#Wiegehtesuns? | Lehrerin in Brandenburg - "Mein Gehirn verträgt noch genau ein Reboot"

Birgit Schröder in ihrem Büro. (Quelle: privat/B. Schröder)
Bild: privat/B. Schröder

Der ständige und kurzfristige Wechsel zwischen Präsenz-, Distanzunterricht und den verschiedensten Lernplattformen frustriert die Brandenburger Lehrerin Birgit Schroeder. Für sie kümmert sich die Politik nur um die Interessen von Schülern und Eltern.

Vor mehr als einem Jahr gab es die ersten Corona-Fälle in Berlin und Brandenburg. Seither stellt das Virus unser Leben auf den Kopf. Was beschäftigt uns am meisten? In welcher Situation stecken wir?

In der Serie #Wiegehtesuns? erzählen Menschen aus der Region, wie sich ihr Alltag seither verändert hat.

Birgit Schroeder, 52, arbeitet als Lehrerin an einem Oberstufenzentrum in Strausberg. Dort unterrichtet sie aufgrund von Corona momentan viel im Distanzunterricht. Nicht nur Birgit, 57 Prozent aller Brandenburger Lehrkräfte sind laut Amt für Statistik Berlin Brandenburg 50 oder älter. Dennoch sind sie, besonders in Sachen Digitalunterricht, größtenteils auf sich selbst gestellt. So geht es ihr gerade:

In den letzten zwölf Monaten habe ich quasi nur auf Zuruf gearbeitet. Es gibt generell kaum klare Vorgaben, sondern möglichst viel Verantwortung wird nach unten delegiert.

In der Woche vor Ostern kam es dazu, dass den Eltern oder den volljährigen Schülern überlassen wurde, ob sie überhaupt zur Schule kommen wollen. De facto haben wir Sonntag erfahren, dass wir ab Montag [Anm. d. Red.: In Brandenburg startete am 19.4. der Wechselunterricht] nicht mehr nur Unterricht für zwei unterschiedliche Gruppen vorbereiten müssen, sondern für drei: Die, die regulär im Präsenzunterricht sind, die die regulär im Distanzunterricht sind und die, die eigentlich im Präsenzunterricht wären, aber zuhause bleiben.

Die Politik weiß eben, dass die meisten Wähler Eltern sind und nicht Lehrer. Darum wird jetzt politisch alles das gemacht, was keinem Schüler und dementsprechend keinem Elternteil wehtut. Wir Lehrer sollen uns da möglichst flexibel drauf einstellen. Ich sage nicht, dass ich wüsste, wie man es besser machen kann. Aber, dass wir mit vielen Problemen allein gelassen werden, frustriert mich schon.

Genauso der Unterricht per Videokonferenz: Ich sehe mich als "digital immigrant". Ich schaffe es ansatzweise, mich mit Tutorials mühevoll in neue Programme reinzufuchsen. So und mit der Hilfe junger Kollegen und Schüler habe ich mir auch den Umgang mit "MS Teams" draufgeschafft, das zu Beginn der Pandemie bei uns "moodle" ablöste. Mittlerweile sollen wirunter anderen die Schul-Cloud vom Hasso-Plattner-Institut nutzen.

Ich würde schon erwarten, von einem echten Menschen, einem, der dafür bezahlt wird, geschult zu werden, was den Umgang mit solchen Plattformen angeht. Intuitiv ist deren Nutzung für mich nicht. Ich stehe zwischen den jungen, digital-affinen Kollegen und den wenigen Totalverweigerern, die damit in Ruhe gelassen werden wollen, weil sie in zwei Jahren in Rente gehen. Ich lasse mich auf Neues ein, nur hätte ich gerne mal eine klare Ansage, worauf ich mich in Zukunft einstellen muss. Mein Gehirn verträgt noch genau ein Reboot!

Bei den meisten Schülern sind Videokonferenzen sowieso unbeliebt. Für gewöhnlich aktive Schüler ergreifen zwar auch im Distanzunterricht ihre Chance. Die, die jedoch schon im Präsentunterricht nicht sehr aktiv waren, können sich digital noch besser dem Unterricht entziehen. Mich ärgert, dass mich viele von ihnen als Dienstleister sehen. Aufgaben werden in meinen Fächern, Deutsch und Englisch, gerne per "copy and paste" erledigt. Gleichzeitig schicken mir die Schüler aber Nachrichten auf diversen Kanälen und verlangen, dass ich ihre Leistung zeitnah bewerte. So ein individuelles Feedback ist bei der Schüler-Anzahl nicht möglich!

Ich will mich aber nicht als Opfer darstellen. Solche Schwierigkeiten gibt es auch in anderen Berufen. Wir Lehrer sind halt System-relevant – mit allen negativen Auswirkungen.

Gesprächsprotokoll: Laura Patz

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Beitrag von Laura Patz

24 Kommentare

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  1. 24.

    Man kann ja verstehen, dass ihnen die Meinungsäußerung nicht zusagt.
    Ihr Beispiel Schule in Frankreich ist der beste Beleg, dass Sie nicht wissen, welche folgen es u.a. für dieses Land hatte.
    Die Inzidenzen sind z.Z. in Paris bei über 700 und steigen, Berlin kann man auf 135 schauen.

  2. 23.

    Also wenn Lehrerin systemrelevant sind, dann bin ich erst erst recht, weil ohne mich gäb's kein Internet, telekommunikationsbranche.
    Lächerlich sowas, am Ende ist jeder systemrelevant.

  3. 22.

    Ich muss Ihnen teilweise widersprechen:

    "... interessiert die Politiker überhaupt nicht, denn die haben ja keine Kinder ..."
    Stimmt nur zum Teil! Dann dürften auch keine Lehrer Lehrer sein, wenn diese keine eigenen Kinder haben?

    "... seid 15 Monaten alles selbst aneignen ..."
    Bitte nochmal nachrechnen ... die Schulen waren zeitlich auch wieder geöffnet

    "... wir Eltern machen das ganz umsonst ..."
    Tun Sie dies nicht für Ihr Kind?

    Und bitte auch noch Kommentar 18 von @Alex lesen!

  4. 21.

    Korrekt, das betrifft alle Berufe - Flexibilität. Aber wenn immer nur erklärt wird, was alles nicht geht? In der freien Wirtschaft MUSS es funktionieren, es MÜSSEN Lösungen gefunden werden, weil sonst die Unternehmen nicht mehr wirtschaftlich arbeiten könnten und schließen müssten. Das bedeutet, dass man sich im täglichen Wandel befindet - täglich. Und dass ein Job des Lehrers nicht einfach ist, verstehe ich. Übrigens ist das mein täglich Brot auch nicht. Gerade in dieser Zeit, wo ich neben der Arbeit den Job des Lehrers mache und deutlich von der Schule zu hören bekomme, was alles nicht geht und was sie alles nicht für die Kinder leisten können.
    Und nebenbei bemerkt, im 1. Lockdown hatte ich nicht den Vorzug ein paar Wochen bei vollem Gehalt zu Hause bleiben zu dürfen.

    Und ich muss festhalten, dass ich seit 1 Jahr zu Gunsten meines eigenen Kindes viel daran setze, dass sie gut durch ihr Schuljahr kommt.

    Und nein, ich möchte mit meiner Aussage auch nicht pauschalisieren. Aber viele Eltern wollen gemeinsam mit den Schulen Lösungen finden, was (jedenfalls bei uns) auf eine absolute Einseitigkeit trifft. Und ja, das darf ich als Mutter nach mehr als 1 Jahr äußern, weil auch ICH müde bin und mir mein Kind leid tut, da viel zu wenig soziale Kontakte vorhanden sind und die Schule nur noch sporadisch statt findet. Und findet sie dann statt, dann werden auch gerne Ausflüge gemacht oder es wird Fern geschaut. Ja, auch wir Eltern sind zu Recht frustriert.
    Und noch ein kleiner Hinweis, regelt die Politik das nicht, kann jede Schule/ jeder Schulleiter/ jede Schulleiterin individuelle Entscheidungen treffen - aber das hängt ganz vom Wollen ab. Denn es gibt auch Beispiele, wo Distanzunterricht ganz grandios funktioniert.

  5. 20.

    Es wird hier so wunderbar über die Lehrer gemeckert, die sich anscheinend mit vollem Gehalt vor der Arbeit drücken: Die gleichzeitige Vorbereitung von Unterricht in dreifacher Weise ist mit dem mindestens doppelten Zeitaufwand verbunden, denn während, direkt vor und nach dem Präsenzunterricht der Abschlussklassen, kann der Kontakt zu den Schülern im Distanzunterricht nicht stattfinden, erst recht kein Videofernunterricht! Ist Ihnen hier bewusst, dass es Lehrer gibt, die sich parallel noch um den Unterricht ihrer eigenen Kinder kümmern müssen. Auch Lehrer können sich nicht teilen und die pandemiebedingte Mehrbelastung nicht unbedingt ohne Qualitätsabstriche meistern. Ich denke, die meisten Lehrer sind mit der Pandemie-Situation genauso belastet wie alle anderen Arbeitnehmer mit Kindern.

  6. 19.

    Eine Lehrerin wurde gefragt wie es ihr geht und sie hat geantwortet. Warum muss dann auf ihr herumgehackt werden? Sie schildert ihre Probleme und sagt nicht, dass alle anderen keine haben.

  7. 18.

    Als Vater eines 6. Klässlers: der Distanz-Unterricht Anfang 2020 (also da war mein Sohn noch in der 5.) war ein Chaos und ein Witz. Aber ich war mit dem Stundenplan vor Covid19 auch nicht happy: mit der Worten des Altkanzlers Schröder: zu viel "Gedöhns" aber Mathe musste man auf dem Stundenplan mit der Lupe suchen. Was meine ich: Circusprojekt, Operettenprojekt, Theater, Wandertage, 2 Stunden Kunst und 2 Stunden Musik die Woche. "Das Wissen ist begrenzt aber die Phantasie ist unendlich". Nur mit Rechnen und Schreiben haperts. Der Geschichtsunterricht ist auch eine Katastrophe. Das ist mit Politik und Geografie in GEWI zusammengefasst. Gesellschafts-Wissenschaften. Wissenschaftlich kann man beim Abi oder an der Uni arbeiten.. in der Grundschule geht es um Grundlagen, wie das Wort eigentlich schon sagt. Und der Inhalt dieses Unterrichts ist unvollständig, lückenhaft und es gibt nicht mal ansatzweise einen "roten Faden". Vielleicht hat Corona doch was "Gutes" und Missstände werden offensichtlicher. Die LER Lererin kann keinen Scanner und keinen Computer bedienen. Was soll sie meinem Kind im 21. Jahrhundert über Lebensgestaltung beibringen? Ok, der Fairness halber: die HPI Schulcloud ist ein großer Wurf und der ein oder andere Lehrer hatte nach einem halben Jahr dem Distanzunterricht einen Sinn geben können. Ich kann die Lehrerin hier auch verstehen, aber was wir alle begreifen müssen: die Bildung in Brandenburg und in Deutschland ist totreformiert. Der Föderalismus funktioniert nicht! Ganz und garnicht! Warum hat nicht nur jedes Land sondern jede Schule einen eigenen Lehrplan? Was soll das bringen? Hier braucht das ganze System einen Reset! Nicht Reformen! Reset! Bundesweit! Und täglich neue Zettel zum Lesen und Unterschreiben. Zur Zeit sind bei uns Lehrerinnen und Direktorin mit der Masernbekämpfung beschäftigt. Ich wette, dass das System es nicht schaft, den Impfstatus meines Sohnes an die nächste Schule weiterzugeben und das die nächstes Jahr das gleiche fragen. Und dafür werden Ressourcen und tonnenweise Papier verschwendet. Im 21. Jahrhundert. Wozu gibt es eigentlich ein Schulamt und ein Gesundheitsamt, wenn die ihre Arbeit auf die Schulen abwälzen und diese Zeit dann wieder vom Unterricht verloren geht? Und so weiter ... und so weiter... Jeden Tag wird "eine neue Sau durch's Dorf getrieben" ...

  8. 17.

    Ehrlich gesagt, weiss ich nicht ob diese Lehrerin uns Eltern verhöhnt oder nicht.

    Was tut die Regierung bitte für unsere Kinder oder deren Eltern?
    Mein Kind war ganze 5 Tage in der Schule und das interessiert die Politiker überhaupt nicht, denn die haben ja keine Kinder und wissen nicht, wie es ihnen geht.

    Auch verstehe ich nicht, warum bei uns die Schulen nicht funktionieren? In Frankreich war die Schulen 3 Wochen zu und das wars.

    Das sie als Lehrerin keine Ahnung von Technik oder Onlinekonferenzen haben tut mir leid, aber was meinen Sie bitte, wie uns Eltern geht?
    Wir müssen uns auch seid 15 Monaten alles selbst aneignen inkl. den Schulstoff den wir nicht mehr drauf haben.
    Immerhin bekommen sie dafür ihr Gehalt....wir Eltern machen das ganz umsonst neben unseren eigentlichen Berufen dazu.

  9. 16.

    Liebe Kollegin, als Lehrerin im öffentlichen Dienst bist du Dienstleisterin. Gut, daß wenigstens das allmählich verstanden wird. Die Chance dieser Pandemie besteht im unausweichlichen Zwang, sich jetzt endlich mit digitalen Medien beschäftigen zu müssen. Ein Nebeneffekt ist der kollegiale Austausch zwischen den „gestandenen“ und den jüngeren Kollegen. Flexibilität und Eigenverantwortung sind Kompetenzen, die wir von den Schülern ständig verlangen, nun verlangt es die Zeit von uns. Was ist das Problem? Ich bin froh über diese Entwicklung - auch mit fast 60.

  10. 15.

    Falsch. Es handelt sich nicht um 3 Unterrichtsvarianten. Im Präsenzunterricht wird gemäß RLP in mehreren Varianten differenziert. Es sind 2 weitere eigenständige entsprechend zeitintensiv vorzubereitende und methodisch völlig andere Lernformate hinzugekommen. Die große Mehrzahl der Leherinnen schafft das.
    Es gibt übrigens in jedem Beruf sog.Schwarze Schafe, die ihre Arbeit qualitativ unzureichend machen, nur wird darüber nicht geschrieben und nicht gemeckert.
    "Es ist schlicht und ergreifend ihr Job" ....das gilt dann für alle Berufe, ergo sind Überstunden überall und jederzeit unbezahlt zu leisten. Auch in ihrem Beruf was immer der sein mag.




  11. 14.

    Als Recht gut bezahlter Akademiker sollte man sich mit Plattformen wie Teams auskennen bzw. kurzfristig dort einarbeiten können. In der Wirtschaft wird das von wesentlich tiefer angeordneten Hierarchien erwartet.
    Wenn ich den Distanzunterricht meiner Tochter betrachte, habe ich den Eindruck, dass so mancher Lehrergarten recht gepflegt aussehen muss.
    Ein paar PDFs versenden ist wenig Aufwand. Von Onlineunterricht keine Spur. Bis auf eine Lehrerin packt das keine der ach so gestressten Lehrkräfte.

  12. 13.

    Die meisten Lehrer würden sehr gerne ihren regulären Job machen, wenn sie dazu die Möglichkeit hätten. Den Job haben sie unter anderen Umständen gewählt. Wenn jetzt aber immer mehr andere Aufgaben dazu kommen, die mit dem Unterrichten nicht mehr viel zu tun haben, dennoch einen riesigen Zeitaufwand außerhalb der regulären Schulzeit bedeuten, von denen die meisten Eltern auch nichts mitbekommen, dann ist es vielleicht auch ein wenig schwerer geworden die ursprüngliche Motivation auf Dauer aufrecht zu erhalten.
    So ist es aber leider heutzutage in vielen Berufssparten, und da gibt es sicherlich Verbesserungsbedarf.

  13. 12.

    Hoppla, Pepe, waren wir auf der gleichen Schule? Subversive Elemente... Gab's das auch außerhalb von OWL?

    Natürlich gibt's echt höchst belastete Lehrer, die alle 3 Unterrichtsarten auf einmal wuppen. Nebenbei noch Schüler testen, ohne eine Impfung erhalten zu können. Da ist es echt zu viel, nach einem Jahr Hickhack und täglichen Änderungen der Strategie oder wie auch immer man das nennen will.

    Aber 50 % der Lehrer an unserer Schule verschicken aber immer noch nur einmal gescannte Kopien alter Arbeitsblätter, ohne Lösungen oder Rückmeldungen zu geben. 20 % verstecken die Aufgaben in der Cloud, sonntags gegen 20 Uhr. Abgabe montags. Keine Rückmeldung, nix.

    Die restlichen 30 % erledigen ALLES. Das sind echte Helden.

  14. 11.

    Als ehemaliges subversives Element muss ich der Lehrerin Recht geben. Ich als Schüler hätte in der Situation meinen Schabernack getrieben. Denn nur mit Tricks und Schummelei war ich vorne mit dabei.

  15. 10.

    Nein, dafür wird sie nicht bezahlt. Sie bekommt weiter das einfache Gehalt und nicht das dreifache. Man hätte in der Schule besser aufpassen sollen.

  16. 9.

    nein, nein, nein !
    Mein Enkel geht in Potsdam in die Lenne Schule und was ich da höre treibt mir wirklich die Zornesröte ins Gesicht. Mathematik und Physik wird selten bis gar nicht per Videokonferenz unterrichtet, dafür fragt die Lehrerin von LER , habt ihr schon mal ein Kostüm getragen und wie habt ihr euch dabei gefühlt? Und das in der 8. Klasse. Was soll aus den Kindern werden, wenn die Lehrer, übrigens bei vollem Gehalt, sich nur um sich selbst sorgen und einfach nicht ihren Job machen? Zumindest einige Lehrer.

  17. 8.

    Zum Leidwesen aller werden die Lehrer/Lehrerinnen derzeit viel zu viel mit administrativen Aufgaben zusätzlich belastet anstatt, dass sie den versäumten Lehrstoff vermitteln können. Zusätzlich Statistiken führen, Kontrolle der daheim durchgeführten Tests und immer wieder fast täglich wechselnde Anweisungen befolgen. Einige Schüler haben durch die lange Pause erhebliche Defizite, Verhaltensauffälligkeiten häufen sich zudem, so dass diese Kinder mehr Aufmerksamkeit beanspruchen als je zuvor.
    Ein jeder Lehrkörper wäre mit Sicherheit froh, wenn er sich wieder auf das Wesentliche, nämlich dem Unterrichten, konzentrieren könnte.
    Hier ist dringend Handlungsbedarf von Seiten der Politik damit die Lehrer wieder das machen können wozu sie ausgebildet worden sind!

  18. 7.

    Die nervliche Zerreißprobe der Lehrer*innen kann ich absolut nachvollziehen. Hut ab.
    Was ich jedoch nicht nachvollziehen kann, ist die Aussage, dass die Politik sich nur nach den Bedürfnissen der Eltern und Schüler*innen richtet. Wir Eltern und auch unsere Kinder gehen mental auf dem Zahnfleisch. und können es absolut nicht nachvollziehen, dass in anderen Ländern wie Luxemburg und der Schweiz die Schüler bei Inzidenzen von weit über 200 in den vollen Präsenzunterricht gehen können (in Luxemburg seit September übrigens), während das in Deutschland nicht möglich ist. Ich höre bisher noch nichts von einer Überlastung der Luxemburger Krankenhäuser. In deutschen Psychiatrien, besonders für Jugendliche, wird bereits ausgesucht, wer noch behandelt wird - dort wird als schon triagiert. Worin ich absolut mit der Lehrerin übereinstimme ist das Problem, dass die Schulen oft erst aus der Presse erfahren, was sie ab morgen zu tun haben, wie Eltern und Kinder. Hut ab!

  19. 6.

    Ehrlich gesagt finde ich es eine Frechheit von Ihnen, zu meinen, dass die Eltern mit ihren Wahlen die Politik steuern.
    Sehr viele Eltern unterrichten teilweise 2-3 Kinder von 1. - 6. Klasse und haben mal so nebenbei noch einen Beruf. Seit 1 Jahr reissen sich die Eltern den Arm aus, alles unter einen Hut zu bringen und das unbezahlt!!! Und Sie jammern rum, weil Sie für 3 Unterrichtsvarianten was vorbereiten müssen? Genau dafür werden Sie bezahlt!!! Das zu tun, ist schlicht und ergreifend Ihr Job.

  20. 5.

    Ja fuer die Lehrer muss jetzt echt was getan werden. Das kann nicht mehr so weiter gehen.

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