Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller zieht sich eine Schutzmaske vor Mund und Nase (Quelle: Reuters/Fabrizio Bensch)
Audio: Inforadio | 04.03.2021 | Michael Müller im Gespräch | Bild: Reuters/Fabrizio Bensch

Impfkampagne gegen Covid-19 - Länder horten laut Müller keine Impfstoffe

Berlins Regierender Bürgermeister Müller hat Berichten widersprochen, dass große Mengen an Impfstoffdosen ungenutzt herumlägen. Er spricht von "Puffervorräten", die die Länder vorhalten würden und macht Meldefehler für solche Berichte verantwortlich.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat Vorwürfe zurückgewiesen, in den Ländern werde Impfstoff zurückgehalten. "Ich will sagen, dass wir noch mal unsere Impferfahrungen in den Bundesländern nebeneinandergelegt haben und dass es keinesfalls so ist, wie oft der Eindruck vermittelt wird, als ob Millionen von Impfdosen irgendwo rumliegen und nicht verimpft werden", sagte Müller am Mittwoch nach Bund-Länder-Beratungen in Berlin.

Die Länder hätten in der Regel einen Puffervorrat. "Und ich glaube, das ist auch angemessen, falls eine nächste Lieferung sich verzögert oder nicht im besprochenen Umfang ausgeliefert wird, damit man dann nahtlos weiterimpfen kann."

Impfstoffdosen iun Kontingenten fest vergeben

Zum Teil würden große Zahlen an Impfdosen genannt, die noch nicht genutzt worden seien. "Wir können es uns nur so erklären, dass offensichtlich in dem Moment, in dem die Lkw die Werkstore verlassen, die Zahlen der entsprechenden Meldestelle geliefert werden", sagte Müller. "Aber es sind noch nicht die Impfdosen, die in den Ländern und in den Impfzentren angekommen sind."

Er wolle das auch für Berlin klar sagen: "Wir haben einen Bruchteil dessen, was wir verimpfen können, noch zurückgehalten." Beim Astrazeneca-Impfstoff sei es auch so, dass er entweder jetzt auch gut geimpft werde oder schon kontingentiert sei für entsprechende Bevölkerungsgruppen, für die er vorgesehen ist. Die Kontingente seien fest vergeben und würden "jetzt in diesen Tagen" genutzt, so der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK).

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9 Kommentare

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  1. 9.

    Also eins muss man mal sagen, die Einladungen für die Ü80 Jährigen verlaufen super. Einladung, Termin machen, KOSTENLOS mt Taxi hin uns zurück. Das fand ich im Vergleich zu Brandenburg sehr gut organisiert. Dort wartet mein Opa immernoch...(93 Jahre).

    Was mich nun wirklich erschreckt, dass die Risikopatienten aus der Impfgruppe 2 gar nicht bedacht werden. Niemand weiß, wann und wie und wo. Inzwischen werden munter Berufsgruppen geimpft, die laut STIKO NICHT vorgezogen werden sollten.

  2. 8.

    Ja da kann ich mich nur anschließen.
    Wie kann es sein, das in Berlin die Strategien der Amtsärzte nicht in Anspruch genommen werden?
    Denn mal ganz ehrlich, glaubt die Bundesregierung wirklich daran, immer das gleiche zu tun und ein anderes Ergebins zu erwarten, denn selbst Alber Einstein sagte schon: WAHNSINN ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
    Wo sind denn die neuen innovativen Strategien?

  3. 7.

    Herr Müller, merken Sie nicht dass Sie sich ständig um Kopf und Kragen reden.
    Ich glaube hier sollten mal Hausfrauen zusammen mit Fachkräften der Medizin die Impfstrategien entwickeln. Dann wären schon vielen geholfen.
    Fachkompetenz ist von Regierungsseite so wie so nicht zu erkennen.

  4. 6.

    Richtig! In Berlin läuft nichts aber auch gar nichts. Was haben die Politiker das ganze letzte Jahr eigentlich gemacht??
    Sich immer nur hinter der zweiten Welle verstecken.

  5. 5.

    Wenn lat. Müller kein Impftermine gehortet wird ,frage ich mich warum geht das alles so langsam. Wartet Berlin darauf das wir nach Israel auswandern?? Da ist der Alltag wieder da, bei uns dauert alles s. Flughafen .

  6. 4.

    Bei der Impfhotline Berlin kann man immer noch keine Auskunft geben, wann chronisch Kranke geimpft werden. Die Clearing-Stelle antwortet auch nicht.
    Berlin bei der Impfung von Menschen mit medizinischer Indikation bei den Bundesländern auf vorletztem Platz.
    Wer kam nur auf die Idee, dass wir Berlinerinnen uns darauf verlassen müssen, dass uns die Berliner Verwaltung einlädt?
    In anderen Bundesländern kann man sich anmelden, Attest mitbringen, Impfung, fertig!

  7. 3.

    Bisher hat man doch immer einen anderen gefunden der Schuld ist.

  8. 2.

    Wir können es uns nur so erklären, dass offensichtlich in dem Moment, in dem die Lkw die Werkstore verlassen, die Zahlen der entsprechenden Meldestelle geliefert werden", sagte Müller. "Aber es sind noch nicht die Impfdosen, die in den Ländern und in den Impfzentren angekommen sind."

    Wie lange sind denn diese LKWs unterwegs und wieviel Ladungen verlieren sie denn unterwegs? Klingt für mich wie jemand, der keine Ahnung hat und das noch nicht einmal richtig kaschieren kann.

  9. 1.

    Wenn man in Berlin wochenlang braucht um die Impfeinladungen zu versenden dann läuft etwas schief. Dann kann es auch nicht vorwärts gehen. Jede Schule, Kita usw weiß wer von den Mitarbeitern sich impfen lassen möchte. So viel Cods gehen dann raus und fertig. Und dann geht es weiter mit den nächsten. Umständlicher geht es kaum als die jetzige Praxis.
    Herr Müller sollte mal genauer hinsehen was in seiner Stadt nicht funktioniert

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