Corona-Grafiken | Berliner Ampel - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Grafik-Collage: Corona-Neuinfektionen in Berlin seit März 2020. Oben links: Corona-Neuinfektionen in Brandenburg seit März 2020. (Quelle: rbb24/datawrapper)
Bild: rbb24/datawrapper

Die Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg: Wie viele Neuinfizierte gibt es? Wie hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz? Und wie viele Menschen sind geimpft? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktualisierten Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske und Arne Schlüter

Aktuell

Das RKI meldet als aktuelle Inzidenzen (Stand: 04.08.2021, 08:45 Uhr):

- Berlin: 29,5
- Brandenburg: 9,8

Für Berlin sehen die weiteren Zahlen laut Senat wie folgt aus (Stand: 04.08.2021, 08:30 Uhr):

- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 270
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 82, davon werden intensivmedizinisch 38 Personen behandelt und hiervon wiederum 20 beatmet
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 3.583 (+0)

Für Brandenburg sehen die Zahlen gemäß Ministerium wie folgt aus (Stand: 04.08.2021, 10:30 Uhr):

- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 82
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 10, davon werden 3 Personen intensivmedizinisch behandelt und hiervon wiederum 2 beatmet
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 3.818 (+0)

Die Grafiken im Text spiegeln den gleichen Stand wider. Teils dauert es ein wenig, bis die Änderungen nach der Aktualisierung auch angezeigt werden.

Wichtiger Hinweis: Der Berliner Senat hat zum 23. Juli 2021 sein System zur Auswertung des Infektionsgeschehens geändert. Statt des 4-Tage-R-Werts wird als neuer Indikator innerhalb der Corona-Warnampel die relative Veränderung der 7-Tage-Inzidenz verwendet.

Die Neuinfektionen für Berlin und Brandenburg mit 7-Tage-Schnitt und die kumulierten Fallzahlen zeigen die folgenden Grafiken. Sie können dabei für die Neuinfektionen den Zeitraum auswählen: seit Anfang der Pandemie im März - oder ab 1. September, dem Zeitpunkt als ungefähr die zweite Phase begann. Das können Sie auch für alle weiteren Grafiken mit täglichen Updates.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Aktuell bildet der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen den Verlauf am besten ab. Diese Zahl schwankt stark mit dem Wochenrhythmus. Deswegen wählt rbb|24 eine eigene Art der Darstellung: den Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor.

Wie viele Menschen sind inzwischen geimpft

Hier finden Sie aktuelle Angaben zur Zahl der in den vergangenen 24 Stunden geimpften Menschen und welcher Anteil der Bevölkerung inzwischen mindestens eine Impfdosis erhalten hat.

Wie verbreitet sind die verschiedenen Virus-Varianten?

Der Wildtyp des Corona-Virus ist zunehmend von Varianten verdrängt worden, die sich besser ausbreiten und teilweise auch häufiger zu schweren Verläufen führen können. Teilweise wurde gezeigt, dass von einer Erkrankung mit dem Wildtyp Genesene an diesen neuen Varianten erkranken können.

Gleichwohl bieten die aktuellen Daten aus Studien zu Impfstoffen Hoffnung. Es sieht so aus, dass die Impfungen auch gegen diese Varianten helfen, sofern ein voller Impfschutz vorliegt. Die aktuelle Verbreitung der Varianten in Deutschland sieht wie folgt aus:

Für den Moment zeigt rbb|24 hier nicht die Zahlen für Berlin und Brandenburg aus den RKI-Berichten [rki.de]. Zum einen, weil nur die Stichproben auf Bundesebene repräsentativ gezogen werden. Auf Länderebene oder in Laborverbänden wie ALM wird dann sequenziert, wenn zum Beispiel durch Ausfall bestimmter PCR-Marker oder Reisehintergrund der Infizierten es Verdachtsmomente gibt [rki.de]. Zum anderen, weil es aktuell keine maschinenlesbare Version der in den Berichten gezeigten Tabellen gibt.

Gleichwohl zeigen wir an dieser Stelle auch die Verteilung der Varianten in Nachbarländern und wichtigen Urlaubsländern Deutschlands. Diese Auswertung basiert auf dem Projekt Covariants.org, das hierfür Daten der Sequenzierungsdatenbank GISAID benutzt. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass hier die Stichproben verzerrt sein können.

Wo ist die 7-Tage-Inzidenz wie hoch?

Hier finden Sie die aktuelle Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Berlin und seinen Bezirken, in Brandenburg, den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen. Außerdem die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern der letzten sieben Tage, wobei wir hier uns auf die RKI-Zahlen beziehen und nicht die Landeszahlen. Diese 7-Tage-Inzidenz ist ein Kriterium für die sogenannte Corona-Notbremse.

Zu beachten ist hierbei, dass es nicht nur um die Fälle geht, die binnen der letzten sieben Tage berichtet wurden, aber auch in den Meldezeitraum fallen. Was das genau bedeutet, haben wir hier erklärt.

Die Berliner Ampel

Für die Berliner Ampel gilt die simple Formel: Zwei Mal Gelb bedeutet für den Senat Redebedarf. Zwei Mal Rot heißt Handlungsbedarf. Allerdings sind die Werte, die der Senat für seine Ampel angibt, nicht immer deckungsgleich mit den Werten anderer Stellen. So benutzt der Senat für die Bettenauslastung das INEVA-Register, bundesweit gilt aber das Divi-Register als Maßstab. Wir geben hier beide Werte an, wobei der Wert des Senats die Ampelfarbe bestimmt.

Wichtiger Hinweis: Der Berliner Senat hat zum 23. Juli 2021 sein System zur Auswertung des Infektionsgeschehens geändert. Statt des 4-Tage-R-Werts wird als neuer Indikator innerhalb der Corona-Warnampel die relative Veränderung der 7-Tage-Inzidenz verwendet.

Die Corona-Ampel ist wie folgt aufgebaut:

1. Wochentrend der 7-Tage-Inzidenz (seit 23.07.2021)

Der Wochendtrend ersetzt den bis dahin genutzten 4-Tage-R-Wert. Dieser konnte den Trend bei der Anzahl von Neuerkrankungen sehr zeitnah abbilden, so das RKI. Allerdings war der Wert sehr schwankungsanfällig, etwa bei einzelnen Ausbruchsgeschehen oder wenn Daten verzögert übermittelt wurden. Der Wochentrend zeigt nun an, wie stark die 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche gestiegen oder gesunken ist.

Bis 0 Prozent Veränderung bleibt die Ampel auf Grün. Am besten sind Werte im Minusbereich: Das würde bedeuten, dass die Inzidenz sinkt, das Infektionsgeschehen also abnimmt.

Liegt der Trend zwischen 0 und 40 Prozent, der Trend zeigt also eine Zunahme der Infektionen, springt die Ampel auf Gelb.

Alles über 40 Prozent heißt: Die Ampel wird rot.

Die jeweilige Schwelle muss drei Tage in Folge überschritten werden, damit sich die Ampelfarbe ändert. Sprich: Liegt der Trend etwa drei Mal über 40 Prozent, wird die Ampel rot.

2. Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen

Liegt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen unter 20, ist dieser Teil der Ampel grün. Liegt diese Zahl über 20, so ist die Ampel gelb. Überschreitet die Zahl die Marke von 30, so wird hier die Ampel rot.

3. Anteil der für Covid-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen

Dieser Teil der Ampel ist grün, solange der Anteil an Covid-19-Patient*innen laut Senat unter 15 Prozent liegt. Steigt der Wert über 15 Prozent, ist die Ampel gelb. Ist der Anteil bei über 25 Prozent, schaltet die Ampel auf Rot.

Wichtig: Die gezeigte Ampel für die Intensivbetten zeigt sowohl die Daten des Senats als auch die Daten des Intensivregisters, Divi. Diese beiden Angaben können minimal von einander abweichen. Die Farbgebung richtet sich nach dem Wert des Senats. Weiter unten erklären wir, wieso wir dennoch auch die Angabe des Divi-Registers zeigen.

Wie viele der Fälle sind im Krankenhaus?

Hier finden Sie die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Aufgeführt ist auch, wie viele intensivmedizinisch behandelt, beziehungsweise beatmet werden.

Die Zahlen für die Krankenhauspatienten und die Intensivpatienten hier stammen vom Senat beziehungsweise vom Ministerium für Gesundheit und nicht vom Divi-Register. Für die Auslastung der Intensivstationen in ganz Berlin und Brandenburg hingegen nutzen wir die Divi-Daten. Wieso erklären wir weiter unten.

Wie ist die Lage auf den Intensivstationen?

Wir listen hier für Berlin und Brandenburg auf, welcher Anteil an Intensivbetten durch Covid-19-Patieten belegt ist – und wie viele Intensivbetten noch frei sind.

Wie viele Menschen versterben mit Covid-19?

Hier finden Sie die Zahl der mit Covid-19-Befund verstorbenen Menschen in Berlin und Brandenburg. Auch hier zeigen wir den 7-Tage-Durchschnitt.

Zu beachten ist, dass die Totenzahlen den Infektionszahlen in etwa zwei bis vier Wochen hinterher laufen. Außerdem wichtig: Mehrere Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen, die mit Corona sterben, auch tatsächlich an Corona sterben [mehr Informationen: PDF von pathologie.de]

Welche Altersgruppe ist wie stark betroffen?

Der Berliner Senat und das Robert-Koch-Institut geben an, wie viele gemeldete Infizierte in welchem Alter sind. Dabei zeigt sich, dass die meisten Betroffenen jünger als 60 Jahre sind. Daten für das Land Brandenburg in ähnlicher Detailtiefe liegen rbb|24 nicht vor.

Ferner hat sich die Altersverteilung unter den Infizierten seit dem Frühjahr so verändert.

Die folgenden Grafiken zeigen, ergänzend zu den Zahlen der Neuinfektionen oben im Beitrag, den Vergleich der Neuinfektionen wochentagsweise. Sie zeigen, wie viele Neuinfektionen es zum Beispiel am Montag dieser Woche gab und wie viele am Montag der vorherigen Woche. In dieser Grafik sind Trendwenden mitunter schon vorab zu erkennen.

Im Kontext der Fallzahlen muss auch die Quote der positiven Tests beachtet werden. Je niedriger die Positivquote liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die meisten Fälle entdeckt und nachverfolgt werden können. Die Nachverfolgung ist personell aufwändig; ist die Positivquote hoch, können überlastete Gesundheitsämter mögliche infizierte Kontaktpersonen teilweise nicht mehr ermitteln.

Benutzt rbb|24 überall nur die Daten von Senat, Gesundheitsministerium und RKI?

Mehrfach gab es Änderungen bei der Teststrategie und Revisionen der Datenstände. rbb|24 versucht diese Veränderungen, abzufangen. Zum Beispiel haben wir Differenzen an Fallmeldungen auf mehrere Tage verteilt und nicht nur auf den einen Tag der Korrekturmeldung. Trotzdem weisen wir darauf hin, dass in der Regel der beste Indikator für die aktuelle Lage die Wochenvergleiche sind. Vergleiche über längere Zeiträume sind dagegen schwierig. Weil sich die Testkapazitäten, die Teststrategie, die Virusvarianten und die Durchimpfungsquote verändert haben.

Wie verlässlich sind die Daten am Wochenende?

Sowohl Berlin als auch Brandenburg haben ihr Datenangebot verringert. rbb|24 arbeitet darum mit einigen Ersatzlösungen, die sich wie folgt darstellen:

Berlin:

Der Senat meldet grundsätzlich keine neuen Daten am Wochenende mehr. Damit Trends und Infektionsdynamik von den Wochenenden nicht zu sehr verzerrt werden, nutzt rbb|24 am Wochenende die neuen Fallzahlstände des Robert-Koch-Instituts (RKI). Weil die Trends bei Hospitalisierungen und Totenzahlen träger sind, führen wir am Wochenende schlicht die Stände vom Freitag weiter. Die ITS-Auslastung führen wir allerdings basierend auf dem Divi-Register täglich aktualisiert weiter.

Brandenburg:

Brandenburg meldet weiterhin am Wochenende Neuinfektionen, darum nutzen wir diese auch weiterhin für unsere Trenddarstellungen. Hingegen werden inzwischen nur noch an Freitagen Zahlen für die Belegung der Krankenhäuser angegeben. Wir führen deshalb an den übrigen Tagen den bestehenden Stand fort. Auch hier liefert uns das Divi-Register aber zumindest für die Intensivstationen aktuellere Zahlen zu. Die Totenzahlen werden ebenfalls täglich aktuell gehalten.

Warum wählt rbb|24 einen 7-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der 7-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist der Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet werden.

Gleichbleibend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt. Gleichbleibend ist der Trend zudem, wenn der Unterschied zwar prozentual größer ist, aber die absolute Differenz weniger als fünf gemeldete Neuinfektionen beträgt. Damit wird bei niedrigen Fallzahlen der Einfluss von Schwankungen reduziert.

Wieso wählt rbb|24 zwei unterschiedliche Quellen für die Daten zu Krankenhaus- und Intensivbetten?

Für die Berliner Corona-Ampel nutzt rbb|24 sowohl die Angaben des Senats als auch das Divi-Intensivregister, für das eine bundesweite Meldepflicht gilt. Der Senat bezieht sich bei seinen Zahlen auf das Ineva-Register mit Datenstand vom Vortag 13 Uhr. Die Angaben des Divi werden jeweils jeden Tag um 15 Uhr aktualisiert. Um also aktueller und umfassender bei den intensivmedizinischen Daten zu sein, zeigen wir auch die Zahlen des Divi.

Dennoch nutzen wir bei der Grafik für die Krankenhauspatienten die Senatszahlen bzw. die Zahlen des Ministerium für Gesundheit in Brandenburg. Der Grund hierfür ist, dass das Divi-Register nur Auskunft über die Intensivplätze gibt. Um auch Daten zu "normalen" Covid-19-Klinikpatienten geben zu können, stützen wir uns darum auf diese beiden Quellen - auch wenn sie weniger aktuell sind.

Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Grafik für Berlin und der Grafik für Brandenburg. Während wir in Berlin die Intensivpatienten des Senats einzeichnen, sind es in Brandenburg die beatmungspflichtigen Intensivpatienten. Der Hintergrund ist, dass lange Brandenburg nur die beatmungspflichtigen Patienten angab, Berlin lange nur die Intensivpatienten allgemein. Um die Datenlage seit Anfang der Pandemie gleich zu halten, führen wir weiterhin diese leicht unterschiedlichen Metriken fort.

Warum zeigt rbb|24 keine Berechnung der Verdopplungszeit mehr?

Das Modell für eine Verdopplungszeit geht davon aus, dass nach x Tagen doppelt so viele, nach weiteren x Tagen vier Mal so viele Menschen infiziert sind. Diese Zahlen sind interessant, wenn sie exponentiell steigen. Inzwischen ist die Infektionsdynamik aber eine andere, die Verdopplungszeit hat damit keine wirkliche Aussagekraft mehr. Entsprechend haben wir uns entschieden, diese Grafik nicht mehr fortzuführen.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?

rbb|24 verzichtet auch auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Fallzahlen pro Einwohner auf Karten, denn laut Robert-Koch-Institut [rki.de] gilt: "Die Meldung hat an das Gesundheitsamt zu erfolgen, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt." Wenn sich also jemand infiziert und testen lässt, ist in der Regel das Gesundheitsamt seines Wohnorts zuständig. Das muss aber nicht der Ort sein, an dem er potenziell am meisten andere Menschen angesteckt haben könnte.

Über die Hälfte der Brandenburger pendelt, auch viele Berliner arbeiten außerhalb von Berlin und noch mehr bewegen sich zwischen den Bezirken. Sie könnten also an einem Arbeitsplatz in einem anderen Landkreis oder Bezirk wesentlich mehr Menschen angesteckt haben als am Wohnort. Trotzdem zeigen wir inzwischen neben den weiträumigeren Brandenburger Landkreisen auch für die Berliner Bezirke eine Tabelle. Der Grund ist, dass zeitweilig nur einzelne Bezirke aufgrund hoher Fallzahlen als Risikogebiet galten. Wir wollen aber weiterhin den Eindruck einer "Gefahrenkarte" vermeiden.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen, die sich in ihrer Berechnung noch dazu zwischen Berlin und Brandenburg unterscheiden.

Als genesen gelten in Berlin [berlin.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

- hospitalisierte Fälle 7 Tage nach Entlassung; bzw. bei fehlenden Daten 28 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

In Brandenburg dagegen gelten als genesen [msgiv.brandenburg.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Meldedatum

- zu hospitalisierten Fällen fehlt eine Angabe, wie sie in die Berechnung einfließen.

Weil die Zahl der Genesenen eben nur eine Schätzung ist und noch dazu eine, die nicht einheitlich gehandhabt wird, ist auch die Berechnung der aktiv Infizierten problematisch. Man würde dafür geschätzte Genesene von den genau gezählten Infizierten abziehen.

Ferner impliziert zudem der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen aktuell das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und bereits isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle. Außerdem beachtet diese Rechnung keine Zeitverzüge durch Nachmeldungen oder einem Anstau der Proben.

Daher verzichtet rbb|24 derzeit auf eine entsprechende Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten. Die Zahl der Neuinfzierten der letzten Woche und der Woche zuvor ist aber ein grober Richtwert für den derzeitigen Stand der Epidemie. Das ist auch medizinisch gesehen sinnvoll, da bei der Mehrheit der leicht verlaufenden Erkrankungen nach ungefähr 14 Tagen die Symptome abklingen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

8004 Kommentare

  1. 8004.

    Deshalb ja auch 3x Test an Schulen.
    Aus eigener Erfahrung ein gutes und auch momentan das einzige Mittel, um Schulen "verhältnismäßig frei" zu halten!

    Was haben Test mit allgemeiner Impfung von Kinder zu tun?
    Ich bin für eine Risiko-Nutzen-Abwägung jedes einzelnen Kindes/Jugendlichen.

  2. 8002.

    Letzten Herbst/Winter gab es weder Schnelltests noch Impfungen. Da wurden jeder Kranke und zur Sicherheit alle ringsum per PCR getestet. Nun haben wir die Impfung und brauchen daher nur noch die Kranken per PCR testen (um zu wissen, an was sie erkrankt und wie sie zu behandeln sind, so wie früher auch).
    Sie sehen, wir schreiben fast das Gleiche :)

  3. 8001.

    Ich stimme ihnen über weite Strecken zu, nur der letzte Herbst/Winter hat leider gezeigt, dass die Krankheitsfälle schnell zunehmen können. Deswegen halte ich ein gutes Monitoring für notwendig. Flächendeckende PCR-Tests könnten das möglicherweise bieten. Ich kann das aber selbst nicht voll einschätzen, deswegen wollte ich meinen Vorschlag hier mal zur Diskussion stellen.

  4. 8000.

    Wer mit den unzureichend genauen Schnelltests positiv getestet wird, ist entweder bereits seit einigen Tagen ansteckend oder ist falsch positiv getestet. Wer negativ getestet wird, kann bereits oder einige Zeit später ansteckend sein. 50% der Tests sind falsch negativ, 80% falsch positiv.

    Gestern waren Sie noch gegen die allgemeine Impfung von Kindern, heute haben Sie Angst davor, dass die Kinder erkranken. Haben Sie Kinder? Unsere Große geht in die Berufsschule, unser Mittlerer aufs Gymnasium und der Jüngste in die Grundschule. Ja, ich bin dafür, dass das nutzlose Geteste bei ihnen endlich beendet wird (obwohl sie keine Probleme damit haben).

  5. 7999.

    Es dürfte nichts mehr so schlimm werden wie es war. 80%der Ü60jährigen und 50% der 18-59jährigen sind geimpft.

  6. 7998.

    Wollen Sie wirklich in Schulen und Kitas ohne Tests alles laufen lassen und dann schauen, wie viele Kinder wirklich erkranken?
    Kinder sind oft symptomlos, aber dennoch ansteckend ... das ist m.E. sehr problematisch!

  7. 7996.

    Wäre es nicht sinnvoller, demnächst einfach auf alle Tests zu verzichten bzw. nur noch Menschen zu testen, die tatsächlich erkrankt sind (um zu wissen, woran sie erkrankt sind)? Wozu benötigen wir noch die Anzahl der Infizierten, wenn kaum noch jemand erkrankt? Wer wird sich noch für die Inzidenz interessieren, wenn Covid in den Krankenhäusern nur noch eine (normale) Krankheit unter vielen anderen ist?

    In Großbritannien hat man sich getraut, die Maßnahmen zu beenden. Und? Nach kurzem Anstieg sinken nun Inzidenz und Krankenhauseinweisungen. Würde man jetzt noch die Tests einstellen, wäre die Pandemie beendet. Auch in anderen europäischen Ländern gibt es trotz hoher/höchster Inzidenzen keine Auffälligkeiten in den KKH. Die Impfung der Risikogruppen ist der Schlüssel, so wie von Experten und auch Politikern vorhergesagt. Nun muss man nur noch loslassen können...

    Und wer noch immer für die Null-Covid-Strategie ist, sollte sich aktuell Australien als mahnendes Beispiel anschauen.

  8. 7995.

    Denken wir das Ganze mal etwas weiter, was die Konsequenz daraus wäre....
    Da es nichts anderes als die Impfung gibt, würden alle Grundrechtseinschränkungen dauerhaft bestehen bleiben (es sein denn es kommt noch der Superimpfstoff) und das wäre nicht mit dem GG zu vereinbaren.
    Dazu würde mit Sicherheit die Impfquote bei den nächsten Impfungen in den Keller gehen.
    Und jetzt nimmt man mal die Zahlen aus Deutschland. Ohne Hochrechnung was könnte sein oder was wäre wenn...
    Über 40 Mio. geimpfte und derzeit unter 6.000 belegte Impfdurchbrüche. Selbst wenn man von einer 10 mal höheren Dunkelziffer ausgeht ist man immer noch weit weg von 1%.

  9. 7994.

    Wirklich interessant. Aber gibt es zu der Anzahl der positiv getesteten auch die Anzahl der durchgeführten Tests?

  10. 7993.

    Ja, laut dem betreffenden Artikel der NYT können (!) vollständig Geimpfte genauso infektiös sein wie Ungeimpfte. Das bedeutet nicht unbedingt, dass sie sich auch genauso leicht anstecken wie Ungeimpfte oder dass sie dann immer genauso infektiös sind oder dass sie auch genauso lange infektiös sind.
    Was allerdings wieder einmal deutlich wird:
    Es ist auch für vollständig Geimpfte nicht ratsam, alle Vorsicht fahren zu lassen - insbesondere gegenüber vulnerablen Personen.

    https://www.nytimes.com/2021/07/30/health/cdc-vaccinated-delta.html

    https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/cdc-corona-geimpfte-101.html

    http://m.lessentiel.lu/de/corona/story/geimpfte-tragen-das-virus-weniger-lang-in-sich-25565847?redirect=mobi

  11. 7992.

    Ich möchte mal einen Gedanken zu einer Querverbindung der Themen GGG und Dunkelziffer kund tun. Es wird ja in einigen Studien davon ausgegangen, dass die Dunkelziffer der bereits infizierten bei über 50% liegt. Ich weiß nicht, was ein PCR-Test tatsächlich im Aufwand kostet, aber wäre es nicht sinnvoll, den auch kostenlos anzubieten? Kostenmäßig wäre das sicher sinnvoller als die Antigen-Schnelltests und die Impfungen zusammen. Wie will man die Einschränkungen derjenigen, die nicht unter GGG fallen, aufrecht erhalten, wenn man die Antigen-Schnelltests und die Impfungen kostenlos anbietet, den PCR-Test, der ja nach meinem Wissen auch ein Nachweis für „Genesen“ ist, aber nicht? Zumal lange zurückliegende Erkrankungen und möglicherweise auch Impfungen ja auch nur eine geringere Wirkung haben sollen. Wäre es da nicht sinnvoller, alle 3 oder 6 Monate einen kostenlosen PCR-Test anzubieten, und der ist dann entscheidend. Wer durchfällt, muss sich impfen oder regelmäßig schnelltesten lassen.

  12. 7991.

    Als Nachgang zu den deutschlandweiten positiv Getesteten noch die Berliner. Allerdings erst ab März, davor hatte ich noch nicht mitgeschrieben:
    März 17.120
    April 22.253
    Mai 9.906
    Juni 1.849
    Juli 2.521
    Ab 31.03. FFP2 Maskenpflicht, Testpflicht zum Einkaufen, Friseur…Testpflicht 2xpro Woche bei kundenkontakt. 2 Pflichttests pro Woche für Schüler und Lehrer...Im Juni die Öffnungen hatten wohl positiven Effekt.

  13. 7990.

    Mal ehrlich, die als Beispiel aufgeführten beanstandeten Studien hätten wir auch als Blödsinn entlarvt. Irgendwie ist der Artikel komisch.

  14. 7989.

    Wenn das genau so bestätigt würde, wäre eine Herdenimmunität im Sinn von: Wenn genügend geimpft sind stoppt die Epidemie im jeweiligen Gebiet, prinzipiell unmöglich. Dann wäre es sinnvoll die Impfungen auf Personen zu konzentrieren, die schwere Krankheitsverläufe entwickeln können - genug statistisches Material sollte dafür vorliegen. Dann würde sich mir aber auch die Frage stellen, was die Impfung in der Breite für immer jüngere Personen noch bringt - es würde ja keine weiteren Infektionen verhindern, nach Aussage dieser Studie und da schwere Verläufe hauptsächlich bei Älteren auftreten, würde es auch nicht das Gesundheitswesen zusätzlich entlasten. Ist diese Studie begutachtet verfügbar und wo?

  15. 7988.

    Mal zum Nachdenken was die Verwendung von Studien insbesondere zum Thema COVID angeht.
    https://www.tagesschau.de/investigativ/wissenschaft-studien-zurueckziehungen-113.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

  16. 7987.

    Laut Studie der CDC in den USA geben Geimpfte das Virus genauso weiter wie Ungeimpfte. Die New York Times berichtete. Hat der RBB hierzu weitere Informationen? MfG

  17. 7986.

    Sie verstehen aber auch gar nix. Das ist doch das Tal der Welle. Ich wünsche mir, dass es so bleibt oder besser wird.

  18. 7984.

    Der Satz über dem Diagramm ist auch nicht ganz schlüssig, da fehlen Wörter. Es wurde halt lange nicht aktualisiert. Ob Brandenburg seine Quoten irgendwo veröffentlicht, weiß ich nicht.

  19. 7983.

    Heute früh stand oben noch +43%, jetzt nur noch +5%. Intuitiv hatte ich angenommen, dass die Prozentzahl oben und die aktuellste in der Ampel (in etwa) gleich sein müssten - aber die müssen sich ja offensichtlich nicht mal im gleichen Verhältnis verändern. Ich glaube, ich ziehe meine Frage besser zurück :)

  20. 7982.

    Danke für die Links
    Dann frage ich, vielleicht etwas naiv , wie ist der Text zu verstehen, der seit Wochen als Unterschrift zum Positiv-Quotendiagramm zu sehen ist:
    "**Das RKI gibt nicht mehr kumuliert die Zahlen für Positivtests an. rbb|24 benötigt darum Presseanfragen, um die Positivquote zu errechnen. Das kann mitunter zu Zeitverzügen führen. "
    ????
    Der Verlauf endet am 04.07. - also vor genau einem Monat.

  21. 7981.

    Kann mir bitte jemand kurz erläutern, worin der Unterschied zwischen dem "Wochentrend der 7-Tage-Inzidenz" laut Ampel und dem weiter oben angegebenen "Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor" besteht? Danke.

  22. 7980.

    Die korrekten Werte heute sind 9, 11, 17 %. Aber mit welchen Zahlen das berechnet wird, weiß wohl nur das RKI.

  23. 7979.

    2. Versuch: Im Nachgang zu Sonntag, wo es um Tests ging. Ich habe mal die täglich gemeldeten Positiven in Deutschland zu Monatszahlen addiert:
    Januar 496.634
    Februar 225.973
    März 366.537
    April 572.724
    Mai 299.529
    Juni 47.015
    Juli 41.024 Anfang März gingen die Massentests los. Jetzt fangen sie Anfang August mit dem Schulbeginn an. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Ausbeute bei den Kindern nicht wie gewünscht ausfallen wird.

  24. 7978.

    ". Als aktuell infiziert gelten in Deutschland rund 25.430 Personen." das entspricht 0,030564904 % der Einwohner.

    Das nennt sich also 4. Welle...

  25. 7977.

    Liebes RBB-Team, die Werte der Veränderung der 7-Tage-Inzidenz sind in falscher Reihenfolge. Richtig ist: 9, 11, 17. Bitte korrigieren Sie das. Danke!

  26. 7976.

    "... vor Corona ..." Da das nicht ganz exakt ist, sollte sich das klären lassen. Es gibt ja noch andere humane Coronaviren neben SARS-CoV-2 und das schon lange und die werden vom RKI schon lange mit ähnlichen Methoden wie bei Influenza erfaßt. Wenn man nun annimmt, daß die anderen Coronaviren sich ähnlich dem neuen verbreiten, sollte sich da aus historischen Daten vom RKI was ableiten lassen. Wäre zumindest ein Versuch.

  27. 7975.

    Liebe rbb|24-Redaktion,
    sehen Sie sich in der Lage beispielhaft zu erläutern, aus welchen konkreten Inzidenzen der letzten Tage sich die heutigen Werte des Ampel-Indikators "Veränderung der 7-Tage-Inzidenz" (17,0% / 11,0% / 13,0%) berechnen ließen?
    Besten Dank!

  28. 7974.

    Naja, bis zum Frühjahr hatte Corona schon einen relevanten Anteil. Danach wurde er (erwartungsgemäß) immer kleiner.
    Aber was ist nun die Erkenntnis? Influenza lässt sich durch AHA ganzjährig sehr gut eindämmen, andere Viren (auch Corona?) nicht unbedingt? Wie sind die (bekannten) Verbreitungswege der einzelnen, durch AHA offensichtlich nicht (so gut) eindämmbaren Viren? Wie war die Verbreitung der einzelnen Viren im Jahresverlauf vor Corona (als es noch Influenza gab)? Ich denke, das Thema ist ein wenig komplexer und ein simpler Vergleich von Influenza mit Corona nicht zielführend.

  29. 7973.

    Wir haben 33 Neuinfektionen in Berlin. Wann wird die Grafik angepasst?Sind die anderen Tage überhaupt schon angepasst? Schade, das dies schon eine Weile nicht funktioniert. Fand ihre Seite immer recht informativ. Aber so muss ich wohl auf andere Seiten zurückgreifen. Ist nämlich nicht das erste Mal

  30. 7972.

    Dafür aber reichlich andere Erkältungsviren und verschwindend geringer Anteil von Sars Cov2.

  31. 7971.

    Schöne detailreiche Übersicht zu Europa:
    https://www.zeit.de/wissen/corona-karte-deutschland-aktuelle-zahlen-landkreise#international

  32. 7969.

    Zweiter Versuch :(
    Influenzaviren sind in den Diagrammen gar nicht sichtbar. (Es gibt zwei Rottöne.)
    Vergleich somit schwierig (Grippe seit 1,5 Jahren praktisch nicht vorhanden) und ggf. auch nicht sinnvoll, wie SuS schon schreibt.

  33. 7968.

    Daß die Erfassung anders ist, ist mir bewußt. Die Vergleich ist eher qualitativ. Es sind aber mehrere gängige respiratorische Viren erfaßt, u.a. auch die anderen zirkulierenden Coronaviren.

  34. 7967.

    Das Problem dabei ist, dass die Testanbieter ja viel mehr Tests abgerechnet haben, als sie wirklich durchgeführt haben. Es gibt also keine belastbare Zahl an Schnelltests.

  35. 7965.

    Auch sehr interessante Übersicht. Keine Ahnung, was die Gruppen unterscheidet. Ich vermute aber mal, dass die Bestimmung, wer ein Corona-Toter ist und wer nicht, in den Ländern unterschiedlich gehandhabt wird.
    Interessant auch, dass von den derzeit aktiven Fallen der positiv Getesteten nur 0,6 % in ernstem oder kritischem Zustand sind.

  36. 7964.

    In diesem Zusammenhang wäre mir ebenfalls sehr wichtig zu wissen, inwiefern die Antigentests Berücksichtigung finden könnten. Es wurden lt. KV von März bis Mai in Berlin rd. 11 Millionen Antigentests von den privaten Testanbietern abgerechnet. Für mich heißt dies, dass wöchentlich 785.000 Tests durchgeführt wurden, von denen x positiv ausfielen und zum Nachtesten zum PCR-Test mussten, der dann in der offiziellen Statistik des RKI erfasst wurde. Die negativen Tests i.H. Von X fallen vermutlich unter den Tisch. Würden alle wöchentlichen Tests berücksichtigt, sähe zumindest die Prozentzahl der positiven Tests anders aus.

  37. 7963.

    Danke für den Link! Wunderbare Diagramme. Die ganz Kleinen sind zwar am meisten beim Arzt, haben alle möglichen Erkältungsviren, aber so gut wie kein Corona... Schade, dass die anderen Altersgruppen kein Diagramm bekommen haben.

  38. 7962.

    Hallo Björn,
    sorry aber der Vergleich ist alles andere als hilfreich. Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen Methoden wie die Influenza und die SARS - CoV Infektionen festgestellt und gezählt wurden. Bei SARS CoC-2 fließen alle beim Testen erhobene positive Befunde ein. Bei der Influenza hingegen werden mit Hilfe der PCR nur Proben untersucht, die über Sentinelpraxen erfasst und eingeschickt werden. Fazit: bei Influenza werden nur Kranke erfasst. Bei Covid werden positive Laborbefunde erfasst unabhängig davon ob eine Erkrankung vorliegt oder nicht. Methodisch zwei völlig unterschiedliche Welten.
    Der einziger Ausweg den ich aus diesem Schlamassel sehe wäre der Einsatz von Multiplex-PCR-Tests, die neben CoV2 auch gängige Influenzastämme miterfassen. Wäre sinnvoll aber möglicherweise fürs Narrativ schädlich, weil plötzlich hätte man der Bevölkerung erklären müssen woher so viele Influenzafälle herkommen. Und wir hätten statt einer Pandemie auf einmal zwei.

  39. 7961.

    Zur generellen Einschätzung der Wirksamkeit der Maßnahmen (wahrscheinlich hauptsächlich AHA-Grundmaßnahmen) und dem typischen Jahresgang ist vielleicht der Vergleich mit der Grippe hilfreich, da vergleichbarer Übertragungsweg:
    https://influenza.rki.de/Diagrams.aspx?agiRegion=0

  40. 7960.

    Die Daten der Senatskanzlei sind mir bekannt. Meine frage hat aber der Informationspolitik des RKI gegolten. Trotzdem, vielen Dank.

  41. 7959.

    Ich mische mich einfach mal ein:
    Anzahl der PCR-Tests mit Quote nach Kalenderwoche
    unter: Lagebericht Corona Berlin / Labordaten

    29. Kalenderwoche
    ca. 29.000 Tests in Berlin
    bei einer Positivquote von 2,8 %

    Beispiel zum Vergleich:
    25. Kalenderwoche
    ca. 32.000 Tests in Berlin
    bei einer Positivquote von 0,8 %


  42. 7958.

    Interessant ist mal der Vergleich, wenn man die gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 vergleicht
    https://www.worldometers.info/coronavirus/
    (nach Spalte Deaths/1M pop sortieren) Dort mal welche Staaten in der Spitzengruppe sind gegenüber wer am Ende der Tabelle dann steht - Ministaaten kann man auch ausnehmen dabei. Was unterscheidet diese beide Gruppen voneinander, daß es so große Unterschiede in den gemeldeten Todesfällen gibt? Es ist immerhin eine Spannbreite von rund 5000/1Mio zu unter 10/1Mio.

  43. 7957.

    Hallo RBB-Team,
    gibt es vielleicht in absehbarer Zeit eine Chance auf Aktualisierung der Positivquoten durchgeführter Tests? Aus einem schwer nachvollziehbaren Grund bleibt das RKI auf diesen Daten sitzen und hütet sie als ob es ein Staatsgeheimnis wäre. Seit einem Monat gibt es zwar in Ihrer Zusammenstellung ein Diagramm aber die Darstellung fand ein abruptes Ende am 01. Juli.
    Nun ist eine Bewertung der Inzidenzzahlen ohne Positivquoten eigentlich nicht beurteilbar. Eine ganz andere Bedeutung hat die Inzidenz wenn Positivquoten steigen als wenn sie fallen. Zumal Angaben über tägliche Gesamtzahl getesteter Personen ebenfalls nicht vorliegen.
    Gibt es seitens des RKI eine Begründung für diese Vorgehensweise? Machbar wäre es, wie das britische Beispiel zeigt:
    https://coronavirus.data.gov.uk/

  44. 7954.

    Lieber RBB, nach zwei Stunden sollten doch auch die Tabellen aktualisiert sein.

  45. 7953.

    Die Impfmüdigkeit soll auch in Brandenburg bekämpft werden. Es sollte mit dieser Meldung auch informiert werden, wo man sich jetzt ohne Anmeldung impfen lassen kann. Mein Hausarzt ist z.B. die nächsten Wochen im Urlaub und das Impfzentrum in der Turm-Erlebniscity in Oranienburg schließt zum 31.07.2021!

  46. 7950.

    Das RKI twittert

    "
    Robert Koch-Institut
    @rki_de
    ·
    41 Min.
    Die ausgewiesenen Fallzahlen von heute (29.07.2021) auf dem COVID-19-Dashboard werden derzeit auf Richtigkeit überprüft. Wir informieren an dieser Stelle, wenn die Überprüfung abgeschlossen ist."


    https://twitter.com/rki_de/status/1420650997026803715?s=20

  47. 7949.

    Liebe rbb|24-Redaktion,
    ist Ihnen etwas von einer technischen Datenstörung o.ä. beim RKI bekannt?
    Die heutigen Zahlen des Dashboards korrespondieren hinsichtlich der Zuwächse in keiner Weise mit denen vom Vortag.
    Haben Sie eventuell Möglichkeiten, nachzufragen?

    Übrigens: Die fragwürdigen Zahlen finden sich heute auch in der täglich bereitgestellten Datei RKI_COVID19.csv.
    (https://opendata.arcgis.com/datasets/dd4580c810204019a7b8eb3e0b329dd6_0.csv)

    PS: Kurzzeitig dachte ich, einen Tag komplett verschlafen zu haben.

  48. 7948.

    Liebe rbb|24-Redaktion,
    ist Ihnen etwas von einer technischen Datenstörung o.ä. beim RKI bekannt?
    Die heutigen Zahlen des Dashboards korrespondieren hinsichtlich der Zuwächse in keiner Weise mit denen vom Vortag.
    Haben Sie eventuell Möglichkeiten, nachzufragen?

    Übrigens: Die fragwürdigen Zahlen finden sich heute auch in der täglich bereitgestellten Datei RKI_COVID19.csv.
    (https://opendata.arcgis.com/datasets/dd4580c810204019a7b8eb3e0b329dd6_0.csv)

    PS: Kurzzeitig dachte ich, einen Tag komplett verschlafen zu haben.

  49. 7947.

    Die 24,8 als 7d-Inzidenz für Berlin scheint sich bewährt zu haben, seit 3 Tagen unverändert! Endlich mal eine Konstante in der Pandemie!

  50. 7946.

    *** ANZAHL FÄLLE BERLIN ***

    gestern (28.07.21):
    182.171 (RKI-Situationsbericht)
    182.167 (Lagebericht Lageso Berlin)

    heute (29.07.21):
    182.630 (RKI-Dashboard)
    182.340 (Lagebericht Lageso Berlin)

    Zuwachs:
    127 (RKI-Dashboard) ???
    173 (Lagebericht Lageso Berlin)

    Ich möchte mal ein lautes "Hä?" in die Runde werfen...

  51. 7945.

    "Inzidenz ist Leitindikator für Infektionsdynamik (hohe Inzidenzen haben zahlreiche Auswirkungen)", heißt es in dem vom RKI-Chef Wieler der PMK am Montag vorgeleten Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt (...)
    Zur aktuellen Lage heißt es in dem Papier, dass die Inzidenzen seit rund drei Wochen wieder stiegen, der Anteil der Hospitalisierungen seit rund zwei Wochen. "Die vierte Welle hat begonnen."
    "Hohe Impfquoten alleine seien nicht ausreichend, die vierte Welle flach zu halten, heißt es weiter. Zusätzliche "Basisschutz-Maßnahmen" seien notwendig, um die vierte Welle so zu senken, dass die Patientenzahlen in Krankenhäusern nicht zu hoch würden. Als Maßnahmen nennt das Papier eine Reduzierung der Kontakte sowie eine Reduktion der Mobilität."
    Muss man wirklich kommentieren? Herr Wieler hat vollkommen recht. Hohe Impfquoten alleine seien nicht ausreichend um einen Indikator, das die Pandemielage nicht abbildet, zu senken. Eine Erkenntnis, die seit Monaten bekannt ist.

  52. 7944.

    Was genau an aktuellen Zahlen fehlt Ihnen denn? Einfach mit ganz konkreten Wünschen und Anmerkungen an die Redaktion wenden, i.d.R. wird hier auch zeitnah von der Redaktion geantwortet geantwortet.

  53. 7943.

    Anlässlich der heutigen Aussagen vom RKI zur Erinnerung ein Beitrag vom 12.07. zum Thema Inzidenz. wie schnell sich alles wieder ändert...
    https://www.focus.de/gesundheit/brisianter-bericht-rki-plant-corona-wende-nicht-nur-inzidenz-allein-soll-ueber-massnahmen-entscheiden_id_13486544.html
    heute: https://web.de/magazine/news/coronavirus/rki-schlaegt-alarm-vierte-corona-welle-36036122

  54. 7942.

    " ... 60 Millionen Blutentnahmen ..." Das geht natürlich nicht, zumindest nicht zeitnah. Aber warum testet man sich nicht schon mal langsam durch Prio 1. Diese Impfungen sind schon länger her, es sind besonders gefährdete Gruppen und es wäre wichtig zu wissen, ob eine Auffrischung nötig wäre. Appropos Auffrischung: Was machen eigentlich die aktualisierten neuen angepaßten Impfstoffe für die neue Saison?

  55. 7941.

    Ich schaue in meine Tabelle und stelle fest, in Berlin hatten die Krankenhäuser in den letzten 3 Wochen einen Zulauf von 24 positiven Tests und 52 positiv Getestete haben das Krankenhaus in dieser Zeit verlassen. Das ist ein Rückgang von 28 Fällen.
    Vermutlich denkt Wieler voraus...

  56. 7940.

    "Sehr schade. So kann man eigentlich alle Zahlen nicht mehr ernst nehmen."

    Gerade vor wenigen Minuten lt. DPA
    RKI schlägt Alarm: "Die vierte Welle hat begonnen"
    Aktualisiert am 28.07.2021, 15:39 Uhr
    Seit rund drei Wochen stiegt die Inzidenz wieder, auch der Anteil der Hospitalisierungen nimmt zu. Das Robert-Koch-Institut schließt daraus, dass die vierte Welle bereits begonnen hat. Zusätzliche Maßnahmen seien laut RKI notwendig, damit die Patientenzahlen in Krankenhäusern nicht zu hoch würden. © dpa
    Ich schaue auf die Zahlen in Krankenhäusern und erlebe eine kognitive Dissonanz.
    Man könnte den Eindruck gewinnen, dass wenn die Zahlen mit aktuellen Untergangsszenarios nicht exakt korrelieren, das Interesse seitens der Politik und den Medien an den unpassenden Zahlen deutlich sinkt.

  57. 7938.

    Schade das diese Seite nicht mehr vernünftig aktualisiert wird.

  58. 7937.

    Hallo,
    der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen sowohl im Wochenvergleich, sowohl für die Tage als auch für die Woche ergibt schon länger einen wirren Unsinn. So macht das keinen Spaß.

  59. 7936.

    "50% falsch positiv / 50% falsch negativ"
    Was natürlich nicht heißt, dass alle Tests falsch sind - falls mir jemand Populismus unterstellen will.

    Hier mal zwei beispielhafte Artikel zur Test(un)genauigkeit:
    www.rnd.de/gesundheit/drosten-halt-schnelltests-fur-unsicher-empfiehlt-aber-weiteren-einsatz-7RR7BZP7VFAUTGZ3TKSXG3CGUE.html
    www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/80-Prozent-der-positiven-Corona-Schnelltests-falsch-positiv-421053.html

    Laut neueren Erkenntnissen sind also nicht nur 50%, sondern deutlich mehr Schnelltests falsch positiv. Das passt dann auch zu meiner hier vor einiger Zeit thematisierten Diskrepanz zwischen positiven Schnell- und positiven PCR-Tests. (Anzahl der positiven Schnelltests fast genauso hoch wie Anzahl aller positiven PCR.) Hatte aber kaum jemanden interessiert und interessiert wohl auch weiterhin nicht, wenn man die geplante Ausweitung der Tests für alle Einreisenden betrachtet. Ein Irrsinn das alles -.-

  60. 7934.

    Sie reden da ein wenig aneinander vorbei.
    1. die ffp2 Maske dient dem Selbstschutz und hat natürlich den Effekt damit auch andere zu schützen.
    2. gemeint ist hier vor Corona … also es gab schon immer Menschen die besonders schwer auf bestimmte Viren oder Bakterien oder was auch immer reagiert haben, die sich nicht gegen welche Krankheit auch immer impfen lassen durften bzw. bei denen die Impfung aus welchen Gründen auch immer nicht gewirkt hat
    Grob gesagt diese Menschen mussten selber sehen wie sie klar kommen, es gab keinen allgemeinen Aufruf alle müssen auf diese Rücksicht nehmen
    Und genau das wird in absehbarer Zeit auch bei Corona eintreten

  61. 7933.

    Mal wieder was zur Suche nach den Ansteckungsorten:
    https://www.spektrum.de/news/coronavirus-wo-ist-das-ansteckungsrisiko-im-herbst-hoch/1898959?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

  62. 7932.

    Also wenn ich die Tabelle jetzt öffnen, stehen da an den 3 Tagen ganz andere Werte für die 7-Tage-Inzidenz, als Sie geschrieben haben. Die scheinen also nachträglich auch korrigiert zu werden, obwohl es mal hieß, die werden nicht korrigiert. Wieder sehr interessant.

  63. 7931.

    "Ham wa früher auch nich"
    Es mag traurig klingen, ist aber Realität. Sie hatten sich vor Corona sicherlich auch keine Gedanken über fremde Menschen gemacht, denen Infektionen gefährlich werden konnten. Diese Menschen mussten schon immer allein (bzw. mit Hilfe ihrer Angehörigen) zurechtkommen. Corona ist keine exklusive Gefahr für sie.

    Noch ungeimpfte Impfwillige werden täglich weniger und sollten inzwischen auch keiner Risikogruppe mehr angehören, sind also nur in absoluten Einzelfällen durch Covid gefährdet. Hierfür weiterhin einen riesigen Testapparat (von unzureichend genauen Tests; 50% falsch positiv / 50% falsch negativ) vorzuhalten ist in meinen Augen sinnlose Verbrennung von Steuergeldern.

  64. 7930.

    "Das kann man testen, wie bei anderen Impfungen oder durchgemachten Erkrankungen auch."
    Natürlich könnte man das. Darf ich fragen: wie stellen Sie sich das praktisch vor? Wir schaffen es nicht die Menschen in Impfzentren zu bewegen, wir schaffen es seit Anfang der Pandemie nicht Kontakte zurück zu verfolgen, wir schaffen es nicht an den Grenzen zu testen. Und nun sollten etwa regelmäßig bei allen Geimpften und Genesenen Blutentnahmen statt finden um AK-Titer im Verlauf zu bestimmen? Wer soll diese 60 Millionen Blutentnahmen bewerkstelligen, welche Labore sollen die Bestimmung durchführen und vor allem wer soll die Ergebnisse erfassen und auswerten?

  65. 7929.

    Der u.a. Link zeigt auf die offizielle Datei "all.xlsx" des Landes Berlin (Berlin Open Data), in der u.a. die 7-Tage-Inzidenzen dargestellt sind.
    Versuchen Sie mal, die heutigen Werte der Berliner Ampel (40%, 34%, 37%) anhand dieser Datei von heute nachzuvollziehen. (Bzw. morgen dann die entsprechenden Werte der morgigen Datei.)

    Für heute ergäben sich
    26.07.21: 24,7 zu 17,7 --> 39,5%
    25.07.21: 24,5 zu 17,7 --> 38,4%
    24.07.21: 24,5 zu 17,4 --> 40,8%

    Sorry, aber diese inkonsistente Behandlung der Daten ist unglaublich.
    Oder vielleicht ist das Großprojekt "Neuberechnung von drei Prozentzahlen" noch in der Einschwingphase...

    https://www.berlin.de/lageso/gesundheit/infektionskrankheiten/corona/tabelle-indikatoren-gesamtuebersicht/index.php/index/all.xls?q=

  66. 7928.

    Selbstschutz ist ja nicht so einfach. Auch die Maskenplicht dient ja in erster Linie dem Schutz der anderen. Ohne die passenden Rahmenbedingungen ist es schwierig, sich zu schützen. - Wenn Menschen ohne Maske dicht an einen herankommen auf der Straße, auf der Arbeit, im ÖPNV, beim Einkaufen, bei der Arbeit .... - Wenn die Menschen auch einfach nicht mehr sensibel sind für Abstand.
    Den zweiten Teil Ihrer Antwort verstehe ich nicht ganz. "Vor Corona" gab es natürlich keine Notwendigkeit, sich um den Schutz der Menschen vor Covid Gedanken zu machen. Bei anderen Krankheiten hat man das durchaus (früher: Pocken, jetzt noch: Mumps, Masern, Röteln, Polio ...). Die Frage, wie man die Menschen schützen kann oder beim Selbstschutz unterstützen kann, muss man sich schon stellen. Ein billiges "Ham wa früher auch nich" reicht hier nicht aus.

  67. 7927.

    Technischer Nachtrag. Die 7d-Inzidenz, die Sie meinen ist bereits ein Anstieg und zwar der normierte Anstieg der (gesamt) Inzidenz. Der Anstieg der Inzidenz ist damit eine Krümmung des Anstiegs. Wenn dieser Anstieg der 7d-Inzidenzen von Tag zu Tag (ihr Beispiel) die gleiche relative Änderung hat (bei Ihnen pro Tag 100%, also Verdopplung jeden Tag => gibt eine nette Reihe von 2er Potenzen) dann ist es eine e-Funktion - nichts abgehobenes, reines Schulwissen zu Ableitungen und zur e-Funktion. Man darf sich das aber nicht ewig vorstellen, da die Werte bald größer wären als ihre Population (nach 16 Schritten wäre sie bei 2^16 = 65536 (=64K für die C64-Fans), also in der Summe bis dahin 2^17 = 131072 (das war der C128); wenn sie nur 100k als Population hätten, wäre dann absoluter Schluß - in Berlin ginge es noch etwas weiter, aber halt nur als Gedankenspiel, nie in einer realen Epidemie).

  68. 7926.

    Eine Stimme aus der Schweiz:
    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/coronavirus/forscher-empfiehlt-deutschland-abkehr-von-sieben-tage-inzidenz/ar-AAMCoRd?ocid=msedgdhp&pc=U531

  69. 7925.

    Berlin und das RKI melden doch tatsächlich seit dem 20.07.2021 die selben Fallzahlen und 7-Tage-Inzidenz. Mal sehen, wie lange sie das durchhalten.

  70. 7924.

    "So geht Mathematik und gibt nicht in jedem Fall die wirkliche Realität wieder." Ich verstehe das Problem nicht. Die genannte Steigerung im Beispiel ist doch dann die Realtität, Mathematik ist objektiv. Sie meinen etwas anderes. Sie extrapolieren wahrscheinlich das Ergebnis weniger Tage in Gedanken unverändert weit in die Zukkunft und schütteln darüber dann den Kopf. Aber das ist nicht die Schuld der Mathematik, das wäre nur Ihr persönliches Modell der weiteren Entwicklung, das großteil auf Phantasie und nicht Mathematik weniger Tage des Beispiels beruht.

  71. 7922.

    @rbb ich hatte beim durchscrollen durch den endlosen Artikel einen Gedanken. Könnte man vielleicht die Erklärblöcke zum Schluss als Aufklappmenü, link oder in ein FAQ separat packen? Die meisten sind hier doch Dauergäste und brauchen den Text nicht…

  72. 7921.

    In der Tat sollte es vergleichbar mit dem Trend einen Grenzwert geben, also wenn die Differenz +-5/ 10 / ? Ist, gilt der Trend als gleichbleibend, auch wenn % explodieren.

  73. 7920.

    Die Daten aus GB werden schnell nicht mehr beachtet.
    Indien hat nach dem Höchststand der durch alle Medien ging schon länger nur noch 10% dieses….
    USA hat alle Maßnahmen abgeschafft…. man könnte meinen sind alle tot, so wenig wie darüber was gesagt wird.
    Dänemark hat nur im ÖPNV noch eine Maskenpflicht…. auch hier Stille.
    Überall wo es zu keinen großen Auswirkungen mehr kommt wird nicht mehr drüber berichtet. Dann schon lieber, das Frankreich eine impflicht für bestimmte Berufe einführen will.

  74. 7919.

    "Zumindest bis alle Willigen die Möglichkeit zum Aufbau eines vollen Impfschutzes hatten, sollte man die bisherige Praxis beibehalten."
    Warum können sich Impfwillige bis zum Aufbau Ihres Schutzes nicht unabhängig von der Inzidenz selbst weiter wie bisher schützen, wenn sie das möchten?

    "Danach bleibt die Frage, wie wir damit umgehen, dass es Menschen gibt, die nicht geimpft werden können und für die Covid eine gravierende Gefahr darstellt."
    Diese Frage beantworten die betroffenen Menschen für sich selbst, indem sie sich, so wie vor Corona und derzeit auch, selbst schützen. "Wir" müssen damit gar nicht umgehen - haben wir vor Corona schließlich auch nicht.

  75. 7918.

    mal angenommen, die Inzidenz wäre heute Null, morgen 1 und übermorgen 2, dann ist das doch ein Anstieg um 100% (oder um 200%). Hört sich gruselig an, ist es aber nicht, weil die Egebniszahlen von der absoluten Zahlenhöhe (100 oder 200%) undramatisch bleiben. So geht Mathematik und gibt nicht in jedem Fall die wirkliche Realität wieder.

  76. 7917.

    Nein, Sie sind weder "praktisch auch geimpft" noch "geimpft". Unter umständen können Sie aber Immunität gegen Erreger aufgebaut haben, wobei es kann mit Sicherheit nicht gesagt werden, ob Sie dadurch ausreichend vor Erkrankung geschützt werden.
    Dies gilt für alle, die wg. eines positiven PCR-Befunds als "Infizierte" bezeichnet werden und als Fälle in COVID-19 Statistiken einfließen unabhängig davon ob Sie dann klinisch erkrankten oder auch nicht. Gesundheitsbehörden dieser Welt haben so entschieden.
    Sie können allerdings mit Ihrer Vermutung im gewissen Sinne richtig liegen, weil das oben gesagte auch für Impfung und den Immunstatus danach gilt.

  77. 7916.

    Also bei Berlin.de stehen + 40 %. Also schön aufgerundet oder paar Fälle drauf gepackt...

  78. 7915.

    Aktuelle 7d- Inzidenz (27.07.): 24,8
    Vor einer Woche (20.06.): 18,0
    24,8/18,0=1,378
    Also Anstieg um 37,8%
    Angegeben sind in der individuell erstellten Grafik 66%

    Deswegen bin ich der Meinung, dass hier bei der Umsetzung der Daten was geändert werden muss!

  79. 7914.

    Vielen Dank,
    so gesehen relativiert sich die Lage ein Bisschen, allerdings nicht viel. Seltsamerweise fehlen im SZ-Artikel zwei wichtige Informationen:
    1. Wenn es aktuell 281 aktive Infektionen gibt, wie ist der Anteil von geimpften in dieser Gruppe? Willkürlich einen Tag als Referenzgröße auszuwählen überzeugt nicht.
    2. Wenn es 8000 spanische Pendler gibt (Menschen, die meistens fürs WE nach hause fahren), warum werden sie bei Berechnung der Impfquote wegsubtrahiert obwohl sie die meiste Zeit dort verbringen und als Kranke zählen? Ähnliches passierte mit "permanent residents" und Besuchern - sie zählen zur Bevölkerung nur wenn sie krank werden, als geimpfte Einwohner zählen sie nicht.
    Dessen ungeachtet: die Daten sagen uns drei Dinge - eine höhe Inzidenz lässt sich durchs Impfen nicht verhindern. Verhindern lassen sich schwere Verläufe, aber auch diese nicht ganz (Hospitalisierungsquote=3,2%). Aktuelle Sterblichkeit gleich null ist eine eindeutig gute Nachricht.

  80. 7913.

    Bescheidene Frage. Wenn ich aus welchen Gründen auch immer für mich persönlich entschieden habe mich nicht impfen zu lassen und mich infiziere und die Infektion durchgemacht habe, dann bin ich doch praktisch auch "geimpft".

  81. 7912.

    Wenn ich das mal überschlage, entspricht der Schutz durch die Impfung etwa den Annahmen. Etwa 1/14 der Bevölkerung ist nicht geimpft, also ein Verhältnis von 1:13. Ungefähr gleiche Anzahl von geimpften und ungeimpften unter den neu infizierten. Da wird der Impfschutz etwa bei 90-93% betragen.

  82. 7911.

    34000 Einwohner
    Impfquote knapp 93%
    ~ 2400 Ungeimpften

    letzten Sonntag 18 Neuinfektionen, davon 8 Ungeimpfte

    Die 9 Krankehauseinweisungen mit einem ITS-Fall beziehen sich auf die aktuell (25.07.2021) 281 aktiven Infektionen (254 Einheimische, 27 Besucher).

    (lt. Artikel in der Süddeutschen vom 25.07.2021, Link im vorherigen Post)

  83. 7910.

    "Richtig. Und als Konsequenz sollten dann auch die Massentests bei symptomlosen/gesunden Menschen unterbleiben."
    Das sehe ich nich so, denn die Inzidenz ist immer noch ein Maß für die Gefährdung ungeimpfter. Zumindest bis alle Willigen die Möglichkeit zum Aufbau eines vollen Impfschutzes hatten, sollte man die bisherige Praxis beibehalten. Danach bleibt die Frage, wie wir damit umgehen, dass es Menschen gibt, die nicht geimpft werden können und für die Covid eine gravierende Gefahr darstellt.

  84. 7909.

    "testen!, testen!, testen!, erinnern Sie sich noch?"
    Ja - und es hört einfach nicht auf..
    Hoffen wir mal, dass GB in den nächsten Wochen zeigt, was die Inzidenz wirklich noch taugt und ob man das viele Testen endlich lassen kann und die wenigen erkrankten Menschen einfach behandelt und den Rest der Bevölkerung wieder in Ruhe lässt.

  85. 7908.

    "Die einzige Erklärung die übrig bleibt wäre dann, dass die Fallinzidenz nichts über Ausbreitung der Krankheit verstanden als ernstzunehmende Bedrohung aussagt."
    Richtig. Und als Konsequenz sollten dann auch die Massentests bei symptomlosen/gesunden Menschen unterbleiben. Anlassbezogene Untersuchungen/Testungen bei Symptomen, was man denn tatsächlich hat, so wie bei allen anderen Krankheiten bisher auch, sollten bei entsprechender Impfquote reichen. Wird ja auch niemand nebenbei auf Fußpilz oder Karies getestet, nur weil man mal unter Leute will - und dann daraus ne Dauerpandemie gemacht. Gehört halt bei vielen dazu, ist aber nicht wirklich dramatisch.

  86. 7907.

    Danke sehr.
    Allerdings:
    "Die Infektionen verteilen sich dabei wohl über die Altersklassen und betreffen etwas mehr Geimpfte als Ungeimpfte. "
    Etwas mehr? Bei einer Impfquote von 93%? Wie soll das möglich sein?

    " Krankenhauseinweisungen gab es da allerdings inzwischen auch: bisher 9, davon 1 auf der Intensivstation."
    Natürlich. Mein Kommentar bezog sich aber nicht auf die Gesamtdauer der Pandemie sondern auf die aktuelle Lage während der letzten Monate wenn die Inzidenzen trotz fantastischer Impfquote massiv steigen. Sowas darf es eigentlich gar nicht geben, oder?
    Damit wir uns richtig verstehen: ich stelle die Wirksamkeit und den Sinn der Impfung nicht in Frage. Aber verstehen kann ich es trotzdem nicht. Die einzige Erklärung die übrig bleibt wäre dann, dass die Fallinzidenz nichts über Ausbreitung der Krankheit verstanden als ernstzunehmende Bedrohung aussagt.

  87. 7906.

    "Haben Sie dafür eine Erklärung?" Nein. Ich würde einfach erstmal weiter Beispiele sammeln, bis sich mal ein Muster oder Gemeinsamkeiten ergeben.

  88. 7905.

    Danke für die Informationen, ich habe da neben der Arbeit nicht immer so viel Zeit.
    Ein kleine Anmerkung aber zu: "Die Infektionen verteilen sich dabei wohl über die Altersklassen und betreffen etwas mehr Geimpfte als Ungeimpfte." Es geht dabei um Infektionsdaten, nicht um Hospitalisierung/Erkrankungen? Dann sollte man dabei beachten, wie hoch die Infektionwahrscheinlichkeit der beiden Gruppen ist. Wenn die perönliche Infektionswahrscheinlichkeit (nicht Erkrankungswahrscheinlichkeit) für beide Gruppen etwa gleich ist, dann ist das nicht verwunderlich, daß es bei der Impfquote auch sehr viel mehr Geimpfte als Ungeimpfte gibt. Nächste Feinheit wäre dann, wieviele der vollständig geimpften auch wirklich vollen Impfschutz aufgebaut haben (also Titerbestimmung) - neben sporadischen Impfversagern, hängt das auch vom Alter ab.

  89. 7904.

    "Wie erklären Sie sich die hohe Inzidenz ohne Massentests?"
    Ich kann sie mir, wie vieles anderes auch, nicht erklären.
    Allerdings seit dem in der Slovakei im Oktober/November letzten Jahres, zum ersten Mal in der Geschichte der Pandemie ausnahmslos alle Bürger eines Landes(inkl. Säuglinge) getestet wurden damit wirklich alle Herde gefunden und isoliert werden konnten und anschließend (Januar/Februar 2021) die Inzidenzen so explosionsartig angestiegen sind, dass nationaler Notstand ausgerufen werden musste - wundert mich eigentlich nur der unerschütterliche Glaube vieler Menschen an einfache Erklärungen und Empfehlungen, die aus Überzeugungen resultieren (testen!, testen!, testen!, erinnern Sie sich noch?)

  90. 7903.

    Gibraltar: Wünschenswert, was die Impfquote angeht auf jeden Fall.
    Die liegt zwar nicht ganz bei 100% (knapp 93% insgesamt), da ja auch 8000 spanische Pendler dort geimpft wurden und Gibraltar selbst nur 34000 Einwohner hat, ist aber in der Tat phantastisch.
    Das würde imho auch hier die Lage ändern. Tja.
    Die geringe Einwohnerzahl sollte man auch berücksichtigen, um die Inzidenzwerte einzuordnen, denn es reichen ja dann ein paar Cluster, um die gehörig in die Höhe zu treiben: Eine Inzidenz von 623 sind insgesamt etwas über 200 neue Infektionen in der Woche. Im Verhältnis echt viel, aber als Zahl nicht ganz so unglaublich. Die Infektionen verteilen sich dabei wohl über die Altersklassen und betreffen etwas mehr Geimpfte als Ungeimpfte. Krankenhauseinweisungen gab es da allerdings inzwischen auch: bisher 9, davon 1 auf der Intensivstation.

    https://www.sueddeutsche.de/wissen/covid-19-corona-inzidenz-gibraltar-impfquote-impfung-1.5362937

  91. 7902.

    Ein weiteres Fragezeichen ist Malta. Quote der vollständig geimpften Bevölkerung beträgt 83,7% (25.7.21). Am gleichen Tag ist die 7-Tage-Inzidenz 271,3 (!). Quelle: zeit.de/wissen

    Wie erklärt sich das?

  92. 7901.

    @RBB:

    Ich glaube, die Umverteilung bei Korrekturen auf andere Tage sollte man komplett weglassen, Korrekturen für weiter zurück liegende Fälle überhaupt nicht darstellen und nur im Text erwähnen, falls eine Statistik dazu zu aufwendig ist. Für die Frage, was weiter zurück liegende Fälle sind, sollte es klare Regeln geben. 3Tage oder eine Woche, oder zwei. Dann wäre sogar der Wochentrend ggf. aktualisiert. Ob 1 Fall oder 100 Fälle korrigiert werden müssen sollte nicht von Bedeutung sein. Sonst gibt es da auch nur wieder die Möglichkeit, so oder so zu entscheiden. Es sei denn, die Datenpflege wird zu aufwendig, dann soll die Grenze jedoch angegeben werden, ab der korrigiert wird.
    So, wie es jetzt läuft, ist die hier gewählte Darstellung für die jetzige Woche unbrauchbar.

  93. 7900.

    Inzidenzwert von 23,8 in Berlin.
    Ja, ja liebe Berliner, feiert, macht Halligalli, Partys mit 65000 Teilnehmern die ihr dann Demo nennt und missachtet jede Grundregel der Hygiene.
    Ihr seid am Anfang der vierten Welle und es wird sicherlich nicht mehr allzulange dauern bis ihr in der Mitte seit und bei Euch wieder so einiges dicht gemacht wird.
    Was soll's man lebt nur einmal.
    Liebe Grüße von der Delta-Variante und meinen vielen Geschwistern.

  94. 7899.

    "Haben Sie dafür eine Erklärung? Ich, ehrlich gesagt, nicht."
    Vielleicht liegt es daran, dass das Virus sich ungehindert verbreiten kann und daher nicht agressiv wurde. Klingt zwar primitiv, aber ähnlich hatte sich Streeck letztes Jahr geäußert. Und vielleicht liegt es auch daran, dass die Leute in der Schweiz die Schnelltests in den meisten Fällen selbst bezahlen müssen und nicht vom Staat gezwungen werden, sich regelmäßig zu testen. Das hat man ja hier schön gesehen, als Mitte März die Testpflichten eingeführt wurden, wie die Zahlen angestiegen sind. Die positiven Testergebnisse sagen ja nix drüber aus, wieviele Menschen erkranken.

  95. 7898.

    "Was ist eigentlich so besonders an diesem Landkreis?"
    Die Antwort haben Sie bereits selbst geliefert: der längste Lockdown in der Vergangenheit.
    In diesem Zusammenhang ist ein anderes Beispiel einerseits sehr lehrreich, andererseits macht es ratlos:
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1176161/umfrage/entwicklung-der-taeglichen-fallzahl-des-coronavirus-im-kanton-wallis/

    An dem vom Bundesrat anlässlich der letzten Welle verhängten Lockdown hat sich Kanton Wallis (zur Empörung mancher) nicht beteiligt, alles blieb offen. Das Ergebnis macht sprachlos: nicht nur Zahlen sind dort besser als in beinahe allen anderen Kantonen sondern die neuste Welle bleibt aus.
    https://www.blick.ch/politik/schweiz-bleibt-auf-dem-corona-sonderweg-bundesrat-einig-land-verstoert-id16255146.html
    Haben Sie dafür eine Erklärung? Ich, ehrlich gesagt, nicht.


  96. 7897.

    Zu 1. und 2. habe ich als Quelle: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/covid-19-corona-inzidenz-gibraltar-impfquote-impfung-1.5362937
    Hier wird beschrieben, dass die Impfungen auch viele ausländische Arbeiter erhalten haben und nicht 100% der Einwohner geimpft sind und Ihre Quelle zu 2. ist vom 07.07. und daher ggf. nicht ganz aktuell.
    Laut meiner Quelle: Von den gestern gemeldeten 18 Neuinfektionen sind 10 vollständig geimpft und von den aktuell 281 infizierten Menschen liegen 9 im Krankenhaus (1x auf ITS).

    Zu 3.: Wie erklären Sie sich die hohe Inzidenz ohne Massentests?

  97. 7896.

    " Trotz hoher Impfquote (100% sind es nicht) und nur wenigen Menschen im Krankenhaus (0 sind es nicht) kann man sich wohl auch dort nicht von Massentests lösen und wieder auf anlassbezogene Tests wechseln."
    1. Es ist in der Tat kaum zu glauben, aber diese 100%- Impfquote Ist kein Witz. Pro 100 Einwohner hat man 233 Impfdosen verabreicht: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1195166/umfrage/impfungen-gegen-das-coronavirus-je-einwohner-nach-laendern-weltweit/
    2. Die letzte Krankenhausaufnahme fand am 7,07. statt. Der Patient ist inzwischen wieder entlassen.
    https://www.gibraltar.gov.gi/press-releases/government-urges-caution-as-pandemic-evolves-5072021-7083
    3. Wie dort getestet wird? Schwer zu finden. Aber vor 3 Monaten wurden nicht mal anreisende Touristen auf Covid getestet.

  98. 7895.

    Warum haben da die Maßnahmen nicht wirklich was gebracht an Vorteil im Vergleich zu anderen Gebieten?

    Kann Jemand beweisen, dass die Maßnahmen in anderen Gebieten was gebracht haben? Nee.

  99. 7894.

    "Ein interessantes Beispiel ist Gibraltar"
    Ja, das ist interessant. Trotz hoher Impfquote (100% sind es nicht) und nur wenigen Menschen im Krankenhaus (0 sind es nicht) kann man sich wohl auch dort nicht von Massentests lösen und wieder auf anlassbezogene Tests wechseln.
    Mit Blick auf unser schönes D besorgt mich das auch ein wenig, denn, wie Sie vollkommen richtig schreiben, würde hier bei I 600 wohl die totale Panik ausbrechen - und Schuld haben natürlich die Impfverweigerer (und wenn ich das im Urlaub richtig mitbekommen habe gehöre wohl auch ich dazu, weil ich keiner Risikogruppe angehörig brav auf genügend Impfstoff gewartet und erst in dieser Woche den ersten Termin beim Hausarzt habe, wo ich seit ca. 3 Monaten auf der Liste stehe - naja, hätte ich wohl auch drängeln sollen um jetzt nicht der Böse zu sein...). Echt traurig, was manch (mit Extrakontingenten längst durchgeimpfter) Politiker hierzu so von sich gibt...

  100. 7893.

    https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/
    Interessant zu sehen, daß das Berchtesgadener Land wird mit dabei ist, bei den ersten starken Anstiegen der Inzidenz wie schon im Herbst. Und das in dem Landkreis mit dem längsten "Lockdown" (Begriff trifft eigentlich nicht richtig in D). Was ist eigentlich so besonders an diesem Landkreis? Warum haben da die Maßnahmen nicht wirklich was gebracht an Vorteil im Vergleich zu anderen Gebieten?

  101. 7892.

    "Es geht nicht um Alarm schlagen. Es geht mir um Wirksamkeit und nur behauptete Wirksamkeit von Maßnahmen."
    Ich weiß wirklich nicht, wie man Alarm schlagen sinnvoll vermeiden oder starten kann wenn Ernst der Lage mittels ungeeigneter Indikatoren, die mit dem Krankheitsgeschehen nachweislich nicht mehr korrelieren ermittelt wird. Das Wissen welche Maßnahmen wirksam sind und welche nicht ist zweifelsfrei wichtig.
    Noch fundamentaler finde ich allerdings die Frage welche Maßnahmen sind in aktueller Situation notwendig und welche entbehrlich.
    Die Einführung von bestimmten Maßnahmen impliziert nicht unbedingt automatisch die Notwendigkeit. Ob sie wirksam sind ist zweitrangig, die besten Maßnahmen werden keine Wirkung zeigen wenn Notwendigkeit nicht vorliegt.

  102. 7891.

    "Wenn man mal die Graphen für die Krankenhauszahlen und gemeldeten Todesfälle auf volle zeitliche Darstellung ausklappt, sieht man, daß die absolute Zahl der ITS-Patienten im Zusammenhang mit COVID-19 immer noch über den jeweiligen Meldungen des letzten Sommers sind."

    Liegt vielleicht zum Teil daran, dass die Kapazitäten der Krankenhäuser wieder für normale OPs freigegeben sind... Im Krankenhaus werden alle Patienten zwei mal die Woche getestet. Da wandern einige im Laufe der Zeit auf die Covid-Station. Was dann auch zur Doppelzählung führt... Und letztes Jahr wurde noch eher anlassbezogen getestet.

  103. 7890.

    Nur mal so: wir hatten am 01.03.2021 759 positiv getestete Menschen in Berlin im Krankenhaus, heute sind es noch 59.

  104. 7889.

    Viele Länder schlagen sich wesentlich besser als Mitteleuropa bei den gemeldeten Todesziffern. Die meisten Staaten in Europa sind im Bereich von Tausend/1 Mio. gemeldete Todesfälle. In Asien und Ozeanien fällt es schwer Staaten zu finden, welche trotz diverser aktueller Wellen und wenig Impfquote in ähnliche Bereiche wie in Europa kommen (https://www.worldometers.info/coronavirus/). Es wäre Zeit wirklich Strategien zu vergleichen bezüglich Eindämmung, Schutzwirkung von gefährdeten Gruppen und wirtschaftlichen Auswirkungen der gewählten Strategie.

  105. 7888.

    Ja, Fallzahlen. Wenn überall in Europa die gefährdeten Gruppen der Bevölkerung im Prinzip durchgeimpft sind, sollte das im Prinzip so bleiben. Es geht nicht um Alarm schlagen. Es geht mir um Wirksamkeit und nur behauptete Wirksamkeit von Maßnahmen.

  106. 7887.

    Meines Wissen steigen die Zahlen in Gibraltar seit ca. Anfang Juli.
    Daher ist es m.E. noch verfrüht über Krankenhauseinweisungen zu spekulieren.
    Aber hoffen wir mal ,,,

  107. 7886.

    Also wenn ich Björn richtig verstanden habe, geht es in keinster Weise darum die aktuellen Fallzahlen zu dramatisieren, sondern eher ums Gegenteil: jetzt wo es unproblematisch ist, für tatsächliche Probleme lernen. Die Verbreitungsmuster und -Mechanismen verstehen um bei der nächsten Pandemie besser zu handeln. Und das beim Krisenmanagement noch reichlich Luft nach oben ist, ist den meisten hier klar. Wir wollen eben nicht in Maskenpflichten ersticken, sondern sinnvoll an den richtigen Stellen schrauben und nicht einfach nur irgendwas tun…

  108. 7885.

    "Ändert nichts daran, daß die aktuelle Welle über UK, Iberische Halbinsel, Westeuropa nach Mitelleuropa läuft"
    Hallo Björn, die "aktuelle Welle" wovon? Von Fallzahlen? Einverstanden, es ist wirklich so, aber ist es wirklich ein Grund um Alarm zu schlagen?
    Ein interessantes Beispiel ist Gibraltar von dem neulich sehr selten berichtet wird. Impfquote: beinahe 100%. I7T- Inzidenz wächst ununterbrochen seit einem Monat und erreichte schwindelerregenden Wert von 623.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1180169/umfrage/laender-mit-den-meisten-coronainfektionen-in-der-letzten-woche-in-europa/
    Schlimm? Gar nicht schlimm, weil es dort keinen einzigen Patienten im Krankenhaus gibt und der letzte Todesfall gab's am 6 März. Also: trotzt höhen Fallzahlen eigentlich ein sehr wünschenswerter Zustand. Gäbe es bei uns eine Inzidenz über 600, würde uns der RB doppelte Fpp2-Masken fürs Zuhausetragen verordnet und eine Megabundesnotbremse alles lahmlegen würde.

  109. 7884.

    Warum werden seit zwei Tagen die Zahlen nicht aktualisiert?

  110. 7883.

    Könnten die rückgängigen Zahlen auch mit der großen Anzahl von Leute in häuslicher Quarantäne zu tun haben?
    Diese gehen evtl. auch nicht wegen geringer Symptome zum Arzt?

  111. 7882.

    In GB gehen seit einer Woche die Fallzahlen deutlich zurück, ungefähr vor einer Woche ist in GB auch die Maskenpflicht weggefallen. Ich finde solche zeitlichen Zusammenhänge sehr interessant! Übrigens: Wegfall der Maskenpflicht heißt nicht Maskenverbot!

  112. 7881.

    https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/
    Ich denke, es ist recht deutlich zu sehen, daß die Karte tendenziell im W/SW dunkler gefärbt ist, als im O/NO.
    NL wohl gerade im Abklingen: https://www.worldometers.info/coronavirus/country/netherlands/
    CZ schlechtes Beispiel, da ist noch gar nicht angekommen, natürlich ist es dann unverändert: https://www.worldometers.info/coronavirus/country/czech-republic/
    BE noch gar keine richtige neue Welle vorhanden: https://www.worldometers.info/coronavirus/country/belgium/
    F noch im Ansteigen: https://www.worldometers.info/coronavirus/country/france/
    PL noch gar nichts los: https://www.worldometers.info/coronavirus/country/poland/

  113. 7880.

    https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/
    Ich denke, es ist recht deutlich zu sehen, daß die Karte tendenziell im W/SW dunkler gefärbt ist, als im O/NO.
    NL wohl gerade im Abklingen: https://www.worldometers.info/coronavirus/country/netherlands/
    CZ schlechtes Beispiel, da ist noch gar nicht angekommen, natürlich ist es dann unverändert: https://www.worldometers.info/coronavirus/country/czech-republic/
    BE noch gar keine richtige neue Welle vorhanden: https://www.worldometers.info/coronavirus/country/belgium/
    F noch im Ansteigen: https://www.worldometers.info/coronavirus/country/france/

  114. 7879.

    Es werden immer nur normierte Zahlen verglichen. Ändert nichts daran, daß die aktuelle Welle über UK, Iberische Halbinsel, Westeuropa nach Mitelleuropa läuft und die normierten Fallmeldungen in D auch zuerst tendenziell eher im West-Südwestteil ansteigen, was gut zur allg. Entwicklung in Europa und deren Richtung paßt. Interessanti st, daß sich wohl die Welle aus Indien über Kasachstan nach Rußland bisher nicht weiter nach Europa aubreitet - zumindest ist davon in Zahlen östlich von D nicht zu sehen bisher.

  115. 7878.

    Der Höchststand an Neuinfektionen in Indien ist schon lange vorbei. Es wurde aber über den Anstieg und die damit zusammenhängenden Probleme mehr berichtet als über den bald danach folgenden kontinuierlichen Abfall.
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/india/

  116. 7876.

    Das UK hat jetzt sinkende Inzidenzwerte. Indien auch.

  117. 7875.

    In GB gehen seit einer Woche die Fallzahlen deutlich zurück, ungefähr vor einer Woche ist in GB auch die Maskenpflicht weggefallen. Ich finde solche zeitlichen Zusammenhänge sehr interessant! Übrigens: Wegfall der Maskenpflicht heißt nicht Maskenverbot!

  118. 7874.

    In Rheinland Pfalz und Saarland sind die neu gemeldeten positiven Tests geringer als der Durchschnitt der letzten 7 Tage, in Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern höher. In den Niederlanden, Dänemark und England sind die aktuellen Zahlen rückläufig, in Tschechien, Belgien, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz unverändert.
    In NRW gibt es einen Anstieg, der aber nicht durch die Nachbarländer ohne nähere Prüfung begründet werden kann. Nicht zu vergessen, NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland dieser Republik.

  119. 7873.

    Mit der Impfung sehe ich auch so. Mir ging es darum, was man aus der Ausbreitung und den vorgenommenen Maßnahmen und deren Effizienz lernen könnte für kommende Pandemien. Für alle Maßnahmen bezüglich Einreise wird immer aufgeführt, daß die Einschleppung neuer Stämme und überhaupt von zu vielen Fällen verhindert werden soll. Aber nach meiner Meinung, funktioniert das nicht bzw. nicht richtig mit den Maßnahmen, die Wellen laufen trotzdem unbeeindruckt durch Europa, trotzdem macht man immer wieder das Gleiche. Man hat die Chance verpaßt nach wirklich wirksammen Maßnahmen zu suchen dafür und die zu Evaluieren für einen neuen Pandemieplan für die Zukunft, es wird sicher auch mal etwas kommen, wo man dringend gut evaluierte Maßnahmen benötigt und nicht erst rumprobieren kann.

  120. 7872.

    "Die pure Anzahl an neuen Fällen ist nicht so wichtig, es ist mehr die generelle Dynamik""
    Hallo Björn,
    einerseits 100% Zustimmung, andererseits eine kleine Korrektur. In der Tat, Dynamik ist entscheidend. Aber: ist es wirklich die Dynamik mit der neue "Fälle" registriert werden, die uns Sorgen machen sollte? Wohl nicht, denn wir befinden uns jetzt in einer diametral anderen Situation als zu Beginn der Pandemie. Nachdem Risikogruppen weitestgehend durchgeimpft worden sind und die Zunahme positiver PCR-Befunde sich nicht mehr in Sterblichkeit und Zahl der belegten Krankenhausbetten widerspiegelt ist m. E. ein Umdenken notwendig. nicht die Zahl der Fälle (PCR-Befunde) sondern der in medizinischen Einrichtungen behandelten Patienten sollte ausschlaggebend sein. Die Konsequenzen einer Ansteckung sind für die statistische Mehrheit nicht mehr so gravierend wie noch vor einem Jahr, werden aber so gezählt und dargestellt als ob sie wären. Nicht ganz koscher wenn Sie mich fragen.

  121. 7871.

    Forts. Die pure Anzahl an neuen Fällen ist nicht so wichtig, es ist mehr die generelle Dynamik. Warum? Es ist wie bei dem Mausefallenversuch zur Demonstration der Kettenreaktion. Stellen Sie sich D mit lauter Mausefallen belegt vor in unregelmäßiger/zufälliger Anordnung (das sind die Einwohner). Jetzt werfen sie über die Außengrenze Flummis und treffen manchmal eine Mausefalle. Wenn außerhalb der Grenze viele Fälle sind und reger Grenzverkehr ist, fliegen viele Flummis zufällig auf die Mausefallen, sonst weniger. Das ist der Start einer potentiellen Welle. Was aus einer gezündeten Mausefalle wird, hängt von der Anordnung der umgebenden Mausefallen ab, das ist dann die entstehende absolute Fallzahl. Damit gibt es naheliegend mehere Stellschrauben zur Verhinderung der Ausbreitung bei Pandemien. Wird meine Überlegung klarer?

  122. 7870.

    Ja dieser Ansatz ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ausbreitungsgeschwindigkeit und gemessene Dynamik der Ausbreitung sind gute Faktoren. Nun müsste noch der Teil mit den echten Erkrankungen, Hospitalisierungen, Toten, Altersstrukturen etc. überarbeitet werden und daraus ein Risikofaktor zwischen 0 und irgendetwas gebildet werden.
    Voraussetzung für korrekte Ermittlung und Bewertung wären dann aber deutlich weniger Korrekturen der zu Grunde liegenden Daten.

  123. 7869.

    Ich war eigentlich nicht auf Sturm gebürstet. Es geht mir dabei um den großräumigen zeitlichen Verlauf in Europa und wie das die lokale Dynamik (aber nicht auf so kleinen Gebieten wie einer Grenzstadt) in Deutschland beeinflußt. 1. Welle von Richtung Westeuropa -> D hohe Dynamik in West, 2./3. Welle von Richtung CZ -> D hohe Dynamik rund um CZ, 4. Welle (im Anlaufen) von Westeuropa -> D hohe (beginnende) Dynamik in West. Weiter entfernte Gebiete wie USA oder in Asien, spielen wohl eher eine kleiner Rolle - wir spielen "Europa-Ping-Pong" in der Hauptsache bezüglich der großen Wellen. Ich schließe daraus, daß die bisherigen Aktionen zur Einreisekontrolle und zur Verhinderung von Einschleppungen nicht wesentlich was bringen und für die Zukunft überarbeitet werden müßten, wenn das angegeben Ziel erreicht werden soll. Ich vermisse auch weiterhin eine Auswertung zu den Tests an den Einreisepunkten (möglichst aufgegliedert nach Einreisepunkt). Wie oft fehlt eine Effizienzkontrolle.

  124. 7868.

    Das sind nun die theoretischen Feststellungen…. und nun die Praxis …. gibt es auch nur einen kleinen Beleg dafür, das im Vergleich zu anderen Bundesländern es irgendwas gebracht hat ?
    Wie kommt es das nur Bayern und Berlin als einzige auf der Welt meinen es gäbe da einen Nutzen ?
    Man verordnet doch nur irgendwas…. es gibt sicher keinen einzigen Beleg dafür, das sich in Berlin weniger Menschen beim Friseur angesteckt haben weil wir ffp2 tragen müssen.

  125. 7867.

    Wenn man mal die Graphen für die Krankenhauszahlen und gemeldeten Todesfälle auf volle zeitliche Darstellung ausklappt, sieht man, daß die absolute Zahl der ITS-Patienten im Zusammenhang mit COVID-19 und auch die gemeldeten Todesfälle immer noch über den jeweiligen Meldungen des letzten Sommers sind. Beide Meldungen sind relativ unabhängig von der Teststrategie in der Allgemeinbevölkerung.

  126. 7866.

    Liebe Redaktion,

    wie wäre es, die Kurven für die täglichen Neumeldungen und Todesfälle mal saisonal übereinanderzulegen, angelehnt an die Saison bei Influenza. Könnte man auf einen weitern Tab bei den Darstellungen legen, so daß man verschiedene Sichtweisen vergleichen kann und die Seite nicht noch länger wird. Der Vorteil dieser Sichtweise wäre, daß man den jetzigen Verlauf direkt mit dem Verlauf im letzten Sommer vergleichen kann, da die jeweiligen Kurven übereinander liegen. Daß die exakte Vergleichbarkeit teilweise nicht gegeben ist wegen oft geänderter Vorgehensweisen, ist mir dabei bewußt und darauf könnte man in einer Fußnote hinweisen, aber der generelle Verlauf sollte schon vergleichbar sein.

  127. 7865.

    Na, ich glaube Sie verwechseln da was. Kaum einer bezweifelt, daß FFP2-Masken theoretisch helfen können (Wenn auch nicht so wie Herr Söder das gerne darstellt)
    Hier ein Ausschnitt aus Ihrem Link vom BR!
    "die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bestätigt: "Eine dicht sitzende FFP2-Maske stellt einen geeigneten Schutz vor infektiösen Aerosolen, einschließlich Viren dar."
    Ja wenn man sie richtig trägt, was für die meisten mit Sitzplatz im Zug noch machbar ist, aber sobald man sich bewegt (beim Supermarkt) schwierig wird. Dann wird die FFP2-Maske zum Gebläse.
    Hier nochmal ein Ausschnitt aus dem 2. Link (auch BR)
    "...diesem Für und Wider gerät allerdings manchmal in den Hintergrund, dass Masken nur ein Baustein im Kampf gegen die Pandemie sind. Ebenso wichtig sind Maßnahmen wie Abstand halten, Hygieneregeln beachten und regelmäßiges Lüften."

  128. 7864.

    Immer mal was Neues:
    In der Berliner Ampel wird nicht mehr der R-Wert behandelt, sondern die relative Veränderung der 7-Tage-Inzidenz zur Vorwoche.
    In meinem Beitrag, auf den ich gerade antworte, hatte ich erläutert, dass das RKI die 7-Inzidenz der Vortage fixiert, d.h. nicht rückwirkend ändert.

    Nun habe ich die aktuellen Ampelwerte (vom 23.7.21) "78,0% / 107,6% / 121,9%" analysiert.
    Beim Vergleich mit den Vorwochenwerten werden jetzt RÜCKWIRKEND korrigierte Inzidenz-Werte verwendet.
    Ich finde diesen neuen Indikator in der Ampel interessant, weil er aussagekräftiger erscheint, als der R-Wert.

    78,0%:
    Steigerung aus den Inzidenzen 22,9 (21.07.21) und 12,9 (14.07.21).

    107,6%:
    Steigerung aus den Inzidenzen 22,3 (20.07.21) und 10,8 (13.07.21).

    121,9%:
    Steigerung aus den Inzidenzen 20,4 (19.07.21) und 9,2 (12.07.21).

    *1) Die Kalenderdaten sind das Meldedatum der Fälle.
    *2) Ich kann die Prozentwerte auf die Kommastelle genau nachvollziehen.

  129. 7863.

    Gestatten Sie mir eine Frage? Ist das wirklich Ihr Ernst?
    Sie werden nach dem wissenschaftlichen Nachweis der epidemiologischer Überlegenheit der FPP2 Masken, also nach gut dokumentierten und nachvollziehbaren Studien gefragt und kommen mit den inks zu Beiträgen über Neuigkeiten selbsternannter Faktenchecker? Beiträgen wo sich die "Faktenchecker" mit über soziale Netzwerke verbreitetem Schwachsinn beschäftigen und Schwachsinn als Schwachsinn entlarven - indem sie beim Hersteller nachfragen ob die FPP2-Masken "gut sind" und "gut schützen"?
    Niemand hat hier behauptet, dass die FPP2 Masken nutzlos sind, das wäre auch töricht. Gefragt wurde nach dem wissenschaftlichen Nachweis, dass das Tragen dieser Masken einen erkennbaren Vorteil gegenüber medizinischen Masken bringt. Einen messbaren Vorteil der sich in Auswirkung auf Infektionsdynamik widerspiegelt.

  130. 7862.

    "Ihre Vorschläge sind nicht ganz sinnvoll, das sind eher Scheinkorrelationen."
    Lieber Björn, ich kann Ihnen nicht ganz folgen.
    Momentan gibt es in Polen und Tschechischer Republik gar keine Korrelation zum Geschehen in Deutschland. Oder noch nicht. Welche wichtige Erkenntnisse ergeben sich aus dieser Tatsache für grenznahe Bereiche wie z.B. für Ihre Heimatstadt?
    Sie gehen einfach über die Oderbrücke - und sofort sind Sie in einer Welt wo die Inzidenz nicht mehr 6,9 sondern nur 1,9 beträgt.
    https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/polen/
    Glauben Sie wirklich dass dieser Wert auf andere Seite überschwappt? Und falls ja: in welche Richtung?
    Und warum bezeichnen Sie plötzlich die Korrelationen die zu einer These passen als richtige, während die, die eine These in Frage stellen Scheinkorrelationen sein sollen?
    Schöne Grüße

  131. 7860.

    Die Mecklenburger machen auch Inventur:
    "Eigentlich sind die Corona-Zahlen in MV stabil und weiterhin sehr niedrig. Ein Landkreis meldete am Donnerstag dennoch neun neue Todesfälle. - Die Zahl der Todesfälle stieg um neun auf 1175. Dieser starke Anstieg beruhe auf einer Kontrolle und Korrektur der Statistik im Landkreis Ludwigslust-Parchim, erklärte Lagus-Sprecherin Anja Neutzling. „Bei den im heutigen Lagebericht angegebenen Sterbefällen handelt es sich um Personen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, die in der Zeit zwischen Oktober 2020 und Anfang Juni 2021 verstorben sind.“ Die Fälle hätten keinen Bezug zu aktuellen Infektionen und zur derzeitigen Gesamtsituation."
    Was ich nicht verstehe ist, warum die alten Zahlen neuerdings aktuell gemeldet werden. Die Todeszahlen werden seit Monaten in der Statistik wöchentlich korrigiert. Ich frage mich jetzt, ob die Korrekturen in den aktuellen Zahlen auch noch versteckt drin waren bisher.

  132. 7859.

    Liebe Redaktion,
    Sie haben ein Textstück beim Update vergessen.
    "Die obere und untere Schätzung als Angaben zur Unsicherheit der Berechnung sind wichtig. Inbesondere bei schnellen Veränderungen der Fallzahlen oder niedrigen Fallzahlen kann nämlich der R-Wert stark schwanken."
    Paßt nicht mehr, da der R-Verlauf entfernt wurde.

  133. 7858.

    Ihre Vorschläge sind nicht ganz sinnvoll, das sind eher Scheinkorrelationen. Meine Anmerkung war schon Ernst gemeint. Die Dynamik zog immer in den Gebieten in D an, wo sich Wellen im nahen Ausland aufbauten. Man wird jetzt nicht mehr viel daran ändern, aber mit einer Analyse der einzelnen Wellen und deren Ursachen, könnte man für zukünftige Pandemien mit anderen Erregern strategisch etwas lernen und die Pandemiepläne anpassen.

  134. 7857.

    https://www.br.de/nachrichten/wissen/masken-gegen-corona-welche-am-besten-schuetzen-kunststoff-stoff,S7XsGu7

    https://www.br.de/nachrichten/wissen/stimmt-es-dass-ffp2-masken-nicht-vor-viren-schuetzen,SMdj8yf

  135. 7856.

    Liebes RBB-Team,
    zuerst vielen Dank für Ihre bisherige Arbeit und offenes Ohr für Änderungs- und Verbesserungsvorschläge. Ich hätte gleich auchn einen ;)
    In vielen Ländern (z.B. in Großbritannien) ist es bei Darstellung von Covid-Zahlen Gang und Gäbe, zwei wichtige Parameter zu berücksichtigen: die Zahl täglicher KRK-Aufnahmen (daily number of hospital admissions) und Information über Altersverteilung der Krankenhausaufnahmen. Entsprechende Beispiele für die Quellen sind z.B. hier zu finden:
    https://www.england.nhs.uk/statistics/statistical-work-areas/covid-19-hospital-activity/
    Beispiele für Darstellung hier:
    https://coronavirus.data.gov.uk/details/healthcare
    Momentan wird hier die Verteilung von erfassten Infektionen über Altersgruppen gezeigt. Da aber die Hospitalisierungsrate als Indikator der Bedrohungslage an Bedeutung gewinnt und Inzidenz (als alleiniger Indikator) eher abnimmt, wäre es nicht sinnvoll über eine Änderung nachzudenken?

  136. 7855.

    Der 4-Tage-R-Wert unterliegt starken Schwankungen und ist daher als Pandemieindikator ungeeignet. Mit dem heutigen Tag (23.07.2021) wird er daher durch die besser zur Einschätzung der Infektionsdynamik geeignete relative Veränderung der 7-Tage-Inzidenz ersetzt. Nachdem seit dieser Woche auch das RKI den 4-Tage-R-Wert nicht mehr berechnet, wurde der lang bestehenden Empfehlung des LAGeSo gefolgt und dieser auch in der „Corona-Ampel“ des Senats durch die relative Veränderung der 7-Tage Inzidenz ersetzt.
    UNGEEIGNET; LANGE BESTEHENDE EMPFEHLUNG......das ist so krass. Dass der R-Wert nix aussagt, war kein Geheimnis. Wo bleiben die Angaben zur Krankenhauseinweisung und warum steht die Belegung der ITS nicht an erster Stelle?

  137. 7854.

    Also nach den Berlin.de-Zahlen beträgt die Korrektur -326. Davon entfallen auf Mitte -293. Und in den -161 sind 37 Kinder von 0-14 enthalten.

  138. 7853.

    In allen ihren links geht es um Masken im allgemeinen …. nicht ein einziger betrifft ffp2.
    Und was soll das mit den Berufen…. ein Taucher ohne Atemmaske stirbt unter Wasser … an Land sind seine Überlebenschancen ein wenig höher …. und die meisten legen ihre Arbeitskleidung nach Feierabend ab.
    Ein nach den Vorschriften gekleideter Motorradfahrer darf auch einen Jethelm tragen … ob sie das als richtig gekleidet einstufen spielt da keine Rolle. Selbst die sogenannten „Pisspötte“ sind zugelassen.

  139. 7852.

    "...müßte man also gut 350 Meldungen korrigiert haben."

    Guten Morgen, Björn,
    die Größenordnung kann ich bestätigen.
    Für die Monate Dez. '20 und März '21 bis Mai '21 gab es in der gestrigen Datei für Berlin 318 Korrekturen.

    LG

  140. 7851.

    ??? Was sagen diese uralten Studien über FFP2-Masken aus. Oder Delta- Mutanten. Es waren relativ kurze Zeiträume unter der Voraussetzung von ceteris paribus in der Frühphase der Pandemie, als das Bewusstsein der Bevölkerung, natürlich auch durch diese Maßnahme, eine Verhaltensänderung hervorrief. (Behaupte ich jetzt mal). Eins kommt mir hier zu kurz. Bitte Abstand halten und lieber Draußen als Drinnen treffen.

  141. 7850.

    "Warum korreliert die Infektionsdynamik in Deutschland wieder stark mit dem Geschehen im jeweils angrenzenden Ausland, wenn doch immer wieder betont wird, daß Einschleppungen nicht so wichtig sind für das interne Geschehen in Deutschland?"
    Lieber Björn,
    eine partielle Antwort auf Ihre Frage ergibt sich aus näherer Betrachtung der Inzidenzen und derer Entwicklung in allen EU-Ländern. Die Infektionsdynamik in Deutschland korreliert wesentlich stärker mit Malta, Litauen und Rumänien als z.B. mit Polen und Tschechischer Republik. Was schlussfolgern wir daraus?
    Ferner gibt es eine deutliche Korrelation mit der Dynamik in den USA. Aber niemand würde behaupten, dass man deshalb an der deutsch-amerikanischen Grenze stärker kontrollieren muss.

  142. 7849.

    Der Nutzen des MNS wird doch kaum angezweifelt.
    Es geht in der Diskussion immer noch um den bislang kaum oder gar nicht belegten Mehrnutzen der teureren und schwieriger zu atmenden FFP2 Masken und der Pflicht in Berlin und Bayern. Im Rest der Republik gibt es diese Pflicht deutlich entspannter bzw. gar nicht und die Zahlen sind mindestens nicht schlechter. Also warum bestehen Berlin und Bayern auf die FFP2 Masken? Vielleicht haben Sie ja eine fundierte Erklärung.

  143. 7848.

    Danke für die Antwort auch wenn es nicht passt.
    Bsp. Inzidenz FF
    RKI 0,0
    Rbb24 0,0
    MSGIV 6,9
    Fälle 22.07.
    RKI 0
    Rbb24 2
    MSGIV 2
    Beim MSGIV wird ja vermerkt dass beim RKI irgendwas spezifisch mit den Zahlen aus BRB schief läuft.
    Scheint Sie nutzen Daten vom RKI und vom MSGIV was die Sache noch mehr durchwirbelt.
    Plausibilitätsprüfung, wie soll bei Fallzahl gestern 2 eine Inzidenz von 0 entstehen.

  144. 7847.

    Erklärung gib es beim LAVG:
    https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~22-07-2021-corona-faelle-stand-22072021
    Zitat:"In dieser Übersichtstabelle wurden heute die vom LAVG an das RKI übermittelten Daten verwendet. Hintergrund: Aus technischen Gründen gibt es aktuell eine Diskrepanz zwischen den vom LAVG an das RKI rechtzeitig übermittelten Corona-Daten und der Darstellung auf dem COVID-19-Dashboard vom Robert Koch-Institut, wo aktuell keine neuen Corona-Fälle für Brandenburg ausgewiesen werden."

  145. 7846.

    Meine Erwartung wären knapp 200 neue Meldungen aus dem bisherigen Verlauf. Um daraus im Saldo -161 zu machen müßte man also gut 350 Meldungen korrigiert haben. Ich würde es immer noch schön finden, wenn die waren Neumeldungen der letzten 24h und evtl. Korrekturen vergangener Meldungszahlen getrennt ausgewiesen würden.

  146. 7845.

    Lieber Matthias,

    vielen Dank für den Hinweis an uns. Die veröffentlichen Zahlen sind jedoch korrekt, wir nehmen sie direkt vom brandenburgischen Gesundheitsministerium: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~22-07-2021-corona-faelle-stand-22072021

  147. 7844.

    Den Stand hatten wir hier schon vor Monaten. Soweit ich sehe, ist die Datenlage zur Nachverfolgung von Infektionsketten bisher nicht besser geworden.

  148. 7843.

    Warum korreliert die Infektionsdynamik in Deutschland wieder stark mit dem Geschehen im jeweils angrenzenden Ausland, wenn doch immer wieder betont wird, daß Einschleppungen nicht so wichtig sind für das interne Geschehen in Deutschland?
    https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/
    https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_0/
    Sollte man das nicht nochmal überdenken konzeptionell für die Kontrolle zukünftiger Pandemien?

  149. 7842.

    "Die Infektionen finden eh woanders statt oder ffp2 bringt nur theoretisch etwas.
    Gebracht hat es jedenfalls absolut nix." Ja, wo finden denn die infektionen statt??

    Gebracht hat es jedenfalls absolut nix:
    https://newsroom.iza.org/de/archive/research/masken-tragen-offenbar-deutlich-zur-eindaemmung-der-corona-pandemie-bei/

    https://www.stern.de/news/studie-am-fall-jena--infektionsrisiko-sinkt-um-45-prozent-beim-tragen-von-masken-9530352.html

    https://www.merkur.de/welt/coronavirus-deutschland-maske-infektion-risiko-studie-ergebnis-klaus-waelde-mainz-jena-90129667.html

    Alles Quark - oder wie? (weil es sich letztes Jahr ereignete?) Masken-Leidende sind übrigens untauglich als: Soldaten, Taucher, Mediziner, in der Krankenpflege, bei der Feuerwehr, beim THW, bei der GSG9, als Astronauten, richtig gekleidete Motorradfahrer

  150. 7841.

    Also meine recht frische persönliche Erfahrung in München sagt eher disziplinierte oder „folgsame“ Bürger.
    Ich kam mir schon rebellisch vor wenn ich in der U-Bahn kurz an meiner Maske gezupft habe. Überall wird man daran erinnert aber auch auf dem Lande, z.B. beim Wandern in der Klamm oder in der Seilbahn.
    Zum Glück war es im Biergarten vergleichsweise locker, bis auf die ständige Frage nach unseren Daten oder irgendwelchen Apps.

  151. 7840.

    @rbb
    Kann es sein, dass mit den brandenburgischen Fallzahlen der letzten beiden Tage irgendetwas schräg läuft. Beim RKI schreibt BRB als gesamtes Land zweimal hintereinander eine Null. Hier stehen aber mit 23 und 18 zufällig die gleichen Zahlen die Bremen beim RKI zu stehen hat?
    Wo die Zahlen für Fälle bei den Kreisen herkommen erschließt sich auch nicht da laut RKI zumindest FF den Ausreißer der letzten Woche wieder auf Inzidenz Null gedrückt hat.
    Sollte nochmal geprüft werden.

  152. 7839.

    @RBB
    Wenn ich die Anmerkung zum R-Wert im Berliner Lagebericht richtig interpretiere, wird dieser nicht mehr Aktualisiert. Was das für die Ampel bedeutet wäre eine interessante Frage. Aber einfach den letzten Wert vom 18.7 mit 1,6 für den Artikel verwenden funktioniert so nicht! Deswegen unterscheidet sich die Ampel hier von der offiziellen des Senats, diese wurde wohl auf dauergrün gestellt.

  153. 7838.

    Auf der Senatsseite findet man heute den Kommentar: "Technische Datenbereinigungen führen heute einmalig zu einer Reduktion der Gesamtfallzahl in dem Bezirk Mitte. Die Korrekturen beziehen sich auf ältere Fälle im Jahr 2021 und haben daher keinen Einfluss auf die 7-Tage-Inzidenz. Insgesamt wurden von den Berliner Gesundheitsämtern gestern 165 neue COVID-19-Fälle übermittelt (s. Reiter Fallzahlen)."

    @RBB: Sollte man für die Grafiken heute nicht die 165 übernehmen?

  154. 7837.

    Der Großteil der Korrekturen betrifft bzgl. Meldedatum die Monate März, April und Mai.
    Deshalb wird die HEUTIGE Inzidenz von der Korrektur NICHT beeinflusst.
    Die "historischen" Werte der betreffenden Tage (März, April, Mai) bleiben jedoch beim RKI fixiert und waren DAMALS also zu hoch. Soweit okay.
    Hoffentlich wurden damals daraufhin keine Verschärfungen eingeleitet, weil ein Grenzwert überschritten war...

    So etwas kann passieren, aber natürlich muss man auch sagen, bitte nicht allzu oft.

    a) Gut, dass es offiziell korrigiert wird.
    b) Gleichzeitig bedeutet es auch, dass die Korrekturen durchaus im Wortsinne nennenswert und nicht etwa als Peanuts zu betrachten sind. Sonst hätte man ja nichts korrigiert.

    Wir hatten hier schon mal thematisiert, dass man solche Pannen auch als Indiz für systematische Fehler untersuchen müsste.
    (Im RKI-Dashboard findet man außerdem eine Korrektur der Genesenen um rund -300. Exakt sind es -256.)

  155. 7836.

    Kann mir jemand mal erklären, warum auf dem Dashboard des RKI heute für Berlin -161 Fälle stehen? Fließt das hier in die Übersicht des rbb mit ein? Danke im Voraus

  156. 7835.

    Recht haben sie. Die Daten in UK wurden allerdings bereits (und hoffentlich werden weiter) gar nicht so schlecht erfasst. Die Zahl der KRK-Einweisungen/Tag (man kann annehmen, dass Kranke, die einer stationären Beobachtung und Behandlung bedürfen tatsächlich im traditionellen Sinne ernsthaft erkrankt sind) ist eine Größe, die z.B. bei uns zwar erfasst, aber nicht weiter an die Öffentlichkeit transportiert wird was ich persönlich sehr schade finde.
    https://coronavirus.data.gov.uk/details/healthcare
    Delta dominiert in Großbritannien bereits seit drei Monaten. Leider werden bei uns hauptsächlich Warnungen aus Studien wie diese
    https://www.ed.ac.uk/news/2021/delta-variant-increases-risk-of-hospitalisation
    wiederholend zitiert, obwohl weitere Entwicklung die Prognosen bisher nicht bestätigt hat.

  157. 7834.

    Berlin, 22.07.2021: -161

    „ *Im Rahmen von Qualitätsprüfungen und Datenbereinigungen kam es in Berlin zu einer Korrektur von doppelt eingegebenen Fällen.“

    Ohne Worte

  158. 7833.

    Hat denn das ffp2 Maske tragen irgendetwas gebracht ?
    Berlin hat ja ein paar Einwohner mehr als andere Großstädte.... also kann man einfach mal München mit allen anderen Großstädten vergleichen.
    War München von den Infektionszahlen besser dran als irgendeine andere Großstadt ?
    Da dem nicht so ist, hat man als Erklärung wohl nur noch … die Münchner halten sich an wenig oder Die Infektionen finden eh woanders statt oder ffp2 bringt nur theoretisch etwas.
    Gebracht hat es jedenfalls absolut nix. Vielleicht auch ein Grund warum Weltweit nur Bayern und Berlin darauf bestanden haben und nun nicht mehr wissen wie sie, ohne das Gesicht zu verlieren, aus der Nummer wieder raus kommen.

  159. 7832.

    Zu Ihrem Kommentar hätte ich die Frage, warum sie offenbar meinen, dass das Maskentragen, speziell die FFP2-Masken, einen signifikanten Effekt auf das Infektionsgeschehen hat. Können Sie das irgendwie begründen? Falls ja, wäre ich daran interessiert.

    Sachsen hat nun die Maskenpflicht teilweise aufgehoben. Interessant daher, ob dadurch eine Abweichung vom allgemeinen Trend des Infektionsgeschehens sichtbar wird.

  160. 7831.

    "es sei denn wir vergleichen nur die Inzidenzen und nicht das Krankheitsgeschehen."
    Das Krankheitsgeschehen wird doch gar nicht erfasst. Auch die Krankenhausbelegung ist ja nicht das Krankheitsgeschehen, denn es sind ja nicht nur Menschen krank, die im Krankenhaus legen.
    Ich hoffe aber, dass man bald aus dem Geschehen in UK zumindest ableiten kann, wie groß die das Gefahrenpotenzial einer freilaufenden Delta-Welle in einer halbgeimpften Bevölkerung ist.

  161. 7830.

    "Alle Vergleiche und Auswertungen dann analog wie bei Influenza schon lange üblich auf saisonaler Basis."
    Aus meiner Sicht unumgänglich. Hoffentlich früher als später. Allerdings müsste zuerst ein Umdenkungsprozess nicht nur bei Politikern sondern auch bei der breiten Öffentlichkeit statt finden, was wiederum nicht einfach sein wird. Manche Bilder und Vorstellungen sitzen tief und man möchte sich ungern davon trennen. Was auch eigentlich normal und verständlich ist, nicht nur Meinungsbildung braucht ihre Zeit, das Umdenken ebenfalls. Stelle ich mir ziemlich problematisch vor, weil sowohl Skeptiker als auch Dramatiker haben sich an den Grabenkrieg gewöhnt.

  162. 7829.

    Ich will hier nichts klein reden und auch keine beschwichtigende Statistik erstellen. Vor allem möchte ich anmerken, dass bei allen Verschärfungen im Nachgang gesagt wurde, dass ja die Freiwilligkeit im Vorfeld nicht funktioniert hat, ohne noch mal zuvor die richtigen Verhaltensweisen anzumahnen, zB. bei der Maskenverschärfung darauf zu drängen, dass im Berufsverkehr keine Alibi-Spielzeugmasken getragen werden sollen, oder eine Ermahnung an Personal und Gäste, dass in den Kneipen wieder ein bisschen sorgfältiger auf die Einhaltung der Regeln geachtet werden soll. Sowas ist für mich wichtiger als Verbote und Vorschriften.

  163. 7828.

    Vorschlag. Da ja wohl sowieso fast alle in D/EU davon ausgehen, daß wir dauerhaft mit SARS-CoV-2 leben werden: Man gehe bei Betrachtungen über zur saisonalen Betrachtung/Statistik wie bei Influenza, also immer Sommer bis Sommer. Wir hätten dann eine Saison 2019/20 und eine 2020/21 und würden jetzt die Saison 2021/22 beginnen. Dann kann man auch recht zwanglos jeder Saison einen (oder wenige, wenn man es global sieht) dominierenden Stamm zuordnen - ähnlich iwe man es auch bei Influenza macht.Alle Vergleiche und Auswertungen dann analog wie bei Influenza schon lange üblich auf saisonaler Basis.

  164. 7826.

    Danke! Demzufolge sollen 13,2% der Weltbevölkerung doppelt geimpft sein. Damit steht fest, dass sich die Herdenimmunität (und der Weltfrieden) in Utopia aufhalten. Das wird nix mehr mit der Herdenimmunität.

  165. 7825.

    Kann hier irgendeine/r in mehreren Sätzen aufzählen, was Coronamäßig besser läuft. als 2020? Sind große Teile der Bevölkerung schlauer geworden und handeln umsichtiger? (Ich würde sagen, ja, aber das sind insgesamt zuwenige. Bis vor kurzem lief das ffp2-Maske tragen im ÖPNV trotz zu weniger Kontrollen besser, jetzt nicht mehr. Wenn es weiter so besch***** läuft, kommen wir aus dem Hamsterrad nicht raus: warmes Wetter=mehr Lockerungen=Anstieg der infektionsszahlen, was in der kälteren Jahreszeit Lockdowns u.ä. zu Folge hat. Heißt: wir bleiben im Hamsterrad wie 2020/21, auch aufgrund derjenigen Panikmacher und Angstverbreiter, die bei den (Fremd-)Worten Abstand, Maske, Hygiene, Lockdown grün oder sonstwie anlaufen.

  166. 7824.

    Solange es nur um Inzidenz geht sollte man nicht von Gesundheitsschutz reden sondern von Infektionsschutz.
    Andernfalls müsste man Kranke zählen und das sind nicht Leute mit einem Kratzen im Hals.
    Ein Vorstoß dies zu machen hat ja nun auch als einer der letzten das RKI gemacht …. interessiert nur die Politik mal so garnicht.

  167. 7823.

    "Wenn man die Zahlen noch weiter zurückgeht (...)"

    Das "Zurückgehen" an sich ist mit großer Vorsicht zu genießen. Wäre natürlich sinnvoll wenn man außer Acht lassen könnte dass die Pandemie im Juli 2020 eine ganz andere war als die, die wir jetzt haben. Wir haben mit einer anderen Zusammensetzung der Virusstämme zu tun, sie heißen nicht nur anders, die Transmissibilität ist eine andere, die Patogenität des Erregers ist eine andere die Prävalenz schwerer, klinischer Verläufe ist eine andere und die Sterberate ist eine andere. Hinzu kommt eine andere Empfänglichkeit sowie der Risikogruppen als auch der Gesamtpopulation (Impfung). Deshalb sind Vergleiche sehr schwierig, es sei denn wir vergleichen nur die Inzidenzen und nicht das Krankheitsgeschehen. Dann nicht, aber Menschen leiden nicht an Inzidenzen. Sie leiden an der Krankheit wenn sie diese kriegen.

  168. 7822.

    "Was ich noch nicht gefunden habe, sind die Basis-Rs der anderen humanen Coronaviren zum Vergleich."
    Vielleicht hilft Ihnen folgender Beitrag:
    https://www.forbes.com/sites/alexknapp/2020/04/11/the-secret-history-of-the-first-coronavirus-229e/?sh=7ead21871d65
    Der Beitrag liefert zwar nicht direkt eine zufriedenstellende Antwort auf die von Ihnen gestellte Frage, aber ist lesenswert, ganz besonders wenn man bereit ist den Verweisen auf Originalpublikationen zu folgen. Vor allem aber wirft die präsentierte Geschichte ein diametral anderes Licht auf Vergangenheit und Zukunft unseres Zusammenlebens mit Coronaviren als das womit wir seit Anfang der Pandemie zu tun haben: bipolares Denken der bipolare Berichterstattung und bipolare Wahrnehmung der Realität folgen. Zwischen Leugnung und Verharmlosung einerseits und hysterischer Strenge andererseits gibt es viel Raum für differenziertes und pragmatisches Denken und Handeln.

  169. 7821.

    Wenn man die Zahlen noch weiter zurückgeht, zeichnet sich für Berlin ab, dass sich die Neumeldungen seit Monatsbeginn (als drei Wochen in Folge) in Berlin pro Woche etwa verdoppeln. Das stimmt dann mit dem überein, was in Großbritannien mit Auftreten der Delta-Variante beobachtet wurde.

  170. 7820.

    Wenn man die Inzidenzen der Berliner Stadtbezirke vom 21.07.21 mit dem 14.07.21 vergleicht, dann sind diese prozentual auf die u.a. Werte gestiegen.
    Und das halten Sie innerhalb nur einer Woche nicht für einen "rasanten" Anstieg?

    Charlottenburg-Wilmersdorf: 232,5%
    Friedrichshain-Kreuzberg: 278,0%
    Lichtenberg: 233,3%
    Marzahn-Hellersdorf: 188,9%
    Mitte: 216,4%
    Neukölln: 263,0%
    Pankow: 219,6%
    Reinickendorf: 321,4%
    Spandau: 140,0%
    Steglitz-Zehlendorf: 191,3%
    Tempelhof-Schöneberg: 340,9%
    Treptow-Köpenick: 281,8%
    BERLIN GESAMT: 237,4%

  171. 7819.

    "Und wenn hier von Panikmache geschwafelt wird, dann sind Parallelen zu diesen VerQuerdenkern doch offensichtlich." und "Wie kommen Sie auf die bösartige Unterstellung"

    Schlechter Stil und unzulässige Ableitungen. Da kann nicht mehr zu sagen. Twitter ist dafür ein besserer Platz.

  172. 7818.

    Berliner 7-Tages-Inzidenz Mi 14.7.21 = 9,2 Mi 21.7.21 = 21,8 (dabei Friedrichshain-Kreuzberg mit 39,3, Mitte mit 34,2 das ist klarer Ansieg. Rasant würde ich den noch nicht nennen. Frankreich triit vernünftigerweise wieder auf die Bremse. Spannend wird es in 2-3 Wochen, wie sich dann die Lage im "gelobten" England "ohne alles" und in Berlin gestaltet. Auf diesem Hintergrund "müssen" ja unbedingt die Grenzen offen bleiben und "natürlich" die Schulen "unbedingt" in den Präsenzbetrieb ohne Rücksicht auf den allgemeinen Gesundheitsschutz. Bin schon gespannt auf die coolen Hobby-Statistiker mit den kleingerechneten Prozentwerten, mit denen die nur solange glücklich sind, wenn es sie selbst nicht betrifft.

  173. 7817.

    Mal etwas zynisch:
    Hochwasser ist jetzt das Thema!
    Was passiert, wenn Panke oder Wuhle über die Ufer tritt?
    Ist die Einheitswippe gut geplant mit der Nähe zum Wasser?

    Oder vielleicht doch NUR Urlaub in der Pandemie mit Wahlkampfvorbereitung?

    P.S. Ich geben Ihnen aber recht. Es ist schon merkwürdig, dass keine stündlichen Erklärungen, Ermahnungen, usw. erscheinen!

  174. 7816.

    Die Frage stellte ich mir auch schon. Ich glaube der Senat ist im Urlaub und bis 26. September passiert da nix mehr. Das sitzen die aus bis zur Wahl. Man möchte ja nicht seine potenziellen Wähler verärgern mit Einschränkungen oder Maßnahmen. Berlin gibt es auch kein Statement dazu, wie es mit den Schulen ab 09. August weitergeht. Brandenburg ist da wieder wesentlich weiter. Da kann man froh sein im Flächenlandland zu leben und nicht im Großen B.

  175. 7814.

    Hallo, rbb24-Team!
    Gibt es vielleicht nähere Informationen zu den 433 "Impfdurchbrechern" in Berlin?

    Zum Beispiel zu diesen Fragen:
    In welchem Zeitraum?
    Nur bei der Delta-Variante oder bei allen?
    Bei bestimmtem Impfstoff?
    Impfung schon länger her?
    Bei bestimmten Altersgruppen?

    Wäre m.E. schon sehr wichtig zu wissen, vorallem im Verhalten beim Kontakt zu Vorerkrankten und geimpften "Alten".

  176. 7813.

    Wer kann Links nennen, in denen der aktuelle Corona-Impfgrad der Weltbevölkerung insgesamt in Prozent gezeigt wird?

  177. 7812.

    Was ist los mit der Berliner Politik? Seit Wochen steigen die Fallzahlen rasant an. Ich höre keine Ermahnungen, keine Statements und keine Analysen. Wird in 3 Wochen wieder alles dicht gemacht? Mit dem Kommentar: Freiwilligkeit hat ja nichts gebracht! Oder will man einen ähnlichen Weg wie in GB gehen, wo man eigentlich nur auf die Hospitalisierung achtet? Letzteres würde ich über weite Strecken begrüßen, auch wenn man das sicher vorsichtig angehen muss. Mir fehlen trotzdem Analysen über das jetzige Infektionsgeschehen.

  178. 7811.

    Einfach konstruktive Vorschläge machen. Die Redaktion hatte da in der Vergangenheit eigentlich immer ein offenes Ohr.

  179. 7810.

    "Sie ist nicht so hoch ansteckend wie Corona ..." Ich habe da eine Anmerkung. Bitte korrigieren, wenn ich daneben liege. Ich hatte zwar auch einen Verweis auf die Basis-R-Tabelle gepostet, würde das aber mit Vorsicht genießen. Der Basis-R für SARS-CoV-2 bezieht sich auf die Übertragbarkeit einens Erreger, der auf eine immun-naive Population trifft. Der Basis-R vieler anderer Erreger und auch bei der saisonalen Influenza bezieht sich doch eigentlich auf die Übertragbarkeit bei nicht mehr ganz immun-naiver Population (diverse Kreuzreaktivitäten zwischen verschiedenen Influenzastämmen, z.Bsp.). Was ich noch nicht gefunden habe, sind die Basis-Rs der anderen humanen Coronaviren zum Vergleich.

  180. 7809.

    Vielen Dank für diesen präzisen und verständlichen fachexkurs. Wahrnehmung und Wirklichkeit sind eben nicht das Gleiche sondern vor allem medial (oder durch individuelle persönliche Erfahrungen) geprägt oder verzerrt. womit wir wieder beim ursprünglichen Aufhänger wären.

  181. 7808.

    Danke. Ich lerne gern von Ihnen. Andere bestimmt auch. Bin 2 x geimpft mit B&Ph. Bin dennoch achtsam im ÖPNV u. Discounter. Wir sind hier fast der A. der Welt. Auch mit TRAM.

  182. 7807.

    Das ist Allgemeinwissen! Aber die normale Influenza hat bisher nie zu einer Überlastung der Intensivstationen geführt. Sie ist nicht so hoch ansteckend wie Corona und es gibt bei Infizierten deutlich seltener schwere beatmungspflichtige Verläufe wie bei Corona.
    Mit Verlaub, aber das ist Allgemeinunwissen. Es gibt keine "normale" Influenza, für Risikogruppen ist das immer eine lebensgefährliche Krankheit.
    Influenza hat in vergangenen Jahren regelmäßig zur Überlastung der Intensivstationen geführt. Sie können mir ruhig glauben, eine IS war lange genug mein Arbeitsplatz. Wie eine Erkrankung ansteckend ist besagt nichts über Gefährlichkeit - sonst wären Windpocken 10 mal gefährlicher als COVID Delta. Auch mit der Schwere der klinischen Verläufe liegen Sie falsch.
    Sie verwechseln gängige , aber nicht immer zutreffende Vorstellungen mit Fakten.

  183. 7806.

    "Influenza ist weitaus weniger gefährlich als Corona."
    Das ist eine Aussage, die nur bedingt stimmt. Zuerst: es gibt keine "Influenza an sich", Es ist eine Sammelbezeichnung für eine Reihe von Erkrankungen, die durch Viren der Familie Orthomyxoviridae hervorgerufen wird.
    Weiter: es gibt keine Erkrankung die Corona heißt. Es gibt COVID-19, verursacht durch ein Virusstamm ()SARS-CoV2) der zur Familie von Coronaviren gehört,
    Influenza Typ A ist eine gefährliche Erkrankung mit oft fatalem Ausgang. Wir kennen (seit ca. 1890) 7 große Pandemien der Influenza Typ A. Pandemien, die durch neue Varianten ausgelöst wurden. Die größte hat 90 Millionen Leben gekostet.
    Vergleichen Sie bitte nicht die saisonale Influenza (gegen die eine Kreuzimmunität existiert weil Viren schon länger im Umlauf sind) mit Pandemie, die durch eine neuartige Variante verursacht wurde. Vergleichen Sie eine Influenza Pandemie mit COVID-19 Pandemie. Sie werden staunen was gefährlicher sein kann..

  184. 7805.

    Nächstgelegene große Influenzasaison war 2017/18
    https://influenza.rki.de/saisonberichte/2017.pdf
    https://www.tagesschau.de/inland/grippe-129.html
    Ansonsten gibt es natürlich die gut bekannten Influenzapandemien der weiteren Vergangenheit.

  185. 7804.

    An den RBB:
    Seit einigen Wochen läuft auf dieser Seite einiges zeitlich etwas durcheinander so, das man sich hier nicht mehr wirklich sicher informieren kann. Außer dem verwirrt es um so mehr immer weitere Diagramme ins Programm zu nehmen, wenn diese nicht Zeitnah gepflegt werden.
    Seid ihr alle im Urlaub oder Müde?
    Ich würde mir eine Neugestaltung wünschen, wenn ich dürfte um wieder klare, relevante Informationen von euch zu bekommen. Das ließe sich auch leichter pflegen.
    viele Grüße, mueke

  186. 7803.
    Antwort auf [Nana ] vom 19.07.2021 um 17:45

    Nana:
    "Antwort auf [Immanuel] vom 19.07.2021 um 13:55
    Hallo Immanuel, die Influenza sollten sie nicht unterschätzen, da diese alle, egal welchen Alters, treffen kann und für alle ggf. tödlich verlaufen kann."

    Das ist Allgemeinwissen! Aber die normale Influenza hat bisher nie zu einer Überlastung der Intensivstationen geführt. Sie ist nicht so hoch ansteckend wie Corona und es gibt bei Infizierten deutlich seltener schwere beatmungspflichtige Verläufe wie bei Corona.

    Nana:
    "Es wurde nur bisher nicht thematisiert."

    FALSCH! Influenza wird ständig jedes Jahr im Herbst im Zusammenhang mit den Influenza-Impfangeboten insbesondere für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen thematisiert! Außerdem ist dies Allgemeinwissen im Gegensatz zur aktuellen Corona, deren Viren erst neu sind.

  187. 7802.

    Das haben Sie gut beobachtet.
    Wenn man bei den Inzidenzen Erbsenzählerei betreibt und mit der Pseudogenauigkeit von Nachkommastellen arbeitet, anstatt die Zahlen sinnvoll zu interpretieren, kommen solche Effekte zustande.
    Und hätte es in Frankfurt (Oder) die genannte Korrektur (14 auf 11 Fälle) nicht gegeben, hätte man ab morgen wieder die Testpflicht einführen müssen.
    Es wird wirklich Zeit, andere Kriterien (Hospitalisierung, ITS-Auslastung) stärker in die Bewertung der Situation einzubeziehen.

  188. 7801.

    Dem kann ich nur beipflichten! Ich genieße diesen fundierten Austausch und die freie Meinungsäußerungen im respektvollen Umgangston sehr. Schade wenn sich „neue“ einbringen und jegliche Kritik in die Querdenkerecke stecken. Hier wird zumindest sehr viel gedacht aber nicht quer sondern kritisch…

  189. 7800.

    Es wurde zum Beispiel mal sehr interessant, als trotz niedriger Fallzahlen und abweichender Meldezahlen die Inzidenz nach 3 Tagen unter 100 am 4. Tag für einen Tag über 100 kletterte, ich glaube auf 100,8 und dadurch die geforderten 5 Tage unter 100 wieder neu von 1 beginnend hochgezählt werden mussten. Die Lockerungen verschoben sich dadurch um eine Woche, danach gab es für ca. 4 Wochen ein fast lineares Abfallen der Fallzahlen. Bei genauer Betrachtung der Fallzahlen hätte man auch schon eine Woche früher öffnen können.

  190. 7799.

    Mathias:
    "Da liest man wie immer, nichts Böses ahnend, die neuesten Kommentare unter "Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg" und schwups! - da ist wieder mal einer.
    Einer, der Leute mit anderen Meinungen einfach nicht aushält und sofort die alte Leier von den "VerQuerdenkern" [sic] herausholt."

    Wie kommen Sie auf die bösartige Unterstellung, dass ich Leute mit anderen Meinungen nicht aushalten würde?!? Und warum soll man Leute mit wirren Panik-Parolen (Kinder sterben an FFP2-Maske, "Zwangsimpfungen", Bill Gates will Microchips impfen etc. pp.) nicht als VerQuerdenker bezeichnen dürfen? Auch wenn die "Leier" alt sein dürfte, so disqualifiziert es sie doch nicht schon deshalb. Und wenn hier von Panikmache geschwafelt wird, dann sind Parallelen zu diesen VerQuerdenkern doch offensichtlich.

  191. 7798.

    Da liest man wie immer, nichts Böses ahnend, die neuesten Kommentare unter "Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg" und schwups! - da ist wieder mal einer.
    Einer, der Leute mit anderen Meinungen einfach nicht aushält und sofort die alte Leier von den "VerQuerdenkern" [sic] herausholt.
    Hatten wir hier lange nicht. Und vermisst hatte ich's eigentlich auch nicht...

  192. 7797.

    Gehtgarnix:
    "Fritzi hat doch Recht mit ihrer Kritik an der Panikmache der Medien, und wie ein Coronaleugner kommt sie/er/es mir nicht vor"

    Welche "Panikmache"???
    Ich sehe nirgendwo "Panikmache" - außer bei den VerQuerdenkern.

  193. 7796.

    Fritzi:
    "7783 Kommentare, und fast Alle haben so unheimlich viel Ahnung."

    Haben Sie denn wirklich ALLE gelesen???

    Fritzi:
    "Da befiel mich doch der ketzerische Gedanke - was, wenn im Herbst/Winter die jährliche Grippewelle auf uns zurollt. Gibt es dann auch so ausufernde Berechnungen über jeden Neuerkranken bzw Verstorbenen? Ja , auch die Virusgrippe fordert jährlich Opfer, aber das bleibt unerwähnt."

    1. Über die Influenza-Opfer wird auch geredet, aber natürlich nur im Verhältnis zur Influenza-Gefahr.

    2. Über hohe Risiken sollte man mehr reden als über geringere Risiken. Und dies wird auch getan: Influenza ist weitaus weniger gefährlich als Corona. Und deshalb wird über Corona mehr gesprochen als über Influenza. Ist doch nachvollziehbar!

    Fritzi:
    "Ich finde, die Berichterstattung über Corona schürt mehr Ängste als sie aufklärt, wobei ich mir der Gefahren durch Covid wohl bewusst bin."

    Ich sehe nirgendwo ein "Schüren von Ängsten" - außer bei den VerQuerdenkern!

  194. 7795.

    "Sie haben sich schon selbst ins Aus geschossen..."

    Können Sie vielleicht erklären wie sie dazu gekommen sind?

  195. 7794.

    Hallo Ko,
    es ist nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick vielleicht aussieht.
    Bleiben wir beim Beispiel Frankfurt (Oder).

    Am 14.07.21 wurden 14 neue Fälle übermittelt. Daraus ergab sich eine Inzidenz von 24,2 für den 14.07.21.
    Die Zahl 14 wurde einen Tag später auf 11 korrigiert.
    Deshalb ergibt sich für den 15.07.21 nur noch die Inzidenz von 19,0.
    In der von mir genannten Excel-Datei bleibt für den 14.07.21 der Wert 24,2 "fixiert", wie es das RKI nennt.

    Das gleiche Prinzip gilt auch bei Korrekturen (bzw. Nachmeldungen) nach oben.
    Es ist eigentlich der Normalfall, dass Nachmeldungen für die vorherigen 6 Tage in die Inzidenzberechnung des aktuellen Tages eingehen.
    Nur dass eben die Inzidenz für die vorherigen Tage in der RKI-Datei "fixiert" bleibt.

    Ich persönlich korrigiere die Inzidenz in meinen Daten rückwirkend. Aber ob das nun wirklich interessant ist, sei dahingestellt.

  196. 7793.

    Schön mal was von Meinungsfreiheit gehört. Und wieso ins Aus geschossen, Fritzi hat doch Recht mit ihrer Kritik an der Panikmache der Medien, und wie ein Coronaleugner kommt sie/er/es mir nicht vor

  197. 7792.

    Es bleibt die Frage, wie mit den Korrekturen umgegangen wird. Werden die abgezogen, hat man zwar insgesamt keinen Fehler, das aktuelle Geschehen wird aber zu niedrig dargestellt. Werden die nicht abgezogen, wird die 7d-Inzidenz insgesamt zu hoch dargestellt. Und durch kleine Fehlerchen rutscht die Inzidenz nach oben, wird ja später korrigiert, nur nicht bei der Inzidenz.
    Spricht wieder mal dafür, dass die Korrekturwerte gesondert ausgewiesen werden sollten.

  198. 7791.

    Es bleibt die Frage, wie mit den Korrekturen umgegangen wird. Werden die abgezogen, hat man zwar insgesamt keinen Fehler, das aktuelle Geschehen wird aber zu niedrig dargestellt. Werden die nicht abgezogen, wird die 7d-Inzidenz insgesamt zu hoch dargestellt. Und durch kleine Fehlerchen rutscht die Inzidenz nach oben, wird ja später korrigiert, nur nicht bei der Inzidenz.
    Spricht wieder mal dafür, dass die Korrekturwerte gesondert ausgewiesen werden sollten.

  199. 7790.
    Antwort auf [Nana ] vom 18.07.2021 um 22:28

    Hallo Nana und Ko,
    das RKI stellt unter
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Fallzahlen_Kum_Tab.xlsx?__blob=publicationFile
    werktäglich eine Excel-Datei bereit, die recht kompakt die Zahlen zu den Inzidenzen beinhaltet.

    Die Datei enthält ein Arbeitsblatt "Erlaeuterungen".
    Dort wird u.a. erläutert, wie die 7-Tage-Inzidenz berechnet wird.
    Es heißt:
    "Die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz erfolgt für die an das RKI übermittelten Fälle auf Basis des Meldedatums, also dem Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat.
    Für die heutige 7-Tage-Inzidenz werden die Fälle mit Meldedatum der letzten 7 Tage gezählt."

    Und dieser Wert wird dann für "heute" fixiert, d.h. eine rückwirkende Anpassung der Inzidenz findet nicht statt.
    Siehe dazu u.a. das Arbeitsblatt "BL_7-Tage-Inzidenz (fixiert)"

  200. 7789.

    Hier darf man so was sagen ohne verbal erschossen zu werden. Es wird unglaublich auf Angst geschürt und ein Ende des Vorgehens ist nicht in Sicht. Ich bin schon gespannt wann Schulen und Kitas wieder dicht/ Teilzeit dicht/ Notbetreuung gemacht werden. Nur weil die inzidenz steigt… auch andere Krankheiten haben (saisonal) hohe oder sehr hohe inzidenzen und Todesfälle… vielleicht kommt das allerdings zukünftig auch auf uns zu. Jede grippewelle Schulen, gastro, Kultur und Sport zu. Meine kleine ist jetzt fast den ganzen Sommer erkältet weil sie den Winter schön isoliert war und ihr Immunsystem nicht gestärkt wurde… total klasse und sicher ein hilfreiches System für die gesamte Gesellschaft!

  201. 7787.

    ...ein Feuer frei braucht es bei Ihrem Kommentar nicht geben - Sie haben sich schon selbst ins Aus geschossen...

  202. 7786.

    7783 Kommentare, und fast Alle haben so unheimlich viel Ahnung.Da befiel mich doch der ketzerische Gedanke - was, wenn im Herbst/Winter die jährliche Grippewelle auf uns zurollt. Gibt es dann auch so ausufernde Berechnungen über jeden Neuerkranken bzw Verstorbenen? Ja , auch die Virusgrippe fordert jährlich Opfer, aber das bleibt unerwähnt. Ich finde, die Berichterstattung über Corona schürt mehr Ängste als sie aufklärt, wobei ich mir der Gefahren durch Covid wohl bewusst bin. So, und nun Feuer frei !!

  203. 7785.

    Das mit Laschet hat die ganze Welt mitbekommen. Habe mich für den so geschämt. Was haben wir denn nur für geistige Tiefflieger in der Politik ? Meine Frau hat die Bilder der Verwüstung mit Tränen in den Augen verfolgt. Jeden Tag werden die Toten mehr.

  204. 7783.

    Hallo Björn,
    ich habe mal eine kleine Übersicht erstellt.
    Sie zeigt je Kreis/Stadtbezirk in BB, wie sich eine Änderung der 7-Tage-Fallzahl um den Wert 10 (+/-) auf die Inzidenz auswirkt.
    In unserer Region ist der SK Frankfurt (Oder) der sensibelste Kreis.
    (Die dort aufgetretenen Fälle der letzten Woche haben das "eindrucksvoll" gezeigt.)

    BERLIN
    Charlottenburg-Wilmersdorf: 3,0
    Friedrichshain-Kreuzberg: 3,5
    Lichtenberg: 3,5
    Marzahn-Hellersdorf: 3,8
    Mitte: 2,7
    Neukölln: 3,1
    Pankow: 2,5
    Reinickendorf: 3,9
    Spandau: 4,2
    Steglitz-Zehlendorf: 3,3
    Tempelhof-Schöneberg: 2,9
    Treptow-Köpenick: 3,8

    BRANDENBURG
    Barnim: 5,5
    Dahme-Spreewald: 6,0
    Elbe-Elster: 9,7
    Havelland: 6,2
    Märkisch-Oderland: 5,2
    Oberhavel: 4,8
    Oberspreewald-Lausitz: 9,0
    Oder-Spree: 5,6
    Ostprignitz-Ruppin: 10,1
    Potsdam-Mittelmark: 4,7
    Prignitz: 12,9
    Spree-Neiße: 8,7
    Teltow-Fläming: 6,0
    Uckermark: 8,3
    Brandenburg a.d.Havel: 13,9
    Cottbus: 9,9
    Frankfurt (Oder): 17,3
    Potsdam: 5,7

  205. 7781.

    Das RKI erhält wohl Meldungen, gibt sie nur nicht so detailliert weiter wie der Senat es machen würde, wenn er es täte.

  206. 7780.

    Ja OK, in Euphorie kann ich trotzdem nicht ausbrechen, denn die die zur Wahl stehen hatten viele Jahre Zeit Menschen von sich zu überzeugen. Da kam nie was und da wird auch nie was kommen. Es sind Langweiler, die machen das was sie schon immer gemacht haben, die Bürger mit dummes Zeug voll sabbeln. Wenn es dann mal im Oberstübchen nicht von allein so richtig reicht dann regelt das ein PR-Berater, da wird dann abgelesen. So wie, Kinder sind unsere Zukunft. Wird immer noch gerne abgelesen, obwohl diese abgelutschten Phrasen kein Mensch mehr glaubt, weil Millionen Kinder im Dreck sitzen, und das schon seit Einführung von Hartz IV! Ebenso wie Themen zu Umwelt und Klimaschutz. Sabbeln, sabbeln, sabbeln und immer schon die Taschen vollstopfen. Nach mir dann die Sintflut, Beispiel Armin Laschet, der sich im Hochwassergebiet eins ins Fäustchen lacht, vor laufender Kamera, und sich noch erwischen lässt, oder einfach nur Unterhaltung gesucht hat, zwischen den Trümmern und Toten!?

  207. 7779.

    Beispiel zum Thema "Impfquote ist nicht Alles". Die Seychellen:
    https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/seychellen/
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/seychelles/

  208. 7778.

    Man könnte zu den 7d-Inzidenzen pro 100k vielleicht sowas wie eine relative Empfindlichkeit der Werte angeben. Z.Bsp. um wieviel würde sich der Wert ändern, wenn plötzlich (absolut) 10 Fälle mehr gemeldet würden im jeweiligen Gebiet. Dann könnte man besser einschätzen, was von manchen Sprüngen zu halten ist und auch wie empfindlich diese Zahlen in einwohnerarmen Gebieten.

  209. 7777.

    Eine Quelle von damals gefunden (GMX) 16.4.2021: "Nur wenn sich weniger Menschen mit SARS-CoV-2 anstecken, kann das Entstehen von potenziell gefährlicheren Virusvarianten verhindert werden: Zu dieser Einschätzung kommen Expertinnen und Experten bei einer Fortbildung der österreichischen Intensivmedizin-Fachgesellschaft ÖGARI.
    "Die Veränderung der (SARS-CoV-2-)Viren ist etwas Normales. Pro Woche treten ein bis zwei Mutationen auf", sagte Infektiologe Günter Weiss von der MedUni Innsbruck. "Es wird weiterhin Varianten geben, die uns weiter beschäftigen werden. Das einzige, was hilft, wäre, dass die Infektion nicht mehr auftritt."
    Stecken sich viele Menschen an, entstehen automatisch Mutationen. Via Selektionsdruck setzen sich "erfolgreichere" - zum Beispiel infektiösere - SARS-CoV-2-Varianten durch." Das gilt so grundsätzlich nach meiner Meinung für alle Viren, also auch für Coronaviren. Bisher hieß erfolgreich bei Coronaviren auf lange Sicht (fiebrige) Erkältung.

  210. 7776.

    Gerne.
    Die mRNA-Impfstoffe können in der Tat modifiziert werden. Ob schnell und wie schnell hängt davon ab was man unter schnell versteht.
    Es handelt sich (zumindest für mich) um ein falsches Versprechen das seinerzeit medial verbreitet wurde um die Akzeptanz für neuartige Impfstoffe zu fördern. Falsches, weil " ganz schnell ändern können" keineswegs mit "schnell in Umlauf bringen können" identisch ist.
    Ein veränderter Impfstoff hätte überhaupt keine Zulassung. Die Zulassung erfordert vorhergehende Tests und Studien. Bis diese abgeschlossen sind können ganz neue Varianten dominieren. Haben wir bei doch bei Alpha erlebt. Hätte sich die Industrie auf dieses Spiel eingelassen, hätte sie nur Kosten und keine Absatzmärkte mehr.

  211. 7775.

    Nachlese zu Gerichtsentscheidungen. Am 15.4.2021 wurde noch das vermeldet (GMX):
    "Für Menschen, die eine Corona-Erkrankung überstanden haben, gibt es keine Extrawurst bei Treffen mit anderen. Das hat das Berliner Verwaltungsgericht am Donnerstag nach dem Eilantrag eines Mannes beschlossen. ...
    Das Gericht widersprach dieser Auffassung und wies den Eilantrag zurück. Eine dauerhafte Immunität für Genesene sei wissenschaftlich nicht belegt. Neue Infektionen seien damit möglich. Die allgemeine Handlungsfreiheit des Antragstellers werde auch nicht unverhältnismäßig eingeschränkt." Wie sich die Welt verändern kann in wenigen Wochen, danach wurden Genese doch gleichgestellt mit vollständig Geimpften.

  212. 7773.

    Die erste 7d-(Melde)Inzidenz von 50/100k ist erreicht in D:
    https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/
    Die Politik müßte sich jetzt (trotz Sommerpause und Wahlkampf) auf ein definitives weiteres Vorgehen festlegen.

  213. 7772.

    Hat hier evtl. jemand eine Erklärung?
    Beim Corona Lagebericht Berlin wird mitgeteilt ".... an den Wochenenden stark reduziert bzw. eingestellt. ..."
    Ergo, es werden keine Zahlen "geliefert".
    Jedoch wird heute eine Inzidenz von 16,0 veröffentlicht (gestern war es noch 13,9).
    Wie wird jetzt berechnet, werden doch Zahlen (aber nur intern) gemeldet, wer soll's verstehen?

  214. 7771.

    Man kann sich nur glücklich schätzen, dass Söder es nicht geschafft hat und hoffentlich nie schaffen wird als Kanzlerkandidat zu fungieren.

  215. 7770.

    "oder gibt es neue fachliche Gründe dieses Ziel aufzugeben und auch hohe Infiziertenzahlen zuzulassen?"
    Hoch und niedrig sind (wenn wir den kontextuellen Rahmen weglassen) immer relative Begriffe. Die einzige für mich nachvollziehbare Begründung wäre, dass sich die Erkenntnisse betreffend einen diametral anderen Umgang mit endemisch auftretenden Erregern (im Vergleich zu sich epidemisch ausbreiteten) langsam aber unaufhaltsam durchsetzen.
    Aber auch hier gibt es Unterschiede, anders verläuft dieser Prozess bei Epidemiologen, anders bei Pandemiestrategen und anders im Kopf eines Durchschnittbürgers denn für jede Gruppe ist der Referenzwert ein anderer.

  216. 7769.

    Wie ich das sehe, gab es 2 entscheidende Veränderungen im Erbgut des Virus, die bei mehreren Varianten des Virus unabhängig aufgetreten sind. Immer die gleichen, mal nur eine und mal beide. Weitere Änderungen im Erbgut bewirkten keine nennenswerten Veränderungen bei der Ansteckungsgefahr und der Gefährlichkeit, sie dienen aber der Verfolgung der Verbreitungswege. Deswegen gab es auch schon die These, dass das Virus möglicherweise nicht mehr viel im Köcher hat. Es ist ja auch kein evolutionäres Ziel des Virus, den Wirt krank zu machen, es ist aber ein evolutionäres Ziel des menschlichen Emmunsystems, mit dem Virus zurecht zu kommen.

  217. 7767.

    Neben der Vermeidung der Überlastung der Krankenhäuser, gab es auch mal das Ziel/Idee insgesamt möglichst wenige Infektionen zu haben, um die Größe des Pools an Viren für neue Mutationen klein zu halten. Ist das jetzt als Ziel gestrichen, weil man es (wie viele andere Ziele schon) sowieso nicht erreicht in Europa oder gibt es neue fachliche Gründe dieses Ziel aufzugeben und auch hohe Infiziertenzahlen zuzulassen?

  218. 7766.

    "Nicht, dass ich falsch verstanden werde: Die Unabhängigkeit der Wissenschaft ist wirklich wichtig. ".
    Und wenn sie obendrauf noch unbequem ist, machen wir draus eine nachgeordnete Behörde des Bundesgesundheitsministeriums.
    Vielleich findet sich sogar ein erfahrener und talentierter Tierarzt um die Leitung zu übernehmen?
    Herrlich.

  219. 7765.

    GMX Corona-Ticker: "Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte in einem BR-Interview vom Mittwoch bekräftigt, dass es mit einer generellen Corona-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren schneller gehen müsse. Dabei sprach er von der Stiko als einer ehrenamtlichen Organisation, wohingegen die Europäische Arzneimittelbehörde EMA die "Profis" seien."
    "Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält die Gründung einer Bundesgesundheitsbehörde für überlegenswert. Der "Ärzte Zeitung" sagte er: "Wir sollten nach der Pandemie ernsthaft überlegen, ob wir nicht ein nationales Institut bräuchten, in dem wir unsere Public-Health-Kompetenzen bündeln." ...
    Auch für die Ständige Impfkommission (Stiko) sieht er Reformbedarf. "Die Stiko-Mitglieder sind alle ehrenamtlich tätig. Nicht, dass ich falsch verstanden werde: Die Unabhängigkeit der Wissenschaft ist wirklich wichtig. Aber wir könnten den Kommissionsmitgliedern eine Struktur zur Seite stellen ..."

  220. 7764.

    "Das muss irgendwie eine sehr gewissenhafte Abschätzung sein, um wieviel die tatsächlichen Fallzahlen über den bestätigten Fallzahlen liegen. So kann man sehr gut ein zu frühes Senken des Inzidenzwertes verhindern,"

    Die Formulierung ist Klasse ;-) Ich würde nur das Wort gewissenhaft rausnehmen. Ich kringel mich grad.
    Man kann damit auch den Inzidenzwert steigern, obwohl die täglichen Fallzahlen sinken. Noch gar nicht so lange her...

  221. 7763.

    https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/stiko-chef-verteidigt-entscheidung-zu-kindern-1644330507.html?utm_campaign=Nordkurier%20Corona-Update&utm_content=20210716&utm_medium=email&utm_source=Revue%20newsletter

    Wieso muss die Stiko eigentlich ständig diese Entscheidung verteidigen? Und wieso fordern ständig irgendwelche Hohlköpfe die Stiko auf, die Entscheidung zu ändern? Wenn eine staatsnahe und von der Politik abhängige Kommission sich traut, diese Entscheidung zu treffen, dann ist das ernst gemeint!

  222. 7762.

    Ich glaube nicht, dass die 7d-Inzidenz durch Nachmeldungen verändert wird. Dann müsste sie ja kleiner werden, weil der ärztliche Befund ja schon länger zurückliegen würde und die entsprechenden Fälle rausfallen würden. Das muss irgendwie eine sehr gewissenhafte Abschätzung sein, um wieviel die tatsächlichen Fallzahlen über den bestätigten Fallzahlen liegen. So kann man sehr gut ein zu frühes Senken des Inzidenzwertes verhindern, was möglicherweise einen katastrophalen Anstieg des Infektionsgeschehens zur Folge hätte.

  223. 7761.

    Deswegen lieben die führenden Köpfe der Impfkampagne ja die 7-Tage-Inzidenz so sehr und werden sie auf keinen Fall abschaffen. Ist ja schließlich noch die Grundlage Nr. 1 für die Maßnahmen. Und nicht zu vergessen, die Grundlage für die Inzidenz sind nicht die täglich veröffentlichten Fallzahlen, sondern die Zahlen, die bei den Gesundheitsämtern ankommen, wann auch immer...

  224. 7760.

    Neben der Anzahl und Benennung der Cluster wären natürlich auch die Fallzahlen außerhalb der Cluster interessant. Hier wirken die Ansteckungen aus den Clustern heraus natürlich mit rein und das kann man sicher nicht auch noch getrennt darstellen, trotzdem wäre eine zweite Inzidenz-Zahl weitestgehend ohne Clusterbezug sicherlich sinnvoll und umsetzbar.

  225. 7759.

    Wir haben wieder das Problem der "kleinen Zahlen".

    Nehmen wir an, ein Stadtkreis wie Frankfurt (Oder) mit ca. 58.000 Einwohnern hat seit Tagen die Inzidenz 0.
    Treten jetzt an einem Tag nur 12 Neuinfektionen auf, gibt es für 7 Tage einen Inzidenzwert von mindestens 20,7.
    Selbst dann, wenn in den folgenden 6 Tagen keine neuen Fälle hinzukämen.

    D.h. nach 5 Tagen gelten gem. der aktuellen Coronaverordnung (BB) veränderte Regeln (Grenzwert 20).
    Wenn dann ab dem 8. Tag die 20 wieder unterschritten wird, muss noch weitere 4 Tage auf die erneute Lockerung gewartet werden.

    Will sagen, abhängig davon, ob sich in einer größeren Familie ein oder zwei Leute mehr oder weniger infizieren, werden für einen kompletten (Stadt)Kreis strengere Regeln erlassen.

    Im Artikel (MOZ) ist gut zu sehen, wie sich die Korrektur ausgewirkt hat (Inz. 24,2 --> 19,0).
    Jeder neue Fall ab heute lässt den Wert über 20 steigen...

  226. 7758.

    WassernixeDonnerstag, 15.07.2021 | 10:29 Uhr
    Antwort auf [Schönebergerin] vom 15.07.2021 um 09:01
    Hier bei uns in Brandenburg ... FF und OHV ... gingen die gestrigen Infektionen hauptsächlich auf Bewohner von Gemeinschaftsunterkünften und Reiserückkehrer einer Großfamilie zurück.

    Das habe ich unter einem anderen Artikel hier gefunden.

  227. 7757.

    Jetzt auch in der MOZ gefunden:
    https://www.moz.de/lokales/frankfurt-oder/corona-in-brandenburg-rki-korrigiert-zahl-der-neuinfektionen-in-frankfurt-_oder_-leicht-nach-unten-58190473.html
    Wenn der Großteil ein klar definerter Cluster ist, wäre die Rechnung nach Clustern - wie hier schon mal diskutiert - sinnvoller, als nach Einzelfällen.

  228. 7756.

    RKI-Bericht
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Jul_2021/2021-07-15-de.pdf?__blob=publicationFile
    S.3 einfach mal ansehen. Zentralbayern? Nähe Thüringen oder Sachsen? Haben Sie eine andere Datenquelle als das RKI?

  229. 7755.

    Sie haben nach über einem Jahr noch nicht viel hinzugelernt und regieren genauso polarisierend in den Extremen wie Politiker im Wahlkampf.
    1. Nach weit über einem Jahr sollte man eigentlich mit intelligenten und in der Wirksamkeit erwiesenen Maßnahmen Einschleppungen und Weiterverbreitungen unterbinden können. Die Holzhammermethode von Ihnen sollte nicht mehr zur Debatte stehen müssen.
    2. Eine Infektion wird immer über wenige Fälle in ein Gebiet getragen. Ob und wie stark die Saat aufgeht (also Ihre 7d-Inzidenzen) liegt an Bedingungen im Zielgebiet und sagt wenig über die Richtung des Eintrags, um den es dabei ging.

  230. 7754.

    Jo, Grenzen zu wäre das Beste, klappt schließlich weltweit prima. Aber bitte erst in einer Woche, wenn wir zurück aus Südfrankreich, an der spanischen Grenze (Katalonien) sind. Wie Ihr Beitrag direkt unter dem von mir zitieren in Ihr Bild passt, weiß ich aber auch nicht.

  231. 7753.

    Man hat doch so oft den Bürgern wissen lassen, dass der Impfstoff von Biontech-Pfizer ganz schnell so abgeändert werden kann, dass auch das sich ändernde Virus stets maximal bekämpft wird. Nun hört man nichts mehr davon. Ist die 3. Impfung dann die Alternative ?

  232. 7752.

    Stimmt, deswegen sind die Landkreise mit dem höchsten Infektionsgeschehen auch in Zentralbayern in der Nähe zu Thüringen und Sachsen. Sofort Abschotten das Ganze!

  233. 7750.

    Lieber RBB, bitte die Zahlen aktualisieren. Berlin hat unterdessen 137 Neuinfektionen. Danke

  234. 7749.

    "Kann mir mal einer sagen wo da der Sinn ist, da man auch als geimpfter Überträger bleibt. "
    Das ist so nicht ganz richtig. Als geimpfter entwickelt man seltener Symptome, die Viruslast soll nachweislich geringer sein daher auch die Vorstellung, dass es in dieser Gruppe weniger Überträger gibt.
    "Und ..warum muss man sich als geimpfter nicht mehr testen,man kann ja trotzdem den Virus bekommen und übertragen. ????"
    Um mehr Anreize für Impfung zu schaffen? Ansonsten s. oben.

  235. 7748.

    Sie treffen die Dinge in Ihren Beiträgen immer auf den Punkt.

    Nein, die Maßnahmen im Einzelnen sind nicht das eigentliche Problem, sondern deren gewünschte Hinnahme ohne allzu viele weitere Fragen oder gar Zweifel.

    Wolf Biermann hat vor vielen Jahren über die DDR-Bürger sinngemäß einmal folgendes gesagt:
    "Die Menschen in der DDR sind doch nicht nur so unzufrieden, weil sie kein schnelles Auto oder keinen modernen Farbfernseher haben, sondern weil sie die Schnauze halten sollen."

  236. 7747.

    Ich höre dass um impfpflicht bei Lehren, u.a. diskutiert wird, um die Kinder zu schützen. Kann mir mal einer sagen wo da der Sinn ist, da man auch als geimpfter Überträger bleibt. Und ..warum muss man sich als geimpfter nicht mehr testen,man kann ja trotzdem den Virus bekommen und übertragen. ????

  237. 7745.

    Heute nur noch 2267 gemeldete Fälle in Frankfurt, also Korrektur um 3 Fälle nach unten zu gestern
    https://www.frankfurt-oder.de/Verwaltung-Politik/Verwaltung/Aktuelles/Informationen-zum-Corona-Virus-Sars-CoV-02-/Fallzahlen-zu-COVID-19-f%C3%BCr-Frankfurt-Oder-/
    Es sind weiterhin solche Korrekturen wesentlich im Vergleich zur Anzahl der Meldungen pro Tag.

  238. 7744.

    Die aktuelle Welle kommt wieder aus dem Westen
    https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_0/
    Es ist also weiter das Geschehen im angrenzenden Ausland wesentlich. Man sollte für künftige Pandemien das Abschottungsregime für Einschleppungen von Erregern wesentlich überarbeiten, denn so scheint es weiterhin prinzipiell nicht zu funktionieren - betrifft nicht nur den aktuellen Erreger, es werden auch mal neue kommen, bei denen das noch wichtiger sein könnte.

  239. 7743.

    Woher kommt denn dieser plötzliche Sprung in der Fallzahl in Frankfurt/Oder?

  240. 7742.

    Wenn man täglich für Langezeit die FFP2 trägt macht das was. Ich war kürzlich beim Lungentest, nach 12 Monaten FFP2 wurde Kurzatmigkeit festgestellt. Hatte vorher nie Probleme damit, zumal ich vor Corona Sport getrieben hatte.
    Hab mir jetzt ein Trimm-Rad gekauft, um wieder regelmäßig die Lunge bis zum Anschlag mit Sauerstoff zu versorgen.

  241. 7741.

    Das eigentliche Problem sind mitnichten die FPP2-Masken. Das eigentliche Problem ist eine Gesinnung, die Entscheidungswillkür legitimiert. Ich habe absolut nichts gegen Maßnahmen aber wünsche mir, dass derer Notwendigkeit von der Wissenschaft in einer für mich nachvollziehbaren Form belegt wird. Das Bauchgefühl des Regierenden Bürgermeisters ist eine schlechte Grundlage für Entscheidungen. Auch dann nicht, wenn diese Entscheidungen medial als "durch Experten gefördert und unterstützt" kommuniziert werden.

  242. 7740.

    Na, wahrscheinlich, dass sie ihre Maskenpausen besser außerhalb des Zuges verbringen. Immerhin erkennen sie ja durch den Kauf des Fahrscheins auch die Beförderungsbedingungen an. Je nach Bundesland (das gerade durchfahren wird) reicht ggf. auch eine OP-Maske - es gelten die gesetzlichen Regelungen der jeweiligen Landesverordnungen - empfohlen wird von der DB eben das Tragen einer FFP2-Maske. Wenn sie beim Zugfahren tatsächlich alle 100 Minuten eine Maskenpause brauchen, sollten sie ihre Zugfahrt vielleicht mit entsprechenden Unterbrechungen planen ... so ein kleiner Spaziergang zwischendurch tut ihnen sicherlich auch gut - nicht, dass sie vom langen Sitzen noch 'ne Thrombose bekommen. ;-)

  243. 7739.

    Laut BAuA ist die Folge des Tragens einer FFP2 Maske verstärkte Atemtätigkeit und erhöhte Herzfrequenz. Auch bei leichter Arbeit ist nach 100 Minuten eine Pause von 30 Minuten einzulegen. Ich bin gespannt, was der Zugschaffner dazu meint, wenn ich bei meiner Zugfahrt alle 100 Minuten für 30 Minuten die Maske absetze.

  244. 7738.

    Und er musste sich oft genug verteidigen und Hinweise auf diese Aussagen waren und sind ein Mangel.

  245. 7737.

    Ganz ehrlich: Das unsachgemäße Tragen von Masken lässt sich doch die ganze Zeit schon beobachten - nicht bei allen und auch mal mehr und mal weniger ... aber ob nun mit Stoffmaske, OP-Maske oder FFP2 - der Maskentyp scheint mir da wenig Unterschied zu machen. Jede Maske nutzt doch nur so gut, wie man sie trägt - die Luft geht eben immer durch die Löcher, wenn da welche sind.
    Und "unweigerlich" scheint mir auch etwas hoch gegriffen - ich hab' mit dem korrekten Sitz der FFP2-Maske kein Problem - und ich sehe auch einige, manchmal sogar viele, die das augenscheinlich auch ganz gut hinkriegen.
    Noch mehr Impfbereitschaft wäre allerdings viel besser - und zwar flott - das bringt dann wirklich was. Tja.

  246. 7736.

    Experten fordern Aussöhnung in Corona-Debatte"
    "Wissenschaftler und Fachleute fordern: Der Bevölkerung müsse die Angst in der Pandemie genommen werden, um die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden"
    https://www.berliner-zeitung.de/news/experten-fordern-aussoehnung-in-corona-debatte-li.169772

    "16 Experten und Expertinnen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen aus Deutschland und Österreich wenden sich mit einer umfangreichen Untersuchung an die Öffentlichkeit."

  247. 7735.

    Nein die Empfehlung ist eindeutig, solange nicht die Erwachsenen durch sind, wird es nicht empfohlen Kinder zu impfen.
    Erwachsene weltweit sollten damit gemeint sein. Da gibt es noch viel zu tun. Auch wenn wir über unsere Impfstrategie meckern, so bewegt sich Deutschland weltweit locker im oberen Viertel diesbezüglich.
    25% der Weltbevölkerung hat erst eine Impfung erhalten.
    Bedürftige Kinder ja und auch die die vor Angst nicht mehr schlafen können. Aber nur um die Quote in D zu erfüllen ergibt doch wenig Sinn solange woanders noch Menschen in hohen Zahlen sterben.

  248. 7734.

    Der erhöhte Atemwiderstand ist genau das Problem der FFP2 Masken. Dies führt unweigerlich dazu, dass die Masken häufig nicht sachgemäß getragen werden und somit der potentielle Nutzen komplett zu Nichte gemacht wird.
    Einfache medizinische Masken bieten hinreichend Schutz bei einfacherem Atmen. Da besteht das Problem der Hygiene durch zu lange Wechselzyklen. Für den Selbstschutz ist die Impfung wohl deutlich effektiver.
    Vom Müllproblem mal abgesehen. In den bayrischen Alpen hab ich keinen Müll gesehen, außer hin und wieder herumliegenden Masken. Ich gehe davon aus nicht achtlos weggeworfen sondern einfach aus der Tasche gefallen.

  249. 7733.

    Achtung: Preprint, also noch nicht durch den wissenschaftlichen Begutachtungsprozess.

    Und: Ist die Bezugsgruppe mit allen in England lebenden Minderjährigen nicht doch etwas groß? Haben sich ja nicht alle infiziert ...

  250. 7732.

    In Deutschland sieht es ähnlich aus, Laut RKI, vor wenigen Tagen, 26 Verstorbene unter 20 Jahren. Was ungefähr alleine dem Anstieg der akut an Drogen Verstorbenen in Berlin in 2020 entspricht. Daher kommt wohl auch die zögerliche Bereitschaft der Stiko Impfungen für Kinder und Jugendliche ausdrücklich zu empfehlen.

  251. 7731.

    Bei körperlicher Belastung kann ein erhöhter Atemwiderstand problematisch sein - daher die Vorschriften zum Arbeitsschutz.
    Ob eine dreistündige Zugfahrt tatsächlich schon eine derartige körperliche Belastung darstellt, hängt wohl sehr vom Individuum ab - in der Regel sitzt man im Zug ja nur herum und fräst weder Leitungsschächte aus, noch bewegt man Bauschutt durch die Gegend oder geht einer auch nur ansatzweise körperlich fordernden Tätigkeit nach.
    Schön ist anders, schon klar - aber gefährlich ist das für die allermeisten nicht.
    Wie gesagt, im Regelfall, also ohne nennenswerte diesbezügliche gesundheitliche Einschränkungen.
    Wenn allerdings FFP2-Masken verwendet werden, die nicht den Prüfkriterien entsprechen, dann ist nicht nur die mangelhafte Filterleistung, sondern auch der oft zu hohe Atemwiderstand problematisch. Ersteres kann dauerhaft schaden, letzteres ist einfach sehr anstrengend.

  252. 7730.

    " Letztes Jahr haben auch alle ganz schlau vom Ende der angeblichen Pandemie gesprochen und von einem Virus, das nicht gefährlicher ist als Grippe." Dieser Satz enthält neben unzulässigen Verallgemeinerungen auch Fehler. Erstens - zu keinem Zeitpunkt haben "alle" vom Ende der angeblichen Pandemie gesprochen. Eigentlich kann ich mich nicht daran Erinnern, dass es hier jemanden gab, der die Pandemie in Frage gestellt und als "angebliche Pandemie" bezeichnet hat. Die Meinungsverschiedenheiten betrafen eher die Angemessenheit. den Sinn und den Umfang einzelner Maßnahmen.
    Zweitens: der Vergleich zwischen COVID-19 und Grippe ist legitim. Influenza ist - wenn sie als Pandemie eines neuen Stammes auftritt - eine sehr schwere Krankheit, mit oft tödlichem Verlauf und gar nicht so seltenen Spätfolgen. Die Gefahr einer Invalidität oder eines Todes ist bei beiden Erkrankungen bei einer Pandemie unter vulnerablen durchaus vergleichbar.

  253. 7729.

    Zur Abwechslung mal wieder eine Kinderstudie:
    https://www.msn.com/de-de/gesundheit/medizinisch/untersuchung-aus-england-corona-infektion-bei-kindern-bislang-sehr-selten-t%C3%B6dlich/ar-AAM34Zu?ocid=msedgntp

    Auf alle in England lebenden Minderjährigen liegt das Risiko, dass ein Kind an den Folgen von Covid-19 verstirbt, bei zwei zu einer Million.

  254. 7726.

    Aber nur, wenn sie richtig passen und vorschriftsmäßig getragen werden und wenn die von der Berufsgenossenschaft für diese Arbeitsschutzmaßnahme vorgesehenen Trage-Pausen-Zeiten eingehalten werden. Wenn man damit 3 Stunden Zug fährt, schadet man damit seinen Atemwegsorganen und dem Herz-Kreislauf-System.

  255. 7725.

    Die OP-Masken schützen nicht (oder nur wenig) den Träger, sondern hauptsächlich die Menschen, die uns begegnen. FFP2 -Masken dienen auch dem Eigenschutz.

  256. 7724.

    Der Meinungsaustausch in diesem "Pseudo-Forum" [sic] findet seit etlichen Monaten unter interessierten Leser:innen des Fallzahlen-Artikels von rbb|24 statt.
    Die meisten sind, denke ich, interessierte Laien, wobei einige erkennbar spezifisches Fachwissen in ihre Beiträge einfließen lassen.
    Dabei geht es größtenteils wohltuend sachlich zu, auch wenn es unterschiedliche Sichtweisen gibt. Normal.

    Die Schärfe bringen sehr oft Leute in die Diskussion, die offenbar absolut nicht verstehen können (oder wollen?), dass bestimmte Sachverhalte eben auch mal hinterfragt werden. Oder die hinter jeder kritischen Frage eine Verschwörungstheorie vermuten.
    Das könnte man witzigerweise mittlerweile als eigenständige V-Theorie betrachten.
    "Die kritischen Stimmen haben sich verschworen, um unsere FDGO anzugreifen."

    Wollte ich mal gesagt haben.

  257. 7723.

    Kommt mir sehr bekannt vor. Letztes Jahr haben auch alle ganz schlau vom Ende der angeblichen Pandemie gesprochen und von einem Virus, das nicht gefährlicher ist als Grippe. Dieses Pseudo-Forum ignorierte überwiegend, dass die massenweise Verbreitung eines Virus im Sommer zu einem Problem im Winter werden könnte. Mir wurde sogar wärmstens empfohlen Familie inkl. Großeltern an Weihnachten zu besuchen.

    Wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre.

    Die angekündigte Übersterblichkeit ist tatsächlich da, einfach weil ein Großteil nicht Kontakte reduzieren, AHA-Regeln beachten oder auf Urlaub verzichten wollte. Lockdown kam viel zu leicht und spät. Wir hatten in Welle 2 und 3 viel zu viele vermeidbare Todesfälle. Keinen Bock auf einfachste Maßnahmen. Genauso wie jetzt.

    Die krassen Folgen der EM sieht man erst im Herbst und Winter. Solltet ihr langsam wissen, dass die Hospitalisierungen/ Toten mit zeitlicher Verzögerung auftreten. Zum Glück werden es Dank Impfungen weniger sein.

  258. 7722.

    Und danke, was machen Sie eigentlich anders als ich. Den Hinweis habe ich inzwischen mehrere Male versucht abzusetzen, leider vergeblich. Ein Kollege von ihr auch von der medizinischen Hochschule Hannover arbeitet an einer Studie zur Kreuzimmunität und weist jetzt schon darauf hin, dass Infizierte, die schon einmal mit einem Virus der Coronafamilie in Kontakt gekommen sind, eine gewisse Immunität aufweisen können.

  259. 7721.

    Kommt einem irgendwie bekannt vor … nicht mehr die Inzidenz als einziges Maß der Dinge.
    Naja …. ich glaube nicht dran, dass man die heilige Kuh Inzidenz schwächt... ist halt so schön einfach.
    https://www.focus.de/gesundheit/brisianter-bericht-rki-plant-corona-wende-nicht-nur-inzidenz-allein-soll-ueber-massnahmen-entscheiden_id_13486544.html

  260. 7720.

    Dass die Studienergebnisse dem vorherrschenden Narrativ oft widersprechen, ist wohl nichts Neues. Für mich ist es vorstellbar, dass man seitens der Regierender mit dem Konzept des mündigen Bürgers nicht so genau nimmt und glaubt, dass es besser ist, wenn er für alle Fälle nicht zu übermütig wird.
    Viel schlimmer finde ich, wenn Wissenschaftler mit Professortitel diesen Weg gehen, denn dadurch entsteht der Eindruck, es gibt einen wissenschaftlichen Konsens, wo es keinen gibt. So z.B. die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, die als COVID-19 Expertin vorgestellt wurde:
    "Bei Delta muss man davon ausgehen, dass es auch bei Kindern infektiöser ist. " und infolge dessen Kinder geimpft werden müssen um die Ausbreitung zu stoppen.
    https://www.rbb24.de/panorama/thema/corona/beitraege/2021/07/interview-delta-maskenpflicht-immunologin-christine-falk.html
    Die Dame ist eine Biologin, die Medizinstudenten unterrichtet, tritt aber als Medizinexpertin auf.

  261. 7719.

    Auch sehr interessant:
    https://orf.at/stories/3219607/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
    "Das gilt vor allem auch für die Frage, in welchem Ausmaß die Impfung unterbindet, dass angesteckte Geimpfte das Virus weiterverbreiten können. Erste Daten legen hier eine Wirksamkeit von rund 50 Prozent nahe."

  262. 7718.

    https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/corona-studie-mainz-101.html?utm_sourc

    Teilergebnis: Kinder sind keine Pandemietreiber

  263. 7717.

    Zunahme der Krankenhauseinweisungen auf extrem niedrigen Niveau. Aber ich stimme überein, dass man erst noch sehen muss, was die nächsten Wochen bringen. Es kann aber auch sein, dass sowas nur im Sommer gut geht, aber im Herbst nicht mehr zu verantworten ist. Die Frage wird auch sein, welche Gegenmaßnahmen wie erfolgreich eingesetzt werden, um die Zahlen wieder vor dem Herbst runter zu bekommen.

  264. 7716.

    Seit gestern Nachmittag gibt es die Schlagzeile "Spahn will genauere Klinik-Angaben zu Patienten".
    (tagesschau.de)

    In Abwandlung eines Zitats aus Schillers "Piccolomini" möchte ich ausrufen:
    "Spät kommt Ihr – Doch Ihr kommt! Auch nicht der weite Weg, Herr Spahn, entschuldigt Euer Säumen."
    Denn der "weite Weg" ist nur deshalb so weit geworden, weil Ignoranz und Dilettantismus auf Seiten der Regierenden bestimmende Elemente der Pandemiebekämpfung waren bzw. sind.

    Vor einem Jahr wurde lieber mit der Überlastung des Gesundheitswesens und der Triage gedroht, anstatt verlässliche Daten für solche Aussagen zu erheben.
    In den Leserkommentarspalten der verschiedenen Medien taucht heute mehrheitlich ein ironisches "Jetzt schon?" auf.
    Schließe mich an.

    Ich möchte noch auf das Interview mit Klaus Stöhr (Inforadio) von heute Morgen hinweisen.
    In der Mitte redet er Klartext.
    https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/int/202107/12/587164.html

  265. 7715.

    Vor allem wird man in einigen Wochen wohl wissen, wie gut die Impfungen bei Delta vor schweren Verläufen schützen ...

    Und, ja, dann werden auch andere Vermutungen bestätigt oder widerlegt werden können.

    Wäre ja schön, wenn dieses Experiment mit "Ist ja einigermaßen gut gegangen." endet. Hoffentlich ist's nicht wieder ein Griff ins Klo.
    Ungeimpft wäre mir da jetzt allerdings schon ziemlich mulmig zumute. Hatten ja noch nicht alle die Chance. Von daher: Ich find's zu früh dafür. Aber jetzt läuft's halt, das Experiment

  266. 7714.

    Ob die Kontaktnachverfolgung gelingt, hängt u.a. auch von der Auskunftsbereitschaft der Befragten ab ... Natürlich auch davon, ob man überhaupt fragt - aber eben auch davon, was die ggf. Befragten dann so antworten. Tja.

  267. 7713.

    Tja, Fußball ist halt ein großer Industriezweig mit viel Lobby. Ganz im Gegenteil dazu die Kultur in diesem Land... Von den Kindern mal ganz abgesehen.

  268. 7712.

    EM-Endspiel: Eine Versammlung von 70.000 sich ständig umarmenden und anbrüllenden Teilnehmern aus 65.000 Haushalten. Ohne Abstand. Ohne MNS. Weitere 400 Tausend beim Public Viewing landesweit.
    Die letzten 7 Tage in Großbritannien:
    Inzidenz : 298,2 (Zunahme um 47%)
    Krankenhauseinweisungen: Zunahme um 56,6%
    Tests: 7,3 Mio.
    Wir sind Zeugen eines gigantischen und makabren Experiments. Das Gesundheitssystem müsste in zwei-drei Wochen zusammenbrechen wenn alles was wir über die Gefährlichkeit von Delta seit Wochen hören und lesen einigermaßen stimmt.

  269. 7711.

    Ich frage mich, wie denen etwas gelungen ist, was in Deutschland seit letztem Frühjahr keiner schafft: Infektionen einem Ansteckungsanlass/ort zuzuordnen...

    "Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hat im Zusammenhang mit der Fußball-EM erstmals auch Coronafälle in Deutschland gezählt. Insgesamt lassen sich 18 Infektionen in Deutschland mit der EM in Verbindung bringen, wie die EU-Agentur in ihrem wöchentlichen Bericht mitteilte."

  270. 7710.

    Spahn:
    »Wir wollen wissen, wer erkrankt und wie gut er geschützt ist. Nur so können wir zeitnah abschätzen, wie hoch die Belastung für das Gesundheitssystem wird und wie gut die Impfungen wirken.«
    Ach was!
    Nicht ein Bisschen zu früh?
    Übrigens: weiterhin soll es keine Angaben zur Hospitalisierungsquote und zum Anteil der der asymptomatischen bei positiv-getesteten geben. Weiterhin gibt es keine Auswertungen der Nachverfolgung durch Gesundheitsämter. Auch wenn nicht alle Fälle zurückverfolgt werden konnten, wäre es von immenser Bedeutung zu wissen welcher Alterskohorte für die meisten Infektionen "verantwortlich" ist. Auch Daten zur Sterblichkeit sind lückenhaft bis nicht vorhanden. Es wäre wichtig zu wissen was auf den Totenscheinen (Teil2) in der Rubrik direkte Todesursache eigentlich eingetragen wurde. Das interessante ist: es sind Daten, die es gibt, sie müssen nur in die Datenbanken überführt werden. MAn darf in D nicht sterben ohne dass der Totenschein ausgefüllt ist.

  271. 7709.

    Nein, den gibt es nicht! Eine FFP2 Maske lässt wenig Bewegung im Gesicht zu. Der "Stoff ist so dicht, so dass die Maske rund rum völlig abgeschlossen um Nase, Mund, Wangen getragen werden muss. Sollte die Maske auch nur an einer Stelle nicht dicht abschließen, dann ziehe ich unwillkürlich den Sauerstoff durch diese Öffnung. OP-Masken sind da etwas durchlässiger, da kann sowas nicht passieren.

  272. 7708.

    Respekt Herr Spahn! Das ging aber schnell!

    Seit fast anderthalb Jahren wird von vielen Experten - wie auch von den interessierten Laien in diesem Forum - beklagt, dass etliche Zahlen/Daten fehlen, um bestimmte Situationen gut einschätzen zu können und entsprechende, verhältnismäßige Maßnahmen zu treffen.
    K. Lauterbach hatte vor ein paar Wochen den aktuellen Altersdurchschnitt der Intensivpatienten vom Hörensagen(!) geschätzt, obwohl die Krankenhäuser diese Daten gar nicht erhoben haben. (Er hat diesen Fehler auch eingeräumt.)

    Diese Forderungen nach besserer Datenerhebung verhallten monatelang weitestgehend ungehört.
    Herr Spahn meinte, dass "wir uns werden viel verzeihen müssen."
    Diesen Fehler verzeihe ich ihm nicht.

  273. 7707.

    Die Krankenhauseinweisungen sind in GB immer noch nicht angestiegen. Vorigen Herbst sind ab Ende Sep - Anfang Okt Fallzahlen und Einweisungen gemeinsam angestiegen.

  274. 7706.

    Ich will mal wieder auf das am meisten sichtbare Problem bei der Pandemiebewältigung in Berlin eingehen. Die FFP2-Maske. Sollten der aktuellen Zahlen nicht den letzten Beweis erbracht haben, dass eine medizinische Maske die bessere Wahl wäre? Über Vereinheitlichung wird immer nur dann gesprochen, wenn Maßnahmen hoch gefahren werden sollen. Gibt es irgendeinen Grund, der für die FFP2-Maske spricht?

  275. 7705.

    Spahn zeigt plötzlich Interesse an Daten:
    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/coronavirus/jens-spahn-will-krankenh%C3%A4user-zu-genaueren-angaben-%C3%BCber-corona-patienten-verpflichten/ar-AAM0GF0?ocid=msedgdhp&pc=U531
    Künftig müssen Krankenhäuser für alle behandelten Corona-Patienten Alter, Art der Behandlung und Impfstatus ans Gesundheitsministerium melden. Das geht aus einer erweiterten Meldeverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hervor, die der »Bild am Sonntag« vorliegt.

  276. 7704.

    "Bei dem nationalen und globalen Fortschritt bei den Impfungen und in Anbetracht der zeitlich wohl recht kurzen Wirkung im Vergleich zum Durchimpfungstempo, würde ich mich von einer Herdenimmunität und Impfung in der Breite als Strategie langsam verabschieden und es ähnlich wie bei Influenza auf die gefährdeten Gruppen konzentrieren. "
    Genau das passiert gerade, beinahe weltweit, na ja, bei uns noch nicht so richtig. Wird aber kommen, denn es gibt keine Alternative.
    Ich wäre allerdings nicht so pessimistisch wenn es um die Herdenimmunität geht. Diese kann auf mindestens drei Wegen erreicht werden, Impfungen sind nur eine davon. Und was die Wirkungsdauer betrifft: wir wissen extrem wenig darüber. Humorale Antwort ist vermutlich immer zeitlich limitiert, wie lange die zelluläre anhält - darüber gibt es kaum Daten. Wir müssten auch langsam darüber nachdenken was wir unter einem wirksamen Schutz verstehen? Schutz vor Erkrankung oder vor dem Virusnachweis im Rachenraum?

  277. 7703.

    Ich finde das nicht abwegig, da ja auch viele Virologen davon ausgehen, daß SARS-CoV-2 den Weg aller anderen humanen Coronaviren gehen wird. Aber ist man denn strategisch wirklich schon viel weiter beim Schutz der wirklich gefährdeten Personengruppen? Bei dem nationalen und globalen Fortschritt bei den Impfungen und in Anbetracht der zeitlich wohl recht kurzen Wirkung im Vergleich zum Durchimpfungstempo, würde ich mich von einer Herdenimmunität und Impfung in der Breite als Strategie langsam verabschieden und es ähnlich wie bei Influenza auf die gefährdeten Gruppen konzentrieren. Die andere Strategie wäre schön gewesen, ist aber wohl nicht in akzeptabler Zeit und vorallem nicht in der notwendigen globalen Anwendung machbar.

  278. 7702.

    Ja aber das ändert nicht viel an der Einschätzung das die Bevölkerung dort im Schnitt jünger ist und deren Widerstandskraft höher ist. Denn, von den üblichen Übertreibungen, ist bei Delta nur das ansteckender geblieben.
    Daher kann man schon die Erklärungen übernehmen…. naja solange es keine neueren gibt.

  279. 7701.

    Ich hatte ja nachgefragt, ob es sein kann, dass geringste Dosen einer Virenlast zu einer zumindest partiellen Immunität der Bevölkerung ohne vorherige Ausbrüche führen kann. Das wurde in dem Artikel bestätigt. Das heißt aber nicht, dass es doch trotz dieser ggf. Partiellen Immunität zu neuen Ausbrüchen kommen kann. Deswegen fand ich den Hinweis auf den Artikel sehr zielführend.

  280. 7700.

    Wenn man sich hier
    https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/
    mal die Ansicht nach Bundesländern ansieht, sieht es so aus, als wenn die jeweiligen geographischen Ausbreitungen neuer Wellen in Deutschland hauptsächlich vom angrenzenden Ausland bestimmt werden. Die neue Welle kommt wieder vom Westen und dort scheint es auch zuerst wieder anzuziehen. Aber alles noch sehr niedriges Niveau und wahrscheinlich wäre es durch gezielte Maßnahmen stoppbar, wenn man dies wie manche Staaten will.

  281. 7699.

    "Keine Ahnung auf Grund welcher Zahlen alles berechnet wird. "
    Vielleicht ist das gar nicht (mehr) so sehr relevant wie bisher angenommen? Es zeichnet sich langsam eine Wende in Betrachtung und Auswertung dessen was wir seit 1,5 Jahren erleben. Auch bei der Wissenschaft, anstatt gebannt auf die "Zahlen" zu schauen und neue Wellen zu modellieren, fängt man endlich damit an über mögliche Szenarien einer Rückkehr zur Normalität (mit dem Virus als ständiger Begleiter) nachzudenken.
    Die gestern in Nature erschienen Analyse ist für diesen Trend symptomatisch:
    https://www.nature.com/articles/s41586-021-03792-w
    Man bereitet sich auf eine Endemie vor. Noch vor wenigen Wochen wären solche Ansichten als Frevel betrachtet worden.

  282. 7698.

    "Ein Beitrag über Indien…. es gibt da einige Theorien warum dort die Zahlen sinken trotz Delta."
    Lieber AndreasX, Sie zitieren einen Beitrag, der am 21.02,21 erschienen ist, am Tag der niedrigsten Infektionsraten seit Beginn der Pandemie. Der Delta-bedingte Anstieg begann am 23.02. und dauerte ununterbrochen bis zum 7. Mai. Also das Sinken der Zahlen von dem im Beitrag die Rede war betraf den Zeitraum vor der Delta-Welle. Dies gilt auch für die damalige Theorien.
    Optimismus ist an und für sich gut, Aber bitte nicht an Fakten vorbei und unter Verwendung von Quellen, die vom aktuellen Geschehen abgekoppelt sind. Dies ist wenig zweckdienlich.

  283. 7697.

    Heute in den Nachrichten gehört, daß Biontech/Pfizer selbst jetzt annimmt, daß die Wirkung der Impfung so etwa ab einem halben Jahr nachläßt. Ist es dann sinnvoll weiter einfach die Zahl der Geimpften aufzusummieren, wenn die Impfung der ersten Geimpften (vorallem aus der Prio I) schon bald ein halbes Jahr her ist? Wenn diese Nachricht sich so bestätigt, dann könnte diese summierte Zahl an Geimpften täuschen.

  284. 7695.

    Ein Beitrag über Indien…. es gibt da einige Theorien warum dort die Zahlen sinken trotz Delta.
    https://www.tagesschau.de/ausland/corona-indien-139.html
    Aber…. nichts genaues weiß man nicht.

  285. 7694.

    In Berlin wird man eher nach nix gefragt.... weder beim Friseur noch im Restaurant. Aber ist halt nur mein ganz kleiner persönlicher Eindruck, gehe ja nicht wöchentlich zum Friseur.
    In Sachen Gesundheitsämter weiss ich es aus interner Quelle von einem.... da sind alle die im Corona Team wegen Kontaktnachverfolgung waren, wieder zurück auf ihre alten Arbeitsplätze.... gab halt nicht viel zu verfolgen.

  286. 7693.

    Mal eine Frage an das medizinische Fachpersonal unter uns: Die Virusvarianten kommen und gehen. Vormals gefährliche Varianten spielen kaum noch eine Rolle. Ist das schon die Folge der Herdenimmunität? Das würde heißen, dass viele noch nicht bewusst infizierte eine kleine ungefährliche Dosis gesehen haben und das Immunsystem schon mal die Baupläne zusammengestellt hat. Das könnte dann dazu führen, dass Delta im Neuland zwar verheerend wirken kann, beigestärktem Immunsystem aber nicht so gefährlich ist. Und das wäre ja auch die Erklärung für den britischen Weg. Wie stehen die Mediziner unter uns dazu?

  287. 7692.

    Habe kein Problem, wenn gesellschaftliche Einrichtungen und Interessensvereinigungen Impfungen fordern oder empfehlen. Das ist ihr gesellschaftlicher Beitrag. Problematisch wird es nur, wenn jemand versucht, auf die Stiko politischen Druck auszuüben.

  288. 7691.

    Die Forderung widerspricht keinerlei medizinischen Vorgaben. Es geht darum den Jugendlichen die sollten oder wollen und dürfen das ganze so leicht und schnell wie möglich zu machen, da die Ferien nicht für zwei Impfungen ausreichen. Das muss wohl noch relativ aufwändig sein.
    Es geht nicht darum möglichst alle Kinder zu impfen oder irgendwelche medizinischen Empfehlungen zu beeinflussen. Die Überschrift geht mal wieder in die falsche Richtung.

  289. 7690.

    Weil man uns ja nun vor der 4ten Welle namens Delta warnt, würde mich mal interessieren ob der ganze Aufwand der Kontaktnachverfolgung inzwischen funktioniert. Voriges Jahr hat man gesagt Inzidenz unter 10 sollte für die Ämter gut zu kontrollieren sein. Damals noch mit vergleichsweise geringem technischen Level.
    Bin grad in Bayern unterwegs und werde regelmäßig nach irgendwelchen Apps gefragt. Stift und Zettel gibts zum Glück aber auch noch.
    Gibt es schon Informationen ob das ganze in irgendeiner Form einen positiven Effekt hat?

  290. 7689.

    Es ist interessant und erschreckend, wer alles glaubt bei Impfempfehlungen mitreden zu müssen. Hier mal als Beispiel aus der MOZ: https://www.moz.de/lokales/frankfurt-oder/corona-in-frankfurt-kreiselternrat-fordert_-mehr-kinder-in-frankfurt-_oder_-impfen-zu-lassen-57914517.html
    Sollte man das nicht besser den Experten der Stiko überlassen, welche Empfehlungen zu Impfungen aufgrund fachlicher Überlegungen sinnvoll sind? Nach meiner Meinung sollten sich da alle anderen raushalten, vorallem Politiker und auch solche Gremien wie dieser Kreiselternrat im zitierten Artikel.

  291. 7688.

    Ich habe es schon länger aufgegeben irgendwelche Berechnungen nachzuvollziehen. Bei mir kommt bei allem immer was anderes raus. Keine Ahnung auf Grund welcher Zahlen alles berechnet wird. Aber so ist das wohl auch gedacht. RKI und Berlin melden ja auch weiterhin ständig unterschiedliche Zahlen.

  292. 7687.

    Anstieg Delta-Anteil von KW24 zu KW25 etwa von 40% auf 60%, Alpha absolut scheint weiter zu fallen, Gesamtanstieg ggü. Vorwoche von rund 10%, macht rund eine Verdopplungszeit der täglichen Fallzahlen für Delta von 1-2 Wochen. Nicht unwesentlich. Muss man sehen, was davon am Wetter liegt. Oder regional mit Maß gegensteuern. InGB hatte ich vor einer Woche noch keine Zunahme der schweren Fälle erkannt, das war aber fortgesetzt Jahr im Herbst auch nicht anders. Da gab es aber auch noch keine Impfungen. Na mal sehen, was kommt.

  293. 7686.

    Ich möchte anhand der heutigen Zahlen im RKI-Dashboard wieder mal auf Ungenauigkeiten bzw. unplausible Zahlen hinweisen.
    Vornweg: Die Genesenen-Zahlen werden immer auf volle 100 auf- bzw. abgerundet. Klar.

    Heute werden ~1.000 neue Genesene gemeldet. (Das könnten also ungerundet 950 bis 1.049 Genesene sein.)
    Neue Fälle: 970
    Neue Todesfälle: 31

    Berechnung der neuen aktiven Fälle:
    970 - 31 - 1.000 = -61 (~ -100)
    970 - 31 - 1.049 = -110 (~ -100)
    970 - 31 - 951 = -12 (~ 0)

    In keinem Fall kann es zu den angegeben ~ +100 bei den aktiven Fällen kommen.

    Ich weiß, dass solche kleinen Unsauberkeiten den Kohl nicht fett machen.
    Aber auch andere Kommentator:innen hatten in diesem Forum schon mal den Gedanken geäußert, dass so etwas u.U. auf andere Ungereimtheiten hinweisen könnte.

  294. 7685.

    Kaum hat man sich an die Veröffentlichung der Varianten gewöhnt, wird sie schon nicht mehr pünktlich aktualisiert. Es wäre gerade jetzt interessant, ob der leichte Anstieg der Fallzahlen allein durch Delta zu erklären ist oder ob der Wetterumschwung auch schon eine Rolle gespielt hat.

    Ich bin übrigens auch für die Angabe der absoluten regionalen Rohwerte der Varianten der letzten Woche, auch wenn zum Beispiel 70% nicht analysiert wurden. Wenn eine stichprobenbedingte Abweichung vermutet wird, kann das als Kommentar dazu geschrieben werden. Das geht viel schneller und man kann sich einen guten Überblick verschaffen.

  295. 7684.

    "Ich dachte ECMO wäre eine Art verschärfte Beatmung und in den Beatmungszahlen enthalten?"
    Ersteres ja, könnte man so sehen, Zweiteres ebenfalls ja beim DIVI, das beide Behandlungsarten unter "Beatmet" zusammenfasst.
    Der Senat unterscheidet jedoch und gibt beide Zahlen getrennt an. Oben im Header wird davon aber nur die erste Zahl wiedergegegeben, was bisher noch ok war, da ECMO nur einen ziemlich kleinen Anteil ausmachte. Inzwischen ist das Verhältnis aber schon ca. 3:2, was wohl an der Charité und ihren Behandlungsmöglichkeiten liegt. Das verzerrt etwas das Bild.

  296. 7682.

    Wo holt denn Elbe-Elster immer wieder neu so vergelichsweise viele neue Meldungen her?

  297. 7681.

    Der Wirkungsmechanismus ist, wie bei allen Makroliden, gut bekannt. Es ist in erster Linie ein Antibiotikum, ziemlich toxisch aber zur Behandlung von gegen andere Mittel resistenten Parasiten zugelassen. Mangels Alternative.
    Das Problem liegt aber nicht nur in der in vivo wirksamer Dosis, das Hauptproblem ergibt sich aus dem Stadium der Krankheit in dem die Gabe therapeutisch sinnvoll ist. Man muss nämlich Ivermecitin sehr früh verabreichen um die Chancen bei schweren Verläufen zu verbessern. Also zu einem Zeitpunkt, wenn es ungewiss ist ob der Patient einen schweren Verlauf überhaupt entwickelt. Da harmlose Verläufe überwiegen ist dieser Therapieansatz schwer zu begründen. EMA hat richtig entschieden.

  298. 7680.

    ECMO - extracorporale Membranoxygenierung: Heißt unterm Strich eine Beatmung reicht nicht mehr aus, weil ein effektiver Gasaustausch in der Lunge nicht mehr möglich ist. Das Blut wird deshalb außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert und dann wieder dem Körper zugeführt. Über dieses aufwendige Verfahren verfügen nicht alle Kliniken.

  299. 7679.

    Nur eine Frage zum Verständnis. Ich dachte ECMO wäre eine Art verschärfte Beatmung und in den Beatmungszahlen enthalten???
    Vielleicht wird aus neuen Erkenntnissen aktuell nicht mehr so schnell beatmet.

  300. 7678.

    ...wollte mal nur noch mal eine andere Zahl ins Spiel bringen, weil ja hier soviel vom Anteil der Delta- Variante an den Neuinfektionen ins Spiel gebracht wird.
    Gestern Stand 14.00Uhr hat das RKI für Berlin eine Quote von 0,012 Prozent aktiver Infektionen genannt.
    Schöne Woche!

  301. 7677.

    Ok, dann mal abwarten...

    Nebenbei ein anderes Kuriosum: Ist vielleicht nicht so relevant, aber seit einiger Zeit gibt der Senat, und damit auch der RBB, eine missverständliche Zahl von Beatmeten auf ITS an. Der Anteil liegt nunmehr dauernd deutlich unter 50%. Laut DIVI ist er aber, wie schon immer, bei ca. gut 70%. Problem dabei: Der Anteil an ECMO hat sich über die Wochen drastisch erhöht. Zählt man beide zusammen (aktuell 20+14=34 von 43 ITSlern), so kommt man wieder auf ca. 79%.
    Sprich: Es wäre IMO sinnvoll, oben diese Summe anzugeben.

  302. 7676.

    Aber der Wirkstoff scheint im Prinzip eine sinnvolle hemmende Wirkung zu entfalten, wie in vitro gezeigt werden konnte - nur bekommt man nicht sinnvoll eine solche Dosis in vitro angewendet. Es könnte also sein, daß ein kleine Modifikation des eigentlichen Wirkstoffes schon zum Ziel führt. Ist denn über den genauen Wirkmechanismus des Medikaments schon genug bekannt? Was verhindert eigentlich genau eine weitere Erhöhung der Dosierung? Ein weiterer Ansatzpunkt wäre die Pharmakokinetik - die kenne ich aber nicht.

  303. 7675.

    Mich würde auch die absoluten Zahlen der Virus Varianten interessieren. Ich kann ja auch selbst die Zahlen berechnen, aber eigentlich müssten diese ja vorliegen. Es ist doch ein Unterschied ob bei Indiz 5,3 50% der Delta Virus vorkommt, oder ob wie in den Vorwochen 10,0 30%. Die absolute Zahl ermöglicht eine bessere Einschätzung der Situation. Aber es wird wohl ein geben, warum bisher die absoluten Zahlen nicht angezeigt werden. Die relativen sind dramatischer. Ich möchte nicht dramatisieren, aber anderseits ist doch Panik auch nicht vom Nutzen.
    Gruß Klaus G.
    Berlin Marzahn

  304. 7674.

    Genau,

    aber da wird durch eine Sampleziehung ausgeglichen und ein realistischeres Bild gezeichnet von der Ausbreitung. Wir versuchen gerade auch mit Expert/innen zu reden, um uns methodisch abzusichern, wie man mit diesen Verzerrungen am besten umgeht.

    Grüße

    HMB

  305. 7673.

    Danke für die Antwort! Nachvollziehbar.
    Allerdings fließen nach deren Aussage ja ihre Daten ebenfalls in die RKI-Auswertung, die aber halt etwas später erfolgt.
    Bei der aktuellen Debatte um die von Delta ausgehende Gefahr ist es dann schon ein Unterschied, ob man von 36%, wie oben, ausgeht, oder von 47%, wie heute von ALM veröffentlicht. (Wobei der Wert dem Verlauf folgend in dieser Woche vermutlich schon über 50% liegt.)
    Immerhin hängt davon z.B. der Umgang mit Reiserückkehrern ab, die als Urlauber inzwischen für andere Länder selbst eine Bedrohung darstellen könnten. ;-)

    Ich habe auf die ALM-Zahlen gespannt gewartet. Wenn wir nun ca. 50% Delta haben, dann kann deren Basis-R dem bisherigen Inzidenzverlauf zufolge nicht so hoch sein, wie behauptet. (Jedenfalls HIER; nicht in GB, die ein anderes Klima haben.) Ich rechne am Wochenende nach.

  306. 7672.

    Hallo Sascha,

    wir haben haben lange darüber nachgedacht, welche Daten wir bzgl. der Varianten nutzen wollen. Das Problem ist, dass aber nur die bundesweite RKI-Auswertung repräsentativ geschieht. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/DESH/Handlungsanleitung_Labore.html

    Bei ALM und auch den Aufschlüsselungen nach Bundesländern hingegen gibt es sehr unterschiedliche Kriterien, wie nach Varianten geschaut wird. Mal bei Verdachtsmomenten ("PCR-Ausfall im S-Gen"), mal auch unabhängig davon. Sprich teilweise könnten in ALM-Daten oder BL-Daten Varianten darum überrepräsentiert sein, weil erst sequenziert wird, wenn die Wahrscheinlichkeit auf eine Variante bereits als hoch eingeschätzt wird. Entsprechend haben wir uns für den Moment dagegen entschieden, diese Daten zu nutzen.

    Grüße

    HMB

  307. 7671.

    Jain. Der erste Satz im Abstract bezieht sich nicht auf präsentierte Studienergebnisse sondern auf bisherige Annahmen und Überlegungen. Präsentiert wurde hingegen eine klinische Studie. Allerdings die Studienergebnisse sehen tatsächlich nicht gut aus. Man erreicht zwar eine signifikante Besserung einiger Symptome aber man hat tatsächlich die doppelte Menge angewendet als die, die als sicher gilt. Kosten-Nutzen Verhältnis ist also als unbefriedigend zu werten. Da das Mittelchen seine Wirkung entfaltet nur wenn im Frühstadium verabreicht, ist der Einsatz nicht zu vertreten weil man in diesem Stadium noch nicht weiß wie sich die Erkrankung entwickelt.
    Offensichtlich ist die Zurückhaltung der Zulassungsbehörde doch verständlich und erklärbar.

  308. 7670.

    Liebe Redaktion,
    Danke für die Graphik zu den Virusvarianten.

  309. 7669.

    Ich habe nur schnell das Abstract gelesen. Insgesamt interessant aber danach würde ich es auch nicht generell freigeben zur Behandlung. Das Hauptproblem steht wahrscheinlich gleich am Anfang: "Ivermectin inhibits the replication of SARS-CoV-2 in vitro at concentrations not readily achievable with currently approved doses." Man müßte es zu hoch dosieren, um den Effekt in vivo zu reproduzieren. Sieht eher für mich wie ein Forschungsansatz aus, um Analoga zu finden, die bei geringerer Dosierung (und damit wahrscheinlich auch geringen Nebenwirkungen) genug Wirkung entfalten.

  310. 7668.

    Man soll das mit den Korrekturen sicher auch nicht überbewerten. Die Leute, die wirklich damit arbeiten müssen, werden schon eine vernünftige Zahlenbasis haben. Es geht ja nur darum, was man der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Ich wäre ja auch dafür, dass man Zuwachs=Neu-Korrektur angibt, für viele ist das aber bestimmt schon zu kompliziert.

  311. 7667.

    Ivermecitin (Scabioral) ist in Deutschland nicht verboten, es ist nicht zugelassen zur Behandlung viraler Erkrankungen. Interessanterweise werden bei uns neue Publikationen zur Wirksamkeit dieses Medikamentes weitestgehend ignoriert. Stand der Dinge (inkl. Literatur auf die sich Autoren der ständig aktualisierten Studie berufen hier:
    www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/COVRIIN_Dok/Therapieuebersicht.pdf?__blob=publicationFile (Seite 11, Literatur Seite 22)
    Dass die Wirksamkeit inzwischen in kontrollierten klinischen Studien mehrfach bewiesen wurde , wie z.B. hier :
    www.thelancet.com/journals/eclinm/article/PIIS2589-5370(20)30464-8/fulltext
    scheint bei den deutschen Zulassungsbehörden kaum eine Rolle zu spielen. Andererseits kann man sich die Zurückhaltung mit dem Hydroxychloroquin-Disaster erklären, einem Mittel (durch US-Zulassungbehörde im 03/20 freigegeben) das jetzt im Verdacht steht für viele Tote in ES, F und I mitverantvortlich zu sein.

  312. 7666.

    Eine sehr gute Ergänzung zum Monitoring, Abwasseruntersuchtng:
    tps://www.fnp.de/hessen/corona-wiesbaden-delta-variante-abwasser-nachweis-ausbreitung-coronavirus-pandemie-klaerwerk-infektion-gesundheit-90835470.html

  313. 7665.

    Das ist doch aber genau das Problem. Was ist so schwer, die Zahlen den entsprechenden Tagen zuzuordnen. Und wenn ich das nicht kann, habe ich auch kein Argument für irgendwelche Maßnahmen. Habe ich heute Erkenntnisse, die einen Zeitraum, der in der Vergangenheit liegt, betreffen, muss ich die Zahlen des entsprechenden Zeitraums ändern. Dann muss ich ggf. für einen genauen Überblick noch einmal in einer Auflistung von vor x Tagen nachsehen. Wenn das aus logistischen Gründen nicht geht, muss ich mir etwas anderes einfallen lassen, was deutlich macht, wohin diese Zahlen gehören.
    Würde ich einem Mandanten wiederholt korrigierte, aber zeitlich nicht zugeordnete betriebswirtschaftliche Auswertungen übergeben, würde er mir einen Vogel zeigen und fragen, wie er mit solchen Unterlagen wirtschaften soll. Und zu Recht!

  314. 7664.

    Es wäre auch schön, wenn RKI und Lageso richtig rechnen würden. So wurde letzte Woche die Zahl der Infizierten in Charlottenburg-Wilmersdorf nach unten korrigiert, aber bei den Fallzahlen pro Woche nicht abgezogen, sondern traufgerechnet. So kann das nichts werden. Und wer weiß, wo das noch so gemacht wird.

  315. 7663.

    @RBB:
    Warum nehmen Sie im neuen Virusvariantendiagramm nicht die aktuelleren Daten von ALM, da speziell für Berlin? Der Senat zeigt sie im Lagebericht ja auch an.
    ( https://www.alm-ev.de/aktuell/corona-themenseite/datenerhebung-alm-ev/ )
    Morgen gibt's dort etwa schon KW26. KW24 bringt bei der aktuellen Diskussion ja nicht so viel.

  316. 7662.

    Eine Frage an die Redaktion: warum werden heute konkret auf dieser Seite 2 neue Fälle für Berlin gemeldet, obwohl das RKI und Berlin.de 3 angeben?
    Für Brandenburg gibt das RKI 0 an, hier werden 6 gemeldet.

  317. 7660.

    "In Indien vertraut man mehr der Heilkraft des Ganges als irgend etwas anderem."
    In Indien hat man v.a. dem Einsatz des Medikaments Ivermectin vertraut, das man jetzt zum Glück wieder anwendet.
    Es war kurzzeitig verboten....
    Inzwischen setzt man es auch in einer Münchner Klinik ein.

  318. 7659.

    "Das ist dann wohl in Wesentlichen das Ende der Pandemie in Deutschland."
    In den Erläuterungen zu Definitionen und Fachbegriffen des RKI, welche sich von der WHO ableiten, stehen relativ eindeutig die Kriterien, die für den Begriff "Pandemie" zu gelten haben.
    Danach ist die Pandemie in der BRD - müsste eigentlich langasam "Epidemie" lauten - bereits seit Anfang Juni zuende.

  319. 7657.

    Das RKI stellt die Aktualisierung der Tabelle mit den akutellen gemeldeten Fallzahlen an Wochenenden ein und verweist auf das Dashboard:
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html
    "Die Tabelle wird ab Juli 2021 montags bis freitags aktualisiert. Die aktuellen COVID-19-Meldedaten nach Bundesland und bis auf Kreisebene sind weiterhin täglich, auch am Wochenende, dem Dashboard zu entnehmen." Das ist dann wohl in Wesentlichen das Ende der Pandemie in Deutschland.

  320. 7656.

    Epi. Update https://www.who.int/publications/m/item/weekly-epidemiological-update-on-covid-19---29-june-2021
    Dort ab S.8 zu dem Thema.
    Ich habe auch nicht gesagt gleich sondern kompatibel, das ist schon etwas anderes. Ansonsten kann ich Ihre Argumente und Bedenken zur Realisierbarkeit voll nachvollziehen.

  321. 7655.

    Das alle Staaten gleich vorgehen ist ein Wunsch, der nicht einmal theoretisch funktioniert.
    Nur zwei bespiele …. ultra orthodoxe juden lehnen eine Impfung aus religiösen Gründen ab. In Indien vertraut man mehr der Heilkraft des Ganges als irgend etwas anderem.
    In den Slums leben viele dicht an dicht und die haben nicht mal sauberes Wasser und dort haben Kartelle das sagen.
    Da wäre der Weltfrieden eher zu erreichen als gleiches Vorgehen bei einer Epidemie die je nach dem als Ende der Menschheit oder harmloser Schnupfen angesehen wird.

  322. 7654.
    Antwort auf [Nana ] vom 03.07.2021 um 13:12

    Was ist denn die wahre Zahl an neuen Fällen in den letzten 24h in den Kreisen? Da in den Kreisen (wie im Land) Korrekturen mit Neumeldungen zu einem Saldo verrechnet werden, weiß man doch gar nicht ganz genau die Zahl der echten Neumeldungen bei den insgesamt niedrigen Zahlen, da oftmals die Korrekturen in gleicher Größenordnung sind und sogar manchmal größer (dann gibt es negative Werte für "Neumeldungen"). Weist das der Kreis EE auf einer eigenen Seite getrennt aus?

  323. 7653.

    "weil Südkorea bei Bekämpfung von Covid-19 einen anderen Weg als Deutschland gewählt hat." Darum ging es mir ja. Es wird global sehr verschieden reagiert und die Strategien der einzelnen Staaten sind so nicht kompatibel miteinander. Persönlich hat für mich das Modell in Korea Vorteile, aber wenn andere Staaten nicht ähnlich vorgehen, kann es auf lange Sicht nicht funktionieren, wenn man sich nicht auf ewig abschotten will, da dann außerhalb dieser Länder eine Pandemie einfach weiterläuft. Wenn man aus WHO-Sicht wirklich etwas tun will, dann müßten international abgestimmte und miteinander kompatible Strategien gefahren werden. SARS-CoV-2 ist "nur" eine Pandemie wie eine starke Influenzapandemie, aber was tut man, wenn mal gefählichere Erreger unterwegs sind?

  324. 7652.

    Wenn Delta mit der Zeit die dominante Variante ist, dann ist Alpha ja noch stärker zurück gegangen, als es die Fallzahlen vermuten ließen. Und Delta steigt auch nicht so stark wie befürchtet absolut an. Jedenfalls noch nicht. Also insgesamt vorsichtiger Optimismus. Mal sehen, was der Herbst bringt!

  325. 7651.

    "Südkorea scheint das als großes Problem zu sehen, hier sieht man die gleichen Zahlen es eher als Anlaß möglichst bald alle Einschränkungen aufzuheben. "
    Lieber Björn, der Vergleich ist aus meiner Sicht mehr als unzutreffend, weil Südkorea bei Bekämpfung von Covid-19 einen anderen Weg als Deutschland gewählt hat.
    Dieser Beitrag über südkoreanische Erfolgsstory (www.ourworldindata.org/covid-exemplar-south-korea)
    beginnt z.B. so:
    "Building on its experience handling MERS, South Korea was able to flatten the epidemic curve quickly without closing businesses, issuing stay-at-home orders, or implementing many of the stricter measures adopted by other high-income countries until late 2020. It achieved this success by developing clear guidelines for the public, conducting comprehensive testing and contact tracing, and supporting people in quarantine to make compliance easier"
    Was nicht da ist, kann in der Tat nicht aufgehoben werden.

  326. 7650.

    Ja, vielleicht. Ich hoffe erstmal, daß durch die Impfkampagne die eigentlich gefährdeten Gruppen vor einer schweren Erkrankung geschützt sind (evtl. auch nach Auffrischung für diese Gruppen im Herbst) und damit die Hospitalisierungen niedrig bleiben. Daß ich eher immer ein Freund der Null-Fall-Strategie war ist ja bekannt. Ich sehe da global ein Problem, solange Staaten so unterschiedliches Vorgehen zeigen. Es muß für Staaten, welche effiziente Eindämmung mit sehr niedrigen Fallzahlen/Todesziffern (und oft weniger Schaden in der Volkswirtschaft) als praktisch durchführbar gezeigt haben sehr deprimierend sein, wenn andere Staaten es kaum eindämmen und sich selbst dabei noch loben. Durch das global sehr unterschiedliche Vorgehen, werden auf lange Sicht Erfolge einiger Staaten zunichte gemacht. Das wäre auch ein Fazit für die Zukunft und anderen Pandemien von durchaus gefählicheren Erregern und deren Bekämpfung - international ist man bei dieser Pandemie als Übung grandios gescheitert.

  327. 7649.

    Es ist doch m.E. nur noch eine Frage der Zeit!
    Ob wir noch die Einschulungsfeiern Anfang August schaffen? ;-(

  328. 7648.

    Mal zum Vergleich: Südkorea (https://www.worldometers.info/coronavirus/country/south-korea/) meldet momentan ähnliche Zahlen von Neuinfektionen wie Deutschland bei rund 52 Mio. Einwohnern (D: 83 Mio). Südkorea scheint das als großes Problem zu sehen, hier sieht man die gleichen Zahlen es eher als Anlaß möglichst bald alle Einschränkungen aufzuheben. Die Unterschiede Asien zu Europa könnten kaum größer sein.

  329. 7647.

    Bin ja auch dafür, dass bei Weinfesten die Maskenpflicht wegfällt. Die Zuviel gebunkerten Masken sollten auch schon mit der Zeit wieder zu Geld gemacht worden sein und bald hat man den Skandal auch vergessen. Da kann jetzt auch die Maskenpflicht wegfallen.

  330. 7646.

    Bin ja auch dafür, dass bei Weinfesten die Maskenpflicht wegfällt. Die Zuviel gebunkerten Masken sollten auch schon mit der Zeit wieder zu Geld gemacht worden sein und bald hat man den Skandal auch vergessen. Da kann jetzt auch die Maskenpflicht wegfallen.

  331. 7645.

    Naja... im Freien... und wie viele sind von denen getestet bzw. geimpft ?
    Wie viele Infizierte kommen da zusammen und wie viele sind überhaupt ansteckend ?
    Viele unbekannte die das Ergebnis deutlich verändern können.

  332. 7644.

    Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 16

    Bei einem Anteil der Delta-Variante in Deutschland von 37 % sind das in Berlin 6 (!) Infektionen. Ich glaube das muss nicht weiter kommentiert werden.

  333. 7643.

    Der tollkühne Plan einiger Bundesländer, z.B. durch Öffnen der Clubs u. Diskotheken mit Tanzen ohne Maske und Abstand, nur mit Test (siehe RP: ohne Maske im Club, aber Maskenpflicht beim Weinfest im Freien) steigende Fallzahlen für den Herbst und Winter zu provozieren, wird nicht aufgehen.
    Jeden Tag liest man neue Horrorszenarien, gleichzeit meldet das ZDF: Inzidenz sinkt auf 5,0 bundesweit!

    Die Zahlen sinken trotz all der Öffnungen, und die ach so gefährliche indische Mutation, die jetzt beschönigend Delta-Variante heißt, sorgt bei allen bekannten Fällen für einen überwiegend milden Verlauf.

    Der Staat wird nicht drumrum kommen, ALLEN Bürgern vor Jahresende, wie von Helge Braun bei Maischberger versprochen, ihr Leben zurückzugeben. Andernfalls sprechen die Gerichte.

  334. 7642.

    Der R-Wert bezieht sich auf alle Ansteckungen im Land.
    Wenn 60 000 Leute in einem Stadion zusammen sind, dürfte er wesentlich höher liegen.

  335. 7641.

    "Mal sehen, ob die EM-Spiele eine Auswirkung auf die Kurve haben. Wenn nicht, wäre das ja äußerst interessant!"

    60.000 Zuschauer * 7er-Inzidenz von 150 = max. 13 Infizierte
    13 Infizierte * Delta-R-Wert = ca. 15 Neuinfektionen
    Wie soll sich das in der Kurve, die auf 67 Mio Einwohnern basiert, auswirken?
    (Nebenbei: Ob Delta in GB aktuell einen R-Wert von 1,2 aufweist, ist sehr ungewiss.)

  336. 7640.

    Ganz wichtig bei der Interpretation der Daten von Statista und dem RKI:
    Die Anteile der Variants of Concern haben einen großen Zeitverzug.

    Das heißt, wenn es "jetzt" laut Statista oder RKi 35% sind, dann war das der Wert vor ungefähr einer Woche.

    Die Aussage das es die dominante Variante ist bezieht sich aber tatsächlich auf heute. Denn basierend auf dem Anstieg der letzten Wochen kann und muss man wohl davon ausgehen, dass Delta dominant ist mit vermutlich mittlerweile über 60%. Die Daten dazu erscheinen aber erst nächste Woche Mittwoch.

  337. 7639.

    Der Link zur Quelle geht etwa über 10 Zeilen, deswegen hier eine Navigationshilfe:
    Google: gb corona
    Reiter: Überblick
    Etwas tiefer steht Statistik
    Und dann der ganz rechte Reiter: Krankenhauseinweisungen

    Oder hat jemand andere Informationen?
    Mir kommt das auch sehr wenig vor. Mal sehen, ob die EM-Spiele eine Auswirkung auf die Kurve haben. Wenn nicht, wäre das ja äußerst interessant!

  338. 7638.

    Das ist nicht richtig. In Brandenburg muss eine medizinische Maske getragen werden, das kann auch eine OP-Maske sein.

  339. 7637.

    Das ist nicht richtig. In Brandenburg muss eine medizinische Maske getragen werden, das kann auch eine OP-Maske sein.

  340. 7636.

    Der Anteil der Delta-Variante hat sich laut Statista in Deutschland innerhalb von 6 Wochen von 2% auf 37% erhöht. Ich denke, hier müsste unbedingt besser gemonitort werden. Habe heute in den Nachrichten gehört, Delta ist die dominante Variante, was so zwar laut Statista noch nicht stimmt, aber in den nächsten Wochen wohl kommen wird. Über die geografische Verteilung der Delta-Variante habe ich noch nichts gefunden. Interessant wäre ein möglicher Zusammenhang zwischen Delta-Auftreten und lokalem Anstieg der Fallzahlen.

  341. 7635.

    In GB finden EM-Fußballspiele in recht vollen Stadien statt, 7d-Inzidenz etwas über 180, Krankenhausbelegung durch COVID in den letzten Wochen kaum angestiegen. Wahrscheinlich sind die gefährlichen Clusterinfektionen mit schweren Fällen durch die Impfungen und eventuell auch durch das sommerliche Wetter ausgeblieben.

  342. 7633.

    Mir fehlen verpflichtende Regeln im IFSG was der Staat alles tun muss, z.Bsp. Personal entsprechend der Situation in den Gesundheitsämtern zur Kontaktnachverfolgung aufstocken zu müssen, bevor für den Bürgen Regeln erlassen werden.

  343. 7630.

    Bei mir kommt immer wieder die Frage auf: Wie funktioniert das alles wirklich in anderen Ländern ? Wie wirklich in den USA, Kanada, GB, Norwegen, Finnland, Frankreich u.a. Eine Ukrainerin berichtete mir, dass dort in Presse und Medien so gut wie nichts über Corona thematisiert, berichtet und gemahnt wird. Sie war ihre Mutter besuchen; alles taufrisch.

  344. 7629.

    So, wie ich das lese gilt in Brandenburg für Innen die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske oder einer OP-Maske, und das ist meiner Meinung nach schon ewig so.
    Seit ich die blöde FFP2-Maske tragen muss, habe ich irgendwie eine entzündete Nase, kann mir nicht vorstellen, dass das, was da so nach Chemie stinkt, gesund ist.

  345. 7628.

    interessant ab S.85:
    "SARS-Coronavirus (Coronaviren)
    Infektiosität: Patienten werden infektiös wenn die Symptome schon deutlich ausgeprägt sind, also einige Zeit nach Symptombeginn....."

  346. 7627.

    "deshalb funktioniert die Strategie in Deutschland grundsätzlich nicht, wie avisiert."
    Hallo Björn,
    mit Verlaub, aber unrealistische Vorgaben gepaart mit insuffizienter Arbeit der Gesundheitsämter, die weder organisatorisch noch materiell für die Bewältigung gerüstet sind, sowie hektisches Management seitens der Gremien und ad hoc berufenen politischen Instanzen verdienen die Bezeichnung einer Strategie nicht. Und was es nicht gibt kann auch nicht funktionieren. Ärgerlich ist, dass es keine Transparenz diesbezüglich gibt von wem eigentlich die Vorgaben für Einführung und Lockerung einzelner Maßnahmen kommen und wer sie fachlich zu verantworten hat. Ein Beschluss eines unabhängigen Expertenbeirats als Entscheidungsvorlage für die Politik könnte ich gerne und vorbehaltlos hinnehmen. Wenn ich hingegen Politiker, die Kraft des Amtes jenseits jeglicher Fachkompetenz diskutieren, sinnieren, mahnen und "plädieren" sehe und höre, habe ich den Eindruck im falschen Film zu sein.

  347. 7626.

    Ich hab ab Seite 55 mal bisschen gelesen. Jetzt ist mir schlecht und ich habe irgendwie ein ganz komisches Gefühl...

  348. 7625.

    Aktueller RKI-Bericht (wie immer am Di) auf S.14:
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Jun_2021/2021-06-29-de.pdf?__blob=publicationFile
    Auch bei sehr niedriger gemeldeter Fallzahl ist eine umfassende Nachverfolgung nicht möglich. Es wurde aber von Anfang an als Strategie "Track&Trace" ausgegeben, dafür müßte man aber nahezu erschöfpend wirklich alle Kontrakte ermitteln, verfolgen und testen können, um die damit angestrebte Wirkung zu erreichen, deshalb funktioniert die Strategie in Deutschland grundsätzlich nicht, wie avisiert.

  349. 7624.

    Bundesdrucksache von 2013, ab S.55:
    https://dserver.bundestag.de/btd/17/120/1712051.pdf

  350. 7623.

    Vernünftige Annahme wäre z.Bsp: Übertragung der Wirkung von OP Masken bei Benutzung im Krankenhaus auf die allg. Bevölkerung oder Übertragung der Schutzwirkung von FFP2-Masken bei vorschriftsmäßiger Benutzung im Arbeitsschutz auf die Anwendung in der breiten Bevölkerung. Das Vernünftige wäre daran, daß es wirken müßte, wenn man es so hochrechnen könnte auf die Bevölkerung - die Realität sieht dann oft (durchaus nicht bei allen Anwendern aber wohl bei vielen) aber differentierter aus.

  351. 7622.

    Danke für die Ausführung. Ich hatte mir im letzten Jahr den Pandemieplan sowie die Risikoanalyse durchgelesen. Es hat etwas gedauert und umso irritierter habe ich in den Monaten danach die „Pandemiebewältigung“ verfolgt und nicht verstanden, dass niemand aus der Politik auf diese vorliegenden Krisenbewältigungspapiere hingewiesen hat und besser, noch versucht hat, dass der Pandemieplan abgearbeitet wird. Nein statt dessen haben alle unisono versucht, das Rad neu zu erfinden und tun es noch immer.

  352. 7621.

    In Innenräumen gibt es auch in Brandenburg noch eine FFP2-Maskenpflicht: https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/04/brandenburg-corona-massnahmen-lockerung-ausgang-kontakt-erlaubt.html

  353. 7620.

    "Es gibt einen Pandemieplan, der seit Jahren in der Schublade liegt und zusammen mit der Risikoanalyse in Abständen überarbeitet wurde."
    www.rki.de/DE/Content/InfAZ/I/Influenza/Pandemieplanung/Downloads/Pandemieplan_Teil_II_gesamt.pdf?__blob=publicationFile
    Natürlich gibt es einen Pandemieplan, zwei Teile, Teil II 222 Seiten. letzte Überarbeitung 2014. Eine faszinierende Lektüre. Alles ist definiert, vorgesehen, es gibt definierte Parameter zur Risikoeinschätzung, es wurde festgelegt welche Studien begleitend durchgeführt werden müssen, welche Schwerpunkte bei Surveillance gesetzt werden sollen. Vor allem aber gibt es eine genaue Rollen- und Kompetenzenverteilung: man weiß was Pandemie-Expertenbeirat zu tun hat und nach welchen Kriterien sich dieser konstituiert.
    Davon, dass die Lage- und Risikoeinschätzung von Politikern aufgrund unklarer Kriterien spontan vorgenommen wird - davon ist in diesem Plan keine Rede. Von der PMK als Expertenrunde und Diskussionsforum auch nicht.

  354. 7619.

    MOL hat rd. 200.000 Einwohner und 2 neue Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen. Über welchen Zeitraum wurden die 61 Fälle der Deltavariante sequenziert?

  355. 7617.

    Vernünftige Annahme …. dies läßt sich doch am Beispiel ffp2 Pflicht sofort widerlegen…
    Söder und Müller sind weltweit die einzigen die sowas eingeführt haben. Und selbst nach Monaten in denen es allein innerhalb Deutschlands zu vergleichen wäre und im Ergebnis kein Vorteil bei rauskommt hält man starrsinnig dran fest.
    Selbst wenn diese Annahme zu irgendeinem Zeitpunkt mal vernünftig war, ignoriert man das Ergebnis.

  356. 7616.

    Es gibt einen Pandemieplan, der seit Jahren in der Schublade liegt und zusammen mit der Risikoanalyse in Abständen überarbeitet wurde. Die Schweinegrippe wurde meines Wissens nach berücksichtigt. Dieser Pandemieplan, der auch die Zuständigkeiten regelt, hätte es von Anfang an sein müssen.

  357. 7615.

    Hallo,
    Für mich wirft sich die Frage auf, ob die gesamte Corona Verordnung nicht weggeworfen und neu, kurz und bündig, verfasst werden muss. Die Nebenkriegsschauplätze haben diese zu einem undurchdringlichen, teilweise absurden Stück der Zeitgeschichte gemacht. Die Gerichte lassen sich schon viel Zeit, und stellen schon kaum noch eine Hoffnung gegen den Wahnsinn dar. Sollten da kurz vor den Wahlen so richtige "Ohrfeigen" verteilt werden freut euch über das Wahlergebnis. Also schön Abstand halten und drinnen eine (nicht unbedingt FFP2) Maske.

  358. 7614.

    "Auch hier in D sind doch eigentlich aufgrund sehr lückenhafter Nachverfolgung oftmals gar nicht die Übertragungswege umfassend bekannt und viele Maßnahmen werden eher aufgrund von vernünftigen Annahmen getroffen und nicht basierend auf belastbaren Daten. "
    Lieber Björn. eine "lückenlose Nachverfolgung" war zu keinem Zeitpunkt machbar, eigentlich war sie auch gar nicht möglich. Dies als Rechtfertigung fürs intuitive Handeln der Entscheider gelten zu lassen und damit die bekannte Abneigung gegen belastbare Daten zu rechtfertigen wundert mich aber sehr.
    Ich kann mich nicht an staatsseitige Anstrengungen erinnern solche Studien, wie im Paper beschrieben zu initiieren und zu fordern.
    Ansonsten: können sie bitte versuchen den Begriff "vernünftige Annahme" zu definieren? Rationalität ist nicht so zu handeln wie uns vernünftig erscheint und auf Intuition und Dogmen statt auf Wissen zu setzen. .

  359. 7613.

    „… und viele Maßnahmen werden eher aufgrund von vernünftigen Annahmen getroffen und nicht basierend auf belastbaren Daten.„

    Ich denke, „… von vermeintlich vernünftigen Annahmen …“ wäre treffender.

  360. 7612.

    Interessantes Preprint Paper. Fragen um die Maskennutzung und auch die Typen hatten wir schon mehrfach hier. Es scheint also bei niedrigem allg. Niveau etwas zu helfen aber nicht bei Superspreadings. Es bleibt auch die Frage, die ich schon öfter hatte: Treffen die Vorschriften eigentlich alle wesentliche Übertragungswege? Hier wird ja auch allg. mandatory use in public settings verglichen. Auch hier in D sind doch eigentlich aufgrund sehr lückenhafter Nachverfolgung oftmals gar nicht die Übertragungswege umfassend bekannt und viele Maßnahmen werden eher aufgrund von vernünftigen Annahmen getroffen und nicht basierend auf belastbaren Daten. Ich muß aber gestehen, daß ich das Paper noch nicht komplett geschafft habe zu lesen.

  361. 7610.

    Zu Ihrer Frage "Warum eigentlich nicht?" gibt es meiner Meinung nach nur eine plausible Antwort: Es ist politisch nicht gewollt. Wenn unvoreingenommen untersucht werden würde, ob z.B. FFP2 Masken einen besseren Schutzeffekt in Hinblick auf SARS-CoV-2 haben, könnte ja eventuell auch ein unerwünschtes Ergebnis herauskommen.
    Nun gut in den USA gibt es genau so einen Flickenteppich an Maßnahmen. also genau dieses Setting welches Sie auch für Deutschland beschrieben haben und für Studien genutzt werden könnte. Dort haben sich zwei Wissenschaftler mit folgender Fragestellung befasst: Mask mandate and use efficacy in state-level COVID-19 containment. (Ergebnis hier einsehbar: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.05.18.21257385v1.full.pdf).

  362. 7609.

    Gesundheitsamts-Chef: Schluss mit Test-, Überwachungs- und Regelungswahn
    https://www.berliner-zeitung.de/news/gesundheitsamts-chef-schluss-mit-test-ueberwachungs-und-regelungswahn-li.167911
    .... und wieder eine Stimme, die nicht gehört werden wird.

  363. 7607.

    Zur Frage, ob ethnisch vertretbar:
    Natürlich hat jeder das Recht, sich selbst zu schützen. Das sollte außer Frage stehen. Aber ein pilotmäßiger Wegfall der Maskenpflicht mit Monitoring und Aussage zur angenommenen Gefahrenlage sollte auf jeden Fall ethnisch vertretbar sein.

  364. 7606.

    Null neue Fälle in Berlin und der R-Wert steigt von 0,95 auf 1,09. Und die Werte scheinen zu stimmen! Grund sind die Unregelmäßigkeiten vor 10-12 Tagen. Morgen sind wir ziemlich sicher wieder unter 1.

  365. 7605.

    Wieso nicht leisten können? Wir haben bislang 0ct für irgendwelche Tests an uns oder den Kindern ausgeben müssen.
    Schule, Firma oder Staat bezahlen das.
    Als Verbraucher oder Steuerzahler sicher aber nicht direkt aus meinem Portemonnaie.

  366. 7604.

    Ach Du kennst eins?
    Eins von 100, 1000 oder mehr?
    Ich denke mir das es immer einen kleinen Teil an Kindern geben wird bei denen die Eltern Verantwortung zeigen. Doch es wird bestimmt nicht die Mehrheit sein. Alleine schon deswegen weil sich viele gar nicht die Tests leisten können und andere es eh für sinnlos halten da ja Corona vorbei ist. Hat doch die Regierung so gesagt, oder?

  367. 7603.

    (2)
    "Kontrollgruppen? Das ist ja nun nicht immer ganz so einfach, wie manche sich das vorstellen. Hätten sie da Vorschläge für ein - bitte ethisch vertretbares - Studiendesign? "
    Sie haben recht. Es ist nicht einfach. Aber machbar. Ausgerechnet Bundesrepublik mit ihrer föderalen Vielfalt (das bunte Potpourri an unterschiedlichen Maßnahmen wurde doch lange diskutiert und beklagt) würde eine sozusagen natürliche Umgebung für solche bundesweite Studien bieten. Z.B. gibt es Länder mit und ohne FPP2 Masken - man musste keinen bei einer bundesweiten Studie dazu animieren zum Wohle der Wissenschaft auf den Schutz zu verzichten denn die Kontrollgruppe ergibt sich in diese Hinsicht quasi von selbst. Man könnte die Vielfalt von länderspezifischen Maßnahmen und Restriktionen , die keineswegs einheitlichen Kriterien folgten, verwenden um Kontrollgruppen zu bilden um zu gesicherten Erkenntnissen zu kommen. Diese Chance wurde nicht wahrgenommen. Warum eigentlich nicht?

  368. 7601.

    Alles schön und gut. Führt aber sachlich irgendwie am Kern meiner Replik vorbei, wie ihnen mit Sicherheit auch bewusst ist. ;-)

    Kohortenstudien: gibt es.
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/AK-Studien/AKS_bestehendeKohorten.html

    Kontrollgruppen? Das ist ja nun nicht immer ganz so einfach, wie manche sich das vorstellen. Hätten sie da Vorschläge für ein - bitte ethisch vertretbares - Studiendesign? Nicht alles, was interessant zu wissen wäre, ist dann auch machbar (richtigerweise) - insbesondere bei hoher Inzidenz und so (ohne gut und verlässlich wirkende Medikamente zum Beispiel). Ohne entsprechende Inzidenz verlängert sich dann aber natürlich der Beobachtungszeitraums ziemlich - man braucht ja schon verlässliche Daten ...

  369. 7600.

    Danke für den Link.
    Die Seite sieht das aber für die iberische Halbinsel ähnlich und verzeichnet für Portugal und Spanien recht hohe Inzidenzen.

  370. 7599.

    Die Fälle werden unter Garantie nach den Schulferien wieder ansteigen oder kennst Du irgend ein Schulkind das sich momentan freiwillig testen lässt?

  371. 7598.

    Meine (nicht gesendete) Frage war:
    Warum wird in Brandenburg fast jeder Patient auf den Intensivstationen beatmet und in Berlin fast nur die Hälfte? Diese Diskrepanz fällt seit geraumer Zeit auf.

  372. 7597.

    BTW: Ich schaue inzwischen hauptsächlich auf
    https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/
    weil es da zu jedem Land auch Inzidenzkurven gibt. Der macht sich da viel Mühe und die Zahlen sind vertrauenswürdig. Die Seite ist nicht so überladen, deshalb schnell und die Tabelle lässt sich sortieren. Gute Übersicht.

    Mit der Interpretation der einzelnen Anstiege würde ich noch warten. Außer in UK sehe ich noch keine langfristige Signifikanzen.

  373. 7596.

    Korrektur:
    Ich meinte die Anzahl der Patienten in der ITS, die beatmet werden.

  374. 7595.

    Wird das das nächste "Ping-Pong" in Europa mit Deutschland in der Mitte und im Austausch mit allen Nachbarn im Laufe des Julis/August? Wenn, dann würde Ende August auch wieder so langsam die Schule anfangen und die gleichen Probleme/Entscheidung wie im letzten Schuljahr erfordern :-(
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/russia/
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/uk/
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/portugal/
    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/spain/ (noch nicht so deutlich, aber Tendenz ist wie in Portugal da)

  375. 7594.

    Also die einzige Maßnahme die ein messbares Ergebnis gebracht hat, sind die Massentests. Die fallzahlen sind massiv angestiegen. Allerdings wurde das kommunizierte Ziel, damit die Pandemie einzudämmen, komplett verfehlt. Das nicht kommunizierte Ziel, die Bedrohung im Rahmen der Impfkampagne aufrecht zu erhalten, wurde aber erreicht.

  376. 7592.

    Nun, ja ... wie auf den Seiten der Bundesregierung zur Corona-Warn-App hinsichtlich negativer Antigen-Tests zu lesen ist:
    "Das negative Ergebnis wird für 48 Stunden in der Corona-Warn-App angezeigt. Die Anerkennung von Test-Nachweisen kann allerdings von Bundesland zu Bundesland variieren. Die User sollten sich deshalb über die jeweiligen Kriterien in ihrem Bundesland informieren."
    Wenn ich mich recht entsinne, war oder ist das für's Abreisen teilweise sogar ausreichend mit den 48 Stunden ... Version 2.4 (aktuelles Release) hat im digitalen Testzertifikat aber Art, Datum und Uhrzeit des Tests.

  377. 7591.

    "Und was bleibt da, außer Plausibilität?"
    Prospektive Kohortenstudien unter Einbeziehung von Kontrollgruppen. Auswertung der Ergebnisse. Veröffentlichung. Eine sichere Datenbasis, die dann dazu dienen kann Maßnahmen entsprechend Ihrer Wirksamkeit zu indexieren und hierarchisch zu ordnen. Und zwar bevor man sie einführt.
    Kohortenstudien sind ein fundamentales Instrument der angewandten Epidemiologie. Eine Abneigung der Gesundheitspolitiker gegen dieses bewährte Instrumentarium ist für mich ein Mysterium. An dieser stelle werde ich mir eine plausible Erklärung dieses Phänomens verkneifen. ;)

  378. 7590.

    Nichts für ungut. ;-)

    Plausibel meine ich im Sinne von für mich nachvollziehbar. So völlig dahergeholt ist die These "Ohne Maßnahmen wäre es schlimmer gekommen." in meinem Augen eben nicht - Indizien dafür gibt's ja schon - auch wenn sich das nicht beweisen lässt. Das Gegenteil eben auch nicht - nur ist das meiner Meinung nach dann doch sehr unwahrscheinlich. Und was bleibt da, außer Plausibilität? Ist ja schon was anderes als Beliebigkeit. "Kann man nicht beweisen." bedeutet eben nicht zwangsläufig, dass alles andere gleich wahrscheinlich ist. Plausibilität würde ich als Beurteilungskriterium von Aussagen nicht so gering schätzen - wenigstens plausibel sollten die schon sein, oder?

  379. 7589.

    Etwas zum schmunzeln, denn es ist ja nicht mehr so wirklich wichtig.
    Man bekommt beim testzentrum ja einen Beleg über einen negativen Test, den man auch in die Corona App einlesen kann.
    Nun zeigt man erst einmal diesen Zettel vor, dieser gilt ja für 24 Stunden. Nach 23 Stunden und 59 Minuten liegt man den in die Corona App ein und oh Wunder man hat nochmal 24 Stunden negativen Test.
    It‘s Not a bug, it‘s a Feature :D

  380. 7588.

    die anzeige nach altersgruppen zeigt aktuell wohl sehr gut wie sinnvoll es war die schulen komplett zu öffnen so kurz vor den ferien. ich denk mal das england uns wieder mal zeigt in welche richtung es gehen wird. wenn es nach den ferien hier so weiter geht wie in den letzten wochen. dann holla. keine masken in der schule weil ja die fenster angekippt sind. dieses dann mit der delta variante.... da bin ich froh das wir hier komplett durchgeimpft sind. und hoffe das das ausreicht.

  381. 7586.

    ich möchte keineswegs Ihre Vermutung in Frage stellen, aber Plausibilitätsargumente sind argumentatorisch sehr problematisch, weil sie auf Annahmen basieren, von denen wir glauben, dass sie allgemein gültig sind. Eine Plausibilitätsprüfung beinhaltet eine Plausibilitätsberechnung, seien Sie mir deshalb nicht böse, aber diese ist wegen mangelhafter Datenbestände nicht machbar. Was bleibt ist Plausibilität verstanden als "so ein überwältigendes Gefühl" den man hat.
    Seit März 2020 gibt es eine Auseinandersetzung darüber, was Fakten sind, was als Fakten zu gelten hat und was als Fakten kontextfrei dargestellt wird. Wenn wir die gleiche Energie in Durchführung von notwendigen Feldstudien und Datenerhebung investiert hätten, stünden wir heute nicht dort wo wir heute stehen.

  382. 7585.

    Vielleicht auch einfach mal das Epidemiological Update der WHO durchsehen:
    https://www.who.int/publications/m/item/weekly-epidemiological-update-on-covid-19---22-june-2021
    Ab S.5 steht das auch was zu den VOCs. Interessant sind auch die globalen Karten auf S.3/4 zur globale Entwicklung in der KW24. Die globale Sicht kommt in den deutschen Medien immer sehr zu kurz und eher als Sensationsschlagzeile. Interessant finde ich auch Fig. 3 S.4 mit den berichteten und auf 100k normierten Todesfällen in KW24, Da gehört D eher zu schlechten Teil von Europa bei der Entwicklung und ist eher in der Kategorie Türkei, Indien, Iran aus globaler WHO-Sicht.

  383. 7584.

    Die Quelle war das gmx-Portal, weiß gar nicht, ob da eine Verlinkung funktioniert. Mich hat nur gestört, dass mit zukünftigen Wellen mit neuen noch nicht groß angekommenen Varianten die Beibehaltung der Maßnahmen gerechtfertigt wird. Das habe ich schon zu oft gehört. Bei einem Anteil der Delta-Variante von 6% sind etwa 1/15 der Fälle auf die Delta-Variante zurück zu führen. Bei 3% nur 1/30 etwas gerundet. Sinnvoll wäre es dann sicherlich, auch darzustellen, wie sich die Absolut-Zahlen der Delta-Variante verhalten. So, wie ich das überschlagen habe, sind die Delta-Absolut-Zahlen auch überall runter gegangen (nur nicht so stark) oder zumindest gleich geblieben, bis auf einen Hotspot.

    Ich bessere mich, das nächste mal nur Kommentare zu nachvollziehbaren Berichten.

  384. 7582.

    Nun ja, eine zeitweise relativ stabile Inzidenz von ~25 bis Ende Mai (nicht irgendwann) und dann bei einem Anteil von 80% Delta eben wieder einen Anstieg der Inzidenz in GB auf über 100 innerhalb von 4 Wochen, bei höherer Impfquote als in D ... die verschieben weitere Lockerungen dort ja jetzt nicht ganz ohne Grund.
    Drosten behauptet auch keineswegs, dass mit Alpha Infizierte da einfach massenhaft Delta weitergeben oder verursachen. Er verweist ja gerade darauf, dass es in GB einen stärkeren Eintrag von Delta gab - also mehr Import durch einzelne Reisende - als in D.
    Da haben sie wohl vielleicht doch etwas missverstanden. Oder, falls das so in dem von ihnen gelesenen Bericht über Drostens Aussagen zu Delta stand, dann eben ihre Quelle. Vielleicht könnten sie die ja mal offenlegen?

  385. 7581.

    „Es ist ja auch nicht so dramatisch geworden wie es hätte werden können durch die Maßnahmen.“
    Ein sehr beliebtes Argument, besonders bei Politikern. Einen Beweis dafür kann man nicht bringen, gibt ja keinen Vergleich.

  386. 7580.

    Rein mathematisch müssten sich die Korrekturen aber positiv auf Ihre Sicht auf die absoluten Fallzahlen auswirken.
    Der Knick zu Anstieg quasi Null müsste ja weiter nach links wandern, solange es nicht +94 und -100 an einem Tag sind.
    Umso länger diese Phase mit Nullanstieg wird umso geringer sollte ja die Gefährdungsbewertung werden.
    Für die aktuelle Tagesbewertung sollten natürlich immer die echten Neuinfektionen benutzt werden.

  387. 7579.

    Ja, es sind im Moment wohl eher winzige Zahlen. Mich stört eher das Prinzip, wie hier ein Saldo gebildet wird - im Land und auch im Kreis. Im Land verrechnet man alle Saldi inklusive Korrekturen miteinander und gibt das als Zahl für die neuen Fälle aus. Aber auch auf Kreisebene sind diese Minuszahlen ja schon verrechnete Saldi von echten Neumeldungen und Korrekturen von alten Fällen - übertreibenes Beispiel zur Verdeutlichung: Wenn OSL -6 meldet, heißt das nicht zwangsweise nur 6 korrigierte Fälle und keine neuen Meldungen, denn es ist schon eine Summe, es könnten genauso gut 94 neue Fälle und 100 korrigierte Fälle sein (zur Verdeutlichung stark überzogen für das Beispiel, um zu zeigen wo eine solche Darstellung und Rechnung ein Problem hat).

  388. 7578.

    Weiter Korrekturen zu Fallzahlen aus OSL
    https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b/page/page_0/
    Hat schon mal jemand alle diese Korrekturen zusammengerechnet von OSL?

  389. 7577.

    Vorsicht gilt bei solchen Studien von Krankenkassen grundsätzlich. Die Mitglieder der TK sind eher gebildet und gut situiert.
    Bilden also nicht unbedingt eine representative Stichprobe für bundesweite Untersuchungen. Selbst wenn die an 5Mio Datensätze rankommen. Die der anderen Kassen dürften ja aus Datenschutzgründen nicht für die TK zugänglich sein.
    Gibt es überhaupt eine Vereinigung die Zugriff auf alle Daten aller Kassenpatienten hat?

  390. 7576.

    Man muss auch noch ein paar andere Faktoren berücksichtigen….
    Übersterblichkeit gab es wohl insgesamt. Hauptsächlich bei Ü70. Ohne diese gab es keine übersterblichkeit.
    Auch bei den krankschreibungen…. wer auf Kurzarbeit ist (abhängig wieviel und ob dann noch homeoffice dazu kommt) geht wegen Husten nicht zum Arzt.
    Bei den Sachen gilt halt traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast

  391. 7575.

    Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Der Hauptteil der Erkrankungen liegt bei den 65+ jährigen, die ja nicht Krankgeschrieben werden. Mit der Übersterblichkeit ist es ja noch etwas zu früh um das jetzt schon festzustellen. Durch die Maßnahmen ist ja z.B. die Grippe ausgefallen. Wenn Corona nicht so schlimm wäre müssten die Zahlen ja deutlich nach unten gehen. 90000 unnötige Tote wegzudiskutieren halte ich für schlimm. Es ist ja auch nicht so dramatisch geworden wie es hätte werden können durch die Maßnahmen. Jetzt zu sagen die Maßnahmen waren übertrieben so schlimm war es ja nicht ist ja die völlig falsche Schlussfolgerung.

  392. 7574.

    Widerspruch: C-19 als Ferndiagnose ist wohl kein Massenphänomen .... eher einfach Atemwegserkrankung/ Erkältung. Man kann aber sagen, es gab 2020 "kaum" Krankschreibungen mit der Diagnose Covid 19. Ebenso wie es "kaum" eine Übersterblichkeit gab. Ich will damit nicht sagen, dass C 19 harmlos ist, wohl aber die Vermutung äußern, dass Ansteckungsfähigkeit u. Gefährlichkeit von Sars-Cov-2 für die Gesamtbevölkerung überschätzt wird. Sonst hätte es eben mehr Krankschreibungen geben müssen. Wenn wengistens 1,5% aller Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen auf C-19 zurückzuführen gewesen wären, würde ich von einer schlimmen Epidemie sprechen. Aber bei 0,39 % spreche ich eher von einer seltsamen Epidemie...

  393. 7573.

    Diese Daten sind mit großer Vorsicht zu genießen. In letzten 14 Monaten wurde die Praxis für Krankschreibungen dahingehend geändert, dass in überwiegendem Teil die Krankschreibung telefonisch erfolgte, Es reichte ein Anruf in der Arztpraxis und sofort flatterte eine Krankschreibung ins Haus und zwar ohne dass der Arzt den Patienten gesehen oder untersucht hat. Zuerst für eine Woche mit einer Verlängerungsoption um eine weitere Woche. Also 14 Tage nach einem Anruf. Beliebig viele Male wiederholbar. Das ging so:
    www.dak.de/dak/ihr-anliegen/corona-telefonisch-krankschreiben-2250736.html#/
    Dies hatte zu Folge, dass viele Selbstständige, die eine Krankentagegeldversicherung hatten und durch Restriktionen zur Untätigkeit und Verdienstausfall ohne Ausgleich verdammt waren sich an diese Versicherung erinnert haben und zum Hörer gegriffen haben. Selbstständige und Freiberufler, können nämlich ein Tagegeld schon ab dem 8. Tag absichern.
    Von daher sind die Statistiken, hm, hm....

  394. 7572.

    Der Tagesspiegel thematisiert heute eine TK - Studie, wonach im Jahr 2020 in D nur 0,39 % aller Krankschreibungen auf Sars-Cov2 zurückzuführen waren. Also so gesehen im ganzen Pandemiejahr kein besonders dramatisches Ansteckungsgeschehen(Meine Vermutung; wahrscheinlich gab es 2021 schon deutlich mehr Krankschreibungen wegen Impfnebenwirkungen als wegen Corona). Wie auch immer: Bei anderen Grippe-Epidemien des 20. und 21 Jahrhunderts dürfte die Zahl der epidemiebedingten Krankmeldungen 10 oder 20 fach höher gewesen sein. Gravierend allerdings die Auswirkungen der Maßnahmen auf die Gesundheit der Bevölkerung .
    Hier der link: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/erschoepft-einsam-veraengstigt-wie-die-coronafolgen-beschaeftigte-getroffen-haben/27354806.html

  395. 7571.

    Im Moment habe ich mit den sicherlich zu klein angegebenen Zahlen kein Problem, aber was passiert, wenn alle Korrekturen durch sind und sich die Fallzahlen auf durchschnittlich 10 einpendelt? Dann verzehnfacht sich der Wert vielleicht in einer Woche. Spricht man dann davon, dass der Wert in 4 Wochen auf das 10.000-fache steigen wird?

  396. 7570.

    Weiterhin befremdlich, wie Brandenburg Korrekturen alter Fälle mit den aktuellen Meldungen zu einem gemeinsammen Saldo für die neuen Meldungen verrechnet:
    https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~23-06-2021-corona-faelle-stand-23062021

  397. 7569.

    "Dies hat für mich nichts mit "gleichsetzen" zu tun, sondern den Sinn die Infektionsketten zu unterbrechen und somit zu stoppen."
    Vielleicht kann ich Sie beruhigen, natürlich nur wenn Sie es möchten?
    Epidemien gibt es so lange so lange es Lebewesen gibt und sie zeichnen sich durch eine Dynamik aus, die ihnen eigen ist. Sie beginnen und sie enden, und zwar nicht erst wenn es keine Erreger und keine infizierte gibt, sondern wenn sie einen kritischen Punkt erreichen, an dem für sie sie keinen günstigen Boden für weitere Ausbreitung im Sinne einer Expansion gibt. Der aktuelle Ausbruch wäre höchstwahrscheinlich bereits zu Ende wenn wir die Falldefinitionen und diagnostische Methoden verwendet hätten, die noch vor 20 Jahren gegolten haben. Andererseits: wenn wir 1957 und 1968 PCR hätten und statt Kranke die "Zahlen und Inzidenzen" gezählt hätten - dann wären die damaligen Pandemien bis heute noch nicht ganz zu Ende. Influenza H2N2 ist immer noch sporadisch da.

  398. 7568.

    Habe jetzt hier das erste Mal was von Delta-Plus gelesen. Aber es ist doch klar, warum nicht Epsilon oder was auch immer gerade dran ist, genommen wird. Bei Delta-Plus weiß man doch sofort, dass die Variante gefährlicher als Delta ist. Wählt man einen anderen Namen, muss man das ganze Konstrukt wieder neu aufbauen, und das alles mit Mitteln des Steuerzahlers!

  399. 7566.

    "Wie stellen Sie fest, wer heute eine geringe Viruslast hat und sich evtl. morgen zum Superspreader entwickelt?"
    Dies wird wohl niemals jemand nach nur einem Test vorhersagen können. Es wären Folgetests notwendig um die Entwicklung des ct-Wertes festzustellen. Bis dahin wäre die Person nicht anders zu behandeln als eine ungetestete, da von ihr aktuell keine größere Gefahr ausgeht.
    "Delta-Plus"
    Man hat wohl Angst, dass das griechische Alphabet nicht reichen wird und fängt lieber rechtzeitig mit Untergruppen an.
    Worin unterscheiden sich die Varianten und warum sollten wir vor der Delta-Variante Angst haben obwohl die Fallzahlen in Indien mit dieser Variante seit Wochen sinken?

  400. 7565.

    "... Für wie lange würden Sie das Virus als „neuartig“ bezeichnen .."
    Genau dies ist für mich als Laie, das große Problem!
    Auf der einen Seite ist transparenz gut, auf der anderen machen einen die (teilweise) sehr unterschiedlichen Aussagen der Experten mitunter wirr. Jede Variante ist ja auch irgendwie neuartig.
    Vorgestern Delta-Variante schlimm, gestern nicht so schlimm, heute Delta-Plus noch schlimmer ...

    "... nicht mehr über einen Notstand, sondern abgewogene Notwendigkeiten erfolgen?..."
    Solange die MPs sich nicht einigen können und "komische" Verordnungen erlassen.
    M.E. müssen alle Maßnahmen auf Null und neu durchdacht werden.

    "... Menschen mit geringster Viruslast möglichen Superspreadern gleichzusetzen ..."
    Wie stellen Sie fest, wer heute eine geringe Viruslast hat und sich evtl. morgen zum Superspreader entwickelt?
    Dies hat für mich nichts mit "gleichsetzen" zu tun, sondern den Sinn die Infektionsketten zu unterbrechen und somit zu stoppen.

  401. 7564.

    Die Sache ist komplizierter. NDR hat sich entschieden, vermutlich richtig, die Podcasts auch über sog. Social Media zu verbreiten. Also Youtube, Instagram und Facebook. Ein Blick auf die Kommentare reicht aus um festzustellen, dass das dortige Publikum meistens nicht zu NDR-Materialien vordringt sondern bei der Plattform bleibt um Emotionen loszuwerden, Bestätigung für eigene Vorstellungen zu finden und Vorurteile auszutauschen. Soziale Medien halt. Idealer Verstärker für unausgewogene und unüberlegte Statements, die oft aus emotionaler, oberflächlicher Betrachtung der Wirklichkeit resultieren.
    NDR macht selbst einen guten Job.

  402. 7563.

    Habe den Bericht über Drostens Aussage zur Verbreitung der Delta-Variante gelesen. Er gibt vor, dass die wahrscheinlich auf die Delta-Variante zurückzuführenden Fallanstiege in GB dadurch begünstigt wurden, dass die Lockerung zu früh erfolgte und die 7d-Inzidenz irgendwann mal 25 betragen hat. Wir haben inzwischen wohl schon 10 erreicht. Ich wußte gar nicht, dass mit der Alpha-Variante infizierte andere anstecken können und die dann mit der Delta-Variante infiziert sind. Bin aber kein Virologe, das sollten mal die Fachleute abklären. Wenn das eine mit dem anderen doch nichts zu tun hat, sollte Herr Drosten das dann auch richtig stellen.

  403. 7562.

    Nee, passt schon. Es hat etwas fatalistisches. Nach dem Motto, die nächste Welle kommt bestimmt, lass uns lieber alles weiter vorsichtig machen. Selbst bei einer Inzidenz von Null werden Sie sehen, dass die Masken getragen werden. Denn es kommt bestimmt gleich morgen, oder auf jeden Fall nächste Woche aber ganz sicher in einem Monat, die nächste Welle.

  404. 7561.

    Es ist jetzt etwa so wie im Krieg, wenn man nach einem Luftangriff nicht aus dem Bunker raus kann, weil ja noch ein Luftangriff irgendwann kommen kann.

    Bei jedem, der das Leid im Krieg selbst erlebt hat oder der irgendwie von den Folgen des Krieges besonders betroffen war oder ist bitte ich vorsorglich um Entschuldigung, ich weiß, dass der Vergleich hinkt. Ich möchte einfach nur daran erinnern, dass jeder auch mal durchatmen muss und wann, wenn nicht jetzt?

  405. 7560.

    Den Eindruck habe ich bei dem Podcast »Das Coronavirus-Update von NDR Info« ganz und gar nicht. ;-)
    Das läuft ja inzwischen schon 'ne ganze Weile - immerhin sind's Stand heute 94 Folgen (derzeit eine pro Woche). Nachfragen und Fragen allgemein werden ja von der Wissenschaftsredaktion gesammelt und dann auch aufgegriffen (nicht alle natürlich, aber jedenfalls die, die von vielen gestellt werden), die Folgen sind ziemlich ausführlich (inzwischen meist über eine Stunde, die von heute sogar 1¾ Stunden) und stehen damit gerade der sonst oft üblichen und arg verkürzten Art der Präsentation entgegen, es gibt ein Glossar, fortlaufend den aktuellen Stand ... Einfach mit wissenschaftlichen Studien abgespeist wird da nicht - find' ich.

  406. 7559.

    Sie haben vollkommen Recht, so tief bin ich in die Materie nicht eingedrungen um die Links in Textfassung zu finden. Die gibt es tatsächlich und meine Formulierung, dass Herr Drosten die Quelle "verschwiegen hat" war eindeutig falsch. Sie resultierte wahrscheinlich aus meiner Frustration: im Herbst letzten Jahres habe ich hier mehrmals versucht auf diese Studie hinzuweisen um zu zeigen, dass es Erkenntnisse gibt, die darauf hindeuten, dass die Bedrohungslage vielleicht gar nicht so gravierend ist wie sie kommuniziert wird und dass nur äquivalente, groß angelegte Feldstudien bei uns einerseits den tatsächlichen Ausmaß an Bedrohung zeigen und andererseits Daten liefern können, die notwendig sind um adäquate Maßnahmen zu treffen.
    Kein einziges Mal bin ich damit durchgekommen. Den Ernst der Lage in Frage zu stellen war damals nicht en vogue und galt als Verharmlosung.

  407. 7558.

    "Sie können doch auch einfach nur den Podcast hören oder das entsprechende Skript lesen - das ist der allgemeinverständliche Teil."
    Werde ich machen.
    Hinsichtlich meiner Wortwahl, die ich mit dem Zusatz "mit Verlaub" von vornherein etwas entschärft hatte, gelobe ich Besserung. (Ein klitze-, klitzekleines bisschen wollte ich damit eine Reaktion triggern.)

    Aber haben Sie nicht auch den Eindruck, dass sich aus der Lektüre von - wie Sie es richtigerweise nennen - allgemeinverständlichen Ausführungen für den interessierten Laien durchaus weitere Fragen ergeben können, auf die dann durch die Experten eben nicht nur mit dem Erwähnen einer "nicht allgemeinverständlichen" Studie geantwortet werden sollte?
    So entsteht der Eindruck, dass die Experten oft genau dann eine (nur Wissenschaftlern verständliche) Studie aus dem Köcher ziehen, wenn sie in Erklärungsnot sind.
    Wenn Lauterbach das Wort "Harvard" ausspricht, gehen meine Sensoren an...

  408. 7557.

    Wie gesagt, in Folge 60 finden sie die Links noch im Skript ... da hab' ich den ja her. ;-)
    Der Link für die Linksammlung ist über den Podcast-Folgen auf der Startseite, da befindet sich auch der Link zu allen Skripts.

    Und: Ja, sehe ich genauso.
    Ging, wenn ich mich richtig erinnere, in der Folge u.a. um Übertragungswege (und in dem Zusammenhang um diese Studie)und den Begriff Überdispersion. Aber nur weil die hauptsächliche Verbreitung über Cluster geht (einige der Infizierten stecken sehr viele andere an), bedeutet das ja nicht, dass die anderen Infizierten niemanden anstecken können. Einem R-Wert von z.B 1,2 für sich genommen sieht man ja nicht an, ob nun von 100 Infizierten 20 keinen, 80 je einen und 2 je 20 andere oder eben 80 keinen, 10 je einen, 5 je 2, 3 je 15 und einer 55 andere angesteckt haben - im Durchschnitt haben 100 Infizierte 120 andere angesteckt. Wann, wie, wer, wen - und auch noch ganz genau - das bleibt ja oft offen. Komplexe Geschichte.

  409. 7556.

    Einfach hingerotzt? Das ist, finde ich, nicht nur ziemlich derb sondern einfach falsch.
    Das sind ja die Studien, auf die im Podcast explizit Bezug genommen wird. Gute wissenschaftliche Praxis, so eine Quellenangabe, finde ich. Sie können doch auch einfach nur den Podcast hören oder das entsprechende Skript lesen - das ist der allgemeinverständliche Teil. Da wird eben gerade nicht nur eine Sammlung wissenschaftlicher Studien "hingerotzt". Also echt.

  410. 7555.

    Hallo Kerstin,
    nein, als "Verschweigen" kann man das nicht bezeichnen. Da gebe ich Ihnen recht.

    Es ist nur so, dass man Menschen mit Informationen auch erschlagen kann.
    Noch dazu im populärwissenschaftlichen Bereich.

    Nehmen wir mal die Folge 93 (mit Prof. Sandra Ciesek) vom 15.06.2021.
    (https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript304.pdf)

    Das Skript der Sendung umfasst 20 engbedruckte Seiten.
    Von den am Ende angeführten Links auf Studien/Berichte habe ich auf die Schnelle mal die Seitenzahlen der PDF-Dateien summiert - es sind deutlich mehr als 220 Seiten, meistens in wissenschaftlichem Englisch.

    Die Auswahl der angeführten Studien/Berichte nimmt (vermute ich) die Wissenschaftsredaktion des NDR zusammen mit Prof. Ciesek resp. Prof. Drosten vor.

    Beide Profs bewegen sich im Bereich "Wissensvermittlung für interessierte Hörer (keine Experten)".
    Das - mit Verlaub - Hinrotzen von 30 Links auf wissenschaftliche Studien ist unpassend bis arrogant.

  411. 7554.

    Danke. Unter der Podcastfolge gab es keine Linkssammlung. Diese (wertvolle) Studie ist mir bekannt, sie berechtigt aber keineswegs zur Feststellung, dass 80% (oder meinetwegen 70%) der Fälle nicht infektiös sind, geschweige schon, dass es eine seit langem bekannte Tatsache ist. Die Autoren schreiben explizit:
    "No positive contacts were identified for 70.7% of index cases for whom reliable contact-tracing data, including test results, WERE AVAILABLE."
    und weiter:
    Because testing and contact tracing constitute routine public health activities, data collection was not governed by an institutional review board.
    Der Teufel steckt in solchen Details. Die Autoren behaupten weder, dass es eine lückenlose und erfolgreiche Kontaktverfolgung gab, noch dass man sie bei allen untersuchten Fällen durchgeführt hat. Es gibt einen Unterschied zwischen "wir konnten nicht finden" und "gibt es nicht".

  412. 7553.

    Sie finden die Links zu den im Podcast be- bzw. angesprochenen Studien im Skript der jeweiligen Folge (-> Die Podcast-Folgen als Skript), ab Folge 73 gibt's auch immer 'ne Linksammlung zu den einzelnen Folgen (-> Linksammlung zu erwähnten Corona-Studien).

    So auch zur erwähnten Studie:
    https://science.sciencemag.org/content/370/6517/691

    Verschweigen geht anders, oder? ;-)

  413. 7552.

    Sie haben natürlich Recht wenn Sie bei einer für alle neuen Situation den Sicherheitsaspekt höher als vielleicht notwendig gewichten. Für gewisse Zeit vielleicht auch höher als unsere anderen Grundrechte.
    Nur verzeihen Sie mir bitte eine letzte Frage hierzu: Für wie lange würden Sie das Virus als „neuartig“ bezeichnen und ab wann sollte der Umgang damit nicht mehr über einen Notstand, sondern abgewogene Notwendigkeiten erfolgen? Ist es nach über einem Jahr und all dem inzwischen vorhandenen Wissen über das Virus und die Übertragungswege noch immer gerechtfertigt Menschen mit geringster Viruslast möglichen Superspreadern gleichzusetzen?

  414. 7551.

    Nein, ich finde es nicht bedenklich und die PCR-Tests auch nicht willkürlich.
    Sie schützen uns alle vor Ansteckung mit/ohne schlimme Folgen.
    Und da Corona leider für die gesamte Welt "neuartig" ist, habe ich kein Problem lieber einmal mehr in Quarantäne zugehen.
    Den Vergleich mit einem Blitzer finde ich, sorry, nicht passend.
    Wünsche einen etwas kühleren Tag ;-)

  415. 7550.

    Na ja, es ist gar nicht so einfach. Herr Drosten verschweigt leider in diesem Interview welche Studie er konkret meint. Es gab im Mai - August 2020 einige groß angelegte Feldstudien in zwei indischen Staaten (Tamil Nadu and Andhra Pradesh), infolge dieser Studien wurden mehrere Dutzend Publikationen veröffentlicht, die zum Teil widersprüchliche Ergebnisse geliefert haben. Deshalb auch meine Frage. Wir haben im Laufe dieser Pandemie ein generelles Problem: eine noch nie dagewesene Überproduktion an Publikationen mit recht unterschiedlicher Interpretation präsentierter Daten. Man kann beinahe alles finden wenn man danach lange genug sucht, einen wissenschaftlichen Konsensus gibt es in vielen Teilbereichen gar nicht auch wenn die meisten Medien versuchen ein solches Gesamtbild zu vermitteln.

  416. 7549.

    Vielen Dank für die interessante Auflistung. Objektivität bei der Auswertung scheint da schwer möglich. Übersetzt auf mein Beispiel bedeutet das wohl:
    Ein Blitzer ist geeicht und schützt vor der realen Gefahr des Zuschnellfahrens. In Abhängigkeit von der Geschwindigkeitsübertretung gibt es zumeist geringe Geldstrafen.
    Ein PCR-Test wird ziemlich willkürlich durchgeführt und soll vor einer diffusen Gefahr durch Weitergabe des Virus schützen. Unabhängig vom ct-Wert wird bei geringstem Verdacht immer direkt mit Freiheitsentzug geahndet.
    Ich finde das bedenklich, Sie nicht?

  417. 7548.

    "Bereits im letzten Jahr hat He. Drosten dies bestätigt…. allerdings „nur“ 50%."
    Lieber Andreas, offensichtlich haben wir uns nicht verstanden. Ich habe nicht danach gefragt was Herr Drosten in Medien fallen gelassen hat. Ich habe nach (seit langem bekannten) wissenschaftlichen Erkenntnissen gefragt und darunter verstehe ich eine Publikation, der ich nicht nur Ergebnisse sondern vor allem die Methodik entnehmen kann und wo im Diskussionsteil eine kritische Gegenüberstellung eigener Ergebnisse und Ergebnisse anderer Arbeitsgruppen statt findet. Die Vermutungen und Ansichten einen (zugegebenermaßen begabten) Virologen, der im Labor Tests entwickelt, kann bei Beurteilung eines epidemischen Vorgangs höchstens einen anekdotischen Charakter haben und kann eine epidemiologische Feldstudie nicht ersetzen. Nur eine solche Studie kann gesicherte Erkenntnisse liefern.

  418. 7547.

    Wenn es doch so einfach wäre!
    Beim PCR-Test (ct-Wert) sind m.E. mehrer Komponenten wichtig:
    - Zeitpunkt des Tests
    - Nase oder Rachen
    - Hersteller des Tests
    - Menge des Abstrichs
    Wenn ich richtig informiert bin, gibt es wohl noch kein "einheitliches" Vorgehen bzw. keine "DIN-Vorschrift" wie für alles andere in Deutschland ;-)

  419. 7546.

    Wenn ein Blitzer 50% falsch blitzt wird er aus dem Verkehr gezogen und alle Messungen sind ungültig. Wenn PCR-Tests zu 50% falsch sind werden alle Messungen für gültig erklärt. Finde den Fehler.

  420. 7545.

    Mein Link zum Skript wurde offenbar nicht freigeschaltet :(
    Es ging mir um das "Coronavirus-Update", Folge 60. Dort wird die Studie ab Minute 34 besprochen. Ich hatte den Sachverhalt nicht ganz exakt wiedergegeben, tatsächlich ist die Kernaussage, dass bei 70 Prozent der Infizierten keine weitere Übertragung des Virus festgestellt wurde. Im Ergebnis ist das aber schon sehr nah an den Ergebnissen der neuen Studie und der Podcast ist vom 14.10.2020.

  421. 7544.

    Bezüglich der Nachverfolgung kann ich verstehen, dass es bei einem Teil der positiven Tests tatsächlich schwierig ist. Dass aber Gesundheitsämter keine Nachverfolgung angestrebt haben, wenn es offensichtlich bekannte Kontakte gegeben hat (z.B. Monteure von Handwerksbetrieben, die in verschiedenen Haushalten tätig waren), halte ich für verantwortungslos bei den Maßnahmen, die alle Bürger betroffen haben. Die Betriebe hätten Adressen zur Verfügung stellen können. Es hat jedoch niemanden interessiert.

  422. 7543.

    Bereits im letzten Jahr hat He. Drosten dies bestätigt…. allerdings „nur“ 50%.
    Also gibt es bei 50% eine rechtswidrige freiheitsentziehende Maßnahme.
    Schade nur das Gerichte bei einem eilantrag zu lange brauchen, so dass die Quarantäne vor dem Urteil schon aufgehoben wäre.

  423. 7542.

    Gibt es eine Erklärung, warum seit der 17. KW die Sterbezahlen (mit Ausnahme der 21. KW) im Vergleich zu den Vorjahren steigen?

  424. 7541.

    Wenn ich die Angaben des RKI richtig verstehe, haben wir bundesweit 1011 Patienten auf ITS, davon 705 beatmet. Seit Ende April sind die Zahlen rückläufig. Am 18.6. wurden 57 Abgänge, 42 die nicht mehr beatmet werden müssen und -28 Neuzugänge und - 8 Verstorbene (Korrektur der vorherigen Zeiträume?) veröffentlicht.
    Ich fände es höchst interessant zu erfahren, welche Berufsgruppen welche Werte haben, vermute aber, eine solche Erhebung gibt es nicht.

  425. 7540.

    "wenn 50-70% unklar sind, auch nicht schlimm."
    Das wäre super aber der Anteil der Ansteckungen, bei denen bekannt ist wo sie stattfanden, liegt leider nicht bei 30%-50% sondern in Bereichen unter 20%. Berlin gibt diesen wert für die vergangenen 7 Tage jeden Tag im Bericht an:
    https://www.berlin.de/corona/lagebericht/desktop/corona.html#fallzahlen
    Fälle in Ausbrüchen ist der Wert für bekannte Ansteckungen.
    Seid die Zahlen so niedrig sind pendelt das zwischen 10% und 20% bei den letzten 2 Wellen lag er selten über 10%.
    Aber selbst diese Fälle lassen sind verzehrt, da eine nachverfolgen in der Familie viel leichter ist als eine Ansteckung im ÖPNV nach zu weisen.

  426. 7539.

    "Es ist doch schon lange bekannt, dass ca. 80 Prozent der PCR-Positiven nicht oder kaum Ansteckend sind."
    Gibt es konkrete Quellen auf die sich diese Aussage stützt? Können Sie vielleicht mit einer Quellenangabe weiter helfen?

  427. 7538.

    Es zeigt sich jetzt, dass die Öffentlichmachung der Krankenhausaufnahmen und Zugänge auf den ITS fehlen.

    Und ein ganz besonderes Highlight wäre auch eine Abschätzung, wo sich wie viele angesteckt haben. Es gibt sicher eine große Grauzone, es geht auch nicht um 1% Genauigkeit, die Einteilung Privatfeier, Gottesdienst, Arbeit, Schule, Fußball, ÖPNV, Einkauf, Kreipe/Restaurant/Café würde sicher reichen, wenn 50-70% unklar sind, auch nicht schlimm.

  428. 7537.

    Das Schoppen an sich sicher nicht, man wurde ja schon angemault, wenn man sich der falschen Person kurzzeitig im Vorübergehen auf 1m mit Maske genähert hatte. 4-fache Sicherheit, 2x Maske, Abstand, und extrem kurze Begegnungszeit. Das Gefährlichste war dann wahrscheinlich das Anmaulen, weil da die Aerosole erst freigesetzt wurden. Die Fahrt mit der U-Bahn dicht gedrängt zur Frühschicht bei Siemens war da sicherlich um vieles riskanter.

  429. 7536.

    Naja, Centogene wird das schon ausgewertet haben ... Ihre Studie, ihre Finanzierung, ihre Ergebnisse.
    Die hatten halt das Ziel, massenhaft PCR mit Selbstbeprobung im Rachen zu etablieren. Dem gegenüber haben sich dann aber die Schnelltests durchgesetzt - kann ich nachvollziehen, insbesondere wenn man die Zeit bis zum Ergebnis, die Kosten und das Handling betrachtet. Ist ja schon relevant für die Anwendung in der Masse.

  430. 7533.

    Bitte die Tests für Shoppen nicht vergessen!

  431. 7532.

    Woher wissen Sie, dass die Testzahlen zurückgegangen sind? Es wurde mehr gelockert, so dass mehrere neue Testpflichten bestehen, zB Fitnessstudio. Und nebenbei, mit Vermutungen lässt sich schlecht argumentativ eine Forderung herleiten

  432. 7531.

    "Zumindest diskutabel sollte dies doch sein, oder?" Natürlich - und mit welchem Ergebnis?
    Es ist egal, weil es keinen Unterschied macht, ob nur 20% PCR etwas taugen (falls Sie auch davon ausgehen) und dafür beispielsweise die Bundesbremse schon bei Inzidenz 20 greift. Es ist egal, weil Maßnahmen aufgrund von Zwängen und nicht Zahlen ergriffen werden. Zahlen dienen der Veranschaulichung und dem Vergleich, deren anfänglich festgelegte Normung/Skalierung ist beliebig und nebensächlich. Es ist vollkommen sinnfrei, sich über einzelne Zahlen auszulassen, weil sich die Auswirkungen im Gesamten dadurch nicht ändern.
    Wer in einer aufgeklärten Welt nur an das glauben kann, was er sieht und anstatt Einsicht lieber Hexenjagd veranstalten möchte, soll das tun. Auch das ist zum Glück egal. Im RL kann man leicht Abstand halten, im Netz hilft leider nur der Verzicht. Schade.

  433. 7530.

    Wohl eher nicht, der Bericht am Samstag ist einfach mal so ohne weitere begründung ausgefallen. Heute gibt es wieder einen
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Jun_2021/2021-06-20-de.pdf?__blob=publicationFile
    Allerdings (S. 6) aus technischen Gründen keine Angabe der R-Werte! Ohne weitere Begründung, einfach mal so. Wo hat Berlin dann seinen R-Wert (R4) her? Selbst von der Verwaltung geschätzt?

  434. 7528.

    So viele Pflicht Tests wurden bisher ja gar nicht abgeschafft, dass sich das groß auswirken könnte. Am 4.6. draußen in Gaststätten, Museen und Einzelhandel. Irgendwann die Tage im Tierpark draußen und seit Freitag beim Friseur. Alles Tests wo wahrscheinlich nicht alle nach einem positiven Schnelltest einen pcr gemacht haben. Die hauptquellen mit Massen an Tests Schulen und Arbeit bestehen ja weiter. Und die Zahlen sinken trotzdem.

  435. 7527.

    Testpflichten gelockert = weniger Tests = weniger Positive erwischt = 7-Tages-Inzidenzwerte geringer. Wie wohl die 7-Tagesinzidenzwerte jetzt aussähen, wenn die Testpflichten nicht gelockert worden wären? Ich vermute >höher

  436. 7526.

    Es ist doch schon lange bekannt, dass ca. 80 Prozent der PCR-Positiven nicht oder kaum Ansteckend sind. Drosten hatte schon im letzten Jahr eine entsprechende indische Studie in seinem Podcast vorgestellt. Aber das Ergebnis untergräbt ja nicht die Wirksamkeit der PCR, eher im Gegenteil. Und welche Parameter man zur Grundlage von Maßnahmen nimmt, wird ja auch schon lange diskutiert.

  437. 7525.

    Das gleiche Spiel wie letzten Sommer:
    1. die Leute beschweren sich über Lockdown und Masken und zweifeln an deren Wirksamkeit. Ebenso Zweifel, dass es eine zweite Welle gibt, weil das angeblich harmlose, grippeähnliche Virus durch ein gestärktes Immunsystem und weniger Panikmache* in Schach gehalten werden kann (*Warnen vor der Verbreitung im Sommer durch Urlaube und viele Kontakte, Warnen vor einer weiteren Welle).
    2. Leichtsinn: in den Süden fliegen und dann lecker Corona unter Bekannten,Kollegen,Nachbarn verteilen (Ärzte hatten vermehrt Urlaubs-Corona-Fälle auf Station)
    3. großflächige Verteilung über den Sommer, aber wegen Saisonalität erst wenige Fälle
    4. Welle im Herbst/ Winter

    Unterschied 2021: EM-Irrsinn, weniger Personal im KH, wegen der Kündigungen nach Welle 3 und einige der Leugner hier sind inzwischen geimpft. Wegen der Impf-Pflicht, ne? (:

    Ja, ich schreib hier meine Meinung, wie alle anderen auch.

  438. 7524.

    Lieber Sbl, keineswegs egal. Die Gesundheitssysteme waren in der Tat arg überlastet. Nur Schlussfolgerungen, die wir daraus ziehen können verschiedene Erkenntnisse berücksichtigen oder auch außer Acht lassen. Zuerst: es gibt keine "Gesundheitssysteme an sich". Es gibt einerseits (in hochentwickelten Ländern) einen gewinnorientierten oder zumindest den Gesetzen der Ökonomie unterworfenen Wirtschaftszweig, wo Angebot und Nachfrage über Kapazitäten und Prioritäten entscheiden. Bedeutet: für solche Systeme wird eine Pandemie immer eine schreckliche Krise darstellen, denn die Kapazitäten sind gar nicht da wenn sie ausbricht. Die Wirtschaft richtet sich nicht nach Ausnahmesituationen. Andererseits gibt es Länder, die kein Gesundheitssystem (so wie wir es kennen) haben. Ein Kollege von mir, der in Ghana ein Kinderhospital leitet, hat mich ausgelacht als ich ihm nach COVID-19 Bekämpfung gefragt habe. In Ghana sterben jede Woche mehr Kinder an Malaria als an COVID im Jahr, sagte er.

  439. 7523.

    "Die Truppe ist genial. Mit fast 80 Prozent überdrehten Proben habe nicht mal ich gerechnet. So krass!"
    Eigentlich nicht. Es sind keine bahnbrechende bzw. neue Erkenntnisse, neu ist dass sich die Koryphäen trauen Ihren Namen bei der Veröffentlichung an erste Stelle zu setzen und Journals für solche Beiträge offener geworden sind. Medizingeschichte ist eine Geschichte von Irrtümern und derer Korrekturen. Ein ganz normaler Prozess, der sich bis jetzt immer, von der Öffentlichkeit ferngehalten, über Jahrzehnte hinzog. Nun leben wir in einer durch neue, schnelle Kommunikationsmöglichkeiten geprägten globalen Community und dazu was falsch und was richtig ist darf sich jeder äußern (leider auch naturgemäß befangene Politiker) und somit das Narrativ mitgestalten. So wurde die PCR zum Goldstandard und wer sich getraut hat dies in Frage zu stellen, dem schlug eine Welle der Feindseligkeit entgegen. Für viele, die mit PCR eigene Erfahrungen gemacht haben - eine sehr unbequeme Situation.

  440. 7522.

    Übrigens hatten selbst Drosten und der Berliner Hersteller der PCR Tests vor Monaten angesprochen, eine einheitliche Obergrenze des CT Wertes für alle Labore verbindlich festzulegen, um belastbare Zahlen zu bekommen.

  441. 7521.

    Lieber sbl,
    ein solcher Kommentar passt eigentlich gar nicht zu Ihnen.
    Es geht doch immerhin um eine Studie einer renommierten deutschen Universität.
    Da wird nichts "geleugnet".

    In der zugehörigen Presseinfo heißt es: "Forschende der Medizinischen Fakultät der UDE weisen im renommierten Journal of Infection darauf hin, dass die Ergebnisse von RT-PCR-Tests allein eine zu geringe Aussagekraft haben, um damit Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu begründen."

    Diese These bzw. Ansicht gibt es ja schon recht lange, hier wird sie nur noch einmal untermauert.
    Zumindest diskutabel sollte dies doch sein, oder?

  442. 7520.

    Zwischen leugnen und sich mit den tatsächlichen Zahlen und Fakten beschäftigen liegt ein ziemlich breiter Graben.

  443. 7519.

    Egal, oder? Alles geleugnet bleibt am Ende eine mysteriöse Erkrankung, die weltweit die Gesundheitssysteme an ihre Grenzen gebracht hat. Aber das kann man natürlich auch leugnen - sind ja eh meist nur Menschen betroffen, die man nicht kennt. Schönen Sommer.

  444. 7518.

    UK & Irland sind auch Inseln. Wenn Insellage wesentlich ist, dann müßten doch UK und Irland in etwa (außer versetzte Jahreszeiten) gleich Australien und Neuseeland sein?

  445. 7517.

    Vermutlich ist die tägliche Berichterstattung bei den Zahlen nicht mehr so wichtig. Grippeweb gibt es auch nur von der 40. bis 20. KW.

  446. 7516.

    Australien und Neuseeland sind Inseln und diese haben sich erst einmal abgeschottet und niemanden mehr rein gelassen und selbst die Australier durften ihr Land nicht ohne triftigen Grund verlassen. Etliche Australier saßen z.B. in Indien fest und durften nicht zurück. Selbst zwischen den einzelnen Landesteilen wurden die Grenzen rigoros dicht gemacht. Ansonsten ist das Leben dort völlig normal.

  447. 7515.

    Warum gibt es heute keinen RKI-Bericht? (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Gesamt.html) "Am Samstag, den 19.6.2021, erscheint kein Lagebericht zu COVID-19. Die aktuellen COVID-19-Meldedaten sind dem Dashboard zu entnehmen." Wird das jetzt generell am Wochenende eingestellt? Die Berichte sind eigentlich so stark formalisiert und standardisiert, daß man die doch sicher nahezu automatisch aus den vorliegenden Daten erzeugen kann.

  448. 7513.

    Was auch auf die beiden anderen Langzeitmassenschülertests von Centogene in Neustrelitz und Rostock zutrifft. Da werden wir wohl nie eine Auswertung bekommen. UKE Hamburg hat auch eine längere Studie mit Kindern gemacht. Da gibt es auch keine Auswertung. Warum wohl nicht…

  449. 7511.

    Richtig, das sind derzeit die Altersgruppen mit der geringsten Dunkelziffer (die Präsenzpflicht ist ja ausgesetzt - es kommen zwar sehr viele, aber auch längst nicht alle in die Schule). Sind die gefundenen Infektionen in einer bestimmten Gruppe unerheblich, nur weil man in anderen Altersgruppen gerade mehr übersieht? Und die Inzidenz in den genannten Altersgruppen war zwischen den Bezirken eben teilweise sehr unterschiedlich.
    Die Ursprungsfrage war ja, warum (zu der Zeit) die Inzidenz in Spandau im Vergleich zu den anderen Bezirken so hoch war - da zählen die neu entdecken Infektionen bei Kindern und Jugendlichen eben mit - in Spandau ebenso wie in den anderen Bezirken. Und die Inzidenz war dort in diesen Altersgruppen, insbesondere bei den 0-4 Jährigen (von denen ja auch nur ein Teil in den Kindergarten geht), halt besonders hoch.

  450. 7510.

    Im Zusammanhang mit den Schulen möchte ich daran erinnern, daß es immer noch keinen Endbericht und keine wissenschaftliche Auswertung der sehr umfassenden Test am Humboldt-Gymnasium in Berlin seit Anfang des Schuljahres gibt. Dann hätte man sicher eine bessere Basis für die Diskussion.

  451. 7509.

    Das aktuelle Geschehen in China konzentriert sich weiter auf das südchinesiche Kanton, aber es gibt überall immer mal wieder importierte Fälle. (https://www.shine.cn/news/nation/2106190838/)
    Gibt es denn endlich in Deutschland eine Auswertung der Tests an den Grenzen? Wie hoch wäre denn aufgrund dieser Tests an den Grenzen der zu erwartende Infektionsdruck durch importierte Fälle je nach Grenze?

  452. 7508.

    Richtig, der Plan ist ein anderer und an diesem Plan wird ja auch festgehalten. Mein Plan wäre das nicht, bin aber auch kein Experte. Mein Plan wäre zuerst weltweit die Risikogruppen zu impfen mit zwei Vorteilen: Deutlich weniger Erkrankungen weltweit und dadurch auch Eindämmung der Entwicklung neuer Varianten, wobei das Zweite eine fixe Vermutung von mir ist. Naja egal, können wir hier alle nicht beeinflussen.

  453. 7507.

    Sehe ich etwas anders. Aber das ist am "Stammtisch" hier ja auch die Würze in Diskussionen.
    Wenn Sie ein Problem mit China haben (warum eigentlich?), dann nehmen Sie als Beispiel halt Australien oder Neuseeland, die sind britischer als das Mutterland auf der Nordhalbkugel.

  454. 7506.

    Ein aktueller Beitrag zum alten Thema "Neuinfektionen, PCR Test und CT Wert."
    Wissenschaftlerteam der Uni Duisburg / Essen um den Epidemiologen Prof. Stang bekräftigt die Annahme, dass der PCR Test (mit nach oben offenem CT-Wert) nicht geeignet ist die epidemiologische Situation abzubilden. Die CT Werte sind meistens zu hoch und verfälschen das Bild.
    https://www.uni-due.de/2021-06-18-studie-aussagekraft-von-pcr-tests

  455. 7505.

    Aber man kann die notwendigen Korrekturen doch nicht mit den täglichen Meldungen verrechnen. Die Korrekturen gehören in die Erhebung der gesamten gemeldeten Fälle und dort an das entsprechende Datum. Es so zu machen wie jetzt grenzt an Selbstbetrug. Ansonsten Zustimmung.

  456. 7504.

    Kann mal einer Herrn Drosten sagen, dass bei einer Verdopplung des Anteiles der Delta-Variante und gleichzeitiger Halbierung der gesamten Fallzahlen die absoluten Fallzahlen für die Delta-Variante in etwa konstant bleiben? Ich will nicht sagen, dass das ein Beleg für die Ungefährlichkeit der Delta-Variante ist, ganz im Gegenteil, es wäre aber sicherlich eine nennenswerte Randnotiz. Herr Drosten könnte damit auf jeden Fall etwas für seine Glaubwürdigkeit tun. Oder er hat es selbst noch gar nicht so gesehen, dann wäre die Information eventuell noch hilfreicher!

  457. 7503.

    Ergänzung: Der Begriff Inzidenz ist etwas zu lax in dem Zusammenhang. Laut Glossar des RKI meint Inzidenz immer die wahre Inzidenz incl. der Dunkelziffer. Hier gemeint ist die "Meldeinzidenz". Zur Dunkelziffer gibt es verschiedene Abschätzungen aus weltweiten Studien (https://covid19.dunkelzifferradar.de/), leider gab es in Deutschland nur am Anfang mal eine umfassendere Studie in Gangelt, die auch international in solche Abschätzungen eingeht (u.a. bei der WHO). Später und auch aktuell gibt es keine mir bekannten groß angelegten Studien zur definitiven Bestimmung der Dunkelziffer in einem hinreichend großen Kollektiv in Deutschland - die Datenlage beruht also nur auf Extrpolationen von großteils internat. Studien und kleinen Stuchproben in Deutschland.

  458. 7502.

    Möchte gern auch Ihren Blick etwas weiten.....
    Die Altersgruppen der Kita- und Schulkinder sind die einzig zu fast 100% erfassten Vollerhebungen seit Ostern, mit 2-3 mal wöchentlichen Testungen. Diese Zunahme an Tests und die erst- malige Erfassung der Dunkelziffer führt zwingend zu einer Zunahme an Meldungen und damit der Inzidenz. Für keine andere Altersgruppe existiert solch eine Testpflicht, deshalb kann die Inzidenz der Kinder auch nicht mit anderen Altersgruppen verglichen werden.

  459. 7501.

    Ich schwanke da noch etwas, binaber kein Experte. Es wie bei der jählichen Grippeimpfung zu handhaben und sich auf Risikogruppen zu konzentrieren scheint durchaus eine vernünftige Strategie auf lange Sicht. Aber das war nicht der offizielle Plan! Der Plan sagte: Herdenimmunität bis Ende Sommer. Und am verkündeten Plan sollte man den Erfolg messen. Man kann nicht dauernd die Ziele anpassen, weil man permanent scheitert - war bei den Inzidenzzielen auch schon so - oder man muß halt eingestehen, daß man gescheitert ist und daraus lernen.

  460. 7500.

    Korrektur der Zahlen

    Ich halte es falsch, das Korrigieren der Zahlen generell zu kritisieren. Dass die Institutionen vor ein paar Wochen noch total überfordert waren wissen wir alle. Wenn jetzt täglich Korrekturwerte einflattern, die das tatsächliche Geschehen nicht mehr erkennen lassen, sehe ich darin vor allem 2 positive Sachen:
    1. Die Fallzahlen sind niedrig genug.
    2. Es werden die eigenen Daten überprüft und bei Unstimmigkeiten korrigiert, und das letzte ist ganz wichtig!

    Man kann nicht auf der einen Seite verlangen, dass die Datenerfassung besser wird und sich dann aber beschweren, wenn es Korrekturen gibt.

    Wo gehobelt wird, fallen Späne (oder Spähne ;-)!

  461. 7499.

    Wieder Korrekturen in BRB und auch wieder in OSL:
    https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b/page/page_0/
    Was läuft da grundsaätzlich flasch bei den Meldungen aus OSL, daß man jetzt jeden Tag Korrekturen nachreicht? Im Saldo sind das jetzt schon rund 1% der jemals gemeldeten Fälle.

  462. 7498.

    Eindämmung wahr sehr wohl der Hauptantrieb in der Europäischen Pandemiebekämpfung, nicht so radikal wie in China, ich möchte aber auch nicht in China leben. Eindämmung ist das Eingeständnis, dass man das Geschehen immer noch nicht unter Kontrolle hat. Deswegen muss man sie auch ein Stück weit akzeptieren und jeder macht mal Fehler. Aber Eindämmung darf kein Ruhepolster sein. Auch die Wirksamkeit von intelligenten Maßnahmen ist bei einer maximalen Eindämmung schwer zu verbessern. Deswegen kann die Eindämmung sogar kontraproduktiv sein. Das natürlich nur, wenn kein erneuter Ausbruch leichtfertig riskiert wird, deswegen sind gutes Monitoring und Notfallstrategien zur Eindämmung wichtig. Mit den Erfahrungen des Sommers können wir Mechanismen für Herbst und Winter verbessern und Erfahrungen für ein schnelleres Runterfahren der Eindämmungsmaßnahmen im nächsten Frühjahr gewinnen.

  463. 7497.

    „Sommer genießen“ Ja, das haben wir uns verdient. „Testen einstellen“ auf keinen Fall. Testpflicht runter fahren schon eher, gern auch nahe Null. Aber auf jeden Fall weiter testen, mit einem guten Stichproben-Konzept. Im Monitoring liegt der Schlüssel und leider auch der große Nachholbedarf. Und für ein gutes Monitoring ist das Testen eminent wichtig. Was helfen immer ausgefeiltere Konzepte für Maßnahmen bei großer Virenlast, wenn man nicht weiß, wann und wo sie auftreten? Ein alter Lehrsatz aus der Feinwerktechnik lautet: Man kann nur so genau fertigen, wie man auch messen kann. Ich bin immer wieder begeistert, wo dieser Satz überall Anwendung finden kann.

  464. 7496.

    "Man subtrahiere von den Fallzahlen der 2. Welle die B117-Fälle. Was übrig bleibt ist keine 2. Welle."
    Lieder nicht möglich, weil die "Fallzahlen" nur festgestellte und nicht die tatsächlichen Fallzahlen sind. Und der Anteil von B117 ist ebenfalls nur geschätzt. Dazu kommt noch, dass wir keine Kontrollgruppe haben (eine Gesellschaft ohne B117 haben wir als Kontrollgruppe leider nicht). Deshalb ist ein Bias bei etwaigen Schlussfolgerungen unvermeidbar.

  465. 7495.

    (2)
    "ich würde da schon mit der Interpretation des RKI mitgehen"
    Das RKI wäre nicht auf "Interpretationen " angewiesen, gäbe es Daten und Fakten die in groß angelegten Kohortenstudien erhoben worden wären. Die gibt es aber nicht. Wir sind ahnungslos weil die Daten, die Wirklichkeit abbilden, einfach fehlen, was in meinen Augen ein Skandal ist. Man kann den Eindruck gewinnen, man will es gar nicht wissen, Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass in dieser Pandemie weder prospektive Kohortenstudien noch Interventionsstudien das Geschehen begleiten. Seriöse Epidemiologie ist ohne diese fundamentale Instrumente gar nicht möglich.
    Hätte man ein repräsentatives Kollektiv vor 1,5 Jahren definiert/zusammengestellt (sagen wir 25 Tausend Probanden, die alle Altersklassen und Geschlechter abbilden) und diese Menschen wöchentlich getestet, hätte man Daten, die durch Hochrechnung tatsächliche Situation in D abbilden. Man könnte ggf. bei allen positiven eine Sequenzierung durchführen.

  466. 7494.

    Guten Morgen, Björn,
    das sehe ich genauso. Siehe dazu die Kommentare #7429 (von mir) und #7433 (von Nana).

  467. 7493.

    Ich finde schon, dass die Datenbasis für die Berechnung der Inzidenz offengelegt werden muss! Wenn diese Zahlen offenbar viel besser den tatsächlichen Verlauf widerspiegeln, ist es ein Stück weit unverschämt, diese Zahlen unter Verschluss zu halten. Ich habe inzwischen eine Seite vom RKI gefunden, wo alle tägl. 7d-Inzidenzen aufgelistet sind, warum nicht auch so eine Auflistung für die korrigierten tägl. Fallzahlen?

    Ich möchte auch noch mal an den 10. Mai erinnern, 7d-Inzidenz 100,8. An diesem Montag leichter Anstieg ggü der Vorwoche auf relativ niedrigem Niveau, 3-4 Tage davor deutlicher Abfall ggü Vorwoche mit 7d-Inzidenz durchgängig unter 100.

    Mit dem 10. Mai hat man beim RKI sowieso Probleme, eventuell hat ein Chef-Virologe Geburtstag. Voriges Jahr nahmen die Fallzahlen Mitte Mai bundesweit seit 4 Wochen im Vergleich zur Vorwoche stetig ab. Um den 10. Mai erreichten sie den Stand von vor 2 Monaten, danach vielen sie weiter. Und das RKI zauberte dazu R=1,13 aus dem Ärmel.

  468. 7492.

    Ich verstehe auch gar nicht wie sowas überhaupt entstehen kann. Früher bei der Faxübertragung, könnte der Praktikant aus Versehen erst Copy gedrückt haben und danach alles gesendet haben oder weil er so ungeduldig ist gleich 2mal senden gedrückt haben. Aber das Thema sollte doch inzwischen durch sein oder nicht?
    Vielleicht sind das ja Korrekturen aus dieser Zeit und die Faxe werden nun schrittweise in die Datenbanken übertragen, bzw. abgeglichen und der Computer prüft die Daten vor dem Speichern.

  469. 7491.

    "Was sollte sich daran jetzt ändern?"
    Nix. Aufgrund der Impfungen werden die Krankenhäuser nicht mehr überlastet sein. Risikogruppen impfen reicht, der Rest ist Sahnehäubchen für die ganz Ängstlichen. Die Impfungen helfen bei allen bisherigen relevanten Varianten. Das Testen erstmal einstellen und den Sommer genießen sollte jetzt das Motto sein. Und wer tatsächlich noch Schnupfen bekommt, bleibt mal zwei Tage zuhause - so wie früher.

  470. 7490.

    Nachtrag: Es sind -7 laut Dashboard https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b
    aber es sind -6 laut Mitteilung des Ministeriums https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~18-06-2021-corona-faelle-stand-18062021
    Sicher sind das alles kleine Zahlen, aber bei einer Firma würde würde man sofort die Vermutung haben, daß da ein grundsätzlicher Fehler im System ist hinter dem sich auch noch ganz andere Zahlen verbergen könnten.

  471. 7489.

    Wieder OSL Korrektur um -7 - so langsam addiert sich das schon. Es ist schwer zu glauben, daß die jetzt schon aufgelaufenen Korrekturen in OSL per saldo keine Auswirkungen auf den vergangen Verlauf haben sollen. Wenn eine Firma ihre Buchhaltungszahlen so oft korrigieren würde, gäbe das bald eine Tiefenprüfung der Bücher.

  472. 7488.

    Ich finde es arg grenzwertig, dass jetzt wo es keine aktuellen Toten mehr gibt, die Nachmeldungen bei den aktuellen Zahlen genannt werden. Die Toten wurden schon die ganzen Monate rückwirkend korrigiert. Da ist bisher keiner auf die Idee gekommen. Sehr einfallsreich. Und die ständigen minus zahlen find ich auch sehr eigenartig. Eine reale inzidenz lässt sich da im Moment gar nicht mehr berechnen. Jaja ich weiß, die beruht nicht auf den täglich veröffentlichten Zahlen…

  473. 7487.

    Genau so sehe ich das auch. Im Gegensatz zur ersten Welle (eher punktueller Eintrag, teils heftige Cluster, aber eben doch erst auf dem Weg zur mehr oder minder gleichmäßigen Verteilung in der Breite) hatte die zweite Welle eine ganz andere Ausgangslage - da war's eben schon breitflächig verteilt, nicht mehr neu (Gewöhnungseffekte können auch unvorsichtig machen) und hatte auch durch den jahreszeitbedingt verstärkten Aufenthalt im Innenbereich viel bessere Verbreitungsbedingungen. So zumindest habe ich die Berichterstattung dazu verstanden (u.a. im Corona-Update des NDR).
    Ob alle die Einhaltung von Eindämmungsmaßnahmen da erst erlernen mussten? Manche wahrscheinlich mehr, andere weniger. Ich würde es wohl auch eher (wieder) ernst nehmen nennen.
    Zum Herbst: Ich hoffe sehr, dass das Impfen einen gehörigen Unterschied macht. Ansonsten: Wir haben ja alle viel dazugelernt ... Monitoring bleibt jedenfalls erstmal wichtig.

  474. 7486.

    Aber es wurde doch immer zu langsam, zu spät und ineffizient eingeschritten in D und in ganz Europa. Eindämmung war doch nie die Priorität, sonst hätten wir doch Zahlen wie Neuseeland oder China. Es ging doch mit der Strategie der Kurvenabflachung nie um wirksamme Eindämmung, sondern nur darum eine Überlastung der Krankenhäuser zu vermeiden. Was sollte sich daran jetzt ändern? Die Strategie ist doch die gleiche geblieben. Dafür setzt man jetzt voll auf die Impfung, hat allerdings erst rund 30% vollständig Geimpfte und davon schon einige mit einer Impfung die bald ein halbes Jahr zurückliegt. Man wollte Herdenimmunität in D und der EU zum Ende des Sommers erreichen, das wird beim aktuellen Tempo schwierig, da aufgrund der weiter begrenzten Lieferungen viel in die Zweitimpfungen geht - dazu haben mehrere Hersteller schon wieder verminderte Mengen angekündigt.

  475. 7485.

    "Egal ob nun gefährlicher oder nicht, ein plötzlicher Anstieg von Inzidenzen hat in Europa und hätte auch in D halt Folgen aufgrund bereits bestehender Regelungen und Inzidenzgrenzen darin."

    Stimmt. Und ja nicht ohne Grund. Macht doch Sinn, lieber frühzeitig/rechtzeitig einzuschreiten. Zu langsames oder zu spätes Reagieren macht's weder effektiver, noch schneller (im Sinne von kürzer) oder leichter. Die zweite Welle hat das ja eindrücklich gezeigt, wie ich finde. Ich konnte die Hoffnung damals auf ein "Es wird schon nicht so schlimm werden." schon verstehen, aber bitter war's dann eben doch. 'N Ticken früher hätte uns viel erspart - naja, nachher ist man halt immer (oder wenigstens meistens) schlauer. ;-)
    Ein gescheites Monitoring hilft da viel.

  476. 7484.

    Zwischen Ansteckung und dem eventuellen Versterben liegen mehrere Wochen. Die neuen Mutationen sind gefährlicher.

  477. 7483.

    Im kommenden Herbst stehen aber noch immer die gleichen Menschen in der öffentlichen Wahrnehmung der Verantwortung. Egal was die Wahl bringt, neues frisches Personal bekommen wir frühestens zum Winter.
    Können die jetzigen einen Weg für intelligentere Strategien finden und kommunizieren?
    Die nächsten Wochen beschäftigt sich die Politik mit sich selbst und dem geneigten Wähler aber weniger mit Sachfragen und Lösungen.

  478. 7482.

    Während der sog. 2. Welle war B117 doch die dominante Variante. Alle B117 Infizierte haben sich bei anderen B117 -Infizieten angesteckt, was ohne eingetragene B117 Erreger nicht möglich gewesen wäre.
    Ich finde, die von Ihnen als subjektiv dargestellte Meinung lässt sich sehr leicht belegen: Man subtrahiere von den Fallzahlen der 2. Welle die B117-Fälle. Was übrig bleibt ist keine 2. Welle.

  479. 7481.

    Es kam auch schon mal vor, dass hier die Woche in Brandenburg auch nur 6 Tage hatte. Thüringen wird schon wieder zurück kommen ;-)

  480. 7480.

    Wer lesen kann ist klar im vorteil: Oben gucken bei AKTUELL, Hinweise zu den Sterbefällen... Nachmeldungen....

  481. 7479.

    Die Zahl der Todesfälle ist doch auch unten, 2-3-4 pro Tag, oder so etwa, das kann passieren, wenn Corona die maßgebliche Erklärung ist, dann liegt die Infektion wahrscheinlich 4-5 Wochen zurück, da waren die Fallzahlen ja auch noch viel höher.

  482. 7478.

    Sehr gut begründete ausführliche Darstellung.

    Ich möchte noch eins ergänzen, auch wenn das nur eine Vermutung ist und ich darüber noch nirgendwo was gelesen habe:

    Zitat: „Die zweite Welle war so schwer zu brechen“

    Wahrscheinlich, weil das Virus im Vergleich zum Vorjahr mit der Zeit in allen Bereichen der Gesellschaft angekommen ist und alle in Frage kommenden Gruppen ihren „Beitrag“ leisten konnten. Und so musste jede Gruppe erst lernen, das notwendige Mindestmaß an Hygiene-Vorschriften einzuhalten. Da hilft es nichts, wenn sich Teile der Gesellschaft 3-fach schützen und andere völlig ungeschützt leben.

    Man muss sehen, wie das im kommenden Herbst gemeistert werden kann. Hoffentlich ohne 3-fach-Schutz mit der Gießkanne. Man nennt sowas intelligente Schutzstrategien, wenn man mit einem 1,5-fachen Schutz besser fährt als mit einem 3-fach-Schutz aus der Gießkanne.

  483. 7477.

    Könnten die positiv getesteten sein, die in den letzten 3 bis 4 Wochen auf den ITS rumgelegen haben. Und der Zeitpunkt der Todes Meldung sagt nix über den Zeitpunkt des Todes aus.

  484. 7476.

    Die Kurve der positiv Getesteten fällt kontinuierlich, die Kurve der im Krankenhaus behandelten fällt kontinuierlich, die Kurve der an oder mit Corvid19 Verstorbenen steigt. Wer hat darauf eine Antwort?

  485. 7475.

    Davon lebt nicht nur dieses Forum. Davon leben auch viele, die in der Öffentlichkeit eine Plattform haben.

  486. 7474.

    Ich stimme mit ihnen überein, dass bei der Angabe der Korrekturen was verbessert werden müsste. Die Werte an sich spielen für mich in diesen Größenordnungen aber keine so große Rolle. Sie sind nahe Null aber nicht ganz Null und ich hoffe, in 1-2 Wochen sind die Korrekturen dann auch durch. Jetzt hat man ja auch für sowas Zeit, hoffentlich auch für strukturelle Verbesserungen beim Datenmanagement.

    Eine schnelle praktikable Lösung wären zum Beispiel folgende Angaben:

    Mi: +17 (+21/-4)
    Do: -5 (+8/-13)

    Ich denke mal, da weiß jeder gleich, was gemeint ist.

  487. 7473.

    (2) ... Wie gesagt, ich halte es für wahrscheinlich, dass es uns sonst gelungen wäre, die zweite Welle viel weiter herunterzubrechen und keine dritte Welle anzufachen. Gut möglich, dass ich das zu positiv sehe und wir das auch ohne B117 (oder eine andere entsprechende Variante) hingekriegt hätten. Kann man schlecht beurteilen, so im Nachhinein - es fehlt ja der Vergleich. Deswegen würde ich auch nicht behaupten, dass es so ist - sondern nur, dass ich es für wahrscheinlich halte*.
    Was die Vermischung bzw. fehlende Differenzierung zwischen Meinungen, Schlussfolgerungen und Wissen angeht, stimme ich mit ihnen überein. Gerade der konstruktive Austausch hilft doch ungemein dabei, Fehlschlüsse zu korrigieren, Gegenchecken auch - das hat sich nicht nur in der Wissenschaft bewährt. ;-)
    Übrigens: Danke der Nachfrage.

    *Für die Interpretation des RKI greife ich gerade nur auf meine Erinnerungen an die PKs zurück. Ebenso hinsichtlich der Auswirkungen unterschiedlicher Infektiosität.

  488. 7472.

    (1) Ich halte es einfach für plausibel, dass eine Virusvariante mit einem Fitnessvorteil in der Übertragbarkeit ein wesentlicher Faktor in der sich ab Mitte Februar abzeichnenden Trendumkehr war. Quasi zwei sich überlagernden Wellen - die zweite Welle schien in der Zeit zwischen Ende Januar und Mitte Februar endlich wirklich zu brechen, leider bahnte sich die dritte Welle da schon an und die Zahlen waren zu diesem Zeitpunkt noch längst nicht niedrig genug (und die Impfquote noch nicht ansatzweise hoch genug), um das zu verhindern. Die zweite Welle war so schwer zu brechen - übermäßige Unvorsichtigkeit in großen Teilen der Bevölkerung würde ich zu diesem Zeitpunkt nicht als hauptsächliche Ursache annehmen - auch nicht die dann teilweise umgesetzten, aber ja doch sehr moderaten Lockerungen. Natürlich spielen immer verschiedene Faktoren zusammen, aber ich würde da schon mit der Interpretation des RKI mitgehen - B117 hat's echt schwerer gemacht, das einzudämmen. ...

  489. 7471.

    In derAuflistung der Bundesländer bzgl.der Impfungen, sind es nur 15, Thüringen fehlt.

  490. 7470.

    Der Hinweis im Corona-Lagebericht von berlin.de, dass es in Neukölln Probleme bei der Datenübertragung gibt und deswegen die tatsächlichen Fallzahlen und Inzidenzwerte auch für Berlin insgesamt höher liegen können, ist weg. Auch ein gutes Zeichen!

  491. 7469.

    Beim Tal zwischen 2. und 3. Welle lag der Anteil an B.1.1.7 bei etwa 50%, stark ansteigend. 4 Wochen davor hatte er kaum eine Rolle gespielt und 4 Wochen später lag er bei 90%. Jedenfalls so in etwa, habe nicht noch mal genau nachgesehen. Hier spielen auch 10% oder eine Woche mehr oder weniger keine Rolle. Wir hatten bei der 3. Welle genauso wie bei der 1. Welle Glück, das wir vorgewarnt waren, deswegen hat sie uns nicht so stark wie UK bzw. Italien getroffen.
    Dass ein gutes Monitoring notwendig ist, wird kaum jemand bestreiten. Dass eigene Vorstellungen als Fakten hingestellt werden, habe ich hier auch schon erlebt. Aber das ist wohl ganz normal, davon lebt so ein Forum ja auch.

  492. 7468.

    (Jetzt muss ich mein "Gelübde" doch mal brechen. ;-) )

    Sie sagt ja "wahrscheinlich". Damit ist es noch nicht als Fakt verkauft.
    Was, außer Spekulationen, bleibt denn, wenn es keine ausreichenden Daten und Auswertungen gibt? Davon lebt ja dieser ganze Thread. Es gab quasi eine ziemlich verteilte Punktwolke, deren Zentrum man zu bestimmen versuchte.
    Es gab schon ein paar Fakten, die die Modellierer vom Febr. miteinbezogen, die sicher nicht falsch waren. Dazu gehört das erwiesenermaßen höhere Basis-R von B117. Dass dieses hauptverantwortlich für den Verlauf 03/04 war, der von dem der anderen Atemwegserkrankungen abwich, ist dann das Naheliegendste. Mehr kann man offensichtlich aus der Studienlage nicht herausholen.
    Andererseits haben Sie Recht, wenn man die mediale Diskussionen um die Vierte Welle betrachtet, die virtuell schon da zu sein scheint. Der reflexhaft vorgerachte Begriff "Delta" reicht, oft genug wiederholt, dass die Gefährlichkeit nicht mehr infrage gestellt oder wird.

  493. 7467.

    "Ohne B117 hätten wir doch wahrscheinlich gar keine dritte Welle gehabt."
    Worauf stützt sich diese Annahme? Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich stelle es nicht in Frage. Ich würde allerdings gerne wissen woraus Ihre Annahme resultiert. Immer öfter ergreift mich das Gefühl, dass persönliche Meinungen nicht nur das Wissen (verstanden als Datenerhebung und Auswertung) ersetzen, sondern sich später noch verselbständigen. und als Fakten den Diskurs bestimmen.

  494. 7466.

    Aktuell dazu: "Lissabon wird wegen einer besorgniserregenden Zunahme der Corona-Infektionsfälle für rund zweieinhalb Tage abgeriegelt. Von Freitagnachmittag (16:00 MESZ) bis Montagmorgen (6:00 MESZ) dürfen die 2,8 Millionen Bewohner der portugiesischen Hauptstadt den Großraum Lissabon nur aus triftigem Grund verlassen, wie die Regierung am Donnerstag mitteilte. Auswärtige werden nur in Ausnahmefällen einreisen dürfen." (gmx.net) Egal ob nun gefährlicher oder nicht, ein plötzlicher Anstieg von Inzidenzen hat in Europa und hätte auch in D halt Folgen aufgrund bereits bestehender Regelungen und Inzidenzgrenzen darin.

  495. 7465.

    Schon wieder große Korrektur nach unten in OSL (-12):
    https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~17-06-2021-corona-faelle-stand-17062021
    Die Überschrift der Mitteilung des Ministeriums ist natürlich Unsinn. Es sind nicht "3 neue Fälle in Brandenburg" sondern es wurden 15 neue Fälle gemeldet, wie man aus der Tabelle auch leicht sieht. Warum man davon die Korrekturen in OSL schon wieder abzieht für den Saldo der neuen Fälle binnen der letzten 24h, obwohl diese Korrekturen laut Angabe so weit in der Vergangenheit liegen, daß auch keine 7d-Inzidenzen korrigiert werden müssen, ist mir weiter schleierhaft. Da die Korrekturen in Summe in OSL nun schon recht beachtlich sind, würde ich doch gern mal wissen, welches Datum/Daten diese Korrekturen genau betreffen.

  496. 7464.

    Ich meinte, solche Cluster wird es immer geben. Hier sind oftmals viele Aspekte angesprochen. Beim Impfen von Kindern kenne ich mich nicht aus. Als die Zahlen in Spandau noch höher lagen, waren die lieben Kleinen noch nicht so betroffen. Aber im großen und ganzen stimme ich ihren Aussagen zu.

  497. 7463.

    Ja, Kühlhäuser sind kühl. Ein Faktor.
    Vor allem war aber die nur gekühlte Umluft statt frischer oder gefilterter Luft dort echt prima zum Verbreiten: Hält die Viren aufgrund der Temperatur intakt, verdünnt nicht wirklich sondern verteilt einfach super. Und das bei schwerer körperlicher Tätigkeit ...
    Da wurde lüftungstechnisch inzwischen doch wohl nachgerüstet. Und geimpft.

  498. 7462.

    Äh? Haben wir irgendwie aneinander vorbei geredet?

    Frage: Warum ist die Inzidenz in Spandau noch so hoch?
    mögliche Antwort: Weil's da derzeit (noch) ein vergleichsweise stärkeres Infektionsgeschehen in den jüngeren Altersgruppen gibt, insbesondere bei den Allerjüngsten.
    Replik: Ja, aber solche Fälle wird es immer geben.

    Tja.

    Das Impfen des Personals bringt hinsichtlich der Verbreitung in den Kindergruppen jetzt nicht so irre viel. Für die betreffenden Erzieher:innen und Lehrkräfte natürlich schon, für die Weitergabe unter den Kindern (und das Streuen in die außerinstitutionellen noch ungeimpften Kontakte hinein) aber nicht.
    Ansonsten: Ist doch ganz gut, dass sie in Spandau da finden was zu finden ist - dann wird's wenigstens nicht noch weiter verteilt. Hilft ja auch.

  499. 7460.

    "Wenn der R-Wert dann mal um 0,3 springt ist das auch nicht schlimm"
    Jo, hatte die Politik in der Zeit aber irgendwie anders gesehen.

    "Quotient der 7d-Inzidenzen um 4 Tage versetzt"
    Vereinfacht ja - nur das sieht man ja auch so in den Zahlen bzw. dafür reicht grobes Kopfrechnen mit dem Vorteil, dass der logische Verstand Testhäufigkeit und Meldeverzug gleich mit berücksichtigen kann. Unseren Entscheidern gelingt das häufig nicht, siehe aktuell Pfingsten/Fronleichnam, wo auf einmal alle völlig planlos waren und es am Ende beide Male hieß, dass die Inzidenz nun nicht mehr weiter fallen wird - nur weil 1-2 Tage die Zahlen im Wochenvergleich mal nicht weiter runter gingen ... aber ja nur, weil sie halt die Woche davor aufgrund Feiertag zu weit runtergegangen sind, was sich dann einfach wieder ausgeglichen hat. Tunnelblick würde ich vermuten...

  500. 7459.

    Die reale Existenz konnte man auf den ITS sehen. Haben die Queren aber schon wieder vergessen.

  501. 7458.

    Ja. Grippezeit war vorbei. Früher wurde auch keiner zwei mal die Woche auf Influenza getestet.

  502. 7457.

    Der steigende Anteil der britischen Variante ist auf eine steigende Anzahl von Sequenzierungen zurück zu führen. Wenn Deutschland damit früher angefangen hätte, hätte man die Variante auch schon früher gefunden. Aber erst musste ja der finanzielle Anreiz für die Labore geschaffen werden.

  503. 7456.

    Noch eine Anmerkung zu den weniger schweren Fällen in der 3. Welle: ich vermute, dass die bessere Wetterlage da die Hauptrolle gespielt hat.

  504. 7455.

    Für die reale Existenz der 3. Welle spricht vor allem der zu der Zeit steigende Anteil der britischen Variante. Sie ist aber auf keinem Fall auf Lockerungen zurück zu führen, die ja realistisch gesehen auch gar nicht stattgefunden haben.

  505. 7454.

    Ja, aber solche Fälle wird es immer geben, da muss man den Focus drauf legen, Häufigkeit und Schwere bewerten und gegebenenfalls gezielt gegensteuern. Eventuell auch mit entsprechenden Impfangeboten, zumindest für das Personal. Bei der Fleischverarbeitung hat es ja wohl inzwischen auch geklappt. Die hatten übrigens letzten Sommer auf Arbeit durchgängig Novemberwetter, wahrscheinlich deswegen da die großen Ausbrüche.

  506. 7453.

    Den Begriff Gefährlichkeit finde ich sehr schwammig, da kann man sich viel vorstellen oder auch nicht. Nach bisher vorliegenden Berichten, sehe ich keine wesentlichen Unterschied zur bisher dominiernden Variante.
    Das war aber nicht der Hauptpunkt. Ich sehe es eher als Beobachtung und Vorhersage zur Entwicklung der dominierenden Stämme - ähnlich wie man das auch bei Influenza macht, um mit genügend Vorlauf die Vakzine anpassen zu können für die nächste Saison. Im Gegensatz zu Influenza gibt es hier noch das Problem, daß ein Großteil der möglichen Maßnahmen weiter an der Meldeinzidenz hängt und die könnte wie in UK demnächst steigen - das ist rein neutral gemeint, ohne etwas über eine wie auch immer definierte Gefährlichkeit auszusagen.

  507. 7452.

    Die viel zitierte dritte Welle wurde nach meiner Meinung künstlich durch die flächendeckenden Massen Testungen erzeugt. Es ist eine Welle von positiven Testergebnissen bei nicht kranken Menschen. Die Zahlen waren schon zurück gegangen bevor die masssentests eingeführt wurden.

  508. 7451.

    Ist das nicht eine arg verkürzte Sicht der Dinge?
    Ohne B117 hätten wir doch wahrscheinlich gar keine dritte Welle gehabt. Nun wird bei stetig mehr Lockerungen doch nur noch ein wenig vor hemmungslosen Übermut gewarnt - das ist schon anders, als beim Übergang von der zweiten in die dritte Welle. Bei der letzten Bundespressekonferenz war Wieler jedenfalls ziemlich entspannt. Ich seh' da keine Dramatisierung. Die Lage ist eine andere - und das wird doch auch kommuniziert. Ist vielleicht auch 'ne Frage der Medienauswahl ... Hm?

  509. 7450.

    Klicken sie sich doch mal durch die einzelnen Bezirke im Lagebericht von Berlin (Inzidenz je Kalenderwoche in den Altersgruppen). Letze Woche war in Spandau die Inzidenz bei den ganz Kleinen (0-4) mit 86 sogar noch höher als bei den Schulkindern und Jugendlichen (69 +/-5). Zieht halt auch schnell mal durch ganze Krabbel- oder Kitagruppen, wenn's da ankommt - ist schließlich der Vollkontaktsport schlechthin.

    https://www.berlin.de/corona/lagebericht/

  510. 7449.

    Irgendwie habe ich gestern wohl auf dem falschen Fuß gestanden. Die britische Virusvariante Alpha (B.1.1.7) ist mit derzeit ca. 90% die dominante Variante in Deutschland und hat die 3. Welle ausgelöst. Ohne der 3. Welle lägen die Zahlen etwa so wie im Vorjahr, dieses Jahr liegen sie etwas darüber, wir nähern uns aber den Zahlen vom Vorjahr. Beide Statistiken (RKI-Bericht und Statista.de) stimmen da in etwa überein. Die Verdrängung durch die indische Delta-Variante ist erstmal nur eine Hypothese. Die Gefahr sollte aber ernst genommen werden. Und dabei hilft keine übertriebene Maskenpflicht sondern sorgfältiges Monitoring.

  511. 7448.

    (2) Stattdessen wurde eine neue Variante aus dem Hut gezaubert und es wird wieder munter gewarnt, genauso intensiv und evidenzfrei wie damals.
    Erinnern wir uns : von Januar bis Ende März galt Großbritanien als gefährliches Virusvariantengebiet wegen der britischen Variante.:
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Transport/Archiv_Risikogebiete/Risikogebiete_2021-01-15.pdf?__blob=publicationFile
    Dann gab es für7 Wochen Entwarnung um das Land anschließend am 25.05. erneut als Virusvariantengebiet einzustufen, diesmal wg. "gefährlicher indischen Variante". Nun kommt es zur lustigen Widersprüchen: im aktuellen Variantenbericht des RKI wird B1 1.7. im nicht aktualisierten Teil immer noch als besorgniserregend geführt obwohl wir wissen dass die ersten Berichte massiv übertrieben und inzwischen widerlegt wurden. Fast jede Infektion in D ist eine "britische" wobei die Inzidenzen, Hospitalisierungen und Sterblichkeit sinken und sinken und sinken.

  512. 7447.

    Ich weiß nicht, ob die Worte Zuverlässigkeit und RKI zusammen in einem Satz reinpassen ;-) Aber ansonsten ist das schon eine gute Erklärung. Trotzdem wird von vielen Seiten wohl die Aussagekraft der Stichprobenbestimmung vom RKI angezweifelt. Und bei den ganzen Unregelmäßigkeiten bei der Datenauswertung auch von mir.

  513. 7446.

    "Die britische Variante wird (noch) langsam aber sicher auch hier ersetzt und der Anteil der indischen Variante nimmt doch deutlich zu in Deutschland".
    Ja. Und was resultiert daraus? Was macht diese Info erwähnungswert?
    Die "britische" Variante (B 1.1.7) und Ihre enorme Gefährlichkeit ist schon in Vergessenheit geraten? Merkwürdigt, kaum jemand kann sich noch an tödliche Gefahr erinnern? Offensichtlich auch die damaligen Untergangspropheten nicht:
    https://www.br.de/nachrichten/wissen/corona-britische-variante-b-1-1-7-ansteckender-und-toedlicher,SSgMQCW
    Der Beitrag ist v. 25.03.21. und ist nur ein Beispiel für damalige Berichterstattung.
    Die Variante B 1.1.7 wurde in darauffolgenden 10 Wochen für fast 90% aller Neuinfektionen verantwortlich und (wer hätte es gedacht) verzeichnen wir gleichzeitig den massivsten und schnellsten Rückgang des "Geschehens". Seltsamerweise gab es nie eine Entwarnung. geschweige schon Entschuldigung bei all denen den man Angst eingejagt hat.

  514. 7445.

    Ich glaube, ich gehe da ein Stück weit anders ran und habe deswegen gar kein grundsätzliches Problem mit R-Wert und Ampel. Zu Beginn, als immer noch nur die Verdopplungszeiten ausgegeben wurden, hatte ich auch schon versucht, die geheilten Fälle abzuziehen. Was ich gemacht habe entspricht in etwa der 7d- oder der 14d-Inzidenz. Der R-Wert, wie er heute berechnet wird oder werden sollte (Quotient der 7d-Inzidenzen um 4 Tage versetzt) ist sicher ein guter Griff, um schneller Entwicklungen zu erkennen. Das setzt natürlich voraus, dass die Datenerfassung ordentlich organisiert ist. Wenn aber Deutschlands fähigste Kräfte die Einhaltung der Maskenpflicht kontrollieren statt die Gesundheitsämter zu kontrollieren und zu unterstützen, ist das natürlich schwer.

    Wenn der R-Wert dann mal um 0,3 springt ist das auch nicht schlimm, man sollte sich dann die Fallzahlen genauer ansehen, was die Ursache ist. Nur dazu braucht man eine gute transparente Datenerfassung und eine zuverlässige Aufbereitung.

  515. 7444.

    Lieber rbb, ich fände es gut, wenn der Bericht in seiner Struktur angepasst werden könnte, so dass derzeit wichtige Informationen schneller auffindbar sind.
    Zum Beispiel könnte die Übersicht, welche Kreise wieviele Tage unter dem Grenzwert von 100 lagen, im Moment entfallen oder zumindest ganz nach hinten gerückt werden - es ist eine Tabelle, die sich seit Wochen nicht ändert.
    Die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen und die Aufschlüsselung dieser Neuinfektionen nach Wochentagen gehört für mich inhaltlich zusammen und sollte benachbart sein.
    Dies nur als Beispiel.

  516. 7443.

    Das eine ist der Anteil an allen positiven Proben. Das andere ist der Anteil einer repräsentativen Stichprobe.

    Wenn anlassbezogen sequenziert wird, dann zeichnet das ein völlig anderes Bild, als wenn man eine repräsentative Stichprobe zieht. Gibt es z.B. einen Ausbruch der Delta-Variante in einem Kindergarten, dann wird da jede Probe sequenziert. Dadurch wird dann die Delta-Variante überrepräsentiert, weil das eben mit Alpha-Ausbrüchen nicht (mehr) gemacht wird.

    Daher ist die repräsentative Stichprobe auf der das RKI seine Zahlen gründet weit zuverlässiger.

  517. 7442.

    Das ist ja äußerst interessant, jetzt gibt es auch noch grundlegend unterschiedliche Statistiken über die Anteile der Virusvarianten.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1208627/umfrage/ausbreitung-von-corona-mutationen-in-deutschland/

    Hier heißt es, dass seit 2 Monaten die britische Variante in Deutschland einen Anteil von 90% hat, vor 3 Monaten waren es nur 50%. Das hätte sich auch mit dem Beginn der 3. Welle gedeckt.

    Da muss man wohl noch mal kucken, wer warum welche Zahlen veröffentlicht.

  518. 7441.

    Hing teilweise mit neuen Produktionsstätten zusammen. Da wird schon vor der Abnahme produziert (der Produktionsprozess respektive das Produkt aus verschiedenen Produktionszyklen muss ja geprüft werden). Bei so gefragten Produkten wie dem BioNTech-Impfstoff produzieren sie da nicht nur so viel wie dafür gerade nötig ist, sondern eher so viel wie schon möglich. Aber da sie ja erst nach Abnahme (=Genehmigung) ihr Produkt ausliefern dürfen, gibt's dann kurzzeitig mehr zu verteilen ...

  519. 7440.

    Danke für den Link. Sehe ich das richtig, dass ab Juli stets mehr Dosen geliefert als verimpft werden und dass bis Ende des Jahres ein Überschuss in Höhe von 100 Mio Dosen aufgelaufen sein wird? Dann kann man ja nur hoffen, dass weniger geliefert wird und dafür lieber mehr in Länder mit Mangel.

  520. 7439.

    Die britische Variante wird (noch) langsam aber sicher auch hier ersetzt und der Anteil der indischen Variante nimmt doch deutlich zu in Deutschland:
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/DESH/Bericht_VOC_2021-06-16.pdf?__blob=publicationFile

  521. 7438.

    Da klappt der Nachschub offensichtlich besser, wenn die Supermärkte die Selbsttest inzwischen unter 1EUR verramschen.
    Das Zeug muss erst weg bevor wir damit aufhören dürfen.

  522. 7437.

    Na dann wissen wir ja warum wir weiter Maske tragen und testen müssen. Schade dass sie nicht schneller liefern.

  523. 7436.

    Die Meldung der Toten sagt nix darüber aus, wann sie gestorben sind. Diese Zahlen werden wöchentlich noch zurück bis Oktober korrigiert.

  524. 7435.

    Das ganze Lieferszenario scheint gerade einzuknicken.
    https://www.zidatasciencelab.de/cov19vaccsim/
    Die Lieferkurve lag kürzlich noch bei 10-12mio/Woche in Summe aller Stoffe im Juni.
    Also viel mehr als die momentane Leistung 800.000/Tag wird es wohl in den nächsten Tagen kaum werden.

  525. 7434.

    Vielleicht werden ja dann auch Lieferungen von Q4 nach Q3 vorgezogen ;)
    Finde ich aber irgendwie seltsam, dass Biontech offensichtlich freie Kapazitäten für solche "Vorzüge" hat. Wer bekommt denn da weniger oder wird gar nicht voll produziert?

  526. 7433.

    Dazu möchte ich bemerken, dass eine Abweichung von 1 Cent dazu führen würde, dass die Buchhaltung von der Finanzverwaltung komplett verworfen würde. Im Rechnungswesen ist keine Abweichung möglich, es sei denn es besteht ein Programmierfehler. Ich habe gelernt, dass hinter einem Pfennig Differenz Millionen stecken können.

  527. 7432.

    Warum sind die Zahlen in Spandau so hoch?

    Meine Vermutung… Doppelte Erfassung je nach Anzahl der Anrufe beim Gesundheitsamt.

    Meine Tochter war im November in Quarantäne. Gesundheitsamt Schönwalde (Brandenburg) hatte ihrer Klassenkameradin empfohlen, dass wir das Gesundheitsamt Spandau anrufen. Durch diesen Anruf wurde unsere Tochter in Quarantäne gesetzt (ohne amtliche Anweisung). Man versprach uns ein Schreiben (innert 3 AT) zur Entschuldigung bei der Schule. Nach 7 Tagen rief ich zur Nachfrage an. Meine Tochter hatte inzwischen einen PCR-Test (eigene Kosten) gemacht, der negativ war. Bei diesem Anruf wurden ALLE Daten erneut aufgenommen. Dies schriftlich OHNE Computereingabe. 100% zur erneuten Erfassung.
    Das Schreiben haben wir dafür bis heute nicht und eine Verkürzung der Quarantäne gab es auch nicht.

  528. 7431.

    War es nicht eher so, daß Biontech Lieferungen vorgezogen hat von seinem mRNA-Impfstoff vom 3.Q ins 2.Q? Diese werden dann aber im 3.Q fehlen, da sonst der Vertrag übererfüllt werden würde. Ich erwarte im 3.Q bei Biontech deshalb wieder (niedrigere) Planlieferungen wie nach Bestellung, evtl. auch noch unter Abzug der vorgezogenen Lieferungen.

  529. 7430.

    Jetzt haben wir wohl das nächste Gesundheitsamt mit technischen Störungen. Pankow -11 . 0 könnte ich ja noch verstehen. Aber bei einem Bezirk, der eh schon niedrig liegt auch Minuskorrektur ? Bei Neukölln könnte ich das ja verstehen, weil es bereits erwähnt wurde und die Zahlen bisher hoch waren.

  530. 7429.

    Schlaglicht von heute:
    Das RKI meldet aktuell für Berlin 179.754 COVID-19-Fälle (siehe Dashboard).
    Gestern waren es lt. RKI-Situationsbericht 179.734.
    Im Dashboard wird ein Zuwachs von 24(!) ausgewiesen.
    Auf deutsch: Gestern waren es wohl 4 Fälle weniger.

    Ja, ich weiß, damit werden die grundsätzlichen Aussagen zur Coronapandemie nicht über den Haufen geworfen.
    Aber man sitzt halt vor den Zahlen und fragt sich, ob man Grundrechenarten wie die Addition überbewertet.

    Ein IT-Prüfer fragt sich halt, ob die Verfahren (Datenerfassung, Transfer in die zentralen Systeme) wirklich sauber konzipiert sind und gut funktionieren.

    Nur mal nebenbei: Selbst in einem Großkonzern wird im Rechnungswesen nicht akzeptiert, wenn irgendwo eine (Mini)Abweichung von 1 Euro gefunden wird. Sofort würde untersucht werden, wo der Fehler entsteht.

  531. 7428.

    Fehler in der Datenerfassung wird es immer geben, um die zu verhindern darf man keine mehr raus geben. Wichtig ist nur, dass die Fehlerkorrektur transparent gestaltet wird. Und wünschenswert wäre auch, dass eine Institution einheitliche Zahlen rausgibt und die, die Zahlen weiter verwenden, die Herkunft der Zahlen besser transparent machen.

    Und so lange am Wochenende weniger als die Woche über sterben, sehe ich auch, dass der Herausgeber der Zahlen immer noch Probleme mit der Datenerfassung und Datenaufbereitung hat.

  532. 7427.

    Die Frage ist nur spannend, wenn man sich bei der Benutzung des Regenschirms nach dem Kalender und nicht nach dem Wetter richten will. Für die Fallzahlen bei Corona haben wir in Berlin die Ampel, ansonsten würden einfach nur die Fallzahlen auch ausreichen, wenn man versteht, wie sie zu lesen sind. Natürlich nur. wenn sie seriös sind. Und hier sehe ich tatsächlich noch etwas Nachholbedarf, für die Erkennung, dass eine neue Welle anrollt, sollte es aber reichen.

  533. 7426.

    Ich finde es kennzeichnend, dass wir die Möglichkeit, wenn auch mit Smileys, dass aus Versehen ein negatives Ergebnis der Berechnung sogar veröffentlicht werden könnte, durchaus in Betracht ziehen.
    Das zeigt doch die mangelnde Transparenz der Datenerfassung und Auswertung.

  534. 7425.

    Das deckt sich mit dem Gedanken, Erstmeldezahlen und korrigierte Fallzahlen auszugeben. Die Erstmeldezahlen können dann auch mal zurück springen, sie bleiben aber unverändert. Und richtig gut wäre dann auch eine Statistik über die Änderungen. Dann sieht man auch, wie zuverlässig die Erstmeldezahlen sind. Sie sind wahrscheinlich besser als man denkt, nur einige Problemorten machen negative Schlagzeilen. So meine Vermutung. Eventuell kann auch die Erkenntnis sein, dass in der Regel 5-10% immer noch dazu kommen. Wenn dem so ist, kann man das ja auch gleich berücksichtigen.

  535. 7424.

    Entschuldigen sie, der Beitrag ist unverständlich und irreführend. Natürlich ist der R-Wert ganz anders definiert. Mein Kenntnisstand: früher: Summe der zurückliegenden Tage 1-4 geteilt durch Summe der zurückliegenden Tage 5-8, wegen den Wochenschwankungen wurde es geändert auf: Summe der zurückliegenden Tage 1-7 geteilt durch Summe der zurückliegenden Tage 5-11. Und bitte jetzt nicht anmerken, dass die Fallzahlen nachträglich korrigiert werden müssen. Man kann einfach die originalen und die korrigierten Zahlen veröffentlichen, nur dann hat man keine Ausrede mehr.

  536. 7423.

    Wenn Brandenburg weiterhin so oft hohe negative Infiziertenzahlen meldet, gibt es bald doch noch eine negative 7d-Inzidenz. ;-) Man sollte endlich neue Meldungen und Korrekturen von Fallmeldungen vor gestern getrennt ausweisen und nicht zu einem Saldo verrechnen - es ist halt so nicht die Zahl der neuen Meldungen in 24h.
    @rbb24: Wie genau werden diese Korrekturen in der Graphik verteilt? Kennt die Redaktion das Datum der nachträglich korrigierten Fälle? Die Fußnote ist da sehr allgemein gehalten.

  537. 7421.

    Mir ist gerade ein ganz interessanter Gedanke gekommen. Wenn jetzt das Delta-Virus so gefährlich ist, dass sich alles nur noch daran ausrichtet, dann interessieren ja auch nur die Infektionszahlen für diesen Virus-Typ. Bitte entschuldigen sie, liebe Verfechter der Beibehaltung des Maskenzwanges, aber dann spielen unsere jetzigen Zahlen überhaupt keine Rolle. Das ist dann so, als wenn man 2 Tage bevor es regnet schon den Schirm aufspannt.

  538. 7420.

    Erstens ist der R-Wert kein Wert, den man bei einer Erkrankung wo Infektiosität sich nicht zeitlich mit der symptomalen Phase deckt, überhaupt berechnen berechnen kann. Man sei erinnert: es das Ergebnis einer Multiplikation von drei variablen (Faktoren), die nur in seltensten Fällen bekannt sind. Ganz vereinfacht: R0=k(Kappa) * q *D wobei k(kappa) die Anzahl der Kontakte eines Infizierten pro Zeiteinheit, D die mittlere Dauer der Infektiosität und q die Wahrscheinlichkeit der Infektion bei Kontakt sind.
    Nun wird jemand positivgetestet. Nur in seltensten Fällen weiß er den genauen Zeitpunkt der Infektion, in der Regel hat er die Menschen nicht gezählt mit denen er Kontakt hatte. Dass er die mittlere Dauer der Infektiosität nicht angeben kann versteht sich von selbst. Deshalb werden alle diese Werte einfach angenommen, nach welchen Kriterien bleibt ein Geheimnis. Was bei Ebola und Cholera gut ist und funktionieren kann, ist bei COVID-19 eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit

  539. 7419.

    So schlecht ist der R-Wert gar nicht, wenn man ihn selbst nachprüfen könnte. Eigentlich ist das mit den vom RKI in Wikipedia veröffentlichten Zahlen möglich. Da das RKI aber schon bei der 7d-Inzidenz nicht nachvollziehbare Veränderungen an den zugrunde liegenden Fallzahlen vornimmt, wird ein Nachrechnen des R-Wertes nur unnötige Bauchschmerzen verursachen.
    In Kombination mit 7d-Inzidenz und ITS-Belegung kann der R-Wert sehr aufschlussreich sein, wenn er richtig ermittelt wird. Bei stagnierender oder fallender ITS-Belegung kombiniert mit der Zahl der ITS-Neuaufnahmen. Auf jeden Fall müssen aber für sinkende Fallzahlen neue sinnvolle Regelungen gefunden werden.

  540. 7418.

    Gibt es eigentlich schon Untersuchungen, warum die Zahlen in Spandau noch so hoch sind? Oder sind das nur Übertragungsfehler? Seit mal in Neukölln festgestellt hat, dass irgendwas bei der Übertragung schief läuft, entsprechen die Zahlen dem Berliner Durchschnitt.

  541. 7417.

    (2)
    Nach gefühlt 500x Klicken dann doch gefunden :)
    Am 11.01. hatte ich Folgendes zum Thema R-Wert und Entwicklung der Fallzahlen angemerkt:
    "Ich bin nun mal gespannt, ob heute die Berliner Ampel zum ersten Mal 3x rot anzeigen wird und ob die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in den nächsten Tagen/Wochen dann tatsächlich noch einmal entsprechend steigt. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass das nicht passieren wird. Und vielleicht können wir den R-Wert dann endlich mal beerdigen, da er (trotz Nowcasting) halt nicht den aktuellen Infektionsverlauf anzeigt, sondern nur den bereits vergangenen, den wir aber eh schon kennen..."

    Hier war der R-Wert (aufgrund der ganzen Nachmeldungen) nach den Feiertagen noch einmal deutlich gestiegen - die Inzidenz bei Veröffentlichung des Wertes jedoch bereits am Sinken und (trotz R > 1) auch weiter gesunken. Meine Behauptung war also leider (im Sinne der ganzen Berechnungsbemühungen) korrekt. Einfach die Kurven logisch betrachten hat gereicht...

  542. 7416.

    "Anders sieht es aus, wenn tausende oder wie in Indien gar hunderttausende Neuinfektionen am Tag vermeldet werden. In dieser Situation ist der R-Wert ein gutes "Frühwarnsystem" für exponentielle Entwicklungen."

    Danke. So ist in der Tat die offizielle Lehre. Nun hätte ich zwei Fragen auf die ich leider keine Antwort finde:
    1. Wann genau gab es im Verlauf der Pandemie ein exponentielles Wachstum?
    2. Anhand welcher Zeiträume/Wellen könnte ich das oben behauptete nachvollziehen?
    Die zeitliche Entwicklung des R-Wertes und die Inzidenzkurve lassen sich sehr leicht aufeinander legen und vergleichen.
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1117478/umfrage/reproduktionszahl-des-coronavirus-covid-19-in-deutschland/
    Tut man das, merkt man sehr schnell, dass die bekannte These von Ungenauigkeit des R-Wertes bei niedriger Fallzahl auch für Perioden mit höchster Inzidenz gilt.
    Der Kaiser ist leider nicht ganz angezogen.

  543. 7415.

    "Da braucht es eine Handvoll neuer Fälle und der R-Wert schlägt signifikant in eine Richtung aus."
    Richtig, der in dieser Pandemie verwendete R-Wert berechnet sich aus den Inzidenzen.

    "R-Wert ein gutes "Frühwarnsystem""
    M. E. falsch, da die Entwicklung der festgestellten Inzidenzen nicht vom berechneten R-Wert, sondern der berechnete R-Wert von der Entwicklung der festgestellten Inzidenzen aus der Vergangenheit abhängt. Hier werden m. E. die ganze Zeit Ursache und Wirkung verdreht.

    In der Theorie und im Labor ist der R-Wert sicherlich ein ganz tolles Werkzeug - aber in der (traurigen) unregelmäßigen Test- und Meldeverzugswirklichkeit leider einfach nur unbrauchbar. Das lässt sich seit einem Jahr eindrucksvoll verfolgen. (Insbesondere auch für Laien beispielsweise über und nach mehreren zusammenhängenden Feiertagen (Weihnachten) gut erkennbar.)

  544. 7414.

    Liebe Christine,

    die detaillierten Zahlen zu Berlin und Brandenburg (Neuinfektionen, ITS-Belegung, Todesfälle) erreichen uns immer erst gegen 10 Uhr und werden dann von uns nachgetragen.

  545. 7413.

    Letztes Jahr im Juni gab es kaum Fälle in Deutschland (in BB einstellig, in Berlin zweistellig). Da braucht es eine Handvoll neuer Fälle und der R-Wert schlägt signifikant in eine Richtung aus. Bei so niedrigen Inzidenzen ist der R-Wert kein sinnvolles Hilfsmittel, das wissen aber auch die damit befassten Wissenschaftsdiziplinen.

    Anders sieht es aus, wenn tausende oder wie in Indien gar hunderttausende Neuinfektionen am Tag vermeldet werden. In dieser Situation ist der R-Wert ein gutes "Frühwarnsystem" für exponentielle Entwicklungen.

  546. 7412.

    Guten Morgen
    Warum werden am Anfang des Berichts 13,6 (Stand heute) gezeigt und im weiteren Text die Zahlen von gestern? Nicht nur heute ist das so.
    Wird das nicht automatisch aktualisiert wenn neue Zahlen vom RKI kommen?

  547. 7411.

    Von April bis Mitte Mai gab es extrem viele Erstimpfungen, weil die mRNA-Liefermengen (planmäßig) enorm angestiegen sind. Knapp 6 Wochen später, da stehen wir jetzt noch, müssen dann eben auch die Zweitimpfungen in die Arme.

    In den nächsten Wochen kommt noch einmal mehr Impfstoff als zuvor und die große Welle an Zweitimpfungen läuft langsam aus. Dann dürften also die Erstimpfungen wieder entsprechend anziehen (bzw. mindestens entsprechende Kapazitäten verfügbar sein).

  548. 7410.

    Mal angenommen, der R-Wert könnte real ermittelt werden und läge 2Wochen bei 0,66, dann könnte er danach rein mathematisch gesehen 2 Wochen bei 1,5 liegen und wir wären mit der Fallzahlen wieder da, wo das Rechenbeispiel angefangen hat. Soweit die Theorie, aber ich muss ihnen Recht geben, mit Berechnungen sind unsere Virologen etwas überfordert.

  549. 7409.

    Nicht vergessen in den Zweitimpfungen stecken bereits 1,2 Mio Janssen, die in der Erstimpfungskurve nicht enthalten sind. Das „verfälscht“ den Anstieg ein wenig.
    Die absolute Leistung steigt aber noch an, wenn auch langsam.
    Ansonsten richtig, die Zahl der Erstimpfungen hätte nicht zurück gehen sollen und die der zweiten stetig steigen, um entspannt zum Ziel zu kommen.
    Das Urlaubsproblem hat mein Impfarzt auch erwähnt.
    Könnte also passieren dass demnächst mehr Material als Menschen zum Impfen bereit stehen.
    Die Motivation bei sinkenden Zahlen dürfte auch nicht steigen.

  550. 7408.

    Nur als kurze Info: Laut Doclib sind in einigen Berliner Impfzentren recht kurzfristig Impftermine zu haben, mit Moderna und Biontech.

  551. 7407.

    Ich halte nicht viel von Radikalen, weder in der Politik noch bei Corona. Für mich ist die Demokratie gegenüber der Diktatur allemal überlegen, egal ob Diktatur von Links oder von Rechts. Und bei Corona ist es nichts anderes.
    Wir haben derzeit keine gefährliche Infektionslage, dafür aber ein effektives Frühwarnsystem. Nach den Lockerungen ist auch das Einstellen eines stabilen Gleichgewichtes sinnvoll. Wenn sich die Lockerungen Schritt für Schritt hinziehen, vergeht zu viel Zeit, so dass man im September schon wieder ein saisonbedingtes Ansteigen sehen wird. Und dann hat man wieder nichts über die Verbreitungsmechanismen des lieben kleinen Virus gelernt!

  552. 7406.

    Tja die Eigenverantwortung…. Eines der Worte, deren Sinn völlig verdreht wurde.
    Eigenverantwortlich handeln bedeutet man übernimmt für sein handeln die Verantwortung und trägt die Konsequenzen. Es bedeutet nicht, das irgendwer irgendein Ziel festlegt und das müssen nun alle erreichen, egal ob dieses Ziel eine Zahl ist oder ein moralischer Standpunkt.

  553. 7405.

    Die Kurve mit den Erstimpfungen wird immer flacher. Durch die notwendigen Zweitimpfungen bleibt wohl immer weniger Impfstoff für neue Erstimpfungen übrig. Wenn das so weitergeht, wird das Ziel 80% vollständig geimpft bis Ende Sommer schwierig zu halten sein.
    Gibt es eigentlich schon eine Entscheidung oder Planung für Auffrischungsimpfungen? Für die ersten Geimpften (Prio 1+2) könnte das ja so ab Herbst möglciherweise aktuell werden.

  554. 7404.

    "Bei extrem guten Bedingungen mit weiterhin mittelschweren Einschränkungen und Testpflicht schaffen wir es auf R ~ 0,66. Wenn wir jetzt zuviel lockern liegen wir aber schnell wieder bei R > 1 un die nächste Welle fängt an zu rollen."
    Der höchste 4-Tage R-Wert im Verlauf der Pandemie in Deutschland wurde am 21.06.2020 bekannt gegeben und betrug R=2,88. Einer der niedrigsten fünf tage später, am 26.06. (R=0,57). Spätestens dann war die Aussagekraft des Reproduktionswertes endgültig ruiniert. Retrospektiv betrachtet zeigt sich, dass es noch niemals eine Spur von Korrelation zwischen Entwicklungsdynamik der Krankheit und dem aktuellen R-Wert. Das ist auch der Grund dafür dass Sie weltweit noch extrem selten Länder finden wo Reproduktionswert ernst genommen wird, geschweige schon errechnet. In diesem Den aktuellen R-Wert als eine Errungenschaft darzustellen ist nicht seriös. Schon Übermorgen kann er wieder sprunghaft steigen und zwar ohne Auswirkung auf andere Epidemieparameter.

  555. 7403.

    Das mag vielleicht für die RKI Positivquoten von Berlin gelten, aber nicht für den Rest, 10 Minuten recherchiert mit folgenden Ergebnissen:

    Positivquote für Gesamtdeutschland lt RKI
    Wo 19: 8,2%
    Wo 20: 5,8%
    Wo 21: 4,1%
    Wo 22: 3,1%

    und für Berlin lt Senat
    Wo 19: 7,2%
    Wo 20: 5,5%
    Wo 21: 3,4%
    Wo 22: 2,7%
    Und das ohne Presseanfrage und Taschenrechner.

  556. 7402.

    Liebe Connifee,

    lesen Sie doch bitte mal die Fußnote, die da seit Monaten steht.

    "*Angabe des ARS-RKI zur Repräsentativität: Tendenziell sind Krankenhauslabore gegenüber den niedergelassenen Laboren unterrepräsentiert.
    **Das RKI gibt nicht mehr kumuliert die Zahlen für Positivtests an. rbb|24 benötigt darum Presseanfragen, um die Positivquote zu errechnen. Das kann mitunter zu Zeitverzügen führen."

    Genau, wir müssen da nachfragen und händisch die Daten nachtragen- Das können wir einfach nicht permanent leisten und machen wir entsprechend in etwa ein Mal im Monat.

    Grüße

    HMB

  557. 7401.

    Verlogen erscheint mir ein unpassendes Wort.

    Und wenn wir in der Pandemie eines gelernt haben, dann doch das das mit der Eigenverantwortung nicht gut genug klappt. Wussten wir aber schon vorher, ist nämlich gut untersucht. Das geben Psychologie und Soziologie einfach nur in sehr begrenzten Umfang und bei einem geringen Teil der Individuen her.

    Hinzu kommt der Effekt, dass alles was nicht explizit verboten ist, als erlaubt und unbedenklich wahrgenommen wird. Und da helfen auch Aufklärungskampagnen nur in geringem Umfang.

    Und niedrige Fallzahlen oder nicht:
    Bei extrem guten Bedingungen mit weiterhin mittelschweren Einschränkungen und Testpflicht schaffen wir es auf R ~ 0,66. Wenn wir jetzt zuviel lockern liegen wir aber schnell wieder bei R > 1 un die nächste Welle fängt an zu rollen. Zudem droht ja noch die Delta-Variante, die gerade in Großbritannien zeigt was sie kann.

    Menschen wie Sie unterschätzen halt, wie fragil die positive Entwicklung der letzten Wochen ist.

  558. 7400.

    Da Berlin.de heute 17 mehr Positive gemeldet hat, als das RKI, kann man alle Zahlen eh nicht mehr ernst nehmen.
    Aber zu der Frage vom Verhältnis der gemeldeten zum Geschehen auf der Intensiv gibt meine Tabelle folgende Zahlen her.
    KW 20 zum Beispiel wurden 1947 neue Fälle gemeldet. In den folgenden 14 Tagen reduziert sich die Zahl derer im KH um 193, davon reduziert sich die Zahl auf der IT um 103 und die Zahl der beatmeten um 67. Nur am 6.6. gabs 3 Neuzugänge im KH. 0,0150987 % der Berliner wurden in den letzten 7 Tagen positiv getestet.

  559. 7399.

    "Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, das Verhältnis der täglichen Krankenhauseinweisungen und Neuaufnahmen auf den ITS zu den Fallzahlen (...) nachzulesen? Das wäre eine sinnvolle Ergänzung. "
    Das wäre nicht die einzige sinnvolle Ergänzung, die das tatsächliche Gefahrenpotential abbilden würde. Man könnte bspw. auch die Sterbestatistiken an Wirklichkeit anpassen, indem statt jeden Tod jedes Testpositiven als "Coronatod" zu zählen (was seit Beginn der Pandemie der Fall ist), die Totenscheine auswerten und schauen was der Arzt als primäre Erkrankung und unmittelbare Todesursache dort eingetragen hat. Im zweiten (vertraulichen Abschnitt) der Todesfallbescheinigung (Sterbeurkunde) gibt es eine entsprechende Rubrik. Viele Länder gehen da viel differenzierter vor, die Britten unterscheiden zw. "Deaths of previously positve tested", "Deaths within 28 days of positive test" und "Deaths with COVID-19 on the death certificate"
    Bei uns leider nicht. Und kein Mensch erklärt warum.

  560. 7398.

    Ich finde es verlogen, wenn man jetzt an alle appelliert, weiterhin irgendwelche Regeln einzuhalten. Das macht nur bei einer deutlichen Lockerung der Regeln Sinn. Es fällt schwer, Eigenverantwortung zu übernehmen, wenn man gar keinen Spielraum hat. Irgendwann wurde mal gesagt, wir müssen strenge Regeln erstellen, weil es ohne nicht geht. Die Welle kam dann aber auch mit strengen Regeln, nur dass die Gesellschaft wieder nicht gelernt hat, Eigenverantwortung zu übernehmen.
    Ich befürworte zB. einen Maskenzwang nur während des Berufsverkehrs zu festgelegten Zeiten und eine Empfehlung, wenn 1,5m nicht eingehalten werden können. Als Übergangslösung und von mir aus nur so lange, wie die Ampel grün ist. Wenn die Lockerungen etwas weiter gehen, hätte ich auch nichts dagegen. Es kann sich ja jeder selbst schützen, dafür haben wir doch die FFP2-Masken.

  561. 7397.

    Weil das hier schon mehrfach gefragt wurde. Es steht als ** unter der Grafik und wurde vom rbb Team ebenfalls erklärt. Im Lagebericht sind m.e. Nur die Grafiken aber eben nicht die Zahlen.

  562. 7396.

    Wie kommen Sie darauf? Kann jeden Mittwoch im Lageberichts des RKI eingesehen werden bzw etwas verzögert im Lagebericht des Berliner Senates.

  563. 7395.

    Heute ist es wieder ein Fall mehr bei Berlin.de. Das sind dann insgesamt 8 mehr in fünf Wochen. Aber so lange sich die Inzidenz dadurch nur um 0,4 % unterscheidet, regt mich das nicht auf. Die Zahlen interessieren eh keinen Politiker.

  564. 7394.

    Witzig. Da hat sich bestimmt einer vertippt. Dass Berlin.de ständig andere Zahlen hat als das RKI, daran haben wir uns ja schon gewöhnt. Auch wenn das für mich nicht nachvollziehbar ist. 00:00 Uhr Einsendeschluss ist 00:00 Uhr. Da Berlin seit dem 07.05.21 seinen Meldeschluss an das RKI angeglichen hat, dürften eigentlich keine unterschiedlichen Zahlen kommen.

  565. 7393.

    Liebe Redaktion,
    eine Korrektur von -61 in OSL entspricht etwa den gesamten gemeldeten Fällen in OSL von 29.5.-11.6 (genau sind es in dem Zeitraum 65 laut LAVG Berichten). Es waren zwei Ausreißer dabei in dem Zeitraum: 2.6. +19 und 29.5. +20 (Berichtsdatum). Ist es Ihnen möglich herauszubekommen, was da genau in der umfangreichen Korrektur berichtigt wurde?

  566. 7392.

    Weil das seit einiger Zeit immer per schriftlicher abfrage nur zu erfahren ist. Daher wird es nur noch einmal im Monat aktualisiert. Demnächst sollte es aber ein Update geben.

  567. 7391.

    Wieso wird eigentlich die Grafik mit den Positivquoten nicht mehr aktualisiert, der letzte Wert ist vom 9.5.?

  568. 7390.

    Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, das Verhältnis der täglichen Krankenhauseinweisungen und Neuaufnahmen auf den ITS zu den Fallzahlen der letzten 1-2 Wochen nachzulesen? Oder so was ähnliches. Das würde eine gute Aussage zur derzeitigen Gefährdungslage geben und wäre eine sinnvolle Ergänzung zur Belegung der ITS-Betten.

  569. 7389.

    Warum steht im RKI-Dashboard (https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_0/) für BRB -41 und im Bericht -40 (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html)? Trotz der unterschiedlichen Veröffentlichungszeit kann sich doch die bis Mitternacht gemeldete Zahl nicht mehr verändern?

  570. 7388.

    Für Berlin vermute ich 1 Tag Verzug, für Brandenburg 2 Tage, deswegen liegt das normale WE-Tal in Berlin auf So-Mo und in Brandenburg auf Mo-Di. Bei den jetzigen kleinen Zahlen ist das nur nicht mehr so deutlich zu erkennen. Und die Frühschicht beim RKI gibt dann wahrscheinlich die Zahlen, die am Vortag aufgelaufen sind, an die Öffentlichkeit raus.

  571. 7387.

    Für Berlin vermute ich 1 Tag Verzug, für Brandenburg 2 Tage, deswegen liegt das normale WE-Tal in Berlin auf So-Mo und in Brandenburg auf Mo-Di. Bei den jetzigen kleinen Zahlen ist das nur nicht mehr so deutlich zu erkennen. Und die Frühschicht gibt dann die Zahlen, die am Vortag aufgelaufen sind, an die Öffentlichkeit raus.

  572. 7386.

    RBB benutzt ihr eigentlich für die RKI Meldungen 24 Stundenzeit 18:40 Uhr oder Amizeit ?

    Ich kann mir nicht vorstellen das die Gesundheitsämter das RKI Nachts um 3 Uhr arbeitet und Meldungen rausgibt .

  573. 7384.

    Kann leider nicht mehr weiter zurück scrollen. Ich hatte da doch die Frage gestellt ob man grundsätzlich "Weltreisende" nicht lieber in Quarantäne nimmt. Nun ist es wieder zu spät ? Webasto war damals klüger.

  574. 7383.

    Möglicherweise verbreitet sich ja das Virus immer noch weiter, nur ohne Symptome und wir kriegen es gar nicht mit. Wäre Schade, wenn wir wegen den ganzen Eindämmungsmaßnahmen die Chance zu einer breiten Immunisierung der noch nicht geimpften verpassen würden. Jeder, der ab Herbst infiziert wird und nicht immun genug ist, muss dann die Zeche für die jetzigen Fehler der Gesellschaft bezahlen. Wie man recht schnell wieder die Zahlen bei zu schnellem Ansteigen in den Griff bekommt, hat die Gesellschaft ja gelernt. Und in Deutschland haben wir zumindest dafür gute Voraussetzungen!

  575. 7382.

    Ich ergänze mal kurz 4.:
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa/corona-delta-variante-ausbreitung-103.html
    Laut WHO isg Delta bereits in ganz Europa auf dem Vormarsch, Abschottung hat dann wohl keinen Sinn mehr.

  576. 7381.

    Ergänzung: Die Welle ist schon bis Indonesien bzw. im Norden bis zur Mongolei durch. Datenbasis: www.worldometers.info
    Allerdings sieht man bei den Wellen in Südostasien/Ostasien bisher eigentlich nie solche lang anhaltenden Wellen wie in D bisher (wo man den Peak bei den Neuinfektionen schon sehen kann, z.Bsp. Indien) - anhand der Zahlen scheint dort also wirklich rasche Eindämmung stattzufinden. Für chinesische Vrhältnisse sind momentan die gemeldeten Infektionen in Kanton (Südchina) recht hoch - bei uns wäre das Datenrauschen in der Größenordnung mancher Wertekorrektur in BRB. An Kanton grenzen Macao und Hong Kong - bisher mit guter Abschottung. Der Landweg nach Kanton wäre: Vietnam->Guangxi bzw. Hainan->Kanton - kann aber kürzer über See und Flug erreicht worden sein.

  577. 7380.

    "Wie sieht es bei uns in EU mit Abschottung bzw. Einreiseregeln aus der Region und UK aus?" 1.) Es wurden gerade Reisewarnungen in Risikogebiete aufgehoben. 2.) Wenn man da Abschotten will, wäre Indien als Region zu klein. Die Welle in Südostasien ist bereits über Indochina bis Malysia bzw. nach Norden über Afganistan bis mindestens Kirgisien, wahrscheinlich eher schon Südrußland. 3.) Daß Abschottung in der EU nicht funktioniert hat man bei der britischen Variante gesehen.

  578. 7379.

    Lieber Sbl, 100% Zustimmung. Mir ging es allerdings um den Grundton der Berichte, die in einem krassen Widerspruch zur Datenlage stehen. Wenn man unter:
    https://coronavirus.data.gov.uk/details/healthcare deutlich sehen kann, dass es seit Wochen keinen signifikanten Anstieg der Patientenzahl gibt und dass die Zahl der Neueinweisungen +/- 10% konstant bleibt dann ist es noch lange kein Grund um zu schreiben dass: "die Zahl der Krankenhaus-Patienten mit Covid-19 in Großbritannien wieder deutlich angestiegen ist" und dass die Lage besorgniserregend ist. Der Beitrag des Privatsenders nennt als Quelle diesen BBC-Bericht:
    https://www.bbc.com/news/health-57417802. Dort finden Sie weder die Information dass "die Lage besorgniserregend ist" oder dass die Patientenzahl "deutlich steigt". Diese Wertung ist eine Kopfgeburt TVN-Journalisten. Das Hauptthema ist übrigens nicht die Lagebeurteilung, sondern ein Meinungsaustausch zwischen Befürwortern und Gegnern von vollständigen Lockerungen.

  579. 7378.

    Die Zeit hat das etwas detaillierter aufbereitet.

    https://www.zeit.de/wissen/2021-06/delta-variante-grossbritannien-corona-krise-steigende-infektionszahlen-impfschutz-mutation/seite-2

    Wenn dem so ist, dass UK aus politischen Gründen sich gegen Indien nicht ausreichend abgeschottet hat, kann das eben so kommen. Wie sieht es bei uns in EU mit Abschottung bzw. Einreiseregeln aus der Region und UK aus?

  580. 7377.

    "Ich habe einfach nur keine Lust mehr darauf, dass mindestens ein Drittel meiner Kommentare gecancelt werden, ohne dass ein Verstoß gegen die Netiquette vorliegt, deren Spiegelstriche sich teilweise allerdings weit auslegen lassen. "

    Ich habe es des Öfteren ähnlich empfunden, aber ich gehe mittlerweile davon aus, dass dieses Drittel Beiträge nicht unbedingt manuell gecancelt wurde, sondern vielleicht auf das Konto der dahinterstehenden Webapplikation geht, die Beiträge einfach verschluckt. In diesem Lichte gesehen wäre es hilfreich, bei Canceln eines Beitrags automatisch benachrichtigt zu werden, da ja die Angabe einer Email-Adresse Pflicht ist. Dann wäre klar, was die Ursache einer Nichtveröffentlichung wäre.

  581. 7376.

    Naja, Ihrem Link kann man entnehmen, dass die täglichen Neueinweisungen und die Bettenbelegung seit ca. Mitte Mai wieder ansteigen. Wenn sich der Sender darauf beruft, ist das ja nicht so ganz falsch. Ob man sich darüber jetzt schon Sorgen machen muss, möchte ich gar nicht beurteilen. Man kann nur hoffen, dass die Entwicklung durch den Impffortschritt bald wieder dreht.
    Ihre Interpretation der Stabilität ist aber auch nicht ganz koscher, denn damit könnte man im Zweifelsfall jeden Anstieg relativieren, solange die Fallzahlen einen (beliebigen) höheren Stand aus der Vergangenheit nicht überschreiten ;)
    Ich denke, man sollte die Entwicklung ohne Verharmlosung oder Dramatisierung erstmal einfach nur nüchtern beobachten - denn jede Welle hat mal klein angefangen aber nicht jede Welle muss hoch werden.

  582. 7375.

    Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Skalierung, Ausschnittisolierte Betrachtung und einfach nur vorgegebene fachliche Interpretation sind nur eine Möglichkeit Dinge zu gestalten. Danke für eine andere Darstellung.

  583. 7374.

    Ist mir auch schon aufgefallen, das dem zweiten b in rbb von eben diesem etwas weniger Sorgfalt angelegt wird.
    Nun melden beide Länder endlich zeitlich synchronisiert aber hier laufen die Daten von BRB zeitlich etwas hinterher. B wird schnell aktualisiert BRB dauert es länger.
    Berlin hat halt mehr Gebührenzahler als BRB.

  584. 7373.

    Das Schwanken der Hospitalisierungsrate bezogen auf ein einziges Virus in einem bestimmten Zeitraum ist uninteressant.
    Um die Gefährlichkeit einzuschätzen müssten man die Hospitalisierungsrate mit anderen vergleichbaren Viren heranziehen.
    Zur Zeit sind saisonbedingt kaum noch Coronaviren, sondern hauptsächlich Rhinoviren unterwegs, die in seltenen Fällen Krankenhausaufenthalt und Tod nachsichziehen. Trotzdem gibt es Massentests nur für Corona.
    Kann sein, dass momentan mehr "tödliche" Infektionsketten durch Rhinoviren entstehen als durch Corona welcher Spielart auch immer. Hier ein wissenschaftlicher Artikel, der zeigt, dass Rhinoviren für anfällige Menschen tödlicher sein können als Influenza. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5343795/ Warum spricht niemand über Rhinoviren?

  585. 7372.

    Interessant wäre auch eine Statistik für die Impfquote pro Bezirk in Berlin.
    Bisher sieht man ja nur die Inzidenz pro Bezirk, die Impfquote aber nicht.
    Das wäre doch mal ganz interessant zu sehen, wie sich die Impfquote im Vgl. zur Inzidenz in den Bezirken verhält.
    Danke
    JD

  586. 7371.

    Ist das die gleiche Quelle, die verkündet hat die britische Mutation ist tödlicher ? :D
    Diese schnellschüsse sollte man doch lieber unterlassen.

  587. 7370.

    Tendenz +/- 10% seit einem Monat stabil

    Bis Ende Mai sind die Zahlen gesunken und seit Ende Mai steigen die Zahlen wieder. Ntv hat doch recht. Die Zahlen bereiten Sorge, weil sie ja weiter sinken sollten und nicht wieder steigen. Warum steigen sie wenn schon viele geimpft sind? Können sie sagen warum das nicht schlimm ist?

  588. 7369.

    Sie dürfen ja meine Kommentare kassieren, aber dann bitte nicht für Brandenburg bei einer Reduzierung der Wochenzahl von 413 auf 342 einen Rückgang um 57,9% angeben! Das fällt doch auf!

  589. 7368.

    "Da aber bisher die Hospitalisierungsrate nicht steigt
    Das ist leider falsch."
    Wohl kaum.
    Fakteninterpretation:
    https://www.n-tv.de/panorama/Grossbritannien-steht-vor-dritter-Welle-article22608881.html
    Fakten:
    https://coronavirus.data.gov.uk/details/healthcare
    Wenn Sie mich fragen, unerträglich was manche Medien aus Fakten herausinterpretieren können.
    Glaubt man dem Bericht des Privatsenders, das Gesundheitswesen in GB bricht gerade zusammen und Menschen stehen vor Krankenhäusern Schlange.
    Schaut man auf Statistik, stellt man fest dass in GB (mit 43 Millionen Einwohner) tagesaktuell 1048 Patienten mit COVID-19stationär behandelt werden. Tendenz +/- 10% seit einem Monat stabil.

  590. 7367.

    Die Korrektur von SPN ist größer als das Saldo.
    https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~10-06-2021-corona-faelle-stand-10062021
    SPN: -17 bei wirklich neun zusätzlichen +31 Meldungen, macht halt im Saldo scheinbar +14. Allerdings können die Korrekturen ja nicht Fälle in den letzten 24h betreffen, sind also im aktuellen Saldo der neuen Meldungen für die letzten 24h nach meiner Meinung falsch.

  591. 7366.

    Der summarische Verlauf bei so großen Flächenländern wie Rußland, den USA oder China ist da vielleicht nur begrenzt aussagekräftig, da die Überlagerung von sehr verschiedenen und geographisch weit auseinanderliegenden Orten. Bsp: Wenn Sie eine Infektionswelle einmal durch Rußland von West nach Ost "durchziehen" würde in der Summe für ganz Rußland sowas wie eine konstante Infektionsrate rauskommen - USA ähnlich.

  592. 7364.

    "... Zumindest haben die keine Wochenend- oder Feiertagslücken. ..."

    Das wird's wohl sein.
    Wenn wir mal keinen Kalender zur Hand haben, können wir doch an den Neuinfektionskurven feststellen, wann Feiertage und Wochenenden waren ... und natürlich den R-Wert nicht vergessen!
    Dies musste jetzt mal raus ;-)

  593. 7363.

    Wenn Sie die Nachrichten aufmerksam verfolgen, können Sie den neuesten Berichten entnehmen, das die Hospitalisierungsrate in UK auch wieder ansteigt. Zeitversetzt natürlich wie bisher immer in der Pandemie. Die neue Mutation verursacht ersten Beobachtungen zufolge doppelt so viele behandlungsbedürftige Erkrankungen wie die bisherige britische.

  594. 7362.

    Der Landweg aus dem fernen Osten ist weit aber nicht unüberbrückbar. Obst aus dem asiatischen Teil Russlands hab ich mal in Riga auf dem Markt verkostet. Irgendwer hat das da hingebracht.
    An den russischen Zahlen find ich beeindruckend welchen konstanten glatten Verlauf die haben.
    Das sieht fast schon gesteuert aus. Die Epidemiologen in D waren sich relativ einig, dass ein halten auf irgendeinem Level kaum möglich ist. Mal von 0 oder extrem niedrig abgesehen.
    Vielleicht haben die Würfel in Russland weniger als 6 Flächen sodass weniger unterschiedliche Zahlen rauskommen.
    Zumindest haben die keine Wochenend- oder Feiertagslücken.

  595. 7361.

    Da aber bisher die Hospitalisierungsrate nicht steigt

    Das ist leider falsch.

    https://amp-n--tv-de.cdn.ampproject.org/v/s/amp.n-tv.de/panorama/Grossbritannien-steht-vor-dritter-Welle-article22608881.html?amp_js_v=a6&amp_gsa=1&usqp=mq331AQHKAFQArABIA%3D%3D#aoh=16233397612337&referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com&amp_tf=Von%20%251%24s&ampshare=https%3A%2F%2Fwww.n-tv.de%2Fpanorama%2FGrossbritannien-steht-vor-dritter-Welle-article22608881.html

  596. 7360.

    Homeoffice ist nicht mein Ding, will ich nicht. Arbeite gern direkt mit Kollegen und Partnern zusammen.
    Falls Sie oder ein Bekannter ums überleben kämpfen, hilft lesen im rbb Nachrichtenbereich eher wenig.
    Falls Sie morgen geimpft werden, können Sie sicher sein, dass hinter Ihnen in der Schlange noch einige stehen und auch im Spätsommer noch immer einige stehen werden. Minderwertigkeitskomplexe muss man also nicht bekommen.
    Auch dass ich im Ziel ca. 30 Mio Deutsche beim Impfen vor mir haben werde stört mich persönlich nicht. Man kann nicht immer erster sein.
    Die anderen Probleme die man so hat, dürften hier kaum jemanden interessieren oder möchte ich nicht mit anderen teilen.
    Also bleibt die Diskussion zum Thema.
    Z.B das das RKI die Impfdaten unnötig verwirrt. Janssen wird mal doppelt und mal einfach gezählt aber so dass man es ohne Gehirnverrenkung nicht nachvollziehen kann. Dadurch entstehen wieder verschiedene Daten über die man diskutieren kann.

  597. 7359.

    Nachtrag zu Rußland (Datenbasis www.worldometers.info). Über Afganistan scheint sich eine weitere Welle aus Richtung Indien aufzumachen und bereits bis Kirgisien gekommen zu sein. Vielleicht rührt die Trendumkehr in Rußland daher und kommt von Rußlands Südgrenze. Könnte diese Welle auch Europa von der zweiten Seite über Osten erreichen?

  598. 7358.

    Mal der Blick auf unsere weiteren Nachbarn gen Osten. In Rußland scheint sich der Abwärtstrend wieder in einen Anstieg der gemeldeten Infektionen zu wandeln.
    www.worldometers.info/coronavirus/country/russia/
    Da das Land sehr groß ist, wäre eine detailliertere geogrphische Sicht sinnvoller bei Rußland.