaum betroffen. Aber das ist eben, wie aus eben genannten Gründen zu den Studien nicht zulässig, eine solches Resultat abzuleiten. Aber man steht eben noch am Anfang von Untersuchungen.

  242. 2680.

    "waren mehr jüngere infiziert und damit ein wesentlicher Träger der Epidemie in Schweden -."..."stärkere Rolle der Jahrgänge in KiTa und Schule bei der Verbreitung hinauslaufen." Richtig: Drosten u später andere haben gezeigt dass Kinder i Rachen etwa d gleiche Virenmenge haben wie Erwachsene.-Man weiß: Eine fast in gleicher Weise sich ausbreitende Influenza kommt aus Asien, bleibt in Europa einige Zeit im Okt/ Nov in der Erwachsenenpopulation dann stecken irgendwann genug Lehrer und Erzieher Kitakinder / Schüler im Dez an. Erst hier nimmt d Epidemie richtig Fahrt auf (fast Verdreifachung des ElternR-Wertes bei Kindern). Epidemiologische Studien aus Island wurde am Anfang der Epidem. gemacht (!) - andere Studien i Homeschooling. Zudem bekommen Kinder seltener Symptome als Erwachsene und bei Haushaltsstudien hat man eine Verzerrung hin zu Erwachsenen, weil man ja die Haushalte per Symptomen auswählte. So kommt ein ganzer Batzen an Studien raus, wo gesagt wird: Kinder kaum betroffen.

  243. 2679.

    (1) Ob es Unterschiede gibt, wonach unterschiedliche Altersgruppe unterschiedlich schnell IgG-Antikörper abbauen (oder überhaupt seltener entwickeln) ist mir nicht bekannt und ist ganz sicher in Bezug auf SARS-CoV-2 bisher auch nicht zu sagen. Es gibt auch nicht allzu selten Personen die gesundeten ohne jemals einen positiven IgG-AK-Befund gehabt zu haben. Man gesundet aufgrund einem ganzen Cocktail irgendwelcher (!) AK, nach IgG zu gucken wird nur als Nachweis genommen: aha der hat SARS-CoV-2 gehabt (Methodisch einfacher). Die genannte Zahlen (aus meiner Erinnerung) erstaunten mich v.a. deshalb, weil sie -bei aller Unsicherheit- zu zeigen scheinen: Alte kann man nur begrenzt schützen, junge (0 bis 19) sind sogar noch geringfügig stärker betroffen als Erwachsene.

  244. 2678.

    Wenn man sich die Inzidenzen und 7-Tages-Inzidenzen z.Bsp. im RKI Dashboard ansieht, scheint das Hauptproblem weiterhin im S,SW und W Deutschlands zu liegen, der N, NO und einige Gebiete in der Mitte sind eher wenig betroffen. Ähnlich war das Bild bei der ersten Welle. Neu dazugekommen ist jetzt Sachsen gegenüber der ersten Welle. Warum? Ad hoc These: Weil jetzt in der angrenzenden Tschechischen Republik ein größeres Problem als im Frühjahr ist und dazu auch die Grenzen für Pendlerverkehr offen sind? Möglicher Widerspruch: Warum sieht man dann nicht einen ähnlich starken Effekt an der Ostgrenze zu Polen?

  245. 2677.

    Mal als Beispiel aus der aktuellen MOZ, daß man durchaus was für die Freizeit organisieren kann. https://www.moz.de/lokales/hennigsdorf/freizeit-und-coronavirus-corona-nur-kinder-duerfen-in-die-veltener-oase-53178278.html
    Es bräuchte mehr solche vom Risiko beherrschbare Nischen auch für andere Altersgruppen. Dann wäre die Länge der Maßnahmen auch nicht immer ein so großer Kritikpunkt.

  246. 2676.

    "...durch Disziplin und Isolation wäre es zu lösen..."
    Da haben Sie vollkommen Recht, damit lässt sich Corona nicht besiegen. Durch Ignorieren aber auch nicht. Corona ist da und bis zur Problemlösung braucht es Maßnahmen, damit sich Corona nicht zu schnell ausbreitet. Über die Maßnahmen kann gerne kontrovers diskutiert werden, wenn man denn konstruktive Verbesserungsvorschläge hat.
    Und sollte sich Corona nicht durch Impfung besiegen lassen, wird das Kapitel wohl tatsächlich schrecklich enden. Auch da haben Sie vermutlich leider Recht. Nur reicht es doch, wenn das schreckliche Ende für viele Menschen erst verkündet wird, wenn es soweit ist - und nicht schon heute, wo es noch Hoffnung gibt.
    Lieber mal zu den Verharmlosern zählen als zu den Angstmachern.

  247. 2675.

    Unsere Politiker reagieren nicht panisch, sie reagieren meist vorsichtig und vernünftig. Ja, sie haben monatelang keine vernünftige Planung gemacht und waren sogar überrascht, dass es tatsächlich Reiserückkehrer gab. Das hätte man sehr viel besser planen und vorbereiten können. Ich kenne das ICD und Phobien sind weit und breit nicht zu beobachten. Panikmache attestiert aber die AfD. Zum Beispiel in Magdeburg. Hören sie bitte mit dieser Rhetorik auf. Danke.

  248. 2674.

    Das Modell natürliche Herdenimmunität funktioniert dann auf diese Art nicht - das hatten aber auch schon einige Experten gesagt. Ohne die Zahlen für die AK nochmal zu prüfen, hääte ich da Fragen: Die älteste Kohorte hat die niedrigsten IgG-AK-Zahlen, die jünge die höchsten. Bauen die AK bei älteren Personen schneller ab? Alternativ: waren mehr jüngere infiziert und damit ein wesentlicher Träger der Epidemie in Schweden - das würde dann auf die stärkere Rolle der Jahrgänge in KiTa und Schule bei der Verbreitung hinauslaufen.

  249. 2673.

    Schwedenmodell (3) obwohl natürlich ein sehr begrenztes Schwedenmodell, dann wenn rundherum die Zahlen nicht (!) explodiert sind wie jetzt, nicht völlig unsinnig sein muss. Wenn man eine Kita hat, wo sichergestellt ist das sie klein ist und d Eltern + Erzieher incl. der Partner eventuell Freunde keinerlei Kontakt zu Alten haben u dauernd auch ohne Symptome getestet werden und bei einem (Kind od Erwachsener) dann ein positiver Befund auftritt spricht nichts dagegen völlig kontrolliert (tägliche PCR bei allen) diese abgeschlossene Gruppe durchzuinfizieren. Aber das muss schon sehr kontrolliert sein und da fehlt es wohl an Tests und der notwendigen Einsicht der Erwachsenen. Wenn dann der erste Erwachsene etwas schwerere Verläufe hat, wollen dann die anderen nicht mehr mitmachen. Und dann wollen andere ihre Kinder "nicht opfern", schließlich bekommen KInder ganz ganz selten als Covid-Folge das Kawasaki-Syndrom (ich glaube 100 Fälle in USA). Eltern werden fragen, warum gerade wir? usw.

  250. 2672.

    dito. Und wenn dich die AfD-Politik nicht interessiert: verbreite ihre Propaganda nicht. Das gilt für alle, die unreflektiert und ohne eigene Fachkompetenz die Pandemie verharmlosen wollen. Hier wird ja sogar behauuptet, dass zur Diagnose zwingend Husten gehört. So etwas gehört schlicht nicht in diese Kommentarspalte

  251. 2671.

    Schwedenmodell (2): Soweit ich mich erinnere (ich habe jetzt nicht die Zeit nochmal nachzusehen) waren in Schweden 3,5% der Personen ab 65 IgG-positiv / 6,5% der 20 bis 64 jährigen / 7,5% der 0 bis 19 jährigen IgG-positiv. Also auch nach einem halben Jahr (Studie vom Sommer) nur 7,5 % bzw. 6,5% hatten eine IgG-positiv nachgewiesene SARS-CoV-2 Infektion durchgemacht. Das deckt sich auch grob von der Größenordnung mit den Akutinfizierten (per Schnelltest festgestellten) in der Slowakei. Man bekommt also auch bei hohen Zahlen grob 1-2% Infizierte pro Monat hin. Auch die jungen Leute haben ja nicht allzu große Lust sich anstecken und würden eine Ansteckung u.U. vermeiden. So bekommt man keine "angeordnete" oder gar freiwillige Durchinfektion hin. P.S.: IgG-Antikörper zeigen aber nicht alle Infizierten, die Zahl der tatsächlich Infizierten liegt etwas höher, da man auch ohne IgG-Antikörper gesunden kann und zudem diese teilweise nach ein paar Monaten verschwinden.

  252. 2670.

    Okay ich habe mich vielleicht ungeschickt ausgedrückt. Ich versuchs mal so: Das Dilemma, in dem wir uns befinden, wird herunter gespielt, wenn wir uns einreden, durch Disziplin und Isolation wäre es zu lösen. Die Wahrheit ist um einiges schrecklicher. Eine Impfung wird leider keine Lösung sein.

  253. 2669.

    Schwedisches Modell: Das hat zwar seinen Charme, weil es weniger einschneidend ist, hat in Schweden aber nicht funktioniert. Außer durch wirklich totale Isolation der Alten und deren Pflegern (ziemlich unmenschlich) gibt es keine echte Möglichkeit die Alten und damit anfälligen zu schützen. Wenn ein Alter pro Monat nur ein bis 2 mal einem Infizierten begegnet und es werden Sicherheitsmaßnahmen beachtet wird es i.d.R. nicht zu dessen Infektion kommen. Steigen die allgemeinen Zahlen und er begegnet einem Infizierten sagen wir 30 mal pro Monat, dann gibt es vielleicht in einem von 30 Fällen mal eine Situationen, wo die Maske verrutscht ist, wo sich beide zu lange in einem Raum aufhielten etc., also wo eine Art "Infektions-Unfall" passiert. Gäbe es nur 1 bis 2 Begegungen pro Monat hätte er sich seit Januar bis heute nach diesem Rechenbeispiel noch nicht infiziert. Sobald also der Infektionsdruck durch viele Fälle steigt, sind Ältere um so mehr gefährdet.

  254. 2668.

    Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht, warum der Anstieg im Süden Brandenburgs so hoch ist? Drückt da was über Pendlerverkehr aus Sachsen rein?

  255. 2667.

    "... ab Mitte nächsten Jahres durch Impfung das Problem erledigt ist" das sah die Ständige Impfkommision nicht ganz so optimistisch. Da war eher von mehreren Jahren die Rede für eine Durchimpfung auf Herdenimmunität. Was wohl auch noch davon abhängt, ob das Coronavirus über längere Zeiten wesentlich mutiert und dann neue Impfstoffe entwickelt werden müßten (oder zumindest Varianten) - das würde auf lange Sicht etwa so werden wie bei den jährlich wecheselnden Zusammensetzungen der Influenzaimpfstoffe.

  256. 2666.

    "Eine Vorgehen, das sich am schwedischen Modell orientiert und die Risikogruppen schützt, ohne diese zu isolieren, würde ich vorschlagen. Masken wo sie sinnvoll erscheinen. Hygieneregeln propagieren, ... ein Staat, der Wirtschaft und Bürger dabei unterstützt..."
    Abgesehen davon, dass sich die Schweden inzwischen unserem Modell anpassen, werden doch alle von Ihnen genannten Punkte schon umgesetzt.
    Diffuse Angst wollen nur die erzeugen, die diese Maßnahmen grundsätzlich ablehnen, anstatt sie konstruktiv verbessern zu helfen.
    Ach ja, der sog. Lockdown wird wohl noch härter, je länger sich Leute den derzeit geltenden Maßnahmen verweigern. Das kann einem dann tatsächlich Angst machen...

  257. 2665.

    Ich bin kein Wirtschaftsexperte, aber ich könnte mir vorstellen, dass wenn man dafür sorgt, dass die Strukturen erhalten bleiben (durch staatliche Stützung), müsste nach der Coronakrise (ab Frühjahr) doch auch ein nachholender Konsum auftreten. Die Leute sind guter Laune weil durch herannahenden Sommer und ab Mitte nächsten Jahres durch Impfung das Problem erledigt ist. Lebensmittel und Waren des tägl. Bedarfs werden jetzt ja sowieso gekauft - z.B. Toilettenpapier ;-) und anderes. Was verschoben wurde (Möbelkauf, Reise, Urlaub wird nachgeholt, vielleicht etwas exessiver) und ein schöner Disko, Party, Kino oder Theaterbesuch wird ebenso wieder stattfinden -es gibt dann viel nachzufeiern. Nur wenn Werte vernichtet werden (Theater wird zugemacht und Bühne etc. abgeräumt, Cafe wird zugemacht und Mobiliar landet auf dem Müll) ist ein schnelles Anspringen der Wirtschaft behindert.

  258. 2664.

    Konkrete Vorschläge helfen auch nicht weiter, da sie niemals gehört werden, aber hier: Eine Vorgehen, das sich am schwedischen Modell orientiert und die Risikogruppen schützt, ohne diese zu isolieren, würde ich vorschlagen. Masken wo sie sinnvoll erscheinen. Hygieneregeln propagieren, ... ein Staat, der Wirtschaft und Bürger dabei unterstützt....man könnte sicherlich überhaupt langfristig mehr erreichen in Kooperation mit der Bevölkerung, anstatt mit Strafandrohungen und diffuser Angsterzeugung.
    Die Konsequenzen könnten teilweise sehr ernst sein, ich weiß. Aber so wie es jetzt läuft, steuern wir auf noch ernstere Zustände zu... so jedenfalls mein Eindruck. Wir verschieben die gefürchtete Triage immer mehr in die Gesellschaft, wenn die Lock-Down-Politik nicht endet.

  259. 2660.

    "... wenn Sie mit den aktuellen Maßnahmen nicht einverstanden sind?"
    Erst mal vorneweg:Wie kann man damit einverstanden sein?
    Das Wort Maßnahme ist genau genommen eine Verniedlichung:
    Es geht bei den aktuellen Maßnahmen um die staatlich verfügte Lahmlegung ganzer, sehr großer Wirtschaftszweige.
    Wäre es vorübergehend und mit absehbarem Ende, wäre alles nicht so schlimm.
    Aber es ist ja realistischerweise bis Mai kein Ende in Sicht. Es sei denn ein Art Herdenimmunität würde sich einstellen (derzeit von manchen in Madrid und London beobachtet). Jeder Lock-Down drückt die Fallzahlen, jede Lockerung lässt sie wieder steigen. Mit diesem Hin und Her wird es wohl bis April weitergehen, (ab Mai gehen die Zahlen durch die Sommerdämpfung runter) oder soll es lieber ein permaneter Lock-Down sein? Kann der Staat endlos die wirtschaftlichen Schäden kompensieren? Ein Hohn für alle die seit Jahrzehnten bessere Entlohnung für Pflegekräfte fordern u eine bessere Ausstattung d Gesundheitssektors

  260. 2659.

    "Angst macht vorsichtig, möglicherweise effektiver als Appelle an die Vernunft"
    In der Tat, dem kann man sich generell anschließen.
    Es ist aber eine ziemlich vereinfachte Beschreibung, die davon ausgeht, dass es "die Angst" gibt und/oder, dass jede Angst gleich ist. Es gibt gesunde Ängste, wertvolle emotionale Reaktionen, die uns vorsichtiger machen und das Überleben ermöglichen, es gibt aber auch übermäßige Ängste, Angstzustände, die an Phobien grenzen. Zustände, die uns lähmen, den Verstand rauben und oft behandelt werden müssen. Diese Ängste sind irrational und verleiten die Menschen dazu falsche Entscheidungen zu treffen.
    Also: nicht jede Angst macht vorsichtig, manche Ängste machen das Leben unerträglich, sowohl für den Betroffenen als auch für seine Umgebung.

  261. 2658.

    Guten Tag,
    das ist nicht korrekt. Die Grafik ist auf dem neusten Stand.
    Beste Grüße
    Ihre rbb|24-Redaktion

  262. 2657.

    "Es liegen derzeit x Menschen auf den Stationen. Genau die gleiche Anzahl würde dort liegen, wenn die Gründe für die Aufnahme anders bezeichnet werden würden".
    Absolut richtig. Wenn es um die Gesamtzahl der Patienten und die Auslastung der Kapazitäten geht.
    Gleichzeitig absolut falsch, wenn es um die Einschätzung des Gefahrenpotentials der Epidemie geht, die immense Kollateralschäden verursacht, die man nicht einfach ignorieren oder wegrechnen kann. Und wenn ich Kollateralschäden sage, dann meine ich nicht nur Wirtschaft und Finanzen, sondern auch Kollateralschäden im Gesundheitswesen.
    Wir brauchen die wahren und nicht die angenommenen Prävalenz- und Inzidenzwerte um abzuwiegen was gefährlicher und was weniger gefährlich ist und um rationelle Entscheidungen zu Maßnahmen zu treffen. "Evidenzbasiert" ist das Zauberwort. Und nicht "partiell Ergebnis-orientiert unter Missachtung von Faktoren, die zu Annahmen nicht passen"
    Schöne Grüße

  263. 2656.

    die Grafik für die Fälle im Krankenhaus/auf der Intensivstation ist vom 15. und wird nicht aktualisiert

  264. 2653.

    Guten Tag,
    die Zahlen werden einmal am Tag aktualisiert. Aktueller geht es nicht.
    Freundliche Grüße
    Ihre rbb|24-Redaktion

  265. 2652.

    Warum sind die Zahlen von Brandenburg so alt?

  266. 2651.

    Heute ein dritter Versuch. Die AfD macht gerade viel Wind wegen der steigenden Suizid-Zahlen. Es gibt aber den so genannten Werther-Effekt. Weswegen Journalisten anghalten sind, vorsichtig und überlegt daürber zu berichten. Je mehr und aufgeregter darüber berichtet wird, desto mehr weitere Todesfälle wird es geben. Und es ist wichtig auf Hilfsangebote zu verweisen. Wie z.B. https://www.anlaufstellen-berlin.de/doku.php/notrufe/krisendienst

    Wie viele Menschen keinen Ausweg mehr sehen, interessiert sonst auch herzlich wenige. Genauso wie Häusliche Gewalt. Seit Jahren sind zu wenig Frauenhausplätze vorhanden und niemand empört sich. Außer jetzt, wo es sich politisch ausschlachten lässt. Das finde ich echt... [weg gelassen, damit mein Post endlich durchkommt]

  267. 2650.

    Kleine Info:
    Kinder haben teilweise andere Symptome als Erwachsene -
    wie z.B. Bauchkrämpfe, Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen und Hautausschlag auch ohne Fieber.

  268. 2649.

    Da dies hier eine Statistikseite zu einem medizinischen Thema ist, hier ein Beitrag des öffentlich rechtlichen SWR Fernsehens aus dem Jahre 2018. Ein seriöser Beitrag, der den Laien im Umgang mit Statistik zur Wachsamkeit erzieht

    https://www.youtube.com/watch?v=PC1Dw1lfLtI&t=233s

  269. 2648.

    Danke, dass Sie auf die Aussagen in der Sendung erneut hinweisen (hatten Sie bereits am 13.11., falls Sie es vergessen haben). Nur leider haben Sie heute wieder, wie auch letzten Freitag schon, nur den Teil aufgenommen, der Ihnen hilft, Ihre spezielle Wahrnehmung noch ein wenig aufrecht erhalten zu können. Und auch hier wurden die Aussagen von der Realität längst eingeholt und würden heute so nicht mehr getätigt werden.

  270. 2647.

    Ja welche Maßnahmen schlagen Sie denn konkret vor, wenn Sie mit den aktuellen Maßnahmen nicht einverstanden sind?
    Beispielsweise zur "Schließung von Breitensport- und Fitnessangeboten": Unsere Älteste kann weiterhin ihrem Kletterhobby nachgehen (draußen), unser Jüngster darf im Klassenverband wieder die Schwimmhalle nutzen (kam heute die Info) und unser Mittlerer geht ganz normal joggen (war nie verboten). Selbst Fitnessstudios dürfen für individuelles Training öffnen - nur alle gemeinsam geht derzeit halt nicht. An welcher Stelle sind die Maßnahmen hier unausgewogen und wie würden Sie sich die konkret anders vorstellen?

  271. 2646.

    "…treibt das die C-19 Hospilalisierungszahlen nach oben…"
    Es liegen derzeit x Menschen auf den Stationen. Genau die gleiche Anzahl würde dort liegen, wenn die Gründe für die Aufnahme anders bezeichnet werden würden. Bei weiterem Anstieg der Belegung sind die Kapazitäten irgendwann erschöpft und auch hier ist es egal aus welchem Grund die Menschen aufgenommen werden sollen.

    "Es geht um Kritik der internationalen Standards der Covid-19-Fall Definition…"
    Dies dient der Vergleichbarkeit. Sie können gerne eine andere Definition international abstimmen lassen; den Menschen auf den Stationen wird es egal sein, denn deren Anzahl ändert sich dadurch nicht. Ich hatte dies vor Kurzem unglücklich als Zahlenspielerei bezeichnet.

  272. 2645.

    Nachdem ich diesen Beitrag gesehen hatte nehme ich die veröffentlichten Zahlen eher als grobe Schätzung war.
    https://www.derwesten.de/politik/maybrit-illner-zdf-coronavirus-virologe-rki-frankfurt-ramelow-schwesig-todeszahlen-mortalitaet-letalitaet-fernsehen-id230685746.html

  273. 2644.

    Wir brauchen ein Ausbalancieren von "evidenzbasierten" Maßnahmen gegen beispielsweise folgende Epidemien 2020/21
    1.) Gegen Covid-19
    2.) Gegen die Angst- Depressions- und Verunsicherungsepidemie
    3.) Gegen die drohende Pleitewellenepidemie
    4.) Gegen die schwer nachzuvollziehende Verordungsepidemie
    Wir brauchen auch Maßnahmen, die die allgemeine Gesundheit fördern (unabhängig von C-19). Isolation von Menschen und Schließung von Breitensport- und Fitnessqngeboten (trotz nachweislich guter Hygienekonzepte!)gehören sicherlich nicht dazu.

  274. 2643.

    Es geht nicht um Lustigmachen, dies scheint ein Projektion Ihrerseits zu sein.
    Es geht um Kritik der internationalen Standards der Covid-19-Fall Definition. Wenn jeder Hospitalisierte mit Sars-Cov-2 (ein mittlerweile schon endemisch gewordenes und häufig ohne Krankheitswert weitergegebens Virus) als Covid-19 Patient gezählt wird, also völlig unabhängig von den Symptomen, treibt das die C-19 Hospilalisierungszahlen nach oben.
    Dies wiederum erzeugt Angst und Angst ist nicht gut als allgemeines und dauerhaftes Lebensgefühl.

  275. 2642.

    Die Definition von C19-Fällen ist bekannt. Ich gehe mal davon aus, dass sich das RKI die Definition nicht selbst ausgedacht hat, sondern dass das internationaler Standard ist. Ich kann solche Fälle also seltsam finden und mich auch darüber lustig machen - vorher sollte mich aber über die Hintergründe informieren damit aus sich lustig machen nicht sich lächerlich machen wird.

  276. 2641.

    "…wir brauchen auch bei uns kluge, evidenzbasierte Eindämmungsmaßnahmen, die lange durchgehalten werden können und die in Einklang zu bringen sind mit einem wie auch immer reduzierten, aber doch stattfindenden gesellschaftlichen Leben…"

    Genau solche Maßnahmen haben wir inzwischen, immer etwas angepasst an die spezifische aktuelle Lage – so, wie es fast alle Länder auf der Welt tun (Nicaragua gehört nicht dazu! Die Auswirkungen recherchieren Sie bitte selbst.). Die überwiegende Mehrheit stimmt den Maßnahmen zu, Kritik kommt zumeist von Menschen, denen die Maßnahmen nicht weit genug gehen.
    Ihnen gehen die Maßnahmen zu weit? Dann gehören Sie zu einer kleinen Minderheit. Das muss nicht falsch sein, nur dann sollten Sie auch darlegen können, welche Maßnahmen Sie warum als überzogen ablehnen und welche Konsequenzen sich daraus ergeben können. Immer nur schwammig gegen etwas sein, wofür die meisten anderen sind, einfach nur um dagegen zu sein, ist müßig.

  277. 2640.

    Selbstverständlich sterben oder erkranken nicht alle Älteren, wenn sie mit Sars-Cov-2 in Berührung kommen, auch sie haben ein Immunsystem (das aber durch Alter und/oder jahrelang isolierte Lebensweise geschwächt sein kann).

    Ältere und Jüngere können aber offenbar ohne typische Covid-19 Symptome und mutmaßlich nicht-infektiös contra-intuitiv als Covid 19 Patienten gezählt werden, obwohl sie wegen ganz anderer Krankheiten ins Krankenhaus eingeliefert wurden.
    Eigentlich ist C 19 eine Lungenkrankheit, zumindest sollte als Leitsymptom Halskratzen festgestellt werden.
    Patientinnen mit Schlaganfall oder Bauchkrämpfen ohne Atemwegssymptome als C19 Fälle zu zählen, bedeutet die Krankheit neu zu definieren.

  278. 2639.

    Nein, wir brauchen auch bei uns kluge, evidenzbasierte Eindämmungsmaßnahmen, die lange durchgehalten werden können und die in Einklang zu bringen sind mit einem wie auch immer reduzierten, aber doch stattfindenden gesellschaftlichen Leben ... Die psychischen, wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Kosten einer strengen und dazu noch flatterhaften und unvorhersehbaren Lock-Down-Politik wären einfach zu groß, ihr Ende nicht absehbar.
    Nicaragua ist gewiss kein Vorbild, aber selbst dort gibt es nach 8 Monaten keine Anzeichen oder Berichte von Übersterblichkeit oder Chaos durch Infektionskrankheiten (Im Frühjahr gab es sie ). Vielleicht täusche ich mich.

  279. 2638.

    In Nicaragua wird laut Worldometer nicht getestet, die Regierung duckt sich weg und die Bevölkerung ist auf sich allein gestellt. Wäre das Ihre Alternative für Deutschland?

  280. 2637.

    Sehr bedauerliche Schicksale – doch deshalb kann man nicht gleich sämtliche Maßnahmen für null und nichtig erklären und das Gruppenkuscheln zulassen. Das Virus ist nun mal da, und wir müssen verhindern, dass unser Gesundheitssystem völlig kollabiert. Von den möglichen Langzeitschäden infolge der Sars-CoV-2-Infektion spreche ich dabei noch gar nicht.

  281. 2636.

    Im passenden Artikel hier auf rbb24 sind fast alle Kommentatoren gegen die Ablehnung - bleiben Sie gespannt.

  282. 2633.

    Zwei Artikel die zeigen,dass man die Corona Maßnahmen nicht einseitig betrachten sollte:

    https://www.berliner-zeitung.de/news/berliner-feuerwehr-zahl-der-einsaetze-wegen-moeglichem-suiziden-steigt-massiv-an-li.117723

    https://www.n-tv.de/wissen/Angst-vor-Corona-koennte-toedlich-sein-article22165148.html

  283. 2632.

    Zur Zählung von COVID-19 Fällen
    "Vor einigen Tagen war eine 97-jährige Brandenburgerin, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatte, geheilt aus einer Berliner Klinik entlassen worden. Die Bernauerin war wegen des Verdachts auf Schlaganfall ins Krankenhaus gebracht worden.
    Über eine 106-Jährige Covid Patientin hieß es weiter, sie sei wegen Bauchkrämpfen und Durchfall in die Oranienburger Klinik gekommen, nennenswerte Atemwegsbeschwerden hatte sie nicht, ein Test habe aber die Covid 19 Erkrankung bestätigt" (Dies spielte sich in den Oberhavelkliniken Oranienburg ab) Quelle RND 12.11.2020

  284. 2631.

    Haben Sie noch niemanden erreicht? Ist ja unglaublich. Da weiss man mal, wie man sich auf die aktuellen Zahlen verlassen kann.
    Ich hoffe, es geht Ihnen halbwegs gut!?

  285. 2630.

    Aktuelles Zitat RBB 24 von heute: "....Länderchefs lehnen Verschärfungen des Teil-Lock-Downs ab".
    Nicht verwunderlich, da sich "die Kurve" abflacht, bzw. schon nach unten zeigt.
    Vielleicht dämmert es manchen Verantwortlichen wie gefährlich Lock-Downs sein können,
    Beispiel Erhöhung der Suizidversuche und der häuslichen Gewalt. Ein relativ aktueller Bericht der Berliner Zeitungvom 10.11. Hier der Link
    https://www.berliner-zeitung.de/news/berliner-feuerwehr-zahl-der-einsaetze-wegen-moeglichem-suiziden-steigt-massiv-an-li.117723

  286. 2629.

    Der mündige Bürger, der hier seit Monaten unmoderiert seine Meinung sagen kann, muss vor allem aushalten können, dass seine Meinung kritisiert wird. Wer durch sein rücksichtsloses Verhalten das Leben anderer Leute unnötig in Gefahr bringt, der muss sich nicht wundern, dass er beschuldigt wird. Wer wie die AfD spricht, muss sich nicht wundern, in die gleiche Ecke gestellt zu werden.

  287. 2628.

    Bislang werden hier hauptsächlich Corona-Verharmloser persönlich. Wer austeilen kann, muss auch einstecken können. Kritik muss erlaubt sein. Richtig. Sie ist erlaubt. Sie schreiben sie ständig. Sie haben aber keinen Anspruch auf Nicht-kritisiert-werden oder Nicht-kommentiert-werden. Doch, Lockdown ist in gewisser Weise ein Allheilmittel, weil es das letzte Mittel ist, zu dem man greifen kann, wenn alles andere versagt. Und wo so viele [Standardbezeichnung für Querdenker einfügen] ohne Masken und Abstand Gruppenkuscheln veranstalteten... und Politiker lieber Sommerferien machten und auf die Vernunft der Leute hofften... wir löffeln jetzt alle, die von euch eingebrockte Suppe aus... vielen Dank!
    Und Sie finden, wenn Sie danach suchen, bestimmt angemessenere Länder zum Vergleich als Nicaragua oder Peru.

  288. 2627.

    das sehe ich genauso wie Sie. Der mündige Bürger muss seine Meinung sagen können, ohne gleich sonst wie beschuldigt zu werden.

  289. 2626.

    Ja, geht und ging mir genauso. Ich bin mir auch sicher, dass Matthias und Björn dieselbe Person sind - wegen Stil und Art der Fragen. Oder wahlweise Sascha und Matthias. Zum Teil vergessen sie auch zu schauen unter welchem Namen sie schreiben und antworten empört auf etwas, das an einen anderen Nick gerichtet war. Ich hatte aber keine Lust auf den Shitstorm und hatte mich "damals" herausgehalten.

    Ist mir auch an sich egal. Wenn das nicht dazu führen würde, dass diese Stimmen immer wieder den Kommentar beherrschen und kontinuierlich Zweifel schüren - mittels falscher, veralteter Fakten oder Statements, die aus dem Zusammenhang gerissen sind.

  290. 2625.

    Wenn man Jens Spahn heißt, erreicht man sein Gesundheitsamt.
    Ansonsten halt nicht.

  291. 2624.

    Ja, Politik läuft nicht optimal. Viel zu viel Lobbyismus. Das bedeutet aber: raus auf die Straße und demonstrieren. Für ein besseres Gesundheitssystem, für bessere Bezahlung von Pflegekräften und Rettungsdienst-Bonus. Für ein Steuersystem, das für alle gilt (dann zahlt der Normalbürger nämlich weniger steuern und die Reichen nicht nur Peanuts). Für mehr Transparenz. Nicht für "Ich will aber keine Maske, bu hu huuuu"

    Sehe ich anders. Der Lockdown zusammen mit dem vorsichtigen Verhalten der Mehrheit (weniger Kontakte, Abstand, freiwillige MNS) hat dazu geführt, dass wir ein Infektionsgeschehen hatten um das uns viele Länder beneidet haben. Dass Politik oft mit Kanonen auf Spatzen schießt statt in Ruhe einen vernünftigen Plan auszuarbeiten ist ärgerlich und peinlich. Deshalb gehe ich aber noch lange nicht mit Nazis auf die Straße und demonstriere gegen Masken. Wenn ihr ernst genommen werden wollt, dann geht mit Abstand oder Masken und OHNE Nazis auf die Straße!

  292. 2623.

    1. normierte Meinung hinterfragen = AfD-Rhetorik
    2. Rechtschreibung ist kein Beleg für Inkompetenz, sondern ein Indiz und Grund für Zweifel gegnüber Kommentar-Ärzten
    3. Wer AfD und Querdenker unerträglich findet, der teilt nicht ständig deren Ansichten und füllt damit den Kommentar
    4. Streeck = der Lieblings-Virologe von Corona-Verharmlosern, weil er konsequent contra Lockdown/ Maßnahmen/ Drosten war. Er hat eine PR-Agentur und ist mehr damit beschäftigt Interviews zu geben, durch Talkshows zu tingeln und dort seine Privatmeinung unters Volk zu bringen - nicht vertrauenswürdige Quelle!
    5. Die vorhandenen Widersprüche werden von Telegram-Newslettern, AfD-Echokammern, Rubikon, Swiss-Policy-Research, Widerstand 2020 und anderen aufgeblasen und angeheizt. Diese Kommentarspalte sollte kein weiteres Forum sein - meine Meinung
    6. Wenn man denkt, dass man Politik nicht vertrauen kann, dann wählt man nicht Grün. Grüne Politik verharmlost das Virus nicht! Keine seriöse Partei tut das

  293. 2622.

    "Das tut z.B. niemand und ist typisch für AfD-Propaganda. Sonst empfehle ich die meisten Kommentare von isso, Klaus Hoffmann, Gerhard und auch denjenigen, die erst mal ganz harmlos mit Statistik kommen und dann doch auf einmal Politische Äußerungen und "Bedenken" in den Raum stellen.

    Interessanter Denkansatz.
    Würden Sie bitte erklären wo Sie politische Äußerungen in den Kommentaren entdeckt haben? Für konkrete Beispiele wäre ich Ihnen dankbar und bin sogar bereit meine Position zu überdenken falls Sie nachvollziehbare Hinweise und nicht nur Schuldzuweisungen ohne Belege liefern.
    Können Sie bitte erklären was Sie dazu veranlasst hat das Wort "Bedenken" in Anführungszeichen zu nehmen? Ich habe Bedenken und stehe auch offen dazu. "Bedenken" habe ich nicht. Oder erfüllt bereits jede Äußerung von Bedenken den Tatbestand der Wehrkraftzersetzung?
    Ansonsten: ich wähle Grün. Und Adjektive schreibe ich klein.

  294. 2621.

    Wenn man oben die sich verändernde Verteilung auf die Altrgruppen sieht, scheint für mich die Alterszusammensetzung zumindest einen großen Teil der Folgen (ITS-Auslastung, Todesfolgen) zu erklären. Schön wären dazu mal Daten von wenigstens einem großen Krankenhaus - anonymisiert und auf Wochenbasis sollte das eigentlich nicht gegen einen Datenschutz verstoßen. Gibt es sowas bezüglich der ITS frei verfügbar? Kann sowas vielleicht die Redaktion für einen Artikel bekommen und aufbereitet darstellen?

  295. 2620.

    Warum werden Sie persönlich ohne eigene Argumente?
    Kritik an der Lock-Down-Politik und an der Fallzahlermittlung muss erlaubt sein.
    Lock-Down ist wirklich kein Allheilmittel.
    Peru führte den weltweit strengsten Lockdown (militärisch kontolliert) schon im März ein, mehrere Monate lang. Die Folge: Berichte über Chaos und Satistik weist höchste Covid-Sterberate aus.
    Dagegen Nicaragua unter Ortega lehnte jegliche Maßnahmen ab: Weit weniger Tote.
    Trotzdem kann ein Lock-Down in Ausnahmefällen sinnvoll sein. Man muss darüber kontrovers diskutierten können.

  296. 2619.

    Zum 1. Lockdown !
    Ein Lockdown in diesem Ausmaß wäre rückblickend wahrscheinlich nicht nötig gewesen. Jens Spahn gesteht: "Man würde mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen sagen, keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht noch mal passieren. Wir werden nicht noch mal Besuchsverbote brauchen in den Pflegeeinrichtungen.“
    (das ist von 02.09.2020)

    Getreu dem Motto was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ist man auf dem besten Weg genau das zu machen, was man vor einem Monat noch ausgeschlossen hat.

  297. 2618.

    Krasse Sprüche, erfundene Thesen!
    Von denen, die hier die normierte Meinung hinterfragen, habe ich das Wort "Lügenpresse" noch nicht vernommen. Noch schräger ist es, die Rechtschreibung als Beleg für Inkompetenz hinzustellen- sinnloser Philologenkram!
    Eine AfD-Lastigkeit zu unterstellen, ist allmählich aber unter der Gürtellinie. Ich wähle seit 40 Jahren Grün und finde AfD, wie Querdenker, ziemlich unerträglich. Die Ansichten von Selbstundstaendig teile ich dennoch weitgehend.
    Von Vernunft bei den Maßnahmen zu sprechen, ist unvernünftig. Selbst Spahn gestand ein, dass es fehlerhafte Annahmen im Frühjahr gegeben hatte. Oder der durchaus geschätzte Streek lag komplett falsch, als er im Sommer davon ausging, es werde keine große zweite Welle geben, man könne sich auf Hotspots konzentrieren.
    Wg. dieser Widersprüche gibt es hier nun 2600 Kommentare. Wenn man Politik und Verwaltung nicht komplett vertrauen kann, dann versucht man eben selbst zusätzlich Licht in den Dschungel zu bringen.

  298. 2617.

    Die Entwicklung der Intensivauslastung hängt ja auch von der Alterskohorte ab. Sollten der Anstieg der Fallzahlen im Oktober überwiegend auf Neuinfektionen unter jüngeren Menschen zurückzuführen sein, wäre es nicht überraschend, wenn sich dieser Anstieg nicht direkt auf Hospitalisierungsrate und Intensivauslastung abbildet.

  299. 2616.

    Berlin: Die Kurve zur Krankenhausbettenauslastung und zur Intensivbelegung nähert sich offensichtlich der Plateau-Phase. Sie bildet glücklicherweise nicht den starken Anstieg der Fallzahlen im Oktober ab.... und widerspricht der Theorie, dass sich der Anstieg der neu gemeldeten Fallzahlen zwangsläufig nach ca. 4 Wochen in einem parallelen Anstieg der Intensivauslastung widerspiegelt.
    Diese Bemerkung soll nicht zur Sorglosigkeit aufrufen, sondern fragt der nach Zuverlässigkeit der Fallzahlermittlung.

  300. 2615.

    "Gestatten Sie mir bitte, das ich dem British Medical Journal … mehr glauben schenke, als Ihrer, für mich nicht ganz nachvollziehbarer Meinung."
    Natürlich. Nur bezieht sich dieser alte Artikel auf Beobachtungen im Sommer; heute würde er in dieser Form nicht mehr erscheinen. Und so wie ich im Sommer die dortige Meinung geteilt habe, wurde sie inzwischen von der Realität ein- und überholt. Sie können gerne daran festhalten, nur bringt eine Diskussion darüber nichts mehr sondern führt einfach in die Irre, wie ich bereits schrieb.

    "Nein, es geht auch darum, nicht immer nur."
    Doch, aktuell geht es nur darum. Genau deshalb werden Betten freigehalten und Personal muss ggf. in Kurzarbeit, bis es benötigt wird. Und hier haben Sie nun mit Ihren eigenen Worten Ihren Beitrag 2466 widerlegt. Danke.

  301. 2613.

    Wenn hier wirklich nur "Interessierte" wären und Menschen, die sich für die tatsächlichen Zahlen und Fakten interessieren, dann hätte dieser Kommentar maximal 500 Einträge gehabt. Face the facts and deal with it!

  302. 2612.

    Nee. Ist kein Widerspruch. Zum Glück gibt es so viele Vernünftige, sonst sähe es schlimmer aus, vielleicht ähnlich wie in weiten Teilen von Amerika. Ihr Querdenker seit ein Problem. Ihr sorgt mit eurer Propaganda für Verwirrung, Boykott von wichtigen Maßnahmen, steigende Zahlen und mehr Ausbrüche, was nicht hätte sein müssen. Wir hätten ohne euch auch den Lockdown verhindern können. Wir hätten mit Vernunft viel erreichen können. Aber ihr musstet ununterbrochen "Panikmache" und "Lügenpresse" schreien und hier den Kommentar besetzen. Warum wird eigentlich immer behauptet, ihr dürftet eure Meinung nicht sagen und die Meinungsfreiheit wäre bedroht, wo ihr doch schreit und weint und nichts anderes zu tun habt als allen z.B. hier im Kommentar eure Fake-News zuzumuten.

    @rbb bitte dringend moderieren! AfD-Propaganda ist ganz deutlich immer noch ein Problem hier.

  303. 2611.

    wenn jegliches Hinterfragen von vorne als subversiv betrachtet und unterbunden wird?

    Das tut z.B. niemand und ist typisch für AfD-Propaganda. Sonst empfehle ich die meisten Kommentare von isso, Klaus Hoffmann, Gerhard und auch denjenigen, die erst mal ganz harmlos mit Statistik kommen und dann doch auf einmal Politische Äußerungen und "Bedenken" in den Raum stellen. Ich stelle mal dies dazu: ich habe noch keinen Akademiker/ Mediziner erlebt, der so große Schwierigkeiten mit der Deutschen Grammatik und Rechtschreibung hat. Kenne auch keinen, der so vehement darum kämpft, man solle Erkrankte herausrechnen. Warum? Es macht für die Bekämpfung der Pandemie keinerlei Sinn. Es dient einfach dazu Stimmung zu machen. Gegen die Regierung. Gegen Masken. Gegen Panikmache. Huch, genau wie die AfD. QED.

  304. 2610.

    "Das hat gar keine Konsequenzen"
    Finden Sie? Ich finde es nicht. Und bin damit, wie es scheint, nicht alleine. Eine detaillierte Schilderung der Problematik und der sich daraus ergebenden Konsequenzen finden Sie z.B. hier:
    https://www.bmj.com/content/370/bmj.m3374
    Gestatten Sie mir bitte, das ich dem British Medical Journal (Impact factor: 30.223) mehr glauben schenke, als Ihrer, für mich nicht ganz nachvollziehbarer Meinung.
    " Es geht immer nur darum, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten".
    Nein, es geht auch darum, nicht immer nur. Weder ist die aus der Pandemie resultierende Krise monokausal, noch ist es der momentane Zustand des Gesundheitswesens. Übrigens, die eventuelle Überlastung des Gesundheitswesens ist ein vielschichtiges Phänomen, mitnichten nur COVID-19 geschuldet. Ist Ihnen eigentlich bekannt, dass gerade zahlreiche Kliniken ihr Personal schon wieder in Kurzarbeit schicken und in wirtschaftliche Schieflage mangels Patienten und Behandlungen geraten?

  305. 2609.

    Zählung der Toten- Ergänzung: Ich selbst habe mir das so erklären lassen, wenn SIe in dem Fall bessere Quellen haben, wie die Toten gezählt werden, wären die valider. Aber dieser Fall, den Sie verlinkten ist ein Einzelfall.

  306. 2608.

    Zählung der Toten: Soweit ich weiß zählt das RKI keine Covid-19 Toten, sondern errechnet sie derzeit.Es werden vom Gesundheitsamt positiv Getestete gezählt,(Meldepflichtige Krankheit). Als Gesundet zählt jemand entweder (1)nach einer bestimmten Zeit ohne Krankenhaus, oder (2) wenn er nach dem Covid-19 verursachten Krankenhausaufenthalt entlassen wurde. Die Differenz aus Covid-19-Krankenhaus-Aufnahmen und KH-Entlassungen sind die errechneten Toten (egal was auf dem Totenschein steht). Wenn jemand also von Covid-19 genesen ist (Test negativ, keine Symptome) aber aufgrund der gesundheitlichen Folgeprobleme im Krankenhaus verweilt, wird er statistisch erst als geheilt gezählt, wenn er das Krankenhaus verläßt. Wenn er verstibt, schreibt der Arzt vielleicht eine andere Todesursache auf, dennoch ist er jetzt ein Covid-19 Toter (statistisch), da er nach der Eingangsdiagnose Covid-19 nicht entlassen wurde, sondern im Krankenhaus verstarb. Solche Einzelfälle kann man natürlich diskutieren.

  307. 2606.

    Aussage von dir bei fallenden Zahlen:
    "Viele Menschen sind eben zum Glück vernünftig egal wie viele querdenkende Menschen demonstrieren und Virus verbreiten."

    bei steigenden Zahlen:
    "Und weil ein paar Leute zu doof sind um sich Masken aufzusetzen, Abstand zu halten und keine Parties zu feiern und dadurch steigende Infektionszahlen und in der Folge Intensivbettenbelegungen produzieren, ist das eben KEIN Beleg für das Versagen von Maßnahmen."

    Ich hoffe dir fällt der Widerspruch auf.

  308. 2605.

    "...unverständlichen Paradigmenwechsel: warum bei dieser Pandemie nicht die Zahl der Erkrankten, sondern die Zahl der PCR-Befunde zum Maß aller Dinge wurde und welche Konsequenzen das hat."

    Das hat gar keine Konsequenzen, siehe Türkei. Die Maßnahmen dort ähneln denen bei uns oder sind sogar strenger, trotz viel niedrigerer Fallzahlen aufgrund anderer Zählweise. Es geht immer nur darum, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

  309. 2604.

    "Ich danke Ihnen für diesen Satz"
    Gern geschehen. Und auch wenn Sie es subtil versucht haben, haben Sie gerade genau danach ganz plump gefragt und genau so etwas hat @NeDu gestern 22:07 Uhr als unerträglich bezeichnet.
    Ihre Beiträge gehen über das Hinterfragen aktueller Maßnahmen weit hinaus und auch wenn Sie noch so überzeugend schreiben, scheitern Ihre Gedanken am Ende an der Realität. Auch Sie können keinerlei stimmige Lösungsansätze bieten und verlieren sich bei Gegenargumenten lieber im Klein-Klein - eine Diskussion mit Ihnen führt einfach in die Irre.
    Um Ihre Frage zu beantworten: Mit Ihnen kann ich mir gar keine kritische Debatte vorstellen, da Sie Ihr mir überlegendes Fachwissen dazu nutzen würden wollen, mich zunächst dazu zu bringen, Ihnen ungewollt zuzustimmen, um es später zu bereuen. 1934…
    Falls Sie mir etwas Gutes tun wollen, erklären Sie mir doch bitte die Entwicklung des R-Wertes der letzten zwei Wochen im Kontext der Entwicklung der aktiv Infizieren in dieser Zeit.

  310. 2603.

    ..da muss ich Ihnen widersprechen, zum einen wird nicht bei jeden eine Obduktion angeordnet, zum anderen hören Sie sich mal die Aussage von Leiter des Gesundheitsamt Frankfurt/Mail an. In der Sendung vom 15.10.2020 erklärt Herr Gottschalk wie Covid 19 Verstorbene gezählt werden. Ab Min 50 ungefähr

  311. 2602.

    Darum ging es mir nicht. Wenn Sie Übersterblichkeiten im Zuge von Pandemien anhand von Vergleichen von Sterbefällen berechnen (eher abschätzen), dann zählen Sie immer allg. zusätzliche Tode im Zuge der Pandemie, die nicht alle unbedingt erkrankt sein müssen am jeweiligen Erreger. Das ist doch allen klar.
    Der Punkt war: Im RKI-Bericht wird ein mittleres Band für die erwarteten Todesfälle als Vergleich benutzt, das auch das Jahr 2018 enthält und deshalb im Frühjahr (und etwas weniger im Spätsommer) sehr breit ist. Durch Vergleich von 2020 mit diesem Erwartungsband wird eine sehr geringe Übersterblichkeit gefolgert. Ich habe Bauchschmerzen mit dem Jahr 2018 in diesem Vergleich, da dort eine hohe Übersterblichkeit im Frühjahr aufgrund der Grippe war. Ich finde, daß dieses Jahr nicht in die Vergleichsjahre deshalb gehört - es war nicht mittelmäßig sondern eine Ausnahme.

  312. 2601.

    "Gehen Sie doch zählen!"
    Wozu? Die Zahlen der Hospitalisierten und intensiv-medizinisch Behandelten sind gut dokumentiert.
    " Die Kranken liegen zu Hause und die schwer Kranken im Krankenhaus und sie werden aktuell immer mehr. "
    Sehe ich auch so.
    "und jetzt entgegnen Sie bestimmt wieder, dass gar nicht klar ist, ob die im Krankenhaus Liegenden wirklich krank sind".
    Nein, werde ich nicht. Warum sollte ich? Ob jede stationäre Aufnahme nach gleichen Kriterien geschieht und gleiche Notwendigkeit widerspiegelt, steht auf einem anderen Blatt, ist aber hier von sekundärer Bedeutung.
    "Sie glauben, fast die gesamte Welt ist verrückt geworden und nur Sie und einige wenige andere haben den Durchblick?"
    Reden wir bitte nicht vom Glauben, den Sie mir unterstellen, sondern über unverständlichen Paradigmenwechsel: warum bei dieser Pandemie nicht die Zahl der Erkrankten, sondern die Zahl der PCR-Befunde zum Maß aller Dinge wurde und welche Konsequenzen das hat.

  313. 2600.

    "Machen Sie sich nicht so viele hypothetische Gedanken, sondern halten Sie sich einfach an das, was die überwiegende Mehrheit mitträgt."
    Ich danke Ihnen für diesen Satz, denn er veranschaulicht das Wesen des Problems. Ich hätte jetzt mehr oder weniger unsachlich fragen können welche Konsequenzen eine solche Einstellung, sagen wir, im Jahr 1934 für die Weiterentwicklung hatte, werde es aber nicht tun. Stattdessen möchte ich Sie fragen wie Sie sich eine kritische Debatte bzw. eine Weiterentwicklung der Erkenntnislage vorstellen wenn jegliches Hinterfragen von vorne als subversiv betrachtet und unterbunden wird?
    Wohlgemerkt: ich rede hier nicht von der Kritik oder Bejahung der Maßnahmen, die aus berechtigter Angst vor eventuellen Notlage resultieren. Es geht mir um die Grundeinstellung zur aktuellen Debatten.

  314. 2599.

    2020 gibt es aber auch eine unbekannte Zahl Verstorbener einer vorher unbekannten Todesart: Lock-Down-Tote.
    Nicht behandelte Herzinfarkte, Hirnschläge.... auch Suizide. Diese Gruppe gibt es sicherlich und sie wird 2021 größer sein als 2020. Falls wir 2020 eine leichte Übersterblichkeit haben, wird diese Gruppe vielleicht ausschlaggebend sein. Wäre zu diskutieren.

  315. 2598.

    Nach 8 Monaten offiziell ausgerufener Pandemie ist die Region Berlin/Brandenburg (ca.600 Tote bei ca. 6 Millionen Einwohnern) sehr gut dran in der Pandemiebekämpfung (wenn Sterbezahl eine Kriterium dafür ist). 10 (offizielle) C-19-Tote auf 100000 Einwohner ist absolut spitze für eine europäische Region, die sowohl teilweise sehr dicht besiedelt ist, als auch einen großen Anteil älterer Menschen aufweist und darüber viel undiszipliniertes Party- und Demonstrationsvolk. Wären wir ein unabhängiger Staat, wären wir sogar "besser" als Weißrussland... von Bayern oder Schweden ganz zu schweigen.
    Leider sind wir in der Eindämmung von STress, Angst und Aggression nicht ebenso erfolgreich. Dabei wäre das wichtig für unser Immunsystem ....

  316. 2597.

    Dies ist der Artikel "Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg".
    Naturgemäß geht es hier um Statistiken und demzufolge um viele Zahlen.
    Wen jemand dafür nicht das ganz große Interesse hat (was ich für akzeptabel halte), sollte er sich einfach nicht zu intensiv mit diesem Artikel und den geäußerten Meinungen/Beobachtungen beschäftigen.

    Den interessierten Leser*innen allerdings vorzuwerfen, sie würden nur ZAHLENSPIELEREIEN veranstalten, ist nicht angebracht.

  317. 2596.

    Genau so sieht die Realität aus! Eine 4 Köpfige Familie steigt in die U-Bahn, Eltern und Kinder die Nase aus der Maske. Wie soll man denen noch helfen? Ich habe nach 8 Monaten den Eindruck gewonnen dass die meisten geistig nicht in der Lage sind die Situation realistisch einzuschätzen. Politiker gehen davon aus dass jeder immer und sofort begreift was die uns sagen wollen. Dem ist nicht so, das bestätigen die Neuen-Zahlen. Sollte das in 20 Jahren erneut passieren, dann wird man bei dem Bildungsstand den die Grund und Hauptschüler heute haben nur noch mit Einsperrungen handeln können, weil kaum noch einer was begreift, wenn hochdeutsch gesprochen wird!

  318. 2595.

    Falsch. Es geht um die Statistik. So wie du es beschreibst sollte es sein,ist aber nicht. Wirklich erstaunlich,dass das noch nicht klar ist.

    "Obwohl es laut Feststellung des städtischen Fachbereichs Gesundheit keinen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 zu verzeichnen gibt, muss die Zahl der Verstorbenen systemrelevant um einen Fall auf nun 23 heraufgesetzt werden, um die Statistik an die des Robert-Koch-Institutes anzupassen. Grund ist, dass Personen, die einmal positiv auf das Coronavirus getestet wurden und später versterben grundsätzlich in dieser Statistik aufgeführt werden."

    https://www.krefeld.de/de/inhalt/corona-nachrichten-archiv-juli/

  319. 2594.

    Nach 8 Monaten offiziell ausgerufener Pandemie ist die Region Berlin/Brandenburg (ca.600 Tote bei ca. 6 Millionen Einwohnern) sehr gut dran in der Pandemiebekämpfung (wenn Sterbezahl eine Kriterium dafür ist). 10 (offizielle) C-19-Tote auf 100000 Einwohner ist absolut spitze für eine Region, die sowohl teilweise sehr dicht besiedelt ist, als auch einen großen Anteil älterer Menschen aufweist und darüber viel undiszipliniertes Party- und Demonstrationsvolk. Wären wir ein unabhängiger Staat, wären wir sogar "besser" als Weißrussland... von Bayern oder Schweden ganz zu schweigen.
    Leider sind wir in der Eindämmung von STress, Angst und Aggression nicht ebenso erfolgreich. Dabei wäre das wichtig für unser Immunsystem ....

  320. 2593.

    Das ganze System des Versuchs der Nachverfolgung und Kappung von Infektionsketten ist so durchlässig und fehleranfällig, dass ich mich überhaupt nicht wundere, dass in ganz Europa nur dort erfolgreich gegen das Virus vorgegangen wird, wo harte Einschnitte und Maßnahmen rigoros durchgesetzt werden.
    Dazu kommt, dass die Berliner Verwaltung mit ihrer Museumsausstattung wie 1980 arbeitet. Online können die in der Fläche gar nicht. Vielfach wird nach wie vor reflexhaft nur auf Stempel und Papier reagiert. Wie will man von denen effektive Nachverfolgung erwarten?
    In Studien werden immer häufiger völlig unspezifische Symptome beschrieben, wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall. Wer kommt dabei auf Covid-19?
    Die Inkubationszeit kann bis zu 2 Wochen betragen. Bis dahin könnte man Hinz und Kunz angestecken.
    Ehe man einen Test bekommt können auch 2-3 Tage vergehen. Die Zulassung dazu mutet eher willkürlich an. Wann die Befunde in Statistik einfließen weiß auch keiner... Prost Mahlzeit!

  321. 2592.

    Machen Sie sich nicht so viele hypothetische Gedanken, sondern halten Sie sich einfach an das, was die überwiegende Mehrheit mitträgt. Maskenpflicht zuhause gehört derzeit nicht dazu. Falls es dazu kommt, wird es Gründe geben, die Sie dann anzweifeln können.

  322. 2591.

    Es ist doch vollkommen egal, ob und wie diese Menschen in die Statistik einfließen! Alles nur Zahlenspielerei! Klar könnte man hier weiter differenzieren, wenn man denn die Kapazitäten dafür hat, nur das bringt den Menschen auf den Intensivstationen herzlich wenig!
    Schauen Sie sich die Türkei an: Täglich nur 2-3k Fälle! Warum? Es werden nur die Erkrankten gezählt! Was bringt es? Nichts! Die Krankenhäuser sind dennoch voll, denn kranke Menschen sind real und lassen nicht nicht wegrechnen!

  323. 2590.

    Das ist kein wertschätzender Umgang mit anderen Menschen und Meinungen!! Ich selbst kann aus gesundheitlichen Gründen keinen Mund Nasenschutz tragen und ertrage täglich Diffamierungen, Zurechtweisungen und Anfeindungen. Ich werde diesen Begriff hier nicht nennen, wie man diese Menschen nennt, die so mit mir umspringen, sonst wird der Kommentar nicht veröffentlicht. Sie aber sollten mal darüber nachdenken!

  324. 2589.

    Und weil ein paar Leute zu doof sind um sich Masken aufzusetzen, Abstand zu halten und keine Parties zu feiern und dadurch steigende Infektionszahlen und in der Folge Intensivbettenbelegungen produzieren, ist das eben KEIN Beleg für das Versagen von Maßnahmen. Es ist das Versagen von Menschen.

    Wenn ab morgen eine Maskenpflicht zu Hause gilt..... würde dies von 99% nicht eingehalten werden. Was hat dann versagt?

  325. 2588.

    Im Verlauf dieser Woche sollten sich erste zusätzliche Auswirkungen des "Lockdown Light" zeigen. Da es relativ wenig harte Einschränkungen waren, würde ich auch erstmal nur Auswirkungen "Light" erwarten.

  326. 2587.

    Das ist kein politisches Forum, da haben Sie Recht. Die Beiträge sollten sich möglichst nur sachlich mit dem Thema dieser Seite befassen. Könnten Sie anhand der Beitragsnummern ein paar Beispiele nennen, wo nach Ihrer Meinung fortwährend nur politische Inhalte enthalten waren, ohne daß ein sachlicher Bezug zur Seite vorhanden war oder seriöse Quellen genannt wurden.

  327. 2586.

    "Es gibt genug Untersuchungen, die zeigen, dass Asymptomatische das Infektionsgeschehen beeinflussen. Deshalb ist es kein Fehler diese zu tracken, sondern wichtig. PCR-Tests werden überprüft und sauber bearbeitet "

    Mit allem Respekt - aber ich sehe hier weit und breit niemanden, dar das Gegenteil behauptet. Ich verstehe deshalb Ihre Aufregung nicht ganz.
    Das asymptomatische und präsymptomatische C-19 Fälle bei der Ausbreitung der Krankheit eine Rolle spielen, gehört zu gesicherten Erkenntnissen. Es gibt dazu sogar eine ausgezeichnete Metastudie:
    https://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1003346
    Die Frage, die mich beschäftigt ist eine ganz andere, nämlich ob es legitim ist jeden positiv-getesteten als Covid-19-Kranken in die Statistik aufzunehmen und als Erkrankten zu kommunizieren, bzw nach zwei einigen Wochen als "genesen" zu bezeichnen auch wenn die Krankheit sich nicht manifestiert hat?

  328. 2585.

    "Es sind aber die Kranken und nicht die Laborbefunde, die behandlungsbedürftig sind, wir brauchen Ressourcen für Kranke, nicht für virologisch definierte Fälle."

    Gehen Sie doch zählen! Die Kranken liegen zu Hause und die schwer Kranken im Krankenhaus und sie werden aktuell immer mehr. Das hatten wir schon vor zwei oder drei Tagen und jetzt entgegnen Sie bestimmt wieder, dass gar nicht klar ist, ob die im Krankenhaus Liegenden wirklich krank sind. So schließt sich der Kreis der Argumentation.
    Sie glauben, fast die gesamte Welt ist verrückt geworden und nur Sie und einige wenige andere haben den Durchblick? Mag sein - nur ändern können Sie es nicht ;)
    Schöne Pandemie noch!

  329. 2583.

    Sterbetafeln besorgt. Also 2018 zeigt einen ähnlichen Verlauf wie 2020 (nur ganz leicht früher im Jahr). 2018 ist das Ausnahmejahr, das den Vergleichsbereich im RKI-Bericht so breit macht im Frühjahr und im späten Sommer. Wenn man 2013 und 2015 ansieht, haben die auch einen deutlich höheren Berg am Frühlingsanfang (im Bericht wird nur 2016-19 als Vergleich herangezogen).

  330. 2582.

    Es gibt genug Untersuchungen, die zeigen, dass Asymptomatische das Infektionsgeschehen beeinflussen. Deshalb ist es kein Fehler diese zu tracken, sondern wichtig. PCR-Tests werden überprüft und sauber bearbeitet - ja, auch wenn es Labore mit Fehldiagnosen gibt. Das ist wie bei der US-Wahl: Ein paar wenige Fehler machen noch keinen Wahlbetrug.

    Ein paar Fachvokabeln machen noch keinen Experten und ein Mathematiker ist noch lange kein Experte für Virologie und Pandemien. Und weil ein paar Leute zu doof sind um sich Masken aufzusetzen, Abstand zu halten und keine Parties zu feiern und dadurch steigende Infektionszahlen und in der Folge Intensivbettenbelegungen produzieren, ist das eben KEIN Beleg für das Versagen von Maßnahmen. Es ist das Versagen von Menschen.

    @rbb24: bitte moderieren Sie diese Kommentare endlich. Bitte!
    Diese kontinuierliche AfD-Propaganda ist unerträglich!

  331. 2581.

    "Die Zahl der Erkrankten ergibt sich direkt aus der Zahl der Infizierten, warum soll es da nicht für die Statistik egal sein, wen man zählt, um die Bedrohungslage einzuschätzen."

    Vielleicht, weil wir weder die Zahl der Infizierten kennen, noch (mangels Screening) vernünftig schätzen können?
    Wir kennen lediglich die Zahl der positiven Laborbefunde im untersuchten Patientenkollektiv und lassen diese Zahl in die Statistik als "Fälle" einfließen d.h. einfachheitshalber mit der Zahl der Infizierten gleichsetzen, was aus epidemiologischer Sicht einen Sinn ergibt, aber keineswegs Rückschlüsse über die Zahl der Erkrankten zulässt (wenn wir die Kranken als diejenigen definieren, die ein manifestes Krankheitsbild entwickeln).
    Es sind aber die Kranken und nicht die Laborbefunde, die behandlungsbedürftig sind, wir brauchen Ressourcen für Kranke, nicht für virologisch definierte Fälle. von daher finde ich die Unterscheidung schon relevant.

  332. 2580.

    "Die Zahl der Erkrankten ergibt sich direkt aus der Zahl der Infizierten, warum soll es da nicht für die Statistik egal sein, wen man zählt, um die Bedrohungslage einzuschätzen."

    Vielleicht, weil wir weder die Zahl der Infizierten kennen, noch (mangels Screening) vernünftig schätzen können?
    Wir kennen lediglich die Zahl der positiven Laborbefunde im untersuchten Patientenkollektiv und lassen diese Zahl in die Statistik als "Fälle" einfließen d.h. einfachheitshalber mit der Zahl der Infizierten gleichsetzen, was aus epidemiologischer Sicht einen Sinn ergibt, aber keineswegs Rückschlüsse über die Zahl der Erkrankten zulässt (wenn wir die Kranken als diejenigen definieren, die ein manifestes Krankheitsbild entwickeln).
    Es sind aber die Kranken und nicht die Laborbefunde, die behandlungsbedürftig sind, wir brauchen Ressourcen für Kranke, nicht für virologisch definierte Fälle. von daher finde ich die Unterscheidung schon relevant.

  333. 2578.

    "Was Sie mit den PCR-Test meinen, ist mir nicht ganz klar. PCR-Tests sind Standard zum Virusnachweis bei mehreren Virusinfektionen"
    Ich glaube es handelt sich um ein leicht aufzuklärendes Missverständnis der aus fehlender Unterscheidung zwischen Diagnostik und Differentialdiagnostik resultiert. Plump und vereinfacht: wenn Sie bei einem Kranken den Virus nachweisen - ist die Diagnose gesichert. Finden Sie bei einem Asymptomatischen mit PCR den gleichen Virus - muss es nicht bedeuten dass er krank ist. Sie haben zwar einen meldepflichtigen Fall, aber noch nicht eine Krankheit mit gesicherter C-19 Diagnose. Denn : "No data suggests that detection of low levels of viral RNA by RT-PCR equates with infectivity unless infectious virus particles have been confirmed with laboratory culture-based methods". Quelle: https://www.thelancet.com/journals/lanres/article/PIIS2213-2600(20)30453-7/fulltext
    Eine Erkenntnis, die als state of the art in der medizinischen Wissenschaft gilt.

  334. 2577.

    Es geht darum dass das Infektionsschutzgesetz einen Erreger/Agens vorsieht der/das vermehrungsfähig ist "und das bei Menschen eine Infektion oder übertragbare Krankheit verursachen kann“ KANN (!) Die Frage des Abgeordneten war ob eine PCR unterscheiden könne, ob der nachgewiesene Erreger vermehrungsfähig sei oder nicht. Senatsantwort war richtig: "Nein" Die im Abstrich gefundenen Erreger sind in ihrer Mehrheit nicht (!) infektiös, das haben alle Viren (auch anderer Krankheiten) so an sich. Da sie aber Millionenfach auftreten sind einige von Ihnen in der Tat infektiös. Welcher indiviuelle Erreger infektiös ist und welcher nicht, läßt sich bei der gesamten abgestrichenen Population aber nicht sagen. Darüberhinaus sind nach der Erkrankung oft noch Virenbruchstücke da, die zwar PCR positiv sind aber nicht mehr infektiös. Wer das Zeug im Rachen hat war oder ist infektiös. Somit wird er gezählt.

  335. 2576.

    Wochenendmeldungen sind immer niedriger. Aus verschiedenen Gründen, u.a. weniger Meldungen. Das ist auch deutlich aus den Graphen oben zu sehen. Deswegen ist ja auch eine gemittelte Kurve dargestellt, um diese Schwankungen auszugleichen. Alternativ könnten Sie auch immer nur gesamte Wochen vergleichen.

  336. 2575.

    Auffallende Parallele N Dakota und Deutschland bestätigt die 40-Tage-Regel. Also ich übersetze jetzt mal "exponentielle Wachstumskurve" mit "ziemlich steil" und da ist es auch in North Dakota so, dass sie erst ab Oktober "ziemlich steil" wurde und jetzt wieder abflacht .... keine Ahnnung warum: aber auch in Noth Dakota wieder ca. 40 Tage von 5. Okt bis 11. Nov..... wenn die Kurve nach 40 Tagen "Steilheit" auch bei uns in Berlin/ Brandenburg nun abflacht und runtergeht(erstaunlicherweise gegenläufig zur Saisonalität), dann freuen wir uns alle. Wenn!... Mal sehen. Ich möchte Ben-Israel eher als kleinen Hinweis am Rande verstanden wissen.

  337. 2574.

    Wieso ist die Anzahl der Erkrankten wichtig? Von der Zahl der Infizierten ist eine Teilmenge die Zahl der Erkrankten, davon wiederum eine Teilmenge die Zahl der Toten. Man kann bei vorhanden Intensivbetten, die Zahl der Toten auf ca. 0,5% der Infizierten halten, ansonsten sind es 5% Tote. (Diese Zahlen für Erkrankte und Tote sind stark abhängig welche Alterskohorte wie häufig betroffen ist, logisch, daher ist das hier nur so ein pi mal Daumen auf europäische Bevölkerung gerechnet, bei einer bestimmten möglichen Verteilung) Man kann nur zwei Dinge tun: bei den Schwerkranken teilweise den Tod verhindern, oder eben die Neuinfektionen verhindern. Das sind die beiden Angriffspunkte für eine Milderung der Epidemie. Die Zahl der Erkrankten ergibt sich direkt aus der Zahl der Infizierten, warum soll es da nicht für die Statistik egal sein, wen man zählt, um die Bedrohungslage einzuschätzen. Das Alter ist als einziges noch mitzuberücksichtigen dann.

  338. 2573.

    Wieviele C-19-Erkrankte?
    Versuchen wir folgende Rechnung: Letalität (Infektionssterblichkeit) von Sa-Cov-2 zirka 0,1 % (angelehnt an Ioannidis)
    Bei 350 Toten in Berlin kann man also auf 350 000 Infizierte seit dem Frühjahr schließen.
    Davon erkranken 20% relevant an Covid 19: 70 000 haben die Krankheit durchgemacht.
    Bei 1% der Infizierten kommt es zu Komplikationen: 3500 schwer Betroffene.
    Diese Rechnung ist ohne Gewähr

  339. 2572.

    Die aktuelle Zahl der Neuinfektionen wieder fast halbiert zum Vortag.Wurde wieder nicht von allen Gesundheitsämtern übermittelt??

  340. 2571.

    Richtige Entscheidung der US Regierung! Die Senatsverwaltung Berlin für Gesundheit hat ja auch bestätigt, «dass PCR-Tests eigentlich nicht in der Lage sind, eine Infektion im Sinne des Infektionsschutzgesetzes festzustellen! Die Anzahl der ERKRANKTEN ist wichtig!!

  341. 2570.

    Das wird in der Form nicht erfaßt. Ein Teil ist in der Statistik oben zu den Krankenhausfällen - das ist aber nur der kleine Teil der schwereren Fälle. Dazu würden aber noch alle kommen, die mit leichteren Symptomen einfach zu Hause krankgeschrieben sind - also vielleicht über die Krankenkassen zu bestimmen.
    Was Sie mit den PCR-Test meinen, ist mir nicht ganz klar. PCR-Tests sind Standard zum Virusnachweis bei mehreren Virusinfektionen (https://de.wikipedia.org/wiki/Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion).

  342. 2569.

    Sie sagen also, daß die Menschen im SW und W Deutschlands vernünftiger sind als im NO und N? Warum?

  343. 2568.

    Die amerikanische Regierung hat beschlossen, das Infektionsgeschehen nicht mehr zu kontrollieren. Die Konsequenzen sind krass. An vielen Orten gab es über Monate Großveranstaltungen und keine Maskenpflicht. Folge: immer wieder kleinere lokale Lockdowns, da die Staaten auf sich allein gestellt waren. In den USA sind keine Wettereffekte zu beobachten (trotz ähnlicher Menschen in klimatisch unterschiedlichen Gebieten). Warum? Gelten ihre Regeln für die USA nicht?

    Ansonsten halte ich mich lieber an rationale Menschen und Wissenschaftler statt an Querdenker und AfD-ler, die "Panikmache" schreien, vernünftige Maßnahmen boykottieren und die immer gleichen nicht wirklich vertrauenswürdigen "Experten" zitieren.

  344. 2567.

    Also wenn das https://www.worldometers.info/coronavirus/usa/north-dakota/ eine e-Funktion sein soll, dann ist der Exponent aber dicht an der 1. Haben Sie schon mal versucht da wirklich an die Zahlen eine e-Funktion anzupassen? Das heißt natürlich nicht, daß das nun den Anstieg schöner macht, aber es werfen zu viele Leute zu leichtfertig mit dem Begriff exponentieller Anstieg um sich.

  345. 2566.

    Welche Statistik gibt mir die Anzahl der an Covid 19 Erkrankten an? Die Senatsverwaltung für Gesundheit bestätigt, «dass PCR-Tests eigentlich nicht in der Lage sind, eine Infektion im Sinne des Infektionsschutzgesetzes festzustellen! Sind ess die intensivmedizinisch Betreuten, oder wer ist es?

  346. 2565.

    Ich finde es gar nicht so überraschend. Im Frühjahr war es auch so, dass die Mobilität schon vor dem Lockdown deutlich gesunken war - bei steigenden Fallzahlen. Das wird jetzt vermutlich nicht anders sein. Viele Menschen sind eben zum Glück vernünftig egal wie viele querdenkende Menschen demonstrieren und Virus verbreiten.

  347. 2564.

    Warum dann ein exponentieller Anstieg seit August in North Dakota (Nordhalbkugel). Das sind deutlich mehr als 6 Wochen! https://www.nytimes.com/interactive/2020/us/north-dakota-coronavirus-cases.html

  348. 2563.

    Wir waren beide zwischenzeitlich bei den Zahlen der Erkrankten stehen geblieben, die sich aus den intensivmedizinischen Fällen ergeben! Wenn die Senatsverwaltung für Gesundheit nach Informationen der Berliner Zeitung bestätigt, «dass PCR-Tests eigentlich nicht in der Lage sind, eine Infektion im Sinne des Infektionsschutzgesetzes festzustellen, wieviel Erkrankte haben wir dann????

  349. 2562.

    Die Erklärung mit dem "Erschöpfen" des Virus ist garantiert Quatsch. Aber gute statistische Analysen sind natürlich das Ausgangsmaterial für die Epidemiologen, wofür die dann realistische Modelle suchen können.

  350. 2561.

    Hallo rbb!
    Ich finde die Grafiken "Wie sich die Neuinfektionen in Berlin/Brandenburg an jedem Wochentag entwickeln" sehr gut. Aber ich fände es noch besser würde man mind. eine eventuell zwei Vorwoche auch noch sehen können. (entweder z. ausklappen oder nicht ausklappen). Vorteil wäre man könnte einen Trend noch besser sehen. Wenn an drei/vier Tagen ein gegenläufiger Trend ist, könnte man besser sehen, ob es nur Weinachten/Ostern/Ferien/irgendein Ereignis war oder wie das zu bewerten ist.
    Viele Grüße

  351. 2560.

    "Bedenkenswert ist aber sein Hinweis, dass exponentielles Wachstum von Kurven bei dieser und anderen epidemischen Viruserkrankung offensichtlich "von Natur aus" immer nur wenige Wochen anhalten und dann abflachen, auch ohne Immunität und ohne strenge Lock-Downs." Eine Krankheit verbreitet sich zunächst unbemerkt, dann werden sobald sie bemerkt wird Maßnahmen ergriffen, dadurch sinken die Fälle, die Gesellschaft kehrt dann zu alten Routinen zurück u die Fallzahlen steigen. Ich zweifle dass die Kurven wirklich ähnlich sind, anders gesagt man muss wahrscheinlich ziemlich tollerant rechnen, damit sie ähnlich sind. Frankreich hatte die ersten unbemerkten Fälle sicherlich schon im Dezember, Taiwan ab Januar jeden einzelnen Fall verfolgt und eigentl immer abgeklärt. Das Infektionsgeschehen (Superspreader vs. Einzelübertragung etc)lief in Frankreich durch Großteile d Bevölkerung in Taiwan nicht. Und in einzelnen Teilpopulationen auch unterschiedlich

  352. 2559.

    @rbb24:
    oben: "...davon werden intensivmedizinisch 272 Personen behandelt und hiervon wiederum 221 beatmet."
    Ja, so steht's in den Angaben des Senats. Nur, wie kommt das zustande?
    In meinem DIVI-Download finde ich 274 / 184. Die Zahl der Patienten stimmt also etwa überein. Doch wie kann da eine Differenz von fast 40 Beatmeten hineinkommen? Scheint ein Fehler zu sein, da in den letzten zwei Wochen der Anteil Beatmeter nie größer war, als 68%.

  353. 2558.

    "Ben Israel hat anscheinend viele epidemiolog. Erkenntnisse nicht berücksichtigt. Mag sein dass da Kurven sich auch mal ähneln, aber für die Politikberatung dürfte das nichts bringen". Das stimmt wohl. Bedenkenswert ist aber sein Hinweis, dass exponentielles Wachstum von Kurven bei dieser und anderen epidemischen Viruserkrankung offensichtlich "von Natur aus" immer nur wenige Wochen anhalten und dann abflachen, auch ohne Immunität und ohne strenge Lock-Downs.
    Man sollte diese Beobachtung durchaus ernst nehmen. Spekulative Erklärung wäre vielleicht, das sich das Virus durch die vielen Kopiervorgänge / Generationenfolgen nach ein paar Wochen verändert/erschöpft... keine Ahnung. Aber klar: kein Politiker kann das Risiko auf sich nehmen und sagen: "Wartet ab, nach 8 Wochen ist eh alles vorbei, wir machen gar nichts". Ben Israel sagt nur etwas über die Dauer. Eindämmungsmaßnahmen bleiben weiter sinnvoll...

  354. 2557.

    Schnell mal einen Fit für Berlin. Also wenn, dann müssen Sie sowieso nicht die Tagesmeldungen ansehen, sondern die abs. Fallzahlen, um ihre e-Funktion zu suchen. Wenn Sie das tun und ab 1.7. nach einem guten Fit suchen, finden Sie, daß Polynome niedrigen Grades gut passen. Z.Bsp. wäre das eine Möglichkeit:
    8653.15 + -66.847*x + 4.92196*x^2 + -0.0797997*x^3 + 0.000458844*x^4 (fitted mit WSSR = 478.01)
    wobei der Koeff. für x^4 schon sehr niedrig ist. (WSSR = weighted sum of squared residuals auch chi^2 genannt) Das ist doch sehr weit weg von einer e-Funktion.

  355. 2556.

    Wo sehen sie dort eine e-Funktion (mal ein kleines Stück am Anfang des Peaks ausgenommen)? Selbst wenn sie die Envelope nehmen, ist das nahezu nur noch linear. Welche Koeffizienten und mit welchem r² würden Sie denn für den Anstieg vorschlagen?

  356. 2555.

    Noch etwas. Wenn man sich die Mobilitätsanalyse im letzten RKI-Bericht (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Nov_2020/2020-11-13-de.pdf?__blob=publicationFile) auf Seite 11 ansieht und dann mal auf Seite 3 vorschlägt und vergleicht, scheint die höchste Fallsteigerung mit der stärksten Abnahme der Mobilität zu korrelieren (Richtung der Kausalität erstmal unbekannt, wenn überhaupt direkt kausal). Das finde ich spontan interessant und überraschend. Leider steht dort wenig zur Datengrundlage der Mobilitätsanalyse (repräsentativ? repräsentativ für alle Alterskohorten? usw.) - das ist statistisch unbefriedigend.

  357. 2554.

    als mathematisch Interessierter verfolge ich die graphischen Darstellungen auf der Seite des rbb zu Corona. Anmerkung: welchen Sinn macht es bei einer exponentialkurve , dem Anstieg der Fallzahlen, diese kaum erkennbar zartgrau darzustellen und stattdessen einen 7 Tages Durchschnitt leuchtend orange als durchgehende Kurve? macht überhaupt keinen Sinn. dient nur der Verschleierung des dramatischen Anstiegs. der bedeutungslose 7 Tageswert liegt gestern bei 1000. der tatsächliche exponentielle Wert bei fast 2000. eine Differenz von fast 100% zwischen Schein und Sein.

  358. 2553.

    Technisch kann ich der Analyse folgen. Ob das der einzig mögliche Schluß ist, liegt außerhalb meines Fachgebietes. Im europäischen Vergleich scheint der Effekt in Deutschland sowieso eher klein zu sein. Interessant wären mehr Jahresverläufe zum Vergleich, um ein besseres Gefühl für mögliche Varianzen und Verschiebungen zu bekommen. Eine Frage wäre auch, was passiert wenn man die mittlere Kurve aus einer anderen Auswahl von Jahren berechnet - das würde klären, ob man einen Auswahleffekt hat oder vielleicht die Analyse zu wunschgetrieben ist (dafür gibt es ja eigentlich das peer review von unbeteiligten und hoffentlich dann auch nicht betriebsblinden Kollegen).

  359. 2552.

    60 Impf-Zentren für 60Millionen(70% der Einwohner) sind 1Mill/Impfzentrum. Bei 200Arbeitstagen sind das 5000/Tag. Bei 24h sind es 208/Std= ca 4/min !! !

    Zweite Folge-Impfung noch nicht mal bedacht!

    Wann hinterfragt jemand Hr. Spahn zu diesem Schwachsinn der nur 60 Zentren!

    60 Zentren, aber Berlin will 6!

    6 *16Länder ist schon 96!

    Wer plant wer wann mit welchem exaktem Termin zum Impfen erscheinen darf?

  360. 2551.

    Ich habe mir das mal in der Berliner Zeitung durchgelesen. "einige ‚ignorierten‘ die Ansteckung und führten fast ein normales Leben weiter (wie Taiwan, Singapur oder Schweden), und einige verfolgten zunächst eine nachsichtige Politik, kehrten aber bald zu einer völligen Abschottung um (wie Italien oder der Staat New York)“. Dennoch verlaufe die Infektionsrate ähnlich." Er hat anscheinend viele epidemiolog. Erkenntnisse nicht berücksichtigt. Mag sein dass da Kurven sich auch mal ähneln, aber für die Politikberatung dürfte das nichts bringen. Taiwan betrieb eine stamp out Politik und Containment, In D ist nach anfänglichen Clustern nun eine rel. Weitverbreitung, ähnlich wie in Schweden nur die Schweden hattens am Anfang. Demographie, Sozialverhalten, Mobilität bleiben unberücksichtigt etc. Z.B. hatte es eine enorme Wirkung dass in Urugay die Maltetrinksitten geändert wurden (nur 60 Tote) und in Japan Karaokebars geschlossen wurden- in D wäre beides untauglich, beides ist hier unbekannt.

  361. 2550.

    "Da ich das hier ein paar Mal gelesen habe,seit wann sind komplett Symptomfreie ansteckend? Es geht doch nur um den Zeitraum bis sich erste Symptome zeigen." Ansteckend ist, wer noch infektiöse Viren aus dem Bereich der Atemwege nach draußen befördert (Atmung, Sprechen etc.). Egal ob mit oder ohne Symptome(also asymptotischer Verlauf: also nie Symptome, oder präsymptotischer Verlauf: erst noch auftretende Symptome - egal)- Resultat epidemiol.Untersuchungen. Beim gefährlicheren Covid-19 (0,5% Fallsterblichkeit)ist das genau wie bei der z.B. viel harmloseren Kinderlähmung(Polio)(0,05% Fallsterblichkeit). Covid-19: ca.20-50% ohne Symptome, altersabhängig, Kleinkinder immer symptomlos. Kinderlähmung (Polio): 95% (!) symptomlos, aber ansteckend, vorrangig über Stuhl, seltener über Luft. 0,5% bekommt lebenslange Lähmungen. Wie bei schwerer Grippe sterben auch bei Kinderlähmung nur etwa 0,05% der Infizierten.(Asymptomatisch + Verbreitung verschiedenster Krankheiten ist nicht selten.)

  362. 2549.

    "Jeder Tote mit positivem Test ist Coronatoter. Das sollte sich doch mittlerweile rumgesprochen haben."Nein. Die Todesursache stellt der Arzt fest. Auch nach RKI-Richtlinien wird als Todesursache angegeben was letztlich die Ursache war. Jemand ist hochbetagt und hat seit langem 3 Krankheiten, darunter Nierenleiden. In der Patientenverfügung ist Dialyse und Nierentransplantation ausgeschlossen. Leichter Covid-19 Verlauf (nur obere Atemwege ohne Lunge) kommt dazu. Es versagen d. Nieren. Arzt entscheidet: Tod durch Nierenversagen. Wenn bei einem Patient hingegen Thrombose einen Hirnschlag verursacht und die Thrombose erst durch schweren Verlauf von Covid-19 entstand, dann kann man Covid-19 als Ursache nennen (ev. Hirnschlag). Ohne Covid-19 wäre dieser Thrombose/Hirnschlag-Patient nicht gestorben. Wenn er hingegen vorher schon eine Thromboseneigung gehabt hat, ist das so eine Sache. Dann muss der Arzt entscheiden ob Covid-19 ursächlich war oder ob er auch ohne Covid-19 gestorben wäre.

  363. 2548.

    Der zweite Peak ist die Hitzewelle im August 2020, die Hitzewellen der Vorjahre waren Juni/Juli. Da gab es also 2020 eine zeitliche Verschiebung dieses wiederkehrenden medizinischen Problems:Hitzetote/Dehydrierung.
    Die Verschiebung des ersten Peaks ist durch den Ausfall oder den Abbruch der Influenzawelle im März zu erklären.
    Was die Influenza an Opfern übriggelassen hat, hat dann Corona "erledigt", so dass es im März eine Unter- aber im April ein Übersterblichkeit gab. Insgesamt gab es dadurch im März und April eine Normalsterblichkeit. Hört sich ein wenig herzlos an, aber so ist es nunmal...

  364. 2547.

    Ja, kenne ich. Die Diskussion darüber ist aber ein heißes Eisen. ;-) Es wäre schön, wenn Ben-Israel dazu eine Fachpublikation in einem high impact journal machen könnte, das würde die Diskussion vereinfachen.

  365. 2546.

    Im aktuellen RKI-Bericht (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Nov_2020/2020-11-13-de.pdf?__blob=publicationFile) ist auch wieder die Auswertung zur Mortalität mit der vermuteten Übersterblichkeit (Seite 10). Bei spontaner Betrachtung würde ich als Ausgangshypothese eher vermuten, daß die Kurve für 2020 einfach nach rechts verschoben ist gegenüber dem dargestellten Durchschnitt, da ja beide Peaks etwa gleich nach rechts gewandert sind - aber warum?

  366. 2545.

    "War das die Welle?" Der israelische Mathematiker u. pensionierte Militär und Regierungsberater Isaac Ben-Israel würde sagen: "Natürlich ist das der Höhepunkt derWelle, schließlich haben wir wie üblich sechs Wochen Anstieg hinter uns!" Er beobachtete und analysierte im Frühjahr die Covid-19 Wellen in 25 Ländern auf der Nordhalbkugel. Überall stellte er einen Anstieg von ziemlich genau 40 Tagen fest, dann kam der Peak und nach genau 60 Tagen war die Welle vorbei. Völlig unabhängig von den Maßnahmen. Also hier gibt es ihm zufolge eine Sars-Cov-2-Regel.
    Quelle z.B. Berliner Zeitung vom 23.4. 20oder Weltwoche 22.4.20 Bitte selbst googeln ...

  367. 2544.

    "Da ich das hier ein paar Mal gelesen habe,seit wann sind komplett Symptomfreie ansteckend? Es geht doch nur um den Zeitraum bis sich erste Symptome zeigen."
    Schwieriges Thema. Zuerst, es wird meistens zwischen "asymptomatic" und "presymptomatic" unterschieden. Die ersten können niemals Symptome entwickeln und bleiben eigentlich im klinischen Sinne gesund. Man könnte sie auch als asymptomatische Träger bezeichnen. Man findet zwar was im Abstrich, die Krankheitssymptome aber fehlen. Früher bezeichnete man solche Menschen als gesund. Ob diese Fälle eine Infektionsquelle sein können, streiten sich die Gelehrten. Es gibt aber auch Patienten, die später (meistens milde) Symptome entwickeln. Man spricht nicht über asymptomatischem sondern von presymptomatischem Stadium. Hierzu gibt es eine Reihe von Studien, die Virustransmission belegen. Im übrigen gilt nach wie vor: http://www.emro.who.int/health-topics/corona-virus/transmission-of-covid-19-by-asymptomatic-cases.html

  368. 2543.

    Also bei den Neuinfektionen finde ich das schon rubust und belastbar, da es auch recht deutlich in Bundesländern mit sehr niedriger Inzidenz zu sehen ist. Bei den Erkrankten ist das noch ein Andeutung einer Abflachung, aber im DIVI-Register deutet sich das auch an (z.Bsp. hier als Plot https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/coronavirus-echtzeit-karte-deutschland-landkreise-infektionen-ausbreitung)

  369. 2542.

    Nein, es liegt IMO nicht nicht an der veränderlichen Immunität. Das wäre relativ banal.
    Ich finde den Link von Björn nicht mehr, wo in einer Studie dargelegt wurde, wie stark die Haltbarkeit der Viren in den Aerosolen von der Luftfeuchtigkeit abhängt. Je größer die Wasserteilchen, desto länger "hält" das Virus. Und dies scheint bei Corona noch stärker der Fall zu sein, als bei anderen Luftwegsinfekten.
    Die Ansteckungsgefahr wird durch Luftfeuchtigkeit stark erhöht. Dann reicht eben die BVG-Fahrt aus.

  370. 2541.

    Ist die Abflachung der Kurve wirklich schon deutlich oder könnte es evtl. auch am Rückstau in den Laboren liegen?

  371. 2540.

    Das Abflachen der Kurve der Neuinfektionen ist bei Berlin nun schon deutlich und bei Brandenburg scheint ja das Maximum fast schon durchschritten zu sein. In den Plot zu den Erkrankten scheint sich auch zunehmend ein Abflachen zu zeigen - zumindest sind die sehr weit weg von einer exponentiellen Entwicklung, wahrscheinlich nicht mal Potenzgesetz sondern nur noch höchstens linear. Optimistische Frage: War das die Welle? Auch mit Blick auf diverse Nachbarn in Europa gefragt.

  372. 2539.

    Kommt darauf an, was Sie mit symptomfrei meinen. Andauernd symptomfrei, stimme ich zu. Wenn symptomfrei aber noch in der Inkubation und später echter Erkrankung, dann nein.
    Siehe: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Vorl_Testung_nCoV.html;jsessionid=CD67B8855E17991EE3DD7124DFAD1949.internet061
    insbesondere folgende Abbildung dort: https://www.rki.de/SharedDocs/Bilder/InfAZ/neuartiges_Coronavirus/Grafik_Erregernachweis.png;jsessionid=66E0AC7EC5C0325309D816D2EA086923.internet082?__blob=poster&v=12

  373. 2538.

    Warum wird eigentlich das Thema "Frühbehandlung von Covid-19" von Politik , Forschung und Medien fast gar nicht bearbeitet? Sicherlich ließe sich durch geeignete frühe Behandlung mancher schwere Verlauf abschwächen (und damit das Gesundheitssystem entlasten). Man müsste alles daran setzen, dieses Thema mehr in den Vordergrund zu rücken.
    Ich hab schon etwas recherchiert. Es gibt durchaus schüchterne Ansätze (auch gescheiterte). Das Thema wird aber nicht konsequent weiterverfolgt... Weiß jemand mehr darüber?

  374. 2537.

    ...hallo Andreas, habe mir mal die Sendung angeschaut. Ist schon interessiert was Herr Gottschalk von Gesundheitsamt Frankfurt sagt. Sowas ist schon krau.

  375. 2536.

    Das Auf-und-Ab des Atemwegs-Infektionsgeschehens würde ich nicht wetterabhängig nennen, sondern saisonal. In Wahrheit ist nicht das Virus saisonal, sondern (mein neues Hobby) die Immunität der Menschen, die Empfänglichkeit der Menschen ist höher im Winter, schon ab September und bis Mai: Vitamin D-Mangel, kürzere Tage, Schleimhautaustrocknung durch Heizung ... überhaupt trockenere (!) Luft im Winter, machen uns zu schaffen. Auch das Sars-Cov-2 Virus ist ganz klar saisonal wie auch die meisten anderen Atemwegs-Viren. Deshalb der starke Rückgang der Fallzahlen ab April/Mai und Wiederanstieg ab September.
    Vermutlich hat sich das Virus den ganzen Sommer über unmerklich weiter ausgebreitet, sozusagen im Safe-Spread-Modus, das Immunsystem wird in der warmen Jahreszeit (noch) besser mit ihm fertig...
    Tabelle: Virensaisons in der Nordhalbkugel , Sars-Cov2 Anstieg im September verfrüht, aber das Ende der sog ersten Welle passt genau: https://labmedicineblog.com/2020/02/24/the-crown/

  376. 2535.

    Noch eine frei verfügbaren Betrag dazu gefunden. Daß R nicht alles ist, bei der Betrachtung, ist uns wohl allen klar. Eine recht gute und kritische Betrachtung dazu war im Scientist https://www.the-scientist.com/features/why-r0-is-problematic-for-predicting-covid-19-spread-67690
    Besonders gefällt mir dort das Zitat: "All models are wrong, but some are useful. You just hope you’re in the useful category." Ich denke, das Modell hier für R ist "useful".

  377. 2534.

    Nur zur Klarstellung: Ich habe nicht den kranken Menschen als nicht normal bezeichnet. Auf den Gedanken würde ich nicht kommen. Das der Beruf den Blick verändert, liegt wohl in der Natur der Sache.

  378. 2533.

    Jeder Tote mit positivem Test ist Coronatoter. Das sollte sich doch mittlerweile rumgesprochen haben.
    Diesen passenden link hatte ich letztens schon geteilt:
    https://www.sueddeutsche.de/bayern/schongau-klinik-coronavirus-tod-ermittlungen-1.5106786

    Dass das Infektionsgeschehen sich schon vor Wochen gedreht hat,ist mittlerweile auch offensichtlich. Warum,ist eine gute Frage. Der lockdown ist jedenfalls nicht der Grund. Der Senat hat eine tolle Seite dafür:
    https://www.berlin.de/corona/lagebericht/desktop/corona.html#zeitlicher-verlauf
    Der tab 'nach Erkrankungsbeginn' ist am aussagekräftigsten.
    Ich bin ja froh,dass der rbb den gestrigen Höchstwert nicht groß als Aufmacher verwendet hat.

    Da ich das hier ein paar Mal gelesen habe,seit wann sind komplett Symptomfreie ansteckend? Es geht doch nur um den Zeitraum bis sich erste Symptome zeigen. Jedenfalls habe ich das einige Male so gelesen,auf die Schnelle aber keine Quelle parat.

  379. 2532.

    Einen Vergleich von verschiedenen aktuellen Ansätzen finden Sie hier: https://publications.jrc.ec.europa.eu/repository/bitstream/JRC121343/r0_technical_note_v3.4.pdf

  380. 2531.

    Wenn ein Statistiker "Schätzung" sagt, hat das nur sehr wenig mit der Wortbedeutung im Alltag zu tun.
    An welcher Stelle des Algorithmus sehen Sie genau das Problem? Die Arbeit von Anna Cori et al., auf der die Methode beruht (https://academic.oup.com/aje/article/178/9/1505/89262) finde ich gut verständlich und logisch in der Herleitung. Welche Methode würden Sie denn vorschlagen (möglichst die Originalliteratur angeben)?

  381. 2530.

    "Das Zauberwort heißt SCHÄTZUNG ! "
    Die angegebenen Berechnungsmethoden sind mir schon klar. Aber es fehlt halt die in der Mathematik grundsätzlich enthaltene Logik. Hier gilt wahrscheinlich der Grundsatz, dass mit der Statistik der Glaube eine wissenschaftliche Grundlage erhält.

  382. 2529.

    "Der Normalzustand ist Gesundheit, nicht Krankheit"
    Das ist Ihre legitime Sicht der Dinge. Hätten Sie, wie ich, ein Teil Ihres Lebens von Kranken umgeben verbracht, wäre vielleicht Ihre Sicht der Dinge eine andere. In meiner ersten Vorlesung über Medizinethik habe ich gehört, dass Krankheit ein ständiger Begleiter der Menschheit ist und gerade deshalb Kranke als normale, d.h. nicht von der Norm abweichende Menschen zu betrachten und zu behandeln sind. Es ist Aufgabe der Medizin diese Menschen zu begleiten und Ihnen, falls möglich, zu helfen, denn Krankheiten zu eliminieren wird uns niemals gelingen. Krankheiten sind, ähnlich wie Tod, ein fester Bestandteil des Lebenszyklus. Auch wenn die meisten Menschen sich gegen diese Erkenntnis wehren.
    Was verständlich ist, aber unter Umständen auf Abwege führt und Medizin vor unlösbare Aufgaben stellt.

  383. 2528.

    Schon ok. Ich weiß, daß solche vereinfachten Veranschaulichungen nicht perfekt sind.
    Übrigens hatte ich einen niedlichen Verschreiber - "Veranscheulichung". War zwar ein Tippfehler, aber trifft es schon. Ich finde diesen sehr erklärungsbefürftigen Wert nicht geeignet für die Medien und die häufige Erwähnung mit allen möglichen und unmöglichen Folgerungen eher scheußlich.

  384. 2527.

    Für einen Statistiker ist die Beschreibung des RKI super ausführlich und verständlich. :-) Aber ich glaube, hier bringt das nichts, eigene Erfahrung. Ich versuche, möglichst immer bessere vereinfachte bildliche Vergleiche zu finden ohne zu viel von der Mathematik zu verlieren.

  385. 2526.

    Der Normalzustand ist Gesundheit, nicht Krankheit. Insofern halte ich die Furcht davor und das Streben danach nicht für vorwerfbar, sondern natürlich. Und ja, es ist Aufgabe auch der Medizin, diesen Zustand mit ihren Mitteln zu erhalten oder ggf. wieder herzustellen. Auch letzten Endes zu erklären, warum dies nicht gelingt.

  386. 2525.

    Da ich den R-Wert inzwischen ignoriere, muss ich nicht verzweifeln ;)
    Ansonsten ja, wenn ich den Verlauf der aktiv Infizierten in den letzten Wochen (https://www.berlin.de/corona/lagebericht/ -> zeitlicher Verlauf -> nicht genesene Fälle) dem Verlauf des R-Wertes im gleichen Zeitraum gegenüberstelle.
    Ihre Veranschaulichungen erklären Schwankungen innerhalb kurzer Zeitspannen sehr gut, scheitern jedoch bei längerfristigen Betrachtungen. Wenn die Zahl der aktiv Infizierten seit Wochen fast täglich steigt, kann der R-Wert seit Wochen nicht fast täglich unter 1 liegen - zumindest nicht in meiner Welt :)

  387. 2524.

    Ich stimme den Maßnahmen zur Eindämmung der Coronakrise vollkommen zu. Allerdings frage ich mich warum steigen die Infektionen immer noch so an. Ich musste am 10.11. zum Arzt. Auf der Rückfahrt vom KEH nach Schöneweide zum Bahnhof, musste ich ab der Marksburgstraße in den Schienenersatzverkehr. Als ich zur Haltestelle kam, war der Bürgersteig schon schwarz von Wartenden. Gegen 15.50 Uhr kam ein Bus und schon ging der "Kuschelkurs" los. Selbst die Türen konnten nicht geschlossen werden! 4 Schüler stiegen wieder aus, damit die Türen geschlossen werden konnten.
    Wenn man dann bedenkt, dass das gerade überall vermieden werden soll, ein Unding! Wieviel Schienenersatzverkehr haben wir z. Zeit in Berlin????
    Ich habe jedenfalls erst den nächsten Bus genommen und bin gut und sicher in Schöneweide gelandet. Wer sich also mit 30/40 Personen der Familie oder Freunden treffen will und ausgiebig kuscheln will, rein in den Schienenersatzverkehr! Traurig aber wahr!

  388. 2523.

    Doch, mich interessiert das. Die Saisonalität von Coronaviren (und anderer Viren) ist ja zu einem großen Teil durch die Witterung und auch UV-Einstrahlung begründet.

  389. 2521.

    Es wurde ein Kreuzaktivität von Antikörpern gegen andere schon lange zirkulierende Coronaviren beim Menschen festgestellt gegen das neue Coronavirus. Dabei mag auch hilfreich sein, daß alle diese Coronaviren zur selben Gattung gehören, es sind Betacoronaviren (https://de.wikipedia.org/wiki/Betacoronavirus).

  390. 2520.

    Ich persönlich würde die Zahlen so interpretieren:
    - Es gibt eine Verbreiterung der Inzidenz zwischen den Bezirken. Die "Hotspots" nehmen ab. Also zunehmend eine allgemeine Verbreitung der Fälle.
    - Die Maßnahmen wirken, wie ich schon vor zwei Wochen annahm, nicht wirklich.
    - Das Infektionsgeschehen ist extrem wetterabhängig - interessiert anscheinend nieman wirklich. Deshalb bringen auch all die Vergleiche mit anderen Nationen nichts. Da, wo aktuell Sommer ist oder anfängt, sinken die Fallzahlen enorm.
    Wir hatten hier in Berlin die letzte Woche sehr hohe Luftfeuchtigkeit und Nebel. In passendem Abstand steigen nun die Zahlen. Ich beobachte das weiter.
    - So, wie ich das beobachte, lassen sich die AHA-Regeln nur schwer einhalten. Die Kette der Kontakte ist unübersichtlich. Man kann keinem mehr trauen. ;-) Kannte ich bis zum Sommer noch keinen mit Covid19, so hört man im Bekanntenkreis nun immer häufiger von Betroffenen.
    - Für Panik gibt es aber weiter keinen Grund.

  391. 2519.

    Beobachtung zu den täglichen Fallzahlen Deutschland/China. Wenn man die täglichen Fallzahlen von D und CN seit Anfang des Jahres nimmt und straff glättet (ich habe 14 Tage Mittelwertsfilter genommen), dann sieht man so etwas wie Wellen der Epidemien in den Ländern. Am Anfang natürlich die 1. Welle nur in China. Danach wird es interessanter. Man sieht in D UND CN 4 Wellen - unterschiedliche Höhe - Ende März/Anfang April, Mitte/Ende Juni, Angang August und November. Alle diese 4 Wellen liegen zeitlich statistisch signifikant gleich in D und CN, man könnte also die Welle in einem Land aus der Welle im anderen vorhersagen. Soweit die Korrelation. Die Frage ist: Ist es nur ein Koinzidenz oder gibt es auch eine Kausalität? Gemeinsames Merkmal ist eigentlich nur Nordhalbkugel. Ideen und Vorschläge willkommen!

  392. 2517.

    Es ist viel leichter das mit den Corona Toten.
    He. Gottschalk Leiter Gesundheitsamt Frankfurt hat das ganz simpel erklärt und es hat ihm niemand widersprochen !
    Wenn jemand mit Corona infiziert ist und stirbt, dann zählt er zu den Corona Toten, selbst wenn er aus dem Fenster springen würde.
    https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner/corona-chaos-geraet-die-pandemie-ausser-kontrolle-sendung-vom-15-oktober-2020-100.html

    Ab Minute 50

  393. 2516.

    Nicht verzweifeln. Neben der Veranscheulichung mit dem Wassertank habe ich hier jetzt noch ein Modell für den Küchentisch für @Ketziner mir überlegt, das die Verhältnisse zeigt.

  394. 2515.

    Es gibt nicht nur Antikörper-Immunität. Im März, am Anfang der Pandemie gingen die Verantwortlichen davon aus, dass die Bevölkerung ohne Immunität dem Virus schutzlos ausgeliefert sei und es deshalb schnell hunderttausende Tote geben könnte. Gleichzeitig fiel auf, dass viele Menschen die Infektion ohne Symptome durchmachte. Wenn man Immunität mit "adäquater Antwort auf einen Erreger" definiert, muss man sagen, dass zu Beginn der Pandemie schon eine verbreitete Immunität bestand und diese weiter besteht, unabhängig von im Blut nachweisbaren Antikörpern, oder? D.h. zusammen mit dieser Hintergrundimmunität, könnte die erworbene spezifischen Immunität (Antikörperimmunität, die langsam zunimmt), schon einen kleinen Effekt ausmachen. Damit sei nichts gegen Eindämmungsmaßnahmen gesagt. Ich möchte hier nur den Blick auf das Immunsystem lenken, ohne das wir schon verloren hätten, es ist m.E. der Schlüssel zum baldigen Erreichen eines endemischen Gleichgewichts.

  395. 2514.

    Forts. Küchentischmodell zur Vedeutlichung für R. Zeichenen Sie die S-förmige Kurve für die Gesamtzahlen 2x auf Papier oder Folie. (2x das Gleiche, da beide Kurven bis auf einen zeitlichen Versatz gleich sein müssen - es können nur genauso viel genesen/sterben, wie sich infizieren). Legen Sie die beiden Kurven übereinander (bei Papier evtl. ausschneiden). Verschieben Sie eine der Kurven parallel nach rechts - das ist jetzt die Kurve der Gesundeten/Gestorbenen, die aus der Rechnung für R rausfallen, da die keinen mehr anstecken - die linke Kurve sind die Infizierten einfach aufaddiert. Sie betrachten nun die Fläche zwischen den Kurven (eigentlich den Abstand der Normalen auf die Kurven, aber die Fläche ist anschaulicher). Die Fläche zwischen den Kurven sind ihre aktiv Infizierten, die ansteckend sind. R<1 Fläche wird schmaler, R=1 Fläche bleibt gleich (Kurven parallen zueinander im Verlauf), R>1 Fläche wächst.

  396. 2513.

    Andreas, Ihre Ironie ist verständlich, der Besorgniskommentar, auf den Sie sich beziehen legt aber ein ernsthaftes Problem dieser Gesellschaft offen: das gestörte Verhältnis zur Krankheit und zum Tod. Krankheit ist nicht mehr ein ständiger, unausweichlicher und dadurch auch gewöhnlicher Begleiter jedes Lebewesens, ein Ereignis das es zu ertragen, und ggf. zu akzeptieren gilt, so wie man Nachbarn oder Familienmitglieder akzeptieren muss auch wenn sie einem nicht gefallen. Krankheiten sind Feinde der Menschheit geworden, Feinde die es zu bekämpfen und auszumerzen gibt. Jeder glaubt moralisches Recht zu haben in einer risiko- und erkrankungsfreien Welt zu leben. Eigentlich müsste die Präambel des GG mit den Worten beginnen: die Gesundheit des Menschen ist unantastbar. Demnach ist auch die Rolle der Medizin nicht mehr im Rahmen des Möglichen zu helfen das Leiden zu lindern, sondern dem Anspruch auf Gesundheit zu folgen und jeder Krankheit den Krieg zu erklären.

  397. 2512.

    Sicher schon hundertmal erklärt worden, deshalb kurz. Der R-Wert sagt etwas über Veränderung der Anzahl der aktiv Infizierten (müssen nicht unbedingt erkrankt sein, aber infektiös), er sagt eigentlich nichts über den Mechanismus der Übertragung - ihr Bild ist nur eine Möglichkeit der Darstellung und trifft nicht immer so wörtlich zu für alle dynamischen Möglichkeiten. Es gilt: R=1 => Anzahl der Infizierten konstant, R>1 Anzahl der Infizierten steigt (je größer R, desto mehr exponentiell), R<1 Anzahl der Infizierten fällt. Eingangs- und Ausgangsgrößen sind alle zeitabhängig. Zu Ihrer konkreten Frage: Wenn der Zugang an neuen Infizierten weniger stark steigt (z.Bsp. nur linear) als der Abgang an Gesundeten/Gestorbenen steigt (z.Bsp. jetzt steiler als nur linear), dann nimmt die Anzahl der gerade aktiv Infizierten mit der Zeit ab und dementsprechend ist R<1.
    Einfaches Bastelmodell für den Küchentisch zur Verdeutlichung in der Fortsetzung ...

  398. 2511.

    Hallo,

    die Erklärung ist, dass

    a) das RKI die Zahlen später bekommt als die Länder. Sprich selbst wenn beide gleich rechnen würden, gäbe es einen Tagesverzug.
    b) Das RKI versucht basierend auf Meldedatum zu berechnen. Das führt dazu, dass man teilweise in gewissen Bereichen 6 Tage-Inzidenzen rechnet anstatt von 7-Tage-Inzidenzen. https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/corona-daten-das-robert-koch-institut-vermeldet-haeufig-falsche-sieben-tage-inzidenzen-a-8695fde3-38ae-4125-89d9-2942bb2ffce6

  399. 2510.

    1. Multiple Imputation fehlender Information zum Erkrankungsbeginn von COVID-19-
    Fällen unter einer Missing-at-Random Annahme
    2. Korrektur der Anzahl von Neuerkrankungen für den Diagnose-, Melde- und
    Übermittlungsverzug mittels des Nowcasting-Verfahren
    3. Berechnung der zeitlich variierenden Reproduktionszahl unter der Annahme einer
    Generationszeit von 4 Tagen
    Die Schritte 1 und 2 führen zu einer geschätzten epidemischen Kurve, welche
    Einschätzungen zum Trend und Umfang des Ausbruchs anhand von absoluten Fallzahlen
    erlaubt

    Das Zauberwort heißt SCHÄTZUNG !
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Projekte_RKI/R-Wert-Erlaeuterung.pdf?__blob=publicationFile

  400. 2509.

    Versuchen Sie nicht, den R-Wert logisch nachzuvollziehen. Der R-Wert wird berechnet, die Operanden (überwiegend?) geschätzt. Die Diskussion hierzu hatte ich vor einer Woche mit @Björn geführt. Es gibt da tolle Formeln für die Berechnung, nur ist das Ergebnis eben nicht das, was man erwartet, wenn man nicht zum Fachpublikum zählt – und das jetzt schon seit Wochen nicht.

  401. 2508.

    Tja, und wie sind die neuesten Zahlen einzuordnen? Man könnte auf den Gedanken kommen, das mit der Eindämmung haut nicht so richtig hin? Und mir erschließt sich auch die Diskussion über die Frage, ob die Leute an, auf Grund oder mit Sars-CoV2 sterben nicht so Recht. So lange nicht flächendeckend obduziert wird, wird man das nicht abschließend klären können. Bis dahin bleibt die Vermutung, der Sturm hat den Baum umgelegt, nicht die Fäulnis im Inneren.

  402. 2507.

    Warum stimmen die Inzidenzen auf der rbb Seite nie, nicht mal ansatzweise, mit den Inzidenzen des Dashboards beim RKI überein? Welche Zahlen stimmen? Für meinen Arbeitgeber ist es wichtig, ob ich aus einem innerdeutschen Risikogebiet stamme oder nicht. Da besteht Uneinigkeit. Ich berufe mich auf diese Zahlen, er auf das RKI.

  403. 2506.

    Ihre Besorgnis wird sich noch verschlimmern......
    In D sterben ca. 700 Menschen an Krebs ....und das täglich.... und es gibt noch einiges an dem tgl. mehr Menschen sterben als an Corona.

  404. 2505.

    Im Artikel steht geschrieben, dass die letzten drei R-Werte weit unter 1 liegen, auch das RKI gibt Werte unter 1 an. Es wird auch der Hinweis gegeben, dass der R-Wert das Infektionsgeschehen vor ein paar Tagen angibt. Was soll dieser Wert dem interessierte Leser sagen? Wenn es so wäre, dass jeder Infizierte weniger als eine Person infiziert, müssten die Zahlen der Neuinfektionen sinken. Dies ist aber offensichtlich nicht der Fall. Solange die Zahlen von Woche zu Woche steigen, muss im Durchschnitt jeder Infizierte mehr als eine andere Person anstecken. Eine spontane Selbstinfektion ist ja zumindest bisher nicht dokumentiert.

  405. 2504.

    Das frage ich mich allerdings auch Nine. Die Zahlen und Todesfälle steigen in meinen Augen besorgniserregend.
    Zumal das nur die gemeldeten Zahlen sind und einige Gesundheitsämter einfach nicht mehr hinterher kommen.

  406. 2503.

    Peter, Ich weiß wirklich nicht wie "in Bezug" interpretiert werden sollte. Ich möchte auch nicht spekulieren, ich stelle nur fest, dass RKI an keiner Stelle von "an COVID-19 Verstorbenen" berichtet. Die Redewendung "in Bezug" tauchte erst vor circa 1 Monat auf. Davor war in der in täglichen Lageberichten enthaltenen Zusammenfassung eine andere Form anzutreffen, nämlich: "Insgesamt wurden in Deutschland 208.698 laborbestätigte COVID-19-Fälle an das RKI übermittelt, darunter 9.141Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen" (Lagebericht v. 12. Juli 2020). Warum eigentlich "in Zusammenhang mit" anstatt "an", wenn die primäre Todesursache fest steht? Oder steht diese gar nicht fest und einfach nur Verstorbene gezählt werden, die SARS-Cov2 im Test positiv waren?
    Zusammen mit der vorher zitierten Information über Erfassungsmethoden ergibt sich hier ein sehr diffuses Bild, denn RKI meidet konsequent eine klare Festlegung bezüglich der Todesursache wie Teufel das Weihwasser.

  407. 2501.

    Einen Hinweis zu diesem neuen Wert finden Sie in diesem Beitrag:

    https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/11/kalayci-senat-berlin-corona-zahlen-lockdown.html

    Inwiefern und ob wir ihn auf unserer Fallzahlen-Seite berücksichtigen, müssen wir noch intern erörtern.

  408. 2500.

    Vielleicht? Keine Ahnung. Finden Sie die Anzahl der Politiker im Vergleich zur Bevölkerungsgröße relevant? Ich nicht - aber einen Beigeschmack haben solche Regeln immer.

  409. 2499.

    Liebe Redaktion,
    was ist eigentlich mit diesem neuen "Beschleunigungswert", den der Senat eingeführt hat und der die 7-Tage-Inzidenz mit der Vorwoche vergleichen soll.

  410. 2498.

    Politiker bekommen die Schnelltest zuerst bzw. bevorzugt:

    https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/11/abgeordnete-corona-schnelltests-kleinere-ausschuesse-.html

    Bekommen sie auch die Intensivbetten bevorzugt?

  411. 2497.

    Unwahrscheinlich. Selbst wenn Sie mit einem Faktor 10 für die Dunkelziffer rechnen (wäre schon ganz weit oben in der Literatur) sind das bei weitem nicht genug, um irgendwelche Effekte durch erworbene Immunisierung zu erwarten. Die Aussage von Dr. Wieler ist auch für Deutschland zu verstehen, lokal ist die Entwicklung durchaus durchwachsen - Bsp. die Abflachung für Berlin ist eher vergleichsweise wenig, besonders starke Abflachungen wäre in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern zu beobachten. Ich empfehle da einen regelmäßigen Blick auf Übersichtskarten auf Kreisebene entweder direkt in den RKI-Berichten oder z.Bsp. hier https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/

  412. 2496.

    "Die Kurve flacht ab", meinte heute auch Herr Wieler vom RKI.
    Tagesschau.de vom 12.11.2020:
    "Es ist ein sehr vorsichtiger Optimismus, den RKI-Chef Wieler verbreitet: Die Kurve der Neuinfektionen flacht langsam ab. Doch die Situation bleibe nach wie vor ernst. Sorge bereitet ihm, wie auch Minister Spahn, die Situation in Kliniken.
    Der Anstieg der Neuinfektionen verlangsamt sich etwas, dennoch will das Robert Koch-Institut noch von keiner Trendwende sprechen."
    Meine zugegeben kühne, hypothetische und spekulative Erklärung des Abflachens: ganz langsam einsetzende Immunität. Dazu morgen mehr.

  413. 2495.

    So ganz verstehe ich Ihren Einwand nicht. "...und die in Bezug auf diese Infektion verstorben sind." Also im Krankenhaus verstorben, Covid-19 positiv, Arzt geht davon aus: Tot wurde ausgelöst durch Covid-19. Dann zählt der als Covid-19 Todesfall.Oder meinen Sie das: "als auch Personen mit Vorerkrankungen, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die Todesursache war („gestorben mit“) werden derzeit erfasst." "? Hier steht "erfasst" aus dem Sinnzusammenhang entnehme ich: erfasst als an Covid-19 gestorben. Da kann man moderat Kritik dran üben. Aber wenn jemand seit 2016 eine schwere Herzerkrankung hat und normalerweise 2022 gestorben wäre und nun stirbt er ausgerechnet in den 4 oder 5 Wochen wo er einen schwereren Verlauf hat, an dem ein Gesunder nicht gestorben wäre, kann man den als "Coronatoten" zählen, denn ohne Corona wäre er 2022 gestorben. Das ist m.E. nicht sehr problematisch. Macht man bei der anders gezählten Grippe auch so.

  414. 2494.

    Sowas wie diese alte Lagekarte (https://www.moz.de/lokales/seelow/coronavirus-244-corona-infizierte-in-mol-53073184.html) aus dem Mai von Märkisch-Oderland wäre, wenigstens auf Wochenbasis interessant - wahrscheinlich auch für Berlin. Aufgrund der strahlenförmigen Zuschnitte vieler Landkreise auf Berlin, ist nämlich immer gleich ein riesiger Streifen in Brandenburg scheinbar betroffen, auch wenn es vielleicht nur bei Berlin oder an der polnischen Grenze lokale Cluster sind.

  415. 2493.

    Es war doch immer schon so, das Zahlen und Statistiken unterschiedlich interpretiert werden. Da es aber keine Zahlen der gesamt wirklich Erkrankten gibt, was will man dann auswerten? Jetzt hat ja auch die Senatsverwaltung für Gesundheit nach Informationen der Berliner Zeitung bestätigt, «dass PCR-Tests eigentlich nicht in der Lage sind, eine Infektion im Sinne des Infektionsschutzgesetzes festzustellen. Schlussfolgernd ist ja dann ihr Einwand korrekt, das sich die Erkrankten nur in der intensivmedizinischen Behandlung widerspiegeln. Dann bekommen Zahlen Konturen und lassen sich einordnen!

  416. 2492.

    Ich würde erstmal die Woche abwarten und das dann nochmal ansehen. Nicht jedem Tageswert hinterherjagen - das können gern einige Medien tun, um neue Sensationsmeldungen zu haben. Aber selbst, wenn man den hohen Wert von heute als Tageswert akzeptiert und da nicht Nachmeldungen vermutet, ist es eine Abflachung in Bezug auf den ursprünglichen Anstieg - allerdings dann gegenüber einigen anderen Bundesländern doch etwas wenig.

  417. 2491.

    Interessante Frage und Beobachtung. Ist mir noch nicht aufgefallen und habe demensprechend auch keine Vermutungen oder Antworten. Wenn man die Zahlen der täglichen Berichte durchsieht, gibt es den Effekt scheinbar nicht - da war:
    15.10. 341223 gemeldete Fälle
    16.10. 348557
    11.11. 705687
    Die Zahl der aktiven Fälle ist etwas "heiß", da die nur geschätzt wird - darauf weist das RKI auch deutlich hin - ich würde die angegebenen aktiven Fälle nicht so ernst nehmen und nur als Richtzahl zur Verdeutlichung interpretieren. Ich berechne mir solch eine Richtzahl aus den Fällen 12 Tage vorher und den Verstorbenen - das ist auch mehr zur optischen Verdeutlichung und numerisch nicht eine exakte Zahl.

  418. 2490.

    @Nine, liegt daran das der eine oder andere Berliner Stadtbezirk mit melden an das LAGESO nicht so genau nimmt ( einfach mal einen Tag nichts melden). Am Wochenende klappt das schon mal gar nicht. Daher das auf und ab.

  419. 2489.

    "Wer infiziert ist und dann daran (!) stirbt wird als durch Covid-19 gestorben gezählt."
    Schön wäre es. Originalzitat zur Erfassungsmethodik (RKI):
    "In der Statistik des RKI werden die COVID-19-Todesfälle gezählt, bei denen ein laborbestätigter Nachweis von SARS-CoV-2 (direkter Erregernachweis) vorliegt und die in Bezug auf diese Infektion verstorben sind. Das Risiko an COVID-19 zu versterben ist bei Personen, bei denen bestimmte Vorerkrankungen bestehen, höher. Daher ist es in der Praxis häufig schwierig zu entscheiden, inwieweit die SARS-CoV-2 Infektion direkt zum Tode beigetragen hat. Sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstorben sind („gestorben an“), als auch Personen mit Vorerkrankungen, die mit SARS-CoV-2 infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die Todesursache war („gestorben mit“) werden derzeit erfasst."
    QUelle:
    https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste_Fallzahlen_Meldungen.html#FAQId13972158

  420. 2488.

    Lieber Björn,
    mich würde Ihre Meinung interessieren:

    Oben wird erklärt, ab wann jemand in Berlin bzw. Brandenburg als "genesen" betrachtet wird.
    Im Folgende lege ich das Meldedatum der Fälle (Quelle: RKI) zugrunde.

    Bis Meldedatum 15.10.2020 hatten wir in Deutschland 353.685 bestätigte Infektionen. Darin enthalten sind 10.147 Todesfälle und 343.452 Genesungen. Die Zahl der aktiven Fälle lautet an diesem Tag 86.
    Der 15.10.2020 liegt GENAU 28 TAGE hinter dem 11.11. 2020, dem aktuellsten Meldedatum des RKI.

    Ab dem 16.10.2020 ist ein deutlicher Sprung erkennbar. Seit diesem Tag haben wir 373.868 bestätigten Infektionen, aus denen nach Abzug der Todesfälle und Genesungen (1.835 bzw. 124.357) noch 247.391 aktive Fälle resultieren.
    (Der Blick in frühere Dateien bestätigt diesen "28-Tage-Effekt".)

    Was meinen Sie - ist das ein beobachtenswerter Indikator/Effekt?.
    Oder anders gefragt: Sind die allermeisten, die bis vor 28 Tagen infiziert waren, wieder genesen?

    Besten Dank!

  421. 2487.

    Langsam einsetzende Immunität: Sogar in stark betroffenen Gebieten (Norditalien) hat man glaube ich so etwas wie nur 15% Immune durch Blutserumtests nachgewiesen, und in Schweden nach einem knappen halben Jahr 4-6%, bei Kindern etwas höher. Daher glaube ich dass ein derzeitiges Abflachen hier eher nicht mit mehr Immunität zu tun hat. Wenn ein Lockdown verkündet wird, ändert sich vieles, z.B. sehen sich Unternehmen veranlasst schon vor dem Lockdown eher auf Homeoffice umzustellen, die Leute werden achtsamer etc. Sehr mobile/unvorsichtige Personen werden dann erst durch den Lockdown eingeschränkt. Wenn aber die sehr kontaktfreudigen mobilen unvorsichtigen Personen immun würden, würde es natürlich abflachen. Aber sollte es dieser Tage abflachen hat das m.E. mit den Folgen der Lockdown-Ankündigung ein paar Tage vor dem Lockdown zu tun.

  422. 2486.

    Habe eben die neuen Zahlen von heute aus Berlin gesehen. WOW, wo ist da eine Abflachung zu sehen????

  423. 2485.

    "Nach den Empfehlungen des RKI sehe ich eigentlich gar keine Testidikation bei asymptomatischen Patienten - warum gibt es die also überhaupt noch in der Statistik (und vorallem in so großer Zahl)?"
    Nicht wahr? ;)

    Das ist eine ausgezeichnete Frage, die ich mir als Mediziner seit Monaten stelle und leider keine Antwort finde. Vielen Kollegen geht es genauso. Obwohl auch hier sind die Meinungen geteilt. Je nach dem wo man tätig ist, als was und vor allem ob man glaubt neben dem Heilauftrag auch einen Erziehungsauftrag zu haben.
    Ärzte sind halt auch nur Menschen.

  424. 2484.

    Nachtrag: Egal ob Confidence oder Prediction und deren Unterschieden in der Berechnung. Sollten das Intervalle sein, stammen die aus einem Punkschätzer, dann können Sie aber nicht die einzelnen Intervalle der Punkte einfach zu einem Band verbinden, das müßen Sie erst umrechnen - rein optisch: das zugehörige Band würde gegenüber den Punktschätzern etwas weiter weg von Ihrem wahrscheinlichen Wert verlaufen. Es gibt da reichliche Literatur dazu, deswegen verzichte ich mal auf spezielle Links.

  425. 2482.

    Das Ziel müßte also sein, es bis fast Null neue Fälle runterzukämpfen und sich dann auf einzelne neue kleine Ausbrüche zu konzentrieren und den Rest durch die allg. Hygieneempfehlungen am erneuten Aufflammen zu hindern. << Ganz genau. Der Fall Webasto hat ja sogar gezeigt dass das auch deutsche Gesundheitsämter können. Die in China positiv diagnostizierte Geschäftsfrau die zuvor bei Webasto war, hat in D angerufen, ihren Befund mitgeteilt, sofort ist das Gesundheitsamt ausgerückt und hat isoliert/quarantänisiert. 1-2 Dutzend Leute blieben zu Hause und danach war dieser Infektionsherd ausgetreten. Es gab nun keine Gefahr mehr durch den Webastofall. Wir haben heutzutage sogar Schnelltests, falls die für alle verfügbar wären, könnte die Regel bei geringerer Fallzahl lauten: Maske tragen + Abstand+ Erstes Husten=Schnelltest, und wir sind s (fast) los, dann ohne Lockdown, aber mit Party, Disko, Kino und Restaurant ;-)
    (Vor der Disko + Schule etc aber mit Schnelltest, falls asymptotisch.)

  426. 2481.

    Kann ich...
    Stimmt, das postuliert niemand. Hätte aber vielleicht jemand tun sollen. Eine einfache (Auf-)Forderung, die möglicherweise besser zu kommunizieren gewesen wäre und die jetzigen Probleme vllt. verhindert hätte. Hat aber niemand, jedenfalls hier nicht. Andernorts schon und da hat es funktioniert. Neuseeland zum Beispiel, Australien, Japan...

  427. 2480.

    Wie Sie richtig sagten: Gute Hygiene ist nötig. Hongkong zum Beispiel: 99% aller Personen trugen Maske, noch nicht einmal Abstandsgebot und teils wochenlang keinerlei Fall, trotz intensivem Testens. Superspreader in geschlossenen Räumen sind tatsächlich sehr entscheidend. Ob man erkrankt hängt wie bei Verkehrsunfällen von der Anzahl der Möglichkeiten ab, wie oft ein Unfall/Infektion passieren kann, und den Sicherheitsvorkehrungen (funktionsfähige Bremsen/Maske). Eine exponentielle Entwicklung vermeidet man durch Fallzahlniedrighalten: wenn also die Auftreffwahrscheinlichkeit auf Infizierte reduziert wird. Vereinfacht: Begegne ich 7 Infizierten in 1 Woche, werde ich mich nicht infizieren, es bleiben 7. Begegne ich aber 70 Infizierten kann ich Pech haben, dann bin ich Nr. 71 und erhöhe somit den Infektionsdruck auf die Gesunden um +1. Deren Auftreffwahrscheinlichkeit auf Kranke ist jetzt noch um eine Person erhöht. Und den anderen noch x Gesunden geht es auch wie mir, also 70 + 1 + x

  428. 2479.

    Hallo Björn

    Da ja auch die Breite der Konfidenzintervalle schwankt, wäre das eine eher problematische Darstellung, würde ich erstmal sagen. Aber wir überlegen mal deswegen.

    Grüße

    Hmb

  429. 2478.

    Mit den 20 000 bis Jahresende ist in der Tat nur eine grobe Schätzung meinerseits. Was ein Fall ist und nicht wird in der Tat vom RKI festgelegt. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Falldefinition.pdf?__blob=publicationFile
    Es geht um Infizierte. Wer infiziert ist und dann daran (!) stirbt wird als durch Covid-19 gestorben gezählt. Wer einen Verkehrsunfall hatte und daran stirbt (und gleichzeitig positiv auf Covid-19 ist) wird nur als Verkehrstoter gezählt. Die Krankheit die ursächlich ist für den momentanen Tod wird als Ursache angegeben. Es stimmt schon dass da mal der eine oder andere Fall in die eine oder andere Richtung verrutscht. Die rel. jungen Herztoten in Norditalien, die vielleicht an einer durch Covid-19 ausgelösten Thrombose starben, hat man eben ungetestet als Herztote gezählt, obwohl sie vermutlich am Herz gesund waren. Umgekehrt: der erste CovidTodesfall in Tschechien war (zumindest oberflächlich betrachtet) symptomlos.

  430. 2477.

    Stellungsnahme von Ministerin Nonnemacher: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~12-11-2020-rede-von-gesundheitsministerin-nonnemacher-landtag-12-11-2020
    Über vieles darin kan man sicher geteilter Meinung sein. Aber auch hier sehe ich nur Beispiele aus Europa erwähnt. Man scheint weiterhin nicht gewillt auf Ebene der Entscheider den Blick mal weiter in die Welt zu richten und bleibt in dem Kreislauf der immer wieder gleichen Maßnahmen in Europa gefangen. Auch das unkritische übernehmen des Schreckgespenstes der Exponentialfunktion, finde ich an der Stelle unangebracht und eher nur Politik. Selbst einfachste Maßnahmen der Hygiene verhindern ja wohl schon eine dauerhaften exponentiellen Anstieg. Es gab auch einen Artikel, daß die Infektion wohl hauptsächlich über "Superspreader" getrieben wird, auch das spricht eher gegen einen dauerhaft exponentiellen Anstieg.

  431. 2476.

    Sie schlagen eine klinische Falldefinition vor. Finde ich im Prinzip vernünftig.
    Eigentlich richten sich die aktuellen Testempfehlungen des RKI für Ärzte doch auch an der klinischen Falldefinition aus, da ein Test nur empfohlen wird, wenn auch klinische Symptome eine mögliche Infektion mit SARS-CoV-2 vermuten lassen. In den Testempfehlungen des RKI wird auch auf die notwendige Differentialdiagnostik hingewiesen bezüglich anderer Erreger mit ähnlichem Symptombild. Nach den Empfehlungen des RKI sehe ich eigentlich gar keine Testidikation bei asymptomatischen Patienten - warum gibt es die also überhaupt noch in der Statistik (und vorallem in so großer Zahl)?

  432. 2475.

    Die Werte für R würde ich nicht so genau nehmen. Da ist ein heftige periodische Bewegung drinnen. Aber in der Tendenz geht es wohl schon runter.
    Frage an die Redaktion: Könnte man der R-Verlauf mal großzügig glätten? Ich stelle mir da durchaus eine 14-Tage-Glättung vor, um den wesentlichen Trend deutlicher zu machen. Das könnte man als Trendlinie einzeichnen.

  433. 2474.

    Bezüglich "Lockdown" Zustimmung - zu früh für eine wesentliche Wirkung.
    Auf den Verlauf passen viele sigmoide Funktionen, nicht nur die Gompertz-Funktion. Irgendwelche ausgebildeten Biologen oder Epidemiologen hier? Zum Verlauf hatte ich hier schon mal Paper gepostet, die mir mathematisch schlüssig erschienen - aber ich bein kein Epidemiologe.

  434. 2473.

    "Ohne Fälle keine Erkrankungen, ohne Erkrankungen keine Probleme im Gesundheitswesen, also Fälle verhindern."
    Wie kommen Sie darauf? Niemand postuliert dass die Fälle "verhindert werden". Es geht darum, ob die bloße Zahl der Fälle der richtiger Maßstab ist um die Pandemiedynamik und der daraus resultierenden Gefahr zu erkranken einzuschätzen.
    Sie finden beispielsweise in 30% aller Rachenabstriche den Staphylococcus Aureus - ein schlimmes Bakterium, dass nicht nur eine schwere Angina oder Furunkel, sondern auch manchmal tödlich verlaufende Lungenentzündung oder Toxisches Schock Syndrom hervorrufen kann.
    Wir kommen aber nicht auf die Idee 30% der Menschheit als Lungenentzündungsfälle aufgrund des Laborbefunndes zu definieren. Denn die statistische Pathogenität des Erregers dies nicht zuläßt. Ich hoffe Sie können mir folgen.

  435. 2472.

    Ich denke, es gibt grundsätzliche Probleme mit der Abschottung von Risikogruppen. Es gäbe zu viele Löcher. Die Risikogruppe lebt schließlich nicht nur in Heimen, sondern mitten in der Gesellschaft. Mehrfamilienhaus, fünf Stockwerke mit Fahrstuhl, 80jähriges Rentnerehepaar, drüben eine alte Dame mit leichter Demenz, unten eine junge Familie mit einem Kind, daneben jemand, zu dem täglich ein häuslicher Pflegedienst kommt, darüber ein Lehrer usw.

    Wie will man denn eine solche Trennlinie durch unsere Gesellschaft ziehen, rechts die Risikogruppe, links die Nichtrisikogruppe? Weiß denn überhaupt jeder, ob er nach rechts oder nach links muss?

    Die Idee ist zwar verständlich, aber meiner Meinung nach nicht praktisch durchführbar.

  436. 2471.

    Neueste drei R Werte in Berlin: 1,04 -- 0,88 -- 0,74 Gleichzeitig zunehmendes Abflachen der Kurve , seit fast 2 Wochen!
    Welche Erklärungen gibt es dafür? Lock-Down sicher nicht. Darf man von einer langsam einsetzenden Immunität ausgehen? Welche Immunitätstheorien könnten dies erklären?
    Epidemische Kurven steigen am Anfang exponentiell, der Wendepunkt kommt in der Regel, wenn eine hinreichende Immunität (welcher Art auch immer) erreicht ist (wird behauptet). Dann fällt die Kurve wieder. Epidemiologen sprechen von der Gompertz Kurve ... mal sehen ob man diese hier im November beobachten kann.

  437. 2470.

    Ich gehe naiver Weise davon aus, dass man im Krankenhaus aufgenommen wird, wenn eine ambulante Behandlung nicht (mehr) möglich ist. Dass Krankenhäuser zwecks Finanzierung gerne auch mal nicht unbedingt notwenige OP machen, davon habe ich auch schon gehört. Wie sich das bei C19-Patienten verhält, ob sie an die Beatmung angeschlossen werden, obwohl sie sich auch zuhause auskurieren könnten, das weiß ich tatsächlich nicht. Auf diesen Gedanken bin ich im Zusammenhang mit Corona auch noch gar nicht gekommen.
    Zu den Betten: Hat man im August vielleicht festgestellt, dass nicht die freien Betten zählen, sondern die, für die auch Pflegepersonal vorhanden ist? Keine Ahnung.
    Tut mir leid, ich kann Ihnen nicht weiterhelfen. Ich bin zwar auch schon mittleren Alters, war aber in den letzten 20 Jahren nicht wirklich krank - habe nicht mal einen Hausarzt…

  438. 2469.

    Ich habe Ihre Kommentare gelesen und stimme Ihnen mehrheitlich zu. Die Zahl von 20.000 Toten zum Jahresende halte ich aber für eine gewagte Schätzung. Ganz besonders im Hinblick auf die Tatsache wie großzügig und undifferenziert die COVID-19 Todesfälle vom RKI erfasst werden. RKI gibt es übrigens offen in jedem Lagebericht an.
    Jeder positiv-getesteter wird ungeachtet direkter Todesursache einfachheitshalber als C-19 Todesfall statistisch erfasst. Dies ergibt sich aus der Falldefinition des RKI (Originalzitat): (Ein COVID-19 Fall) ist):
    „Labordiagnostischer Nachweis bei bekanntem klinischen Bild, das weder die Kriterien für das spezifische noch für das
    unspezifische klinische Bild von COVID-19 erfüllt."
    So gesehen, wenn z.B. die asymptomatische Durchseuchung der Bevölkerung 50% erreicht und wir die bisherige Praxis fortsetzen, werden wir jährlich ca. 400 Tausend C-19 Opfer haben. Eine erschreckende Zahl, nicht war?

  439. 2468.

    Auf diesem Weg wäre wohl diese zweite Welle verhinderbar gewesen. Dazu hätte es aber sowas wie einer "Herdendisziplin"
    und "Herdengeduld" bedurft, die hier nicht herstellbar waren oder für nicht erreichbar gehalten wurden. Denn das Ziel, niedrig halten der Zahlen, war und ist immer an der Belastungsfähigkeit des Gesundheitswesen ausgerichtet. Dadurch ist ja erst das weitverbreitete Mißverständnis entstanden und teilweise auch geschürt worden, die Sache ist erledigt. Möglicherweise ist das ja der Unterschied zu den erfolgreicheren Staaten. Es gab genug Warnungen und geradezu prophetische Beschreibungen der jetzigen Lage. Die passten nur nicht ins Bild.

  440. 2467.

    "Zudem können auch Junge mit noch nicht diagnostizierten Risikofaktoren sterben. Darüberhinaus ist auch für junge Leute ohne Risikofaktor das eine schwere Krankheit mit teilweise monatelangen Folgeproblemen (Herz, Blutgefäße, Gehirn, Niere etc.)."

    Ich schlage vor, dass wir die gravierenden Spätfolgen bei jungen Patienten aus der Diskussion rausnehmen. Nicht, dass es diese nicht gibt oder geben kann, wir befinden uns aber bei diesem Thema im Konjunktivbereich solange es keine seriöse Studien zum Thema gibt (kann es nach 8 Monaten nicht geben). Es gibt nur bis dato einzelne Fallberichte, es liegen keine Daten über Wahrscheinlichkeit des Auftretens und keine statistische Auswertungen vor.
    Plump gesagt: auch ein Wespenstich kann bei einem Kind einen anaphylaktischen Schock mit Todesfolge auslösen, einen Grund deshalb alle Wespen auszurotten sehen wir darin nicht, und zwar nicht, weil es nicht vorkommt, sondern weil es selten Vorkommt.

  441. 2466.

    "Seit Beginn der Pandemie wird geschaut, wie viele C19-Patienten in Krankenhäusern behandelt werden müssen und wie viele freie Betten noch vorhanden sind. Diese Zahlen sind auch täglich aktualisiert abrufbar. "

    Und so sollte es auch sein. Es gibt allerdings damit ein kleines Problem.
    Weder wissen wir was für Aufnahmekriterien bei der Hospitalisierung verwendet wurden (sollte Ihnen ein Kriterien-Katalog bekannt sein, wäre ich für einen Hinweis dankbar) noch wie die Notwendigkeit der Hospitalisierung bei der Aufnahme begründet wurde. Wer als Arzt in einem Krankenhaus (das ein Unternehmen ist, dessen wirtschaftlichkeit an der Belegung gemessen wird) tätig war, wird wissen wovon ich rede. Dann gibt es noch ein Problem mit verfügbaren Betten.Weiß das Breite Publikum, dass sich die Anzahl der gemeldeten Intensivbetten im August um einige Tausend auf wundersame Weise reduziert hat? Nicht ohne Einfluss auf die Anzahl verfügbarer Betten? Ein Blick ins DIVI-Register genügt.

  442. 2465.

    Ergänzung: Würde man die Ausbreitung des Erregers einfach laufen lassen und sich nur um die Erkrankten / und die die potentiell schwer erkranken können kümmern, also z.B. nur die Risikogruppen abschotten, würde in der Nichtrisikobevölkerung der Erreger grassieren und damit die Infektionswahrscheinlichkeit exorbitant steigen. Die Freunde und Bekannten der Pfleger würden die Pfleger anstecken und diese wiederum die Alten etc. pp. Kinder und Eltern würden die Großeltern anstecken. Zudem können auch Junge mit noch nicht diagnostizierten Risikofaktoren sterben. Darüberhinaus ist auch für junge Leute ohne Risikofaktor das eine schwere Krankheit mit teilweise monatelangen Folgeproblemen (Herz, Blutgefäße, Gehirn, Niere etc.).

  443. 2464.

    Das Beste wäre in der Tat, wenn wir uns ausschließlich auf die Kranken konzentrieren würden, der Erreger selbst könnte uns dann den Buckel runter rutschen. Da aber unbemerkt symptomfreie Virusträger die anstecken können, die Erkrankungen entwickeln können, müssten wir die irgendwie auseinanderhalten. Also die etwa 20% / 25% Risikofälle abschotten. Würden also nur Kinder und Jugendliche hier leben und die Älteren und immunschwachen Jüngeren auf einer Insel müsste man die Insel streng bewachen und jeder der sie betreten will einen PCR-Test mit Quarantäne machen. Aber die die nicht erkranken werden und die, die erkranken werden / sterben, sind ja sozusagen "vermischt" in der Gesamtbevölkerung. (Besonders z.B. Weihnachten trifft sich dann das nicht gefährdete Enkelkind mit den gefährdeten Großeltern.) Würde man jeden Erkrankten mit einer simplen Maßnahme (z.B. Tablette)heilen können, wäre das Virus auch egal...

  444. 2463.

    Das Problem an der Argumentation ist die immer wieder gern genommene Exponentialfunktion. Bis auf kleine Bereiche am Anlauf von Wellen ist aber in der Realtität kein anhaltend exponentieller Verlauf beobachtet worden. D.h. schon mit diesen einfachen Regeln zur Hygiene und Abstand, ist es möglich einen anhaltend exponentiellen Verlauf zu verhindern - das finde ich ein schönes Ergebnis. Das Ziel müßte also sein, es bis fast Null neue Fälle runterzukämpfen und sich dann auf einzelne neue kleine Ausbrüche zu konzenrieren und den Rest durch die allg. Hygieneempfehlungen am erneuten Aufflammen zu hindern. So wie ich das bisher verstehe, wäre das dann wohl etwa so wie in erfolgreicheren Ländern.

  445. 2462.

    Interessantes Portrait zu der Firma Biontech, welche den Impfstoff wohl liefern soll in Zusammenarbeit mit Pfizer.
    https://www.gmx.net/magazine/wirtschaft/corona-impfstoff-biontech-unternehmen-portraet-35255758

  446. 2461.

    Die Zahl der PCR-ermittelten Symptomatischen od Asymptomatischen wird als Indikator verwendet, um festzustellen, wieiviele werden zukünftig, die Krankenhäuser belegen, und von denen kommt ein vorhersehbarer Teil auf die Intensivstation. Wer PCR-positiv ist steckt entweder niemanden an oder 1 oder 2 oder viele. Dabei kann er asymptotisch bleiben oder symptotisch werden/sein. Der Anteil der positiven zu negativen bei den PCR-Tests zeigt wie weit die Verbreitung ungefähr ist unter der Berücksichtigung wieviele Tests man macht. (Und: Da die falsch positiv-Rate bei medizinischen Tests bekannt ist wird diese rausgerechnet.) PCR-Test sind also ein Hinweis wie stark ist die Verbreitung, steigt sie oder sinkt sie, und davon abhängig ist wenige Wochen später die Intensivbettenkapazität. (Auch das Alter muss berücksichtigt werden, 3 Millionen Kinder mit Covid-19 = gar keine Intensivbetten, nur 30 Tausend 90jährige positiv dürften ITS überfordern, Kinder erkranken fast nie Alte ganz oft.)

  447. 2460.

    Zu Methoden der Diagnose und veröffentlichten Statistik... Eine akute Infektion mit Sars-Cov-2 zu diagnostizieren, würde heißen, vermehrungsfähige Viren in einem Organismus festzustellen. Wieviele solche Fälle es gab und gibt, weiß kein Mensch. Vielleicht waren es (um mal ins Extrem zu gehen ) in Berlin und Brandenburg schon eine halbe Million ... ?
    Da eine Sars-Cov-2 Infektion mutmaßlich sehr häufig (im Regelfall?) unentdeckt verläuft und weitergegeben wird, brächten aber auch sorgfältige Diagnosen kein Ende des Im-Dunkeln-Tappens über die Häufigkeit der Infektionen....
    Eine Statistik nur über Anzahl und Entwicklung von behandlungsbedürftigen Covid-19-Fällen (vermehrungsfähige Viren + charakteristische Symptomatik) müsste dagegen einfach zu führen sein, ist aber wohl nicht gewollt.

  448. 2459.

    Ein Vergleich mit anderen Todeshäufigkeiten sollte in der Tat gezogen werden, ist aber schwierig wie Sie richtig sagten. Covid-19 ist solange kein Problem, solange die Fallzahlen nicht exponentiell nach oben schnellen. Am Jahresende werden wir in D vielleicht 20 000 Tote in 2020 haben. Trotz all der Fallzahlensenkungs-Maßnahmen haben wir dann zahlenmäßig eine "schwere Grippe". (Aber Grippe hatte seitdem auch in mehreren Jahren gar keine Toten.) Grippe: Über alle Jahre der letzten Jahrzehnte grob gerechnet 6 oder 7 Tausend Tote/Jahr. Aber: die Covid-19 Zahlen gelten nur mit (!) den Maßnahmen. GB hat die Maßnahmen nur ein paar Wochen später als wir gemacht (gerechnet vom Tag der ersten erfolgreichen unbemerkten Infektion) und hat jetzt schon 50 000 Tote und steht noch vor der zweiten Welle. Zahlenmäßig muss man ja Grippe ohne Maßnahmen gegen Covid-19 ohne Maßnahmen rechnen. Und dann zeigt sich dass Covid-19 dann extrem tödlich wäre.

  449. 2458.

    "Natürlich nicht. Das Virus verbreitet sich schließlich nicht nur über erkrankte Menschen".

    Unbestritten. Hier sind wir einer Meinung.
    Darf ich Ihnen aber eine ketzerische Frage stellen? Was ist relevanter: die Verbreitung des Virus in einer vorwiegend asymptomatischen (also nicht erkrankter) Population, oder die Ausbreitung der Krankheit? Warum konzentrieren wir uns auf die Verbreitung eines offensichtlich omnipräsenten Erregers und nicht auf die Präsenz der Erkrankung obwohl das eine mit dem anderen nicht gleich zu setzen ist?
    Damit wir uns nicht missverstehen: ich bestreite nicht, dass es einen kausalen Zusammenhang gibt. Es geht mir hauptsächlich darum, dass wir die labortechnisch festgestellte Verbreitung des Erregers und nicht des (unter Umständen) daraus resultierenden Krankheitsgeschehens als Maßstab für die Beurteilung der Lage nehmen. Warum eigentlich?

  450. 2457.

    Für die RKI-Zahlen steht der Grund in der Fußnote unter der Graphik der Positivquoten.

  451. 2456.

    Ohne Fälle keine Erkrankungen, ohne Erkrankungen keine Probleme im Gesundheitswesen, also Fälle verhindern. Ich hab' so das Gefühl, es wird vom falschen Ende her diskutiert und es weiß schlicht niemand mehr, was hinsichtlich der Verbreitung in der Bevölkerung eigentlich wirklich los ist. Vielleicht sind all' die Zahlen nur noch Makulatur?

  452. 2455.

    Forts. Da war die max. Zeichenzahl erreicht.
    Aber gegen alle diese verwendeten Zahlen und Verknüpfungen gibt es durchaus berechtigte Einwände. Und auch nicht jede Frage nach dem Muster "Aber was wäre, wenn ..." ist vom Tisch zu wischen. Da aber die Einwender auch keine substantiell besser Zahlen für andere Argumentationen haben, ist durch meist die Diskussion beendet und es wird nur noch ein sinnloses an den Kopf werfen von Zahlen.
    Siehe dazu auch die sinnvolle Anmerkung im Beitrag #2452

  453. 2454.

    "Die Zahl der Erkrankten scheint von sekundärer Bedeutung zu sein."
    Ja natürlich. Seit Beginn der Pandemie wird geschaut, wie viele C19-Patienten in Krankenhäusern behandelt werden müssen und wie viele freie Betten noch vorhanden sind. Diese Zahlen sind auch täglich aktualisiert abrufbar. Menschen mit weniger schweren oder nur leichten oder gar keinen Symptomen werden nicht separat erfasst. Wozu auch? Man ist in Quarantäne und kuriert sich zuhause aus, falls notwendig. Man belastet nicht die Krankenhauskapazitäten - und nur darum geht es seit Tag 1.

    "Frage nach der wirklichen Zahl der Erkrankten (---), diese müssten doch das wahre Infektionsgeschehen wiederspiegeln, oder?"
    Natürlich nicht. Das Virus verbreitet sich schließlich nicht nur über erkrankte Menschen.

  454. 2453.

    Warum wird die Zahl der Positivquoten (s. allerletzte Graphik oben) seit dem 18.10. nicht mehr aktualisiert?

  455. 2452.

    Frage nach der wirklichen Zahl der Erkrankten (---), diese müssten doch das wahre Infektionsgeschehen wiederspiegeln, oder?
    Frage nach der wirklichen Zahl der Erkrankten ist die richtige Frage. Allerdings wird sie selten gestellt, Stattdessen werden "Corona-Fälle" gezählt, wobei Fall und Erkrankung im vorherrschenden Narrativ gleichgesetzt werden. Es kann zwar in The Lancet explizit stehen:
    "No data suggests that detection of low levels of viral RNA by RT-PCR equates with infectivity unless infectious virus particles have been confirmed with laboratory culture-based methods".
    Quelle: https://www.thelancet.com/journals/lanres/article/PIIS2213-2600(20)30453-7/fulltext - trotzdem wird weiter munter getestet und die Anzahl positiver Tests, auch bei sonst klinisch gesunden Personen wird weiter als Heiliger Grall und Dogma argumentativ benutzt. Die Zahl der Erkrankten scheint von sekundärer Bedeutung zu sein.

  456. 2451.

    Ergänzung: Ich persönlich glaube man wird uns vor Weihnachten, Mitte Dezember nur schwach aus dem Lockdown lassen, die Zahlen werden wohl nicht sonderlich gesunken sein, dann wird es im Februar nochmal einen 4-5 Wochen deutlichen Lockdown geben und mittlerweile viele viele Schnelltests durch die ein weiterer Lockdown im März/April abgewendet werden kann. Ab Sommer, falls das mit dem Impfstoff klappt, gibt es Impfungen und dann sind wir durch. Falls es im Sommer funktionsfähige Impfungen gibt, werden sich die Impfungen bis Spätherbst bei Nachzügler teils in den Winter hineinziehen, aber ein Anstieg der Fallzahlen gibt es nach dem Sommer dann nicht mehr. Falls nicht genug Leute sich dann impfen lassen wollen, sollte man im allergrößten Notfall Geldprämien für Impflinge zahlen.

  457. 2450.

    Im Frühjahr hatten wir quasi keine Masken, gleichzeitig aber einen Totallockdown der Schulen und Kitas. Gleichzeitig verbreiten sich(viel zu schleppend) Schnelltest, bei denen man innerhalb von 30 min einen Infizierten aus dem Verkehr ziehen kann. Andererseits wird es jetzt kälter(1 Grad weniger bedeutet nach Rechenmodellen 2 % mehr Infektionsfälle). Weihnachten kommen alle Generationsübergreifend zusammen(Enkel bis Großeltern), so dass Kinder, die meist symptomlos sind Alte, die hohe Sterberisiken haben, anstecken können. Im Frühjahr war der Erreger vor allem in einzelnen Clustern verbreitet (nur Skifahrer um 20 bis 40 aus Italien, die nach Bayern, Hamburg und BW heimfuhren), kaum Kinder oder Studenten etc. Jetzt sind kleinere Einzelherde in fast allen Bevölkerungsschichten regelmäßig verbreitet. Generell führt ein Lockdown auch zu Verhaltensänderungen, je nach Angstgefühl jeweils anders sich auswirkend. Vieles ist anders heute als im Frühjahr, keine Ahnung wie das wird.

  458. 2449.

    genau so sehe ich das auch. Eine Null-Fälle-Politik ist nötig, wie wir es bei der Tuberkulose ja auch machen. Seit Menschengedenken gibt es Tuberkulose, aber seit Jahrzehnten müssen wir immer nur mal ganz selten eine Schulklasse zumachen oder ein Büro, falls dort ein Fall entdeckt wird. Es laufen ja immer ganz vereinzelt Leute mit offener Tuberkulose rum. Ärzte begegnen alle paar Jahre mal einem Einzelfall. Gleiche Maßnahmen wie bei Covid-19: Quarantäne mit Tests für Kontaktpersonen und Isolation für den Infizierten wird vom Gesundheitsamt angeordnet. Anders ist lediglich die Dauer der Behandlung des Infizierten (kann 6 Monate dauern). Durch das Maskentragen reduzieren wir die Ansteckungswahrscheinlichkeit von unerkannten Covid-19-Erkrankten auf (grob übers Knie gebrochen) Tuberkulosegefahr. Also: es ist möglich, aber die Entscheidung bis 50 Fälle auf 100 000 Einwohner nichts zu tun ist eben eine andere Politik, die Menschenleben fordert und immer wieder neue Lockdowns heraufbeschwört.

  459. 2448.

    Danke für Ihre Erläuterungen, die mir schon vorher klar waren. Ich frage aber nach einen Referenz-Wert, den es leider nicht ausreichend gibt. Vergleich zu ähnlichen Krankheiten / Verläufen, so werden nach meiner Meinung nach nur wieder Zahlen erhoben, die nicht aussagekräftig genug sind. Ob also die Massnahmen in Ganzen D-weit zu einer geringeren Fallzahl / 100000 beitragen? Anderes BS: Krebstote pro 100000: Schw. 231,6 / D. 248, hat nun Schweden die bessere Krebsvorsorge oder Behandlung?(Stand 2017) Lebenserwartung einer gesunden Frau von 65Jahren in Schw./D.: 15,8/ 12,2, bei gesunden Männer 65 in Schweden. /D: 15,6 / 11,5........Zahlen halt. das meinte ich mit der Aussagekraft. das eine 2.Welle einer Pandemie stärker ist, kann man bei führeren Pandemien nachlesen. Aufklärung stand Angst ist das bessere Motto, halt der Weg der Schweden.

  460. 2447.

    Da sehe ich offen gestanden schwarz, hier wird ja immer noch oder schon wieder über die Zumutung Maske diskutiert....

  461. 2446.

    Das ist mir klar, ich bin ebenfalls kein Jurist, der die epidemiologische Lage laut Infektionsschutzgesetz beurteilen kann! Aber uns beide scheint doch die Frage nach der wirklichen Zahl der Erkrankten zu verbinden, diese müssten doch das wahre Infektionsgeschehen wiederspiegeln, oder?

  462. 2444.

    Sollte, wie sie angeben, die Anzahl der intensivmedizinisch Erkrankten( sie beziehen sich ja auf meinen Kommentar) dann tatsächlich die der wirklich an Covid 19 Erkrankten darstellen, haben wir laut Infektionsschutzgesetz keine epidemiologische Lage mehr. Oder irre ich mich?

  463. 2443.

    Ergänzung: Der Einfluß einer Impfung wäre wohl nächstes Jahr eher vernachlässigbar (kam irgendwann die letzten Tage über mehrere Medien). Also wäre eine Strategie zur Pandemiekontrolle in Deutschland für mindestentens das nächste vollkommen unabhängig von der Verfügbarkeit eines Impfstoffes zu erstellen und durchzusetzen. Sehe ich das als grobe Linie richtig?

  464. 2442.

    Wenn man den Trend oben in den Plots für die Neuinfektionen als Fakt nimmt, dann wären wir jetzt etwa am Maximum der Neuinfektionen. Wenn es ähnlich wie im Frühjahr läuft, dann sollte jetzt ein Abfall in etwa doppelt so langer Zeit wie der Anstieg folgen. Über den Daumen gepeilt wäre das also Ende Dezember/Anfang Januar. Dann würde wieder die Frage nach wesentlichen Lockerungen anstehen wie im Frühjahr. Also müßte mit Anfang des nächsten Jahres eine passende Strategieänderung gemacht werden und auch der Bevölkerung vermittelt werden. Finde ich machbar. Wenn das noch in ganz Europa abgestimmt werden muß, finde ich das nicht umsetzbar. Meinungen?

  465. 2440.

    Ich kann mich dunkel erinnern, daß es ähnliche Vorschläge Anfang des Jahres gab. Könnte Prof. Kekulé gewesen sein. Kurzer aber straffer Lockdown, Herde identifizieren und isolieren und nach erfolgreicher Bekämpfung der Herde auf möglichst Null halten. Ist aus der Erinnerung, muß nicht genau stimmen.

  466. 2439.

    Ich verstehe das so: Das neue Coronavirus wird man nicht einfach weltweit ausrotten und in dem Sinne wird es bleiben. Also auf dem niedrigen Niveau wie in den von Ihnen zitierten Staaten und nicht so wie momentan z.Bsp. in Europa. Ich denke, daß die Staatsform eher nebensächlich ist. Eher Staaten zu erwähnen, die als Demokratie hier gelten, hat wohl eher politische Gründe, da politische Entscheider die anderen Beispiele eher ablehnen würden.

  467. 2438.

    was ich damit sagen wollte, wir sollten uns nicht auf ein Dauerverweilen des Virus einstellen, weil dies nicht notwendig ist, aber zugleich auch durch kluge Maßnahmen einen Lockdown, der schädlich ist vermeiden. Bei z.B. massenhaften Möglichkeiten zum Selbst-Schnelltest kann jeder der Zähneputzen kann (ein Selbsttest ist nicht schwerer als Zähneputzen) wenn er das erste mal hustet eine Schnelltest machen und sich sofort isolieren, falls er positiv ist. Auch wenn die Schnelltests nicht ganz so supersicher wie PCR-Tests sind, so geht es ja nur darum, die meisten (!) Infizierten aus dem Geschehen herauszunehmen. Dadurch reduziert sich der R-Wert deutlichst unter 1 und nach ein paar Monaten sind wir die Epidemie los. Jeder der zu irgendwelchen Massenveranstaltungen geht (Kino, Disko, Theater, Schule) kommt nur rein bei negativem Schnelltest. Masken können die Fallzahl zu senken dann noch beschleunigen. Und die Leute haben ihr Leben und ihre Mündigkeit wieder zurück.

  468. 2437.

    Falsch! Corona ist nicht gekommen um zu bleiben. Das erzählt nur unsere faule Regierung, die immer wieder bagatellisiert hat, keine Grenzen geschützt hat (Quarantäne bei Einreise), gegen Masken sich ausgesprochen hat im Frühjahr, sich auch damals ebenso wenig um Masken gekümmert hat, wie jetzt um breite Mengen an Schnelltests. Man kann eine ganze Liste aufmachen was diese Regierung falsch gemacht hat. Japan, Urugay, Taiwan, Südkorea, Australien, Neuseeland haben entweder seit Wochen null Fälle oder sind auf dem besten Weg dahin. Alles Demokratien, aus unterschiedlichen Kulturkreisen mit unterschiedlichen Mitteln, aber eben mit wissenschaftlichen Mitteln. Schwellenländer wie Thailand oder dichtbesiedelte Städte wie Singapur und Hongkong sind extrem erfolgreich, oder kommunistische Diktaturen wie Vietnam und China. Alle null oder fast 0 Fälle. Besser als Lockdowns sind breit angelegte Tests, geeignete Maßnahmen an Schulen und Kitas etc. aber da hat d Bundesregierung wieder geschlafen.

  469. 2436.

    Zu 1) Keine Ahnung, wie ändern oder was die Ursache ist
    2-4) Sinnvolle Grundlage für Diskussionen - gibt aber sicher viele durchaus sehr konträre Meinungen dazu

  470. 2435.

    Genau: bei Großbritanien kann einen das kalte Grausen packen - 50 000 Tote (61 Millionen Gesamtbevölkerung). Und das politisch und weitestgehend auch kulturell genauso funktionierende Neuseeland: nur 25 Tote ( 5 Millionen Gesamtbevölkerung).
    Ganz entscheidend ist m.E. was die Regierierung für eine Strategie hat. Hätte unsere Regierung gesagt: Seht her beim Fall Webasto haben wir den gesamten Infektionsherd ausgetreten und das machen wir immer so - wir wollen eine Null-Fälle-Politik machen, wären mittelfristig Lockdowns nicht mehr nötig gewesen, selbst wenn wir keine Impfstoff bekommen. In Taiwan, die alles richtig gemacht haben, war der Lockdown im Frühjahr sehr viel lascher als bei uns. Es hätte eben einfach eine andere Politik gemacht werden müssen in sehr sehr vielen Dingen dieser Pandemie (Masken, Grenzen, Quarantäne, Kinder und das alles zur richtigen Zeit).

  471. 2434.

    Ein paar Feststellungen:

    1.) In der Diskussionsrunde gibt es einen eklatanten Männerüberschuss. Interessant.

    2.) Zugegeben: Ländervergleiche bringen nicht viel und man verzettelt sich leicht. Hier aber noch ein Vergleich: Weißrussland ist das erfolgreichste europäische Land in der Pandemiebekämpfung. Außer der Empfehlung mit Wodka zu gurgeln, gab es keine Verordnungen oder Anstrengungen. Und trotzdem nur 11 Covid-Tote pro 100000 Einwohner. Nachahmung nicht empfohlen.

    3.) Wir müssen auf die Situation hier und jetzt schauen: Das neue Virus ist gekommen, um zu bleiben. Ein schärferer und langanhaltender Lock-Down wäre extrem schädlich und zwar dauerhaft und auf vielen Ebenen. Gleichzeitig beginnt bei uns nun die Hochsaison der Corona-(und anderer)-Viren. Jede Lockerung bringt ziemlich sicher wieder mehr Ansteckungen …

    4.) Akzeptanz für die Maßnahmen in der Bevölkerung nimmt ab. Verunsicherung und Misstrauen nimmt zu.

  472. 2433.

    <<Was Soll diese Zahl der Sterblichkeit auf 100000 aussagen?>> Das zeigt in etwa wie erfolgreich eine Regierung beim Schutz der Bevölkerung war. Die erwähnte Sterblichkeit meint (das hätte ich deutlich sagen müssen) nicht etwa die Tote je Infizierte, sondern die Anzahl der Toten je 100 000 Personen aus der Gesamtbevölkerung. Die USA und Großbritannien stehen im Vergleich auf 100 000 Personen z.B. etwa gleich da, daher sind beide gleich (un)erfolgreich. Viele asiatische Staaten haben Superwerte (Japan nur 1,45 Tote auf 100 000 der Gesamtbevölkerung, also nur etwa 1500 Tote auf 125 Millionen Personen Gesamtbevölkerung).

  473. 2432.

    Ja so sehe ich das auch. Ich finde ebenso wie Sie dass man möglichst wenig Änderungen machen sollte und möglichst wenige aber sinnvolle Maßnahmen, die jeder versteht und wie Sie sage, lange durchhalten. Schweden aber auch Neuseeland haben den Vorteil dass sie die Leute nicht jede Woche anders "rumkommandieren" wie hier in Deutschland. Die richtige Kommunikation wäre erforderlich gewesen, das wurde nach meinem Eindruck vollkommen verpasst. Aber in den europäischen Ländern eben auch wissenschafliche Kenntnisse zur Kenntnis nehmen-das fand in Schweden und Deutschland (siehe Maske und gleiche Empfänglichkeit auch bei Kindern) auch nicht ausreichend statt. Die Schweiz war ab Mitte September auch ein gutes Beispiel wie man es nicht macht. Kaum waren die Zahlen 14 Tage gesunken, wollten einige schon wieder die so effektiven Masken abschaffen. Anstatt wie erfolgreiche Länder zu warten bis man auf 0 Fälle ist. Jetzt geht aber die Schweiz krass nach oben mit den Fällen.

  474. 2431.

    Verzeihung, da hat was geklemmt. Wir haben es repariert, jetzt sollte alles stimmen.

  475. 2430.

    ...wegen Schweden, ja ist wohl so das auf 100000 Einwohner eine höhere Sterblichkeit gibt als zb in Deutschland Wir reden ja von etwas über 6000 auf 10 Millionen Einwohner. Was Soll diese Zahl der Sterblichkeit auf 100000 aussagen? Es gibt keine plausible Referenzgrösse, Ich habe gestern eine Doku zum Thema Corona angeschaut, unter anderen hat ein Experte der von der Bundesregierung im September mit zu den Beratungen einbezogen wurde dargelegt, von den mit Corona erkrankten Patienten auf der ITS 6 bis 8 Prozent versterben, Patienten mit einer Lungenentzündung auf der ITS 8 bis 13 Prozent versterben. Schauen Sie sich gerne mal diese Doku an, ARTE.tv, Corona Sicherheit oder Freiheit. Empfehlenswert !
    Hoffen wir mal auf bessere Zeiten und weniger Fallzahlen.

  476. 2429.

    Ich musste die Seite bestimmt 20 mal aktualisieren, dann waren die Pfeile endlich richtig.

  477. 2428.

    Ist mit den blauen Balken, Pfeilen und Zahlen alles in Ordnung? Oder versteh ich etwas nicht?

  478. 2427.

    Hallo Björn,
    danke für die Anregung, wir nehmen die mit in unsere Diskussionsrunden.
    Viele Grüße,
    das Team von rbb|24

  479. 2426.

    Vergleich Bayern und Berlin Fallsterblichkeit: Die Fallsterblicheit ist abhängig vom Alter. Man müsste sich also das Alter der nachgewiesenen Infizierten ansehen. Aus den Zahlen ließe sich vermuten, dass die Infizierten in Bayern älter sind als in Berlin. Das war am Anfang der Epidemie im Vergleich Deutschland mit Frankreich auch so. Während in Deutschland nur die kerngesunden relativ jungen Skifahrer (Italien, Skiurlaub) und kerngesunde Karnevalsteilnehmer(nächtliche Eskapaden in Diskotheken unter Alkohol beim Karneval) sich infizierten, waren in anderen stark betroffenen europäischen Ländern oft schon viele Alte betroffen. In Italien und Spanien leben die Jungen und Alten sehr oft im gleichen Haushalt. Junge Bayern haben vermutlich mehr Kontakte zu ihren älteren Familienmitgliedern, in Berlin steckt sich eher nur die junge Single- und Partyjugend an, ohne mit den Alten zusammenzuwohnen und diese zu infizieren, da sie diese ja seltener treffen.

  480. 2425.

    Gerade mal die Beispiele durchgesehen. Sind schon etliche Länder von den Ergebnissen besser als hier.
    Ich sehe da aber ein gravierendes Randproblem. Wie sollten Sie hier bei der freiheitlich westlich demokratisch erzogenen Bevölkerung viele der Maßnahmen wirklich durchsetzen, die andere Länder angewendet haben bzw. noch anwenden?

  481. 2424.

    Da stimme ich zu, einige Länder, besonders in Asien, finden offenbar deutlich bessere Antworten auf die Pandemie, als wir hier in Europa und auch Amerika. Ich denke, sie reagieren dort konsequenter und nachhaltiger. Vielleicht liegts auch ein wenig an der Mentalität der Menschen (wertungsfrei gemeint). Dürfte zum Teil aber auch daran liegen, dass die Regierungen und die Bevölkerung bereits Pandemieerfahrung sammeln konnte, vor nicht allzu langer Zeit.

    "Lockdown-light" - schon das Wort - ist doch nur Geflüster in einer lautstarken Pandemie, hört die das überhaupt? Allerdings benötigen Maßnahmen Akzeptanz, sonst kann man sie sich gleich sparen, ein politischer Eiertanz. Na, vielleicht bringt er ja tatsächlich die Zahlen ausreichend weit runter. Ich habe da irgendwie meine Zweifel, muss aber gestehen, dass ich mich als Berufspessimist sehr gerne im Lauterbachmodus befinde.

  482. 2423.

    Es ging mir mehr um die Idee für Maßnahmen, die lange halten. Wie gesagt, der Maßnahmenmix in Schweden war noch nicht ideal.
    Wenn Sie z.Bsp. auf https://www.worldometers.info/coronavirus/ mal Europa ansehen und nach den Spalten Tote/1M oder Fälle/1M sortieren, sehen Sie allerding auch, daß es (aktueller Stand) schon um einiges schlechter geht als Schweden - etwas blöde Formulierung, Sie verstehen hoffentlich.

  483. 2422.

    Im Prinzip beantwortet doch die obige Graphik zu den Erkrankten im Krankenhaus Ihre Fragestellung. Das sind in etwa die Patienten, die wirklich starke klinische Erkrankungen zeigen. Bevor der Einwand kommt: Ja, da sind natürlich auch Patienten erfaßt, die noch anderer Erkrankungen haben, die auch durchaus der primäre Grund für den Krankenhausaufenthalt sein können. Aber die Zahlen sind wohl momentan die besten systematisch erfaßten Zahlen zu Ihrer Frage.
    Zur Übersterblichkeit gab es glaube ich schon mal einen Artikel hier. Das wäre dann eine Frage an die Redaktion, ob man den mal auf aktuellen Stand bringen kann und erneut veröffentlichen könnte.

  484. 2421.

    Südkorea und Taiwan sind schon etwas "asiatischer" gestrickt im Staatsverständnis als Deutschland. Neuseeland hätte den Vorteil der Insellage - aber das hätten UK und Irland eigentlich auch - ist aber vom Staatsverständnis sehr britisch, also wahrscheinlich recht gut mit europäischen Staaten vergleichbar.
    Nur als Erweiterung und Anmerkung, nicht als abwertende Kritik verstehen - die Staaten tun schon etwas wesentlich richtiger als europäische Staaten in Bezug auf die Kontrolle einer Pandemie.
    Ich würde da gern auch Australien hinzufügen. Da gab es zwar auch zwei ausgeprägte Wellen, aber die auf die Bevölkerung normierten Zahlen sind schon um einiges besser als in Europa.

  485. 2420.

    Es geht nicht um Schweden, lieber Björn. Worum es gehen würde, wäre zunächst mal Nachhaltigkeit in der Pandemiebekämpfung. Man kann nicht über Monate und vielleicht Jahre eine Gesellschaft mal wie eine Maschine hoch- und wieder runterfahren, je nachdem wie schlimm die Fallzahlen gerade sind und sich dann über die enormen Schäden wundern. Alles was nicht evidenzbasiert ist und/oder einen sehr breiten Konsens in der Bevölkerung findet und sehr lange durchgehalten werden kann, hat nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Wenn es Episoden geben würde, die stärkere Einschränkungen verlangten, müssten deren Ende klar und verbindlich kommuniziert werden... etc. Nachhaltigkeit in der Pandemiebekämpfung kann ich in Deutschland gerade nicht erkennen. Wohl aber gesteigerte Depression, Aggression, Angst, Einsamkeit, Misstrauen, Verlust des Broterwerbs etc...

  486. 2419.

    Schweden ist recht wenig erfolgreich. 59,14 Tote auf 100 000 Einwohner. Deutschland vor der zweiten Welle: 13,76. Beide europäischen Länder haben ihre Grenzen nicht rechtzeitig kontrolliert, und Falschmeldungen verbreitet: Masken nützen nichts und erzählt Kinder seien wenig von Bedeutung bei der Epidemie. Urugay oder Japan haben ihr Bevölkerung richtig informiert. Urugay hat nur 1,8 Tote je 100 000. Dort hat man die Grenzen frühzeitig kontrolliert und den Leuten genau erklärt wie die Übertragung des Erregers funktioniert. Absolut erfolgreich das Land! Wir hingegen sehen eine Bundesregierung, die Schnelltests verhindert anstatt zu fördern. Japan mit der ältesten Bevölkerung der Welt hat nur 1,45 Tote pro 100 000. Weil dort die richtigen Entscheidungen gefällt wurden. Europäische Politiker haben versagt, deshalb müssen Menschen sterben. Quelle: Wikipedia: COVID-19 pandemic by country and territory

  487. 2418.

    Täglich grüsst das Murmeltier! Tausende PCR Tests jeden Tag! Aber wo bleibt die Auflistung der wirklich Erkrankten? Vielleicht sollten mal die Sentinentelproben zu Hilfe genommen werden! Und bitte mal eine Berechnung der Übersterblichkeitsrate im Schnitt zu den anderen Jahren! Vergleiche sind doch mal Interessant und zeigen wo wir wirklich stehen!

  488. 2417.

    Ländervergleiche zeigen dass Demokratien wie Taiwan (7 Tote), Südkorea (500 Tote nach der zweiten Welle), Neuseeland (25 Tote nach der zweiten laschen Welle) einfach besser verstehen wie eine Epidemie funktioniert als zum Beispiel Deutschland (10 000 Tote vor zweiter Welle).

  489. 2416.

    Im Prinzip schon eine Idee, aber eben schwierig umzusetzen ohne Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Die ursprüngliche Idee in Schweden finde ich schon ganz gut. Es ging ja darum: Wie muß ich die Maßnahmen anlegen, um das notfalls SEHR lange durchzuhalten ohne dauernd was an den Maßnahmen zu ändern. Allerdings war wohl der getroffene Maßnahmenmix in Schweden noch nicht die ideale Antwort für nahezu beliebig lange Zeit.

  490. 2415.

    Hallo Ivo, klar, Entwicklungen in verschiedenen Regionen miteiander zu vergleichen, ist immer eine sehr wacklige Angelegenheit. Wenn aber das zirkulierende Virus (fast) überall dasselbe ist (ist das so?) und auf der anderen Seite z.B. Bevölkerungsstrukur, Umweltbedingungen und Gesundheitssysteme auch vergleichbar sind, können Vergleiche schon zu (vorsichtigen) Erkenntnissen führen.
    Die USA und Deutschland etwa haben völlig verschiedene Gesundheitssysteme und die Leute sind auch anders. Z.B. Übergewicht... Schweden und Deutschland sind schon ähnlicher ...

    Die Frage ist auch nicht, ob die Maßnahmen vordergründig etwas bringen (das tun sie wohl, wie jede Holzhammermethode), sondern wie man sie wieder los wird, ohne dass sie allzuviel Schaden angerichtet haben und ohne dass nach ihrer Aufhebung die Epidemie wieder umso stärker ausbricht. Im übrigen flacht gegenwärtig "die Kurve" seit zirka einer Woche unabhängig vom "Lock-Down-light" ab...

  491. 2414.

    > Was sagt uns dies über den Erfolg strenger Maßnahmen mit Strafandrohung?
    Nichts. Ähnlich hinkender Vergleich: China ist weitgehend coronafrei. Dort darf man nicht einmal demonstrieren. Was sagt uns das über den Erfolg freiheitlicher Demokratien? Ländervergleiche sind sehr problematisch, es gibt unzählige Faktoren, die hier eine Rolle spielen, angefangen von Bevölkerungsdichte, Altersstruktur, Bevölkerungszusammensetzung, Sozialdenken, Strafmaße, unterschiedliche Begrüßungskulturen, Klima, ...

  492. 2413.

    Ähnliche Effekte gab es schon im Frühjahr. Die Länder mit sehr hohen Fallzahlen/Sterblichkeiten in Europe hatten auch die strengsten Einschränkungen. Auch da gab es schon einmal eine Diskussion was bei dieser Korrelation die Kausalität ist. Man hatte damals nach meiner Erinnerung die Kausalität hohe Fallzahlen/Steigerungen -> harte Maßnahmen gezogen. In Anbetracht von harten Maßnahmen und niedrigen Zahlen in Teilen von Asien fand ich das nicht so abwegig, daß die Härte der Maßnahmen nicht die Ursache war.

  493. 2412.

    Auch auf der Darstellung zum DIVI-Register hier https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/coronavirus-echtzeit-karte-deutschland-landkreise-infektionen-ausbreitung deutet sich ein kurz bewvorstehendes Maximum bei der Belegung an. Wenn das so Bestand hat, wäre das Maximum beim Krankenhaus doch recht nah hinter dem Maximum der Neuinfektionen - wäre positiv. Da das noch nicht wirklich eine Folge des Lckdowns sein kann, würde der Lockdown "nur" noch ein Beschleuniger der Entwicklung sein. Meinungen? Andere Kenngrößen dazu?

  494. 2411.

    Hallo Gerhard,
    es wäre schön, wenn die beschriebenen Regionen genau nebeneinander liegen würden. Ansonsten ziehen schon Vergleiche unter Bezirken in Berlin oder Kreisen in Brandenburg genauso wenig. Ein Virus hat halt seine eigenen, verschlungenen Wege und ein interregionaler Vergleich ist extrem schwierig und unzuverlässig. Ein Extrembeispiel gegen ihre Argumentation wäre Deutschland vs. USA.

    Ich denke es ist sinnvoller die Zahlen innerhalb einer Region zu betrachten und nach 2-3 Wochen zu überprüfen, wie die Fallzahlen auf die Maßnahmen reagieren und hier sehe ich ein abflachen der Kurven. Jetzt hoffe ich auf einen Rückgang der Zahlen.

  495. 2410.

    Die Zahl der Erkrankten im Krankenhaus und der ITS-Patienten scheint auf den Graphiken hier auch langsam dem Maximum zuzustreben und zeigt eine zunehmende Abflachung. Das wäre schön. Gibt es dazu genauere Erkenntnisse?

  496. 2409.

    Vergleich Schweden mit Berlin u. Brandenburg:

    Quelle: https://www.covidlake.com/covid/index/entity?entityId=212

    In Schweden (zirka doppelt soviele Einwohner wie Berlin u Brandenburg insgesamt und ähnliche Besiedelungsstruktur: sehr dichte Gebiete und sehr locker besiedelte) gab es seit Anfang Oktober bis 10. November eine Zunahme von zirka 150 Covid-Fällen in der Intensivbehandlung.
    In Berlin und Brandenburg dagegen zirka eine Zunahme um 300 Fälle (siehe hier "Intensivmedizin")
    Die Region Berlin und Brandenburg hat also bezogen auf die Bevölkerungszahl zirka 4mal mehr Covid-Einlieferungen in die Intensivstationen als Schweden, ein Land in dem es keine Maskenpflicht gibt, und keine strafbewehrten Lock-Down-Anordnungen, sehr wohl aber Empfehlungen zur Eindämmung. Was sagt uns dies über den Erfolg strenger Maßnahmen mit Strafandrohung?

  497. 2408.

    Fallsterblichkeit in Berlin (dicht besiedelt, weniger strenge Maßnahmen): ca. 0,7%.
    Fallsterblichkeit in Bayern (weniger dicht besiedelt, strengere Maßnahmen): ca. 2,1 %
    (Quelle RKI Dashboard plus Taschenrechner)

    Also nach 7 Monaten Pandemie trotz strengeren Anordnungen und relativ lockerer Besiedlung dreimal höhere Fallsterblichkeit in Bayern als in Berlin. Was sagt das über die Wirksamkeit strenger Maßnahmen?

  498. 2406.

    Da ich jetzt 14 Tage mal nicht geschaut habe, großes Lob an euch.

    Eure Zahlen für Cottbus sind wenigstens die selben, wie von Cottbus gemeldet.

    Kritisch muss ich jedoch eure Form des "investigativen Journalismus" betrachten. Immer noch will niemand erklären, warum für Cottbus eine Latenz von "unseren" Zahlen zu den Zahlen des RKI herrscht, die weit mehr als 4 Wochen sein muss.

    Laut RKI ist Cottbus jetzt wieder bei unter 50 Fällen in 7 Tagen. Seeeeehr glaubwürdig und müsste doch jedem Beteiligten die Tränen in die Augen treiben.

    mfg

    p.s.

    Im Zweifel muss die Presse die Verantwortlichen auch mal mit Namen nennen. Sonst verliert man die Glaubwürdigkeit doch komplett. (viel ist bei einigen Menschen davon sowieso nicht mehr da)

  499. 2405.

    Danke für den Tipp mit der ARTE Doku.
    War sehr interessant. Wollte sie weiterempfehlen.
    Leider war sie ab ca. 23:30 Uhr nicht mehr verfügbar.
    Oops!

  500. 2404.

    ..neuer Tageshöchststand, wieviele Nachmeldungen vom WE oder Rückstau fließen da mit ein? Denke aussagekräftig ist wohl der 7.Tage Trend. Heute läuft gerade auf ARTE eine interessante Doku , Titel Corona Sicherheit contra Freiheit, wenn Ihr Euch fragen stellt, schaut Euch diese Doku an. Auch noch in der Mediathek von ARTE dann abrufbar.. schönen Abend

  501. 2403.

    Aktuell zur Aufrechterhaltung des Regelunterrichts etwas aus Sachsen-Anhalt gefunden: https://www.gmx.net/magazine/regio/sachsen-anhalt/quarantaene-faelle-schulen-wechseln-fernunterricht-35249504
    Gibt es in der Zwischenzeit eigentlich eine klare Richtlinie für das weitere Vorgehen bei Schulen in Brandenburg oder in Berlin?

  502. 2402.

    Vielleicht kann man zumindest für den Anstieg daraus ein Glaskugel konstruieren:
    https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rsif.2020.0518

  503. 2401.

    Interessanter Fachartikel (Review) zur Modellierung der Anfangsphasen von Epidemien.
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5348083/
    Im allg. passen sub-exponentielle Modelle besser zur Realität als ein exponentieller Ansatz.

  504. 2400.

    Einige unser Nachbarn scheinen den Scheitelpunkt bei den Neuinfektionen deutlich überschritten zu haben.
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/netherlands/
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/belgium/
    Es wäre interessant, dort jetzt die Entwicklung der Hospitalisierungrate, ITS-Belegungen und Todesraten zu verfolgen. Das wäre zumindest eine kleine Glaskugel für die demnächst hier zu erwartende Entwicklung.

  505. 2399.

    Ja und Nein. ;-)
    Von den täglichen "Rekordmeldungen" der Medien halte ich auch nichts. Bei diesen Zahlen ist kein üblicher Wochengang rausgerechnet und sie sind nur scheinbar genau. Sinnvoll würde ich finden auf Wochenbasis Zahlen zu nennen, da dann im Prinzip alle Meldungen auch eingehen und die Zahl mehr Aussagekraft hat. Siehe auch hier auf der Seite die Graphen mit der 7-Tage-Glättung.
    Im Hinterkopf muß man immer haben, daß es eine hohe Dunkelziffer gibt an nicht Erkrankten (asymptomatisch und subklinisch). Deshalb kann man die genaue Zahl sowieso nicht auf die Goldwaage legen. Sinnvoll ist sie trotzdem. Über die betrachteten Zeiträume von 1-2 Monaten und bei etwa gleich hoher Probenzahl, ist davon auszugehen, daß das Verhältnis aus Diagnostizierten und Dunkelziffer etwa gleich bleibt, d.h. die Zahl der positiv Getesteten ist ein sinnvolles Maß für die Anzahl der wirklich gesamt Infizierten.

  506. 2398.

    Interessanter Text mit Blick auf die Zahlen:
    https://www.sueddeutsche.de/bayern/schongau-klinik-coronavirus-tod-ermittlungen-1.5106786


    Und mal als Vergleich wie unterschiedlich die Prioritäten bei der Prävention verteilt sind. Bis zu 40000 Tote durch Krankenhauskeime im Jahr:
    https://taz.de/Mangelnde-Hygiene/!5047524/

    Und was tut man,um diese zu vermeiden? Reserveantibiotika in der Massentierhaltung zulassen..:
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/steak-oder-leben-a-d77c3a88-8850-4d20-9484-563220b3bca8

  507. 2397.

    Ne Glaskugel hat keiner. Aber, wenn man mal die Entwicklung der Fallzahlen seit Anfang Oktober betrachtet und die Kurve mit der anderer europ. Nationen vergleicht - die teilweise mit den Maßnahmen schneller waren, als die BRD -, so könnte man ungefähr abschätzen, dass wir am Jahresende in Berlin bei ca. 80.000 Fällen angekommen sind.
    Selbst wenn die Dunkelziffer nur zweimal so hoch wäre, käme man damit auf etwa 160.000 bereits infiziert Gewesene. Das sind dann 2 % der Berliner (und noch mehr Neuköllner), die schätzungsweise immun sind.
    Die Immunabwehr gegen SARS2 steigt aber währenddessen latent auch bei den anderen Leuten, wie Drosten bereits im Mai vermutete. Insgesamt könnte die R-Zahl, die ja immer noch auf Hunderstel genau berechnet wird ( ;-) ), damit bald unter 1.0 sinken. Hoffnungsfrohe Aussichten!

  508. 2396.

    Für mich sind die Zahlen gar nicht mehr aussagefähig, wenn, so wie heute, viele Gesundheitsämter gar keine Zahlen übermitteln.
    Ich fände es besser, wenn nur an den Tagen Zahlen veröffentlicht werden, an denen Daten von ALLEN Gesundheitsämtern vorliegen.

  509. 2395.

    Die langfristige Strategie......
    Erst einmal alle Regeln auf den Prüfstand.....haben sie was gebracht .... in der Praxis.... wenn nicht raus damit.
    Jede neue Regel hat durch das Parlament zu gehen begleitet von Virologen, die abschätzen steht das Verhältnis von Aufwand/Einschränkung zum nutzen in einem vernünftigen Verhältnis.
    Und dann zurück zur ursprünglichen Regel....da wo man keinen Abstand einhalten kann eine Maske also z.B. Öffis, aber nicht Rund um die Uhr.... um Mitternacht klappt das recht gut mit dem Abstand.
    Dazu erhält jeder der es will die Möglichkeit sich selbst zu schützen. Wieder zurück zur Eigenverantwortung !
    Wenn man die Bevölkerung inzwischen in jedem Bereich bevormundet, kann man nicht auf Eigenverantwortung hoffen sondern eher auf Ablehnung.

  510. 2394.

    Wie könnte eine solche langfristige Strategie aussehen? Das weiß im Moment wohl niemand so wirklich. Jeder schütze sich selber so gut er eben kann (und will), mit dem positiven Nebeneffekt, andere nicht zu gefährden? Einfach laufenlassen und das Beste hoffen? Also quasi ein ethisch zweifelhaftes Massenexperiment (Stichwort Herdenimmunität)? Wo ist der Mittelweg, den zumindest die Mehrheit mit- und erträgt? Covid hat wie mit einem Brennglas gezeigt, wo es im Ernstfall hakt. Da muss sicher einiges passieren, Beispiel Schule, Verwaltung pp.. Aber das ist Zukunftsmusik...

  511. 2393.

    ..habe ich auf den Corona Ticker bei NTV heute gelesen, Stand 15.06Uhr war die Meldung dort erschienen.
    Gleiche Strategie wie im Frühjahr, erstmal klein Anfang und sagen, wir schauen mal und am Ende steht der große Donnerschlag. Und Wesen Schuld wird das sein? Natürlich sind wir es, oder doch das Virus, weil es sich nicht an Spielregeln hält? Ich weiß das nicht...Kopf hoch und gesund bleiben.

  512. 2392.

    Ja genau so hat es Merkel gesagt ..... und nun noch ein paar Wochen zurück erinnern....
    Impfpflicht soll es nich5 geben ..... und nach Umfragen wollen sich nur 40-50% impfen lassen.

  513. 2391.
    Antwort auf [Peterchen] vom 08.11.2020 um 19:57

    Guten Abend,
    kann es sein, dass Sie sich im Datum vertan haben? Am 1.11. gab es 362 Neuinfektionen.
    Beste Grüße aus der rbb|24-Redaktion

  514. 2390.

    Daß mit der Grippe klingt doch gut. Also eine ausgewachsene Grippewelle wäre jetzt nicht so gut.
    Zu den ITS: Naja, die wirklich schweren COVID-19-Fälle haben schon etwa doppelt so lange Behandlungszeit dort wie bei Influenza. Das zehrt sicher schon kräftig an den Kapazitäten. Daß oft nicht genug Personal verfügbar ist, liegt halt an Entscheidungen der Vergangenheit (höchstens, die sind auch erkrankt, kenne den Anteil aber nicht) - das waren Fehler, aber die Diskussion bringt akut keinen Vorteil, da ausgebildetes Personal deshalb nicht plötzlich vom Himmel fällt - das wird für die Aufarbeitung wichtig und sollte nicht in Vergessenheit geraten.

  515. 2389.

    Noch nicht gehört. Wenn das genau so gefallen ist, überzeugt mich das nicht wirklich als alleinige Strategie. Sicher, daß da nicht mehr gesagt wurde?

  516. 2388.

    Zitat https://grippeweb.rki.de
    Zusammenfassung der Woche 44/2020
    "Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzte Rate von Personen mit einer neu aufgetretenen akuten Atemwegserkrankung (ARE, mit Fieber oder ohne Fieber) ist in der 44. Kalenderwoche (KW) (26.10. – 01.11.2020) im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben (3,3 %; Vorwoche: 3,3 %). Die Rate der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI, definiert als ARE mit Fieber) ist im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken (0,2 %; Vorwoche: 0,3 %). Die Gesamt-ARE- und Gesamt-ILI-Rate liegen mit einer Ausnahme weiterhin deutlich unter den Vorjahreswerten zum gleichen Zeitpunkt."
    Gleichzeitig wurde der "Lock-Down-Light" beschlossen, weil eine Überlastung der ITS befürchtet wurde.
    Ich möchte die Befürchtung nicht anzweifeln. Aber fragen, ob man für diese Überlastung hauptsächlich den neuen Coronavirus verantwotlich machen kann.. kann man? Oder gibt es noch andere denkbare Gründe?

  517. 2387.

    Heute in den Nachrichten gelesen, Frage einer Bürgerin an Merkel, wie lange wir mit den Einschränkungen leben müssen. Antwort sinngemäß Von unserer Kanzlerin, frühere Pandemien haben gezeigt, das das Virus gesiegt ist, von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung dagegen immun sind, etwa durch Krankheit oder durch Impfstoff. Nachzulesen auf N-TV unter anderen. Was sind wir in Deutschland? 83 Millionen, davon gut 500000 infiziert gewesen? Bei den Fallzahlen wird das also Jahre dauern, bis alle infiziert oder geimpft sind. Ein Schrecken ohne Ende. Lockdown light soll gelten, bis wieder stabil unter 50/pro 100000 sind. Wann soll das sein? Es muss eine Strategie her, wo jeder wieder sein Leben schützen kann und nicht vorschreiben wird, was man darf und was nicht. Der Virus ist noch lange da und je länger wir warten, das es eine Herdenimmunität gibt, umso besser kann das Virus mutieren. Passt auf euch auf,!

  518. 2386.

    Das sollte keine Spitze sein, grundsätzlich haben Sie ja völlig Recht. Ich will nur nicht jeden Unsinn einfach stehen lassen. Aber ich gelobe Besserung...

  519. 2385.

    Schon klar.
    Danke für die Spitze für meinen Kommentar damals. Ich fand da, daß solche nur noch persönlichen Scharmützel hier nichts zu suchen haben. Vernünftige Diskussion natürlich ja, da verschiedene Sichten eigentlich immer was bringen. Daß man nicht alles immer mit super belastbaren Daten belegen kann, ist mir dabei schon klar.

  520. 2384.

    Das ist mir natürlich klar. Es geht mir auch nur um den Versuch klarzustellen, dass wir auch hierzulande durchaus in eine echte Katastrophe rutschen können, wenn wir nicht sehr aufpassen. Und ich sage ganz bewusst wir. Manchmal erinnert mich das Ganze an eine Fußballmannschaft, die im Gefühl des sicheren Sieges einen Gang 'runtergeschaltet hat und nun, nach dem Ausgleichstreffer, es nicht mehr schafft, zurück zu kommen. Das passiert auch Spitzenmannschaften...

  521. 2382.

    "Wir haben einen Lockdown. Dank Leuten wie Ihnen."
    Warum eigentlich?
    Könnten Sie vielleicht freundlicherweise den kausalen Zusammenhang erklären? Wäre wichtig um beurteilen zu können, ob diese Schuldzuweisung gerechtfertigt ist. Ich habe da meine Zweifeln. Derjenige, den Sie versuchen an den Pranger zu stellen hat eigentlich keine subjektive Wertung des Geschehens formuliert, sondern nur zwei seriöse Quellen angegeben, die wiederum versuchen wissenschaftliche Daten zu deuten. Es wäre eine neue Erkenntnis wenn sich zeigen würde, dass alleine das Zitieren von offiziellen Quellen den Tatbestand der Verharmlosung erfüllen wenn die zitierten Quellen nicht gerade Angst und Schrecken verbreiten, sondern versuchen sich mit Fakten sachlich auseinander zu setzen.
    Übrigens, wir haben den Teil-Lockdown erst seit fünf Tagen. Die FAZ befasst sich in zitierter Auswertung mit den ersten Anzeichen der Abflachung, die sich in den Tagen unmittelbar VOR Einführung des Lockdownns gezeigt haben.

  522. 2381.

    Das Problem ist nicht die Pandemie, die Überbevölkerung macht die Seuche zu einem großen Problem. 1970 hätten wir mit einem Mini-Lockdown die Seuche in den Griff bekommen. Von daher, die Natur regelt hier eine Angelegenheit wozu die Menschheit nicht in der Lage ist. Wenn diese Welt weiter existieren soll, dann geht das nur mit einer begrenzten Anzahl von Menschen. Allein der Massen-Konsum und das damit verbundene Wirtschaftswachstum wird diese Welt zum Infarkt führen. Dönerbude, Kneipe, Bäcker, Italiener, Grieche, Tchibo, Imbiss, Späti, Aldi, Penny, usw. im Umkreis von 5 km, und das 1 Million mal allein in Deutschland!! Wo soll das hin führen?

  523. 2380.

    Auch, ja. Ich habe nur das dumme Gefühl, dass so mancher geglaubt hat und immer noch glaubt, es handele sich um ein Randproblem, das nur irgendwelche marginalen Randgruppen betrifft und sich ansonsten von alleine erledigt. Die Hybris dahinter erstaunt mich immer wieder. Weshalb ich auch meine, solche Beiträge sollten nicht unwidersprochen bleiben, ganz gleich, ob das fachlich zielführend ist oder nicht.

  524. 2379.

    Da die Übertragungsmechanismen von Influenzaviren und Coronaviren im Prinzip gleich sind, sind Parallelen nach meiner Meinung zu erwarten. Aus deutscher Sicht, kam die Welle der Spanischen Grippe damals aus Westen, was aber sicher sehr stark kriegsbedingt war. Einen direkten (vorallem numerischen) Vergleich mit historischen Pandemien finde ich schwierig, da Qualität des Datenmaterials sehr durchwachsen ist und auch die Begleitumstände durchaus sehr unterschiedlich (z.Bsp. damals Deutschland nach langem Krieg und nach bestehender britischer Seeblockade und Hungerwinter).

  525. 2378.

    Welche Dämme, die Außengrenzen Deutschland zu den Nachbarn sind doch sperrangelweit offen und der ganze tägliche Pendlerverkehr läuft doch einfach weiter intern und mit dem Ausland.

  526. 2377.

    Wenn ich mir die gesamteuropäische Entwicklung so ansehe, habe ich eher den Eindruck eines Tsunamis statt einer Welle... Woher kommt eigentlich die Idee mancher, die hiesigen Dämme seien stabiler als anderenorts? Die "Spanische Grippe" hatte einen ähnlichen Verlauf, vor lauter Erleichterung über das Überstehen der ersten Welle hat man die zweite nicht kommen sehen. Oder nicht sehen wollen...

  527. 2376.

    Das Problem mit der Übertragung und möglichen Mutation von SARS-CoV-2 scheint neben den Niederlanden (Juli) und Dänemark (Oktober) auch die USA zu betreffen (August), siehe: https://www.sciencemag.org/news/2020/08/covid-19-hits-us-mink-farms-after-ripping-through-europe
    Wenn so schnell ein potentiell ernstes Problem für die Wirksamkeit der entwickelten Impfstoffe auftaucht ist das ein Problem, finde ich. Nerze gehören zur Gruppe der Mardertiere, welche ja auch natürlich hier vorkommen.
    Desweiteren war ja als möglicher Zwischenwirt von Prof. Drosten schonmal der sog. Marderhund im Gespräch der auch natürlich in Europa vorkommt (Ist aus der Famile der Hunde, hat nicht mit Mardern zu tun).
    Paßt nicht ganz thematisch hier rein, aber vielleicht mal eine Idee für eine umfangreichere Recherche über dieses Thema und vielleicht ein Interview mit Experten.

  528. 2375.

    Ich sehe keinen Grund, den Kommentator so persönlich anzugehen. Er hat eigentlich nur Quellen zitiert, die auch nicht wirklich obskur sind. Die prinzipielle Aussage, daß die generelle Kurvenform von den beobachteten Wellen bisher auf der Welt relativ ähnlich aussieht, läßt sich gut nachvollziehen (z.Bsp. vergleichen Sie Länder auf https://www.worldometers.info/coronavirus/). Ich sehe da eigentlich keine Relativierung der Lage oder ein Schönreden der Folgen. Außerdem: Eine Aussage zum generellen zeitlichen Verlauf spricht doch nicht dagegen etwas dafür zu tun, daß die Höhe der Welle möglichst niedrig ausfällt.

  529. 2374.

    Schon mitbekommen? Wir haben einen Lockdown. Dank Leuten wie Ihnen. DAS wird sich auf das Infektionsgeschehen auswirken. Und ich sehe sogar in meinem Kiez Leute auf der Straße Masken tragen. Das gab es nicht mal im Frühjahr. auch DAS wird sich in den Zahlen niederschlagen. Unkontrolliertes Wachstum können Sie in Amerika beobachten. Ebenso das Sinken von Kurven, nachdem Maßnahmen ergriffen wurden. J. Biden wird eine Maskenpflicht einführen, weil er auf Wissenschaft und Fakten hört und damit die Lage dort positiv beeinflussen. Wachen Sie auf, Mann!

  530. 2373.

    Ja, genau. Inzwischen sind Betten aus der Notfallreserve aktiviert worden - dadurch steigt die Anzahl insgesamt verfügbarer Intensivbetten und die prozentuale Belegung mit Covid-19-Patienten kann geringer ausfallen, obwohl die absoluten Zahlen steigen.

    https://www.intensivregister.de/#/intensivregister?tab=laendertabelle

    Bleiben sie gesund und munter!

  531. 2372.

    Die Daten laufen beim Gesundheitsamt personalisiert mit Namen auf und werden so in die Datenbank eingepflegt. Der Abgleich bei gleichem Namen läßt sich sehr gut als Nachtjob auf der Datenbank automatisieren. Ich denke schon, daß das weiter passiert und an der Stelle keine wesentliche Datenverzerrung ist.

  532. 2371.

    Ist analog dem, was das RKI im Lagebericht vom 6.11. S.9 veröffentlicht hat. (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Gesamt.html)
    Über den Daumen gepeilt sehen wir 2 gegenüber den Vorjahren zu späteren Zeiten im Jahr verschobene lokale Maxima und die Fläche unter der Kurve scheint von vergleichbarer Größe zu sein.

  533. 2369.

    Sieht eigentlich schon recht sicher aus. Sehen Sie sich die Ableitung der täglichen Neuinfektionen an - ist dann ein Maß für die Krümmung der kumulativen Fälle. Wenn Sie da geglättete Daten nehmen (z.Bsp. 14 d-Glättung, kein laufender Mittelwert sondern Filterfenster), dann sehen Sie ab 28.10. ein Sinken also eine kontinuierliche Abnahme der Krümmunng.

  534. 2368.

    Es scheint weiter große Unterschiede im Fortgang der Pandemie zu geben in Berlin und auch weiter einen Unterschied zwischen den Kreisen in W,SW,S von Deutschland und den Gebieten in der Mitte und N,NO. Gibt es da Fortschritte in der Ursachenforschung?

  535. 2367.

    Ich habe auch mal ein paar Zahlen zusammengetragen und lasse sie für sich sprechen:

    Todesfälle ges. Einwohner Todesfälle
    Deutschland Jan-Sept. 31.3. in %
    2020 709 132 83 157 201 0,85
    2019 700 807 83 042 235 0,84
    2018 725 074 82 793 800 0,88
    2017 700 437 82 576 900 0,85
    2016 673 509 82 269 300 0,82
    Berlin
    2020 26 530 3 769 000 0,70
    2019 26 114 3 669 491 0,71
    2018 27 218 3 644 826 0,75
    2017 25 815 3 613 495 0,71
    2016 25 150 3 574 830 0,70

    Quelle: Statistisches Bundesamt

  536. 2366.

    Ich glaube nicht, dass die Gesundheitsämter im Moment noch die Zeit für Datenabgleiche haben... Wenn Montag der Schnelltest war und gleich noch der PCR-Test und Freitag kommt das Ergebnis, da stellt doch keiner mehr einen Zusammenhang her und zieht einen positiven Fall ab.

  537. 2365.

    Weiss ich auch nicht! Warte eigentlich seit Monaten auf meinen von anderen prognostizierten Tod! Gehe weiterhin aber fleissig arbeiten und zahle massenhaft Steuergeld, damit die Pandemie ordentlich bekämpft werden kann.

  538. 2364.

    Und noch eine Frage...Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war die prozentuale Belegung der Intensivbetten mit Covid19-Patienten gestern höher, die absoluten Zahlen sind von heute auf morgen laut Grafik aber gestiegen? Wurden weitere Kapazitäten zur Verfügung gestellt?

  539. 2363.

    Ich bin nicht so sicher, dass der Trend sich tatsächlich schon so sehr verstätigt. Hoffen wir, dass es so ist.

  540. 2362.

    Kurz nach der Aktualisierung der Zahlen klemmen die Grafiken manchmal noch etwas - z.B. auch wegen des Browsercaches. Inzwischen sollten alle Werte korrekt angezeigt werden - oder?

  541. 2361.

    Um Zahlen dahingehend einordnen zu können, ob sie hoch sind oder niedrig, sind Vergleichszahlen dringend notwendig. Hier aktuell veröffentlichte Zahlen vom Statistischen Bundesamt (www.destatis.de) für die Kalenderwoche 41 (5.-11. Oktober). Aktuellere Zahlen liegen derzeit noch nicht vor.

    Todesfälle
    16.925, davon 106 Covid,2020
    17.389, Durchschnitt 2016-2019,
    16.993-17666, Bandbreite (min/max 2016-2019)

    Es ist leicht festzustellen, dass die 2020er Zahl sowohl unter dem Durchschnitt als auch unterhalb der unteren Grenze der zu erwartenden Bandbreite lag.

    An dieser Stelle können Sie sich nun fragen, ob derart niedrige Todesfallzahlen für eine Pandemie normal sind und ob die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verwerfungen in einem angemessenen Verhältnis zur tatsächlichen Gesundheitslage stehen.

  542. 2360.

    Lrbb, schön das Sie jetzt auch bei den ITS Patienten die Zahl der zu beamteten darstellen. Schönes Wochenende

  543. 2359.

    Betrifft Grafik "Wie viele Covid-19 Erkrankte in Berlin im Krankenhaus behandelt werden": Gestern Abend waren die Zahlen/Balken zum 5.11. korrekt, soeben sind hier die vom 4.11. gespiegelt. Wäre schön, wenn die tatsächlich deutliche Zunahme hier wieder transparent gemacht wird ...

  544. 2358.

    Es gibt, bis auf ein paar Erstsemester, keine Präsenztermine - alles Online. Das dürfte wohl kaum der Grund sein.
    Ich sehe aber im Familien-, Freudes- und Bekanntenkreis mit entspr. alten Jungen, dass das Sozialverhalten der Sache nicht förderlich ist. In dieser Altersgruppe finde ich zwar kein Leugnen oder Maßnahmenverweigerung, aber ziemliches Desinteresse an der ganzen Sache. Und deshalb auch häufig komplettes Unwissen über die Lage. Die ganzen Zahlen sind meist nicht bekannt, und die langweiligen öffentl.-rechtl. Medien werden nunmal nicht konsumiert. Deshalb sind Treffen mit über zwei Haushalten leider an der Tagesordnung.
    Das muss man ihnen wohl teilweise nachsehen.

  545. 2357.

    Und hier entsprechende Meldungen aus unseren Nachbarländern:
    Zahl der Neuinfektionen in Schweiz sinkt unter 10.000 (Tagesschau.de 6.11.)

    "In der Schweiz ist die Zahl der Neuansteckungen im Vergleich zum Höchststand am Vortag leicht zurückgegangen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldete 9409 weitere positiv getestete Personen. Am Donnerstag waren es 10.128 laborbestätigte Infektionen. 70 Personen mit dem Coronavirus starben innerhalb eines Tages."

    Österreich meldet weniger Neuinfektionen als am Vortag (Tagesschau.de 6.11.)

    "Österreich hat 6464 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Das sind fast 1000 weniger als noch am Vortag, als mit 7416 ein Höchststand erreicht wurde. Gesundheitsminister Rudolf Anschober zufolge ist der Anstieg aber immer noch besorgniserregend. Die zweite Welle sei stärker, schwerer und dynamischer als die erste im Frühjahr. Es starben 41 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Virus, insgesamt 1340."

  546. 2355.

    Kurve flacht ab: FAZ gestern https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/neuer-hoechstwert-fast-20-000-corona-neuinfektionen-in-deutschland-17037149.html
    Vgl dazu Berliner Zeitung 23.4. Corona [überall] nach sechs Wochen rückläufig
    "... (der epidemische) Verlauf sei immer gleich: Innerhalb der ersten sechs Wochen verbreite sich das Virus rasch, ab der achten Woche sei ein Rückgang zu beobachten. Dabei sei nicht entscheidend, ob ein drastischer Lockdown oder lockere Einschränkungen beschlossen wurden. Diese Erkenntnisse beruhen auf den Untersuchungen des israelischen Forschers Isaac Ben-Israel, einem General und Ex-Politiker. Er ist kein Mediziner, sondern Physiker und Mathematiker sowie Vorsitzender des Nationalen Rates für Forschung und Entwicklung..." Eine wiederkehrende Beobachtung: Exponenzielles Wachstum ist immer nur eine kurze Phase in jedem Epidemiegeschehen. Wir haben die sechtse Woche der neuen Welle bald erreicht. Schaun wir mal.

  547. 2354.

    Ist interessant. Ich sehe da aber noch einen zweiten Schwerpunkt um die 20 Jahre - wäre so das Alter nach Abitur und Anfang Studium, Semsterbeginn?

  548. 2352.

    Sie müssen zwischen Laborbericht und Fallbericht beim RKI unterscheiden. Im Laborbericht können Mehrfachtest der gleichen Person vorkommen. Im Fallbericht sollten nur noch Fälle, also wirklich einzelne Personen egal wieviele Tests an der gleichen Person, vorkommen - den Abgleich mit personalisierten Meldungen macht das Gesundheitsamt, deswegen gibt es ja manchmal Datenkorrekturen (war aber bisher nie in wirklich wesentlichem Umfang).

  549. 2350.

    https://www.berlin.de/corona/lagebericht/desktop/corona.html#altersgruppen

    Hier sieht man ein starke Zunahme der Inzidenz bei 80+ und 90+ in Kalenderwoche 43 und 44. Sind das schon die Auswirkungen der veränderten Arbeitsweise der Gesundheitsämter? Anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären.

  550. 2349.

    Auch die kannst du mir gerne erläutern. Die würde mich sogar noch mehr interessieren.
    Aber da wohl auch da keine Erklärung folgen wird,gehe ich mal davon aus,dass du meinen Beitrag komplett missverstanden und daher einfach nur irgendeinen Unsinn geschrieben hast. Kommt vor.

  551. 2347.

    Man sollte bei der Betrachtung der Fallzahlen auch berücksichtigen, dass ca. seit dem 17.10.2020 die Schnelltests im Umlauf sind. Das brachte von KW 42 zu KW 43 eine Steigerung der Testanzahl von ca. 150.000 Stück. Und da alle, die im Schnelltest positiv sind, noch einen PCR-Test kriegen, um das zu bestätigen, zählen die in der Fallzahl dann doppelt. Und die, die im Nachtest dann doch negativ sind, wie die 22 in der Seniorenwohnanlage in Großhansdorf, werden natürlich nicht wieder von der Anzahl der Positiven abgezogen...
    Und wenn ich dann noch lese, dass in Bayern durch den Einsatz eines chemischen Ersatzmittels im Labor (Ressourcenknappheit)sich 58 von 60 positiven Tests bei Nachprüfungen als falsch herausstellen, habe ich keine Fragen mehr. Mag sein, dass das Einzelfälle sind, oder aber auch nicht...

  552. 2345.

    Effekt ja, aber er wird nichts wesentlich ändern. Erstmal, der Probenrückstau hat sich rund verfünffacht. Richtig. Aber das heißt nicht, daß die älteren Proben noch da sind, die wurden ja schon abgearbeitet. Die rund 100 000 in KW44 ist also wirklich die aktuelle Gesamtzahl für letzte Woche, was noch da war und wartete. Mal über den Daumen. Die erwartete Positivrate wäre rund 7%, also 7000 noch nicht eingerechnete positive in KW44. In KW44 hatten wir bereits 103 749 positive Proben erfaßt, 7000 sind knapp 7% der schon erfaßten positiven Ergebnisse. Also: Korrektur nach oben ja, aber ändert jetzt nicht so viel am Verlauf. Aber richtig, das sollte nicht mehr werden. Aber woher kommt denn dieser Probenstau? Wenn ich mir die Kriterien des RKI ansehe (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Massnahmen_Verdachtsfall_Infografik_DINA3.pdf?__blob=publicationFile) kann ich mir das nicht erklären, wo die ganzen Testindikationen herkommen.

  553. 2344.

    Pendler nach Sachsen? Ad hoc Vermutung nach dieser Karte: https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/

  554. 2343.

    Man beachte auch die immense Anzahl an Proben, die sich noch im Rückstau befinden. Letzte Woche ca. 70.000, diese Woche ca. 100.000. Insgesamt hat sich der Rückstau an PCR-Proben seit KW 42 nahezu verfünffacht. (Ist immer am Mi im Lagebericht des RKI nachzulesen.) Diese Proben werden auf alle Fälle noch Einfluss auf die Positivenrate haben.

    Ansonsten ist auch mein Gefühl, dass das Wetter bei Corona eine mit ausschlaggebende Größe spielt. Ende September wurde das Wetter schlecht und die Zahlen gingen hoch. Gleichzeitig mussten sich viele für die Herbstferien testen lassen, um reisen zu können.

  555. 2341.

    Empfehle folgenden Artikel auf ard.de: https://www.tagesschau.de/investigativ/schulen-infektionen-corona-101.html

  556. 2340.

    Woher kommen diese hohen Fallzahlen im Südosten von Brandenburg? Die dortigen Landkreise haben doch eigentlich bessere Bedingungen als Potsdam?

  557. 2339.

    Das liegt leider daran, dass das Rki eine 6,5 Tage Inzidenz rechnet. Die Kollegen vom Spiegel haben das mal aufgedröselt.https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/corona-daten-das-robert-koch-institut-vermeldet-haeufig-falsche-sieben-tage-inzidenzen-a-8695fde3-38ae-4125-89d9-2942bb2ffce6-amp?__twitter_impression=true

  558. 2338.

    Interessant. Scheint ja sehr eindeutig zu sein - vor allem der Zusammenhang mit der Luftfeuchtigkeit. Warum wird dann da so wenig drüber geredet?
    Man müsste bei der Betrachtung der Fallzahlen tatsächlich auch das jeweils aktuelle Wetter berücksichtigen. Und möglicherweise manche Maßnahmen hinterfragen: Das Lüften etwa könnte bei feuchtem Wetter kontraproduktiv sein. Vor zwei Wochen zeigte meine Wetterstation dauernd um die 90% Luftfeuchtigkeit. Drinnen etwa 60%. Wenn die Haltbarkeit der Aerosole so stark von der Humidität abhängt, dann sollte man zumindest wirklich effizient lüften; also so, dass wirklich ein kompletter Luftaustausch stattfindet.

  559. 2336.

    Warum werden die Zahlen für die Krankenhauseinweisungen und Intensivbetten nicht geupdatet?
    Wie kann das sein das die letzten Daten vom 03.11. sind in einer Situation wie dieser?

  560. 2335.

    Weiterhin wohl Probleme in Frankfurt/O. Auf der Seite der Stadt (https://www.frankfurt-oder.de/Verwaltung-Politik/Verwaltung/Aktuelles/Informationen-zum-Corona-Virus-Sars-CoV-02-/) werden groß die Werte vom LAVG ausgewiesen (heute 180 +7) und vom eigenen Gesundheitsamt (https://www.frankfurt-oder.de/loadDocument.phtml?ObjSvrID=2616&ObjID=8199&ObjLa=1&Ext=PDF) direkt darunter ein abweichende Fallzahlreihe publiziert (heute 183 +10). Mit der Fallzahlreihe des LAVG steigt die 7-Tage-Inzidenz weiter, mit der Reihe vom Gesundheitsamt von gleicher Internetseite fällt die 7-Tage-Inzidenz.

  561. 2334.

    > Just my 2 cents.
    Corona und Wetter? Da habe ich was für Sie ;-)

    Schon mal gewundert, weshalb in Indien die Zahlen so schön rückläufig sind? Ist doch logisch: Weil die Monsunzeit endet und es trockener wird!

    Hier beispielhaft die mittleren Niederschläge: https://www.wetter.de/klima/asien/indien-c91.html
    Hmmm... hmmm... so vollständig Aluminiumhut ist das ja nicht.

  562. 2332.

    Zur Dauer der Immunität gegen die anderen zirkulierenden saisonalen Coronaviren, ist diese Langzeitstudie recht interessant (allerdings auf Englisch): https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.05.11.20086439v2.full.pdf

  563. 2331.

    Zustimmung. Publikationen gibt es aber dazu. Z.Bsp mal was in Deutsch, damit alle mitlesen können:
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/215317/Respiratorische-Virusinfektionen-Mechanismen-der-saisonalen-Ausbreitung

  564. 2330.

    Ich sehe die Tendenz auch. Neben dem R-Wert sinkt auch wieder das Alter der Neuinfizierten langsam. Bei den Hospitalisierungen dürfte sich das dann evtl. in zwei Wochen abbilden. An einen direkten Effekt der Maßnahmen glaube ich indessen immer noch nicht.

    Zwar war die Geschichte mit der Auswertung des Wetters augenzwinkernd gemeint, inzwischen nehme ich das aber immer ernster. Ich kenne keine Studie zu einem entspr. Zusammenhang, stelle aber fest, dass die Fallzahlen auf der Südhalbkugel (exkl. Japan ;-) ) sich invers zu den europäischen verhalten. Dort war der Peak überall im August, während sie seither stark gesunken sind.
    Aktuell ist es ja hier auch viel trockener, als vor 2,3 Wochen. Die Luftfeuchtigkeit scheint mindestens so eine Rolle zu spielen, wie bei anderen Luftwegserkrankungen. Just my 2 cents.

  565. 2329.

    Ja, Ihre Argumente sind nicht einfach vom Tisch zu wischen, insbesondere in Gesundheitsämtern mit hohen 7-Tage-Inzidenzen wie in Berlin oder auch im Süd/Südosten Deutschlands.
    Daß klinisch die Positivrate und Hopitalisierungsrate die wesentlichen Kriterien sind, steht außer Frage.
    Mein Argument, daß wir in Deutschland am Maximum der Welle oder dicht dran sein könnten, stützt sich auf ein nahezu synchones Abzeichnen eines Peaks bei den Neuinfektionen und ein sinken von R in allen Bundesländern unabhängig ob gerade noch hohe 7-Tages-Inzidenz oder niedrige. Peak bei den diagnostizierten Neuinfektionen heißt ja auch nicht, daß da gar nichts mehr kommt - klinisch gesehen wird es mindestestens über die mittlere Inkubationszeit noch weiter steigen und besonders auf den ITS wegen der erhöhten Behandlungsdauern möglicherweise sogar noch bis Ende des Monats.

  566. 2328.

    Wenn Testkapazitäten allmählich erschöpfen, was aktuell zu beobachten ist, hat doch allein dies schon zur Folge, dass der R-Wert sinkt. Salopp gesagt sänke R am schnellsten, wenn wir aufhörten, zu testen.

    Wird dem tatsächlichen Infektionsgeschehen testmäßig hinterhergelaufen und werden Infektionen in zunehmendem Maße nicht mehr festgestellt, sieht die Situation besser aus, als sie es ist. Zumal die Verzehnfachung der Positivrate innerhalb von zwei Monaten auf eine entsprechende Erhöhung der Dunkelziffer schließen lässt. Sinkende R-Werte können nicht nur Zeichen einer Verbesserung sein, sondern auch Zeichen von Kapazitätsengpässen.

    Ich wüsste auch nicht, warum R bereits sinken sollte, nachdem die (laschen) Maßnahmen gerade erst begonnen haben. Okay. Der Effekt, dass sich die Menschen selbstständig zurücknehmen, ist zu beachten.

    Wichtigste Indikatoren bleiben wohl: Positivrate und Hospitalisierungsrate.

  567. 2327.

    Liebes RBB-Team,
    die Darstellung der Anzahl von hospitalisierten Fällen (mit und ohne Intensiv-medizinisch Betreuten) ist wichtig und gut geeignet um die Entwicklungsdynamik des Krankheitsgeschehens zu illustrieren. Leider sind die dargestellten Werte für das breite Publikum wenig aussagekräftig, wenn sie abgekoppelt von der tatsächlichen Kapazitätenauslastung der Krankenhäuser serviert werden. Man sollte dabei erinnern, dass der unterste Wert der Ampel (Intensivbettenauslastung) nicht ein in Stein gemeißeltes Naturgesetz ist, sondern ein von der Politik festgelegter. Die "normale" Auslastung der Intensivbetten im Jahresverlauf betrug, ganz ohne Pandemie, im Vorjahr 85% . Dieser Wert ging im ersten Halbjahr 2020 massiv zurück, weil viele OP-Eingriffe mit einschl. Intensivbehandlung ausgesetzt bzw. verschoben wurden, was zu einem relativen Zuwachs verfügbarer Betten führte. Ein Blick auf die aktuelle Auslastung bestätigt es: https://www.helios-gesundheit.de/qualitaet/auslastung/

  568. 2326.

    Wenn man sich die aktuellen Testkriterien des RKI bei Coronaverdacht ansieht (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Massnahmen_Verdachtsfall_Infografik_DINA3.pdf?__blob=publicationFile), kann es doch gar keine symptomlosen positiven Fälle geben, da die überhaupt nicht getestet werden sollen. Selbst Punkt 3 sagt doch Symptome UND Kontakt - Kontaktperson zu sein reicht also allein nicht aus für eine Testempfehlung. Warum wird das eigentlich nicht so in den einzelnen Bundesländern umgesetzt? Oder etwas polemischer: Wozu gibt es dann überhaupt eine Fachbundesoberbehörde, wenn in den Ländern sowieso nicht nach deren fachlicher Empfehlung verfahren wird?

  569. 2324.

    Sehe da keinen Fehler. 4.11.: ohne OTS 608 mit ITS 234 Summe 842 -> stimmt doch mit Y-Achse überein. Das ist ein gestapelter Plot, es wird die Gesamtzahl gezeigt und zusätzlich noch die Aufteilung in die Kategorien innerhalb dieses Gesamtwertes. Wenn Sie die Unterkategorien mit der Maus berühren werden Ihnen die einzelnen Werte angezeigt.

  570. 2323.

    Vielen Dank für die Antwort.
    Dennoch: heute morgen gibt das RKI für Berlin eine 7-Tage-Inzidenz für gestern von 162,4 an. Das sind satte 20 (!) unter dem im Lagebericht angegebenen Wert. Einen Tag davor war der Unterschied ca. 12, vor 5 Tagen waren die Werte annähernd gleich. Die Entwicklung dieses Unterschiedes ist doch recht drastisch und kann fast schon nicht mehr der Bevölkerungsrückgang sein. Der wurde jaauch im Oktober schon einmal eingepflegt, nacheinander in Berlin und dann beim RKI. Falls es eine Erklärung gibt, wäre ich für eine Info dankbar.

  571. 2322.

    Bitte an rbb24, die Skalierung in der Grafik "Wie viele Covid-19 Erkrankte in Berlin im Krankenhaus behandelt werden" passt nicht zu den Werten der Datenreihe "Ohne Intensivmedizin", währe schön wenn Ihr das Anpassen könntet.
    Gruß Sven

  572. 2321.

    Kann ich gerade nicht so richtig folgen! Was hat das mit der Analyse der Daten zu tun?

  573. 2319.

    Liebe Inga,

    danke für Ihre Frage: Tatsächlich schrumpft die Bevölkerung von Berlin und daran wurden die Berechnungen angepasst. https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/10/berlin-brandenburg-bevoelkerung-statistik-abwanderung-zuwanderung.html

    Was die Inzidenzen angeht übernehmen wir darum die Zahlen des Senats auf Bezirks und Gesamtstadtebene. Dort steht: "Die 7-Tage-Inzidenz beinhaltet die Gesamtfallzahl der zurückliegenden 7-Tage pro 100.000 Einwohner. Dieses rollende 7-Tagefenster endet bereits einen Tag VOR dem jeweils aktuellen Datenstand." Das kann durchaus Sinn machen, weil mitunter es Nachmeldungen gibt usw. Aber wir werden mal überlegen, wie wir damit umgehen.

    Beste Grüße

    HMB

  574. 2318.

    Paper kenne ich.
    Es scheint auch in Belgien eine ähnliche Tendenz zu geben. Ich habe das in einer Pressemeldung heute gesehen, daß in Belgien die Rate der Neuinfektionen pro Woche in der letzten Oktoberwoche gegenüber der Woche vorher um ca. 5% gesunken ist. Aber auch dort kommt natürlich der verzögerte "Hospitalisierungsberg" noch nach.

  575. 2314.

    Da sollte keine Wertung zum Lockdown sein. Es war nur als mögliche Analyse der aktuellen Situation gedacht. Ja, war im Frühjahr auch schon. Den Krankenhäuser hilft die Beobachtung aktuell sowieso noch nicht, da dort ein zeitlicher Nachlauf in der Hospitalisierung gegenüber der Neuinfektionsrate ist. Wenn die Beobachtung sich bestätigt, würde ich über den Daumen erste Auswirkungen in der Hospitalisierungsrate gegen Mitte des Monats erwarten und den Peak bei der Todesrate gegen Ende des Monats - also ein harter Monat auf der ITS.

  576. 2313.

    Die Mitteiung kenne ich. Es funktioniert bei allen Bundesländer, es ist nur ein Unterschied wie stark der Effekt ausgeprägt ist.

  577. 2312.

    Interessant, dass beleidigende Posts immer wieder durchkommen...

    Ich habe eine volle Stelle nebst berufsbegleitenden Referendariat.
    Meine Arbeitswoche geht von Mo - So.
    Übrigens auch in der schulfreien Zeit.
    Ich stehe täglich um 5:30 h auf und arbeite bis abends um teilweise 22Uhr
    WEN nennen Sie hier >arbeitsscheu<? Was für ein Vokabular haben Sie überhaupt?
    Ich komme ursprünglich aus der feien Wirtschaft und war auch schon selbständig.
    Passen Sie auf, was Sie sagen.
    Und wenn z.B. der Bruder einer anderen Kollegin mit 50, an Covid-19 erkrankt war und zwar schwer
    (künstliches Koma, Beatmung etc.), dann ist das keine Panikmache. Und das ist nicht der einzige Fall.

    Und die "Alle-Lehrer-sind-faule-Schweine-Nummer" - ist abgedroschen und hängt mir zum Halse heraus!

  578. 2311.

    Interessante Beobachtung, die ich teile. Die Welle schwächt sich bereits ab.
    Mögliche spekulative Erklärungen:
    1.) Die Leute haben schon lange vor dem "Lock-Down light" ihr Verhalten "freiwillig" geändert, sind vorsichtiger geworden. Hieße also: Kooperation und gegenseitige Rücksicht in der Bevölkerung funktioniert OHNE Zwangsmaßnahmen ... eine alte Public-Health-Erkenntnis übrigens.
    2.) Es tritt bereits eine Art Bremswirkung der sich aufbauenden Herdenimmunität ein. Nehmen wir vorsichtig an, die Dunkelziffer sei 10 mal bis 15 mal größer als die ermittelten kumulativen Fallzahle ... dann hätten in den letzten Monaten schon genügend Menschen mit dem Virus Bekanntschaft gemacht um als wirksame Bremsklötze zu fungieren .. und jeden Tag werden es mehr.
    3.) Die Kapazität der Testindustrie ist an ihre Grenze gekommen ...

  579. 2310.

    Das hatten wir auch schon im ersten Lockdown. Die Leute fangen in der Regel an, vorher schon zu reagieren. Trotzdem war der Lockdown sinnvoll. Hier en Detail aufgearbeitet von der Arbeitsgruppe um Viola Priesemann:
    https://science.sciencemag.org/content/369/6500/eabb9789

  580. 2309.

    "Ja, sind Sie (ein Verschwörungstheoretiker), schon alleine weil Sie tatsächlich die Grippe als Vergleich heranziehen..."

    Warum eigentlich? Was ist daran so ketzerisch zwei Krankheitsbilder hinsichtlich ihre Verläufe, Häufigkeit und Komplikationen vergleichen zu wollen? Und wie kann man anders die Risiken einschätzen und realitätsnah in unserer Wirklichkeit einsiedeln ohne Vergleiche heranzuziehen?
    Der Vergleich beider Krankheitsbilder ist in der Tat schwierig, aber nicht unmöglich. Und führt, falls man nicht saisonale Grippe mit COVID-19 Pandemie, sondern eine Influenza-Pandemie mit aktueller pandemischen Seuche vergleicht - zu sehr interessanten Ergebnissen. Die letzte, wirklich globale und durch neuartige Grippeviren hervorgerufene Influenza-Pandemie hat 1957/58 statt gefunden. Mit geschätzter Opferzahl von 2-4 Millionen.

  581. 2308.

    Ja, es erweckt derzeit den Anschein, dass das ein Peak ist.
    Schwierig ist leider immer, dass die Zahlen nicht aussagekräftig sind. Geänderte Teststrategien machen jede Systematik zunichte. Vielleicht gibt es tatsächlich im Verhältnis weniger positive Tests. Vielleicht wurde auch nur die Teststrategie geändert, z. B. wegen der Probleme mit den Reagenzien in den vergangenen Wochen auf Grund zu vieler Tests für die Ressourcen. Oder vielleicht wird bei positiven Tests wieder mehr gegengetestet, so dass die Falsch-Positiven-Zahl geringer wird. Wäre taktisch zwar eher unklug, weil dann die Trendumkehr anhand der Zahlen ja wieder vor Einführung des Teil-Lockdowns begonnen hätte - aber wer weiß.
    Ist also schwer einzuschätzen. Die harten Fakten wie Gesamtbelegung der Intensivstationen (ohne dass andere OPs verschoben werden) oder die Gesamtsterblichkeit in D über das Jahr/die Saison kommen erst später.

  582. 2307.

    Zitat oben aus dem Kasten:
    "Berlins Gesundheitsämter konzentrieren sich seit dem 23.10.2020 bei der Kontaktverfolgung vornehmlich auf Risikogruppen. Insofern kann es sein, dass aufgrund dieser Strategieänderung die aktuellen Fallzahlen niedriger ausfallen und nicht aufgrund einer realen Änderung im Infektionsgeschehen."
    Und was so bei Pressekonferenzen gesagt wurde ist die Überlastung der Gesundheitsämter auch in anderen Bundesländern ein großes Problem.

  583. 2305.

    @Haluka Maier-Borst
    Kann es sein, dass Berlin in jedem Monat viele Einwohner verliert (und das RKI davon auch nichts weiß)? ist Ihnen dazu etwas bekannt? Seit Montag wird zur Berechnung der 7-Tage-Inzidenz offenbar schon wieder mit veränderten (verringerten) Werten gerechnet.
    Außerdem sind Montag und heute die absoluten Zahlen der positiven Tests der jeweils letzten 7 Tage im Vergleich zum jeweiligen Vortag gesunken, die ausgewiesene 7-Tage-Inzidenz ist jedoch gestiegen, und das nicht zu knapp.

  584. 2304.

    Im geglätteten Plot der täglichen Neuinfektionen scheint sich sowas wie ein Peak abzuzeichnen - sieht ähnlich aus bei alle Bundesländern. Das wird auch unterstützt durch die Tatsache, daß der R-Wert tendenziell immer weiter fällt - trifft auch mehr oder minder auf alle Bundesländer zu. Könnte es sein, daß die Welle bereits ihren Maximalwert errreicht hat oder ganz in der Nähe ist? Das wäre dann aber noch nicht auf den "Lockdown light" zurückzuführen, da im System eine Reaktionszeit von 2-3 Wochen steckt, die Ursache müßte dann irgendwo Anfang Oktober liegen.
    Wie sehen das andere hier und die Reaktion?

  585. 2303.

    Nein, bestimmt nicht! Sie stellen wichtige Fragen.

    Klaus Stöhr, Epidemiologe, gibt bei Markus Lanz im ZDF dazu wichtige Antworten, auch in Bezug auf Influenza.
    https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-29-oktober-2020-100.html

  586. 2302.

    Schön das die Schulleitung nicht so panisch und arbeitsscheu ist wie Du.
    Wenn Du den MNS trägst bist Du doch perfekt vorbereitet. Ich bin froh, dass auch mit Kopf und nicht nur Angst entschieden wird.
    Anruf der Schule würde für mich keine Arbeit bedeuten, die Kinder müsstn überflüssiger Weise getestet und bis zum Ergebnis isoliert werden.
    Meine Kids sind fit, ich arbeite gern täglich mit Menschen und freue mich über jeden anderen Menschen, der nicht jeden Strohhalm sucht um nicht doch auch infiziert zu sein und/ oder hinter jeder Ecke die große Corona Gefahr sieht.

  587. 2300.

    Nicht DAS größte bayerische Labor, ein großes privates Labor. Trotzdem Mist. Das heißt allerdings nicht, dass alle Labore solche Fehler machen, wie der Herr es im Artikel andeutet. Nun ja, wahrscheinlich wollte er eher nicht sagen: "Da haben wir hier in unserem Labor so richtig Mist gebaut!" und hat versucht, das dadurch abzumildern, dass er einfach behauptet: "Das kann doch jedem passieren." Mag sein. Wahrscheinlich eher nicht. Positivraten von über 90% würden dann doch auffallen ...
    Da hat dieses Labor wohl "vergessen", bei einer Änderung der verwendeten Substanzen eine erneute Validierung vorzunehmen - sonst wäre ihnen das selbst aufgefallen, dass da was nicht hinhaut.

    https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Labor-liefert-reihenweise-falsch-positive-Corona-Ergebnisse-414167.html

  588. 2299.

    Es wird mit 1,167 Mio. Tests pro Woche (offizielle Angaben des RKI) derzeit 3 mal so viel getestet wie auf dem Höhepunkt der 1. Welle mit 400.000 Tests pro Woche, die schon seinerzeit den Namen nicht verdiente.

    Im Übrigen macht das Urteil 733 OWi-127 Js 75/20-64/20 Hoffnung.

  589. 2298.

    Danke für die ausführlichen Daten.

  590. 2297.

    Lesen.... verstehen .... nich einfach irgendwas reininterpretieren....
    Es geht um falsch positive Testergebnisse .... dies ist einfach eine Tatsache die keiner bestreitet.... nicht einmal das Labor das die Tests gemacht hat.
    Das hat nichts mit kranken, Krankenhäusern usw. zu tun.

  591. 2296.

    So so ... mal wieder ....
    Nach Angaben einer Sprecherin hat das LGL (bayrische Landesamt ....)aber keinen vollständigen Überblick über die Verfahren, die in privaten Laboren eingesetzt werden. Eine Aussage über die Anzahl falsch positiver Tests sei daher nicht möglich.
    Eine Frage, die angesichts der täglich hochschnellenden Infektionszahlen nicht ganz unerheblich scheint. Die Antwort des Ministeriums darauf: „Eine belastbare Aussage dazu ist aufgrund fehlender Daten von hier aus leider nicht möglich.“

    Vor dem vergangenen Wochenende waren zahlreiche falsch positive Tests bei Profifußballern bekanntgeworden, unter anderem bei Nationalspieler Serge Gnabry vom FC Bayern München und mehreren Spielern der Würzburger Kickers sowie des Drittligisten Türkgücü München.
    das Augsburger MVZ-Labor – war wegen massiv angestiegener Testzahlen überfordert gewesen.
    Die MVZ-Labore gehören zu den 20 grössten Laboren Deutschlands, in denen 50 Prozent der deutschen Corona-Tests durchgeführt werden <